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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Revolution Rock !
Vor 25 Jahren erschien das nach dem Rolling Stone "beste Album der 80er Jahre".
Zwar mag das etablierte Musikmagazin sich beim Erscheinungsdatum von "London Calling" vertan haben, bei der Einschätzung des Albums taten die Kritiker dies aber auf keinen Fall.
Das Album ist offiziell ein "Punk"-Album der ersten Stunde(n). Beim genauen hinhören offenbart...
Veröffentlicht am 20. September 2004 von peryk

versus
2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen The Clash
Seltsame Veröffentlichungspolitik seitens Sony Music,die wie mir scheint den Katalog der Band überhaupt nicht auszuschöpfen mag.London Calling in dieser Weise alle Jahre wieder als sogenannte Jubiläumsedition auf den Markt zu werfen?!.Die Archive sollten mehr hergeben so zum Beispiel Livematerial vom 16. Februar 1980,Lewisham Odeon,London,welches...
Veröffentlicht am 3. Februar 2010 von Sven Grienitz


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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Revolution Rock !, 20. September 2004
Vor 25 Jahren erschien das nach dem Rolling Stone "beste Album der 80er Jahre".
Zwar mag das etablierte Musikmagazin sich beim Erscheinungsdatum von "London Calling" vertan haben, bei der Einschätzung des Albums taten die Kritiker dies aber auf keinen Fall.
Das Album ist offiziell ein "Punk"-Album der ersten Stunde(n). Beim genauen hinhören offenbart sich aber das Genie der Mannen um Joe Strummer und Mick Jones: Was man auf der CD findet ist Punk und noch viel mehr.
"Brand New Cadillac", "Right Profile" und "Wrong em Boyo" sind lupenreine Rock-a-Billy-nummern, "Train in Vain" eine Pop-Nummer, "Revolution Rock" und "Guns of Brixton" Regae, "Four Horsemen", "hateful, "Clampdown" reiner Hardrock, und überhaupt lässt keines der abwechslungsreichen Stücke auf der CD auch nur einen Moment langeweile aufkommen.
Soviel zum Ursprünglichen Album, das klanglich exakt der Remasterten Auflage von 1999 entspricht.
Die 2. CD nennt sich "The Vanilla Tapes", und enthält Demoversionen und Alternate-takes der Songs auf dem eigentlichen "London Calling"-Album.
Diese Versionen sind durch die Bank weg gut, aber man sollte hier nicht allzu viel erwarten, schließlich sind es Demoversionen (also Konzepte der späteren Songs), und die Soundqualität ist eher bescheiden.
Zusätzlich zu den Demos finden sich noch 5 Songs, die aufgenommen wurden aber nicht auf "London Calling" aufgenommen wurden.
Vier dieser Songs befinden sich in einer frühen Demo Fassung (mit kaum Lyrics). Der letzte "Heart & Mind" ist komplett, und von der Band fertiggestellt (obwohl nicht sonderlich gut).
Die dritte Disc im Digipack ist eine DVD, die die vorzügliche "Last Testament"-Doku enthält, die The Clash bei den Aufnahmen zu "London Calling" zeigt. Zusätzlich kommen die Mitglieder der Band zu Wort (die Interviews wurden vor Joe Strummers Tod aufgenommen).
Von besonderem Interesse dürften das knapp 20 Minütige Video sein, das die Band bei den Aufnahmen zeigt (und zwar unkommentiert !).
Die letzten 10 Minuten gehören den drei Promovideos zu "London Calling", "Train in Vain" und "Clampdown" (wie sie schon auf der ebenfalls großartigen "The Ultimate Video Collection" zu sehen waren).
Zum Digipack: es liegt ein tolles 36-seitiges Booklet mit der Geschichte zu jedem Song bei. Zusätzlich gibt es noch ein DIN A3 Foldout mit sämtlichen Texten des Albums (handgeschrieben).
FAZIT: Wer "London Calling" schon im Schrank stehen kann, der kann bedenkenlos seine alte CD einstampfen, und sie gegen diese Version eintauschen.
Hier ist alles gelungen: Die Musik (was jedem klar sein sollte der die CD auch nur einmal gehört hat), die Verpackung und das ganze Bonusmaterial.
Dieses Digipack sollte allen anderen Künstlern und Plattenfirmen ein Beispiel geben, wie "klassische" Alben wieder aufbereitet werden MÜSSEN.
Empfehlenswert für jede gute CD-Sammlung.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 25 Jahre, 30 Jahre... Nichts Neues, 22. Dezember 2009
Also vorweg:
1. Als Anniversary Edition: Hammer
2. Als 30th Anniversary Edition: 0 Sterne

Ich bin Besitzer der 25th Anniversary Edition und maßlos enttäuscht darüber, dass es tatsächlich diese unfassbare Geldgier von CBS gibt. Ich bin ja sogar so verCLASHt, dass ich ernsthaft überlegt habe, meine 25 Jahre Edition zu verkaufen, um mir die 30 Jahre Edition zu kaufen, sofern Neuigkeiten drauf sind.
Das ist LEIDER / GOTT-SEI-DANK nicht nötig.
Wir haben hier die 25th Anniversary Edition vor uns, die in neuem Coverüberzug daher kommt. So eine Verarschung ist beleidigend!!!

Um zur Platte zu kommen:
Die CD1 bietet nichts Neues. Die hatte ich vorher - altes Clash-Urgestein - und habe mir die Edition für die Boni (Bonüsse) gekauft.
CD2 sind Demo-Studio-Live-Mitschnitte von jämmerlichen Versuchen. Die Tatsache, dass diese nie veröffentlicht wurden, HATTE SEINE GRÜNDE!!! Die wenigen unveröffentlichen Tracks sind 3-Akkorde-Warmspiel-Versuche. Wirklich mau.

Die DVD ist GRANDIOS! Und wer die 25 Jahre Edition nicht hat, dem sein dringendst an Herz gelegt, dieses Schmankerl nun zu kaufen.
Interviews mit den Clashern (allen voran JOE STRUMMER), mit der Journaille, verrückte Videos von Studioanarchie (Aufnahmen bei Recordings von The Clash). Dann noch Videos. Echte Info und GUTE Unterhaltung! Volle Punktzahl! *****

Zusammenfassung: Jeder Clash-Interessiert (nicht nur Hardcore Fans) sollten eine der Editionen besitzen. Beide zu haben ist unötig.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der unwiderstehliche Drang, die Lautsprecher bis zum Anschlag aufzudrehen, 9. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: London Calling (Audio CD)
Als Doppelalbum ist's 1979 erschienen, und während ich jetzt die "London Calling"-CD höre, fühl' ich mich 30 Jahre jünger.

The Clash (das sind neben dem genialen Kopf der Truppe Joe Strummer noch Mick Jones, Paul Simonon und Topper Headon) sind eindeutig die musikalischste Punk-Band aller Zeiten -- wenn man sich denn auf die Schublade "Punk" festlegen will. Klar, der Rhythmus ist Punk (meistens), die meisten Songs stampfen in atemberaubendem Rhythmus voran. Unwiderstehlich ist der Drang, die Lautsprecher bis zum Anschlag aufzudrehen.

Aber "London Calling" hat viel mehr zu bieten als das, was man gemeinhin unter Punk versteht: Reggae z.B. kommt immer wieder dominant zum Vorschein, schon auch mal im harmonischen Zusammenspiel mit Jazz, Ska, knallharter Rock'n'Roll und Folk, und ein Hauch von Flamenco (z.B. in "Spanish Bombs") lässt sich auch mit Punk verbinden. Was die Texte angeht -- die sind mindestens so intelligent wie die Musik; von wegen "'demolition' bis zum Abwinken"! Die thematische Bandbreite reicht von geharnischtem Thatcher-Schmäh über den Spanischen Bürgerkrieg, Drogenmissbrauch quer durch die sozialen Schichten bis hin zu Hommages an Montgomery Clift ("The Right Profile") und Stagger Lee.

Entsprechend musikalisch vielseitig ist das Album -- einige Beispiele: Nach dem knallharten Auftakt ("London Calling", "Brand New Cadillac") folgt mit "Jimmy Jazz" das Kontrastprogramm: Eine gewitzte Kombination aus Reggae und Jazz -- allerdings mit Bigband-Sound à la Clash, also höchst minimalistisch und höchst wirkungsvoll. So lass ich's mir gefallen! "Rudie Can't Fail" wiederum ist ein quietschlebendiger Reggae/Ska-Mix. -- Manchmal werden auch, z.B. in "The Right Profile", stampfender Punk-Rhythmus à la Sex Pistols kombiniert mit einer leicht jazziger Bläsersektion... "Clampdown" und "Four Horsemen" wiederum bestechen durch raffinierten Minimalismus, "hier rotzt der Chef", um dann plötzlich mitten im Song einen Gang zuzulegen, und "The Guns of Brixton" ist ein schlichtweg genialer Punk-Reggae. "Wrong'em Boyo" ist eine Reggae-Hommage an Stagger Lee, natürlich mit Folkrock-Anklängen... und "The Card Cheat" hat nix mehr mit Punk zu tun, außer dem Rhythmus, ohne den dieser Track vielleicht hart an der Schmalzgrenze läge. Aber er hat nunmal diesen Rhythmus, bei dem alles mitmuss.

Gleich danach kommt wieder ein scharfer Kontrast: Das herrlich unterkühlte "Lover's Rock". Dann wieder ein Reggae, der schwer nach Bob Marley klingt, ohne ein platter Abklatsch zu sein (die Drums!), oder "I'm Not Down", edler Gitarrenrock, bei dem auch Drummer und Bassist zeigen, was sie alles draufhaben -- und "Train in Vain" als fulminantes Schlusswort ist astreiner Pop mit minimalen Punk-Spuren (Sie können's halt nicht lassen, zum Glück!)... Wie gesagt: Diese Liste ist sehr, sehr unvollständig.

Kurz: The Clash lassen sich bei jedem Song was Neues einfallen, und klingen tut's auch nach knapp 30 Jahren noch immer wie funkelnagelneu aus dem Studio. Kein Wunder, dass "Q" und der "Rolling Stone" das Album zu den besten Alben aller Zeiten rechnen.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Clash Calling, 10. Januar 2007
Das erste Lied, das ich von "London Calling" gehört habe, war im Radio "Brand New Cadilac". Ich dachte "Flott", aber irgendwie hörte sich das anders an als das, was Clash bis dahin gemacht hatten.

Nachdem ich dann die LP erstanden hatte, knallt mir das Titel- und Eingangsstück mit seinen kurzem Gitarrenschlägen und seinen ins Nichts verhallenden Schreien volle Pulle in den Gehörgang. Wieder ein Opener wie schon "Janie Jones" auf ihrem Erstling und "Safe European Home" auf "Give 'Em Enough Rope", der einen sofort packt und mitreißt. Dann kommt "Brand New Cadilac" und obwohl ich es schon liebgewonnen hatte, klingt das doch nur wie ein Knallplättchen gegen dieses Donnergewitter.

Danach kommt "Jimmy Jazz". Hä? Was issn das? Immer noch grübelnd, was ich da gerade gehört habe, rumpelt schon "Hateful" an mir vorbei und damit finden wir uns wieder auf vertrauten Pfaden. "Rudie Can't Fail" ist zwar ein Reggae, aber das kennt man ja schon von Clash.

Auf der zweiten Seite hört man dann "Spanish Bombs" (bei dem der Kritiker Diedrich Diederichsen nicht besseres zu tun hatte, als zu bemängeln, dass das Spanisch darin falsch ist), "The Right Profile", "Lost In The Supermarket" usw. und als diese Seite vorbei ist, ist man zwar etwas verwundert, aber auch sicher, dass man eben einen Haufen guter Musik gehört hat.

Das geht danach so munter weiter, wobei ich festgestellt habe, dass mir nach dem umpfzigsten Mal hören "Lover's Rock" und "Four Horseman" inzwischen etwas zahm vorkommen. Dafür holen sie mit "Revolution Rock", fast eine Jamsession und das längste Stück der Platte, wieder kräftig auf. Danach ist die Platte zu Ende. Denkste, da kommt ja noch was. Nochmal die Plattenhülle angesehen. Nee, da steht kein Song mehr. Des Rätsels Lösung ist die, dass The Clash noch den Song "Train In Vain" auf Lager hatten und sie ihn unbedingt noch auf der Platte haben wollten. Da war aber das Cover schon fertiggestellt und es wäre zu teuer gewesen, es noch einmal zu ändern. So beließ man es dabei. Erst auf der CD wurde dies später korrigiert.

Ich war damals in der Berufsschule und alle Gleichgesinnten waren der Meinung, dass man selten so eine stilistische Vielfalt auf einer Platte gehört hatte und man war sich genauso einig, dass man das am wenigsten von einer Punkcombo erwartet hätte. Es gab sogar Kritiker, die meinten, dass "London Calling" das erste Doppelalbum nach "Exile On Main Street" von den Rolling Stones wäre, das vier Plattenseiten rechtfertigte (Das waren wahrscheinlich genau die, die "Exile" vorher verrissen haben, aber das nur nebenbei).

Neben der besagten Vielfalt ist DAS Ereignis auf "London Calling" überhaupt Joe Strummer. Er krächzt, singt, schreit, brabbelt und blubbert, dass es eine Freude ist und sticht damit Mick Jones, der zwar die schönere, aber uninteressantere Stimme hat, mühelos aus.

Jetzt liegt dieser Meilenstein in der 25th Anniversary Edition vor, auf deren zweiten CD man die sogenannten "Vanilla Tapes" hören kann, die lange gesucht wurden und ebenso lange als verschollen galten. Die "Vanilla Tapes" sind nichts anderes als die Urversionen der Songs auf "London Calling", leider in nicht gerade berauschender Qualität, aber das war auch nicht zu erwarten. Dazu kommen fünf Stücke, die schließlich nicht auf "London Calling" landeten.

Das Sahnehäubchen ist aber die beiliegende DVD, die die Entstehung von "London Calling" behandelt und zwar mit deutschen Untertiteln!

Wer Fan sein will, muss leiden. Das ist jetzt schon die dritte Version von "London Calling", die ich mir zugelegt haben. Neben der Original-CD gab es kurzzeitig eine Edition im ursprünglichen Papersleeve der LP, die ich selbstmurmelnd haben musste. Im Falle dieser neuerlichen Edition bin ich trotzdem hochzufrieden, denn diese ist so etwas wie ein Rundum-Sorglos-Paket für Fans dieser Platte. Für die ist der Kauf ein Muss, zumal sie zu einem einigermaßen vernünftigen Preis angeboten wird.

Diejenigen, die die Platte nicht kennen, stecken allerdings in einem Dilemma. Soll ich mir jetzt erstmal die wesentlich günstigere Einzel-CD holen oder gleich diesen Brocken? Ich rate zu dem Brocken. Es gibt nur ganz, ganz wenige, die mit "London Calling" nichts anfangen können, ein Werk, das zeitlos ist und immer noch bei Veröffentlichungen wie "Die besten Platten aller Zeiten" mühelos seinen Platz mindestens unter den Top 10 behauptet. Insofern ist die Chance, dass "London Calling" jemanden nicht gefällt, recht klein.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Testament des Rocks!, 26. Oktober 2004
Von Ein Kunde
Es ist nicht einfach nur die Wiederveröffentlichung des ultimativen Klassikers sondern die mit Abstand beste Wiederbelebung eines Albums überhaupt.
Über London Calling braucht man nichts sagen, es ist einfach ein Pflichtalbum.
Die Vanilla Tapes sind zwar technisch eher schwach (sind ja auch nur 25 Jahre alte Demos) aber hier sieht man, daß die Outtakes aus dem Album besser sind, als so manches was heute veröffentlicht wird. Auch die DVD ist sehr gut und gibt viele Hintergrundinformationen, hier sei allerdings gesagt, daß es sich teilweise um Ausschnitte aus der Dokumentation "Westway to the World" handelt.
Meiner Meinung nach eines der einflussreichsten Alben überhaupt, hier werden so viele Musikrichtungen gekonnt miteinander vermischt, daß es nie langweilig wird. Es ist nicht wie geplant das letzte Kapitel des Rocks, sondern eher wurde hier ein neues aufgeschlagen.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Death or Glory ..., 19. September 2003
Rezension bezieht sich auf: London Calling (Audio CD)
könnte ohne weiteres das Motto der Band im Jahre 1979 gewesen sein, als "London Calling" erschien, und die Band klingt hier als ginge es hier um alles oder nichts.
Damals erschien die CD als ein Doppel-Album zum Sonderpreis von einer LP (Gegen den Willen der Plattenfirma) und seien wir ehrlich: Was kann man von einer Band erwarten die in Songs wie "Guns of Brixton", "Revolution Rock", "The right profile", "Koka Kola" oder "Lost in the Supermarket" nicht nur die Authorität sondern auch das marktwirtschaftliche System selbst angreift (sicherlich keinen Konformismus).
Bei "The Clash" hat man es aber nicht mit den Anarcho-Stereotypen zu tun, für die Punks nur allzu gerne gehalten werden. Die Songwriter der Band (Joe Strummer und Mick Jones) verstehen es nicht nur gesellschaftliche Probleme anzusprechen, sondern durchschauen auch die Komplexität die dahinter steckt.
"Clampdown" und "Death or Glory" greifen jeweils Arbeiter und Rockmusiker an, die sich geschworen haben sich niemals an "die da oben" zu verkaufen und schließlich Jahre darauf selbst zum Establishment gehören und für die nur noch Geld zählt ("making payments on a sofa or a girl").
"Spanish Bombs" handelt auf den ersten Blick ausschließlich über den Spanischen Bürgerkrieg (untermalt von Pseudo-Flamenco Gitarren) und schnell wird klar das dieser Bürgerkrieg für jeden anderen stehen könnte ("the irish tomb was drenched in blood") und ein Bedauern darüber das die Menschen nicht mehr zu ihren Idealen stehen wie früher ("the hillsides ring with free the people - or can I hear the echo from days of 39 ? with trenches full of poets ...).
"Hateful" und "Koka Kola" greift Drogensucht sowohl auf der Straße wie auch in den Chefetagen an ("Koke ads life were there's none , so freeze").
"Lovers Rock" wiegt dann den verschreckten Hörer in Sicherheit mit einer schnulzigen Musik und einem Text der an klassische Lovesongs der 50er erinnert - bis er merkt das es sich um eine Satire handelt die ungezügeltes, verantwortungsloses Sexualverhalten angreift.
"Revolution Rock" wäre schließlich auch ein guter Titel für das gesamte Album gewesen ("a bad bad rock this here revolution rock", "I ve got the sharpest knife, so I cut the biggest slice").
Das "London Calling" Album ist nicht nur textlich eine Tour-de-Force: The Clash versuchen sich an jedem Musikstil, Grenzen kennen sie dabei nicht: Vom Rockabilly von "Brand New Cadillac" und "Wrong em Boyo" über den Schmalz von "Card Cheat" den Regae von "Guns of Brixton" und "Revolution Rock" bis zum Pop-Stück "Train in Vain" - Alles was die Band anfässt verwandelt sich augenblicklich zu Gold.
Nicht umsonst wurde dieses Album vom "Rolling Stone" Musik-Magazin zum besten der 80er Jahre gewählt.
"The Clash" waren nie besser, und es gibt nur wenige Alben in der Musikgeschichte, die sich mit "London Calling" vergleichen lassen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unentbehrlich für Fans, 22. September 2004
Von Ein Kunde
Neben dem wegweisenden Album "London Calling" enthält diese Anniversary-Edition noch die so lange vermissten Vanilla Tapes, zwei tolle Booklets und eine DVD.
Die Vanilla Tapes bestehen hauptsächlich aus Demo Versionen der auf dem Album vorhanden Songs, doch finden sich auch fünf brandneue Songs darunter, die alle so gut sind, dass es einem beim hören fast weh tut, die Songs nicht komplett abgemischt und in besser Qualität genießen zu können.
Mein persönlicher Favorit: Where You Gonna Go (Soweto).
Neben dem Booklet von Lonodn Calling gibt es auch noch ein kleines Büchlein mit Photographien (welche leider sehr klein gehalten sind) von Pennie Smith, einigen kurzen Artikeln und einem Nachdruck der Armagideon Times Nr.1 zu bewundern.
Verfeinert wurde das Paket mit einer DVD, die stark an die Westway to the World DVD angelehnt ist. Enthalten sind eine Dokumentation über das Album, einige Aufnahmen aus dem Studio (lustig anzusehen, wenn Guy Stevens anfängt Stühle zu zerschmettern) und drei Promo-Videos.
Kleine Kritikpunkte gibt es natürlich auch:
Wie erwähnt sind die Photos im Booklet nicht wirklich groß. Auch riecht die DVD etwas nach Geldmacherei. Das Material hätte sicher auch auf eine der anderen DVDs gepasst.
Leider ist die Louie Louie Session, die im Studio abgefilmt wurde, nicht vollständig. So muss man sich als Fan weiterhin mit dem Bootleg begnügen.
Letzter Kritikpunkt ist die Qualität der Vanilla Tapes. In Anbetracht des Alters dieser Aufnahmen kann man den Produzenten sicher keinen Vorwurf ob des Tones machen, doch sind viele der Lieder nur für Fans interessant, da die Tonqualität nur schwerlich für großen Hörgenuss sorgen kann.
Fazit: Fans greifen ohne zu zögern zu. Alle anderen sollten sich lieber die normale Version kaufen, welche für einen drittel des Preises zu haben ist.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Joe Strummer forever ! ! ! THE CLASH is REVOLUTION ROCK !, 21. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: London Calling (Audio CD)
"London Calling" ist das wohl wichtigste Album der späten 70er und Anfang 80er. Neben legendären Alben von AC/DC ("Highway To Hell" und "Back In Black"), KISS ("Dynasty"),Motörhead ("Ace Of Spades") und Ramones ("End Of The Century") zum Beispiel, ist "London Calling" eines der erfolgreichesten, besten und einflussreichsten Alben aller Zeiten!!!

Der individuelle, abwechslungsreiche Sound mit wundervollen Elementen und Einflüssen von Jazz, Reggae und Rock bringen es zum Kultstatus.

Da Joe Strummer, als Sohn eines Botschafters in der Türkei geboren, viel in der Welt herum kam, war es ihm aufgrund von ständigen Wohnortwechseln möglich viele Kulturen kennen zu lernen. Er sammelte seine Eindrücke wo es nur ging und als er und sein Bruder schließlich auf ein Internat kamen und ihre schulische Ausbildung machen sollten, war für Joe Strummer die Schule nur reine Nebensache. Er lebte für die Musik und lebte sie auch sein Leben lang. Etwa im Alter von 18 Jahren (erst !) lernte Joe Strummer Gitarre spielen! Danach war er sofort musikalisch tätig und gründete schließlich THE CLASH!

Seine politische Kritik und persönlichen Ansichten der Welt verkörperte er in seiner Musik und mit Mick Jones, Topper Headon und Paul Simonon entstand eine einmalige Punk Band.

"London Calling" wurde durch den reggae-mäßigen und jazzigen Sound sogar in Raggae Zeitschriften auf Platz 1 befördert!

Das Album schrieb zweifellos Geschichte und ist als Ganzes einfach unbeschreiblich gut! Die Songs sind gut abgemischt und in der Abfolge super zusammengestellt. Obwohl THE CLASH nur etwa 8 - 9 Jahre tätig waren beeinflussten sie doch erheblich die Musik. Zahlreiche Musiker erzählen, dass die Musik von THE CLASH sie sehr geprägt hat.

Mit diesem Album haben THE CLASH ihren Platz in der Musikgeschichte sicherlich gesichert und ein ganzes Stück Kultur hinterlassen. Joe Strummer hat sich mit diesem Werk für immer verewigt und wird niemals vergessen werden!

Anspieltipps sind unter anderem:

-London Calling

-Brand New Cadillac

-Death Or Glory

-Wrong 'Em Boyo

-The Guns Of Brixton (wurde von Bands wie den TOTEN HOSEN gecovert)

-Train In Vain
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Clash Calling, 24. September 2006
Rezension bezieht sich auf: London Calling (Audio CD)
Das erste Lied, das ich von "London Calling" gehört habe, war im Radio "Brand New Cadilac". Ich dachte "Flott", aber irgendwie hörte sich das anders an als das, was Clash bis dahin gemacht hatten.

Nachdem ich dann die LP erstanden hatte, knallt mir das Titel- und Eingangsstück mit seinen kurzem Gitarrenschlägen und seinen ins Nichts verhallenden Schreien volle Pulle in den Gehörgang. Wieder ein Opener wie schon "Janie Jones" auf ihrem Erstling und "Safe European Home" auf "Give 'Em Enough Rope", der einen sofort packt und mitreißt. Dann kommt "Brand New Cadilac" und obwohl ich es schon liebgewonnen hatte, klingt das doch nur wie ein Knallplättchen gegen dieses Donnergewitter.

Danach kommt "Jimmy Jazz". Hä? Was issn das? Immer noch grübelnd, was ich da gerade gehört habe, rumpelt schon "Hateful" an mir vorbei und damit finden wir uns wieder auf vertrauten Pfaden. "Rudie Can't Fail" ist zwar ein Reggae, aber das kennt man ja schon von Clash.

Auf der zweiten Seite hört man dann "Spanish Bombs" (bei dem der Kritiker Diedrich Diederichsen nicht besseres zu tun hatte, als zu bemängeln, dass das Spanisch darin falsch ist), "The Right Profile", "Lost In the Supermarket" usw. und als diese Seite vorbei ist, ist man zwar etwas verwundert, aber auch sicher, dass man eben einen Haufen guter Musik gehört hat.

Das geht danach so munter weiter, wobei ich festgestellt habe, dass mir nach dem umpfzigsten Mal hören "Lover's Rock" und "Four Horseman" inzwischen etwas zahm vorkommen. Dafür holen sie mit "Revolution Rock", fast eine Jamsession und das längste Stück der Platte, wieder kräftig auf. Danach ist die Platte zu Ende. Denkste, da kommt ja noch was. Nochmal die Plattenhülle angesehen. Nee, da steht kein Song mehr. Des Rätsels Lösung ist die, dass The Clash noch den Song "Train In Vain" auf Lager hatten und sie ihn unbedingt noch auf der Platte haben wollten. Da war aber das Cover schon fertiggestellt und es wäre zu teuer gewesen, es noch einmal zu ändern. So beließ man es dabei. Erst auf der CD wurde dies später korrigiert.

Ich war damals in der Berufsschule und alle Gleichgesinnten waren der Meinung, dass man selten so eine stilistische Vielfalt auf einer Platte gehört hatte und man war sich genauso einig, dass man das am wenigsten von einer Punkcombo erwartet hätte. Es gab sogar Kritiker, die meinten, dass "London Calling" das erste Doppelalbum nach "Exile On Main Street" von den Rolling Stones wäre, das vier Plattenseiten rechtfertigte (Das waren wahrscheinlich genau die, die "Exile" vorher verrissen haben, aber das nur nebenbei).

Neben der besagten Vielfalt ist DAS Ereignis auf "London Calling" überhaupt Joe Strummer. Er krächzt, singt, schreit, brabbelt und blubbert, dass es eine Freude ist und sticht damit Mick Jones, der zwar die schönere, aber uninteressantere Stimme hat, mühelos aus.

Jetzt, da ich dies schreibe, höre ich mir "London Calling" gerade mal wieder an und ich bin mir sicher, das war heute nicht das letzte Mal.
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5.0 von 5 Sternen Als der Punk eigentlich schon vorbei war..., 5. November 2004
Rezension bezieht sich auf: London Calling (Audio CD)
...schufen The Clash dieses Meisterwerk.
Die Szene hatte mit dem "Summer of Hate" 1977 und dem unvergesslichen illegalen Konzert der Sex Pistols auf der Themse ihren Zenit bereits überschritten.
Folglich überrascht es nicht, das man hier weniger Punk als alles andere hört. Von Rockabilly über Funk und Reaggea bis hin zu fast konvetionellem Rock'n Roll wird hier alles aufgefahren und ohne die Beachtung jedweder Stilgrenze durchgezogen.
Typische Punk-Hymnen sind mit "London Calling" und "Death Or Glory" natürlich auch drauf, dazu ein bunt gemischter Haufen mit vielen tollen großen und kleinen Songs.
Highlights sind in jedem Fall: London Calling, Brand New Caddilac, Spanish Bombs, Lost in the Supermarket und The Card Cheat.
Letzlich eine große Platte und auch die letzte gute von The Clash, die einen würdigen Abschluss einer Musik-Phase, die in ihrer Intensivität bis heute eizigartig ist, bildet.
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London Calling
London Calling von The Clash (Audio CD - 1999)
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