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Kundenrezensionen

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am 22. Dezember 2007
Aus meiner Sicht ist dieser Film keineswegs antiamerikanisch. Es handelt sich vielmehr um einen engagierten Beitrag gegen die verlogene Doppelmoral, die weltweit in den Medien herrscht, dass man jede Art von Gewalt (real oder fiktiv) auf Titelseiten, in Schlagzeilen, Nachrichtensendungen, TV- und Kinofilmen jederzeit zeigen darf, sexuelle Handlungen hingegen nicht. Larry Flynt sagt und zeigt in einer von ihm nach seiner ersten Verhaftung inszenierten Vortragsveranstaltung mit sehr drastischen Bildern unterlegt das Folgende: "Mord ist illegal. Wenn Du aber Menschen beim morden zeigst, bekommst Du den Pulitzerpreis oder den Oscar. Sex (zwischen zwei freien erwachsenen Menschen) ist legal. Wenn Du aber Menschen beim Sex zeigst, wirst Du dafür angezeigt und kommst ins Gefängnis. Illustriert von abwechselnden Akt- und Kriegsfotos stellt Flynt die Frage, was uns mehr schädigt: Die ständigen Bilder von Gewalt, Grausamkeit und Verstümmelung oder Bilder des Aktes zwischen zwei Menschen, wie Gott sie schuf ... wenn ich mir die immer weiter eskalierende Gewalt und die mit immer absurderen Argumenten unterdrückte Sexualität vergleichend anschaue, beantwortet sich für mich diese Frage von selbst.

Flynt und seine Frau Althea (beeindruckend verkörpert von Woody Harrelson und Courtney Love) sind bzw. waren sicher schwierige Menschen, die mit vielen Dingen in sich selbst Probleme hatten. Allerdings dringt etwas immer wieder durch: Der Wunsch, bedingungslos zu leben, für sich und seine Art zu leben und zu denken einzustehen, selbst wenn einen Religion und gesellschaftliches Establishment dafür an den Pranger stellen. Die dritte wichtige Person in diesem Film ist Flynts Anwalt Isaacman (ebenfalls brillant von Ed Norton dargestellt), der ihn über Jahrzehnte vor Gericht vertreten und mit ihm sogar bis vors höchste Bundesgericht gezogen ist und dort in beeindruckender Weise einen Sieg gegen Zensurbestrebungen moralisch erzkonservativer Kreise gewinnen konnte.

Auch wenn die Biographien des Ehepaars Flynt durchaus auch tragische Züge haben, strahlt dieser Film so viel Vitalität aus, soviel Zivilcourage, soviel sich nicht den Mund von irgendwelchen Moralaposteln verbieten lassen, dass es für mich eine große Inspiration war, diesen Film gesehen zu haben. Für Form und Inhalt jeweils vorbehaltlos 5 Sterne.
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am 25. Mai 2008
Kann ein Mistkerl moralisch sein ? Passt das zusammen ? Forman bringt es zusammen. Der Mistkerl Flint, ein Rebell, durch seine Porno-Magazine ebenso wie seine Feldzüge gegen Moral-Apostel oder seine Ungehörigkeiten vor Gericht, die ihm wegen contempt of court eine ordentliche Strafe einbringen, ist zugleich ein liebender Ehemann, der seine Aids-kranke Frau vor dem Verlust ihrer Würde schützt und alle Angestellten nötigt, ihr den zustehenden Respekt zu erweisen.

Ob der wahre Larry Flint so ist, spielt keine Rolle. Im Film ist er so angelegt und das ist bemerkenswert. Flint ist sich treu in seiner Rebellion.

Bemerkenswert zweitens das der supreme court einem gefürchteten Porno-Verleger gegen einen höchst anerkannten Prediger Recht gibt und die Meinungsfreiheit höher einschätzt als die Ehre dieses Predigers. In Deutschland würde dies sicher nicht so entschieden werden. Ein solches Urteil ist ein bemerkenswertes Zeugnis einer seit Jahrhunderten bestehenden Meinungsfreiheit als wesentlichem Fundament dieser Demokratie.
Ob man diese Wertung für richtig ansieht, ist eine ganz andere Frage.

Forman versteht es, die seltsame Welt des seltsamen Flint in beeindruckende Bilder umzusetzen. Die Schauspieler berühren durch die Art, wie sie die Protagonisten der Geschichte spielen.

Absolut sehenswert.
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Gemeinsam mit seinem Bruder betreibt Larry Flynt (Woody Harrelson) ein kleines Striplokal in Cincinnati und bringt als Werbung mit dem HUSTLER-Magazin eine eigene Zeitschrift auf den Markt, in der es zu Aufnahmen in der Grauzone zur Pornografie Texte als ablenkendes Beiwerk gibt. Im Club beginnt auch Althea Leasure (Courtney Love) als Tänzerin, die Flynt nach Liebe auf den ersten Blick bald heiratet. Mit dem durch Nacktfotos von Jackie Onassis ausgelösten Skandalerfolg des HUSTLER-Magazin wird er zu einem der reichsten Männer der USA, was natürlich zahlreiche Neider und Feinde auf den Plan ruft. Der Bankier Keating macht sich zum Wortführer gegen den Verfall der Sitten und erreicht eine Anklage gegen Larry Flynt. Trotz eines engagierten Plädoyers von Anwalt Alan Isaacman (Edward Norton) für das Bürgerrecht auf Freiheit lautet das Urteil der Geschworenen 25 Jahre Haft. Nach der Revision des Urteils beginnt Flynt seinen langjährigen Kampf für die Freiheit der Presse...

Milos Forman (*1932) inszenierte den Film sehr genau der Biografie des HUSTLER-Verlegers folgend in einem Wechsel von privaten Entwicklungen und öffentlichen Auseinandersetzungen. Dabei ist Forman, der nach der Niederschlagung des Prager Frühlings die CSSR verließ, die Verteidigung der persönlichen Freiheit gegenüber Institutionen wie in den meisten seiner Filme besonders wichtig. Auf der Berlinale 1997 wurde der dank seiner hervorragenden Besetzung (in einer Nebenrolle als Richter Morrissey: Larry Flynt) noch heute faszinierende Film mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.

Die Blu-ray von SONY präsentiert den Film 17 Jahre nach seinem Kinostart in brillanter Bild- und Tonqualität (Deutsch DD 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, ...). Im Gegensatz zur seit 2000 erhältlichen deutschen DVD ohne jegliches Bonusmaterial enthält die Blu-ray zwei jeweils 30-minütige Dokumentationen von 2003: In "Redefreiheit oder Pornografie" und "Larry Flynt bloßgestellt" sprechen Regisseur, Drehbuchautoren und Hauptdarsteller über den Film und ihre Intentionen. Auch der echte Larry Flynt (*1942) und der echte Prediger Jerry Falwell (1933-2007) sind in Interviews zu sehen. Leider sind diese für eine in Deutschland nicht erschienene DVD-Special-Edition produzierten Extras (in SD) nur mit den damals erstellten Untertiteln (Englisch, Französisch, Holländisch, Japanisch) enthalten. Entfallene Szenen und TV-Spots ergänzen das Material. Wie bei allen aktuellen Katalog-Veröffentlichungen von SONY fehlt ein Kapitelmenü - und auch vom Konzept des Wendecovers hat sich das Label leider endgültig verabschiedet.

Eine sehr empfehlenswerte Veröffentlichung - auch im Austausch für die DVD!
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am 22. Februar 2004
LARRY FLINT ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme und das nicht nur wegen Woody Harrelson und Courtney Love die beide sehr überzeugend spielen.
Diser Film macht einfach nur Spaß!!! Er verbinder Komik und Tragik wie kaum ein zweiter, nimmt die Prüderie in den USA gewaltig aufs Korn und stellt Institutionen wie die Kirche oder Aufsichtsbehörden in ihrem Sinn und Zweck immer wieder aufs neue in Frage. Ganz nebenbei erzählt er auch noch die Geschichte einer außergewöhnlichen Liebe zweier Menschen, die durch ein fehlgeschlagenes Attentat, aus dem eine Lähmung resultiert, sowie Drogen, Sex, Polygamie, Aids und Tod gekennzeichnet ist.
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am 23. Oktober 2006
Ich kann Ihnen nur eins raten, kaufen Sie den Film! Der Amazon Preis ist absolut gerechtfertigt für diese DVD. Der Film erzählt die Story von Larry C. Flynt welcher wirklich existiert und inzwischen neben 24 anderen Magazinen auch den "Hustler" mit seinem Unternehmen "Flint Publications" publiziert. Woody Harrelson at his best! Courtney Love sieht inzwischen in wirklichkeit so abgefrakt wie in dem Film aus (wenn Sie ihn gesehen haben, werden sie verstehen!). Und natürlich unser Edward Norton als Flynts vielbeschäftigter und geduldiger Anwalt. Gut besetzte Rollen sorgen für noch mehr Ausdruckskraft. Natürlich ist Flynts "Biographie" mit einigen Hollywood Tricks ein bisschen ausgeschmückt und so weiter, man kennt das ja. Nichts desto trotz ist die Story nicht kitschig oder dergleichen. Lediglich die eigentlich garnicht vorhandenen

Extras (bis auf den DVD Trailer, nachträglich produziert!) ist der Film ein Glücksgriff, der Schockiert, Inspiriert und einen auch noch kräftig zum lachen bringt.
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am 11. Juli 2013
Woody Harrelson und Courtney Love sind die Rolle auf den Leib geschrieben.

Der Film ist ein Meisterwerk das aber schon zu du älteren Filmen gehört.
Da ich Stück für Stück wieder Filme erwerbe die mal vor Jahren auf Band verewigt waren, gleiche ich den Verlust wieder allmählich mit DVD`s aus.
Für mich deshalb ein klares Must have und eine Bereicherung für jeden Filmfreund, der nicht auf sinnfreie Unterhaltung steht.
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am 11. Dezember 2013
Der Film war schon am nächsten Tag nach Bestellung bei mir. Bild- und Tonqualität ist einfach klasse. Und dieses biografische Drama-Meisterwerk über ein Genie das unsere Welt ein ganzes Stück schöner gemacht hat ist von Anfang bis Ende einfach nur spannend, größten Teils mit viel bissigem Humor und sogar etwas Erotik. Muss man einfach gesehen haben.
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am 26. August 2014
Für die Freiheit der Presse zu kämpfen, ist grundsätzlich gut, auch wenn Pornografie nicht unbedingt zu den erstrebenswerten Veröffentlichungen gehört. Nackte Körper zu zeigen, ist in der Tat etwas Natürliches, aber Frauen in dümmlichen Posen für jedermann bildlich zugänglich zu machen, ist eine Sache des guten bzw. in diesem Fall schlechten Geschmacks. Die im Film dargestellten Gegner sind allerdings schlimmer, denn gerade aus christlicher Verklemmtheit resultieren die inzwischen allseits publik gewordenen Missbrauchsfälle.
Woody Harrelson spielt seine Rolle mit all ihren Höhen und Tiefen hervorragend! Auch seine Respektlosigkeit gegenüber der Obrigkeit ist köstlich.
Schwer auszuhalten ist der auf Drogenmissbrauch zurück zu führende Verfall und die geschmacklosen Inneneinrichtungen, weshalb ich den Film wohl nicht noch ein weiteres Mal sehen möchte.
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TOP 1000 REZENSENTam 4. Mai 2013
Gestern kramte ich im Heimkino mehr zufällig diesen Film heraus und war positiv überrascht.Was als leicht zotige Porn-Parody mit der zuverlässig sich selbst spielenden Courtney Love als Ehefrau Flynts beginnt, steigert sich unter der gekonnten Regie von Miloš Forman zu einer packenden Charakterstudie. Und wird am Ende (in einer wirklich genialen Gerichtsszene) zum besten "Court-Film", den ich seit Jahren gesehen habe.

Mit (wie immer bei Forman, mit dem ich gern einmal seine Plattensammlung durchgehen würde) fantastischer Musik, die auf höchstem Niveau unauffällig filmdienlich eingesetzt wird. Wie beispielsweise bei der baptistischen Taufe Flynts, die von einem geradezu messerscharf singenden Gospel-Chor musikalisch begleitet wird; Turbo-Gospel mit grandioser Perfektion und genauso künstlich wie die Zeremonie selbst. Verhandelt werden hier nicht nur die seltsamen Anekdoten aus der umfangreichen Prozessgeschichte Flynts. Die sind für Forman (bei aller Genauigkeit, man vergleiche nur die Originalaufnahmen im Trailer mit den entsprechenden Filmszenen) nur Material. Nein, Forman befasst sich hier mit den großen Themen wie Meinungsfreiheit, Anderssein, institutionelle Heuchelei und persönliche Freiheit. Und auch den wilden 70er sowie anschließend die kalten und grausamen 80er Jahren. Und gibt mit der letzten Einstellung zu erkennen, dass die auch geschmacklose oder boshafte öffentliche Auseinandersetzung ein hohes Gut ist, das zu bewahren lohnt. Denn der wirkliche Bösewicht ist der heuchlerische Anwalt Charles Keating (gespielt vom für solche Rollen quasi geborenen James Cromwell), der später als Banker im Savings & Loans Skandal unvorstellbare 500 Milliarden Dollar Pensionsgelder vernichtete. Da lässt Forman mit seiner letzten Einstellung keinen Zweifel und das passt auch in unsere Zeit.

Jedes Detail dieses Films ist beeindruckend. Allein die perfektionistische Ausstattung (wie beispielsweise das während der christlichen Phase in Flynts Konferenzsaal angebrachte orange und riesige Kreuz aus Plastik) und die wahnsinnigen Kostüme sind den Film schon wert. Woody Harrelson spielt den fiebrigen Pornographen vor dem fiesen Attentatsversuch genauso viril und charismatisch wie später den durch Querschnittslähmung, Rollstuhl und Nervenverödung gezeichneten Querkopf. Harrelsons Bruder spielt seinen Bruder (und wirkt durch die äußerliche Ähnlichkeit und offenkundige Vertrautheit sehr authentisch). Jede Nebenrolle ist grandios besetzt. Und der selbst ernannte König der amerikanischen Pornographie Flynt - ein Mann, der sich jede Mühe gibt, nicht sympathisch zu wirken - bekommt eine Huldigung seiner rechtsgeschichtlichen Leistung und seiner schrillen Biographie, mit der er so sicherlich nicht gerechnet hätte. Wie schon der etwa 10 Jahre früher entstandene Film Amadeus Formans ist dies eine einmalige Kombination von Bio-Pic, Oper, Drama und Plädoyer für individuelle Freiheit. Ganz großes Kino!
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am 3. Mai 2015
Excellent Movie , Excellent BD Quality , Good Price And Smooth Transaction ! Hope to Doing Business With You Again Soon !
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