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"Begeben Sie sich auf eine Zeitreise in das "Swinging London" der späten 60er Jahre. Der Rolling Stones Rock and Roll Circus ist eine Zeitkapsel: Zwei Tage im Dezember 1968, die auf vielfältige Weise die Spontaneität, die Visionen und den Gemeinschaftsgeist einer ganzen Ära einfangen......
.....einen kurzen Moment lang schien es so, als hätte Rock and Roll die Welt erobert."
(Vormerkungen von David Dalton)

Am 10. Dezember 1968 wollten "The Rolling Stones", die seit über einem Jahr nicht mehr on Tour waren, neue Wege bei der Plattenaufnahme und Konzertperformance beschreiten und gingen deshalb zusammen mit Freunden in ein Zelt, um ihren "Rock and Roll Circus" zu produzieren. Die Aufnahmen begannen um zwei Uhr mittags und sollten sich bis fünf Uhr am nächsten Morgen hinziehen:

Nachdem Mick Jagger den "Rock and Roll Circus" vorgestellt hat und die "Gladiatoren" (Jagger als Zirkusdirektor, die anderen Akteure mit Blasinstrumenten) eingezogen sind, präsentiert die damals junge und noch recht bluesorientierte Formation Jethro Tull ihren "Song For Jeffrey". Während der flötenspielende Protagonist Ian Anderson seinen Part live und teilweise einbeinig stehend zum Besten gibt, mimen die übrigen Bandmitglieder zur Albumversion. Mit Clive Bunker (Drums) und Glenn Cormick (Bass), dessen Mundharmonika sich ein faszinierendes Wechselspiel mit Andersons Flöte liefert, sind zwei weitere Gründungsmitglieder, der ein Jahr zuvor gegründeten Gruppe mit von der Partie. Daneben gibt der spätere "Black Sabbath" Gitarrist Tony Iommi sein kurzes Intermezzo als Bandmitglied.

Mit Zylinder, Augenklappe und Zigarre kündigt Keith Richards "The Who" an, die mit einer sensationellen vierstimmigen à cappella Einlage beginnen. Beim anschließenden "A Quick One While He's Away" zeigen Roger Daltrey, Pete Townshend, John Entwistle und Keith Moon (1946-1978), was sie zur Kultband der Mod-Bewegung machte. Ein weiteres Bonbon ist Taj Mahal's "Ain't That A Lot Of Love",dessen Basisriff von seinen Komponisten Willia Dean Parker/Homer bereits 1967 in "Gimme Some Lovin'" (Spencer Davis Group) Verwendung fand. Neben Taj Mahals rauchigem Bluesgesang ist es vor allem das Gitarrenspiel des Kiowa-Indianers Jesse Ed Davis(1944-1988), was diesen Gig hörens- und sehenswert macht. Dem zurückhaltenden Stones Drummer Charlie WAtts obliegt es die damalige Freundin und Muse Jaggers Marianne Faithfull anzusagen, die mit dem Mann/Goffin Song "Something Better" die sanftesten Töne des Spektakels anstimmt.

John Lennon, der sich selsbt "Winston Legthigh" nennt, wird von Jagger mit den Worten "You are a Blues" auf die Bühne verabschiedet und erfüllt mit dem "Yer Blues" umgehend Micks Postulat. Für die Präsentation des Stückes, das er zusammen mit Paul McCartney geschrieben hatte, trommelte er einmalig für diesen Auftritt "The Dirty Mac" zusammen, dem neben Slowhand Eric Clapton (Yardbirds, Cream), der Drummer Mitch Mitchel (Jimi Hendrix Experience) und Keith Richards am Bass (!)angehören. Bei "Whole Lotta Yoko", der zweiten Nummer der Supergroup, stoßen der Geiger Ivry Gitlis und Yoko Ono, deren martialisches Geheul lediglich Jesse Ed Davis ein Lächeln abgewinnen kann (da sich dieser offensichtlich an die Gesänge seiner Ahnen erinnert) zur Gruppe hinzu. Die mangelnde musikalische Harmonie des kultigen Schreihalses (von dem sich Paul Mc Cartney "Get back to where you once belonged" wünschte) ist bereits ein Menetekel für die baldige Trennung der Beatles.

Abschließend obliegt es John Lennon den Auftritt der "Rolling Stones", die mit sieben Jagger/Richards Nummern "Jumpin' Jack Flash", "Parachute Woman" (Jagger: "Good save the Queen."), "No Expectations", "You Can't Always Get What You Want" und "Sympathy for the Devil" (Jagger mit riesigem Tattoo auf der entblößten Brust) den größten Teil des Events bestreiten. Bei der finalen Schunkelnummer "Salt of the Earth", die Keith Richards mit einer Sologesangseinlage eröffnet, zeichnet sich bereits ab, wer künftig in der Band das Sagen haben wird. Der einstige Boss Brian Jones ist bei seinem letzten Auftritt mit der Gruppe als periphere Gestalt nur noch ein Schatten seiner selbst, der, kurz danach aus der Band gefeuert, am 3. Juli 1969 einen mysteriösen Tod sterben wird.

Der mit 28 Jahren Verspätung, ursprünglich als BBC-Spezial geplante, erstmals im Jahre 1996 veröffentliche Film ist trotz der gegenüber den Who, -mit Ausnahme Jaggers- etwas ermüdet wirkenden Stones und der japanischen Heulboje ein besonderer Event der Rockgeschichte, der in keiner Sammlung fehlen sollte. 5 Amazonsterne.
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