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46 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Amazon-Redaktion hat ein Rad ab... ;-(
Wenn ich die Berschreibung der Amazon-Redaktion lese, kommt mir die kalte Wut!
Wer so einen Mist verzapft, der hat den Film nicht verstanden.

Falling Down schildert einen Mann, der am Ende seiner Begriffsfähigkeit angekommen ist. Die Welt hat sich einfach schneller verändert, als er folgen konnte.
Als er dann noch seine Familie und seinen...
Veröffentlicht am 3. September 2010 von J. Holznagel

versus
3.0 von 5 Sternen Falling Down - Das Portät eines radikalen Sozialkritikers
Falling Down, stellt auf kritisierende und radikale Art und Weise soziale Probleme und führt diese dem Zuschauer übertrieben vor Augen. William "D-fens" Foster ist auf dem Weg zum Geburtstag zu seiner Tochter und wir auf eben diesem immer wieder in soziale Probleme verwickelt, die er mit Waffengewalt zu lösen pflegt.
Im Endeffekt vielleicht eine ein...
Vor 10 Monaten von Mario Semmler veröffentlicht


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46 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Amazon-Redaktion hat ein Rad ab... ;-(, 3. September 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Falling Down (DVD)
Wenn ich die Berschreibung der Amazon-Redaktion lese, kommt mir die kalte Wut!
Wer so einen Mist verzapft, der hat den Film nicht verstanden.

Falling Down schildert einen Mann, der am Ende seiner Begriffsfähigkeit angekommen ist. Die Welt hat sich einfach schneller verändert, als er folgen konnte.
Als er dann noch seine Familie und seinen Job verliert, fängt das Elend an. Eigentlich möchte er nur zu Fuß "nach Hause", nachdem ihn sein Wagen verlassen hat.
Dummerweise ist "nach Hause" ein Ort, an den er per Gesetz nicht gehen darf, weil er seine Ex-Frau nicht besuchen darf.
Und sie hat sich NICHT zum Besseren verändert...
Das Service-Personal ist übellaunig und hat keine Ahnung, was der Begriff "Service" überhaupt bedeutet.
Ein Rudel gestörter Jugendlicher will ihn überfallen, nur weil er zur falschen Zeit am falschen Ort ist und ein verkappter NeoNazi denkt, er hätte nen Kumpel gefunden. Böse Falle für den Neo....

Der Typ ist einfach schlecht drauf und reflektiert die negativen Schwingungen seiner Umwelt, um den Faktor zwei verstärkt.
Einerseits natürlich total krank.
Andererseits wünscht sich doch wohl jeder "Normalo", dass so ein Rudel "Nachwuchs-Verbrecher" mal an den Richtigen gerät.

Der Mann erfüllt die "Rache des kleinen Mannes" an der verkommenen Gesellschaft.

In den USA erzeugte der Film ein gewaltiges negatives Echo, weil er den Verfall von Sitten und Moral in den vereinigten Staaten offen legte.
Warum man bei uns so negativ darüber urteilt, kann ich nicht verstehen.

Schauspielerisch ist Falling Down ein Meisterwerk. IMHO die beste Rolle von Michael Douglas.

Statt grandioser Action-Effekte setzt der Film auf Handlung und Dramaturgie - etwas unmodern heute, aber bei Kennern immer noch beliebt.

Für mich einer der besten Filme überhaupt.
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53 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eindrucksvolle Studie..., 24. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Falling Down (DVD)
...über einen Mann, der sowohl privat als auch beruflich gescheitert ist, perfekt und glaubhaft verkörpert von Michael Douglas, der hier einmal mehr beweist, warum er zur ersten Garde Hollywoods gehört.

Als Angestellter eines Rüstungskonerns bekommt er in der Nach-Reagan-Ära (und dem Verfall des Warschauer Paktes) die harte Wirklichkeit zu spüren, was für ihn bedeutet, seine Fähigkeiten werden nicht mehr gebraucht, er ist überflüssig und, was seine getrennt von ihm lebende Familie nicht weiss, seit einem Monat arbeitslos.

Frust, der sich über Monate angestaut haben muss, führt dazu, das D-Fens bei einer eigentlich eher harmlosen Situation durchzudrehen beginnt und damit eine Kette von Ereignissen lostritt, die unweigerlich in sein eigenes Fiasko münden.

Ich weiss nicht, wieso dieser Film von einigen Kommentatoren als Actionkömödie missverstanden wird, an der Verzweiflung eines Menschen und seiner Unfähigkeit, seine Situation und seine Umwelt auf normale Weise zu erfassen ist sicher nichts Komisches und die (scheinbar) humorigen Sprüche (z.B. auf dem Golfplatz) offenbaren letztlich das seelische Leid eines zutiefst verunsicherten Menschen.

Eher ein (unausweichliches) Drama mit grandioser Starbesetzung, bis in die Nebenrollen hinein.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Film der seines gleichen sucht !, 30. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Falling Down (DVD)
Als erstes: dieser Film ist ein Meisterwerk

Auf jeden Fall gehört er in jede gute Filmsammlung.

Jeder der diesen Film nicht kennt sollte keinesfalls der Rezension der Amazon-Redaktion sein Gehör schenken, sondern sollte sich vielmehr selbst ein Bild machen und den Film ansehen. Denn es werden auf brilliante Art und Weise die Problematiken der heutigen Welt offenbart und dargestellt. Michael Douglas spielt die Rolle des gestressten Elektrikers mit Bravour.

Ich empfehle jedem die paar Euros zu investieren und sich diesen Streifen zu kaufen.
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn eine Welt aus den Fugen gerät, 31. Dezember 2008
Von 
Dr. R. Manthey - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Falling Down (DVD)
Stabilität ist nicht gleich Stabilität. Auf diesen Nenner könnte man diesen harten und in vielerlei Weise besonderen Film bringen. Wenn eine Kugel in einer Mulde liegt, kann man sie anstoßen und sie wird an die tiefste Stelle zurückrollen und liegen bleiben. Ruht die Kugel aber auf einem Hügel, dann reicht ein Stoß und die alte Lage wird nie wieder erreicht.

William Foster ist ein ruhiger, aber zu kalten Gewaltausbrüchen neigender Mensch, der vor einem Monat seinen Job verloren hat. Seine Frau hat sich von ihm scheiden lassen. Heute ist der Geburtstag seiner kleinen Tochter. Aber er darf sie nicht sehen, weil ein Richter das so will. Foster steht im Stau, und es ist heiß und laut um ihn herum.

Man weiß nie, wann Demütigungen und Gewaltakte gegen einen Menschen den Punkt erreichen, wo sie in Gegengewalt umschlagen. Als Foster seine Karre einfach im Stau stehen lässt und sich zu Fuß auf den Weg zu seiner Tochter machen will, rollt seine Kugel vom Hügel. Ohne dass er es selber geplant hat, wird ihr Lauf immer schneller. Es beginnt eine Orgie der Gewalt. Foster lässt sich nichts mehr gefallen. Er schlägt zurück.

Er kommt in Situationen, die viele von uns auch schon ganz ähnlich erlebt haben. Nur die wenigsten würden so reagieren wie Foster es nun tut. Aber viele werden Sympathie für Foster empfinden.

Die Macher dieses Filmes zeigen uns, wohin ein solcher Weg unweigerlich führt. Und sie stellen Foster im Kriminalpolizisten Prendergast eine andere Figur entgegen, die ganz ähnlich wie dieser in einer Umgebung ständiger Demütigungen lebt. Prendergast hat vor langer Zeit seine kleine Tochter verloren. Seine Frau hat einen nicht unbeträchtlichen Dachschaden, wegen dem er den Außendienst quittiert hat und deswegen als Feigling gilt. Doch Prendergasts Kugel liegt in der Mulde. Er ist ein starker Charakter.

Das Schicksal führt beide Männer zusammen. Und das macht den eigentlichen Reiz dieses hervorragenden Films aus.

Fazit.
Auch wenn es beim ersten Betrachten nicht so aussieht - dies ist ein sehr vielschichtiger Film, den man sich durchaus auch zweimal ansehen sollte. Beim ersten Mal wird man vielleicht von den dominierenden Gewaltszenen und der ungewöhnlichen Logik der Handlung überrascht sein. Man übersieht dann leicht das eigentliche Thema dieses Films. Unterstützt wird dieser Effekt durch die ungleiche Besetzung der beiden Hauptrollen. Michael Douglas dominiert diesen Film so sehr und in meinen Augen auch so gut, dass die Rolle des Prendergast, die schwächer besetzt ist, nicht so recht zum Tragen kommen will. Das ist aber auch die einzige Schwäche dieses Werkes.

Ein beklemmender, aber sehr empfehlenswerter Film.

Die DVD ist in Ordnung, das Bonusmaterial sehr dürftig.
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39 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unheimlich gut, 8. Juli 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Falling Down [VHS] (Videokassette)
"Falling Down" ist einer der besten Filme, die ich je gesehen habe. Joel Schumacher hat einen für amerikanische Verhältnisse ungewöhnlich kritischen Film geschaffen, der all die Alltagsfrustrationen attackiert, die den Normalbürger, der sich ja bestimmten Normen zu beugen hat, erwarten. Es geht um "D-Fens", einen typischen Arbeiter, der noch bei seiner Mutter wohnt. Er ist von seiner Frau getrennt, hat seinen Job verloren, dennoch fährt er noch jeden Morgen weg und will zum Geburtstag seiner kleinen Tochter kommen, lebt also in der Vergangenheit. Letztendlich ist er aber all den Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft nicht mehr gewachsen, die Reise zum Haus seiner Ex-Frau verkommt zur Odyssee durch Los Angeles, auf der er immer wieder mit anderen Menschen aneinandergerät. Nicht, weil er so will oder provoziert, sondern, weil es einfach so passiert. Jetzt entlädt sich all die Wut, die sich über die Jahre in "D-Fens" angestaut hat, er kommt an immer mehr Waffen und zeigt offen seine Wut. Dabei kommt Michael Douglas (kurios!!!) nicht die Rolle des irren Bösewichts zu, eher der armen Opfers, des Opfers einer brutalen Gesellschaft. Das Beste an dem Film ist, dass man nicht anfängt "D-Fens" zu hassen, nein, man fühlt mit, man stimmt in allem zu, was er tut, ob es nun in dem bürokratischen Burgerladen sei oder bei dem Nazi-Ladenbesitzer. "D-Fens" ist ein vom Schicksal gezeichneter Mann, der sich nicht mehr alles gefallen lässt, der seinen ganzen Frust nach Jahren ablädt. Sein Gegenspieler, ein Polizist kurz vor der Pension, hat es eigentlich auch nicht besser: Zu Hause eine dominante Frau, viele eigene Probleme. Dennoch kommt er im Gegensatz zu "D-Fens" damit zurecht. Hier hat Schumacher offensichtlich versucht, der kritischen Story etwas Dämpfung zu geben, was aber nicht weiter stört. Was bleibt, ist ein beängstigend realitätsnaher Film in einer heißen versmoggten degenerierten Stadt mit einem einsamen Amokläufer, der gar nicht so hätte enden müssen.
Die Bilder letztendlich zeigen die ganze Unfreundlichkeit von Los Angeles. Vordergründig scheint die Sonne, aber eigentlich vergiftet sie alles, zumindest kommt das von den Bildern her so rüber. Und das Ende ist zwar etwas klischeehaft, dafür aber umso dramatischer.
Einfach nur perfekt, dieser Film!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wohl nicht anders zu lösen, 18. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Falling Down (DVD)
Ein Mann steht genervt im Stau. Gut, das passiert vielen Menschen täglich, aber er wirkt anders genervt. Irgendetwas ist an ihm seltsam. Er steigt auch schließlich einfach aus seinem Fahrzeug, läßt es mitten auf der Straße stehen und begibt sich auf den Weg nach Hause. Auf dem Weg dorthin hat er aber noch genügend Zeit für einen Rachefeldzug gegen die Gesellschaft.

Mit "Falling Down" ist Joel Schumacher eine unglaubliche Kritik an alltäglichen Missständen gelungen, die er wahrscheinlich aber einer Geisteskrankheit unterordnen musste. Es wäre aber auch nicht so einfach geworden, einen Amoklauf gegen den Alltag ohne psychische Defizite des Hauptprotagonisten an der Freigabestelle vorbei zu bekommen. Deswegen sehe ich die auch nur als Tarnung an. Denn jeder von uns hat bestimmt schon mal den Burger aus einer der Ketten mit den Hochglanzbildern an der Theke verglichen und festgestellt, das die Ähnlichkeit nicht sonderlich hoch ist. Auch wurde der ein oder andere schonmal von irgendwelchen Assis angepöbelt oder steht im Stau einer Baustelle, die völlig unnötig erscheint. Allerdings reagieren wir darauf zwar ebenfalls genervt, aber wir klären diese Probleme nicht mit Waffengewalt. Auch wenn uns manchmal danach zumute wäre. Mister "D-Fens", so das Kennzeichen seines Wagens, nimmt wie er meint nur die Rechte des Konsumenten wahr und beruft sich auf die Meinungsfreiheit. Deshalb vermöbelt er die Assis, schießt den Burgerladen zusammen und gibt einer Baustelle mal richtig Arbeit in Form eines Raketenwerfers. Wie er an diese Waffen kommt, ist innerhalb des Filmes äußerst geschickt eingestreut und kann als Mittel zum Zweck verstanden werden.
Natürlich sind das nur aneinander gereihte Einzelszenen, die oftmals die Handlung scheinbar nicht weiterbringen, aber im Grunde ist das die Handlung. Das er nach Hause zu seiner geschiedenen Frau will, weil ihre gemeinsame Tochter Geburtstag hat, ist für mich nur das Alibi um den Film zu rechtfertigen. Auch die Polizeiarbeit, die dennoch äußerst symphatisch und auch spannend umgesetzt wurde.

Trotzdem ist es völlig eindeutig, worum es hier geht und verdammt gut umgesetzt. Michael Douglas spielt den entnervten Psychopathen einfach wundervoll und würzt seine Taten mit hämischen Kommentaren, die perfekt sitzen. Seine Ausbrüche sind faszinierend und durch die Darstellung der Alltagssituationen entwickelt man sowas wie Symphatie oder zumindest Verständnis für ihn.

Darin liegt aber auch eine gewisse Gefahr für Nachahmungstäter. Ich schätze das man auch aus diesem Grund, seine psychische Verfassung als Antrieb für seine Taten vorgeschoben hat.

"Falling Down" gehört in jedem Fall zu den Filmen die man gesehen haben sollte. Immerhin ist die Thematik immer noch frisch und in der Filmlandschaft ein ziemlich unbearbeitetes Gebiet. Auch wenn er inszenatorisch durch die Aneinanderreihung von Einzelszenen Defizite aufweist und einem das Finale schon im Vorfeld völlig klar ist, kann man das locker verschmerzen. Immerhin konnte Schuhmacher das nicht anders lösen, was einem dann ebenfalls klar sein sollte. Aber egal ob man sich den Film nur aus Unterhaltungsgründen oder als Gesellschaftskritik ansehen möchte: Dieser Film ist Pflicht!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Tragik einer gescheiterten Existenz, 18. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Falling Down (DVD)
Der Film "Falling Down" zeigt Michael Douglas in der Rolle des William 'D-Fens' Foster. Foster ist ein durchschnittlicher weißer Amerikaner und arbeitete bei einer Rüstungsfirma, die ihn etwa einen Monat zuvor entlassen hat. Er lebt getrennt von seiner jeglichen Kontakt mit ihm meidenden Ex-Frau Elizabeth. Als er eines Tages mit seinem Auto in einem Stau steckt, entschließt er sich auf den Weg zu ihr und der gemeinsamen Tochter zu machen, um dem Kind ein Geburtstagsgeschenk zu überreichen. Damit beginnt ein verhängnisvoller Ereignisablauf, an dessen Ende Foster den Tod findet.

Falling Down zeigt einen Mann im mittleren Alter, dessen Leben privat, wie auch beruflich gescheitert ist. Er lebt wieder bei seiner Mutter und fährt täglich zur Arbeit, obwohl er seinen Arbeitsplatz längst verloren hat. Eigene Ziele oder Hoffnungen auf eine neue Zukunft hat er nicht. Seine geschiedene Frau möchte ihn nicht mehr sehen, verwehrt ihm den Zugang zur eigenen Tochter. Foster klammert sich deshalb an seine Vergangenheit, die ihn an bessere Zeiten erinnert. Er fasst trotz Gerichtsbeschluss, der ihm den Kontakt verbietet, den Entscheid seine Tochter zu besuchen und macht sich auf den Weg zu ihr. Unterwegs begegnet er der urbanen Gesellschaft mit all ihren Fehlern und Ungerechtigkeiten, trifft auf egoistische Ladenbesitzer, Kriminelle die ihn berauben wollen und Rassisten. Unfreiwillig und doch nicht der Gewalt abgeneigt gerät er immer stärker in den Sog menschlicher Abgründe. Auf seinem Weg hinterlässt er eine Spur der Verwüstung und so wird aus einem Gang nach Hause ein Amoklauf. Die Hauptfigur ist zum einen Opfer der äußeren Umstände, zum anderen aber auch Opfer der eigenen Entscheidungen. Störrisch und unbeirrt geht Foster seinen Weg und erreicht bald einen Punkt, an dem eine Rückkehr zum alten Leben ausgeschlossen ist.

Auf der Gegenseite steht der ältere Polizist Prendergast. Prendergast ist verheiratet, steht kurz vor der Pensionierung und hat seine einzige Tochter vor Jahren verloren. Seine Frau leidet an psychischen Problemen und macht ihrem Mann das Leben schwer. Prendergast ist insofern auch nicht der Steroetyp eines erfolgreichen Lebens. Während des ungewöhnlichen Amoklaufs von Foster ist ihm Prendergast auf der Spur und so kommt es am Ende zum Duell zwischen beiden Protagonisten, im Laufe dessen Foster erschossen wird.

Falling Down zeigt die Tragik eines gescheiterten Mannes, der überfordert ist mit einer Welt, die von Unrecht und Unvollkommenheit gekennzeichnet ist. Er selbst kann sich dieser nicht entziehen und ist vielmehr Bestandteil der unvollkommenen Welt. Das wird ihm teilweise auch bewußt, als er sich ein Video ansieht, das die Geburtstagsfeier seiner Tochter aus früheren Jahren zeigt. Er sieht sich selbst, wie er wegen einer Kleinigkeit emotional aus der eigenen Haut fährt. Am Ende provoziert er mit einer Wasserpistole die eigene Erschießung, um seiner Tochter das Geld aus der eigenen Lebensversicherung zu überlassen. So bleibt dem Zuschauer ein zwiespältiges Gefühl. Ein Amokläufer, dessen Reaktionen und Aktionen verständlich erscheinen und doch gleichzeitig befremdlich wirken. William 'D-Fens' Foster ist das tragische Opfer seiner Umwelt und seiner eigenen, zum Perfektionismus neigenden Persönlichkeit. Er kann sich der Erkenntnis nicht entziehen, dass er keine Bilderbuchfamilie führt und kein reicher Mann geworden ist. Stattdessen ist er ein unfreiwilliger Verlierer und rechnet mit einer Gesellschaft ab, die ihn nach eigener Überzeugung betrogen hat.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Radikal und kontrovers, 13. November 2001
Von 
Daniel Kolloge "The Inevitable" (Wildeshausen, NDS) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Falling Down (DVD)
Joel Schumacher lieferte mit "Falling Down" ein umstrittenes, aber wohl durchdachtes und spannend inszeniertes Werk ab, das in seiner Wirkung noch lange anhält und den Zuschauer hundert Minuten lang in seinem Bann hält.
Michael Douglas brilliert in seiner Rolle als D-Fens oder William "Bill" Foster und zeigt die Kuns seines Schauspiels als böse-lakonischer Protagonist, der an einem heißen, ganz normalen Tag eine Rechnung mit seiner Umwelt begleicht.
Unbedingt empfehlenswert.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Excellenter Film, der in JEDE Sammlung gehört., 10. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Falling Down (DVD)
Vorweg muss ich mal klarstellen, dass es hier nicht um einen Psychopaten geht, oder um einen Irren der durchdreht.
Auch versuchen einige Rezensenten Zusammenhänge mit Gewalt, diesem Film und Erfurt zu konstruieren.
Völliger Mumpitz.
Dieser Film zeigt M.Douglas in einer seiner besten Rollen.
Ein normaler arbeitender Amerikaner, der nur nach Hause will, und dabei ständig ohne es zu wollen aneckt.
Da so ziemlich alles was ihm etwas bedeutet hat, weggebrochen ist, überschreitet er irgendwann die unsichtbare Grenze zwischen dem was man am liebsten tun möchte, und dem was man tut.
Er lässt seiner Frustration, und seiner Wut freien Lauf, um der Gesellschaft nur ein einziges mal zu zeigen, "Nicht eine Sekunde länger, bis hierher und nicht weiter".
Ich möchte nicht zuviel erzählen, aber der Film spiegelt alles das wieder, was man selbst bestimmt schon ein oder 2 mal am liebsten selber getan hätte.
Die Geschichte an sich und sein Gegenspieler, der ihn im Prinzip sehr gut versteht, aber leider auf der falschen Seite steht, runden diesen Jahrhundertfilm ab, und katapultieren ihn zu einem Mahnmal unserer verrückten und herzlosen Zeiten.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Mann mit weißem Hemd und Krawatte, der eigentlich nichts Böses will ..., 5. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Falling Down (DVD)
Der seit einem Monat arbeitslose William Foster (Michael Douglas) steht mal wieder im Stau von L.A. Es ist heiß, andere Autofahrer hupen. Foster steigt aus und geht zu Fuß weiter. Obwohl er weiß, dass er sie nicht besuchen sollte hat er die Idee seine kleine Tochter zu sehen, die heute Geburtstag hat. DafÃr muss er quer durch die Stadt. Eine Tour mit vielen Hindernissen, eigentlich Alltag, aber irgendwo muss auch mal Schluss sein, diese "Alltags"-Hindernisse zu akzeptieren. Foster, der wohl schon immer etwas eigen war, will sich an diesem Tag nicht konform verhalten. Vielleicht muss der Gesellschaft einfach mal ein Spiegel vorgehalten werden ...

Parallel dazu hat Polizist Prendergast (Robert Duvall) heute seinen letzten Tag. Sein Chef zeigt ein weiteres Mal sein wahres Gesicht. Seine Frau drÃngelt, er solle an diesem Tag pÃnktlich zuhause sein. Der Abschied von seiner Kollegin fÃllt auf beiden Seiten schwer. Prendergast hört von seltsamen Vorkommnissen in der Stadt. Irgendein 'Freak' muss unterwegs sein, mit weißem Hemd und Krawatte. Vielleicht sollte er doch noch ein letztes Mal mit seiner Kollegin ausrÃcken ...

"Falling Down" ist ein fabelhafter Psychothriller, der immer wieder auf's Neue fasziniert, sowie eine Ãußerst gelungene Studie. William Foster spielt einen Menschen, der sich von Menschen wie du und ich nicht stark unterscheidet. Vielleicht leidet er unter einer Persönlichkeitsstörung, aber er, der weiße Mann mit weißem Hemd und Krawatte, kann sich gut der Gesellschaft unterordnen. Bis zum heutigen Tage, wo er einfach keine Lust mehr dazu hat. Er verlor seinen Job und es wird ihm klar, dass er nicht mal heute, an ihrem Geburtstag, seine Tochter sehen darf. Er scheint zu denken: Alles muss man sich ja auch nicht gefallen lassen, auch nicht von den Menschen, die auf der Straße unterwegs sind. Foster macht nichts, was von Grund auf Böse wÃre, er fÃhlt sich zu dem, was er auf seiner Route nach Hause tut, quasi gezwungen. Und dennoch steht er fast wie ein AmoklÃufer da. Ehrlich gesagt, könnte fast jeder von uns in eine Rolle wie seine hineinschlittern, vielleicht können wir sein Denken und Handeln deshalb so gut nachvollziehen? Vielleicht ist er deshalb so sympathisch, vielleicht ist das Ende deshalb so Ãberraschend und traurig. Wir lachen Ãber ihn, wir fÃhlen mit ihm, wir fÃrchten um ihn, obwohl man Angst vor ihm haben könnte.

Großes Lob an Joel Schumacher, einer der wenigen Regisseure, die ich inzwischen mit Namen kenne (z. B. auch "Der Klient", "Nicht auflegen!" und "Flatliners"). Weiteres Lob auch an die Schauspieler, allen voran an Michael Douglas, dem die Rolle zwischen Psycho und Normalo - oder doch Psycho? - wunderbar gelungen ist. Von mir gibt es auf jeden Fall volle Punktzahl - "Falling Down" eignet sich hervorragend, fÃr wenig Geld ihre Filme-Sammlung aufzuwerten und garantiert schauen Sie ihn mehr als einmal! Viel Spaß beim Lachen, Schmunzeln, Nachdenken!
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Falling Down
Falling Down von Joel Schumacher (DVD - 2003)
Gebraucht & neu ab: EUR 12,35
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