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44 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Achtung auf die Blu-ray-Auflage!
Obwohl es die meisten wohl wissen, sein nochmals erwähnt: Es gibt bzw. gab von Full Metal Jacket zwei unterschiedliche Auflagen auf Blu-ray. Nach dem Fiasko der ersten Auflage, die qualitativ maximal einer DVD entsprach, legte Warner eine verbesserte Neuauflage nach, die sich nun wirklich Blu-ray nennen darf. Das Bild ist weitestgehend scharf und fast rauschfrei. Der...
Veröffentlicht am 2. Oktober 2010 von 50:50

versus
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Perfekter Kriegsfilm im Kubrik typischen Style !
Der Film hätte eigentlich 5-Sterne verdient, aber bei der DVD-Umsetzung wurde absolut gepennt !
Erstmal zur Beruhigung : Der Film selbst geht in Ordnung. Das 4:3 Vollbild, ist das Originalformat des Films, bzw. das original Kamera-Negativ. Die Bildqualität ist gut bis sehr gut.
Aber jetzt geht es los...
...ich habe so gut wie noch nie so viele...
Veröffentlicht am 10. Mai 2008 von Rainer Fiedler


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44 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Achtung auf die Blu-ray-Auflage!, 2. Oktober 2010
Obwohl es die meisten wohl wissen, sein nochmals erwähnt: Es gibt bzw. gab von Full Metal Jacket zwei unterschiedliche Auflagen auf Blu-ray. Nach dem Fiasko der ersten Auflage, die qualitativ maximal einer DVD entsprach, legte Warner eine verbesserte Neuauflage nach, die sich nun wirklich Blu-ray nennen darf. Das Bild ist weitestgehend scharf und fast rauschfrei. Der Ton ist immer noch schwach auf der Brust, sowohl im Original als auch in der Synchro. Extras sind mit einem 30minütigem Making of und einem Audiokommentar von einigen Darstellern jetzt auch vorhanden. Meines Erachtens wurde es leider verabsäumt zusätzlich zur Widescreenversion noch die von Kubrick favorisierte Vollbildfassung aufzuspielen.
Fazit: In dieser Version nun ein klares Upgrade zur DVD!
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41 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der ganz gewöhnliche Krieg, 1. Juni 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Full Metal Jacket (DVD)
Im Grunde sind es zwei Filme in einem. Den ersten bildet die Grundausbildung der Marines im Ausbildungslager. Den Ausbilder spielt Lee Ermey, selbst Ausbilder während des Krieges und hochdekorierter Vietnamveteran. Auch aus anderen Quellen weiß ich mittlerweile, dass die Ausbildung genau so ablief. Als ich den Film mit etwa sechzehn zum ersten Mal sah, wurde mir einige Male schlecht, ohne dass ich zimperlich wäre.
Der zweite Teil befasst sich mit dem Vietnamkrieg an sich und ist fast genauso realistisch. Was ihn so realistisch macht, ist seine Banalität, und die Lockerheit mit der die Soldaten ihn hinnehmen. Das gelangweilte, reizüberflutete Publikum von heute erwartet stundenlanges Gemetzel und tränenreiche Szenen, ansonsten ist ein Kriegfilm unrealistisch. Wer die Grundausbildung gesehen hat, dem wird hoffentlich klar, weshalb Menschen den Krieg aushalten können, weshalb sie zum reinen Raubtier werden, weshalb sie Schmerz ertragen und somit überleben lernen. Dieser Film ist kein moralischer Zeigefinger, sondern eine Dokumentation, höchstens zu schlagen von 'Stalingrad'.
Kurzum, diesen Film muss man gesehen haben. Wer sich Machwerke wie Saving Private Ryan bereits angesehen hat, findet hier hoffentlich auf den Boden der Tatsachen zurück. Krieg ist für den einzelnen Soldaten nicht cool, niemals heroisch, nicht tragisch, nicht grausam, sondern einfach nichts Besonderes. Und gerade das ist die erschütterndste, ernüchterndste Einsicht die dieser Film mit sich bringt.
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51 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Banalität des Krieges ... oder Kubricks harter Blick, 4. Dezember 2001
Von 
Rezension bezieht sich auf: Full Metal Jacket (DVD)
Ich kann mich sehr gut an die Vorpremiere des Films errinern ... kleiner Saal, gespanntes Ambiente (schliesslich ist es ein Kubrick!), Smalltalk bis zum Anfang des Films.
Nachdem der Film begonnen hatte, wurde die Stimmung immer bedrückender. Im ersten Teil des Films stellt Kubrick sein Bild einer militärischen Ausbildung dar. Ich denke nicht, dass er eine genaue Darstellung der Realität zeigen wollte, sondern, wie in einigen andern seiner Filme, ein emotionales Bild zeichnen. Die Ausbildung wird gnadenlos hart dargestellt, die psychologischen Auswirkungen auch: in Form eines Mordes. Erstaunlich ist, dass man die Tat im Moment auch nachvollziehen kann; bevor man realisiert wie weit man selbst getrieben werden könnte.
Im zweiten Teil befinden sich die Personen in Vietnam - jetzt werden sie endlich Helden, nach allem was sie schon durchgestanden haben! In Wirklichkeit ist der Krieg aber nichts heldenhaftes und absolut nicht spektakulär. In einem dreckigen und unnötignen Kleinkrieg werden die Illusionen und Hoffnungen der Soldaten niedergemacht .. die Soldaten auch ... und die Hoffnungen des Betrachters auf einen deftigen Vietnamfilm auch. Spielberg hat mit "Soldat Ryan" geschafft brutale Wirklichkeit mit grossem und spektakulärem Kino zu verbinden. Kubrick's Version ist trocken, brutal - einer Studie näher als einem Kinohit. Grosses Kino eben - auf seine Art
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk von Stanley Kubrick, 29. September 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Full Metal Jacket (DVD)
Der Film gehört nicht - sicher nicht nur für mich - zu meinen absoluten Lieblingsfilmen! Zumindest aber ist er mein Lieblingskriegsfilm.
In den 80er Jahren gedreht, vermittelt der Film dennoch den Eindruck, die Begebenheiten hätten erst gerade stattgefunden, und wirkt aktuell.

Dieser Film war damals etwas ganz Neues, Revolutionäres Denn er war kein heroisierendes, naives Marine- Kriegshelden- Märchen; und das, obwohl der Film nicht nur ein US- Film war, sondern auch noch allein aus der Sicht der USA, aus der Sicht der US- Soldaten gefilmt war.
Der Film vermeidet, Partei zu ergreifen für eine der Kriegsparteien, und beantwortet die Frage: wer ist gut oder böse? nur sehr knapp. Er ist untendenziös und unbelehrend; hier wird keine Politik betrieben; er verzichtet auf den "erhobenen Zeigefinger".
Der Film zeigt vielmehr die Realität des Soldaten, in der Ausbildung, als auch im "Einsatz", in Vietnam. Der Zuschauer soll vor allem SEHEN, sich selber ein Bild machen, selber das Gesehene für sich einordnen.

Was den Film auch so beeindruckend macht, ist die Tatsache, dass er - nach einem Roman gedreht - zumindest teilweise auf realen Begebenheiten beruht haben soll (die Szene, in der der Ausbilder erschossen wird, soll angeblich wirklich passiert sein!).

Der Film besteht aus 2 Teilen: der erste Teil handelt von der Ausbildung der Marines, den Elitesoldaten der USA daselbst. Der 2. Teil handelt vom Einsatz der Soldaten in der Kriegs- Realität in Vietnam. Jeder Teil des Filmes könnte genau so gut ein Film für sich darstellen.
Im 1. Teil kommen die Rekruten zu einem sadistischen Ausbilder, der mit seiner ganzen Macht seine Einheit zu "echten Marines" formen will, mit allen Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen. Dieses scheint bei allen seinen Rekruten bestens zu funktionieren. Nur einem psychisch labilen, etwas dümmlichen Rekrut ("Private Paula") scheint das nicht zu "gelingen". Er zieht den ganzen Hass des Ausbilders auf sich, der ihn auch ständig vor der ganzen Truppe schikaniert, und so dem Hass auch der anderen Rekruten nach sich zieht. Eines Nachts erscheint Private Paula vor seinem verhassten Ausbilder, und rächt sich an diesem, indem er zunächst diesen erschießt, dann sich selber. Der 1. Teil des Films ist zuende. Im 2. Teil sind die Rekruten als "echte Marines" in Vietnam. Sie lungern in der Etappe herum, vertreiben sich ihre Zeit mit Prostituierten und Parties, und werden schließlich in Kämpfe mit dem Vietcong verwickelt. Die ersten Soldaten der Einheit sterben im Kampf.

Im Mittelpunkt des Films steht ein Marine, der in Vietnam Kriegsberichterstatter (für die Militär- Zeitschrift "Stars and Stripes") ist ("Private Joker"), und der sich von allen Soldaten noch am ehesten seine Individualität bewahrt hat.

Der Film verzichtet auf direkte Messages und lässt vor allem die Handlung und die Dialoge für sich sprechen. Allein die letzte Aussage des Filmes: "... eigentlich wollen wir alle nur noch nach Hause", ist etwas arm, zeigt aber deutlich, dass die US- Soldaten längst die Lust am Krieg verloren haben, darin keinen großen Sinn sehen, und ihren Alltag hassen, und keine Absicht, Kriegsheroen zu werden. Ähnliche Aussagen machen auch die Interviews von Private Joker, der verschiedene Charaktere von Soldaten zur Sprache kommen lässt, in deren Aussagen aber die Lustlosigkeit und Sinnlosigkeit am Krieg eher zum Ausdruck kommt.

Mir hat vor allem der erste Teil des Filmes gefallen. Die besten Schauspielerleistungen haben meiner Meinung nach hier "Private Paula", und sein "Gegner", der Grundausbilder- Sergeant abgeliefert. Beide Charaktere - obwohl negativ dargestellt! - wirken erschreckend realistisch. Tatsächlich soll ja der Sergeant tatsächlich vorher Ausbilder im Vietnamkrieg gewesen sein (!!!).

Dieser Film soll angeblich auch heute noch der Lieblingsfilm der amerikanischen Soldaten sein (!!!), trotz seiner ganz und gar nicht den Soldatenalltag oder den Krieg verherrlichenden Aussage.

Der SOUNDTRACK des Filmes besteht aus vielen guten, bekannten (aber auch weniger bekannten) Songs, die in der Zeit des Vietnam- Krieges (nicht zur Zeit der Verfilmung!) - auch bei den US- Soldaten - populär waren, und die zur Atmosphäre in diser Zeit beitragen sollen.

Für mich einer der Meisterwerke von Stanley Kubrick, und einer der besten Filme der 80er Jahre und über dieses Filmgenre überhaupt!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Siebenkommasechszwomillimeter, 3. September 2011
Von 
J. Pern "Buchwurm.org - Redaktion" (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Full Metal Jacket (DVD)
Beim Namen "Stanley Kubrick" fallen einem so einige Filme ein, welche er schuf. Als erstes ganz bestimmt der berühmt-kultige "2001 - A Space-Odyssey", dicht gefolgt von "Clockwork Orange". Doch auch sein 1987er Werk über den Wider- und Wahnsinn des Vietnamkrieges ist dem Mainstream wohl bekannt. Mit "Full Metal Jacket" bezeichnet man für gewöhnlich eine spezielle Munitionsart (dt: "Stahlmantelgeschoss"), allerdings ist auch diese Titelvergabe des bekannt tiefsinnigen und philosophischen Filmemachers nicht frei von gerissener Subtilität. Das Motto: "Harte Schale, weicher Kern", lässt sich nämlich problemlos sowohl auf die besagten Patronen, als auch auf die GIs in diesem mittlerweile ebenfalls mit Kultstatus versehenen Antikriegsfilm, perfekt anwenden.

_Zur Story_

Parris Island in South Carolina. Kaderschmiede und Ausbildungshölle des US Marine Corps Mitte der 60er Jahre, als das bloße Aussprechen des Wortes "Kommunismus" in der so genannten "freien Welt" noch für Angstschweißausbrüche und Zulauf in solche Ausbildungscamps in den USA sorgte. Der zur "Befreiung" erklärte Vietnamkrieg gegen den dortigen Revolutionsführer Ho-Chi Min steht kurz bevor und junge Männer aller Schichten und Herkunft werden hier in den indoktrinierten Einheitssoldaten verwandelt. Dafür sorgen Drill-Instruktoren vom Schlage von Master-Drill Sergeant Hartman mit brutaler Gewalt und nur zum Teil kaschierter Gehirnwäsche. Der Name Hartman ist Programm. Dem Intellektuellen Private "Joker" kann der Drill aber anscheinend nicht so viel anhaben, wie so manchem anderen des Squads.

Etwa dem etwas zurückgebliebenen Leonard, der fürderhin als Private "Paula" den Arsch der Kompanie abgibt, weil er anscheinend nicht nur dick und unbeholfen, sondern auch sonst ziemlich unfähig ist. Joker wird im weiteren Verlauf zu einer Art Kindermädchen für Paula, kann aber nicht verhindern, dass dieser an der Grundausbildung zerbricht und letzten Endes erst Peiniger Hartman und dann sich selbst richtet. Für Joker der erste traumatische Kontakt mit dem Thema gewaltsamer Tod, es wird nicht der letzte sein. Es folgt die Versetzung nach Vietnam als Kriegsberichterstatter. Im Prinzip ein lauer Job, doch der Krieg holt irgendwann alle ein. So müssen auch Joker (mittlerweile im Rang eines Sergeants) und sein Fotograf "Rafterman" ran und werden zur kämpfenden Truppe eingeteilt, wo sie den ganz alltäglichen Wahnsinn an der Front hautnah und aktiv miterleben.

_DVD und Bonusmaterial_

Das 4:3 Bild ist oft körnig und deutlich durch Artefaktbildung verunstaltet. Mit dem Bildformat muss man bei Kubrik leben, er hasste Widescreen. Leider ist auch kein Bonusmaterial (lediglich Trailer) auf der DVD zu finden. Dafür aber wenigstens der Original-Ton, der bei Weitem besser ist, als die deutsche Synchronisation. Wer richtig tiefste, amerikanische Gossensprache lernen will, ist bei Sergeant Hartman an der richtigen Adresse. Nicht zuletzt wegen der Authentizität sei die englische Tonspur jedem halbwegs Englisch sprachigen Zuschauer wärmstens ans Herz gelegt. Derweil ist von Warner eine zweite, optisch verschönerte DVD-Edition aufgelegt worden, welche sich aber nicht signifikant vom 1999er Ur-Release unterscheidet.

_Fazit_

Ein Antikriegsfilm der sicher in jede Sammlung gehört und wie kaum ein Zweiter den Unsinn des (Vietnam-)Krieges illustriert und zum Nachdenken anregt. Kubrick zeigt den alltäglichen Wahnsinn schonungslos, wobei sein Anti-Held "Joker" Kameraden und Vorgesetzten gleichermaßen den Spiegel vorhält. Leider kann keine der bisher erschienenen DVD-Veröffentlichungen qualitativ mit dem darauf enthaltenen Film mithalten. Dennoch ein klares Must-See.

Jürgen Pern - VideoZone - Die Filmecke von buchwurm.info und powermetal.de
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man denkt noch lange drüber nach!, 30. Januar 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Full Metal Jacket (DVD)
Eigentlich sind es ja zwei Filme in einem.

Der erste Teil handelt von der Grundausbildung der angehenden Marines. Vom ersten Moment an merken die neuen Rekruten was sie erwartet, indem alle erstmal eine Einheitsfrisur erhalten (Glatze), und das Anfang der Siebziger!

Der eigentliche Star in diesem Teil des Films ist der Ausbilder Sgt. Hartman (hervorragend gespielt von R. Lee Ermey, der übrigens selbst Drill-Sergeant war). Jede Szene ist hier mit schwarzem Humor gespickt ("Runter von meinem Kletterturm"). Besonders Pvt. Leonard Lawrence (Vincent D'Onofrio), genannt Privat Paula, hat Hartmann zu seinem persönlichen Hobby gemacht. Der Zuschauer denkt wohl hier sehr oft "Was ein A****", jedoch ist die Moral dieser Rekrutenausbildung: Nur wenn Du Dich zur Kampfmaschine formen lässt, kannst Du diesen Krieg überleben. Also ich selbst habe noch in keinem Film die Intensität einer militärischen Ausbildung so erlebt wie sie Stanley Kubrik sie hier rüberbringt (Kleiner Tipp: mal in die Orginal-Fassung reinhören, auch wenn man kein Englisch spricht!)

Nachdem (fast) alle die harte Ausbildung überlebt haben, werden sie nach Vietnam geschickt. Hier tritt dann der eigentliche Hauptdarsteller Private Joker (Matthew Modine) mehr in Erscheinung. Er wird als Kriegsberichterstatter bei der Militärzeitung Stars & Stripes" eingesetzt. Jedoch entwickelt sich alles ganz anders, wie er es sich eigentlich vorgestellt hat. Seine moralische Überzeugung, seine Distanz zum Krieg, sein schwarzer Humor (daher sein Spitzname), all das ist hier nicht mehr von Bedeutung.

Spätestens als er einer vietnamesischen Heckeschützin, auf ihrer Bitte hin den "Gnadenschuß" verpasst, weiß er, dass er diesem Krieg nicht mehr entrinnen kann.

Stanley Kubrick hat hier vielleicht kein Meisterwerk geschaffen, "Full Metal Jacket" (Der Titel kommt übrigens von der Munition, die benutzt wird) ist aber einer der besten Antikriegsfilme überhaupt. Er zeigt auf dass sich jeder Mensch, trotz fester Überzeugung und starkem Willen, auch wenn er es nicht will, immer ein Teil des Krieges werden wird. Man ist fähig Dinge zu tun, die man sich in seinem Leben vor dem Krieg auch in seinen dunkelsten Gedanken, nicht vorstellen konnte.

Unbedingt ansehen (am besten zweimal, einmal deutsch und einmal Original)
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Perfekter Kriegsfilm im Kubrik typischen Style !, 10. Mai 2008
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Der Film hätte eigentlich 5-Sterne verdient, aber bei der DVD-Umsetzung wurde absolut gepennt !
Erstmal zur Beruhigung : Der Film selbst geht in Ordnung. Das 4:3 Vollbild, ist das Originalformat des Films, bzw. das original Kamera-Negativ. Die Bildqualität ist gut bis sehr gut.
Aber jetzt geht es los...
...ich habe so gut wie noch nie so viele falsche Angaben auf einem DVD-Cover gesehen wie in diesem Fall.
1.)Die Angabe 16:9 / 1,78:1 ist falsch, da der Film eben nur im Vollbild gedreht wurde.
2.)Auf der Filmdisc gibt es keinen Audiokommentar, und 3.) auch von der neuen Doku fehlt jede Spur. Das Coverdesign wurde scheinbar mit der heissen Nadel gestrickt und durchlief keine Endkontrolle.

Auf der Bonusdisc befindet sich die wirklich sehr gute Gesamtdoku, "Kubrik-Ein Leben für den Film", welche bereits schon mal auf ARTE gelaufen ist, und welche ich nun doppelt besitze. Sie behandelt alle Filme von Kubrik, und informiert auch genug über "Full Metall Jacket". Wer sie noch nicht kennt, der ist hier gut beraten sich diese DVD zu zulegen. Einziger Wehrmutstropfen: Doku wurde nie syncronisiert, und 137 min lang Untertitel lesen ist sehr ermüdent. Englischkenntnisse sind hier sehr zu empfehlen, dann geht es auch ohne U.T.

Fazit: Ein sehr guter Film, eine gute Spielfilm lange Doku, und extreme Patzer bei den Coverangaben. Wer die Doku schon besitzt, der kann getrost auch zur alten DVD-Version von "Full Metall Jacket" greifen.
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28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Born to Kill, 26. Dezember 2005
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Full Metal Jacket (DVD)
Für mich zählt Full Metal Jacket ganz klar zu den besten Kriegsfilmen, die je gedreht wurden.
Doch es scheint fast so, als ob solche Filme langsam aussterben. Ersetzt von patriotischen Hollywood- Streifen, die außer aufwendigen Effekten nichts mehr zu bieten haben.

Der Film ist in zwei Teile zerschnitten. Der Anfang zeigt die brutale und unmenschliche Ausbildung des Marine Corps auf Paris Island, South Carolina. Hauptfigur „Joker“ und seine Kameraden werden hier von Sgt. Hartman zu kaltblütigen Killern gemacht. Aber nicht jeder hält den enormen Psychoterror aus...

Dann folgt der plötzliche Sprung nach Vietnam. Die berühmte "Tet- Offensive" der Nordvietnamesen während des Waffenstillstandes am Neujahrstag 1968 ist in vollem Gange, und Joker findet sich als Kriegsberichterstatter mitten in den mörderischen Stadtkämpfen um Hue wieder.

Kubrick schafft in diesem Film eine sehr düstere und nüchterne Atmosphäre, die man nie mehr vergisst. Wesentlichen Beitrag dazu leisten die perfekt ausgesuchten und zum richtigen Zeitpunkt eingespielten Songs aus den 60ern.

Ein Beispiel:

Ein Marine wird von einem Haus am Stadtrand von Hue aus erschossen. Sofort wird das Haus minutenlang von oben bis unten unter Beschuss genommen. Dann Stille. Der Zugführer steckt gerade ein neues Magazin in seine Waffe, als in einiger Entfernung vor ihm vier Nordvietnamesen zwischen den Häusern vorbeirennen. Er legt an, wartet. Noch zwei rennen vorbei. Eine Salve aus seiner M16 mäht sie nieder. Die Kamera schwenkt auf sein Gesicht. Ein leichtes Grinsen fährt in seine Mundwinkel, in den Augen ein ungläubiger Blick. Und in diese seltsame Situation hinein schlägt der absolut verrückte Song "Surfin' Bird".

Es ist einer von den Filmen, die man sich 100 mal anschauen kann, ohne dass Szenen wie diese ihre Wirkung verlieren. Und davon gibts noch viel mehr.

Full Metal Jacket ist ein Antikriegsfilm, jedoch ohne direkte Kritik am Vietnamkrieg oder den USA. Aber es ist immer völlig klar welche Botschaft dahintersteckt. Es ist die einfache Sicht aus der Perspektive des einfachen Soldaten. So sah und sieht der Krieg aus.
Dreckig, Blutig, Sinnlos und Menschenverachtend.

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36 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ohne Urteil, 20. Februar 2002
Rezension bezieht sich auf: Full Metal Jacket (DVD)
Wer kennt sie nicht, die Kriegsfilme in der eine Hand voll Männer mit Ihren stählernden Waffen in den Krieg ziehen. Nicht alle überleben, aber die es überleben werden mit dem Ruhm der Nation belohnt und der letzte gezeigte Blick fällt auf die Stars and Stripes wie sie vor dem strahlend blauen Himmel im seichten Wind wehen.

Wer dieses Genre von Film mag, wird Full Metal Jacket nicht mögen. Die heroische und patriotische Weltanschauung der Soldaten wird in der ersten dreiviertel Stunde des Films verdeutlicht. Keine endlose Vaterlandsliebe, nein eine durch eine Gehirnwäsche gleichartigen Ausbildung bei den Marines.

Die "Helden" des Krieges werden in dem Film genauso gewürdigt (Szene im Helikopter) wie die Opfer. Auch der ungläubige gnadenlose und unmenschliche Feind wird gezeigt (Stellung des Heckenschützen). Jedoch das ganze geschieht aus Stanley Kubricks Sicht, somit ist vieles anders als es zu sein scheint....

Kurz gesagt ein grandioser Kriegsfilm, der sich keine Beurteilung, oder ein Happy-End herausnimmt, sondern dem gesamten Genre der Antikriegsfilme zeigt, daß ein Film die Schattenseiten des Krieges aufzeigen kann, ohne dabei Patriotismus auszustrahlen.

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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtfilm !!!, 12. April 2011
Der Beste Kriegsfilm schlechthin,die vorliegende UK Version der Blu-Ray
kann sich sehen und hören lassen.
Das Beste ... die deutsche Tonspur (DD 5.1) ist vorhanden,außerdem sind
auch deutsche Untertitel verfügbar !
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