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HALL OF FAMEam 15. Oktober 2002
Die Story für diese filmische Sensation des Jahres 1975 basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ken Kesey, der 1962 erschien. Der Film spielt hauptsächlich in einer geschlossenen Psychiatrie. Im Mittelpunkt steht R.P. McMurphy (Jack Nicholson), Rebell und Spielernatur, aufsässig und fast ohne jede Regel, der sich als unzurechnungsfähig ausgibt, um vom Knast in die vermeidlich angenehmere Irrenanstalt zu kommen. McMurphy ist im Verlauf der Einzelkämpfer, der sich gegen das System stellt. Seine Gegenspielerin ist Schwester Ratched (Louise Fletcher), die mit ihrem sterilen Perfektionismus und ihren menschenfeindlichen Manipulationen vor allem während der analytischen Sitzungen eine subtile Unterdrückung auf die Patienten ausübt. Regisseur Milos Forman erschafft dabei äußerst lebhafte, ausdrucksstarke Bilder. Der bittere Humor ist einzigartig. Die beschriebene Irrenanstalt wird als perfekt organisiertes System dargestellt, in der die Insassen Repressionen hilflos ausgeliefert sind. Aber McMurphy führt dieses System ad absurdum...
Keseys weltberühmtes Buch wurde erst nach 13 Jahren verfilmt und man fragt sich, ob so etwas heute überhaupt noch möglich wäre. Damals hat man sich in Hollywood noch mehr getraut, aber nur so entstehen eben wirkliche zeitlose Klassiker. Dabei prallte der unabhängige Produzent Saul Zaentz durchaus auch schon 1975 auf Widerstände und musste sich das Geld für den Film selbst zusammenleihen. Er engagierte Regisseur Milos Forman, der seit 1968 in den USA lebte und durch seine politisch-satirischen Filme bekannt war. Neben dem grandiosen Jack Nicholson, für den die Rolle wie auf den Leib geschneidert war, erwies sich die Besetzung von Louise Fletcher als eine hervorragende Wahl für die Rolle der Oberschwester Ratched. Die Nebenrollen wurden ebenfalls vorzüglich besetzt. So spielt Danny DeVito Mr. Martini und Christopher Lloyd ("Zurück in die Zukunft") ist als Taber zu sehen. Ken Kesey war zunächst als Drehbuchautor engagiert, scheiterte jedoch, so dass er schwor, sich den Film nie anzusehen. Vielleicht hat er das zu persönlich genommen, denn schon viele Romanautoren scheiterten als Drehbuchautoren. Warum? Sie kamen mit der Adaption des Stoffes nicht zurecht. Keseys Buch wird aus der Sicht des Häuptlings Bromden erzählt, ein hauptsächlich innerpersönlicher Konflikt und damit reiner, nicht filmbarer Romanstoff. Kino zeigt uns jedoch außerpersönlichen Konflikt, was die Drehbuchautoren L. Hauben und B. Goldman erkannten und ein exzellent adaptiertes, sehr realistisch erzähltes Drehbuch schufen, was sogar hervorragende Werktreue aufweist. Der Lohn war ein Oscar für „best adapted screenplay". Weitere Oscars gab es für „best picture", Jack Nicholson („best actor"), Louise Fletcher („best actress") und Milos Forman als „best director". „Einer flog über das Kuckucksnest" ist mehr als ein großartiger Film, er ist genial und zählt zu den besten, die je gedreht wurden.
Die DVD Special Edition hat gegenüber der einfachen Version den Vorteil des besseren deutschen Tones (Dolby Digital 1.0 gegen Mono) und sie enthält u.a. ein Making of. Warum nicht gleich so?
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am 31. Mai 2013
Dieser Film, der Nicholson zum Star machte, ist in jeder Hinsicht sehenswert und enthält Szenen und Charaktere für die Ewigkeit. Der stumme Indianerhäutling und sein Freund McMurphy sind ein Dou der absoluten Extraklasse! Schade nur das der Film nicht, wie das Buch, aus der Sicht des Häuptlings erzählt wird. Nicholson spielt sich die Seele aus dem Leib für ein Thema, das wirklich nicht zu verharmlosen ist. Die Lobotomie, also eine operative Behandlungsmethode in psychologischen Heilanstalten, wurde in Amerika jahrzehntelang durchgeführt. Sicherlich lässt der Film den geneigten Zuschauer ratlos und ein weing unzufrieden zurück, aber wahrscheinlich bedarf dieses Thema eine deartige Unbehaglichkeit, der der Zuschauer nahezu die ganze Spieldauer über ausgesetzt ist. Teilweise macht es sehr großen Spaß diesen Film zu sehen, teilweise bereitet es Schmerz.
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am 29. November 2015
" Wie können Sie sich über Verrückte lustig machen? "
Kirk Douglas, Michael Douglas, Bo Goldman, Milos Forman u. v. a. kommen im Original Special Making of zu Wort.
Am Ende eines Filmes, der für mich immer das absolute, unerreichte Highlight meiner Kinobesuche sein und bleiben wird.
Ich liebe diesen charakterstarken Schauspieler Jack Nicholson- habe alle seine Filme.
Und erinnere mich genau, als ich EINER FLOG ÜBER DAS KUCKUCKSNEST das erste Mal überhaupt sah.
Es war Anfang der Achtziger. Und der Film immer noch in unzähligen Lichtspieltheatern restlos ausverkauft.
Und das, obwohl er bereits im Jahr `75 erstmalig gezeigt wurde.
Schon die erste Szene, die Ankunft McMurphys in der Anstalt mit Kuss für den Wächter amüsierte mich unfassbar-
und ich wusste augenblicklich und sofort, dass mir ein aufregender Kinospass bevorstand.
Und dass Nicholson mal wieder zur Hochform auffährt.
Seit damals vergeht kein Jahr, ohne dass ich mir dieses Meisterwerk des Irrsinns mindstens ein Mal
anschaue. Tatsache.
" Heben Sie Ihre Arme in die Luft- genau so...ganz hoch, Häuptling. Ganz hoch. "
Louis Fletcher in der Rolle des personifizierten Wahnsinns. Die glaubt, fest glaubt, den Menschen zu helfen.
Und nur ein Instrument des Bösen ist. " Sie beschmieren mit ihrer Hand mein Fenster. "
Milos Forman wollte sich genau an die Vorlage des Buches halten- " Der Indianer musste gewaltig sein-
ein Mann wie ein Baum. " Und dafür fand er Will Sampson, aus Yakima. Förster. Dessen Gemälde im
Smithsocian Museum aushängen. Er ist wirklich etwas Besonderes, nämlich das Naturtalent für den Häuptling.
Christopher Lloyd, Danny DeVito, Vincent Schiavelli- optimale Darsteller für die Insassen einer Nervenheilanstalt.
Ein sogenannter Über- Film, den es heute gar nicht mehr geben kann und geben wird. So intensiv und perfekt
gespielt. Ein Meilenstein in der Geschichte des manifestierten Wahnsinns.

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Die Geschichte:

Ein Irrenhaus- besser als der Knast. Findet der rebellische Draufgänger McMurphy..........
also lässt er sich dorthin einweisen, clever wie er ist. Doch ihn erwartet eine furchtbar boshafte
Stationsschwester, ein menschenverachtendes Regime und Patienten, die völlig eingeschüchtert
vor sich hin vegetieren- wer sich nicht anpasst, der bekommt gefügig machende Elektroschocks.
Bis es jemand wagt, gegen dieses System aufzumucken................................................
.......................................................................................

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MEIN Fazit!:

Ich liebe diesen Film über alles. Weil es nicht nur einfach ein Film ist-
es ist eine Gruppentherapie- Sitzung, hautnah, bedrückend, und rücksichtslos.
Ich bin inmitten dieser verweifelten Runde. Tragik und auch wertvolle Momente
des Lebens. Und wunderbar menschliche Augenblicke. Gibt es dort.
Man ist dabei, sitzt mitten drin. SIE haben Spass- und man genießt es wahrhaftig,
SIE dabei zu beobachten. Die Patienten, die so real erscheinen, dass man es fast
und kaum glauben kann.
" Fruchtgeschmack. "
Hundert Sterne. Von mir. Für jeden Darsteller, Regisseur, Produzenten. Und Statisten.
Und Synchronsprecher.
Jack Nicholson IST McMurphy. Mit all den irren Kerlen, mit all den Verrückten.
" Wir gehen angeln-. mit diesem Boot. Oh ja...fragen sie Kapitän Block! "
Meine Hochachtung geht an:
Mr. Bancini, Mr. Cheswick, Mr. Harding, Mr. Taber, Mr. Martini, Mr. Sefelt, Mr. Fredricksen.
Mr. Turkle, Dr. Spivey, Schwester Rached, Billy Bibbit, Candy. Und Mr. R. P. McMurphy.

EINER FLOG ÜBER DAS KUCKUCKSNEST. 1975.
Bester Film überhaupt. Und definitiv.

Lauflänge Film: 128 Minuten ( mit Abspann ) !

Specials: Stab + Besetzung, Original Kommentar, Auszeichnungen!

DVD 2- Specials:

- Original Making of= 45 Minuten!! ( Irre! )

- Zusätzliche Szenen= 13.25 Minuten! ( fabelhaft! )

" Wer ist hier der Oberverrückte? Der Irrenchef? "
1313 Kommentare| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Dezember 2001
Der Film gehört zu den besten Filmen überhaupt und kann auch nach dem x-ten Mal noch überzeugen. Hervorragende schauspielerische Leistungen und eine tief bewegende Story lassen den Film auch 2001 nicht "alt" aussehen. Ein Film, den jeder mindestens einmal gesehen haben muss, und auch ein Film, wie es sie nicht oft gibt.
Zur DVD: Das Bildformat ist 1:1,85 und nicht wie angegeben 1:2,35. Extras gibts praktisch keine, außer ein paar Texttafeln mit Infos über die Schauspieler und die Entstehungsgeschichte des Films. Der Ton ist leider in deutsch und spanisch nur in Mono verfügbar - schade - aber dafür ist die Originalfassung in englisch in stereo zu sehen und hören.
Fazit: eine DVD, die wegen des Films selbst in jede gute DVD-Bibliothek gehört!
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am 9. März 2003
Dieser Film bewegt wirklich!
Traurig,spanned,anspruchsvoll und auf irgendeine Art und Weise witzig.Jack Nicholson (Oscar dafür!) spielt R.P. McMurphy einen Draufgänger, der nicht in den Knast will.Also tut er so als wäre er geisteskrank.Er wird eingeliefert und glaubt das er hier tun und lassen kann was er will.Doch da ist die bösartige Schwester Ratched (Louise Fletcher, ebenfalls Oscar dafür!) die ihr eigenes System hat.Aber McMurphy wiedersetzt sich dem und erklärt dem System dem Krieg...Milos Forman der Regiesseur des Filmes der auch Klassiker wie Amadeus oder Larry Flynt machte,machte aus diesen Film einer der Besten überhaupt!! Kuckucksnest gewann 5 Oscars unteranderem Bester Film!
Und der Schluss liebe Freunde ist wirklich herzergreifend!! Wer da nicht weint,hat kein Gespür für solch einen Film!! Und die Special Edition bietet ein interessantes Making Of! Also bitte kauft euch diesen Film!!!!
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am 23. Februar 2010
Für all jene, die diesen Klassiker noch nicht gesehen haben eine kurze Inhaltsangabe: Randle McMurphy(Jack Nicholson) wird von einer Strafanstalt zur Beobachtung in eine Anstalt für psychisch Kranke überstellt, dort muss er erstmal unter Beweis stellen, dass er auch wirklich verrückt ist, also stiftet er Unruhe und lehnt sich gegen die teils unsinningen und unmenschlichen Regeln auf. Als er erfährt, dass er nun erst dann wieder entlassen werden kann, wenn man ihn für geheilt erklärt, beschließt er auszubrechen, aber nicht ohne vorher noch eine große Abschiedsparty zu geben, doch diese läuft schrecklich aus dem Ruder.
Die Blu-ray bringt diesen Klassiker nun in wirklich guter Qualität ins Heimkino. Die BD ist der DVD in allen Belangen überlegen. Das Bild ist für einen 35 Jahre alten Low Budget Film wirklich sensationell, besonders die Nahaufnahmen sind wirklich detailliert und zeigen jede Falte und jedes Haar. Die Farben sind dem Thema entsprechend nicht kräftig sondern dezent gehalten. Leichtes Graining ist vorhanden, welches auffälligerweise gegen Filmende hin stärker wird, aber noch nicht störend wirkt.
Ein Audiokommentar, ein 48min Making of und zahlreiche deleted Scenes runden diese gelungene BD ab.
Da Warner diese BD wieder für den Weltmarkt produziert hat, hat man als Sammler die Wahl. Mein Tipp: Die wirklich schöne Book-Edition aus den USA!
33 Kommentare| 35 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Januar 2007
SPOILERWARNUNG!
Einen Film wie "Einer flog über das Kuckucksnest" zu beschreiben, ohne wesentliche Teile seines Inhalts zu verraten, halte ich für schlicht unmöglich und mit einem "Der Film ist toll, weil er traurig und komisch zugleich ist" wird man dem Film nicht gerecht.

Randall P. McMurphy (Jack Nicholson) ist ein schlimmer Finger. Weil er es mit einer Minderjährigen getrieben hat (was er nicht bestreitet, er ist nur der Meinung, dass sie nicht minderjährig ausgesehen hat), wird er eingeknastet. Außerdem kloppt er sich ab und zu ganz gerne. Doch auch im Knast ist er so auffällig, so dass er zur Beobachtung in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird. Dort wird schnell klar, was mit McMurphy "nicht stimmt". Er ist ein Unangepasster, der in die strengen Tagesabläufe der Klinik ungefähr so hineinpasst wie Mick Jagger in eine Klosterschule. Er verweigert sich dem Ritual des Pillenschluckens, weil er sich auch so ausgeglichen genug fühlt. Er macht erst einen Rückzieher, als ihm von der dominanten und überheblichen Oberschwester Ratched (Louise Fletcher) klar gemacht wird, dass man ihm die Pillen auch auf andere Art und Weise zuführen kann.

Auf der Station McMurphys sind die leichteren oder ungefährlichen Fälle untergebracht, meistens Leute mit einem kleinen Dachschaden, die z. T. sogar freiwillig dort sind, was McMurphy gar nicht glauben kann. Auf diese Menschen wirkt McMurphy, weil er nur das fordert, was für ihn normal ist und normal ist für ihn, sich ein Baseballspiel anzusehen, aber Schwester Ratched macht ihm einen Strich durch die Rechnung, weil sie durch ihn den Tagesablauf gestört sieht, weil er ständig dazwischenquatscht, weil sie durch ihn all das bedroht sieht, worüber sie Macht hat und das sind nun mal diesem Menschen, die ihr "anvertraut" wurden. An dieser Stelle kann man ruhig auch erwähnen, dass "Ratched" ein sprechender Name ist. Im Englischen klingt er wie "Wretched", was "erbärmlich/schäbig" bedeutet.

Diese Menschen staunen über McMurphy zuerst wie Kinder an Weihnachten, doch nach und nach gewinnt er ihr Zutrauen, weil er sie nicht wie Blödmänner behandelt (obwohl er ihnen beim Kartenspiel alle Zigaretten abnimmt, das einzige, um was gespielt wird), sondern wie ganz normale Menschen. Wahrscheinlich hat McMurphy in seinem Leben schon genug seltsame Figuren gesehen, so dass er da keinen Unterschied mehr sieht. Er fordert sie, er ist tatsächlich so etwas wie eine Therapie für sie. Besonders wird er von Billy Bibbit (Brad Dourif) bewundert, einem stotternden, schüchternen Jungen, der nur hier einsitzt, weil seine herrische Mutter mit Schwester Ratched befreundet ist.

Auf der Station liegt auch der "Häuptling", ein hünenhafter, scheinbar taubstummer Indianer (Will Sampson), den McMurphy bei einem Basketballspiel im Freien wie ein Zappelphilipp bearbeitet, doch bei dem Spiel mitzutun. Auf den Hinweis eines Pflegers, dass das sowieso keinen Sinn hat, wird McMurphy nur noch verbissener und er schafft das, was niemand für möglich gehalten hat. Der Häuptling spielt mit und zwar nicht, weil, wie sich später herausstellt, ihn McMurphy aus einer geistigen Umnachtung herausgeholt hätte, sondern eher aus einer Lethargie, denn der Häuptling verweigert sich seiner Umwelt, spielt den Taubstummen, weil man ihn damit in Ruhe lässt und nur McMurphy vertraut er sein Geheimnis an.

McMurphy schafft es sogar, mitsamt der ganzen Bande auszubüxen und eine Bootsfahrt zu unternehmen. Selbstverständlich werden sie alle wieder zurückgeholt und obwohl nichts passiert ist, bricht diese Aktion McMurphy schlussendlich das Genick. Man hält ihn jetzt zumindest für gefährlich und beschließt ihn, in der Klinik zu behalten.

Nun wird es McMurphy zu viel. Er bereitet seinen Ausbruch vor, doch vorher organisiert er noch für seine Jungs einen "Bunten Abend" mit reichlich Alkohol. Seine eingeschleuste Freundin ist "sehr nett" zu Billy, was diesen sogar sein Stottern vergessen lässt. Das Unglück naht am nächsten Morgen, natürlich in Gestalt von Schwester Ratched, die Billy schonungslos klar macht, dass sie dieses Verhalten seiner Mutter erzählen wird. Billy nimmt sich daraufhin das Leben, worauf McMurphy in ohnmächtiger Wut über Schwester Ratched herfällt und sie fast erwürgt.

McMurphy wird daraufhin eine Lobotomie unterzogen, im Klartext, sie schneiden ihm das halbe Hirn heraus. Als der Häuptling entsetzt den Zustand seines Freundes erkennt, nimmt er ein Kissen und erstickt ihn, ein Akt, der gleichzeitig brutal und zärtlich ist.

"Einer flog über das Kuckucksnest" ist zwar ein Film, der in einer psychiatrischen Klinik spielt, aber er wendet sich nur vordergründig gegen deren Methoden. In Wahrheit ist McMurphys Kampf ein Kampf gegen das System. Während die anderen Insassen sich sozusagen systemkonform verhalten, lehnt sich McMurphy permanent dagegen auf. Das System ist in diesem Fall Schwester Ratched und dagegen kann er nur verlieren. Auch das ist ein Grund, warum er sie zu erwürgen versucht.

Der Film gewann bei der Oscarverleihung die sogenannten "Big Five", die Oscars für Film, Regie, Drehbuch, Hauptdarsteller und Hauptdarstellerin, was vorher nur "It Happend One Night" und viel später "Das Schweigen der Lämmer" gelang.

Jack Nicholson spielt hier die Rolle seines Lebens. Man kann sich nur schwer oder gar nicht einen anderen Schauspieler in dieser Rolle vorstellen.
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TOP 500 REZENSENTam 1. Oktober 2014
„Einer flog über das Kuckucksnest“ ist nicht so sehr ein Film über das Schicksal von psychisch Kranken als vielmehr eine Parabel über Unterdrückung und Machtmissbrauch in der Gesellschaft. Die Insassen sind die klassischen Aussenseiter, und McMurphy – ein lebensfroher, liebenswerter Verlierer – ist ihr tragischer Held. Auf der anderen Seite steht die Unterdrückerin Ratched, die ihre Machtposition kennt und auskostet. Sie wird nicht vom inhaltlich Richtigen angetrieben, sondern von dem Wunsch, ihren Willen durchzusetzen und den Patienten aufzuzwingen.

Primär spielt sich in diesem Streifen ein menschlicher und charakterlicher Konflikt zwischen McMurphy und Ratched ab, die Handlungsstränge rund um die anderen Patienten bleiben mehr oder minder nebensächlich. Es ist ein Duell zweier Persönlichkeiten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Und ein Duell zweier grossartiger Schauspieler, die in ihren Rollen aufgehen. Der unermüdlich optimistische, kämpferische Nicholson und die steife, eiskalte Louise Fletcher bestreiten hier eine ganz grosse Meisterleistung.

Jack Nicholson ist geradezu die klassische Idealbesetzung des grossmäuligen Leichtfußes, der im Leben nichts zustandebringt und sich mit seiner unbekümmerten Art schliesslich mehr und mehr in eine Sackgasse manövriert. Marlon Brando und sogar Burt Reynolds sollen für die Rolle im Gespräch gewesen sein, doch es ist schwer vorstellbar, dass ein anderer diese Figur besser gespielt hätte. Eine Überraschung war Louise Fletcher in ihrer ersten großen Hauptrolle. Nachdem alle Wunschkandidatinnen von Forman abgesagt hatten und Fletcher sich monatelang um die Rolle bemüht hatte, engagierte der Regisseur sie schliesslich erst eine Woche vor Drehbeginn.

Freilich ist dieser meisterhafte Film, der übrigens den Oscar in allen vier Hauptkategorien gewinnen konnte, am Ende viel mehr als ein Schaukampf der Akteure. Es ist ein Drama mit einer Botschaft und einer sehr diffizilen Metaebene, nämlich den Fragen: was ist gut und was ist böse, was ist gesund und was ist krank? Während mehr und mehr klar wird, dass die Patienten einschliesslich McMurphy eigentlich harmlose Spinner sind, bleiben die schlimmsten und gefährlichsten psychischen Defizite auf der Station den Ärzten verborgen, nämlich jene von Stationsleiterin Ratched selbst.
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am 28. August 2002
'Einer flog über das Kuckucksnest' wurde 1975 mit fünf Oskars ausgezeichnet - unter anderem für den besten Film und den besten Hauptdarsteller: zur Recht!
Die Geschichte eines völlig "normalen" Insassen einer Nervenanstalt und dessen Versuche, das rigorose System dieser Anstalt zu bekämpfen, gehen bis zur letzen Minute unter die Haut. McMurphy (Jack Nicholson) gibt sich alle Mühe, seinen Leidensgenossen den Aufenthalt in den stieren und unbarmherzigen Mauern des "Gefängnisses" angenehmer zu gestalten. Sein Vorhaben bleibt nicht vergebens, wird aber mehr und mehr unterdrückt...
Der Film zeigt die Hilflosigkeit und die Ausgeliefertheit der Menschen in einer Nervenanstalt. Sie sind der Willkür der Aufseher ausgeliefert und ewig mit dem Stempel 'verrückt' versehen. Wie man sich das Leben auch unter widrigen Umständen lebenswert gestalten kann, wird in den über zwei Stunden zu zeigen versucht.
Jack Nicholson ist brillant und spielt seine Rolle glaubwürdig und überzeugend. Der Film kommt dabei ganz ohne Spezialeffekte oder Action aus, er lebt von seinen Darstellern und der sich immer mehr zuspitzenden Handlung. Es ist ein Film, den man nie vergessen wird. Die Geschichte ist nicht leicht bekömmlich und das Lachen über so manche heitere Situation bleibt einem wenig später jeweils im Halse stecken. Nicht zuletzt macht die Mischung aus (Situations-)Komik und erschreckender Realität den Film so aussergewöhnlich - auf der einen Seite sind manche Gegebenheiten und Vorkommnisse komisch, amüsant, auf der anderen Seite zeigt man sich plötzlich erschrocken, über diese Dinge überhaupt zu lachen...
Der Kauf dieser DVD bereue ich bis heute keine Sekunde. 'Einer flog über das Kuckucksnest' ist ein Klassiker und verhalf Jack Nicholson zu Weltruhm. Obschon die DVD über fast keine zusätzlichen Specials verfügt, scheint es mir dennoch von grossem Vorteil diese dem Video vorzuziehen. Sich den Film in der Originalfassung auf ENGLISCH anzusehen, ist mit Bestimmtheit ein noch grösserer Genuss!
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am 31. Mai 2016
Ein Film, grotesk und witzig. Der lebenslustig McMurphey soll in einer psychiatrischen Klinik auf seinen Geisteszustand untersucht werden. Er eckt ständig mit den Repräsentanten der Klinik an und inszeniert eine Orgie und einen gemeinschaftlichen Ausbruch mit den Mitinsassen. Kein Wunder, dass er zum Kranken und schließlich zum Schwerkranken erklärt wird, obwohl er durch seine unvoreingenommene Art bessere therapeutische Erfolge erzielt als die ganzen Fachleute.
Er erfährt die damaligen, brutalen Methoden der Psychiatrie am eigenen Leib: Elektroschocks und schließlich eine Gehirnoperation.

Schon das Buch hatte riesengroßen Erfolg. Mag sein, dass durch das breite Bekanntwerden von Schocks und Lobotomie diese Methoden nach und nach verlassen wurden.
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