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32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Klassiker Schubert
Bei allen "Gesamtaufnahmen" der Klaviersonaten Schuberts stellt sich die Frage: wie vollständig sind die ?
Wie in den meisten Gesamtaufnahmen fehlen hier D567 (eine frühere Version von D568) und die Fragmente D655 und D769A, die 75 bzw 38 Takte lang sind.
Dazu fehlen die unvollendeten Sonaten D570/571/604 (fis-moll Sonate von 1817) und D612/613 (C-Dur...
Veröffentlicht am 27. Dezember 2010 von Philbert der Schwabe

versus
1 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Teilweise stark verrauschte Aufnahme
Die mp3 Dateien sind z.T. stark verrauscht und haben dazu noch einen sehr niedrigen Pegel. Reklamation unmöglich, Rückgabe ausgeschlossen, Weiterverkauf verboten. 30€ in den Sand gesetzt. Wo kann ich mich beschweren?
Vor 18 Monaten von tekbe veröffentlicht


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32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Klassiker Schubert, 27. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Klaviersonaten (Audio CD)
Bei allen "Gesamtaufnahmen" der Klaviersonaten Schuberts stellt sich die Frage: wie vollständig sind die ?
Wie in den meisten Gesamtaufnahmen fehlen hier D567 (eine frühere Version von D568) und die Fragmente D655 und D769A, die 75 bzw 38 Takte lang sind.
Dazu fehlen die unvollendeten Sonaten D570/571/604 (fis-moll Sonate von 1817) und D612/613 (C-Dur Sonate von 1818). Während D612/613, ein Versuch im dekorativen Stil der Virtuosen-Komponisten wie Hummel, sich schmerzlos vermissen läßt, ist die fis-moll Sonate besonders reizvoll.

- Die Edition
Kempff spielt in der Regel nur vollendete Sätze, was wohl zum Ausschluß der oben erwähnten Sonaten geführt hat. In der Reliquie D840 spielt er die zwei ersten Sätze. Ausnahme ist D625, die er in der Edition von Erwin Ratz spielt, das heißt mit einer dezenten Vollendung des ersten Satzes (die "echter" wirkt als die Badura-Skodas) und in drei Sätzen, ohne das Adagio D505, das in den neueren Ausgaben aufgrund eines Katalogs von Ferdinand Schubert als langsamer Satz hinzugefügt wurde. Von D566 sind die einzelnen vier Sätze nacheinander wiederentdeckt worden, wobei die Zugehörigkeit des Rondos D506 noch fraglich ist. Kempff spielt nur die ersten beiden Sätze. Die Sonate E-Dur (ehemals 5 Klavierstücke D.459) ist aufgrund der komplizierten Quellenlage kürzlich in eine zweisätzige Sonate und drei Klavierstücke D459A geteilt worden. Kempff spielt wohlweislich die 5 Sätze.
In der Regel beachtet er die von Schubert vorgeschriebenen Wiederholungen (in D960 besonders wichtig). Ein paar Ausnahmen (Kopfsatz von D784, D845, D894 u.a.) bestätigen diese Regel.

- Die Interpretation
Kempffs spielt Schubert wie einen Klassiker, mit Klarheit und Transparenz. Die melodischen Linien werden mit schönem Legato dargeboten, aber nie verniedlicht. Diese klassische Haltung bekommt den frühen Sonaten besonders gut. Wer D568, D575 oder D459 in Kempffs Interpretation einmal gehört hat, wird leicht "kempffbeschädigt" und jede andere Interpretation wirkt im Vergleich gekünstelt, unausgewogen oder verkrampft.
Dieses Spiel, das die Extreme nicht sucht, aber mit Intelligenz den Anweisungen des Komponisten treu bleibt und die Schubertsche Polyphonie in ihrem vollen Reichtum darstellt, zieht auch in der tourmentierten D784 oder in der grüblerischen Reliquie den Hörer buchstäblich in seinen Bann. Die große D960 bekommt auch hier eine im besten Sinne klassische Darbietung.
In der c-moll Sonate D958 kommt Kempff aber an seine Grenzen. Da hat Schubert selber die Extreme gesucht. Der erste Satz wird trocken (seltsamerweise läßt ihn sein Legato im Seitensatz in Stich), der zweite abwesend, der vierte harmlos.
Zur G-Dur Sonate D894 hat er auch nicht den Zugang gefunden. Der erste Satz "molto moderato e cantabile" wird weder besonders moderato noch besonders cantabile gespielt (bezeichnenderweise wird hier auf die Wiederholung der Exposition verzichtet), die anderen haben auch nicht die Selbstvertändlichkeit, die Kempffs Interpretation sonst auszeichnet. In der virtuosen "Gasteiner Sonate" D850 aber überrascht er wieder mit einer seltenen Klarheit, die den explosiven Kopfstatz unter ein besonderes Licht stellt. Dem abschließenden Rondo, dessen Thema so oft verballhornt wurde, verweigert er jede "süße Versuchung", was es umso ausdruckreicher macht.

Fazit: Diese CD-Box ist einfach unabkömmich für jeden Schubertianer. Die Vollständigkeitsfanatiker können sie mit den 3 Naxos CDs von Gottlieb Wallisch ergänzen, die den Problemkindern unter den Sonaten gewidmet sind. Für wenig Geld kann man sich auch Radu Lupu zulegen, der wertvolle Alternativen anbietet, was besonders für D894 und D958 zutrifft, wo Kempff nicht am überzeugendsten ist.
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51 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein bedeutendes Dokument., 12. Mai 2002
Rezension bezieht sich auf: Die Klaviersonaten (Audio CD)
Einer der großen Schubert-Meister, Wilhelm Kempff. Man muss weinen, so schön ist seine Übermittlung dieser unfassbar ausdrucksintensiven Musik. Dabei ist sein Spiel im Grunde nie depressiv, geschweige denn hässlich oder dämonisch, wie es einem z.B. bei Sviatoslav Richter gelegentlich die Sprache verschlägt. Immer ist ein Schimmern da, meist ein Leuchten und eine so deutliche Sprache, dass man sich schwer ihren vielen Facetten entziehen kann. Dieses unmittelbar menschliche, auf gewisse Art friedvolle, dadurch aber nicht spannungslose, das Kempff aus jener Musik wie auch aus der von Bach, Beethoven, Brahms oder Schumann zu vermitteln fähig ist, gibt seinen Aufnahmen einen ungeheuren Wert. Kempff, selbst auch Komponist, wusste noch genau, was die Schöpfer jener Musik aussagen wollten, wie sie ihre eigenen Werke verstanden haben. Und so findet er seinen Weg, uns dies zu vermitteln.
Angesichts der Genialität und Menschlichkeit der Komponisten und angesichts der hier vermittelten Wirkung und Aussage ihrer Musik, Schuberts in diesem Fall, gewinne ich den Eindruck, dass, wenn sie einen auch nicht gerade zu einem guten Menschen macht, man aus ihrem Erleben doch wenigstens als etwas „besserer Mensch" hervorgehen kann, um einen Gedanken Menhuins zu zitieren. Diese Musik Schuberts ermöglicht es einem, Gefühle von höchster Qualität zu erleben, sie bietet einem Rundwege durch Gebiete des Lebens, die in ihrer Form nur durch sie zugänglich sind; sie lässt die Menschen teilhaben an ihrem eigenen unermesslichen Schatz.
Große Worte, die hoffentlich nicht zu weit verfehlt sind?
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41 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Mein Klassiker", 21. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Die Klaviersonaten (Audio CD)
Wenn ich aufgefordert wäre, nur eine Musik auf eine einsame Insel mitnehmen zu dürfen, zögerte ich einen Moment lang: es gibt so viel schöne Musik von Schubert.
Meine Wahl trifft die Klaviersonaten, die eine so unmittelbare emotionale Sprache sprechen, eine Sprache des Berührtseins mit dem Innersten.
Von 21 Sonaten, die Schubert beginnt, vollendet er 12, und nur 3 erscheinen zu seinen Lebzeiten. Unter dem Einfluß des von ihm so sehr bewunderten Beethovens stehend,ist Schubert zwar noch eng der klassischen Tradition verbunden, die romantische Geisteshaltung und Empfindung bestimmen aber deutlich seine musikalischen Inhalte.
Mein Herzensstück ist eine seiner letzten, in seinem Todesjahr 1828 geschriebenen Sonaten in B-dur (D960), die ich in sechs Einspielungen besitze. Wilhelm Kempffs ist mir die liebste. Ohne dramatische Übertreigungen in zurückhaltender, poetisch anmutender Weise vortragend, vermittelt er Bewunderung und Achtung vor dieser Musik. Nicht zur Virtuosität fühlt er sich, seinen eigenen Worten folgend, aufgefordert, sondern zur Begleitung des ewigen Wanderers Schubert in jenes Land, das er sehnsuchtsvoll gesucht habe.
Der erste Satz der Sonate ist wie ein vorsichtiger, aber bestimmter Aufbruch, der Verheißung birgt, stetig voranschreitend, voller überströmender Melodiefülle. Aus dem folgenden Andante sostenuto dagegen sprechen Schmerz, Wehmut und Sehnsucht, nicht ungestüm aufbegehrend, sondern voller Akzeptanz und Gefühlen des Abschieds vom Leben. Dramatisch vereinen die letzten beiden Sätze die emotionalen Diskrepanzen. Eine Lebensfreude klingt an, die angesichts der fortschreitenden Krankheit Schuberts kaum faßbar ist. Heiter, fast gesellig zum Tanz aufspielend, verbirgt und trägt die Musik die Melancholie des Einsamen, dem Tod Nahen.
Es ist gut zu wissen, daß es noch 20 andere Sonaten gibt, denn Schuberts Musik ist eine besonders tröstende. Vor ihr stürzt, wie Adorno es einmal sagte, die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen...wir weinen, ohne zu wissen warum; weil wir so noch nicht sind, wie jene Musik es verspricht.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dank, 8. März 2007
Von 
T. BERGMANN (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Klaviersonaten (Audio CD)
Wir schulden Wilhelm Kempff Dank. Nicht nur, dass er uns eine hervorragende Gesamtaufnahme hinterlassen hat, sondern auch dafür, dass er uns im Laufe seines Künstlerlebens die Klaviersonaten von Schubert nahe
brachte. Durch sein Spiel wird deutlich, dass die Klaviersonaten von Schubert denen eines Ludwig van Beethoven oder eines Wolfgang Amadeus Mozart in nichts nachstehen. Ein Schattendasein brauchen sie auf keinen Fall zu führen.
Wilhelm Kempff spielt die Klaviersonaten klar strukturiert und sehr lebendig. Auch wenn er manchmal für mein Empfinden zu schön spielt, so kommt dennoch das Wesen überzeugend zum Ausdruck.
Ein Kauf, der sich lohnt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Hauch Ewigkeit, 6. Oktober 2010
Von 
Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Klaviersonaten (Audio CD)
Franz Schuberts Klaviersonaten wurden lange Zeit als minderwertige Werke abgestempelt. Heute hingegen erleben sie eine wahre Renaissance, woran Wilhelm Kempffs herausragende Gesamteinspielung nicht unbeteiligt sein dürfte. Viele der Klaviersonaten führte Schubert nicht zu Ende, was daran liegt, dass er insbesondere innerhalb seiner Klavierkompositionen stets darauf aus war, kurze, schnell verrauschende Momente einzufangen. Nicht von ungefähr komponierte er großartige Impromptus und Moments musicaux.
Beim Hören seiner Klaviersonaten wird man schnell feststellen, dass hier keine größere Entwicklung à la Beethoven stattfindet, sondern dass der Großteil der Sätze und Stücke auf einem musikalischen Gedanken beruht, der mannigfach verarbeitet wird. Der Tonfall der Werke ist weich, zart und lyrisch und ist bis an den Rand mit Sinn gefüllt. Schubert hat in dieser Hinsicht seinen Platz nicht weit hinter Beethoven.

Seine ersten beiden, frühen Sonaten D 157 und 279 ließ Schubert als Fragment liegen. Jeweils nach dem Menuett bricht er ab, obwohl bereits diese frühen Werke von größter Schönheit sind und zu fesseln vermögen. Man höre sich nur das tiefsinnige Andante von D 157 an!

Lange dauerte es, bis sich der deutsche Komponist erneut der Klaviersonate zuwandte. Ab D 537, der ersten vollendeten Sonate - diesem berührenden, tragischen Werk - aber komponierte er in regelmäßigen Abständen Sonaten - nur zwischen D 664 und D 784 liegt eine längere Pause -, wenn auch nicht immer bis zu Ende. Hier finden sich solche Schätze wie die As Dur Sonate D 557, deren lieblich verklärender Tonfall ans Innerste rührt.
Die Sonate D 625 in f moll hat eine ungewöhnliche Anlage zu eigen: Sie entbehrt gänzlich eines langsamen Satzes. An zweiter Stelle, wo man diesen normalerweise bei einer dreisätzigen Sonate erwarten würde, steht ein pittoreskes Scherzo. Dennoch vermisst der geneigte Hörer nichts, die erzeugten Klangwelten füllen voll und ganz aus, laden ein zum Sinnieren und Schwelgen.
Ein wahrer Schatz ist die gewaltige, leider unvollendete C Dur Sonate D 840, die den treffenden Beiname "Reliquie" trägt. Ein hehrer, träumerischer Kopfsatz und ein in sich ruhendes Andante sind übrig von diesem Stück. Es schmerzt uns heutige Hörer sehr, dass Schubert dieses geniale Werk nicht weiter bearbeitete.
Bevor Schubert die letzten drei, überragenden Sonaten komponierte, schrieb er noch zwei weitere, unvergessliche Genrebeiträge, nämlich D 850 in D Dur und D 894 in G Dur. Vor allem letztere darf sich größter Eleganz, größter Stimmigkeit und größter Lyrik erfreuen.

Grundsätzlich sind die letzten drei Sonaten des deutschen Tonsetzers so verschieden nicht von den unmittelbar vorhergehenden. Allerdings gelten sie heute als seine größten. Untereinander unterscheiden sich die Sonaten freilich. Da haben wir einerseits die schicksalsschwere c moll Sonate D 958, deren entrückendes Adagio und Finale herausragend sind. Besonders das Adagio beinhaltet einige der schönsten Melodien Schuberts, vielleicht der beste langsame Satz neben dem aus dem Streichquintett und dem zweiten Klaviertrio.
Die zarte A Dur Sonate D 959 verzichtet - wie alle anderen Sonaten auch - auf feurige Melodiebögen und allzu rasche Sätze. Vielmehr verharrt dieses zarte Werk in sich selbst und produziert dabei eine dichte, tiefsinnige Atmosphäre.
Ohne Frage die beste Sonate ist die letzte in B Dur D 960. Es ist nicht nur der warme, an Lyrik reiche - und extrem umfangreiche - Kopfsatz, sondern auch das verklärte Andante des zweiten Satz, die unwiderstehlich in ihren Bann ziehen. Das Scherzo ist leichtgewichtiger, aber es folgt ja noch ein erlesenes, Ruhe atmendes Finale.

Weiterhin eingespielt ist die "Sonate in E Dur" D 459 & 459A, die aus fünf einzelnen Sätzen besteht, die zusammengereiht nicht die schlechteste Sonate abgeben.

Wenn Wilhelm Kempff diese Sonaten spielt, von denen er im hervorragenden Booklet selbst sagt, dass sie "Schuberts verborgenste Schätze" seien, dann spielt er nicht "wie ein Pianist, sondern wie ein Mensch", um mit den Worten Jean Sibelius' zu sprechen. Er durchdringt diese unvergleichlich schönen Kompositionen des zu früh Verschiedenen mit jeder Faser seines Seins und erschließt sie dem Hörer transparent, unendlich farbig und transzendental. Man hat beinahe den Eindruck, dass Kempff die Werke während des Spielens neu erfindet, sich neu entdeckt. Zurücklehnen und Träumen: Das sind die Dinge, zu denen man eingeladen wird, wenn Kempff zu zaubern beginnt und den Hörer ans Innerste rührt, wenn er seinem lyrischen, romantischen und poetischen Wesen freien Lauf lässt, wenn er in lauterer Demutshaltung den zutiefst menschlichen Ausdruck dieser Musik vermittelt.
Die Aufnahmequalität ist für das Alter der Einspielungen - Mitte/ Ende der 60er Jahre - ausgezeichnet.

Fazit: Ein Leben ohne diesen Sonatenkosmos und ohne diese Einspielung - wer weiß, ob es möglich wäre...ausprobieren möchte ich es aber nicht...
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So müssen Schuberts Sonaten gespielt werden, 6. Februar 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Klaviersonaten (Audio CD)
Dass Schubert zu Lebzeiten und auch noch lange danach hauptsächlich als Liedkomponist bekannt war, Skarjabin zu Strawinsky gesagt hat:"Ach, sieh an, Schubert? Aber das ist doch gerade gut genug, um von jungen Mädchen auf dem Klavier geklimpert zu werden", können wir Heutigen nicht mehr begreifen. Dass Artur Schnabel in den 20iger Jahren ein Wagnis einging, in seine Klavierabende Schubert einzubauen, scheint Fantasterei. Aber auch Kempff sagt selbst von sich, dass ihm in seiner Jugendzeit diese Werke "ein Buch mit sieben Siegeln" waren; nur die a-moll, op 42 erschloss sich ihm, weil sie mit Beethovens Geist verwandt war.
Und genau das ist das Problem: Schuberts Werk wurde mit dem Schaffen des "Gottes" Beethoven verglichen, was ihm nicht gerecht wurde. Wer mit diesem Maß misst, kann den wirklichen Wert nicht ermessen.
Kempff meint, dass ihm der Zugang zu der "Tiefsee der Musikseele Schuberts" auch dadurch gelang, dass er vor dem 1. Weltkrieg sich sehr darum bemühte, als Begleiter der Lieder tätig zu werden. Und ich meine, damit hat er wohl recht. So, wie er die Sonaten interpretiert, zart und fragil bis mächtig und ein wenig dämonisch, legt er die Intentionen Schuberts offen, bekommen auch wir Hörer Zugang zu der Seele Schuberts, die es nicht nötig hat, mit der Beethovens zu konkurrieren.
Es geht bei diesen Kompositionen nicht darum, brillante Tastengeläufigkeit zu zeigen und dröhnende Gefühlsgewalten zu erzeugen; denn "im dreifachen Pianissimo verrät uns Schubert die tiefsten Geheimnisse". Und diesen Weg hat Kempff beschritten, weshalb ihm auch dieses großartige Ergebnis gelungen ist.
Und dafür vielen Dank!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wahrer Schatz seltener Töne, 8. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Klaviersonaten (Audio CD)
Einige dieser Schubert-Sonaten werden selten gespielt - und waren bisher beinahe vergessen. In der wunderbar einfühlsamen,sehr ernsten, rhythmisch leichten und zugleich sozusagen analytisch zurückhaltenden, kongenial zum Geist der jeweiligen Komposition entwickelten Interpretation von Wilhelm Kempff spenden diese Sonaten ein reines Hör-Glück. Hier wird ein bedeutender Schatz klassischer Musik gehoben, abseits des Standard-Repertoires.
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1 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Teilweise stark verrauschte Aufnahme, 20. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die mp3 Dateien sind z.T. stark verrauscht und haben dazu noch einen sehr niedrigen Pegel. Reklamation unmöglich, Rückgabe ausgeschlossen, Weiterverkauf verboten. 30€ in den Sand gesetzt. Wo kann ich mich beschweren?
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Die Klaviersonaten
Die Klaviersonaten von Wilhelm Kempff (Audio CD - 2000)
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