weddingedit Hier klicken muttertagvatertag Sport & Outdoor Cloud Drive Photos Learn More Amazon Weinblog HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle Sparpaket Autorip GC FS16

Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen1
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
1
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Audio CD|Ändern
Preis:18,26 €+ 3,00 € Versandkosten

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

VINE-PRODUKTTESTERam 23. November 2004
Es gibt Bands, die blühen im Verborgenen. Und ehe man sie richtig bemerkt hat, haben sie sich auch schon wieder aufgelöst. Zu einer Zeit, als die zornige britische Generation sich anschickte, dem Spaß-Punk-Rock wieder Leben einzuhauchen, während die ganze Welt auf die Neo-Folk Szene schaut und der Grunge in Form mehr oder weniger gelungener Nirvana und Pearl Jam Clones eine Renaissance erlebt, schreiben Jason Little und Co. ganz unbeirrt ein Konzeptalbum, dass die Tradition des Prog-Rock ins 21. Jahrhundert transferiert.

Die Endzeitphantasien Band, beginnen mit dem epischen, sich über 9 Minuten aufbauenden Spannungsbogen aus bittersüßen Melodien, verspielten analogen Synthi-Klängen und hymnischem Finale. „He's simple, he's dump, he's the Pilot“: Der Mensch als Sklave seines eigenen Fortschrittes. Nicht unbedingt ein neues Thema, aber auf diese Art und Weise hinreißend variiert. „Jed The Humanoid“ ist der traurig-schräge Abgesang auf einen zu menschlich gewordenen Androiden. In der Erinnerung an den „Crystal Lake“ zaubern Mini-Moog und Co. ein irritierendes flirren auf den erdigen Rock-Boden. „Broken Houshold Appliance” spielt mit seinen, zwischen intimem Folk und synkopalem Rock pendelnden, aberwitzigen Tempowechseln schwindelig. Als Gedanken über die Bildtelephonie erdet dann „Miner At The Dial-A-View“. Federnder Basslauf, schwirrende Keyboards und bittersüßer Harmoniegsang leiten über zur letzten Hymne „So You'll aim Toward the Sky“, die uns aus der Welt des Jason Little entlässt, in der der Mensch gar nicht so wichtig ist, wie er selbst immer glaubt zu sein.

Granddaddy schaffen auf diesem famosen Album, Bilder zu erzeugen ohne die dicke Farbrolle auszupacken, ein musikalisches Gericht aus einfachsten Zutaten zuzubereiten und zu einem facettenreichen Ganzen zusammenzufügen. Die Klangzutaten und Formen erscheinen bisweilen wohlbekannt, vieles hat man schon mal irgendwo gehört. Außergewöhnlich ist die Ausführung, das Motiv, das Gesamtkunstwerk. Als dieses sollte man dieses Album auch genießen: Mit Ruhe und Muße, mit der Bereitschaft, in eine schillernde, bizarre und bisweilen zum Sterben schöne Welt einzutauchen.

Das i-Tüpfelchen ist schließlich die makellose Produktion. Abgrundtiefe, fast obertonfreie Sub-Bässe („He's Simple...“) werden von tiefbassschwachen Lautsprechern schlichtweg unterschlagen. Fein ziseliertes Schlagzeug, flirrende Synthesizer zu harten Riffs verlangen einiges an Stabilität und Auflösungsvermögen.

Alles in allem eine grandiose Platte!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden