Kundenrezensionen


115 Rezensionen
5 Sterne:
 (81)
4 Sterne:
 (11)
3 Sterne:
 (8)
2 Sterne:
 (10)
1 Sterne:
 (5)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Essentielles Kino auf herausragender Blu-Ray
Über Martin Scorseses bahnbrechend-wegweisendes Meisterwerk "Taxi Driver" wurde natürlich schon alles gesagt. Angesichts der Sichtung dieser neuen, wunderbar umgesetzten Blu-Ray erscheint es mir jedoch sinnvoll, dieses unter meinen Top 10-Lieblingsfilmen befindliche, bereits weit über 20 mal gesehene und über die Jahre immer wieder tiefgehend...
Vor 11 Monaten von Florian Hoffmann veröffentlicht

versus
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Tonfehler gleich an 2 Stellen.
Ich habe mit dem kürzlichen Umstieg auf Blu-Ray anscheinend kein großes Glück gehabt.
Während von meinen knapp 100 DVD's höchstens 5 irgendwelche Makel aufweisen,
sind von den 10 Blu-Rays jetzt schon 3 in dieser Kategorie einzuordnen.

Nach "Der Mann mit der Todeskralle" (unerträgliches Filmkorn), "Bloodsport" (falsche...
Vor 14 Monaten von James Bond 007 veröffentlicht


‹ Zurück | 1 212 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Essentielles Kino auf herausragender Blu-Ray, 23. Januar 2014
Von 
Florian Hoffmann (Homburg/Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Taxi Driver [Blu-ray] (Blu-ray)
Über Martin Scorseses bahnbrechend-wegweisendes Meisterwerk "Taxi Driver" wurde natürlich schon alles gesagt. Angesichts der Sichtung dieser neuen, wunderbar umgesetzten Blu-Ray erscheint es mir jedoch sinnvoll, dieses unter meinen Top 10-Lieblingsfilmen befindliche, bereits weit über 20 mal gesehene und über die Jahre immer wieder tiefgehend analysierte Kunstwerk mit ein paar Worten persönlich zu würdigen. Wer diese Worte nicht lesen will und nur an der Umsetzung und den Bonusfeatures interessiert ist, kann die nächsten Paragrafen gerne überspringen.

"Taxi Driver" ist ein Film, der einen, wenn man ihn einmal gesehen hat, nie wieder loslässt und auch nach zigmaligem Ansehen absolut nichts an seiner beispiellosen Intensität und förmlich spürbarer, sich in einer Welt zwischen fieberhaftem Wach- und Traumzustand wandelnden Atmosphäre verliert. "Taxi Driver" ist wahrscheinlich die essentielle Charakterstudie, einer der essentiellen Nacht-, New York-, ja eigentlich auch Großstadtfilme und der wohl zentrale Film über Einsamkeit. Manche Filme verlieren ja über die Zeit an Kraft, sind nicht mehr zeitgemäß oder wirken technisch veraltet, sodass der Zugang für neue Zuschauer vielleicht schwer fallen kann. Aber wer auch nur im mindesten Filmkunst gegenüber aufgeschlossen ist, der muss eigentlich von "Taxi Driver" fasziniert sein. Der Film ist heute filmisch genau so vital und vibrierend und inhaltlich so relevant, wie auch in den letzten fast vier Jahrzehnten seit seiner Veröffentlichung.

Der Film entfaltet jedes Mal wieder, vom ersten bis zum letzten Bild, eine hypnotische, unter die Haut gehende Kraft, auf die man so nicht oft trifft. "Taxi Driver" ist eine hundertprozentig erfüllte künstlerische und persönliche Vision, nicht nur von Scorsese, sondern auch von Drehbuchautor Paul Schrader und Robert De Niro, der mit Travis Bickle eine der ikonischen Performances der Filmgeschichte schafft. Der Film ist so radikal und furchtlos, so bedingungslos in seiner nihilistischen und verbitterten Weltanschauung, wie Filme nur sein können, mit Leib und Seele dem Ziel verbunden, einem sozial unfähigen, womöglich rassistischen Charakter zu folgen, der nicht um die Sympathie der Zuschauer buhlt. Das ist auch eine der entscheidenden Meisterleistungen des Films, denn man ist von dieser dem Wahnsinn verfallenden, seelisch vernarbten Figur einfach magisch angezogen, obwohl man weiß, dass er den falschen Weg einschlägt. Das liegt natürlich auch ganz entscheidend an De Niros einmalig intensiven Method Actor-Präsenz, die Faszination und Sympathie für den Charakter erweckt. Die Darstellung ist grundlegend menschlich, ja oft unschuldig, anmutig, träumerisch, charmant und sogar oft witzig, wodurch das Abdriften in Traurigkeit und abstoßende Hass- und Gewaltfantasien erst so schmerzlich wirkt. Wer das Gefühl von Einsamkeit kennt, der wird sich auch mit Travis Bickle identifizieren müssen.

Zudem ist "Taxi Driver" einer der maßgebenden 70er Jahre-Filme. Ein Zeitdokument einer Nachkriegszeit, in der viele junge Männer von ihrem Aufenthalt in Vietnam geschädigt zurück in die Gesellschaft kommen und keinen Anschluss finden, sozial nicht funktionieren können. Doch dieses Kriegstrauma-Element ist nicht entscheidend zum Verstehen des Films, denn die Thematik bleibt zeitlos und universell. Man muss nicht im Krieg gewesen sein oder traumatisiert sein, um Travis Bickle nachvollziehen zu können. Desweiteren ist "Taxi Driver" ein eindrückliches Zeitdokument eines verfallenden, schäbig-zwielichtigen, dampfenden, neonleuchtende, der Hölle gleichenden New York City, eine Stadt, die heute ein ganz anderes Gesicht hat. Die nahezu dokumentarische, aber dennoch durch die Augen von Travis düster stilisiert wirkende Perspektive der urbanen Welt in "Taxi Driver" ist unendlich faszinierend und sucht seinesgleichen. Dazu kommt Bernard Herrmanns tief unter die Haut gehende jazzige Filmmusik, das grundsätzlich nur aus zwei zentralen Hauptmotiven besteht, die Bickles Innenleben und die nächtliche Einsamkeit und Urbanität perfekt untermalen.

Besonders bemerkenswert ist auch immer noch die moralische Ambivalenz des Films, die natürlich besonders zum Schluss zum Tragen kommt, die Unterscheidung zwischen Held und Monster. Somit bietet der Film immer noch eine perfekte Grundlage für ausgiebige Diskussionen, denn Scorsese und Schrader ersparen sich eine moralische Wertung des Geschehens, sie zeigen die Welt schlicht so, wie sie ist.

Bei all dem Lob für De Niro darf man natürlich auch nicht die brillanten, perfekt besetzten Nebendarsteller vergessen, darunter Cybill Shepherd als engelsähnliche politische Kampagnenhelferin Betsy, in die sich Travis verliebt, Jodie Foster als Kinderprostituierte, Harvey Keitel als ihr farbenfroher und abstoßender Zuhälter oder Albert Brooks, der als Betsys Kollege willkommene Humor in die düstere Welt von "Taxi Driver" bringt.

Keine Frage, "Taxi Driver" ist einmalig, in allen Bereichen einzigartig und grundsätzlich makellos umgesetzt. Dem folgt auch die tolle Blu-Ray-Umsetzung:
BILD:
Das Bild (MPEG4/AVC, 1080p, 1,85:1, 16:9) sah wohl seit der Kinopremiere nie so gut aus. Es entspricht einem neuen 4K-Remastering, das von Scorsese und Kameramann Michael Chapman persönlich überwacht wurde. Man kann definitiv sagen, dass die gewünschte Optik des Films umgesetzt wurde. Das Bild ist meistens herausragend (natürlich dem Alter entsprechend) scharf, das charakteristische feine Filmkorn wurde aber gottseidank nicht entfernt. Lediglich bei Nachtszenen ist das Bild oft grobkörniger und hier und da auch etwas rauschig. Das fällt aber nicht ins Gewicht, so behält der Film auch seine düster-dreckige Qualität. Die Farbwiedergabe ist wunderbar, der Detailumfang vor allem bei Tagesszenen bemerkenswert.

TON:
Auch im Tonbereich wurde hier ein wunderbarer Job gemacht. Ich kann aktuell nur die Original-Tonspur bewerten, diese (DTS HD Master 5.1) ist aber stellenweise überraschend räumlich. Besonders bei der Musik fällt dies auf, denn verschiedene Klangelemente werden auch subtil auf die hinteren Boxen verteilt. Ansonsten ist der Sound schön kraftvoll, hat viele Höhen und Tiefen. Auch die Stimmen sind sehr gut abgemischt und sind perfekt verständlich. Grundsätzlich ist der Film aber weitestgehend frontlastig abgemischt. Allein die Musik sorgt aber für eine wundervolle Stimmung.

EXTRAS:
Hier wird wirklich aus dem vollen geschöpft: Neben dem bereits ursprünglich auf der DVD enthaltenen herausragenden Making-Of (Dauer: 1:10) finden sich eine Reihe weiterer, neu produzierter, in HD vorliegenden Extras wieder, die dem Fan wirklich alles bieten, was man sich wünschen kann. Hier das Bonusmaterial:

- Interaktives Drehbuch: Wie der Name schon sagt, Paul Schraders Originaldrehbuch läuft im unteren Bilddrittel während des Films mit. Wahlweise kann man aber auch selbst durchscrollen, die Filmgröße einstellen oder Lesezeichen setzen. Ein hübsches Zusatzfeature.
- Audiokommentar von Martin Scorsese und Paul Schrader aus dem Jahr 1986 (entstammt der amerikanischen Criterion Collection)
- Audiokommentar von Paul Schrader
- Audiokommentar von Professor Robert Kolker (Autor des Buchs "A Cinema of Loneliness")
- Martin Scorsese über Taxi Driver, New York 2006 (16 Minuten): Hier redet der Regisseur größtenteils über eine Reihe von Filmen, die ihn zu "Taxi Driver" inspiriert haben
- Die Produktion (10 Minuten): Produzent Michael Phillips berichtet von der interessanten Entwicklung des Filmprojekts.
- Gottes einsamster Mann (22 Minuten): Paul Schrader berichtet ausführlich und sehr persönlich über die Entstehung des Drehbuchs
- Einflussnahme und Würdigung: Ein Tribut an Martin Scorsese (18:30 Minuten): Eine Würdigung diverser Weggefährten von Scorsese, darunter Oliver Stone, Schrader, Chapman, Phillips, De Niro, Roger Corman)
- Taxifahrer Geschichten (22:23 Minuten): Überaus interessantes Feature, bei dem diverse New Yorker Taxifahrer, hauptsächlich die, die im Film portraitierte Zeit mitgemacht haben, ihre faszinierenden Anekdoten zum Besten geben.
- Making-Of (70 Minuten): Siehe oben. Die Entstehung des Films eindrucksvoll rekonstruiert, fast alle wichtigen Mitarbeiter berichten von ihren Erfahrungen.
- Travis' New York (06:16 Minuten): Ein Kurzfeature über das New York der 70er, von Michael Chapman und dem ehemaligen New Yorker Bürgermeister Howard Koch kommentiert.
- Travis' Plätze in New York (insgesamt 04:49 Minuten): Eine Gegenüberstellung der Drehorte heute und damals in Bewegtbildern.
- Vergleiche und Einführung in das Storyboard von Martin Scorsese (04:32 Minuten)
- Gegenüberstellung der Storyboards im Film (08:21 Minuten): Unkommentierter Bild-im-Bild-Vergleich
- Galerie: bestehend aus
Arrangements - Filmmusik (Bernard Herrmann) (02:32 Minuten): Unkommentierte, mit Filmmusik unterlegte, animierte Fotogalerie von Herrmanns Partituren
An den Drehplätzen (02:51 Minuten): Unkommentierte, mit Filmmusik und Bickle-Monolog unterlegte Bilder vom Dreh
Werbematerial & Mehr (01:44 Minuten): Animierte, von Filmmusik unterlegte Bildergalerie mit Postern, Aushangfotos etc.
Martin Scorsese bei der Arbeit (02:47 Minuten): Eine weitere animierte Bildergalerie
Das Blu-Ray-Menü ist übrigens auch sehr schön stilecht gestaltet.
Schade ist nur, dass es kein Wendecover gibt. Auch über das gewählte Motiv kann man streiten, da es nicht unbedingt die Stimmung und Optik des Films adäquat wiedergibt. Aber ansonsten eine wunderbare Blu-Ray, die man sich als Fan unbedingt zulegen sollte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


39 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DU laberst Mich an?, 23. November 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Taxi Driver [Collector's Edition] (DVD)
Travis Bickle, gespielt von Robert De Niro, ist ein 26jähriger Vietnamveteran, der sich als Taxifahrer in einer Großstadt wieder findet, wo er am eigenen Leib die Einsamkeit in all ihren Facetten durchlebt. Die Entfremdung ist dabei nur die Symptomatik, die in den überzeichneten Dialogen, den unglaubwürdigen Gesten und der gesamten Art, wie Bickle sein eremitisches Leben führt, zu Tage tritt. Selbst der Beruf des Taxifahrers ist nicht von ungefähr gewählt, sondern dient in der Handlung als Metapher für das Tangieren einer Welt, in die man nicht einzudringen vermag. Täglich hat Bickle etliche Male die Gelegenheit für kurze Zeit am Leben wildfremder Menschen teilzuhaben, - er bittet sogar darum Doppelschichten zu verrichten und fährt ausnahmslos auch in die finstersten Gegenden der namenlosen Stadt. Er hortet Geld an, ohne es wirklich zu brauchen, da er in der Anspruchslosigkeit seiner Gleichgültigkeit gefangen zu sein scheint und eine Zeit lang nur lebt, um zu arbeiten. Bereits hier erkennt der Betrachter, dass es nicht nur die Gesellschaft ist, die Travis Bickle ablehnt, sondern dass der inbrünstige Hass auf Gegenseitigkeiten beruht und nur durch die Person von Bickle sichtbar gemacht werden kann. Es findet keinerlei Interaktion des Protagonisten Bickle mit seiner Umgebung statt und noch dazu verläuft eine sich anbahnender Romanze mit einer Wahlkampfhelferin im Sande, ohne dass das Bickle wirklich zum Vorwurf gemacht werden könnte (Er führ sie beim Date in ein Pornokino aus). Dieses und andere Ereignisse treffen kumulativ aufeinander und verstärken dadurch die Aggression von Bickle, der vom Gedanken der eigenen Bedeutungslosigkeit gemartert wird. Die junge Prostituierte (Easy/Leicht zu Deutsch – gespielt von einer überragenden Jodie Foster) wird dabei nur zu einer Art Rechtfertigung, für die perfiden Phantasien, die sich der Waffenfreak Bickle allmählich ausmalt. Spätesten als er einen jungen Afroamerikaner in einem Supermarkt erschießt, beginnt allmählich die Initialzündung in Bickles Innerem. Mehr sollte zum Inhalt nicht verraten werden, denke ich.

Der Film an sich ist wahrscheinlich einer der bedeutendsten Filme, die je gedreht wurden. Einerseits bedeutete er den endgültigen Durchbruch von Martin Scorsese als Regisseur und Robert De Niro als Schauspieler. Der Drehbuchautor Paul Shrader war an diesem Erfolg nicht unwesentlich beteiligt, - verkörperte er doch lange Zeit Travis Bickle, als er in NY als Taxifahrer jobbte und nebenher Drehbücher schrieb. Soviel zum Geschichtlichen.

Die Technische Umsetzung von Taxi Driver ist mitunter einer zu jener Zeit gewagtesten überhaupt: Scorsese setzte Maßstäbe, sowohl was die Kameraführung angeht, als auch in Bezug auf die Chronologie, mit der dieser Film erzähl wird. Ihm gelingt es mit der Kamera Banalitäten auf Zelluloid zu bannen, die sich wie ein Mosaik zu einem überragenden Bild, oder besser gesagt: Psychogramm, des Protagonisten Bickle zusammensetzen. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, handelt es sich bei den ersten beiden Dritteln des Filmes mehr um eine soziologisch– pathologische Studie, als um einen Streifen, der überall auf der Welt ungeahnte Erfolge feiern sollte.

De Niro brilliert in der Rolle des Travis Bickle und beweist, dass er zu jener Zeit einer der wirklich wenigen Meister des „echten“ Method – Acting ist, bei dem ihm wahrscheinlich nur Marlon Brando und Steve McQueen das Wasser reichen können. Es scheint beinahe so, als hätte niemand anderes als De Niro die Rolle überzeugen spielen können. Doch auch in den Nebenrollen finden sich damalige und heutige Berühmtheiten wie Harvey Keitel, Cybill Shepperd, Peter Boyle und Jodie Foster.

Weil der Film jedoch keine Explosionen bereit hält und eine längere Aufmerksamkeitsspanne als die eines Goldfisches erfordert, sollte mit ihm nicht unnötigerweise schmählich ins Gericht gegangen werden. Solche Filme wie Taxi Driver und Der Pate z.B. werden heute weder gedreht noch gerne gesehen. Das Medium Film passt sich der Konsumgesellschaft an und wird zum Mittel sterile Retortenemotionen beim Betrachter hervorzurufen, während bei Hauptdarstellern ohnehin nur auf das Aussehen geachtet wird (Selbst Q. Tarantino hält diesen Film für eines der allergrößten cineastischen Werke überhaupt!). Da tut es generell gut, sich einen Abend wirklich Zeit zu nehmen, einen Film unter künstlerischen Aspekten zu erleben, einen Film, der den Betrachter und dessen Ansichten auch ein Stück weit verändert und nicht nur hilflos an der Oberfläche der geistigen Abgestumpftheit kratzt. Genau so ein Film ist Taxi Driver.

zur DVD:

Enthält sehr viele Extras, von denen ich das flexible, interaktive Drehbuch als sehr interessant ansehe. Der Leser kann dabei bei jeder Textpassage direkt in den Film einsteigen und Vergleiche ziehen. Da das Drehbuch recht spartanisch ist, kann man anhand der Studie dessen, erst die wahre Raffinesse von allen beteiligten erahnen und die Arbeit, die nötig wahr um dieses Projekt zu realisieren.

Das Making Of zeigt zudem Kunstfertigkeit eines M. Scorsese auf dem Zenit seines künstlerischen Schaffens.

Fazit:

Um den Preis ist die DVD mehr als geschenkt: KAUFEN, KAUFEN, unbedingt KAUFEN und genießen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


37 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beispielhaft, 19. April 2011
Von 
M. Hafner (Switzerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Taxi Driver [Blu-ray] (Blu-ray)
Eine beispielhafte Referenz Blu Ray, die die Möglichkeiten des Mediums voll ausschöpft. Der Film wurde in 4K digital restauriert, die Daten dann direkt ins Blu Ray Format umgewandelt. Das Resultat ist fantastisch. Meist sehr scharf und immer wunderbar filmähnlich. Digitale Artefakte sind kaum zu finden. Authentisch und mit guten Supplements dazu. Und das alles für einen sehr vernünftigen Preis. Wer den Film mag kommt in jeder Beziehung auf seine Kosten. Sehr empfehlenswert. Klar 5 Punkte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beklemmend, subtil, verstörend - Ein Klassiker, 7. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Taxi Driver [Collector's Edition] (DVD)
"Taxi Driver" ist zweifellos einer der Höhepunkte der überaus fruchtbaren Zusammenarbeit des Kult-Regisseurs Martin Scorsese mit dem hier noch relativ jungen und doch schon als Genie wahrgenommenen Robert de Niro.
Hier zeigt sich das Genie des jungen De Niros, wie sonst vielleicht nur noch in "Wie ein wilder Stier" oder später in "Es war einmal in Amerika". Auch ich als Fan von den großen Altmeistern wie Al Pacino, Jack Nicholson oder Dustin Hoffmann und von einigen "Jüngeren" wie z.B. Denzel Washington halte De Niros Darbietung in "Taxi Driver" in ihrer Intensität, Präzision und Authentizität für eine der besten Leistugen des mordernen Kinos.

Der Film behandelt den Individualsmus der Großstadt gepaart mit der Desillusionisierung als Folge des Krieges und der Perspektivlosigkeit eines Menschen ohne soziale Kontakte. Die Folge all dessen ist: Einsamkeit. Sie ist das eigentliche Thema des Films. "Taxi Driver" ist eine Charakterstudie eines Einsamen, der unfähig ist sich in die Gesellschaft zu integrieren, der zudem mit den Folgen des Vienamkriegs zu kämpfen hat und der sich letztlich zur moralischen Instanz erhebt und gegen all den Schmutz und Dreck, den er zu sehen meint, ankämpfen will. Der Film zeigt den psychisch belastenden Zustand der Einsamkeit und dessen Folgen. In "Taxi Driver" sind diese: Brutalität und Gewalt. Es ist also eine Entwicklung aus der Einsamkeit und Perspektivlosigkeit in die Gewalt, die Travis Bickle durchläuft und die ihn zum Stereotyp macht. Zwar muss Einsamkeit natürlich nicht immer in Gewalt kulminieren, aber sie ist auf jeden Fall ein individualpsychologisches Phänomen, das es immer gab und immer geben wird. Und darin liegt das Zeitlose des Films: Er erzählt die Geschichte eines Einsamen.

Der Film wird natürlich - gerade heutzutage - nicht mehr jeden begeistern können und von vielen, eben von jenen, die ein Action-Spektakel oder zumindest einen packenden Thriller erwarten, als langweilig und veraltet abgetitelt werden. Doch als Cineast sollte man den Film auf jeden Fall gesehen haben, um sich ein eigenes Bild zu machen; als Sammler sollte die DVD in der privaten Sammlung nicht fehlen. Denn die Stärke des Films liegt neben der großartigen schauspielerischen Darbietung Robert de Niros vor allem darin, dass er heute noch so aktuell ist wie vor 30 Jahren. Denn eines ist "Taxi Driver" mit Sicherheit nicht: anachronistisch.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Großstadtphänomene..., 18. Oktober 2003
Von 
robotgeorgie "robotgeorgie" (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Taxi Driver [Collector's Edition] (DVD)
Martin Scorsese gilt - nicht ohne Grund - als einer der kompromißlosesten, umstrittensten, bedeutendsten und kontroversiellsten Regiesseure Hollywoods. Schafft er es doch mit seinen Filmen, Anspruch, Provokation aber auch Unterhaltung als Mittel des Filmerzählens einzusetzen. "Taxi Driver" galt (und gilt) als Sternstunde von Robert de Niro - als Vietnam-traumatiaierter Taxifahrer der mit dem, was er tagtäglich sieht, nicht mehr fertig wird - und von Jodie Foster - in der Rolle einer minderjährigen Prostituierten. Der 1976 entstandene Film gilt heute nicht umsonst als 'Kult', was freilich nicht nur an der exzessiven Darstellung von Gewalt im Finale des Films liegt. Die Filmsequenzen der düsteren Nachtszenen etwa strahlen eine unvergleichliche Atmosphäre aus, fast wähnt man sich als Fahrgast durchs nächtliche New York: Hervorragende Kameraarbeit! Der schmuddelige Look dieser Nachtszenen sind kein technisches Manko der DVD, sondern beabsichtigt.
Eine Geschichte über einen Einzelgänger, ein Film über Gewalt und Rache, Sex und Prostitution: Großstadtphänomene, fast könnte man von abgefilmter Realität sprechen, obwohl es sich um einen inszenierten Spielfilm handelt. Ein Spielfilm, den man nicht so schnell vergessen wird. Zur immer wieder gestellten Frage, ob der Film geschnitten ist: Nein! Jedoch - das legendäre Finale wurde seinerzeit - weil sehr blutig - für den Kinoverleih mir einer reduzierten Farbsättigung kopiert, die blassen Farben der Schlußszenen auf der DVD entsprechen somit der Kinofassung - bedauerlicherweise waren die Original-Kameranegative nicht mehr aufzutreiben, die weitaus 'kräftiger' sind, was insbesondere die Darstellung des Blutes betrifft.
Das Drehbuch schrieb Paul Schader, den Score komponierte Bernard Herrmann (tragischerweise seine letzte Arbeit, er verstarb kurz nach Beendigung des Scores). Darüber und über viele weitere Aspekte informiert das hervorragende 70minütige "Making of..." dieser DVD: Insbesondere das blutig-brutale Finale wird vom Production Designer in allen Einzelheiten erklärt. Ebenso findet sich PR- und Werbematerial, eine Fotogalerie sowie das Original-Drehbuch des Films auf dieser DVD. Exzellent!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geschichte einer Psychose - ein zeitloser Klassiker, 7. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Taxi Driver [VHS] (Videokassette)
Ich will hier mehr auf den Film und seine Intention eingehen, da ich bei einigen Rezensionen hier eine falsche Erwartungshaltung heraushöre.

Grundsätzlich darf man bei diesem Film keinen schnellen Action-Reißer erwarten. Keinen platten Rache-Feldzug, keinen Helden, der dem Zuschauer ein Standard-Happy-End serviert, wo die Bösen am Ende "einfach" tot sind.
Das will der Film nicht vermitteln - auch wenn es oberflächlich vielleicht so scheint.

Ich will über die Handlung nicht zuviel verraten. Das eigentliche Thema des Films ist die Einsamkeit der Hauptfigur Travis Bickle (De Niro) und seiner Unfähigkeit zur Kommunikation mit seiner Umwelt, bzw. den Menschen, denen er sich annähern möchte. Durch die daraus resultierende Ablehnung beginnt sich eine Spirale zu drehen, die Travis nach und nach immer mehr von der Außenwelt entfremdet, ihn in innerliche Isolation treibt.
Immer mehr verschanzt er sich in seiner eigenen (Gedanken-)Welt, führt mit sich (aus dem Off gesprochene) Monologe, die dem Betrachter seine Ansichten und Moralvorstellungen aufzeigen und gleichzeitig verdeutlichen, dass sich die unheilvolle Entwicklung bei ihm weiter steigert, wie es in ihm gärt und brodelt.
Es gibt keinen Ausweg aus der zwanghaften Isolation und die Situation eskaliert als er seine Mission findet, die "schmutzige" Welt zu säubern. Diese manifestiert sich für für ihn sinnbildlich in Gestalt der jungen Prostituierten Iris (Jodie Foster), die er retten will.

Der Fokus des Films liegt dabei nicht auf Action oder Thrill, wichtig ist ihm die Darstellung der allmählichen Vereinsamung und Verrohung des Individuums, welches sich nicht in die Gesellschaft integrieren kann, aber trotz allem in ihr seinen Platz finden will und Bestätigung sucht.
Deshalb hat der Film auch ein gewollt langsames Erzähltempo, und ist nichts für rasante Action- und Popcornkinoliebhaber.
"Taxi Driver" ist vielmehr ein gekonnt inszeniertes Psychogram, welches die seelische (Fehl-)Entwicklung, die psychotische Metamorphose vom "normalen" Durchschnittsmenschen zum gewaltbereiten Waffenfetischisten aufzeigt.

"Taxi Driver" ist auch ein Großstadtfilm dessen atmosphärische Dichte sehr gelungen ist. Die Stadt dient als Sinnbild für Vereinsamung und Verrohung und durch Travis Bickles Reaktion auf das Gesehene und Erlebte wird für den Zuschauer auch dessen psychologische Entwicklung nachvollziehbarer.
Der Film zieht einen förmlich in das belebte New York der frühen 70er, welches mal elegantes Synonym für die Moderne ist und in anderen Szenen wiederum schonungslos die Kehrseite, bzw. die "Halbwelt" eines Molochs zeigt.

Die wunderbare Musik von Bernhard Hermann tut ihr übriges um den gelungen atmosphärischen Gesamteindruck des Films zu steigern. Mal elegant verspielt die schillernde Großstadt illustrierend und auf der anderen Seite düster, bedrohlich das Geschehen untermalend.
Es war übrigens seine letzte Arbeit, er starb leider unmittelbar nach der Vollendung des wirklich sehr gelungenen Soundtracks.

"Taxi Driver" ist ein Film, der von der Thematik nach wie vor aktuell und zurecht ein sehenswerter Klassiker ist. Durch seine Ambivalenz, der gespaltenen Beziehung des Zuschauers zum Anti-Helden Travis, wirft der Film gerade am Schluß Fragen auf und regt zum Nachdenken und Diskutieren an.

Zur DVD kann ich nur sagen, dass ich mit dem Bild und dem Ton sehr zufrieden bin. Die Making-Of-Dokumentation ist vorbildlich und wirklich sehr interessant.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr düstere Charakterstudie eines gebrochenen Mannes, 26. September 2007
Von 
Leonidas - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Taxi Driver [Collector's Edition] (DVD)
Dieser Film ist eines der frühen Meisterwerke von Scorsese. Robert de Niro als Mr. Bickle ist ein wahrer Alptraum für jedes halbwegs in die sozielen Strukturen seiner Stadt integriertes Individuum.
Doch rein verbal gesehen decken sich seine Wünsche mit denen der Politiker und der Menschen, weshalb er sich schließlich dazu berufen fühlt, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.
Anlass ist das Zusammentreffen mit einer jungen Prostituierten (Jodie Foster). Zurecht ist dieser Film ein Meisterwerk seiner Zeit, wenn es auch im Vergleich zum Tempo heutiger Filme etwas behäbig daherkommt. Aber das macht den Charme dieser Filme (Tip: The Deer Hunter) aus.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut würdige Neuauflauge eine großen Klassikers, 11. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Taxi Driver - Special Edition [2 DVDs] (DVD)
Man wird nicht viele Menschen finden, die bestreiten, dass "Taxi Driver" zu den größten Klassikern des modernen Kinos zählt. Die Geschichte des von Robert De Niro gespielten Taxifahrers, der sich immer mehr von seinen Pschosen beherrschen lässt und dabei mehr und mehr auf eine Kathastrophe zusteuert, ist von Martin Scorsesee meisterhaft beklemmend inszeniert und was Athmosphäre und Spannung betrifft über jeden Zweifel erhaben.

Eigentlich längst überfällig, ist der Film jetzt endlich in einem schicken Steelbook in einer angemessen Neuauflage erschienen. Wer den Film noch nicht in seiner Sammlung hat, darf und sollte ohne zu Zögern zugreifen. Aber selbst Besitzer der alten Fassung können durchaus über ein "upgrade" nachdenken, denn die Vorzüge dieser Fassung sind ziemlich überzeugend:

- Klar verbessertes Bild (im direkten Vergleich fällt schnell auf, wie unterdurchschnittlich die Bildqualität der alten Version ist)
- Verbesserter Ton (neue 5.1 Abmischung)
- Sehenswerte Extras (über 3 Stunden! Für Filmliebhaber sind die enthaltenen Dokumentation pflicht!)
- Eine (subjektiv) viel schickere Verpackung

Um es kurz zu machen: Mir fallen wenig Argumente dafür ein, als DVD-Sammler diese DVD nicht zu kaufen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastisch, 17. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Taxi Driver - Special Edition [2 DVDs] (DVD)
Das dieser Film genial ist sollte allen klar sein.
Allerdings kannte ich in bisher nur aus dem Fernsehen, mit eher mittelprächtiger Bildqualität.
Diese DVD hat nicht nur ein sehr tolles Bild für einen so alten Film,
sie hat auch massenweise Extras.
Und diese sind keine billigen Möchtegern Dokus mit irgendwelchen Nebendarstellern aus dem Film wie bei anderen DVDs, es sind wirklich interessante kleine Filme mit Leuten die auch Ahnung haben.

Fazit:Die beste DVD in meinem Regal
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kultklassiker, 7. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Taxi Driver [Blu-ray] (Blu-ray)
Zu diesem Film muss wohl nicht mehr viel gesagt werden.
Ein zeitloser Klassiker. Das Innere, das Seelenleben des Hauptdarstellers "durchleben" zu dürfen,
seine "Weltreflektion", seinen Frust, sein "Lösungsweg" - für viele sehr gut nachvollziehbar
(wenn auch für den Normalverbraucher in der Endkonsequenz absolut nicht zu empfehlen).
Für viele sind heutzutage Isolation, Missverständnis und (Überlebens)Kampf eine tägliche Bürde!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 212 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Taxi Driver [Collector's Edition]
Taxi Driver [Collector's Edition] von Robert De Niro (DVD - 2002)
EUR 8,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen