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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man möchte nochmal zwanzig sein...
Wo ist eigentlich die Zeit geblieben? Als wir Kinder waren, sind wir unter schulischer (!) Aufsicht in Person unseres Mathelehrers nach München gepilgert, um im Circus Krone-Bau AC/DC life zu erleben und dem einzigen und wahren Gitarrengott in kurzer Hose zu huldigen...
Und heute, gut 20 Jahre später werden wir Familienväter wieder aus unserem...
Am 6. März 2000 veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zum gähnen!
Diese CD ist das langweiligste was AC/DC jemals abgeliefert haben.Außer dem Titelsong und Safe in New York City ist jeder Song nicht einmal Durchschnitt sondern einfach nur fad und langweilig.Für mich ist auch kein Bluesfeeling erkennbar.Es klingt als hätte man Angus Young die Beine gefesselt.Wo sind die Zeiten hin als Bon Scott noch mitmischte und den...
Veröffentlicht am 23. Mai 2010 von Koxi


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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man möchte nochmal zwanzig sein..., 6. März 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Stiff Upper Lip (Audio CD)
Wo ist eigentlich die Zeit geblieben? Als wir Kinder waren, sind wir unter schulischer (!) Aufsicht in Person unseres Mathelehrers nach München gepilgert, um im Circus Krone-Bau AC/DC life zu erleben und dem einzigen und wahren Gitarrengott in kurzer Hose zu huldigen...
Und heute, gut 20 Jahre später werden wir Familienväter wieder aus unserem kleinen Leben herausgerissen, dass meist bestimmt wird vom aber auch alles wissenden Chef, der dem Schuhwahn verfallenen Ehefrau und dem lieben, seine Windeln hingebungsvoll füllenden Sohnemann, und siehe da... plötzlich sind wir wieder in die gute alte Luftgitarren-, Schulball- und Vokuhila-Zeit zurückversetzt, in der wir noch heimlich auf dem Klo rauchten und uns wie Männer vorkamen, wenn wir laut rülpsten. Und wir sind happy, dass es Dinge gibt, auf die man sich einfach verlassen kann.
Und das nur, weil er nun vor uns liegt, der neue Silberling auf den wir 1800 Tage warten mussten. Stiff upper lip... aha...schon der Titel zaubert ein Grinsen mitten ins Gesicht, das nicht mehr weichen möchte und wir wissen wie Nina Ruge schon vor dem ersten Ton: Alles wird gut.
Und in der Tat, glaubten wir Hobby-Youngs bisher, alles was man auf sechs Saiten spielen kann ist bereits gespielt, überraschen die Herrschaften mit Riff- (und auch Raff-) Erfindungen, die die Fähigkeit haben, simpel und tausendmal gehört zu klingen und doch sind sie so neu und genial, frisch und unverbraucht, einzigartig und originell, witzig und dreckig, dass man vom ersten selbstähnlichen Ton an genau weiss, wo man musikalisch zu Hause ist. Plötzlich ertappen wir uns zum Beispiel beim Autofahren, wie wir mit dem Kopf wippen, die Hooks mitsingen und uns von unseren lieben aber unwissenden Mitverkehrsteilnehmern für verrückt erklären lassen...Egal - AC/DC shoots from the hip und wir sind wieder 20.
Mögen sich alle Spassbremsen wohl nörgelnd vereinen und diskutieren, ob das eine oder andere Album vielleicht besser oder schlechter war... oder warum das Gitarrenkabel von Angus hörbar brummt... Wir Wissenden erwehren uns jedenfalls nicht eines rythmischen Fusswippens und der guten Laune, die SuL mit sich bringt, und verstehen plötzlich wieder, dass Leben Ferien von totsein ist.
Und nicht mehr aber auch nicht weniger wollten die Jungs uns geben. Nehmen wir's halt einfach.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 5 Sterne? 50 Sterne!!!, 22. Juli 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Stiff Upper Lip-Tour Edition (Audio CD)
Nach so vielen Jahren wird es weder Angus Young & Co. noch den Fans langweilig - im Gegenteil: in der Zeit der Playback-Tanzbärchen sind echte Musiker mit echten Instrumenten auf der Bühne eine Sensation. Nicht immer wieder neu, aber immer wieder gut (und sich selbst treu!). Perfekt gemachter Hard Rock mit Gitarre, Bass, Drums und einem Shouter von Format, schön straight gespielt - Herz, was willst Du mehr??? Deswegen reichen 5 Sterne nicht, um diese megageile Scheibe zu bewerten!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen AC/DC hören ist wie nach Hause kommen..., 20. Juni 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Stiff Upper Lip (Audio CD)
Ob Banker, Arzt oder Schüler, an kaum jemandem ist der Name AC/DC in den letzten 25 Jahren vorbeigegangen. Die einen kennen ihn nur, weil irgendein beeindruckter Minderjähriger diese 4 bedeutungsschwangeren Buchstaben in eine Schulbank eingeritzt und damit verewigt hat, und sie mußten es lesen und der Macht dieser Lettern Tribut zollen. Ältere Generationen kennen die Lieder beinahe genauso gut wie ihre Kinder, weil die ihnen die Gitarren von Malcolm und Angus stundenlang um die Ohren gespielt haben, ob sie es hören wollten oder nicht, Wände und Stockwerken waren kein Hinderniss. Die Nachbarn bekamen und bekommen AC/DC ebenfalls serviert und waren dankbar für die kurzen Augenblicke der Stille - zwischen den Liedern, versteht sich. Es gibt diese neue Platte, und man kommt nach Hause zu Onkel AC/DC, wenn man sie hört. Nicht alles ist überdimensional überragend, aber es ist doch die beste Scheibe seit For those about to rock. Freunde der Musik, Freunde des Rock, Freunde des Hardrock, kauft diese Platte, sicherer kann man Geld in diesen unsicheren Zeiten nicht anlegen. Und außerdem: You can't stop rock'n'roll!!!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Im eigenen Schatten ruhend, 27. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Stiff Upper Lip (Audio CD)
Wieder einmal hatte man also 5 Jahre auf ein Lebenszeichen der Australier warten müssen. Und dieses Lebenszeichen hieß "Stiff Upper Lip", meine erste Neuveröffentlichung als Fan. Drei Jahre zuvor war ich auf den Geschmack gekommen, inzwischen war ich 17, und AC/DC spielten in meiner Adoleszenz immer noch eine große Rolle, auch wenn sie sich neben einer großen Bandbreite neu hinzugekommener Bands behaupten mussten. Wie viele im Freundeskreis konnte ich das neue AC/DC-Album kaum abwarten, vor allem, da es eine Welttournee mit sich bringen würde und damit die Gelegenheit, den ältesten Schuljungen der Welt endlich live zu erleben. Schon das Cover deutete an: Alles beim Alten, der ikonisierte Angus Young mal wieder, diesmal als Statue. Das Heft jedoch eine Enttäuschung: Keine Songtexte! Und wie sich herausstellen sollte, würde es auch die Musik schwerhaben, an den Vorgänger "Ballbreaker" heranzukommen, was bis heute mein AC/DC-Lieblingsalbum ist, teils zu aus nostalgischen Gründen, teils aufgrund der hohen kompositorischen Qualität.

Produziert von George Young klang das Album zumindest schon mal, als mache man da weiter, wo man mit "Ballbreaker" aufgehört hatte. Von "Produktion" kann eigentlich auch keine Rede sein: Der schnörkellose, staubtrockene Sound vermittelt eher den Eindruck, als habe man einfach im Proberaum die Bandmaschinen mitlaufen lassen, im besten Sinne. Der Titelsong hat dann auch gleich das Zeug zum Klassiker, verschmitzt und clever, AC/DC in Bestform. Was folgt ist, um es kurz zu machen, ein Haufen durchschnittlicher Songs, die hauptsächlich vom Charme der Band und ihrer langen Geschichte getragen werden. Herausragendes Material ist immer mal wieder in Ansätzen vorhanden, wobei "Safe In New York City" sich angenehm vom Rest abhebt, und sich mit "Satellite Blues" oder "Can't Stop Rock'n'Roll" durchaus mehr als nur gute Ansätze einfinden.

Aber so richtig zünden will das Album nur in seinen rar gestreuten besten Momenten, irgendetwas fehlt dem Gros der Songs, um sie zu direkten Nachfolgern früherer Großtaten zu machen. Es ist, als ruhe man sich ein wenig im eigenen Schatten aus. AC/DC werden immer wieder für ihre Kontinuität und Verlässlichkeit gelobt, in der Tat, sie haben sich keinem Zeitgeist unterworfen und musizieren hier so selbstsicher ihre Retro-Schiene, dass man neidisch werden könnte. Aber man merkt eben auch: So richtig beweisen müssen oder wollen die alten Haudegen sich nicht mehr. Lieber begnügt man sich mit dem Recyceln alter Ideen, so wie "Damned" zum dreisten Selbstklau wird und das Riff von "Ballbreaker" 1:1-übernimmt, nur in gedrosseltem Tempo. Was man sich bewahrt hat ist eine ansteckende Spielfreude, und das ist die halbe Miete.

Es ist in der Tat herrlich, wie AC/DC dem Zeitgeist trotzen, aber wenn die Frage aufkommt, ob man sich damit nicht begnügen sollte, muss ich leider erwidern: Man sollte mehr erwarten dürfen, von einer so großen und genredefinierenden Band. Natürlich ist "Stiff Upper Lip" keineswegs schlecht, es hat seine Momente und kann einen streckenweise zum Mitgrooven bewegen, aber im Vergleich zu den Vorgängern eben doch ein gewisser kreativer Abstieg, dabei hatte man mit "Ballbreaker" doch eindrucksvoll demonstriert, was noch in den alten Knochen steckte. 8 Jahre später auf "Black Ice" herrscht nun nur noch zelebrierte Langeweile, dagegen ist "Stiff Upper Lip" wie ein charmanter alter Herr, der mit seinen Schoten aus früheren Tagen, in denen alles besser war, auch den jungen Rotznasen wenigstens für ein paar Momente noch eins vormachen kann, aber auf Dauer schwer um die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer kämpfen muss. Charmant auf jeden Fall, aber auch irgendwie ohne allzu viel Relevanz.

Ich sah AC/DC im Oktober 2000 in der Frankfurter Festhalle, ließ mir von Brian Johnson die Hand abschlagen und erinnere mich noch genau wie ich während des Konzertes dachte: "Das ist ja wirklich so geil!" (Wie auf all den Live-Videos, die ich gesehen hatte). Und dafür danke ich AC/DC, auch wenn sie - bezeichnenderweise - nur drei Nummern aus diesem, ihrem damals aktuellem Album spielten. Ich vergebe ganz knapp vier Sterne, eben für den unwiderbringlichen Charme.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein wenig kraftlos, 11. Januar 2009
Von 
Karlheinz (Frankfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stiff Upper Lip (Audio CD)
Das 14. Album der australischen Hard Rock-Band AC/DC "Stiff upper lip" erschien im Jahre 2000, fast fünf Jahre nach dem letzten Album "Ballbreaker"

Kommerziell erfolgreich wurden vier Singles aus dem Album veröffentlicht: Stiff Upper Lip, Satellite Blues, Safe in New York City und Meltdown, deren Erfolg allerdings begrenzt.

In Australien und Europa erschien am 8. Februar 2001 zusätzlich eine Tour-Edition von Stiff Upper Lip, die das Originalalbum, sowie eine Bonus-Disc enthielt. Auf der hinzugefügten CD befanden sich die B-Seite der Safe in New York City-Single, fünf Live-Versionen alter AC/DC-Songs, die 1996 in der Las Ventas-Arena in Madrid aufgenommen worden waren, sowie drei Musikvideos.

Insgesamt wirkt das Album aber kraftlos und hat nicht die Power der vorigen Alben. Das Album weißt keine schwächeren Titel auf, sonder bleibtr insgesamt auf hohem Niveau, wenn auch der letzte Kick ab und zu fehlt, somit nur vier von fünf Sternen.

Anspieltipps: Meltdown,House Of Jazz, Can't Stop Rock 'N' Roll und Satellite Blues.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer Stiff upper lip hört, braucht keine Drogen, 3. März 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Stiff Upper Lip (Audio CD)
Das alte Blues-Feeling !!! Sind wir doch ehrlich, auf solch ein Album mussten wir lange warten. Nachdem sich alle anderen großen Rockbands schon Richtung Kommerz und Charttauglichkeit verabschiedet haben, zeigen AC/DC mit "Stiff upper lip" worauf es ihnen ankommt. Nämlich auf die Musik. Und dass AC/DC nicht unbedingt viele Noten brauchen, um gute Musik zu machen, beweisen mit "Stiff upper lip" ein weiters mal. Es ist ein Blues-Rock Gewitter, das seines Gleichen sucht und erst wieder im 78-er Album "Powerage" findet. Die Brillianz des Albums wird nach mehrmaligem Hören deutlich. Wer den alten Blueszeiten mit Bon Scott hinterhertrauerte, kann jetzt endlich aufatmen, denn "Stiff upper Lip" ist ein authentisches, handgemachtes Album, welches den Anfangszeiten von AC/DC locker gerecht wird, auch wenn Brian Johnson Bon Scott nicht ersetzen kann. Also zugreifen !
Danke George !
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht das beste, nicht das schlechteste Album, 10. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Stiff Upper Lip (Audio CD)
Angus Young hat mal gemeint, er habe sein "Great Ball of Fire" noch nicht geschrieben. Nun gut, das hier ist es jedenfalls auch nicht. AC/DC haben hier weden den Rock'n'Roll noch sich selbst neu erfunden, aber die Platte ist eine solide Rockscheibe, die weitgehend Spaß macht, keinem weh tut und auch für Neueinsteiger geeignet ist.
Zu den Songs:
Stiff upper lip - Zurückhaltendes Intro, Beginn mit einem Knall. Einer der musikalischen Höhepunkte.
Meltdown - Schleppend, eher langweilig.
House of Jazz - Leicht indianisch angehauchter Takt, dann simpler Refrain, dann zurück zu altem Takt. Ganz okay.
Hold me back - Filigrane Gitarren, die einfache, aber schöne Melodie spielen, wobei stampfende Drums einen netten Kontrast bilden. Wirkt.
Safe in NYC - Spannendes Riff, im Grunde starkes Stück, hätte aber noch mehr Aggression gebraucht (wie z.B. Given the dog a bone)
Cant stand still - Flockig lockere Lead-Gitarre, gute Stimmung, herrlicher Mitwipp-Rhythmus. You'll can't stand still. :-)
Cant stop RnR - Ein musikalischer Höhepunkt. Starker Anfang, dann ein Gang zurück, zum Refrain alle wieder voll da. Im Grunde einfach (siehe Lexikon unter "AC/DC"), aber sehr gut.
Satellite blues - Der Anfang weckt Hoffnungen auf einen Kracher, die zum Refrain nur halb erfüllt werden, zum Schluss hin recht hörbare Soloarbeit von Angus.
Damned - Langsam, böse. Zweite Gitarre kommt nach der ersten halben Minute recht wirkungsvoll dazu. Beim Refrain erfüllen sich die Hoffnungen aus dem vorigen Lied. Bleibt aber langsam und stampfend. Gut.
Come and get it - Cooler Anfang, fallweise einfache Gitarrenmelodien in Harmonien gespielt. Langsamer Rhythmus wie Damned, beim Chorus darf Malcolm wieder mal ein bisschen krächzen. Zum Solo Steigerung der Intensität, die bis zum Schluss bleibt.
All screwed up - Riff rollt ziemlich scharf heran, sogar Drummer Phil Rudd bekommt zum Refrain seine (natürlich kurzen) Momente, zum Solo deutliche Spannungssteigerung.
Give it up - Gute-Laune-Rocker, guter Rausschmeißer.
Den Gesamtsound hätte ich mir wesentlich rauher gewünscht, das hätte einigen Liedern den Biss gegeben, den sie von der Komposition her haben sollten. Aber ist halt nicht.

Meine Favoriten hier drauf sind der Titeltrack, Hold me back, Cant stand still und Cant stop RnR.
Die Platte bekommt vier Sterne, weil sie besser als Flick of the Switch und Fly on the Wall ist, und diese Alben drei Sterne bekommen haben. (Weniger als drei kann ich als Fan dieser Band einfach nicht geben.) Empfehlen würde ich aber eher Powerage, High Voltage, Let there be Rock, Highway to Hell oder Back in Black. Und wer eine gute AC/DC Scheibe von nach 1981 hören will, kauft besser The Razors Edge oder Black Ice.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dreckiger, hochexplosiver Blues Rock zum aktiven Mitwippen, 20. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Stiff Upper Lip (Audio CD)
Fünf Jahre nach dem von Rick Rubin produzierten Welterfolg "Ballbreaker" besinnt sich die australisch-britische Hard Rock Truppe AC/DC wieder auf ihre Wurzeln. "Stiff upper lip" heißt der 13. Longplayer und selten haben die Mannen um die beiden Gitarristenbrüder Angus und Malcolm Young derart bluesig geklungen wie zu Beginn des neuen Jahrtausends. Mancher wirft der einst energiegeladensten Formation des Planeten damals vor, mit angezogener Handbremse zu agieren und im Alter viel Drive verloren zu haben. Bei genauerer Betrachtung fällt jedoch auf, dass die Kraft der zwölf Kompositionen auf "Stiff upper lip" ausgerechnet in den simplen, aber unglaublich effektiven Bluesriffs liegt. AC/DC klingen anno 2000 wie ein tonnenschwerer Bulldozer.

Die warme Produktion des ältesten Young Bruders George stellt besonders die Gitarren und das Schlagzeug von Phil Rudd in den Vordergrund. Dieses klingt im Vergleich zu "Ballbreaker" wieder so satt und knackig wie gewohnt. Niemand groovt derart mitreißend. Wie immer bei AC/DC gilt auch diesmal: Ausruhen verboten! Eine Ballade werden die fünf wohl niemals veröffentlichen.

Stattdessen gibt es zum Auftakt erdigen Bluesrock. Der Titelsong beginnt mit einem fiebrigen Angus-Riff, ehe die Heavy-Boogie-Rock Maschine volle Kraft voraus losdonnert. Sofort ist heftiges Mitwippen im Takt angesagt. Auch der Refrain der ersten Single bleibt sofort hängen und verleitet zum eifrigen Mitgröhlen. Genau so will man als Fan AC/DC haben: keine Kompromisse, einfach drauf los. Ungestüm, wild, laut.

Das melodische "Meltdown" schunkelt dann etwas weniger brachial, wartet aber mit einem eingängigen Refrain auf. AC/DC haben definitiv den Groove gepachtet, das beweist diese filigrane Nummer. Absolut geil!

"House of Jazz" nimmt dann noch mehr Tempo raus und setzt auf stampfende Schlagzeug-Parts. Ganz gut, aber nichts besonderes.

Selbiges gilt für "Hold me back". Die Young Brüder riffen sich synchron durch die Strofen, überlassen Sänger Brian Johnson im Chorus dann aber die Bühne. Etwas unspektakulär.

Der absolute Überkiller des Albums ist zweifellos die zweite Single "Safe in New York City". Was für ein gefährliches Power-Riff! Wer hier nicht total ausflippt, hat das Phänomen AC/DC nicht verstanden. Angetrieben vom furztrockenen Schlagzeug gibt es kein Halten mehr. Der Refrain hämmert sich richtiggehend ins Hirn. Ein Klassiker!

"Can't stand still" ist ein Stadion-Rocker vor dem Herrn. Man kann sich bildlich vorstellen, wie große Menschenmassen enthusiastisch dazu hüpfen. Der Titel ist Programm!

Genau wie bei "Can't stop Rock'n'Roll". Ein kraftvoller Midtempo-Blues mit absoluten Hitqualitäten. Hätte sich als Single auch gut gemacht, nicht zuletzt weil der Titel des Songs perfekt zu AC/DC passt.

Die dritte Single "Satellite Blues" klingt auf den ersten Blick etwas unspektakulär. Doch mit der Zeit entwickelt sich die Nummer zu einem gewaltigen Kopfschüttler. Endlich sind die klassischen Gang-Shouts zurück!

"Damned" und "Come and get it" sind solide Rocker wie man sie von AC/DC kennt, ohne wirklich herauszustechen.

"All screwed up" hingegen klingt etwas frischer und dynamischer. Doch das Abschlussstück "Give it up" mit seinem unfassbar knackigen Schlagzeug-Groove und den schneidenden Doppel-Gitarren verleitet dann nochmal zum entusiastischen Schütteln sämtlicher Körperteile. Für mich neben "Stiff upper lip" und "Safe in New York City" der Höhepunkt der Platte.

Am Ende ist es wie immer: Innovation sucht man bei AC/DC vergebens. Aber genau das macht die Band aus. Phil Rudd treibt sein Schlagzeug stoisch wie ein Uhrwerk nach vorne, Cliff Williams' Bass rumpelt kaum hörbar dazu, Malcolm Young liefert punktgenaue Rhythmus-Riffs und lässt seinem Bruder Angus bei den Soli Raum zur Entfaltung. Und Brian Johnson strapaziert seine Stimme wieder mal bis zum Limit, obwohl hier und da vereinzelt auch tiefere Töne zu hören sind.
Alles wie gehabt also bei einer der erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten, nur dass man "Stiff upper lip" mehrmals hören muss, um gepackt zu werden. Sicherlich gehört die LP nicht zu den fünf Besten der Band, aber sie kann locker im oberen Drittel des üppigen Backkataloges eingeordnet werden. Macht jederzeit Spaß und ist immer wieder ein Genuss. Besonders dann, wenn man auf die bluesigere Seite der Truppe steht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zum gähnen!, 23. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Stiff Upper Lip (Audio CD)
Diese CD ist das langweiligste was AC/DC jemals abgeliefert haben.Außer dem Titelsong und Safe in New York City ist jeder Song nicht einmal Durchschnitt sondern einfach nur fad und langweilig.Für mich ist auch kein Bluesfeeling erkennbar.Es klingt als hätte man Angus Young die Beine gefesselt.Wo sind die Zeiten hin als Bon Scott noch mitmischte und den besten Bluesgetränkten Hardrock hauchte,sang und schrie und als der Sound noch "rollte".Schade um's Geld!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen AC/DC rocken...auch noch im neuen Jahrtausend!, 17. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Stiff Upper Lip (Audio CD)
Stiff Upper Lip ist wirklich in wahnsinnig gutes Album. OK es ist richtig bluesig ausgefallen, aber der Rock stammt vom Blues ab, das beweißt gerade dieses Album und es rockt auf jeden Fall mit Ohrwürmern wie dem genialen Anfangstrack "Stiff Upper Lip". Andere sehr gute Songs sind auf jeden Fall "Satellite Blues", "House of Jazz", "Can't Stand Still", "Hold Me Back", "Come And Get It", "Safe In New York City" und "Damned", also im Prinzip das ganze Album. Das Album sei allen Hardrockern und denen die es werden wollen ans Herz gelegt. Und lasst euch nicht davon abschrecken, dass es eigentlich ein reines Blues Album ist, denn es ROCKT auf jeden Fall! AC/DC haben den Sprung ins neue Jahrtausend geschafft!
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Stiff Upper Lip
Stiff Upper Lip von AC/DC (Audio CD - 2000)
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