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TOP 1000 REZENSENTam 14. Februar 2016
Knapp zehn Jahre vor seinem ersten Auftritt bei "Harry Potter" als der, dessen Name nicht genannt werden darf, war er Graf Almassy im Wüstenepos "Der englische Patient".

Dieser Film war für 12 Oscars nominiert, darunter Fiennes als Hauptdarsteller, gewann am Ende neun Trophäen.

Zu jener Zeit waren Filme wie dieser ein Publikumsrenner. 1985 entstand "Jenseits von Afrika", so viel Zeit liegt nicht dazwischen.
Von der Bildgewalt und dem Drama her ähneln sich beide Filme sehr, wie ich finde.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, damals fand ich den Film todlangweilig, konnte auch die Menge an Auszeichnungen nicht nachvollziehen.

Nun aber, zwanzig Jahre später, habe ich viele der Mitwirkungen näher kennengelernt und mich an ihre Gesichter und den Schauspiel- Stil gewöhnt.

Ich beginne mal mit Ralph Fiennes. Nachdem er mir als Lord Voldemort ohne Nase begegnet ist, fand ich zum Glück die Verwundungen des Brandopfers Graf Almassy weniger schockierend.
Fiennes ist hier ein romantischer Held. Ich habe eigentlich nie realisiert, wie attraktiv er ist.
Zudem hat er eine Wandlungsfähigkeit, die ihn definitiv nicht langweilig werden lässt.
Ob mörderisch in "Brügge- Sehen und Sterben", "Harry Potter" oder "Die Herzogin", Fiennes ist ein Ereignis.

In Kristin Scott Thomas lebt Marlene Dietrich weiter. Sie hat mal eine statueske Schönheit, ist kühl und ätherisch. Dann wieder leidenschaftlich.
Rollen in "Gosford Park", "Die Affäre" und "My Old Lady" zeigen auch ihre Wandlungsfähigkeit.

Juliette Binoche, die kumpelhafte Französin, macht solch ein Drama erst erträglich, den Oscar als "Beste Nebendarstellerin" hat sie zu Recht gewonnen. Für "Chocolat" war sie erneut nominiert, verlor aber. Ein Gesicht, das ich nicht missen möchte.

In Nebenrollen habe ich viele mir inzwischen gut bekannte Gesichter entdeckt, das war eine wahre Freude.
Kevin Whately als Hardy kennen wie ich viele aus "Lewis- Der Oxford- Krimi".

Der unglaublich attraktive Naveen Andrews als Inder glänzte in der TV- Serie "Lost".

Der ebenfalls wahnsinnig schöne Julian Wadham war in einer Folge von "Inspector Barnaby" zu bewundern.

Colin Firth, inzwischen Oscar- Preisträger für "The King's Speech", hat hier seinen großen Auftritt als Mann von Katherine

Der unglaubliche Willem Dafoe ( Shadows of A Vampire ) lässt auch hier den Zuschauer unruhig werden, da er eine Gestalt aus der Vergangenheit des englischen Patienten zu sein scheint.

Das Bild ist HD pur. Man sieht jede Träne, jeden Schweißtropfen, jede Pore. Als Zuschauer ist man den Figuren noch näher als es erträglich scheint.
Wenn Fiennes und Scott Thomas sich zusammen in einer Badewanne räkeln, ist das so noch viel intensiver.

Die Musik ist herrlich. Die Landschaftsaufnahmen ein Traum. Für eine Veröffentlichung auf Blu-ray eignet sich so ein Epos hervorragend.
Ein umfangreiches Booklet liegt bei, die Extras auf der Scheibe muss man in Ruhe durchackern.

Fazit: Nach einer kürzlich erfolgten TV- Ausstrahlung habe ich den Kauf gewagt und es nicht bereut, da ich alle Darsteller inzwischen liebe und die Qualität mehr als gelungen ist. Die liebevolle Aufmachung mit der goldigen Hülle finde ich gelungen, hurra !
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Die franko-kanadische Krankenschwester Hana (Juliette Binoche) ist in der Endphase des zweiten Weltkrieges in einem norditalienischen Militärlazarett tätig. Eines Tages wird ein nicht identifizierter "englischer Patient"(Ralph Fiennes) mit schweren Verbrennungen von einem Flugzeugabsturz eingeliefert. Da der Kranke nicht verlegungsfähig ist, richtet sich Hana mit ihm in einem verlassenen Kloster ein. Der Todgeweihte erholt sich langsam und beginnt sich an seine Vergangenheit zu erinnern: Als ungarischer Graf Laszlo Almásy hatte er zu Beginn des zweiten Weltkrieges in Kairo eine Affäre mit einer verheirateten Frau. Der mittlerweile im Kloster wohnende undurchsichtige David Caravaggio (Willem Dafoe) will Almásy hingegen als deutschen Spion überführen ...

Der 1992 erschienene Roman von Michael Ondaatje (*1943) beruht auf historischen Tatsachen und wurde vom Autor selbst für den Film bearbeitet, wobei er die Handlung deutlich straffte. Regisseur Anthony Minghella (1954-2008) musste lange nach einem risikofreudigen Produzenten für das aufwändige Projekt (Produktionskosten 27 Millionen US-Dollar) suchen. Es entstand ein ergreifendes bildgewaltiges Epos über Liebe, Krieg und Tod. Die einfühlsame Musik von Gabriel Yared trug deutlich zur Wirkung bei. THE ENGLISH PATIENT wurde1997 in 12 Kategorien für den Oscar nominiert und gewann überraschend 9 Academy Awards.

STUDIOCANAL veröffentlicht in der anlässlich der Oscarverleihung kreierten "Award Winning Collection" mit verändertem Coverdesign erneut die bereits 2009 als Special-Edition im Digipak sowie 2011 in der Reihe Blu Cinemathek vorgelegte Blu-ray. Die Disc präsentiert den Film in hervorragender Bild- und Tonqualität und enthält zusätzlich eine Hörfilmfassung für Sehbehinderte, die direkt nach Start aktivierter ist. Optional sind deutsche Untertitel verfügbar. Die Extras haben eine Gesamtlaufzeit von über 5 Stunden und beinhalten Beiträge über den Romanautor Michael Ondaatje, Gespräche mit Regisseur, Produzent, Cutter sowie ein ausführliches Making of zwei weitere Dokumentationen über Hintergründe. Englischsprachige Beiträge verfügen jeweils über optionale deutsche Untertitel. Zusätzlich stehen zwei englischsprachige Audiokommentare zur Verfügung. Für den Film sind deutsche Untertitel (auch für HG) vorhanden. Wendecover ohne FSK-Logo ist verfügbar.

Eine umfassend ausgestattete Blu-ray in sehr guter Bildqualität, die in keiner anspruchsvoller sortierten Sammlung fehlen sollte!
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TOP 500 REZENSENTam 9. Februar 2015
Es gibt immer mal wieder Filme, die durch eine besondere Geschichte hervorstechen. Da passt einfach alles. Die Story, die Darsteller, das Setting, die Atmosphäre, die Musik, und so weiter. Kein Wunder also, dass diese Titel dann auch entsprechend viele Preise einheimsen. So auch „Der englische Patient“, der bei der Oscarverleihung 1997 insgesamt neun Academy Awards, unter anderem für den Besten Film und die Beste Regie gewann. Doch nicht nur die Kritiker waren von dem Film, der nebenbei erwähnt über zweieinhalb Stunden dauert, angetan. Bei einem Budget von 27 Millionen US-Dollar spielte er weltweit fast 232 Millionen US-Dollar an den Kinokassen wieder ein.
Der Film basiert übrigens auf dem gleichnamigen Roman des kanadischen Schriftstellers Michael Ondaatje, der wiederum sich lose an der Biographie des ungarischen Grafen Ladislaus Almásy orientierte.
Fest im Drama verwurzelt, sind es gerade die romantischen Elemente, die für eine hohen emotionalen Kontrast sorgen. Regisseur Anthony Minghella ist es mit seiner Leinwandadaption gelungen, den Zuschauer trotz der hohen Spielzeit von der ersten bis zur letzten Sekunde zu fesseln. Das gelingt ihm dabei nicht nur aufgrund des hervorragenden Settings, den epischen Kulissen sowie den wunderbaren Panoramen, sondern auch zahlreichen überraschenden Wendungen, die den Zuschauer mit massenweise Kurzweile versorgen. Dazu ein fantastischer Schluss, der besser nicht inszeniert sein könnte, auch wenn da 1, 2 Ereignisse ein klein wenig deplatziert erscheinen, was aber nicht wirklich stört.
Der Erzählfluss der Story ist insgesamt schön ausgewogen, so dass auch keine Elemente verworren, konfus oder komplex erscheinen. Die Gefahr könnte nämlich locker bestehen, wenn man im Nachhinein so darüber nachdenkt. Dazu kommt noch der starke romantische Aspekte, der hier in einem Rückblick erzählt wird. Eine Liebe, die nicht sein soll, aber dennoch besteht. Die zwei sich Liebenden stellen sich dabei allen Widrigkeiten, was auch die Drama Elemente stark in den Vordergrund rücken lässt. Eine Liebe, die weh tut, so schön ist sie. Eine Liebe, die zur Verzweiflung führt und das in einer Zeit in der auf der ganzen Welt Krieg herrscht. Diese wird von den beiden Hauptdarstellern Ralph Fiennes und Kristin Scott Thomas wunderbar dargestellt. Man könnte schon behaupten, dass beide die wohl beste Leistung ihres Lebens abgeliefert haben. Zwar wurden beide auch jeweils als beste Hauptdarsteller für einen Oscar nominiert, mussten sich aber ihren Konkurrenten (Geoffrey Rush für „Shine – Der Weg ins Licht“ und Frances McDormand für „Fargo“) geschlagen geben. Nichtsdestotrotz: Die beiden füllen ihre Rollen mit Leben, stellen eine Verbindung zum Zuschauer her und lassen diesen mit sich mitfiebern. Bei jedem Schicksalsschlag fühlt man sich da selbst ergriffen und spürt förmlich ihre Tragödie aber auch ihre Leidenschaft. Doch auch die übrigen Darsteller wie etwa Juliette Binoche, Willem Dafoe, Naveen Andrews, Colin Firth oder Jürgen Prochnow liefern sehr gute Darstellungen ab, wobei gerade Binoche zurecht auch den Oscar für die beste Nebendarstellerin erhalten hat.

Bild

Bei einem Backkatalog Titel heißt es für Fans des entsprechenden Films oft bangen, wie gut oder schlecht der Transfer der Mastervorlage gelungen ist, gerade weil man oftmals die bisherige DVD austauschen möchte. Gleich vorneweg: Diese Blu-ray Wiederveröffentlichung ist identisch mit den bisherigen Blu-ray Releases dieses Titels, d.h. der Transfer lässt noch ordentlich Raum nach oben. Immerhin – auch wenn das ein schwacher Trost ist – lohnt sich dennoch ein Upgrade von der DVD.
Zur Blu-ray: Die Schärfe bei diesem HD Transfer ist ganz ok, wobei sich vor allem in Nahaufnahmen eine gute Schärfe bemerkbar macht. Ansonsten ist das Bild insgesamt schon etwas weich ausgefallen. Es hat den Anschein, dass da mit einer digitalen Rauschunterdrückung sowie einer Nachschärfung gearbeitet wurde, zumal auch stellenweise Doppelkonturen auffallen. Im Vergleich zur DVD ist der Kontrast richtig gut ausgefallen, könnte aber noch höher sein. Die Farben sind natürlich, wenn auch etwas entsättigt, was aber gut zur Stimmung des Filmes passt. Insgesamt ist der Transfer sauber und zeigt nur sehr selten Schmutzpartikel. Kompressionsspuren sind hingegen nicht aufgefallen.

Ton
Der Ton weiß sich da besser in Szene zu setzen. Dieser liegt übrigens verlustfrei komprimiert in Englisch und Deutsch in DTS HD Master Audio 5.1 vor. Obwohl der Film sehr dialoglastig ausgefallen ist, machen sich in einigen Szenen dank schön platzierter direktionaler Effekte eine schöne Räumlichkeit bemerkbar, zumal der Score ohnehin ebenso über sämtliche Kanäle wiedergegeben wird. In den „Action“-lastigeren Szenen wie etwa dem Flugzeugabsturz darf auch der Subwoofer zeigen was in ihm steckt und bietet da kräftige Bässe. Die Dynamik ist gut und auch die Balance erweist sich als ausgewogen, so dass die Dialoge immer gut zu verstehen sind. Störgeräusche sind nicht aufgefallen.

Bonusmaterial:
Trügerischer Sand – Auf der Spur des „englischen Patienten“
Verschollen im Meer der Trockenheit – Die Wüste des „englischen Patienten“
'Ein historischer Blick auf den realen Graf Almasy
Making of
Im Gespräch mit den Filmemachern; Interviews mit Cast & Crew
Über den Romanautor Michael Ondaatje
Hörfilmfassung für Sehbehinderte
Deleted Scenes mit Erläuterungen von Anthony Minghella
Audiokommentar mit den Filmemachern
Trailer
BD-Live

Das Bonusmaterial entschädigt noch einmal zusätzlich das problematische Bild, da insgesamt über 5 Stunden an Extras hier auf die Disc mit draufgepackt wurden. Da gibt es Gewöhnliches wie zwei Audiokommentare, ein Making of, Interviews mit Cast &Crew sowie einige entfernte Szenen (sogar mit Erklärungen von Regisseur Anthony Minghella, aber auch sehr ausführliche Featurettes wie etwa insgesamt 3 Dokumentationen über den wahren Grafen Almasy. Dazu gibt es noch die Hörfilmfassung für Sehbehinderte sowie eine BD Live-Funktion. Zwar liegen nahezu alle Features nur in SD vor, was aber den Informationsgehalt nicht mindert. Ein Wendecover ist ebenfalls vorhanden.

Fazit:
„Der englische Patient“ ist ganz großes Kino und hat zurecht im Jahr 1997 insgesamt 9 Oscars abgeräumt. Nun erscheint dieser Titel erneut innerhalb der Academy Award Edition auf Blu-ray. Wer den Film noch nicht besitzt, sollte dieses cineastische Manko schnell beseitigen und sich den Film anschauen.
22 Kommentare| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. April 2016
Da bei Amazon DVD, Bluray und verschiedene Ausgaben wieder in einen Rezensententopf geworfen werden :Ich habe die Bluray >Special Edition< von ARTHOUSE geshen, mit umfangreichstem Bonus programm.

Selten fiel es mir so leicht, einen Film zu rezensieren. Wir sehen mit Vorgeschichte Juliette Binoche als wunderbare empathische und liebevolle Krankenschwester, die den "englischen Patienten", Graf Almasy aus Ungarn, in einem verlassenen italienischen Kloster ab Ende 1944 versorgt. Dieser war mit seinem wunderschönen Tiger Moth Doppeldecker über der Sahara abgeschossen worden, hatte ausgedehnte drittgradige Verbrennungen und einen Lungenschaden erlitten, der nicht wie die Haut vernarbt, sondern fortschreitet. Die Pflege und die kurze Liaison der Binoche mi einem Sikh-Major, der Bomben und Minen entschärft, sind eigentlich nur eine berührende Nebengeschichte, Hauptthema des fast 160 Minuten langen Filmes ist die stückweise, immer durch Ereignisse der Jetztzeit unterbrochene Rückerinnerung des Verbrannten an seine Zeit in Nordafrika mit anderen Geometern und der tragisch endenden Liebesgeschichte mit der erst seit einem Jahr verheirateten Katharine (Kristin Scott-Thomas).
Man mag mich als zu prosaisch empfinden, wenn ich den Film fast auf seine Schönheit reduziere, aber: Binoche ist eine zauberhafte wunderbar menschliche Krankenschwester, über die anderen Personen kann man unterschiedlichster Meinung. Letztendlich reduziert sich die Handlung doch auf das Fremdgehen der wunderschönen und eleganten Kristin Scott-Thomas, die ihren Ehemann betrügt, einfach eine Frau mit faszinierender Ausstrahlung ist, während andere austauschbar sind. Colin Firth als ihr Ehemann Geoffrey bleibt blass, und zumindestens ich habe nicht mitbekommen, ab wann er hinter die Beziehung seiner Frau gekommen ist, es wird nur gesagt, dass wohl schon länger. Woran sich außer der faszinierenden Ausstrahlung von Scott-Thomas die Liebe zwischen Ihr und dem Grafen entzündet, habe ich auch nicht erkennen können, und Ralph Fiennes blieb für mich (aber das sehen viele anders) genauso fehlbesetzt wie als älterer "Vorleser" von Kate Winslett, in dem wunderbaren Film hat David Kross viel mehr überzeugt.
Tja, und Jürgen Prochnow, es macht sich immer gut, wenn ein Deutscher einen Nazi spielt, bis auf Willem Dafoe ist der Rest Staffage.

Was macht den Film so schön?
Vor gut 30 Jahren durften ich und Kollegen eine gut 90 Minuten dauernde Diashow sehen, in der mit 2 Projektoren überblendend Dias gezeigt wurden, aufgenommen während eines 6wöchigen Trips eines Kollegen mit Eherfrau und befreundetem Paar mit Landrover, VW-Bus und gutem Kartenmaterial durch DIE SAHARA ! Unterlegt das ganze mit sanfter Hintergrundmusik und den nicht zu ausführlichen Erzählungen des Kollegen.
Und fast genau das gleiche Glücksgefühl bekam ich beim Sehen des Filmes, insbesondere der grandios abwechselnden Wüstenlandschaft mit welliger Sandwüste mit zauberhaften Mustern durch die Schatten der untergeghenden Sonne. Geröllwüste und Felsformationen. Im Gedächtnis bleiben die beindruckenden Bilder der "Höhle der Schwimmer", großartig gemacht der Beginn des Filmes, ein Pinsel zeichnet breite Linien auf grobkörniges Papier, bis sich gegen Ende das Bild eines schwimmenden Menschen in beeindruckend einfacher, aber wunderbar charakteristischer Weise abzeichnet, eine Zeichnung von Scott-Thomas für Fiennes. Dies, die Wüste, die Szene, in der Juliette Binoche vom Sikh an einem Tau hochgezogen wunderbare Fresken anleuchtet und ob deren Schönkeit glücklich lächelt, in geringerem Maße nach die faszinierende Atmosphäre von Städten in Nordafrika sind die Highlights des Filmes. und das traurige Schicksal des Grafen und seine Katharine bedauert man, weil es bei ihm grausames Leiden bedeutet, die Ehebrecherin wäre uns egal, wenn es nicht eine so wunderbare Darstellerin wie Scott-Thomas wäre und ihr Ende so tragisch.

Der Film lebt im wesentlichen von zwei wunderbaren Darstellerinnen, einer Krankenschwester und einer Ehebrecherin, vor allem aber von den vielleicht traumhaft schönsten Bildern, die man im Film je gesehen hat. Wer denkt da noch über moralische Aspekte nach?

Doc Halliday
22 Kommentare| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Mai 2008
"Der Englische Patient" ist eine epische wie romantische und dramatische Romanverfilmung aus dem Jahr 1996, seinerzeit mit ganzen 9 Oscars bedacht, darunter auch der für "bester Film". Ralph Fiennes, Kristen Scott Thomas, Juliette Binoche, Willem Dafoe, Colin Firth und Jürgen Prochnow glänzen in diesem mitreissenden und handlungsmässig verschachtelten Mix aus Love-Story und Kriegs-Drama. Regisseur Anthony Minghella, der dieses Jahr leider plötzlich und unerwartet starb, adaptierte Michael Ondaatje's Bestseller-Roman sehr gekonnt und als eigenständiges Werk.

Nach etwa neun Jahren seit der Erst-VÖ des Films auf DVD, erscheint er nun in der hochwertigen "Arthaus Premium" Reihe.
Die Defizite der alten Auflagen waren vielfältig : matschiges Bild, kraftloser Ton, lachhafte Extras.. Sie sind aber nun gottseidank behoben worden! Die neue DVD Version wird nun endlich diesem filmischen Kunstwerk gerecht..
Dank dem neuen Bildtranfer kommen die wunderschönen Bilder viel besser zur Geltung. Bei den alten Ufa-BMG DVDs waren die Bilder durchzogen von Nachzieheffekten und Unschärfen. In der neuen Version treten nun viel mehr Details zum Vorschein, eine andere, bessere und kräftigere Farbgebung fällt ins Auge. Insgesamt wirkt das Bild vor Allem viel ruhiger und auch der Bildausschnitt ist größer.
Der Ton wirkt jetzt viel druckvoller, pointierter, räumlicher und bringt satte Bässe in den richtigen Stellen mit ein.
Die Extras umfassen ganze 5 Stunden. Hinzu kommen noch Audiokommentare und ein 24-seitiges Booklet.

Das Making-Of der Alt-DVDs lief übrigens nur knapp 7 Minuten, ging dann in ein unkommentiertes B-Roll über, welches knapp 8 Minuten dauerte. Auch deutsche UT hierfür suchte man vergebens.. und nach einer Fotogalerie und einigen Trailern ging Ihr schon extramässig die Luft aus. Und so Etwas durfte sich damals "Deluxe Widescreen Edition" nennen..

Die Extras der 3-Disc Arthaus Premium sehen so aus:
- Trügerischer Sand - Auf der Spur des englischen Patienten (50 Min.)
- Verschollen im Meer der Trockenheit - Die Wüste des englischen Patienten (45 Min.)
- Making-Of (53 Min)
- Im Gespräch mit den Filmemachern (86 Min)
- Über den Romanautor Michael Ondaatje (22Min.)
- Hörfilmfassung für Sehbehinderte
- Deleted Scenes mit Erläuterungen von Regisseur Anthony Minghella (20 Min)
- Audiokommentare mit den Filmemachern
- 24-seitoges Booklet zum Film

Sprachen : Deutsch und Englisch (5.1)
Bildformat : 1,85:1 (anamorph)
Laufzeit Hauptfilm : 155 Min.

Fazit: Toller Film - Klasse Edition - Tolle Aufmachung.
So sollte eine Special Edition aussehen..
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am 11. Dezember 2015
Packend, spannend und sehr ergreifend werden zwei sehr unterschiedlichen Liebesbeziehungen, einer Krankenschwester und ihres schwerverletzten Patienten, zeitversetzt in Retroperspektiven, in den letzten Kriegstagen des 2.Weltkriegs erzählt.
Die Inszenierung von Anthony Minghella ist wirklich grossartig gelungen und allen Auszeichnungen gerecht werdend. Durch den stetigen Wechsel der Szenarien von eineml italienisches Bergkloster zu grandiosen Wüstenlandschaften und natürlich durch die Unterbrechungen des Spielablaufs, um in Rückblenden und Puzzleteilen immer ein wenig mehr aus der Vergangenheit des Patienten zu berichten, wird ein zusätzlicher Spannungsbogen aufgebaut. Trotz des vielleicht mitunter etwas behäbig anmutenden Spieltempos wird der Handlungsablauf in keiner Minute zähflüssig oder gar langweilig - bleibt spannend und faszinierend - von Anfang bis Ende.
Die Besetzung ist wirklich hochkarätig und spielt sehr überzeugend und ausdrucksstark. Besonders Juliette Binoche und Ralph Fiennes, aber auch Willem Dafoe glänzen in ihren Rollen mit sehr eindrucksvollen Darbietungen.
Letztendlich ein wirklich beeindruckender Film, sehr dramatisch, sehr romantisch - und unbedingt sehenswert.
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Die franko-kanadische Krankenschwester Hana (Juliette Binoche) ist in der Endphase des zweiten Weltkrieges in einem norditalienischen Militärlazarett tätig. Eines Tages wird ein nicht identifizierter "englischer Patient"(Ralph Fiennes) mit schweren Verbrennungen von einem Flugzeugabsturz eingeliefert. Da der Kranke nicht verlegungsfähig ist, richtet sich Hana mit ihm in einem verlassenen Kloster ein. Der Todgeweihte erholt sich langsam und beginnt sich an seine Vergangenheit zu erinnern: Als ungarischer Graf Laszlo Almásy hatte er zu Beginn des zweiten Weltkrieges in Kairo eine Affäre mit einer verheirateten Frau. Der mittlerweile im Kloster wohnende undurchsichtige David Caravaggio (Willem Dafoe) will Almásy hingegen als deutschen Spion überführen ...

Der 1992 erschienene Roman von Michael Ondaatje (*1943) beruht auf historischen Tatsachen und wurde vom Autor selbst für den Film bearbeitet, wobei er die Handlung deutlich straffte. Regisseur Anthony Minghella (1954-2008) musste lange nach einem risikofreudigen Produzenten für das aufwändige Projekt (Produktionskosten 27 Millionen US-Dollar) suchen. Es entstand ein ergreifendes bildgewaltiges Epos über Liebe, Krieg und Tod. Die einfühlsame Musik von Gabriel Yared trug deutlich zur Wirkung bei. THE ENGLISH PATIENT wurde1997 in 12 Kategorien für den Oscar nominiert und gewann überraschend 9 Academy Awards.

Die Blu-ray von STUDIOCANAL präsentiert den Film in hervorragender Bild- und Tonqualität und enthält zusätzlich eine Hörfilmfassung für Sehbehinderte, die direkt nach Start aktivierter ist. Optional sind deutsche Untertitel verfügbar. Die Extras haben eine Gesamtlaufzeit von über 5 Stunden und beinhalten Beiträge über den Romanautor Michael Ondaatje, Gespräche mit Regisseur, Produzent, Cutter sowie ein ausführliches Making of zwei weitere Dokumentationen über Hintergründe. Englischsprachige Beiträge verfügen jeweils über optionale deutsche Untertitel. Zusätzlich stehen zwei englischsprachige Audiokommentare zur Verfügung. Für den Film sind deutsche Untertitel (auch für HG) vorhanden. Das dünne Digipak ist leider mit einem festen FSK-Logo bedruckt.

Eine umfassend ausgestattete Blu-ray in sehr guter Bildqualität, die in keiner anspruchsvoller sortierten Sammlung fehlen sollte!
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am 2. Mai 2016
Der Film überzeugt durch wundervolle Naturaufnahmen sowie mehreren Rahmenhandlungen, die im Buch schwer zu lesen sind, jedoch im Film perfekt umgesetzt wurden. die Schauspieler passen perfekt. Vor allem die relativ unbedeutende Geschichte innerhalb der Großen Story, zwischen Hana und Kip ist eine emotional sehr tief bewegende und wundervoll umgesetzte Nebengeschichte. Es sind Geschichten um wahre Liebe, die zu Tränen rührt ohne schnulzig zu sein.
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am 1. Januar 2010
Endlich ist wieder ein gefühlvoller Film auf Blu-ray Disc erschienen. Zwei Handlungsstränge, aus denen sich schicksalgebeutelte Personen kurz begegnen und die Geschichte des mysteriösen titelgebenden "englischen Patienten" beim Lesen dessen Tagebuches reflektieren. Wer schon Leidenschaftlich "..mit dem Wolf getanzt hat" und auch an Jane Campion's "Piano" Geschmack fand, findet hier wieder bildgewaltiges, emotionales, großes Kino.

In Zeiten von Special-Editionen, Steelbox und Wende-Covern macht die dünne, fleck-empfindliche Pappumhüllung(mit Plasikinnenteil)der Disc wirklich nicht viel her.
Die im Regal platzsparende Disc bietet dafür über 5.Stunden zahlreiche Extras wie: BD-Live, Making of., Audiokommentare, Deleted Scenes, Hörfilmfassung &&&

Das engl./dt. DTS-HD Audio ist gut, wenn auch Filmbedingt nicht sehr Effekthaltig.
Nun zum Bild, trotz 1080/24P schwächelt das Bild etwas an Schärfe, was dem Gesamteindruck leider trübt.
Ebenfalls stören nach dem Einlegen der Disc das Bombardement von vielen aufdringlichen Fremd-Trailern, einem veralteten Relikt aus vergangenen DVD-Zeiten. Hier wünscht man ARTHAUS, sich auch den Gepflogenheiten der großen Filmstudios und deren Umsetzung auf Blu-ray anzupassen..
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am 26. Dezember 2002
Ja, auch mich als Mann hat der Film fasziniert! Der Film ist keineswegs langatmig (wie oft behauptet); es ist vielmehr eine genaue und detailreiche Erzählkunst, die dieses Meisterwerk auszeichnet. Ein Merkmal, das den meisten Filmproduktionen in unserer heutigen schnelllebigen Zeit verloren gegangen ist. Der Film erscheint dadurch fremdartig und exotisch. Man wird förmlich in eine frühere Zeit katapultiert, da man als Zuschauer emotional mitgerissen wird. Dies wird herbeigeführt einerseits durch die tragische Liebesgeschichte und andererseits durch die geradezu verliebte Hingabe des Regisseurs in ein Sujet: die romantische Überzeichnung des Orients, der Wüste.
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