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Kundenrezensionen

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am 12. Dezember 2008
Eins sollte einem klar sein, wenn man diesen Film ansieht oder bewertet: Eine gute Literaturverfilmung ist nie eine Wort-für-Wort Adaption des Romans.
Thomas Manns Roman ist zweifellos ein grandioses Werk und in seiner Komplexität vermutlich kaum für die Leinwand umzusetzen. Das rechtfertigt allerdings nicht schlechten Kritiken, die diese Verfilmung aus den 50er Jahren hier bekommen hat.
Sicherlich, ganze Handlungsstränge fehlen, es wurde gestrafft. Was dem Film aber nicht schadet, da die Grundkonflikte und die Leitmotive der Handlung erhalten bleiben. Darüber hinaus gelang es, die ironische Komponente des Romans in das Drehbuch zu übertragen, wodurch die Atmosphäre, die nun auch in der Romanvorlage durchaus nicht immer nur düster oder ernst ist, sehr gut getroffen wurde.
Die Besetzung ist ein Traum. Hansjörg Felmy IST Thomas Buddenbrook und war selten besser. Allein seine Darbietung ist diesen Film wert. Hans Lothar ist ebenso überzeugend als Christian. Liselotte Pulver mag den falschen Akzent für ihre Rolle haben, ist aber glaubwürdig, was Tonis charkterliche Entwicklung angeht und sie hat eine gute Chemie mit Felmy, was für den Handlungsverlauf auch nicht gerade unwesentlich ist. Die Nebenrollen sind brilliant besetzt mit allem, was Deutschland damals zu bieten hatte (und es wäre schön, wenn manche Rezensenten sich von ihren Vorurteilen gegenüber manchen Darstellern freimachen könnten: nur weil jemand viel Komödie gemacht hat, heißt das nicht, dass er oder sie keine ernsten Rollen spielen kann).
Die Ausstattung des Films ist ausgesprochen schön und dem bürgerlichen Millieu des 19. Jahrhunderts angemessen. Darüber hinaus wurden viele Szenen in Lübeck vor Ort gedreht.
"Buddenbrooks" ist ein klassischer 50er Jahre Film mit einer ausgezeichneten Besetzung, der, meiner Ansicht nach, dem Roman gerecht wird.
Empfehlenswert!
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am 6. November 2011
Auf die Gefahr hin, in Kenner- und Cineastenkreisen ab sofort im Ruf eines Banausen zu stehen: Ich liebe diese Verfilmung. Ich kann meine Meinung sogar begründen.
Zuvor jedoch noch eine oder zwei Vorbemerkungen: Im Gegensatz zu Regisseuren anderer "Buddenbrooks"-Verfilmungen (es gibt mindestens vier) nennt der Regisseur Alfred Weidenmann im Vorspann ausdrücklich (und meiner Meinung nach fast allzu bescheiden) seine Verfilmung "frei nach dem Roman" von Thomas Mann. Sodann eine zweite Anmerkung: Freilich fehlen in dieser Verfilmung etliche Handlungsstränge, Motive, Figuren des Romans. Das kann man kritisieren. Konsequenterweise müsste man denselben Maßstab dann aber j e d e r Literaturverfilmung anlegen, egal ob es sich um die Verfilmung eines vielschichtigen Romans handelt, oder um die eines sogenannten "einfachen" Romans. Gravierende Kürzungen gibt's überall, ob in den Verfilmungen von "Doktor Schiwago" und "Die Stunde der Komödianten" oder in denen von "Vom Winde verweht" und der "Feuerzangenbowle". Dass das so ist, liegt nicht an der Inkompetenz des jeweiligen Regisseurs, sondern an verschiedenen, medienspezifischen Eigenschaften. Jeder lesenswerte Roman erzählt seine Handlung auf verschiedenen Ebenen und erzielt erst so seine Wirkung. Das gilt zwar auch für Filme -- aber ein Film greift zu ganz anderen Mitteln des "Erzählens". Man kann darüber Doktorarbeiten schreiben, ich will daher meine Rezension damit nicht überstrapazieren.
Die "Buddenbrooks"-Verfilmung von Weidenmann konzentriert sich auf den Niedergang des engeren Familienkreises Buddenbrooks, einer altehrwürdigen Familie in der Freien Hansestadt Lübeck Mitte des 19. Jahrhunderts. Der angesehenen Familie gehört, wie es sich für angesehene Familien zu jener Zeit in Hansestädten gehört, ein solides Handelsunternehmen mit weltweiten Verbindungen und Familienstammbuch. Die Handlung im Detail schildere ich nicht; den meisten Interessenten dürfte zumindest in groben Zügen bekannt sein, worum es in den "Buddenbrooks" geht (Wenn nicht: Lesen Sie das Buch! Sie werden es nicht bereuen. Wenn je einer den Literatur-Nobelpreis zu Recht bekommen hat, dann Thomas Mann).

Warum ich ausgerechnet diese Verfilmung so liebe, kann ich schnell erklären: Es sind diese hinreißenden Charakterisierungen, diese phantastischen Leistungen der Schauspieler. Es gibt keinen einzigen Durchhänger, keine einzige Fehlbesetzung, weder in den Haupt- noch in den Nebenrollen. Noch die kleinste Rolle ist liebevoll im Drehbuch ausgelegt und vom betreffenden Schauspieler hinreißend umgesetzt.
Ich kann's aber auch ein wenig ausführlicher machen und auf einige ganz besonders grandiose Schauspieler in diesem Film hinweisen. Da wäre zunächst, zuerst und vor allem so etwas wie eine heimliche Hauptrolle, nämlich Hanns Lothar als Christian Buddenbrook. Man kann das nicht schildern (zumindest ich kann es nicht), man muss das sehen, wie er den Exzentriker mit künstlerischen Neigungen, Verdrehtheit und Abwegen spielt. Allein seine Gesangseinlage ist ein Geniestreich -- und der Geniestreiche hat Hanns Lothar Unmengen zu bieten: Persiflagen des baltischen und schwäbischen Akzents, zu Herzen gehende abrupte Sprünge vom Übermut zur Lebensunfähigkeit, un-überspannt dargestellte Überspanntheit... die Liste ist s e h r unvollständig.
Dann wäre da dieser Robert Graf alias Bendix Grünlich, sinister und Schleimer wie aus dem Bilderbuch. Da glaubt man der Tony (Liselotte Pulver) sofort, dass sie den redseligen Bräutigam mit goldenem Backenbart abstoßend findet... Sodann Walter Sedlmayr alias Alois Permaneder, welcher "das Wort" äußert; eine liebenswerte Ida Jungmann; eine nur körperlich anwesende Gerda Arnoldsen... Nicht zu vergessen Corle Smolt (Günther Lüders) mit seiner universell einsetzbaren Rede, und Helga Feddersen als unbeeindruckt mampfende Clothilde... Und noch so einige. Ich wiederhole: Auch die kleinste Rolle ist ideal besetzt; besser geht's nicht.
Was vielleicht garnicht sofort auffällt: Auch Werner Eisbrenners Filmmusik ist nicht ohne. Eigentlich handelt es sich um ein ganz einfaches, beinahe schon schlichtes Motiv von hohem Wiedererkennungswert. In den Charts hätte es keine Chance. Aber es ist markant, und: Es ist auf eine faszinierende Weise wandlungsfähig. Nicht nur, dass es sich den aktuellen Stimmungen hervorragend anpassen lässt -- das wäre nichts besonderes. Der Clou ist: Taucht beispielsweise der Herr Permaneder erstmals auf, dann hört man's doch tatsächlich von der Blaskapelle -- aber das erkennt man nur, wenn man genau aufpasst. Wenn wiederum der kleine Hanno auf dem Klavier Kindermelodien improvisiert, und wenn sich seine Mutter wenig später in spätromantische Streicher-Soli stürzt, dann beruhen diese grundverschiedenen Melodien, wenn man genau hinhört, ebenfalls auf diesem Grundmotiv. Und so weiter, und so weiter.

Was die DVD selbst betrifft: Bild und Ton sind nicht brillant, aber gut. Und darauf kommt's an. Gelegentlich sieht man, wenn man genau hinschaut, winzige Bildstörungen -- für den Fall, dass Sie was kritisieren möchten. Die beiden Teile des Filmes sind hier jeweils in vier Einzelteile unterteilt, nach nicht ganz nachvollziehbaren Kriterien, will mir scheinen. Wer also einen bestimmten Teil direkt anklickt, landet unter Umständen mittendrin in einer Szene.
Die sogenannten Extras sind, hüstel... ausbaufähig: Die "Fotogalerie" umfasst thematisch und chronologisch unsortiert markante Standfotos, die "Biographien" einiger weniger Schauspieler sind eher mager geraten, und die "Vorschau" -- nunja.
Wer diese Verfilmung liebt, den jucken diese Schönheitsfehler vermutlich nicht.

Diese Verfilmung lässt zweifellos einige Schwergewichte des Romans außen vor, das bestreite ich überhaupt nicht. Aber was sie mitnimmt, das nimmt sie dermaßen gekonnt mit, dass zumindest ich den Film klasse finde. Ich kann nichts dafür und bitte gegebenenfalls um Gnade.
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am 9. April 2007
Positiv war, das der Film in Lübeck und Travemünde gedreht wurde. Auch Lil Dagover, Nadja Tiller, Hans-Jörg Felmy.....haben glänzend gespielt. Schade, dass die erste Generation (Johann und Antoinette Buddenbrook ausgelassen wurde. Die beiden hätten genauso dazugehört. Liselotte Pulver hat die Tony zwar erfrischend gespielt, nur hätte man für die Besetzung einer Lübeckerin keine Schweizerin nehmen sollen. Der Akzent passte nicht so ganz. Auch Tonys Kinder, von denen eins bei der Geburt stirbt, tauchen nicht auf, ebenso wenig, wie ihr Schwiegersohn Hugo Weinschenk, sowie Madame Kethelsen, die alten Krögers, die unverheiraten Tanten Buddenbrook......Schade, dass Erika Mann solche Kompromisse eingegangen ist. Der Film ist gut gemacht, nur wer eine Verfilmung sehen möchte, die sich an das Original hält, sollte sich an den Mehrteiler aus den siebziger Jahren halten und auch auf die Neuverfilmung von Heinrich Breloer warten, die im nächsten Jahr zu sehen sein wird. Ob Thomas Mann mit der Verfilmung einverstanden gewesen wäre. Schade, dass er dabei nicht mehr mitreden konnte.
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am 29. Mai 2016
Allein schon die vielen großen Schauspieler jener Jahre lohnen es, den Film sich anzuschauen. Natürlich kann man darüber diskutieren, wie viel Thomas Mann in dem Film steckt, aber genauso kann ich darüber philosophieren, wie viel Tolkien im Dreiteiler "Der Hobbit" steckt. Mich persönlich haben die Nebendarsteller beeindruckt, wie z.B. den braven Lübbecker, der stets seine Rede hält zu wichtigen Anlässen des Hauses Buddenbrook und herrlich endet mit den Worten, dass Reich und Arm vor dem Richterstuhl Gottes stehen müssen und sich zu verantworten haben. Zuvor zerfallen sie aber zu "Staub and mouder...". Mich begeistert auch der kleine Hanno in seiner hochsensiblen Art und natürlich hat "Christian" alles Lob verdient. Zugegeben, mit Liselotte Pulver verbinde ich immer das Haus im Spessart, aber das ist wohl mein Problem, nicht das des Films. Die Botschaft, wenn ich sie denn treffe, dass man seine Geschäfte (sprich sein Leben) so gestalten solle, dass man "Nachts gut schlafen könne" , würde ich gerne manchem "Mächtigen" unseres Landes ins Dienstbuch schreiben wollen, zugleich macht der Film deutlich, und Thomas Buddenbrook verkörpert es ungemein realistisch, wie schwierig es ist, im Amt stets korrekt zu bleiben.
Herrlich und beeindruckend sind für mich auch die Momente des norddeutschen Pietismus, Ich kann es versichern, es ist sehr gut getroffen, wenn auch nicht auf alle anzuwenden. Die Frömmigkeit jener Menschen, verkörpert in der Mutter und die Frömmigkeit des realistischen Geschäftsinhabers sind bestens gegenübergestellt. Der Film macht deutlich und das ist die traurige Moral der Geschicht: ehrlich währt am längsten, soweit die Länge in die Ewigkeit reicht. So endet der Film meisterhaft und theologisch mit Lilos Worten: "manchmal möchte ich an Gottes Güte und Gerechtigkeit irre werden." Sie wird getröstet mit den Worten: "Es gibt ein Wiedersehen". Nach dem "Staub and mouder". Toll. Wo gibt es solche Filme noch?
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am 21. April 2014
dieser film hat charme, ohne zweifel. eine (meines erachtens etwas zu) muntere tony, grandseigneur thomas (ganz toll felmy!, der so etwa meiner vorstellung von der figur entspricht), großartig hanns lothar als christian- um nur das wesentliche zu nennen. die story konzentriert sich auf einige wesentliche handlungfäden des buches, dabei bleiben viele personen unerwähnt, was ich als sehr schade empfinde, handelt es sich doch hier schon um einen zweiteiler mit entsprechendem budget und zweitfaktor. tonys tochter zum beispiel findet gar nicht statt. grünlich und permaneder dagegen famos (der alte sedlmayer in jung!).
ein schönes filmchen im 50er jahre geist, munter und tragisch und schwarz-weiß. wäre da nicht dieses unsäglich melodramatische ende, welches der autor beim schreiben seines buches mit sicherheit so nicht gedacht hatte. was soll das denn? das buch endet nach dem tode hannos, da ist der senator längst in der gosse gelegen. hätte thomas mann es anders gewollt, er hätte es anders geschrieben. aber so- in meinen augen ein unverzeihlicher eingriff in die logik des buches.
deshalb, weil der film ansich nicht so schlecht und wirklich sehenswert ist, wenigstens drei sterne. aber eigentlich bin ich empört...
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am 4. April 2000
die dvd-überspielung wird dem guten film nach einem roman von thomas mann nicht gerecht: bild entspricht eher einer besseren vhs-qualität, film-sprünge und ton-störungen gegen ende des zweiten teils. man wünscht sich eine bessere dvd-qualität für diese deutschen film-klassiker.
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am 26. März 2008
Man nehme ein grobmaschiges Sieb, gebe die "Buddenbrooks" hinein und schüttele kurz und kräftig durch. Voilà - heraus kommt dieser Spielfilm. Viele - nicht unwichtige - Passagen fehlen, der chronologische Ablauf stimmt hinten und vorne nicht. Auch werden Charktere verwechselt(und warum heißt Senator Hagenström "Wagenström" ???). Schauplatz ist ständig das Haus in der Mengstraße, was dem Originalstoff auch nicht entspricht. Dies alles sind wichtige "Bauteilchen" die fehlen oder durcheinander geraten sind, wodurch der Gesamtzusammenhang und die Feinheiten der Geschichte vollkommen verloren gehen. Als störend empfinde ich auch die unbedarfte Darstellung, die Lilo Pulver von der "Toni" liefert oder Nadja Tiller als "Gerda". Einzig "Herr Permaneder" kommt hier -optisch- besser, bzw. passender, weg als 1979 in der Serie ... Kennt man den Originalstoff nicht und ist nur auf etwas leichte Unterhaltung aus, ist man recht gut bedient. Ansonsten empfehle ich den Kauf des 70er Jahre-Mehrteilers oder der DVD-Box "Buddenbrooks-Edition", die sowohl die Serie als auch den Spielfilm enthält. Damit kann man sich den Spaß gönnen und selbst vergleichen :-)
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TOP 500 REZENSENTam 9. Januar 2011
Die Familie von Konsul Buddenbrooks ist eine angesehene Lübecker. Die älteste Tochter Antonie erhält einen Heiratsantrag des Kaufmanns Bendix Grünlich, den sie jedoch abstoßend findet und daher ablehnt. Um wieder zu Sinnen zu kommen, geht sie an die See und verliebt sich in den Studenten Morten. Diese Liebe hat jedoch keine Chance, sie wird von ihrem Vatr und der Familienehre dazu gezwunden Bendix Grünlich zu ehelichen.
Ihren Brüdern ergeht es nicht besser. Christian liebt eine Theaterschauspielerin und wird daher nach England geschickt, Thomas, der ein Blumenmädchen liebt nach Holland.
Allgemein leidet die Familie unter der Revolution von 1848, in welcher Jean Buddenbrook umkommt, so dass der älteste Sohn Thomas das Familienunternehmen übernimmt.
Von da an geht es abwärts mit der Familie und dem Geschäft. Pleite, Pech und Scheidungen, Skandale über Skandale und Fehlinvestitionen führen nach 100 Jahren zum Niedergang der Familie Buddenbrook.

Buddenbrooks ist das Frühwerk Thomas Manns und begründete wohl das Genre des Gesellschaftsromans. Vier Generationen Niedergang einer wohlhabenden Familie sind heute nichts womit man noch einen Blumentopf gewinnen könnte, damals jedoch war die Geschichte durchaus innovativ, da sich der Roman als Literaturform noch immer in Entwicklung befand.

Diese zweiteilige Verfilmung von 1959 ist ganz nett, aber sehr stark gekürzt. Die ganze Pensionatsgeschichte fehlt und eigentlich ist es nur eine Umsetzung von Tonys Leben und Ehen. Kein Teifgang, kein Untergang einer Familie, eher die unglücklichen Ehen einer jungen, unwissenden, oberflächlichen Frau.
Dennoch recht charmant, weil so wunderbar antiquiert, aber alles andere als Werksgetreue Umsetzung, eher seichte Unterhaltung um 1959
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am 20. Februar 2004
Naja, also diese Verfilmung Klassiker zu nennen ist nun wirklich völliger Humbug. Hier wurde aus Thomas Manns großartigem Roman lediglich eine bessere Seifenoper gemacht.
Zentrale Schlüsselszenen (z. B. die Schulepisode, die Szene am Klavier) fehlen, was überhaupt nicht zu entschuldigen ist.
Die künstlerische Absicht Thomas Manns, der immerhin für die "Buddenbrooks" den Literatur-Nobelpreis erhielt, nicht nur den Verfall einer großbürgerlichen dekadenten Familie darzustellen, sondern eben auch die tieferen Zusammenhänge und Hintergründe/Abgründe zu beleuchten, wird in keiner Szene eingefangen. Das alles geht der Verfilmung völlig ab. Die Stufen des Verfalls, welcher die Familie über die verschiedenen Generationen beschleicht, nämlich von der Religion über die Philosphie bis hin zur Musik, werden schlicht ignoriert.
So ist das Ganze künstlerisch wertlos.
Wie wäre es mal mit einer Neuverfilmung?
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am 30. März 2016
Statt diese unendlichen Schrottwiederholungen im TV,
beste Literatur in Wort und Bild.
Diesen DVD würde ich immer wieder kaufen und kann sie daher mit gutem Gewissen empfehlen.
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