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54 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mysteriöse Kombination aus Spät-Western und Road-Movie
Noch im Vorspann heißt es: "It is preferable not to travel with a dead man", und sofort beschleicht einen ein vages Gefühl der Beklemmung. Die Unsicherheit steigert sich gleich in der ersten Szene, einer Zugfahrt, die vom Osten der Vereinigten Staaten in den Westen führt, von der vermeintlich behüteten Zivilisation Clevelands in eine düstere...
Veröffentlicht am 9. Dezember 2002 von Peter-Thilo Hasler

versus
16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Film ist super aber...
..leider nicht in der kompletten Fassung.
Hab Dead Man früher mal als VHS/TV-Fassung gesehen und diese war echt Uncut.
Auf dieser der DVD-Version wurden viele Szenen rausgeschnitten und als "Deleted Scenes" bei den Extras hinzugefügt.
Verstehe nicht warum, scheint wohl eine Entscheidung der Vertriebsfirma zu sein.
Der Film an sich...
Veröffentlicht am 5. Juli 2005 von drgonzo41


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54 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mysteriöse Kombination aus Spät-Western und Road-Movie, 9. Dezember 2002
Von 
Peter-Thilo Hasler (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Dead Man (DVD)
Noch im Vorspann heißt es: "It is preferable not to travel with a dead man", und sofort beschleicht einen ein vages Gefühl der Beklemmung. Die Unsicherheit steigert sich gleich in der ersten Szene, einer Zugfahrt, die vom Osten der Vereinigten Staaten in den Westen führt, von der vermeintlich behüteten Zivilisation Clevelands in eine düstere Grenzland-Wildnis namens "Machine", einem Ort ohne Gesetze oder gesellschaftliche Strukturen, eine reine Anarchie, in der das Recht des Stärkeren gilt und wo der Tod allgegenwärtig scheint (Nicht zufällig erinnert diese Bahnfahrt an die Bootsfahrt Captain Willards in "Apocalypse Now", beide erweisen sich letztlich als Odyssee in den Horror). Der Buchhalter William Blake, der diese Reise unternimmt und nichts mit dem gleichnamigen englischen Poeten und Maler gemeinsam hat, gehört mit seinem großkarierten Anzug nicht hier hin. Verloren wirkt er in dem düsteren Ort, der so gar nichts gemein hat mit den Frontier-Western eines John Wayne mitsamt seinen strahlenden Wüstenlandschaften und seinem Helden-Epos. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als wenigstens etwas von dem Glamour des gleichnamigen Dichters und Malers zu übernehmen, indem er sich vorstellt mit den Worten "I am William Blake. Do you know my Poetry?".
Langsam beginnt der Film, und immer langsamer wird er. Er schleppt sich dahin wie der gleich nach seiner Ankunft angeschossene William Blake auf der Flucht vor seinen Verfolgern. Als Großstadtmensch ist Blake, welcher partout nicht sterben will, völlig hilflos in der Wildnis, weiß weder, wo er ist, noch wie er überleben oder sich die Kugel entfernen soll, die in gefährlicher Nähe zu seinem Herzen eingedrungen ist. Hilfe bekommt der waidwunde Blake von einem Indianer, der Nobody heißt, aber deutliche Züge des Jedermanns trägt. Dieser entspricht ganz und gar nicht dem Klischee, das man gewöhnlich von Indianern hat. Lebte er doch eine Zeitlang in Europa, wo er sich nicht nur ein enormes Kulturwissen angelesen hat und auch den Namensvetter des Buchhalters schätzen lernte, sondern auch zum Sprachenkenner wurde, der im Verlauf des Films Blackfoot, Cree, Makah und Englisch spricht.
Sehr zur Atmosphäre des Films trägt die Musik Neil Youngs bei. Er spielt Orgel und ein verstimmtes Klavier, manchmal auch akustische Gitarre, meist aber eine brachial verzerrte E-Gitarre. So gut passen die beiden Medien zusammen, dass letztlich unklar ist, ob die Bilder von der Musik oder die Musik von den Bildern inspiriert worden sind. Damit nimmt der Soundtrack eine völlig eigenständige Rolle ein. Er ist von seltener Intensität, geht unverschnörkelt von schweren Melodien über Rückkopplungs-Staffetten in absolute Stille über. Selten hat sich ein derart kongeniale Einheit gebildet wie die von Jarmusch und Young (und zwei Jahre später in dem großartigen Musikfilm "Year of the Horse" ihre Fortsetzung fand).
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genre: Western/Abenteuer, 22. August 2014
Von 
D83 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Dead Man [Blu-ray] (Blu-ray)
1876 reist William Blake (Johnny Depp) mit einem Zug
von Cleveland in den Westen, um eine Stelle als Buchhalter anzutreten. Aufgrund einer Verkettung
unglücklicher Umstände wird er für einen Killer gehalten und muss in die Wälder fliehen. Von eiskalten
Kopfgeldjägern gehetzt, wird William nun selbst zum Outlaw.

Das HD Bild
ist durchgehend in Schwarz/Weiss und Schwarzwerte/Kontrast sind gut. Es ist durchgehend ein leichtes
Filmkorn/rauschen zu erkennen. Die Schärfe ist jetzt um einiges höher wie auf DVD/VHS und zeigt somit
auch viel mehr Details. Die gezeigte Gewalt hat mich damals fast umgehauen.

Die Sounduntermalung
von Neil Young ist für mich einer der besten aller Zeiten. Der Stereo Sound kommt bei einer 5.1 Anlage
auch von hinten. Die Gitarren & ­E-Gitarren Musik ist einfach nur magisch. Die Synchro ist die gute Alte.

Extras
Geschnittene Szenen (14 Minuten/4:3/SD/mit UT), Dead Man Theme Musikvideo (3 Min/4:3/SD),
Trailershow, Original/Deutscher Trailer (4:3/SD), Wendecover

Ein lakonischer Kult Western
ist hier auf einer guten Blu-ray. Es ist ein langsamer und fremdartiger Trip durch den Wilden Westen,
der durch Brutalität, Slapstickeinlagen und zum Teil seltsamen Dialoge, nicht jeden gut Unterhalten wird.
Ich habe den Film mit Sicherheit schon 5 mal gesehen und werde ihn mir auch in Zukunft mehrfach anschauen.
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38 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Film ohne viele Worte..., 13. September 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Dead Man (DVD)
Zum Inhalt des Filmes braucht man nicht viel sagen, er läßt aber eine Menge Interpretationsfreiraum. Ob es ein Meisterwerk ist oder nicht sollte jeder selbst entscheiden. Ich wollte den Film nach einer 3/4 Stunde harter Überwindung ausschalten, habe mich aber gezwungen den Film bis zum Ende zu schauen und die Wirkung hat sich frei entfaltet - ich habe mich einlullen lassen und mir die Frage gestellt, was sollte dieser Film. Als ich die Antwort fand war ich begeistert... Dieser Film ist absolut nicht für Leute der "leichten Literatur" und auch nicht der "leichten Unterhaltung" gedacht. - Der Weg ist das Ziel und den Weg, welchen William Blake geht, kann man ohne viele Worte beschreiben. Gezeigt wird die Kehrseite des Amerikanischen Traumes mit der Message, das doch jeder ein Teil der Ursuppe in sich trägt, aus der er kommt und in die er wieder gehen wird. Die einen wissen es, die anderen erfahren es nie, und manchmal wird einem der Weg, an dem wieder alles neu beginnt, gezeigt.
Alles in allem ist "Dead Man" ein guter Film, den es sich nicht lohnt, mit partybessesenen Freunden an einem netten gemütlichen Abend anzuschaun. Dieser Film braucht Ruhe und sehr viel Einfühlungsvermögen. Viel Spaß
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30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unvergleichlich, 30. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Dead Man (DVD)
Ein beeindruckendes Meisterwerk von Kult-Regisseur Jim Jarmusch, was bis ins letzte Detail überzeugt, und den man sich wieder und wieder anschauen möchte.
Handwerklich stimmt hier alles. Der ruhige Aufbau der Geschichte, die perfekten Schnitte, die beeindruckende Kamera mit den bildgewaligen Aufnahmen, trotz oder eher gerade wegen des Schwarz-Weiss-Formats, die bedrückend-eingängige Filmmusik von Rock-Legende Neil Young, und die Schauspieler, allen voran Johnny Depp in einer seiner vielleicht besten Rollen, und ein hochkarätig besetztes Nebendarsteller-Feld, die ihre skurrilen Rollen perfekt in Szene setzen.
Die Geschichte ist, wie bei den anderen Filmen von Jim Jarmusch, irgendwo zwischen kult-komischer Groteske und tiefsinniger Geschichtenerzählung anzusiedeln, udn er vermag es, den Zuschauer, falls er sich darauf einlässt, in seinen Bann zu ziehen. Wer es mag, einen Film, der keine expliziten Botschaften, aber viele versteckte Hinweise und Aussagen in sich trägt mag, kommt hier zusätzlich zu dem sehr guten Gesamteindruck voll auf seine Kosten. Fazit: Unbedingt ansehen!
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Außergewöhnlicher Western, 22. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Dead Man (DVD)
Dead Man ist vermutlich einer der besten Filme, die ich jemals gesehen habe. Mit sicherheit ist er der beste Western, der mit je untergekommen ist. So stelle ich mir den wilden Westen vor: Dreckig, verarmt und abgründig. Jim Jarmusch schafft es ein schon tausendfach abgedrehtes Genre völlig neu zu erfinden. Die Schauspieler liefern bis in die letzte Nebenrolle eine großartige Leistung ab. Die Geschichte ist surreal, tiefgründig, poetisch, schonungslos realistisch, über weite Strecken ziemlich komisch und zugleich sehr beklemmend. Die Dialoge sind voller Witz und Anspielungen (zumindest in englisch). Die musikalische Begleitung von Neil Young ist einzigartig. Die Kameraführung ist gewöhnungsbedürftig, passt aber ausgezeichnet zum auch sonst recht ungewöhnlichen Film.

Genug der Lobhudelei. Wer langsame nachdenkliche Filme nicht mag, wer Johnny Depp nicht gern sieht, wer explizite Gewalt oder die Darstellung von Rauschzuständen unpassend findet und wer Western nicht asstehen kann, lässt besser die Finger von diesem Film.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios!, 16. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Dead Man (DVD)
Wer auf einen Film aus ist, den man sich nebenbei ansehen kann, der wird hiermit keinen Spaß haben. Dead Man ist ein ruhiger, anstrengender Film, den man am besten alleine oder in einer ruhigen Runde zu einem Glas Wein genießt. Kenner der Jarmusch-Filme wissen, was sie erwartet.

Williams Reise in den Tod ist einfach grandios dargestellt, Neal Youngs Musik untermalt stets die momentane Gemütslage des Protagonisten. So sind die Gitarrenriffs anfangs noch sehr schön anzuhören, doch verkommen sie, je näher Williams Tod rückt, immer mehr zu einer Kakofonie, was die Sache noch mitreißender macht. Jarmuschs typischer trockener Humor ist auch vorhanden und niemand kann sich das Schmunzeln verkneifen beim Anblick von Iggy Pop in seiner Mutterrolle.

Anspruchsvolle Filmfreunde sollten zugreifen, alle anderen machen lieber einen großen Bogen um Jim Jarmuschs Werk.

Ach ja! Unbedingt auf englisch genießen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Magie am Ende des Schienenstrangs, 2. September 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Dead Man [Blu-ray] (Blu-ray)
Ein großartiger Film, der den Wilden Westen wohl so darstellt, wie er wirklich war: ein dreckiges Kapitel der Eroberungsgeschichte der technischen Revolution in Amerika. Das in Schwarzweiß gehaltene Regiewerk von Jim Jarmusch kann auch als Anti-Western angesehen werden.

Johnny Depp spielt überzeugend den arbeitssuchenden Buchhalter William Blake aus dem großen fernen Cleveland, der in der rauen Welt des Westens vom dortigen Leben überrollt wird. Nur dank eines Indianers namens »Nobody«, der in ihm aufgrund der Namensgleichheit die Reinkarnation des großen englischen Dichters Blake sieht, wird er gerettet. Dieser ist auf seine Weise ebenfalls ein Outlaw, ein von seinen Indianerbrüdern Ausgestoßener, einer, der durchs Raster fiel. Auf magische Weise bildet sich zwischen den beiden vollkommen ungleichen Gefährten eine Verbindung, die letztlich »Vater Peyote« stiftet und viele durchaus komische Aspekte aufweist.

Ein cineastisches Kleinod, das allein stehen könnte, bildet bereits das Intro: eine endlose Zugfahrt durch die verschiedenen Landstriche mit jeweils entsprechend wechselhaften Fahrgästen bis zum Ende der (Schienen)Welt anno 1876.

Exzellent auch Robert Mitchum, der als Verbeugung vor seinen alten Wild-West-Filmen in der Rolle des erzschuftig-durchgeballerten Hintermanns auftritt, der den selbst verschuldeten Tod seines nichtsnutzigen Sohns rächen will und dazu drei wunderlich-kauzige Kopfgeldjäger anheuert.

Die eigens für den Film geschaffene Stahlgitarrenmusik von Neil Young passt schließlich wie die Faust aufs Auge zu diesem extravaganten Genussmittel.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Film ist super aber..., 5. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Dead Man (DVD)
..leider nicht in der kompletten Fassung.
Hab Dead Man früher mal als VHS/TV-Fassung gesehen und diese war echt Uncut.
Auf dieser der DVD-Version wurden viele Szenen rausgeschnitten und als "Deleted Scenes" bei den Extras hinzugefügt.
Verstehe nicht warum, scheint wohl eine Entscheidung der Vertriebsfirma zu sein.
Der Film an sich ist natürlich einer der besten von Jim Jarmusch finde ich.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Große Filmkunst. Was wäre das Leben ohne den Tod �, 20. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Dead Man (DVD)
Dieser Film ist keine Sekunde langweilig, weil er große Kunst ist. Und das ist selten in einer Zeit des Kitsches, Mainstreams und verlogener Doppelmoral!
Zunächst das Thema: Die uns allen bevorstehende Reise in den Tod ... denn jedes Leben heißt, dem Tod in die Arme zu laufen. Und warum nicht in düsteren schwarzweißen Bildern, untermalt von markigen und gleichsam philosophischen Gitarrenklängen.
William Blake, in seiner Entwicklung vom nervösen und ängstlichen Nordstaatler zum Outlaw wider Willen, der sein Schicksal und die ihm zugewiesene Prädestination angenommen hat, ist der einzig „normale" Charakter und wird kongenial von einem stark spielenden Jonny Depp verkörpert. Ansonsten lauter skurille Gestalten und groteske Situationen, wie man sie auch aus anderen Filmen die Masse kennt: Vom Propheten in der Eisenbahn zu Beginn über den durchgeknallten Fabrikbesitzer bis hin zu den apokalyptischen Kopfgeldjägern steht ein Personal zur Verfügung, das für zwei oder drei B-Movies locker ausgereicht hätte.
Sie alle überragt jedoch „Nobody", der Indianer mit der aufgezwungenen westlichen Kultur, die skeptische Rothaut, die auch wider Willen geschwängert wurde mit den Emanationen westlicher Bildungsgüter, und die nur aus diesem Grund - eine paradoxe Konstellation - Blake zur Seite steht und ihm auf seiner Reise in den Tod begleitet. Man muss den genialen englischen Dichter, für den er den Protagonisten fälschlicherweise (?) hält, nicht kennen, um zu ahnen und zu verstehen, wie das alles im Einklang ist. Die wenigen Zitate des originalen Blake hätten mühelos durch andere, von anderen Dichtern der Epoche und auch aus anderen Literaturen (der deutschen etwa) ersetzt werden können.
Man möchte jede einzelne Szene erläutern, kommentieren und geschichtlich einbetten, denn der mythologischen und filmhistorischen Bezüge sind viele.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für mich mehr als nur ein Film, 13. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Dead Man (DVD)
...deswegen fällt mir die Rezension auch nicht so leicht. Ich weiß nicht wie oft ich den Film mittlerweile schon gesehen hab...sowas um die 20-25 mal werdens wohl schon gewesen sein. Egal, für mich persönlich wird der Film immer seine besondere Atmosphäre behalten. Ich sehe in diesem Film auch ein wunderbares Beispiel dafür wie man das Medium "Film" für künstlerisches Schaffen verwenden kann. Wenn der Regisseur sich bei diesem Film für S/W statt für Farbe entschieden hat dann soll das sicher nicht nur den Stil alter Western nachahmen, sondern ist (aus meiner Sicht) in diesem Fall als Betonung des Dahinscheidens zu sehen. Der Film heißt "Dead Man", und darum geht es ja letzten Endes. Um jemanden der sterben wird, oder der "schon ein toter Mann ist" wie der Indianer sagen würde. William Blake im Film freilich ist sich dessen nicht von vornherein bewusst. Stück für Stück wird die Hauptfigur an diesen Gedanken herangeführt und von `Nobody' auf den Tod vorbereitet. Dazu gehört auch eine Befreiung von Ängsten, was im Film zweifellos sehr drastisch symbolisiert wird durch Williams Erschießen von Menschen. Genauso drastisch wie das Bild als William ein totes Reh quasi umarmt und somit wohl gleichsam den Tod, sein Schicksal letzten Endes akzeptierend und begrüßend.

Besser hätte man das Thema nicht umsetzen können meiner Meinung nach. Auch Neil Young's Musik, die ja schon stellenweise von anderen Rezensenten kritisiert wurde, hätte nicht anders ausfallen können. Sie muss leise, dezent und auch ein wenig monoton sein um das Thema weiter zu verdeutlichen und zu untermalen.

Fazit: Einer meiner absoluten Lieblingsfilme und Kunstwerke zugleich. Ich lege diesen Film jedem anspruchsvollen Cineasten ans Herz.
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