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79 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Amazon-Redaktion hat ein Rad ab... ;-(
Wenn ich die Berschreibung der Amazon-Redaktion lese, kommt mir die kalte Wut!
Wer so einen Mist verzapft, der hat den Film nicht verstanden.

Falling Down schildert einen Mann, der am Ende seiner Begriffsfähigkeit angekommen ist. Die Welt hat sich einfach schneller verändert, als er folgen konnte.
Als er dann noch seine Familie und seinen...
Veröffentlicht am 3. September 2010 von J. Holznagel

versus
10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mieser Ton!
Habe mir gestern diese DVD gekauft, weil ich den Film an sich geniel finde. Also Hülle auf ab in den DVD-Player. Beim Filmstart dann die absolute Entäuschung. Der Ton ist grausig mies. Dialoge sind kaum zu verstehen, Umgebungsgeräusche zu laut.
Dabei ist mein Center schon sehr laut eingestellt.
Auch mit unterschiedlichen Einstellungen des...
Veröffentlicht am 3. Mai 2003 von Buzz


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79 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Amazon-Redaktion hat ein Rad ab... ;-(, 3. September 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Falling Down (DVD)
Wenn ich die Berschreibung der Amazon-Redaktion lese, kommt mir die kalte Wut!
Wer so einen Mist verzapft, der hat den Film nicht verstanden.

Falling Down schildert einen Mann, der am Ende seiner Begriffsfähigkeit angekommen ist. Die Welt hat sich einfach schneller verändert, als er folgen konnte.
Als er dann noch seine Familie und seinen Job verliert, fängt das Elend an. Eigentlich möchte er nur zu Fuß "nach Hause", nachdem ihn sein Wagen verlassen hat.
Dummerweise ist "nach Hause" ein Ort, an den er per Gesetz nicht gehen darf, weil er seine Ex-Frau nicht besuchen darf.
Und sie hat sich NICHT zum Besseren verändert...
Das Service-Personal ist übellaunig und hat keine Ahnung, was der Begriff "Service" überhaupt bedeutet.
Ein Rudel gestörter Jugendlicher will ihn überfallen, nur weil er zur falschen Zeit am falschen Ort ist und ein verkappter NeoNazi denkt, er hätte nen Kumpel gefunden. Böse Falle für den Neo....

Der Typ ist einfach schlecht drauf und reflektiert die negativen Schwingungen seiner Umwelt, um den Faktor zwei verstärkt.
Einerseits natürlich total krank.
Andererseits wünscht sich doch wohl jeder "Normalo", dass so ein Rudel "Nachwuchs-Verbrecher" mal an den Richtigen gerät.

Der Mann erfüllt die "Rache des kleinen Mannes" an der verkommenen Gesellschaft.

In den USA erzeugte der Film ein gewaltiges negatives Echo, weil er den Verfall von Sitten und Moral in den vereinigten Staaten offen legte.
Warum man bei uns so negativ darüber urteilt, kann ich nicht verstehen.

Schauspielerisch ist Falling Down ein Meisterwerk. IMHO die beste Rolle von Michael Douglas.

Statt grandioser Action-Effekte setzt der Film auf Handlung und Dramaturgie - etwas unmodern heute, aber bei Kennern immer noch beliebt.

Für mich einer der besten Filme überhaupt.
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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Film der seines gleichen sucht !, 30. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Falling Down (DVD)
Als erstes: dieser Film ist ein Meisterwerk

Auf jeden Fall gehört er in jede gute Filmsammlung.

Jeder der diesen Film nicht kennt sollte keinesfalls der Rezension der Amazon-Redaktion sein Gehör schenken, sondern sollte sich vielmehr selbst ein Bild machen und den Film ansehen. Denn es werden auf brilliante Art und Weise die Problematiken der heutigen Welt offenbart und dargestellt. Michael Douglas spielt die Rolle des gestressten Elektrikers mit Bravour.

Ich empfehle jedem die paar Euros zu investieren und sich diesen Streifen zu kaufen.
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59 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eindrucksvolle Studie..., 24. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Falling Down (DVD)
...über einen Mann, der sowohl privat als auch beruflich gescheitert ist, perfekt und glaubhaft verkörpert von Michael Douglas, der hier einmal mehr beweist, warum er zur ersten Garde Hollywoods gehört.

Als Angestellter eines Rüstungskonerns bekommt er in der Nach-Reagan-Ära (und dem Verfall des Warschauer Paktes) die harte Wirklichkeit zu spüren, was für ihn bedeutet, seine Fähigkeiten werden nicht mehr gebraucht, er ist überflüssig und, was seine getrennt von ihm lebende Familie nicht weiss, seit einem Monat arbeitslos.

Frust, der sich über Monate angestaut haben muss, führt dazu, das D-Fens bei einer eigentlich eher harmlosen Situation durchzudrehen beginnt und damit eine Kette von Ereignissen lostritt, die unweigerlich in sein eigenes Fiasko münden.

Ich weiss nicht, wieso dieser Film von einigen Kommentatoren als Actionkömödie missverstanden wird, an der Verzweiflung eines Menschen und seiner Unfähigkeit, seine Situation und seine Umwelt auf normale Weise zu erfassen ist sicher nichts Komisches und die (scheinbar) humorigen Sprüche (z.B. auf dem Golfplatz) offenbaren letztlich das seelische Leid eines zutiefst verunsicherten Menschen.

Eher ein (unausweichliches) Drama mit grandioser Starbesetzung, bis in die Nebenrollen hinein.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Tragik einer gescheiterten Existenz, 18. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Falling Down (DVD)
Der Film "Falling Down" zeigt Michael Douglas in der Rolle des William 'D-Fens' Foster. Foster ist ein durchschnittlicher weißer Amerikaner und arbeitete bei einer Rüstungsfirma, die ihn etwa einen Monat zuvor entlassen hat. Er lebt getrennt von seiner jeglichen Kontakt mit ihm meidenden Ex-Frau Elizabeth. Als er eines Tages mit seinem Auto in einem Stau steckt, entschließt er sich auf den Weg zu ihr und der gemeinsamen Tochter zu machen, um dem Kind ein Geburtstagsgeschenk zu überreichen. Damit beginnt ein verhängnisvoller Ereignisablauf, an dessen Ende Foster den Tod findet.

Falling Down zeigt einen Mann im mittleren Alter, dessen Leben privat, wie auch beruflich gescheitert ist. Er lebt wieder bei seiner Mutter und fährt täglich zur Arbeit, obwohl er seinen Arbeitsplatz längst verloren hat. Eigene Ziele oder Hoffnungen auf eine neue Zukunft hat er nicht. Seine geschiedene Frau möchte ihn nicht mehr sehen, verwehrt ihm den Zugang zur eigenen Tochter. Foster klammert sich deshalb an seine Vergangenheit, die ihn an bessere Zeiten erinnert. Er fasst trotz Gerichtsbeschluss, der ihm den Kontakt verbietet, den Entscheid seine Tochter zu besuchen und macht sich auf den Weg zu ihr. Unterwegs begegnet er der urbanen Gesellschaft mit all ihren Fehlern und Ungerechtigkeiten, trifft auf egoistische Ladenbesitzer, Kriminelle die ihn berauben wollen und Rassisten. Unfreiwillig und doch nicht der Gewalt abgeneigt gerät er immer stärker in den Sog menschlicher Abgründe. Auf seinem Weg hinterlässt er eine Spur der Verwüstung und so wird aus einem Gang nach Hause ein Amoklauf. Die Hauptfigur ist zum einen Opfer der äußeren Umstände, zum anderen aber auch Opfer der eigenen Entscheidungen. Störrisch und unbeirrt geht Foster seinen Weg und erreicht bald einen Punkt, an dem eine Rückkehr zum alten Leben ausgeschlossen ist.

Auf der Gegenseite steht der ältere Polizist Prendergast. Prendergast ist verheiratet, steht kurz vor der Pensionierung und hat seine einzige Tochter vor Jahren verloren. Seine Frau leidet an psychischen Problemen und macht ihrem Mann das Leben schwer. Prendergast ist insofern auch nicht der Steroetyp eines erfolgreichen Lebens. Während des ungewöhnlichen Amoklaufs von Foster ist ihm Prendergast auf der Spur und so kommt es am Ende zum Duell zwischen beiden Protagonisten, im Laufe dessen Foster erschossen wird.

Falling Down zeigt die Tragik eines gescheiterten Mannes, der überfordert ist mit einer Welt, die von Unrecht und Unvollkommenheit gekennzeichnet ist. Er selbst kann sich dieser nicht entziehen und ist vielmehr Bestandteil der unvollkommenen Welt. Das wird ihm teilweise auch bewußt, als er sich ein Video ansieht, das die Geburtstagsfeier seiner Tochter aus früheren Jahren zeigt. Er sieht sich selbst, wie er wegen einer Kleinigkeit emotional aus der eigenen Haut fährt. Am Ende provoziert er mit einer Wasserpistole die eigene Erschießung, um seiner Tochter das Geld aus der eigenen Lebensversicherung zu überlassen. So bleibt dem Zuschauer ein zwiespältiges Gefühl. Ein Amokläufer, dessen Reaktionen und Aktionen verständlich erscheinen und doch gleichzeitig befremdlich wirken. William 'D-Fens' Foster ist das tragische Opfer seiner Umwelt und seiner eigenen, zum Perfektionismus neigenden Persönlichkeit. Er kann sich der Erkenntnis nicht entziehen, dass er keine Bilderbuchfamilie führt und kein reicher Mann geworden ist. Stattdessen ist er ein unfreiwilliger Verlierer und rechnet mit einer Gesellschaft ab, die ihn nach eigener Überzeugung betrogen hat.
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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn eine Welt aus den Fugen gerät, 31. Dezember 2008
Von 
Dr. R. Manthey - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Falling Down (DVD)
Stabilität ist nicht gleich Stabilität. Auf diesen Nenner könnte man diesen harten und in vielerlei Weise besonderen Film bringen. Wenn eine Kugel in einer Mulde liegt, kann man sie anstoßen und sie wird an die tiefste Stelle zurückrollen und liegen bleiben. Ruht die Kugel aber auf einem Hügel, dann reicht ein Stoß und die alte Lage wird nie wieder erreicht.

William Foster ist ein ruhiger, aber zu kalten Gewaltausbrüchen neigender Mensch, der vor einem Monat seinen Job verloren hat. Seine Frau hat sich von ihm scheiden lassen. Heute ist der Geburtstag seiner kleinen Tochter. Aber er darf sie nicht sehen, weil ein Richter das so will. Foster steht im Stau, und es ist heiß und laut um ihn herum.

Man weiß nie, wann Demütigungen und Gewaltakte gegen einen Menschen den Punkt erreichen, wo sie in Gegengewalt umschlagen. Als Foster seine Karre einfach im Stau stehen lässt und sich zu Fuß auf den Weg zu seiner Tochter machen will, rollt seine Kugel vom Hügel. Ohne dass er es selber geplant hat, wird ihr Lauf immer schneller. Es beginnt eine Orgie der Gewalt. Foster lässt sich nichts mehr gefallen. Er schlägt zurück.

Er kommt in Situationen, die viele von uns auch schon ganz ähnlich erlebt haben. Nur die wenigsten würden so reagieren wie Foster es nun tut. Aber viele werden Sympathie für Foster empfinden.

Die Macher dieses Filmes zeigen uns, wohin ein solcher Weg unweigerlich führt. Und sie stellen Foster im Kriminalpolizisten Prendergast eine andere Figur entgegen, die ganz ähnlich wie dieser in einer Umgebung ständiger Demütigungen lebt. Prendergast hat vor langer Zeit seine kleine Tochter verloren. Seine Frau hat einen nicht unbeträchtlichen Dachschaden, wegen dem er den Außendienst quittiert hat und deswegen als Feigling gilt. Doch Prendergasts Kugel liegt in der Mulde. Er ist ein starker Charakter.

Das Schicksal führt beide Männer zusammen. Und das macht den eigentlichen Reiz dieses hervorragenden Films aus.

Fazit.
Auch wenn es beim ersten Betrachten nicht so aussieht - dies ist ein sehr vielschichtiger Film, den man sich durchaus auch zweimal ansehen sollte. Beim ersten Mal wird man vielleicht von den dominierenden Gewaltszenen und der ungewöhnlichen Logik der Handlung überrascht sein. Man übersieht dann leicht das eigentliche Thema dieses Films. Unterstützt wird dieser Effekt durch die ungleiche Besetzung der beiden Hauptrollen. Michael Douglas dominiert diesen Film so sehr und in meinen Augen auch so gut, dass die Rolle des Prendergast, die schwächer besetzt ist, nicht so recht zum Tragen kommen will. Das ist aber auch die einzige Schwäche dieses Werkes.

Ein beklemmender, aber sehr empfehlenswerter Film.

Die DVD ist in Ordnung, das Bonusmaterial sehr dürftig.
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41 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unheimlich gut, 8. Juli 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Falling Down [VHS] (Videokassette)
"Falling Down" ist einer der besten Filme, die ich je gesehen habe. Joel Schumacher hat einen für amerikanische Verhältnisse ungewöhnlich kritischen Film geschaffen, der all die Alltagsfrustrationen attackiert, die den Normalbürger, der sich ja bestimmten Normen zu beugen hat, erwarten. Es geht um "D-Fens", einen typischen Arbeiter, der noch bei seiner Mutter wohnt. Er ist von seiner Frau getrennt, hat seinen Job verloren, dennoch fährt er noch jeden Morgen weg und will zum Geburtstag seiner kleinen Tochter kommen, lebt also in der Vergangenheit. Letztendlich ist er aber all den Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft nicht mehr gewachsen, die Reise zum Haus seiner Ex-Frau verkommt zur Odyssee durch Los Angeles, auf der er immer wieder mit anderen Menschen aneinandergerät. Nicht, weil er so will oder provoziert, sondern, weil es einfach so passiert. Jetzt entlädt sich all die Wut, die sich über die Jahre in "D-Fens" angestaut hat, er kommt an immer mehr Waffen und zeigt offen seine Wut. Dabei kommt Michael Douglas (kurios!!!) nicht die Rolle des irren Bösewichts zu, eher der armen Opfers, des Opfers einer brutalen Gesellschaft. Das Beste an dem Film ist, dass man nicht anfängt "D-Fens" zu hassen, nein, man fühlt mit, man stimmt in allem zu, was er tut, ob es nun in dem bürokratischen Burgerladen sei oder bei dem Nazi-Ladenbesitzer. "D-Fens" ist ein vom Schicksal gezeichneter Mann, der sich nicht mehr alles gefallen lässt, der seinen ganzen Frust nach Jahren ablädt. Sein Gegenspieler, ein Polizist kurz vor der Pension, hat es eigentlich auch nicht besser: Zu Hause eine dominante Frau, viele eigene Probleme. Dennoch kommt er im Gegensatz zu "D-Fens" damit zurecht. Hier hat Schumacher offensichtlich versucht, der kritischen Story etwas Dämpfung zu geben, was aber nicht weiter stört. Was bleibt, ist ein beängstigend realitätsnaher Film in einer heißen versmoggten degenerierten Stadt mit einem einsamen Amokläufer, der gar nicht so hätte enden müssen.
Die Bilder letztendlich zeigen die ganze Unfreundlichkeit von Los Angeles. Vordergründig scheint die Sonne, aber eigentlich vergiftet sie alles, zumindest kommt das von den Bildern her so rüber. Und das Ende ist zwar etwas klischeehaft, dafür aber umso dramatischer.
Einfach nur perfekt, dieser Film!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Respekt, 3. August 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Falling Down (DVD)
Ich denke, daß DAS Hauptmotiv menschlichen Handelns, nämlich die soziale Anerkennung bzw. deren Nichtvorhandensein, das zentrale Element des Filmes darstellt.
Ja, Foster ist gescheitert in seinem Leben, und dafür ist er natürlich auch mehr oder weniger verantwortlich, aber das macht ihn noch nicht zu einem schlechten Menschen. Er ist nicht bösartig, hat keine kriminelle Energie, ist kein Täter, sondern ein Getriebener. Seine Frau hat ihn vor einiger Zeit verlassen, seine Firma ihn vor einem Monat gekündigt. Daß er am Geburtstag seiner kleinen Tochter, die er nicht sehen darf, diese besuchen will, wer mag ihm das verübeln? Ja, er ist ein Tagträumer, der ihm schönen Gestern verhaftet ist, den alten Zeiten nachhängt, als die Familie noch intakt war. Anzunehmen, daß diese wenigen Jahre der kleinen Familie die wenigen schönsten Jahre seines Lebens überhaupt waren. Vielleicht war es auch diese Tagträumerei, die ihn letztendlich um seinen Job gebracht hat. Nicht denkunmöglich, daß seine Frau mit ihrem Wunsch, ihn zu verlassen, damit auch den Rest seines Lebens zerstört hat. Spätestens nach seiner Kündigung hat er nichts mehr auf der Welt, das ihn halten kann, er hat nichts zu verlieren. Das merkt man auch den ganzen Film hindurch daran, daß er völlig angstfrei reagiert, ganz ruhig mit den zwei wirklich gefährlich aussehenden Gangstern spricht, und vor allem daran, als er wenig später im Kugelhagel der Maschinenpistolensalven der rächenden Gang keinerlei Panik zeigt, nicht mal in Deckung geht, als alles rund um ihn kurz und klein geschossen wird. Es ist ihm alles, vor allem sein eigenes Schicksal, völlig egal. Er ist auch, anders, als es der Plot vordergründig zu vermitteln scheint, keinesfalls militant. Jahrelang in der Rüstungstechnik tätig, scheint er überhaupt keinen Bezug zu Waffen zu haben, muß sich erst von zwei Buben erklären lassen, wie man ein Panzerabwehrrohr bedient, er selbst hat davon nicht die geringste Ahnung, im Burgerladen kommt er gar versehentlich am Abzug seiner Ingram-MP an und jagt eine Salve in den Plafond (wofür er sich gleich bei den total verängstigten Gästen entschuldigt). Auch lebt er grundsätzlich unbewaffnet, scheint auch daheim keine Waffen zu haben, was im Film eine spätere polizeiliche Nachschau zeigt. Schicksalhaft nimmt aber seine Zerstörungskraft ständig zu. Nur mit seiner Aktentasche "bewaffnet" bricht er zu seinem Fußmarsch auf. Im Handgemenge mit dem koreanischen Ladenbesitzer "erbt" er dessen praktischen Holzknüppel. Mit diesem wiederum verjagt er die beiden Latino-Gangster im Park. Daß er mit Waffen an sich nichts am Hut hat, merkt man daran, daß er den beiden flüchtenden Nachwuchsdesperados diesen Schläger, seine bis dahin einzige Waffe, in seiner Wut sogar nachwirft, sich damit also entwaffnet. Allerdings findet er gleich darauf im Gras das Messer der beiden, das diese gerade eben verloren hatten. Binnen weniger Minuten also hat er sich von nichts über den Baseballschläger zu einem Messer "hinaufgearbeitet". Wenig später entnimmt er dem verunfallten Wagen der Gang die Sporttasche mit den automatischen Waffen. Daß er dabei einem ohnedies schon schwerverletzten Kriminellen ohne Not in den Oberschenkel schießt, ist zwar grundsätzlich zu verurteilen, andererseits aber dafür, daß diese Gauner ihm vor wenigen Sekunden aus allen Rohren feuernd ans Leben wollten, eine geradezu milde Reaktion. Immerhin ist es seine erste eigenständige Gewalttat. Aber seine Aufrüstung geht noch weiter, denn nach dem Intermezzo im Army-Laden, wo er sich gegen den aggressiven Besitzer wehrt, dieses widerliche Individuum erschießt, hat er zusätzlich gar eine Panzerabwehrwaffe in den Händen. Nicht schlecht für jemand, der kurze Zeit vorher noch unbewaffnet war.
Foster ist kein Übermensch, kein Muskelpaket, kein charismatischer Held, kein Rächer der Enterbten, kein "Mann sieht rot", läßt sich aber auch von nichts und niemand von seinem Weg abbringen. Er ist ein fast mickriger Durchschnittsbürger, der an einem Tiefpunkt angelangt ist, an dem er sich einfach nichts mehr gefallen lassen will. Er ist unglücklich, privat und beruflich gescheitert, und leidet darunter, daß ihm - offensichtlich sein ganzes Leben lang - der ganz normale Respekt verweigert wird. Das wird uns im Film verdichtet erzählt. Foster ist korrekt, führt ein kleines, ja unwichtiges Leben, und wo er im Film hinkommt, wird ihm auch nur der geringste soziale Anerkennung verweigert. Er wird schikaniert, belästigt, bedroht, beleidigt und verarscht. Zwar bleibt er immer ruhig und höflich, aber natürlich kann er der Versuchung, sich diesen alltäglichen Respekt mit den wachsenden Möglichkeiten seines schicksalshaft ansteigenden Waffenarsenals zu verschaffen, nicht widerstehen. Er möchte einfach nur, daß seinen Bitten, als normaler Bürger behandelt zu werden, stattgegeben wird. Und nicht, daß ihm der Wunsch, Kleingeld zu wechseln, der Wunsch, sich mal ein paar Minuten im Park ausruhen zu können, im Burgerladen ein normales Frühstück zu bekommen, eine scheinbar nicht notwendige Baustelle in Frage stellen zu dürfen und auf diese Frage eine Antwort zu bekommen, am Golfplatz über die Wiese zu latschen, verweigert wird. Er hat zeit Lebens Steuern gezahlt, war auch sonst offensichtlich ein braver Bürger, und möchte eine ganz normale, ordentliche Welt. Mit funktionierenden Verkehrsstraßen, freundlicher Bedienung, ohne Kriminalität, mit Kinderspielplätzen statt luxuriöser Golfclubs für dekadente Millionäre. Und mit Familienfeiern, auch wenn seine Familie zerstört wurde. Ja, Macht korrumpiert, am Ende hat er sich dran gewöhnt, daß er nur mit Knarre wahrgenommen wird. Wie sagte das einst Al Capone: "Mit dem Hut in der Hand kommst du durchs ganze Land. Mit dem Revolver in der Hand kommt du noch viel weiter....!"
Nicht schlüssig erklärt wird IMHO im Film, warum seine Frau so eine irre Angst vor ihm hat, scheinbar muß da in der Vergangenheit etwas passiert sein, sonst hätte Foster ja kein Besuchsverbot. Das Ende ist tragisch und hätte bei etwas mehr Entgegenkommen seiner Ex-Frau nicht sein müssen. Daß es dem Kind, nun definitiv ohne Vater, nun besser geht, ist zu bezweifeln.
Die Geschichte könnte fast von einem maßlos enttäuschten Vater geschrieben wurden sein, der die Mutter so gezeichnet hat, als ob sie vor allem aus einem massiven schlechten Gewissen heraus vor Foster davonläuft, ihm jeden Kontakt zu seinem Kind untersagt. So, wie diese Rezension von einem maßlos enttäuschten Vater geschrieben wurde....
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Radikal und kontrovers, 13. November 2001
Von 
Daniel Kolloge "The Inevitable" (Wildeshausen, NDS) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Falling Down (DVD)
Joel Schumacher lieferte mit "Falling Down" ein umstrittenes, aber wohl durchdachtes und spannend inszeniertes Werk ab, das in seiner Wirkung noch lange anhält und den Zuschauer hundert Minuten lang in seinem Bann hält.
Michael Douglas brilliert in seiner Rolle als D-Fens oder William "Bill" Foster und zeigt die Kuns seines Schauspiels als böse-lakonischer Protagonist, der an einem heißen, ganz normalen Tag eine Rechnung mit seiner Umwelt begleicht.
Unbedingt empfehlenswert.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein absoluter Lieblingsfilm, 20. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Falling Down (DVD)
Falling Down ist mit Abstand mein absoluter Lieblingsfilm! Womöglich liegt das daran, dass ich, als ich ihn das erste Mal sah, gerade selber schwere Depressionen hatte und ebenfalls einen Menschen verloren habe, den ich geliebt habe. Ich konnte mich deshalb sehr gut mit dem Film identifizieren und habe mich häufig selbst wider erkannt, weshalb mir der Film persönlich ziemlich nahe ging und eine entsprechende Wirkung hinterlassen hat.

Michael Douglas spielt seine Rolle hier wirklich überzeugend und der Film übt an vielen Stellen Gesellschaftskritik. Häufig erwischt man sich dabei, dass man vieles eigentlich schon immer "heimlich" gedacht hat und viele der Handlungen, die der Protagonist hier ausführt, würde der ein- oder andere vielleicht tatsächlich gerne mal selbst tätigen. Aber natürlich würde es niemand machen, geschweige denn jemandem erzählen, dass er in Wahrheit so denkt. Nein, wir passen uns lieber an und halten uns bedeckt. Falling Down überschreitet diese Grenze und zeigt deutlich das, was sich viele insgeheim schon immer gedacht haben.
Der Film handelt von einer Person, die am Abgrund steht. Schwer depressiv, alles verloren. Mit dem Gedanken daran, zu sterben, hat sich der Protagonist längst abgefunden. Falling Down zeigt die letzten Stunden einer gescheiterten Existenz. Eines Mannes, der in schwere Depressionen geraten ist und mit dem Leben abgeschlossen hat.

Absolut sehenswert und für mich der beste Film, den ich bisher kenne. Uneingeschränkte Kaufempfehlung, top Film!
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Excellenter Film, der in JEDE Sammlung gehört., 10. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Falling Down (DVD)
Vorweg muss ich mal klarstellen, dass es hier nicht um einen Psychopaten geht, oder um einen Irren der durchdreht.
Auch versuchen einige Rezensenten Zusammenhänge mit Gewalt, diesem Film und Erfurt zu konstruieren.
Völliger Mumpitz.
Dieser Film zeigt M.Douglas in einer seiner besten Rollen.
Ein normaler arbeitender Amerikaner, der nur nach Hause will, und dabei ständig ohne es zu wollen aneckt.
Da so ziemlich alles was ihm etwas bedeutet hat, weggebrochen ist, überschreitet er irgendwann die unsichtbare Grenze zwischen dem was man am liebsten tun möchte, und dem was man tut.
Er lässt seiner Frustration, und seiner Wut freien Lauf, um der Gesellschaft nur ein einziges mal zu zeigen, "Nicht eine Sekunde länger, bis hierher und nicht weiter".
Ich möchte nicht zuviel erzählen, aber der Film spiegelt alles das wieder, was man selbst bestimmt schon ein oder 2 mal am liebsten selber getan hätte.
Die Geschichte an sich und sein Gegenspieler, der ihn im Prinzip sehr gut versteht, aber leider auf der falschen Seite steht, runden diesen Jahrhundertfilm ab, und katapultieren ihn zu einem Mahnmal unserer verrückten und herzlosen Zeiten.
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Falling Down
Falling Down von Joel Schumacher (DVD - 2003)
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