Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Oktober 2011
Robert Altman hat in seinen Filmen oft den bösen Blick auf die Gesellschaft gehabt.

Woody Allen hat selten so böse auf die Gesellschaft geguckt wie in diese Film.

Die Sternchen und die Stars in einer krank-oberflächlichen Gesellschaft drehen sich um sich selbst, robben um mehr Anerkennung, betäuben sich mit allerlei Suchtstoffen.

Man hat am Ende ein doofes Gefühl. Help. Ist da noch jemand zu helfen ?

Natürlich gibt es auch herrliche slapstick Einlagen, man sehe das Ding mit der Banane. Dadurch ist der Film etwas leicher als der böse Blick von Altman.

Heiter,böse und....traurig.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. September 2003
In Celebrity bekommt man das typische Bündel an Woody Allen-Themen in einer neuen Variation. Beziehungen und Beziehungsstress, Melancholiker vs Sanguiniker, Komik und Tragik. Der Schauplatz ist diesmal die Welt der Filmstars, der Reichen und Schönen, und es geht darum, ob man es nun will oder nicht, den Zugang in das Reich dieser modernen Aristokraten auszuloten. Lee und Robin sind dabei die Hauptdarsteller. Nach ihrer Scheidung führen die Handlungsstränge ihres Lebens in verschiedene Richtungen, treffen ein paar Mal aufeinander, und haben aus den beiden am Ende völlig unterschiedliche Menschen gemacht.
Auf dem Weg gibt es jede Menge skurrile Komik und witzige Dialoge, aber auch Nachdenkliches und Trauriges. Eine weitere Variation im Allen-Kosmos. In schönem Schwarz-weiss gedreht ist der Film eine Augenweide (und das selbst auf VHS) und die pointierten Dialoge sind obwohl synchronisiert witzig und lebendig. Für Allen-Fans ist der Film wohl Pflicht, für Allen-Einsteiger oder -Gleichgültige mag ein Blick auf die starke Besetzung den Impuls zum Ansehen bringen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. März 2014
Für den Rahmen dieses Episodenfilms hat sich Woody Allen Kenneth Branagh als rasenden Reporter ausgeguckt. Und wie immer trifft er jede und jeden zweimal im Leben. So am Ende nochmal Winona Ryder. Aber zwischen ihnen, sowie auch unter den anderen Promis, wird nur viel heiße Luft produziert. Wir erfahren, was wir schon immer gewusst haben: die Promis sind zwar schön, reich und berühmt (wie im deutschen Untertitel angekündigt), in Wirklichkeit aber sind sie egozentrisch, hohl und kaputt. Da weiß Woody wovon er spricht.
Das was da so zwischendurch als handlungsarm aber mit viel Klamauk dargeboten wird, ist recht schlicht. Die hektische Oberflächlichkeit mit ewiglangem Durcheinandergequatsche ist ja wohl symptomatisch, aber nichts, was einen beeindruckt, sondern eher nervt. Hier muss auch Leo DiCaprio seinen Beitrag zum Image liefern. Und als Augenweide darf Charlize Theron als schönste Frau der Welt über den Laufsteg schweben. Das bleibt aber nur ein kurzer Genuss. Die Endphase wirkt angehängt und wenig überzeugend. Warum die Braut abhaut, bleibt ein Geheimnis ebenso wie ihre Heimkehr. Und mit dem Kondensstreifen am Himmel, der das Wort HELP zeigt, hält Allen wenigstens einen formalen Rahmen ein, indem er den Anfang weiterentwickelt.
Ein lieblos herunter gekurbelter Streifen, der vielleicht von dem selbstauferlegten Zwang herrührt, jedes Jahr einen Film abliefern zu müssen. Eine kreative Pause hätte allen gut getan.
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Gelegentlich wundert es mich, warum einige wirklich geniale Filme nicht länger im Bewusstsein der Öffentlichkeit verbleiben. Aber zumindest im Beispiel von Woody Allens Celebrity liegt eine Erklärung sehr nahe. Zu sehr werden hier die Manierismen unserer Medienwelt karrikiert, zu hart ist das für alle, die Lifestylemagazine wie Exklusiv auf RTL lieben oder sogar selbst machen. Die schnöde Oberfläche verliert an Attraktivität, wenn man hinter die Fassaden sieht. Um am Ende bleibt dann nur Leere an Stelle des Glamours. Der Horror Vacui des 21. Jahrhunderts.

Im Zentrum der Handlung steht wie so oft bei Woody Allen ein Alter Ego, der durch Kenneth Branagh gespielte, eher mäßig erfolgreiche Autor Lee. Dieser ist eine Randfigur der Mediengesellschaft, der Reichen, Schönen und Berühmten, die die Gazetten und Fernsehmagazine füllen. Lee hat eigentlich ein gutes Leben, aber er will mehr, er will dazu gehören. Und so verlässt er immer wieder bestehende Beziehungen und begibt sich auf die Suche nach einer anderen Welt, versucht eine Affaire mit einem Starmodell, versucht sich als Drehbuchautor in Hollywood und vor allem, er bewegt sich auf den richtigen Partys und in den richtigen Restaurants, um dort mit den richtigen Menschen die immer gleichen, hohlen Gespräche zu führen. Natürlich kann das nicht gut ausgehen.

Einer der Höhepunkte des Films ist der Auftritt von Leonardo diCaprio, der einen drogen- und sexsüchtigen Jungfilmstar spielt - also sich selbst, möchte man meinen. Tatsächlich ist dieser Auftritt aber fast prophetisch, da er gedreht wurde, bevor Titanic in die Kinos kam und Leonardo zu dem Star wurde, den er hier bei Celebrity von Woody Allen nur spielen darf. Das zeigt ganz gut den Realitätsgehalt dieses Films. Dann gibt es noch einen großartigen Auftitt von Charlize Theron, die ein Supermodell spielt, dass sich als getriebener Mensch erweist, als es darum geht, einmal nur für einen Moment eine menschliche Seite zu zeigen.

Der Höhepunkt des Films aber ist eine der Nebengeschichten. Denn der Erfolg, der dem Protagonisten versagt bleibt, fällt einem anderen Mitglied des Ensembles durch etwas Arbeit und eine gute Idee dann doch noch in den Schoß. Und das macht dann wohl die Niederlage des Helden am Ende komplett. So richtig böse ist eine Komödie erst dann, wenn die schlimmste aller Wendungen erreicht worden ist.

Für mich zwischen den herausragenen "Hannah und ihre Schwestern" und "Matchpoint" der schönste Film von Woody Allen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. August 2009
Als Gesellschaftskritik ist dieser Film äußerst gelungen. Er erzählt die Geschichte eines Journalisten (Kenneth Branagh als tragikomische Figur), der um jeden Preis berühmt werden möchte und sich bei allen möglichen Stars (Schauspieler, Models, ...) anbiedert. Bei den weiblichen Stars kommt dann auch noch sexuelles Interesse dazu. Und so kommt er mal näher, mal nicht so nah an die verlockende Welt des großen Ruhms heran. Nebenher zeigt der Film pseudointellektuelle Dreharbeiten, autogrammschreibende Fernsehprediger, die Neurosen der Model-Welt und einen Blick hinter die Kulissen der Talkshows. Es gibt einige sehr gelungene Gags, und die ganze Geschichte ist durch den schwedischen Kameramann Sven Nykvist in ästhetischen Schwarz-Weiß-Aufnahmen eingefangen.

Aber es gibt auch einen faden Beigeschmack: es ist mal wieder ein Woody Allen-Film, der als Kopfkino funktioniert, aber keinerlei emotionale Wirkung entfaltet. Wieder einmal geht es um einen neurotischen Typen, der mit den Frauen, dem Beruf und der ganzen Welt hadert und eigentlich selbst sein größtes Problem ist. Wieder einmal gibt es Dialoge, die hier und da ihre Künstlichkeit nicht verbergen können, und wieder einmal reden die Figuren unglaublich schnell und unglaublich durcheinander, so dass es mit der Zeit nervt. Und Kenneth Branagh in der Hauptrolle ist wie so oft einen Deut zu überdreht.

Ich denke, dass die subjektive Bewertung dieses Films damit zusammenhängt, wie viele andere Woody Allen-Filme man bereits gesehen hat. Wenn man schon einige Filme kennt, wird das Urteil wohl lauten: witzig, nett, aber irgendwo auch nichts Neues. Kennt man noch nicht so viele Woody Allen-Filme, dann kann einem der Film wohl auch sehr viel Spaß machen. Ein Meisterwerk ist "Celebrity" jedoch nicht, da sind Filme wie Manhattan,Harry außer sich oder der oft unterschätzte Im Bann des Jade Skorpions deutlich sehenswerter.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
The Woody Allen Collection [8 DVDs]
The Woody Allen Collection [8 DVDs] von Alan Alda (DVD - 2013)
EUR 17,99

Geliebte Aphrodite
Geliebte Aphrodite von Woody Allen (DVD - 1999)

Don's Plum
Don's Plum von Amber Benson (DVD - 2006)
EUR 9,99