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TOP 1000 REZENSENTam 15. November 2010
Neben seiner Tätigkeit als Komponist hatte Johann Sebastian Bach in seiner Leipziger Zeit noch zahlreiche andere Aufgaben, die ihn voll und ganz einspannten. Dennoch wich er nicht davon ab, Woche für Woche eine neue Kirchenkantate zu schreiben. Und so musste er teilweise bereits im Vorfeld seine Konzeption beschränken, zum Beispiel dadurch, dass er von vornherein eine gewisse Taktzahl festlegte.
Die vier auf dieser CD enthaltenen Kantaten für den dritten Sonntag nach Epiphanias legen Zeugnis darüber ab. Eingespielt wurden sie 2000 im Rahmen der "Bach Cantata Pilgrimage" von den English Baroque Soloists, dem Monteverdi Choir unter John Eliot Gardiner und den Solisten Joanne Lunn (Sopran), Sara Mingardo (Alt), Julian Podger (Tenor) und Stephen Varcoe (Bass) in der Chiesa di San Marco in Mailand. Die Aufnahmequalität ist bestechend.

Dass die Beschränkung der Konzeption Bach nicht davon abhielt, einige seiner schönsten Kantaten zu schreiben, beweist gleich BWV 72 "Alles nur nach Gottes Willen". Nach dem bestimmten Eingangschoral folgt ein Teil, in dem Rezitativ, Arioso und Arie quasi kanonartig nebeneinander laufen. Von bestechender Schönheit ist auch die dezente Sopranarie.
Überhaupt ist Bachs Instrumentierung in seinen Kantaten stets besonders geschmackvoll und differenziert. Auch in der Kantate "Herr, wie du willt, so schicks mit mir" BWV 73 eröffnet Bach nicht mit einer reinen Choralpartie, sondern erneut mit einer Mischung aus Choral und Rezitativ. Beinahe kammermusikalisch verwendet er das Orchester in der tiefsinnigen Tenorarie, steigert die Ungewissheit im Bassrezitativ, um schließlich in der Bassarie und im abschließenden Choral die Spannung zu lösen. Die Einsicht, dass sich der Gläubige dem Willen des Schöpfers anheim geben muss, lässt der Thomaskantor gebührend orchestral feiern.
John Eliot Gardiner schart um sich wieder einmal ausgezeichnete Sänger. Das ist in der Kantate BWV 111 "Was mein Gott will, das g'scheh allzeit" besonders wichtig, schließlich setzt Bach hier auf äußerst differenzierte Farbgebung durch die Singstimmen. Es ist ja nicht nur das Weltklasse Ensemble des Monteverdi Choirs, sondern auch die bestechenden Solisten, die ihre Parte nicht nur singen, sondern sie mit Leben füllen. So wird das Duett "So geh ich mit beherzten Schritten" zu einem wahren Freudenmarsch, der die Christen bestärken will.
Aber nicht nur den Sängern gebührt Lob: Auch die brillant aufspielenden English Baroque Soloists blühen zu vollem Glanze auf. Die Kantate BWV 156 "Ich steh mit einem Fuß im Grabe" beispielsweise eröffnet mit einer Sinfonia, in der sich die ganze Transparenz des Spiels auf Originalinstrumenten kundtut. Hinzu kommt Gardiners farbenreiches, differenziert nuanciertes und haarscharf, teils straff akzentuiertes Dirigat, dass jede Kantate mit unglaublich viel Spannung auflädt.

Fazit: Es bleibt dabei: Mit Gardiner und seinen Weltklasse Akteuren kann man nicht viel falsch machen - eine einmalige Symbiose!
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