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23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein bedeutendes Dokument, 19. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Great Recordings Of The Century - Mahler (Sinfonie Nr. 2) (Audio CD)
Als die deutschen Stardirigenten Jochum, Böhm, Karajan um Gustav Mahlers sinfonisches Werk noch einen weiten Bogen machten, setzten sich die deutschen Exil-Musiker Otto Klemperer und Bruno Walter ebenso wie der große Italo-Engländer Sir John Barbirolli bereits nachdrücklich, sowohl im Plattenstudio als auch im Konzertsaal, für diesen musikalischen Kosmos ein. Sowohl Klemperer als auch Walter hatten in ihren jungen Jahren enge persönliche Kontakte zu diesem "letzten Sinfoniker".
Otto Klemperers Studio-Produktion der 2. Symphonie, mit dem Beinamen "Auferstehung", beeindruckt durch ihre großartige Polyphonie und ihre streng durchgehaltenen Tempi. Bis heute hat es keinen Mahler-Dirigenten von Rang gegeben, der es mit Klemperers Unerbittlichkeit und Strenge aufnehmen könnte. Elisabeth Schwarzkopf und die wenig bekannte Hilde Rössl-Majdan sind stimmlich bestens disponiert, Philharmonia Chor und -Orchester London folgen ihrem Chef in bewunderswerter Weise. So ist hier eine Auferstehungs-Symphonie entstanden, die die Zeiten überdauern wird. Es ist lebhaft zu begrüßen, daß die EMI diese Produktion in die "Great Recordings of the Century" aufgenommen hat. Die Präsentation ist ebenso untadelig wie die Klangwirkung der 1961/62 aufgezeichneten Produktion. Ich persönlich zähle sie zu Klemperers besten Leistungen, an der auch der legendäre EMI-Produzent Walter Legge seinen Anteil hat.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mustergültige Auferstehungs-Symphonie, 29. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Great Recordings Of The Century - Mahler (Sinfonie Nr. 2) (Audio CD)
Klemperer zählte zu den ganz grossen Dirigenten des 20. Jahrhunderts, er war ein strenger und teils gefürchteter Kappellmeister alter Schule. Viele seiner Aufnahmen behalten bis heute Referenzcharakter. Ganz besonders gilt dies für diese Einspielung der Auferstehungs-Symphonie von Gustav Mahler. Seine Lesart ist geprägt von einer unerbittlichen Strenge, die aber gleichzeitig den sublimen Feinheiten und den emotionalen Seiten dieser grossartigen Partitur Raum lässt. Der Spannungsbogen ist über das ganze Werk geschlagen, das Philharmonia Orchester und der Chor sind bestens disponiert, und die beiden Sängerinnen (Rössl-Majdan und Schwarzkopf) sind eine überaus glückliche Wahl für diese Symphonie.

Die dramatische Spannung wird bereits in den ersten Takten aufgebaut, ohne aufgesetzt zu wirken. Dies zieht sich durch das ganze Werk hindurch. Das Urlicht und das "Langsam. Misterioso" mitsamt der aus dem Nichts auftauchenden Solostimmen im Finalsatz sind als ganz besondere Höhepunkte der Interpretation hervorzuheben - wer dies gehört hat, wird es nicht so schnell wieder vergessen.

Die Klangqualität ist ausgezeichnet, man hört der Aufnahme ihr Alter zu keinem Zeitpunkt an. Die Unterteilung des grossen Finalsatzes mit direkter Anwählbarkeit verschiedener Stellen ist eine äusserst willkommene Einführung, welche in der älteren EMI-Aufnahme noch nicht verfügbar war.

Kurzum, mit dieser zu Recht den "Great Recording of the Century" zugeschlagenen Aufnahme kann man weder interpretatorisch noch aufnahmetechnisch einen Fehler machen.

Nachfolgend eine subjektive Übersicht über herausragende Mahler-Einspielungen:

Symphonie 1..........Kubelik, Symphonie-Orchester des Bayrischen Rundfunks
Symphonie 2..........Klemperer, Philharmonia Orchestra - Walter, Columbia Symphony Orchestra
Symphonie 3..........Horenstein, London Symphony Orchestra*
Symphonie 4..........Szell, Cleveland Orchestra
Symphonie 5..........Abbado, Chicago Symphony Orchestra - Karajan, Berliner Philharmoniker
Symphonie 6..........Bernstein, Wiener Philharmoniker - Boulez, Wiener Philharmoniker
Symphonie 7..........Abbado, Berliner Philharmoniker - Nott, Bamberger Symphoniker
Symphonie 9..........Abbado, Berliner Philharmoniker - Walter, Wiener Philharmoniker
Lied von der Erde....Klemperer, Philharmonia Orchestra

(Zur 8. Symphonie kann ich nichts sagen - habe keinen Zugang zu diesem Werk.)
*Aktuell nur in der (recht günstigen) Brillant-Mahler-Box erhältlich.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klemperers Mahler - zeitlos gültig, 25. Juni 2010
Von 
Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Great Recordings Of The Century - Mahler (Sinfonie Nr. 2) (Audio CD)
Die zweite Sinfonie von Gustav Mahler zählt zum Besten, was uns die klassische Musik bieten kann. Sie stellt einen der Meilensteine der Spätromantik dar. Das etwa 80minütige Werk ist mitreißend, meditativ und majestätisch zugleich. Otto Klemperer verstand es in seiner Einspielung, sämtliche Nuancen aus diesem Werk heraus zu holen. Sowieso ist Klemperer einer der wenigen Künstler, deren Werke eigentlich immer ausgezeichnet sind.

Vom Hocker reißt den Hörer gleich der erste Satz. Während die meisten Dirigenten für denselben tendenziell getragenere Tempi wählen, so zieht Klemperer das Tempo gewaltig an, drängt damit die musikalische Aussage und feiert mit dem Rezipienten eine pompöse, überwältigende Totenfeier. Das Philharmonia Orchestra spielt hier wie elektrisiert und dank der sehr guten Tonqualität wirkt die sakrale Weihe, die schneidende Wucht greifbar nahe.

Die zurückhaltenderen Sätze Nummer zwei und drei, in denen Mahler etliche Motive aus seinen "Wunderhorn" Liedern aufgreift, lässt Klemperer vom perfekt spielenden Orchester aufpolieren. Mahler wollte in diesen zwei Charakterstücken darstellen, wie der in dieser Sinfonie zu Grabe getragene Held seiner ersten Sinfonie die Errungenschaften und Erfahrungen seines Lebens rekapituliert.

Im vierten Satz dann trifft er auf einen Engel, der von seinem Weg zum ewigen Leben berichtet. Dieses unter dem Namen "Urlicht" berühmt gewordene "Wunderhorn" Lied vertonte Mahler eigens für diesen Monumentalepos. Auf der einen Seite gebart sich dieser Satz sakral, leidenschaftlich und feierlich; auf der anderen erscheint er unglaublich schlicht und mysteriös. Hilde Rössl Majdan verleiht diesem andächtigen Satz die Würze.

Schließlich bricht der Jüngste Tag herein. Mahler lässt das Orchester in diesen enormen, mehr als halbstündigen Satz wild hervorbrechen. Immer wieder wird durch herrliche Steigerungen und ausgelassene, getragene Momenti die Spannung zum Schlusschor gesteigert. Und der ist hoch emotional. Elisabeth Schwarzkopf mit Rössl Majdan und der Philharmonia Chorus machen insbesondere die leisen, wie von ferne wirkenden Stellen zum Erlebnis. Und der Schlusschor ist unheimlich Trost spendend und rührt immer zu Tränen.

Fazit: Diese Musik in dieser Aufnahme möchte ich hören, wenn ich sterbe...
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemberaubend, 12. Dezember 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Great Recordings Of The Century - Mahler (Sinfonie Nr. 2) (Audio CD)
Ich muss zugeben, dass ich mich grundsätzlich etwas schwer tue mit der Musik Gustav Mahlers.

Umso erstaunlicher finde ich es, wie sehr mich diese Aufnahme seiner 2. Sinfonie fesselt.

Otto Klemperer entführt den Hörer in einen atemberaubenden Klangkosmos.

Tonkaskaden von schier unfasslicher Wucht und Melodien von erschütternder Tiefe und Melancholie erwarten den Hörer.

Auch Musikfreunde, die - so wie ich - etwas Berührungsängste mit dem Werk dieses Komponisten haben, werden die Anschaffung dieser CD sicherlich nicht bereuen.
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