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am 16. Januar 2007
Wenngleich Art und Weise des Quartettspielens sich in den letzten Jahrzehnten gewandelt haben, Hörgewohnheiten andere geworden sind, so stellen die Quartetteinspielungen des "Amadeus Quartetts" doch immer noch Meilensteine dar. Auch wenn es modern geworden ist über das leicht dominante Auftreten der 1. Viloline die Nase zu rümpfen, so gibt es doch nur wenige Aufnahmen in denen sich die pure Musizierlust so unmittelbar mitteilt - gerade die sehr subjektiven Auslegungen des Notentextes bringen Beethoven ungemein packend herüber. Für mich immer noch die Referenz unter allen Aufnahmen und mit Sicherheit die mit dem intensivsten "drive" - mag man sich über Details auch streiten können!
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am 4. November 2004
Es gibt sicherlich einige Aufnahmen der Beethoven'schen Streichquartette, die man guten Gewissens empfehlen kann (Alban Berg Qt., Emerson Strg. Qt., Juilliard Strg. Qt) und natürlich die des Amadeus Qt. Ich kenne alle diese Aufnahmen, und alle haben ihre Vorzüge. Müßte ich mich aber entscheiden, ich würde auf jeden Fall dies des Amadeus Quartetts nehmen. Es gibt wohl kein zweites Quartett, das so harmonisch zusammen spielt, wie dieses; auch wenn hin und wieder kritisiert wird, der Primus Norbert Brainin spiele zu sehr im Vordergrund. Ich finde diese Aufnahme phantastisch und kann sie jedem nur empfehlen. In der Serie Collectors Edition erschienen ist diese Aufnahme glücklicherweise sehr preisgünstig zu haben.
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am 21. März 2016
Gleich vorneweg: ich habe diese Einspielung auf Platte, die Originalpressung der Deutschen Grammophon. Habe mir gestern einige Seiten angehört und bin sehr enttäuscht. Sowohl von der Qualität der Aufnahme und des Mastering (das ist flach, gut fürs Kofferradio) als auch und insbesondere von der Interpretation des Amadeus Quartetts. Technisch bestimmt perfekt, aber langweilig, öde, nichtssagend (für mich). Ist Beethoven also langweilig und nichtssagend? Mitnichten! Habe dann die gleichen Stücke in der Einspielung des Alban Berg Quartetts gehört, auf EMI und war zuerst erleichtert, dann zutiefst berührt. EMI kann's technisch besser, das ist HIFI. Und ABQ kann die Musik von Beethoven fühlen und lässt Zuhörer mitfühlen. Ich schreibe es ungern, aber das Flaggschiff der Deutschen Tonträgergilde wird vielfach überschätzt. Und das Amadeus Quartett auch ...
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TOP 1000 REZENSENTam 17. November 2010
In keiner anderen Gattung der reinen Instrumentalmusik sind Ludwig van Beethovens Verdienste höher einzuschätzen als in der des Streichquartetts. Dabei hatte er bereits durch die späten Streichquartette Joseph Haydns und auch insbesondere durch die herausragenden sogenannten "Haydn Quartette" Wolfgang Amadeus Mozarts ein immenses Erbe anzutreten. Von unserer heutigen Warte aus kann man es vermutlich gar nicht mehr für gewaltig genug halten, in welche ästhetischen, technischen und philosophischen Höhen Beethoven das Streichquartett hievte. Innerhalb von 16 Kompositionen erforscht er die Tiefe des menschlichen Geistes und der menschlichen Seele und erreicht dabei ein Niveau, das von kaum einem nachfolgenden Komponisten jemals wieder auch nur annähernd erreicht werden sollte - bis heute. Einige seiner späten Quartette scheinen Jahrzehnte voraus zu greifen, sind immer noch teils radikal modern und bleiben vielen Freunden klassischer Musik auf ewig ein Buch mit sieben Siegeln. Das A und O bei der Durchdringung dieses unermesslichen und unerschöpflichen Kosmos' ist - Ausdauer und Konzentration, ja, man könnte fast sagen: Askese...

Seine frühen Quartette veröffentlichte Beethoven innerhalb von op. 18, fein säuberlich als Sechsergruppe, wie es Gang und Gäbe war. Deutlichen Niederschlag findet die Beschäftigung mit den großen Vorbildern Haydn und Mozart. Die sechs Quartette op. 18 können geradezu als Quintessenz des umfangreichen Quartettschaffens der Wiener Klassiker aufgefasst werden. Es ist weniger so, dass Beethoven seinen Vorgängerwerken die Krone aufsetzte - immerhin lebte Haydn zur Zeit der Publikation noch -, als vielmehr deren Stil mit seiner stark individuellen und eigenwilligen Tonsprache verschmilzt.
Es wäre allerdings vermessen, zu behaupten, dass Beethoven nichts Neues schuf: Mit dem B Dur Quartett op. 18,6 stellte er eine durchaus beachtliche, eigenständige Leistung vor. Seine wundervolle Verbindung zwischen Scherzo und Finale durch die berückende "Malinconia" gibt bis heute Rätsel auf. Die große Geschlossenheit dieses wundersamen Adagios und der Kontrast in Bezug auf das folgende, eigentliche Finale sprechen für die Selbstständigkeit dieses Abschnitts; die Tatsache, dass Motive daraus auch im Finale fast mottoartig erneut auftauchen, spricht eher dagegen.

Lange Jahre ließ er verstreichen, bis er sich erneut der Komposition neuer Streichquartette widmete. Was dabei herauskam, waren seine drei dem Fürsten Razumovsky gewidmeten Quartette op. 59, die so radikal anders und neue waren, dass die Interpreten der Erstaufführung, das renommierte "Schuppanzigh Quartett", die Partituren mit Füßen getreten haben sollen. Außer im dritten Quartett verwendet Beethoven hier unter anderem original russische Liedthemen, eine Reverenz an seinen Gönner und Widmungsträger. Die vergrößerte Ausdruckstiefe und der Rahmen sprengende Umfang dieser Kompositionen tritt in allen dreien gleichermaßen zu Tage. Zudem wird die musikalische Aussage stark verdichtet. Kurzum, so etwas hatte die Musikwelt bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gehört.
Auf die Ablehnung der "Razumovsky" Quartette folgte die Komposition des berühmtesten Beethoven Quartettes, des "Harfenquartettes" op. 74. Beethoven hatte wohl ursprünglich geplant, innert op. 74 noch weitere Quartette zu veröffentlichen, was er allerdings verwarf. Sprühende Lebensfreude und größere Nahbarkeit sind die Markenzeichen dieses Werkes. Es aber ausschließlich darauf reduzieren zu wollen, dass Beethoven mit diesem Werk nur den schnellen Erfolg und das schnelle Geld wollte, kann schon allein aufgrund der kompositionstechnischen Meisterschaft widerlegt werden.
Einen gewaltigen Schritt weiter führt das f moll Quartett op. 95 mit dem Beinamen "Serioso". Einzeln veröffentlich maß Beethoven demselben ganz offenkundig große Bedeutung bei - ebenso wie seinen späten Quartetten. Kein anderes Quartett des Meisters ist derart verknappt und schroff wie dieses. Intimen Gefühlen verleiht er vor allem im Scherzo Ausdruck.

In seinen letzten Lebensabschnitten komponierte Beethoven beinahe ausschließlich Streichquartette. Diese fünf Monumentalwerke sind bis zum Letzten verknappter Ausdruck menschlicher Empfindung. Der Meister gelangt hier zu einer radikalen Vereinfachung der musikalischen Mittel und erreicht damit eine Musik, die so schön wie hässlich ist.
Einige kompositionstechnische Besonderheiten sollen hervorgehoben werden. Als Meister der Variation beinhalten die späten Quartette besonders fein ausgearbeitete Variationssätze. Der wohl gelungenste ist der aus op. 131 in cis moll, dem Quartett, das Beethoven für sein bestes hielt. Selten hat man Beethoven derart facettenreich erlebt, und das mag durchaus etwas heißen.
Das modernste Quartett des Meisters ist op. 130 in B Dur. Das originale Finale, die "Große Fuge" op. 133, veröffentlichte Beethoven auf Rat seines Verlegers gesondert und komponierte stattdessen ein neues, leichter zugängliches Finale. Bis heute lässt die Konzeption dieses eindrucksvollen Zeugnisses darüber, wie intensiv sich Beethoven mit Bachs Kontrapunktik auseinander setzte, uns staunend zurück. Auch in diesem Quartett zeigt sich die progressive Tonalität des Komponisten, die es ihm erlaubte, dass nur noch die Ecksätze in der Grundtonart stehen.
Größtmögliche Ausdruckstiefe und unendlich emotionale Melodiebögen sind weitere Merkmale der späten Streichquartette. Mit dem "heiligen Dankgesang" aus op. 132 schrieb Beethoven sein wohl genialstes kammermusikalisches Adagio, nur vergleichbar mit dem Adagio aus Franz Schuberts elysischem Streichquintett. Auch das Quartett op. 135, das auf den ersten Blick vielleicht etwas aus der Reihe zu tanzen scheint, beinhaltet ein tiefsinniges, erschreckend intensives Lento, das die chronologische Nachvollziehbar des Quartettes behauptet.

Das legendäre Amadeus Quartett hat maßstabsetzende Einspielungen vor allem im Bereich der Kammermusik von Haydn, Mozart und Brahms vorgelegt. Auch seine Einspielung der Streichquartette von Ludwig van Beethoven dürfen als ausgezeichnet und homogen bezeichnet werden. Die vier Akteure verstehen es trefflich, ihren Vortrag farbig und warm zu nuancieren und kontrastreich zu akzentuieren. Eine spannungsreiche Darbietung ist damit garantiert. Durch ihre individuelle Gestaltung wird der Vortrag wunderbar differenziert und transparent - ein Umstand, der auch der hervorragenden Aufnahmequalität zu verdanken ist.
Hervorragend ist die Gesamtaufnahme insbesondere respektive der Aufnahme des Alban Berg Quartetts gewiss nicht. Teilweise kommt es nämlich vor, dass die Akteure zu träge Tempi verwenden, was vor allem im schmerzlichen Allegro des a moll Quartetts op. 132 bedauerlich ist. Als ein weiteres Ärgernis empfinde ich es, dass die "Große Fuge" nicht direkt im Anschluss an op. 130 angefügt ist, sondern einzeln auf eine anderen CD gesetzt ist.

Fazit: Eine gut durchhörbare, sehr gute Aufnahme, die nicht hundertprozentig überzeugt, aber dennoch mehr als Hand und Fuß hat.
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am 27. Mai 2013
Was man an Beethoven immer wieder kritisiert, dass er zum wuchtig oder zu plakativ sei, erfährt in seiner Kammermusik einen herben Gegensatz. Beethoven zeigt sich hier von einer ganz anderen Seite. Die Einfühlsamkeit und Klarheit seier Kompositionsweise vermittelt ein Bild der klaren Schönheit, Tiefsinnigkeit und Ausdrucksfreude. Wer mit Beethovens Sinfonik nicht klar kommt, sollte es mit seiner Kammermusik versuchen.
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am 8. Juni 2013
Das ist die dritte Aufnahme der Beethoven Streichquartette, die ich kenne. ABQ und Juilliard haben mich nie begeistert - im Gegensatz zu diesen CDs. Auch die Mozart Quartette und Quintette vom Amadeus Quartett kann ich nur empfehlen.
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am 17. November 2006
Diese weithin gerühmte Interpretation der Beethovenschen Streichquartette

läßt alles vermissen, was eine gelungene künstlerische Auseinandersetzung

mit Beethoven auszeichnet. Die Herren des Amadeus-Quartetts haben ganz

offensichtlich kein Ohr für die Gefährdetheiten und Abgründe, für die nicht selten sich offenbarende Gewalt und auch "Häßlichkeit" der Musik

Ludwig van Beethovens. Und so verlegen sie sich auf eine bloß affirmative

Geste, die in eine biedersinnige, z.T. auch billig larmoyante, Rechtschaf-

fenheit mündet - statt geistiger Durchdringung und ästhetischem Nachvoll-

zug einzig Erstarrung und hausbackenes Unvermögen.

Solchermaßen enttäuschten Hörern will ich dringend die maßstabsetzenden

Gesamteinspielungen des Melos-Quartetts (Deutsche Grammophon,1983/84) resp. des Juilliard-Stringquartet (Sony, 1960er Jahre) anempfehlen.
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