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TOP 1000 REZENSENTam 20. Oktober 2010
Der Großteil von Johann Sebastian Bachs unvergleichlichen Kirchenkantaten lässt sich drei großen Themenfeldern zuordnen: Da gibt es zunächst diejenigen Kantaten, die sich mit dem Tod befassen, dem Gläubigen in seiner Todesfurcht beistehen und ihn im Glauben bestärken. Andere Kantaten beschäftigen sich mit dem Missverhältnis zwischen irdischen und himmlischen Besitztümern - für Bach ein wichtiges Thema, als er nach Leipzig umzog, schließlich musste er lange Jahre um ein adäquates Gehalt ringen. Und dann gibt es solche Kantaten, die aktuelle kirchliche Feste zum Anlass nehmen und die biblische Geschichte vom Leben und Sterben Christi nacherzählen.
Auf der vorliegenden CD sind vier Kantaten zur Himmelfahrt eingespielt, unter anderem das sogenannte "Himmelfahrtsoratorium". Die Aufnahme stammt aus der "Bach Cantata Pilgrimage", die John Eliot Gardiner zusammen mit den English Baroque Soloists und dem Monteverdi Choir in verschiedenen Kirchen in ganz Europa über viele Jahre vorgenommen hat. Die Himmelfahrtskantaten spielte er 1993 beziehungsweise 1999 in der All Saints Church und in St. John's jeweils in London ein - herausragende Tonqualität.

Die Kantate BWV 11 "Lobet Gott in seinen Reichen", die auch als "Himmelfahrtsoratorium" bezeichnet wird, beinhaltet relativ viele Rezitative. Auch wenn Bach keine explizite Gliederung vornimmt, so kann man doch feststellen, dass die Kantate in zwei Hälften unterteilt ist: Im ersten, prachtvollen Abschnitt wird die Himmelfahrt des Herrn beschrieben, die beschlossen wird durch einen andächtigen Choral. Im zweiten, innigeren Teil wird das Sehnen des Menschen nach dem Himmelreich illustriert. Natürlich erfasst Gardiner diesen Kontrast trefflich und kann auf seine brillant auf Originalinstrumenten spielenden English Baroque Soloists vertrauen, deren Darbietung wie immer transparent, hell und klar ist. Jede Note, jede Nuance arbeitet Gardiner zielstrebig heraus, so dass diese Kantate einen wahren Höhepunkt seines Schaffens darstellt.
Auch formal in zwei Teile untergliedert ist die Kantate BWV 43 "Gott fähret auf mit Jauchzen". Ihr streng formelhafter Aufbau lässt sie über allen Dingen schweben. Auf ein Sopranrezitativ folgt eine Sopranarie, auf ein Bassrezitativ eine Bassarie und so weiter. Gerahmt wird das Werk durch zwei erhebende Choräle. Dass Gardiner einen der besten Chöre weltweit um sich schart, ist kein Geheimnis mehr. Aber er kann auch auf hervorragende Solisten zurückgreifen. Neben Nancy Argenta (Sopran) sind es die Kontertenöre Michael Chance und Robin Blaze (BWV 128), die Tenöre Anthony Rolfe Johnson und Christoph Genz (BWV 128) sowie die Bassisten Stephen Varcoe und Reinhard Hagen (BWV 128), die den Auslegungen die letzte Würze verleihen. Der Gesang ist stets glasklar und harmoniert perfekt mit dem Orchester. Zudem wird voller Inbrunst gesungen, die Sänger übernehmen nicht nur Rollen, sie erfüllen ihren Teil mit Leben, so dass der Gesamteindruck stets packend und zwingend ist.
In den zwei kleineren Kantaten BWV 37 "Wer da gläubet und getauft wird" und BWV 128 "Auf Christi Himmelfahrt allein" erweist sich Bach wie so oft als Meister der Instrumentierung. Beständig wechselt er zwischen Tuttipassagen und intimen, beinahe kammermusikalischen Abschnitten. Selbst so kleinen Kompositionen schenkte er genügend Aufmerksamkeit - und das, obwohl er ja neben seiner Komponistentätigkeit eine Familie zu versorgen hatte, mit dem Leipziger Pastor eng zusammen arbeiten musste und Unterricht gab -, dass diese unter seinen Händen zu etwas ganz Besonderem gedeihen. Auch wenn der Thomaskantor hier weitest gehend auf größere, rein instrumentale Sequenzen verzichtet, schafft er doch durch seine differenzierte Kompositionstechnik etwas Zeitloses und Charakteristisches. Gardiner nähert sich auch diesen kleineren Kantaten mit der nötigen Ehrfurcht. Durch seine perlende Abstufung und dadurch, dass er durchgehend passgenaue Akzente zu setzen versteht, werden die zwei Stücke zu wahren Perlen jeder Kantatensammlung.

Fazit: Gardiners tiefe Verbundenheit zu Bach hat ihm eine Art Nexus verschafft, der in meinen Augen beispiellos ist. Wieder einmal eine geniale Zusammenstellung - tief berührend und auf ewig.
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am 15. August 2014
großartige Musik. Johann Sebastian Bach war ein Genie. Die Schönheit der Choräle und Arien faszinieren. Ich werde mir den Rest auch noch bestellen.
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