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am 26. Oktober 2001
Joy Divisions Musik ist sicher nicht Jedermanns Sache und man muß möglicherweise ein wenig Geduld mitbringen, bis sich einem die Magie von Unknown Pleasures erschließt. Ich weiß noch genau wie ich damals in den 80ern Unknown Pleasures zum ersten Mal hörte und zunächst ziemlich entäuscht war von dieser völlig untheatralischen und scheinbar amateurhaft produzierten Musik. Es dauerte ein paar Tage bis zum Kick-In, dann jedoch wurde Unknown Pleasures zu einem meiner persönlichen Lieblingsalben und das ist es bis heute.

Unknown Pleasures ist die vertonte Katharsis. Dunkel, metallisch und voll von aufwühlender Energie. Ian Curtis Lyrics und Vocals reflektieren das innere Aufbegehren einer isolierten Seele, getragen und vorangetrieben wird sein Gesang von brachialen Gitarren-Riffs, trockenen Bass-Melodien (sic!) und peitschenden Drum-Sequenzen. Einen wesentlichen Anteil an Joy Divisions Sound hatte Produzent Martin Hannett, der mit völlig unorthodoxen Frequenzspektren eine extrem intensive, düstere Atmosphere schuf. Joy Divisions Musik wird oft mit dem Attribut "depressiv" umschrieben. Die Wesensverwandschaft ist sicher vorhanden, dennoch wird Unknown Pleasures nicht durch Verzweiflung bestimmt, sondern eher durch unemotionale Abgeklärtheit. Die Reise ins Innere der Seele endet in genialer Weise mit "I Remember Nothing". Das Tempo wird reduziert, es kehrt Ruhe ein. Die Abkehr vom Gewesenen ist vollzogen.
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am 11. März 2007
Dieses Meisterwerk von einem Album ist nichts für Menschen, die immer fröhlich sind, die sich noch nie völlig verloren und einsam gefühlt haben, die noch nie enttäuscht von der ganzen Welt waren, die sich noch nie nach dem Sinn gefragt haben.

Alle anderen, die sich auf dieses Album einlassen (wollen), werden sich verstanden fühlen. Denn die Songs sind sehr düster. Alles, von Drums über Gitarren bis hin zur unglaublichen Stimme Ian Curtis', die mit den depressiven Texten einen Großteil des Sounds ausmacht, ist düster. Und trotzdem ist man überzeugt, dass alles, was man hört, die Wahrheit ist, dass alles stimmt, dass es nicht an einem selbst liegt, der die Dinge und die Menschen und die Welt als sowas Schlechtes sieht. Deswegen hilft es einem, trotzdem es so unfassbar depressiv ist, weiter. Es ist einfach großartig.
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am 30. Juni 2012
In meinem Schrank nehem Joy Division einen Ehrenplatz ein. Die beiden Alben, die drei Livebootlegs, einige der unterschiedlichen und unzähligen Sampler u.a. die drei wichtigsten Complete BBC Recordings, Substance und Still, das Album der PräJoyDivisionBand Warsaw, den Ian Curtis Film Closer, eine Doku und und und.
Und das sicher nicht ohne Grund, alles beginnt mit Unknow Pleassures, dem kalt monochromen und monotonem Klangerlebnis, das aus Punk entgültig Postpunk machte und Dark Wave bzw. New Wave entgültig definierte als die Abkehr vom althergebrachtem Punk. Das JD sich nach einem Sex Pistols Konzert gründeten ist nicht nur eine jener bezeichnenenden Legenden um diese Band sondern spricht auch für sich wenn es um die Herkunft der Kraft dieser Band geht. Sie sind immer noch wütende desillusionierte junge Männer doch das einst geschriene No Future nimmt plötzlich Form an und diese Jungen Männer tragen Gewichte aus Generationen auf ihren Schultern. Unknow Pleasures zeichnet eine düstere kalte schwarze Zukunft die jener Vision von Burgess und Kubricks Clockwork Orange entsprach. Ein hämmernder Bass, eine heulende Gitarre, ein metronomartig kaltes Schalgzeug und Ian Curtis entsetzter Bariton der eine selbsthassende und selbstzerstörische Lyrik vorträgt. Da tun sich Abgründe auf. Mit Punk hat das alles kaum noch etwas zu tun, außer dem abgehetztem Interzone. Und außer diesem Stück bestechen die Songs durch wenn auch kalte so doch hypnotische Rhytmik. Bei manchem Durchlauf frage ich micht ob die Gitarreüerhaupt nötig sei, doch in so wundersamen Augenblicken wie I remember nothing kommt dann auch das Instrument zu voller Entfaltung. Wobei auh hier gesagt sein muss, dass volle Entfaltung dabei den Industrialbeeinflussten Nutzen fern jeder Rockmusik meint. Plötzlich ist die Gitarre ein bitteres Organ, eine eigene Ausdrucksform, ja fast Jazzinspirert, eine ganz eigene Angelegenheit die ebenso mit dem Inhalt und der Botschaft der Musik kämpft wie die angemerkte Lyrik.
Unknow Pleasuers ist ein kalte Abgrund, nachdem man den Schritt über die Klippe gewagt hat. Die suizidale Tendenz von Curtis ist mehr als Spürbar, und Martin Hannett machte sie zur Essenz dieses Albums. Er schraubte den Bass in der Vordergrund, das Schlagzeug tiefer und ließ die Gitarre, sofern sie im klassischen Rocksinn agierte, wie einen meit verlorenen Kontrastpunkt in dieser kalten Düsterniss erscheinen. Der einzige warme Lichtblick erstick in einem Meer aus toten Neonröhren und endloser Dunkelheit.
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am 8. Juni 2001
Die erste Joy Division-Platte. Was soll noch gesagt werden? Metallisch, kalt, dunkel. Eine Platte über die Großstadt Manchester. Keine Bewegung, völliger Stillstand. Depression, Zerfall ,Arbeitslosigkeit, das Geräusch zerklirrenden Glases. Als ob ein Obdachloser seine letzte Flasche Fusel fallen läßt. Und dann selber fällt.
Shes lost control Shadowplay Disorder
Hört euch diese Songs an. Mehr ist nicht zu sagen...
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am 27. Oktober 2007
"Unknown Pleasures" beginnt mit treibenden Drums, darauf ein mächtiger Bass, dann knarrt eine Gitarre und schließlich dröhnt Ians Curtis Stimme fast wie aus dem Übungskeller. Bedrohliche Riffs, karge Synthies, trockenes Zischen. Rauh, ungeschliffen und absolut kompromisslos. Hier ist nichts zuviel und nichts zu wenig. Diese Musik als depressiv zu bezeichnen wäre zu einfach. Sie ist entfesselte Verzweiflung und bedrohlicher Schatten, der Dich aufnimmt, nicht wieder losläßt und zugleich beschützt. Das ist kein Punk mehr, schon gar kein Rock oder Pop und noch kein New Wave. Peter Savilles Covergestaltung ist legendär und visualisiert perfekt die Stimmung des Albums. Im Mittelpunkt stehen die Berge einer digitalen Landschaft, alles komplett schwarz aber irgendwie nicht kalt, auf das Wesentliche reduziert. "Unknown Pleasures" war 1979 der Grundstein des inzwischen untergegangenen Factory-Labels. Für Joy Division war es Anfangs- und Endpunkt zugleich. Was vorher kam war Entwurf, was nachher kam war nur noch Verfeinerung.
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Spät, aber doch habe ich nun endlich auch die beiden JD-Alben "Unknown Pleasures" (1979) und "Closer" (1980) erstanden, um ihnen neben dem Sampler "Substance" und "The Best Of JD" einen Ehrenplatz in meinem CD-Regal zu sichern.

Da ich Joy Division beim Erwerb dieser Platte nun schon kannte, tat sich für mich persönlich wenig Überraschendes auf. Die teilweise gewöhnungsbedürftigen Soundcollagen, die stets (oder fast immer) im Hintergrund der Songs zu hören sind und somit die Atmosphäre verdichten, sind - wenn man sich eingehört hat - unverzichtbarer Bestandteil und gleichzeitig auch Markenzeichen der Kultband aus Manchester.

Was mich dennoch überrascht hat, ist die Gesamtatmosphäre, die "Unknown Pleasures" innehat. Wie ein Roter Faden geht diese mystische, unbehagliche Stimmung durch dieses Gesamtkunstwerk. Zwar sind einzelne Songs - wie ich finde - beispielsweise auf dem Schmelztiegel "Substance" mitunter leichter hörbar, aber als Ganzes betrachtet, ist "Unknown Pleasures" tatsächlich zurecht vielseits als Meisterwerk bezeichnet worden.

Schade natürlich, das der arg gebeutelte Ian Curtis seinem jungen Leben so ein jähes Ende bereitete. Gerade als man auf dem Weg nach oben war, hat er sich bedauerlicherweise selbst das Leben genommen. Freilich: Den Kult und das "mystische Etwas", das Joy Division nach wie vor umgibt, hat das nachhaltig gestärkt. Nichtsdestotrotz wäre es uns allen aber ohne Frage natürlich lieber gewesen Mr. Curtis und JD würden auch heute noch Songs schreiben, Alben machen und Konzerte geben...
Eigentlich ist es ja bemerkenswert, was in der kurzen Schaffensphase (1977 - 1980) alles an Output hervorgebracht wurde. Tragisch und bewundernswert gleichzeitig.

Kurzum: "Unknown Pleasures" ist eindeutig eine Meisterleistung, vor allem atmosphärisch besticht das Album als Ganzes, was den Hörgenuss betrifft. Eigentlich kann man beim Kauf von JD-Scheiben so und so nichts falsch machen. Ich empfehle deshalb - neben dem eben rezensierten Werk - auch das Zweitwerk "Closer" (die berühmt-berüchtigte "Selbstmordplatte") sowie (unbedingt!) "Substance", das viele, nicht auf den offiziellen Studioalben veröffentlichte, Songs enthält.
Ach ja, NEW ORDER ("Substance 1987"), die praktisch aus der gesamten JD-Formation bestanden (ohne Curtis natürlich), ist - wenn ich schon dabei bin - ebenfalls sehr zu empfehlen. Dieses Doppelalbum enthält neben vielen scheinbar vertrauten Sounds auch zwei waschechte JD-Tracks, auf denen Ian Curtis Stimme (posthum) nochmals zu hören ist...

Das sind Geschichten, wie sie nur die Musik schreiben kann... "Unknown Pleasures" eröffnete ein neues, aufregendes und (leider) nur sehr kurzes Kapitel, das aber mit Sicherheit so schnell nicht in Vergessenheit gerät und das auch heute noch - 30 Jahre später - Gefühle hochkommen lässt, wie nur Joy Division sie hervorrufen kann. Wer sich die Platte anhört (vielleicht auch mehrere Male), wird wissen wovon ich spreche...

Fazit: Ein echter KLASSIKER der neueren Musikgeschichte! Es ist nie zu spät, etwas Neues für sich zu entdecken, also greifen Sie zu (wenn sie noch keine Bekanntschaft mit Joy Division gemacht haben sollten)!!
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am 16. August 2011
In Tv-shows gibt `s immer diese Fragen: Beatles oder Stones ... o.s.ä. aber man sollte durchaus mal fragen: UNKNOWN PLEASURES oder CLOSER ... Ich bin bis heute unentschieden, obwohl Closer insgesamt wohl " die meist gehörte " sein wird.
Dazu sage ich : Das ist der totale Patt, Unknown Pleasures ist so unglaublich in einzelnen Facetten, daß man sagen muß: Wenn der eine oder andere dieses Album im Vergleich zu Closer für das Bessere hält: Genehmigt !!
Leider wird das kürzlich erschienene Live-album Unknown Pleasures -album von Hookey eher nicht beachtet bzw. positiv eingeschätzt. Das ist schade. Aber ich hatte das schon erwartet. Am 18.05.1990 waren in der Bastion der sogenannten Schwarzkittelträger, dem Gefolge des Zillo-magazins Lübeck, die ansonsten immer groß losgespuckt und aufgemuckt haben, keiner zugegen. Und genau an dem Tag war mir einiges klar, betrunken an der Bar im Zillo.
Deshalb lohnt es sich , die gängigen Meinungen einfach zu ignorieren. Schade , daß Hookey nicht zur Götterdämmerung eine Tour durch die Hansestädte macht!
NEW DAWN FADES
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am 13. August 2015
...muss ich denken, wenn ich mir diese Scheibe, nach mittlerweile über 30 Jahren, immer wieder anhöre. Sicherlich ist "Unknown Pleasures" nicht für die Allgemeinheit aufgenommen worden und manch schockierter Zeitgenosse fand diese Musik, damals wie heute, depressiv. Doch wer sich einmal die Mühe gemacht hat, zu erfahren, wie es in Großbritannien der Siebziger Jahre, insbesondere in Manchester war, wird diese Musik wohl besser verstehen können...

Aber nicht nur die soziale und gesellschaftliche Kälte im Großbritannien der Siebziger Jahre drückt sich in der Musik von Joy Division aus. Nein, auch die tiefen, persönlichen Probleme von Ian Curtis machen sich in den Texten auffällig bemerkbar. Und doch ist der gesamte Sound total mitreißend - ganz das Gegenteil von depressiv. Das muss erst einmal jemand Joy Division nachmachen! Spontan fällt mir keine aktuelle Band ein, die diesen Kunstgriff heute so hin bekommt - vielleicht gäbe es dann doch so eine Art von kurzer Erlösung? Denn nicht unbedingt nur die Musik ist düster, sondern die Welt, so wie wir sie uns geschaffen haben, kann düster und trostlos sein. Und diese unsere Welt wiederum, bringt solch eine Band wie Joy Division hervor. Doch welch Glück, auch heute niemals einen Song von diesem Album im Mainstreamradio gehört zu bekommen! Unknown Pleasures eben...

Leider konnte Ian Curtis sich selbst nicht aus seinem inneren Gefängnis befreien, oder der traurige Suizid war sein Versuch der Befreiung - wir werden das wohl nie herausfinden. Nur wer sich vor Depressionen fürchtet (ist mann/frau dann nicht schon depressiv?) oder sich noch nie mit den negativen Aspekten des Lebens auseinandersetzen musste, gar davor flüchtet, auf den wird diese Musik immer beängstigend wirken. Doch für mich ist es einfach mitreißend was hier vor fast 35 Jahren aufgenommen wurde.

Wie soll ich die Wirkung der Musik von Joy Division beschreiben? Hart und reduziert, spartanisch um dann doch kurz bombastisch hell aufzuleuchten, wie ein sterbender Stern (Cover!) kurz vor dem Vergehen. Hypnotisch, manisch dann wieder sanft und gefühlvoll, widersprüchlich und voller Angst. Ein wenig Hoffnung, doch dieser kleine Lichtschimmer wird wieder majestätisch enttäuscht und zerschmettert...

Vergesst was die Musikjournalisten schreiben und vergesst deren Begeisterung. Es ist egal, ob Joy Division als ein Meilenstein der Rockgeschichte gilt, oder andererseits als überbewertet bezeichnet wird - alles nur Leben aus zweiter Hand! Nur die eigenen Erfahrungen zählen und hätte sich diese Band um die dummen Meinungen Anderer gekümmert, wäre sie total unbekannt geblieben, weil sie eben diese Magie niemals so erreicht hätte.

Unknown Pleasures, ein schwarz glänzender Edelstein der aus sich selbst heraus leuchtet...
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am 29. Juni 2013
...hat ein Post-Punk/Wave Album zu klingen. Tiefgründig, kalt, ergreifend, todtraurig, all das ist auf "Unknown Pleasures" deutlich spürbar. Dabei steht die Frage im Raum, ob eben diese Gefühle direkt von den Lebenserfahrungen der Bandmitglieder - Ian Curtis (Vocals), Bernard Sumner (Gitarre, Synthesizer), Peter Hook (Bass) und Stephen Morris (Schlagzeug) - beeinflusst wurden, oder ganz einfach zu ihrem düsteren und eingangs angesprochenen kalten Stil zählen.
Dieses Debüt macht die Welle des (Post) Punk sehr deutlich, driftet aber auch zusehends zum "Wave" ab (Vermutlich war der Einfluss auf andere Gruppen auch dieser Scheibe zuzusprechen).
Auf dem kompletten Album herrscht die womöglich düsterste Grundstimmung, die eine Band jemals zu verzeichnen hatte, vor allem fällt dies bei "Disorder", "Day of the Lords" und "Candidate" - den ersten drei Songs der "A-Side" - auf.
Die Produktion, an deren Regler auch wie beim Nachfolger - "Closer" - Martin Hannett saß, fällt nicht großartig negativ ins Gewicht, da der Sound in meinen Augen gut und für das Ende der Siebziger auch "sauber" geraten war, vor allem wird auch klar, welche Emotionen die Band bei der Aufnahme der Scheibe bewegte. Lediglich der Schlagzeugsound klingt stellenweise zu schwachbrüstig, wobei dies auf einigen Scheiben auszumachen ist, so dass man es dem Album kaum zum Vorwurf machen kann.

Anspieltipps: Alles!

Fazit: Schwere, düstere Stimmung ist auf "Unknown Pleasures" Gang und Gäbe. 5 Sterne!
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am 15. Oktober 2009
Velvet Underground und die Berlin-Trilogie von David Bowie waren die Blaupausen für dieses Album. Niemals zuvor wurden Nihilismus, Perspektivlosigkeit und Stagnation genialer vertont als auf diesem von Martin Hannet perfekt in Szene gesetzen Abgesang auf das neokapitalistische Großbritannien Margaret Thatcher's. Die Trostlosigkeit des postindustriellen Manchester, die Ausweglosigkeit aus einem kleinbürglichen Leben und das gebrochene Versprechen eines einzigen Konzerts einer zwar minderbegabten aber nichtsdestotrotz einflußreichen Punkband manifestieren sich in diesem Album. Oder in anderen Worten: Depression hat niemals geiler geklungen als hier. "Unknown Pleasures" ist kalt, die Gitarren klirren, der Bass brummt, die Drums könnten ebensogut von einer Drum-Machine kommen, so monoton und stoisch hatte zuvor nur Moe Tucker die Drums bedient, aber es fällt einem schwer, sich der Faszination dieses Albums zu entziehen. Selbst heute ist der Schatten Joy Division's spür- bzw. hörbar und dies nicht nur in den Bassfiguren britischer Independent Bands. Was Sonic Youth erst 1992 proklamierten, fand tatsächlich schon 1979 statt - the year punk broke!

Anspieltipps:
Disorder
New Dawn Fades
She's Lost Control
Shadowplay

Bewertung:
Kaufbefehl!
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