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The Real Thing
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. April 2002
Viele Bands werden als Kultbands bezeichnet, doch nur ganz wenige sind es auch in der eigentlichen Bedeutung des Wortes. Zumindest ist meiner Meinung nach nur die Band eine Kultband, die in der Lage ist, mit ihrer Musik und ihrem Auftreten eine verschworene, unverwüstliche Fangemeinde für sich zu vereinnahmen. Eben beinharte Anhänger der Band, die um sie eine Art "Kult" bilden und ihre Alben zu echten "Kultobjekten" erheben. Mit einem dieser "echten Kultobjekte" haben wir es hier zu tun. Wohl kaum eine andere Band außer Faith No More hatte in den Neunzigern eine derart hartnäckig dauerhaft begeisterte Fanmasse hinter sich. Schon frühe Alben wie z.B. "Introduce Yourself" konnten im Underground mächtig Staub aufwirbeln, doch erst mit dem Einstieg von Frontderwisch Mike Patton verwandelten sich Faith No More in die unbequemste, durchgeknallteste, und musikalisch streng genommen unkommerziellste Anarcho - Crossoverband, die die Welt bisher gesehen hatte. Die Musik auf "The Real Thing" durchläuft Stadien von poppigen Crossoverhymnen ("From Out Of Nowhere", "Falling To Pieces") über klassische Metaleinlagen ("Surprise! You're Dead" und das göttliche Black Sabbath - Remake "War Pigs") bis hin zu komplett durchgedrehten musikalischen Kabinettstückchen ("Epic", "Woodpecker From Mars", "Edge Of The World"). Eigentlich eine sehr sperrige Mixtur, die nicht jeder auf den vorderen Rängen der Charts erwartet hätte, doch die amerikanische Jugend drehte total durch, verhalf der Band und dem Album zu nicht weniger als drei Hitsingles, und auch in Deutschland begann die Faith No More - Hysterie, die hierzulande allerdings erst mit dem nächsten Album "Angel Dust" so richtig an Fahrt gewinnen konnte. Der trockene Sound, die klugen Ideen und der unbeschreiblich schöne "wir-spielen-was-wir-wollen" - Eindruck, den "The Real Thing" noch heute hinterlässt, konnte jedoch von der Band leider nie wieder in dieser Lässigkeit und Glaubhaftigkeit reproduziert werden (auch nicht auf "Angel Dust"!). Als dann auch noch der langjährige Gitarrist Jim Martin, der gleichzeitig auch noch ein auffälliges optisches Merkmal der Band darstellte, wegen musikalischer Zwistigkeiten ausstieg, ging es zumindest musikalisch so langsam bergab. Zwar hatten auch spätere Faith No More - Alben wie "King For A Day, Fool For A Lifetime" und "Album Of The Year" ihre gelungenen Momente, doch blieb "The Real Thing" absolut unerreicht. Letztendlich zog auch die Band selbst ihre Konsequenzen und löste sich auf. Seitdem geht fast jeder der Musiker seiner jeweiligen Solokarriere nach (besonders auffällig dabei die absolut wirren, doch musikalisch sehr fundierten Kakophonie - Orgien von Mike Patton's Band Mr. Bungle). Drummer Mike Bordin ist seit einigen Jahren regelmäßig im Umfeld fast jeder musikalischen Darbietung von Heavy Metal - Uropa Ozzy Osbourne zu hören und sehen gewesen. "The Real Thing" bleibt letzten Endes ein unverzichtbares Muss für jede gescheite CD - Sammlung (nicht nur im Metalbereich).
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Juli 2010
Anfangs kurz etwas zur Geschichte des Albums: Faith No More kamen 1989 mit dem ersten Album mit Mike Patton als Sänger (insgesamt war es bereits das 3.) gut bei der Masse an, erste Erfolge wurden gefeiert. Plötzlich gab es funkige Bass-Lines, Metal-Riffs, Rap-Vocals und noch viele andere, verschiedenste Elemente auf einer Platte und das alles von der gleichen Band. Es wurden damals insgesamt 5 Singles und kurz danach auch ein Live-Album, das die meisten der "The Real Thing" Songs beinhaltet (Live at the Brixton Academy), veröffentlicht. Ja, dieses hier ist definitiv eines der Alben die man mindestens einmal gehört haben sollte bzw. auch "blind" kaufen könnte.
Der Hörer bekommt 11 Lieder vorgesetzt wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten:
1. "From Out of Nowhere" (Single): (wegen dem fetten Main-Riff) ein wirklich gut ausgewählter Opener, eine etwas schnellere Nummer mit eingängigem Refrain. Anfangs für mich DAS FNM Lied mittlerweile "nur noch" eine Durchschnittsnummer. Großes Lob an dieser Stelle an den Bassisten der hier wirklich interessante Arbeit leistet und somit aufwertet.
2. "Epic" (Single): Wohl eines ihrer bekanntesten Lieder. Hier kommen die oben erwähnten Rap-Vocals zum Einsatz, der Bass ist zwar nicht wirklich kreativ aber unterlegt zusammen mit dem Schlagzeug genau dadurch, die von Patton sehr energisch gerappte Strophe, perfekt. Alles andere (Refrain, Solo, die letzten 3 Minuten...) sind komplett "epic". Trotzdem im Nachhinein (nach intensivem hören der Platte) scheint das Lied ein bisschen überbewertet.
3. "Falling to Pieces" (Single): Für mich persönlich eines der "besseren" Lieder (klingt in diesem Fall irgendwie komisch da jedes einzelne großartig ist) dieser CD (und sicherlich auch mit dem besten Text auf dieser Scheibe).
Der Bass ist fetter den je, eine irre Keyboard Melodie und eine feine gesangliche Leistung von Mr. Patton. Ich glaube für jemanden der die Band nicht kennt wäre dieser eine Song der perfekte Einstieg.
4. "Surprise! Youre Dead!" (Single): Die kürzeste und zugleich aggressivste Nummer: Erstmals wird der Hörer auf Jim Martins Gitarrenkünste aufmerksam (auf diesem Album versteht sich), welcher sicherlich für die Metal Elemente im Faith No More Universum zuständig war. Bitterböse Riffs, wie sie auch von Megadeth und Co stammen könnten, gepaart mit bitterbösen Lyrics gesungen von einem Patton, wie man ihn zuvor nur von Mr. Bungle kannte (und auch dort kam solch ein Zorn nur selten zum Einsatz). Ein wirklich untypisches Lied für die Jungs (im positiven Sinne).
5. "Zombie Eaters": Die wenigsten der Leute die dieses Lied zum ersten Mal hören denken daran wie sehr sich dieses Lied nach den ersten beiden Minuten verändern könnte, erwarten wahrscheinlich einfach ein 3-4 minütiges akustisches-Gitarrenstück und die, die eine Veränderung vorausgesehen haben, hatten sicher nicht eine dieses Ausmaßes erwartet: Wie gesagt die ersten beiden Minuten sind ruhig, gespenstisch und zeigen die Band wiederum von einer ganz anderen Seite, doch die 3 folgenden sind es die "Zombie Eaters" zu einem absoluten Meisterstück machen...Patton könnte es einfach nicht besser eingesungen haben, die "atmosphärischen" Keyboards werden perfekt eingesetzt und die Gitarre fetzt fast so wie bei Nummer 4. Der Text ist aus der Sicht eines Babys geschrieben. Ganz großes Kino.
6. "The Real Thing": Ich gebe zu, ich habe dieses Lied viel zu früh als "durchschnittlich" abgestempelt. Rückblickend habe ich keine Ahnung wie ich auf diesen Gedanken kam. Der Name "The Real Thing" fasst das ganze zwar recht gut zusammen aber "Epic" hätte definitiv besser zu diesem Song gepasst. Bei einer Dauer von acht Minuten zeigt das Genie Patton wie verschieden ein einzelner Mann klingen kann, wie viel Emotion man in ein Lied stecken kann, dazu noch der spacige Beat, die Keyboards die klingen wie als wären sie aus einem Science-Fiction Film und die tollen Riffs der Herren Martin und Gould. Zorn, Verzweiflung... was für Gefühle man aus dem Titeltrack heraus hört, das ist wohl jedermanns persönliche Sache doch es gibt wohl niemanden den dieses Lied völlig kalt lässt. Faith No More at it's best.
7. "Underwater Love" (Single): Nach "anstrengenderen" Lieder wie die zwei zuvor kommt dieses zwar überraschend, doch auch sehr gelegen. Der Bass ist wieder stark in den Vordergrund gerückt, die Songstruktur einfach, den Song hat man schnell kapiert... eine perfekte Single. Doch vermittelt diese Nummer ein derartiges Glücksgefühl, wer da nicht wie wild herum zappelt und grinst ist entweder verdammt gefühlskalt oder steht auf Black Metal. Irgendwie ein Sommerlied. Das auflockern der LP in Form von "Underwater Love" tut dem Album wirklich gut, einer meiner liebsten Favoriten... unverzichtbar!
8. "The Morning After": Gutes Lied, würde ich zusammen mit dem 1. in die Rubrik "Durchschnittliche FNM Songs" einordnen. Es ist jedoch (wieder) Mike Patton, der dieses Lied erst richtig spannend macht (obwohl zwischendurch, in den Instrumental-Parts eine interessante Stimmung aufgebaut wird). Cooles Stück.
9. "Woodpecker from Mars": Das genaue Gegenteil zum Lied zuvor, hier wird bewiesen das die Musiker auch ohne Mike Pattons Stimmakrobatik können: Ja, FNMs erstes Instrumental-Lied aber was für eines! Eine hinreißende, orientalisch-angehauchte Grundmelodie wird durch verrückte Geschwindigkeits- und Soundlandschaften gezogen. Wie bei "Surprise! Youre Dead!" merkt man was Jim Martin wirklich drauf hat, jedoch auf eine völlig andere Art und Weise, wie auch der Begriff "episch" hier eine ganz andere Bedeutung hat, als bei den zwei anderen von mir als episch bezeichneten Songs. Hört euch das Lied an, ihr werdet mit Sicherheit wissen, was ich mit diesen beiden Punkten meine UND ist dieses Lied wohl der Traum eines jeden Bassisten: Billy Gould im Zusammenhang mit "Woodpecker from Mars" nicht zu erwähnen, erscheint mir unfair wo doch seine Technik die anderen Musiker, die obwohl jeder Einzelne von ihnen hervorragende Arbeit leistet, dadurch in dessen Schatten verschwinden.
10. "War Pigs": Der Heavy Metal Klassiker von Black Sabbath gecovert von einer Crossover Band wie Faith No More, ob das funktioniert? Diese Frage stellten und stellen sich, damals wie heute, wahrscheinlich genug Leute wenn sie einen Blick auf die Tracklist werfen. Meines Erachtens nach geht das Konzept voll auf. Faith No More haben versucht so viel eigenen Stil wie möglich in ihre Version zu packen, haben den Song aber keinesfalls runiert. Der größte musikalische Unterschied ist klarerweise beim Sound vorzufinden der natürlich nicht so heavy ausfällt wie bei dem typischen doomig-angehauchten Black Sabbath Gitarren-Sound. Jedoch ist Ozzys einzigartige Stimme ja das was vor allem diesen BS-Song das einprägende, eigenständige gibt doch da ich Mike in diesem Fall bevorzuge ist das wohl einer der wenigen Cover-Songs, der mir wirklich um einiges besser gefällt als das Original.
11. "Edge of the World": Mit dem letzten Lied kommt auch die letzte Überraschung des Albums: Eine Ballade, bei der das Klavier ganz klar DAS Hauptinstrument ist. Erneut wird bewiesen das es (fast) nichts gibt was die Jungs nicht können oder niemals nicht zumindest ausprobierten. Wieder baut sich Gould toll ein und erneut eine Spitzenleistung von Patton. Fazit: ein Song von Faith No More der in meinem persönlichen Top 10 Ranking ihrer Lieder ohne Probleme weiter oben Platz finden würde. Außerdem würde "Edge of the World" sicher auch deiner Mutter gefallen. Das jedoch der Text damals keinen größeren Skandal auslöste, überrascht mich heute noch ein bisschen... kurz: Confessions of a paedophile never sounded so fabulously nice.

Eine der besten CDs, die ich besitze.

Ende.

Daniel Schober
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am 10. November 2000
Ende der 80er Anfang der 90er gehörten Faith No More zu den angesagtesten Bands überhaupt. Diese Scheibe war zu Recht eine der geilsten des Jahres 1989. Nicht um sonst hatten damals Bands wie Metallica, Faith No More als eine ihrer Lieblingsbands bezeichnet. Und das Teil ist auch wirklich gelungen: "Epic" war ein Hit, total packend und groovy eingespielt und was für ein kapputer Gesang dazu. "Zombie Eaters" ein Halbballade der Marke Sonderklasse. Das lange "The Real Thing" ist dermaßen psychedelisch, daß man sich ehrlich fragen muß was für Drogen diese Typen permanent konsumiert haben müssen. Weitere Highlight sind: "Underwater Love" und "The Morning After", wer nach 'ner geil abgedrehten Scheibe Ausschau hält kommt an dieser einfach nicht vorbei.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. August 2003
The Real Thing von Faith No More erschien in Jahre 1989 und etablierte einen Stil, den es bis dahin noch nicht gab: Die Kombination aus Rap und Heavy Metal - nach einer gewissen Zeit einigte man sich auf die Bezeichnung "Crossover".
Diese Platte, der noch einige folgen sollten (mit Angel Dust sogar eine noch erfolgreichere) markierte bereits den Höhepunkt des Schaffens der Band um Sänger Michael Patton. Nahezu jeder Song strotzt nur vor Überraschungen und Einfällen, ohne jedoch die Musikalität zu vergessen.
Der größte Hit der Platte beispielsweise - Epic - beginnt mit einem hymnenartigen Gitarrenfeuerwerk um kurz danach in harten Rap zu münden. Kurz danach folgt dann ein Ohrwurm von einem Refrain, den man bei diesem Beginn wirklich nicht erwartet.
"Surprise! You're dead" ist knallhart um dann auf den ruhigen, sehr melodiösen Beginn von Zombie Eaters vorzubereiten. (Auch dieses Lied hat einiges an Überraschungen zu bieten).
Ein ähnlich gut ausgefeiltes Stück folgt mit dem Titelstück der Platte - Midtempo-Passagen mit nur ein wenig Schlagzeug und Gesang wechseln sich mit knallharten Durchgängen ab.
"The morning after" stellt sowohl den anspruchsvollen Headbanger als auch den Freund von intelligenten Songstrukturen und -rhythmen zufrieden.
Nochmals zwei Überraschungen folgen am Ende der Scheibe - zuerst die sehr gute Coverversion von War Pigs. Danach mit "Edge of the World" ein Lied, dass von der Melodie her nett und harmlos klingt, aber einen absolut fiesen Text hat.
Zu diesem Zeitpunkt war Faith No More sicherlich eine der besten Bands ihrer Zeit und wurden somit Vorbilder für viele andere Gruppen. Eine derart durchgängig gute Platte konnten sie danach aber nicht mehr abliefern und trennten sich schließlich.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Februar 2014
Nicht nur die Musik sollte sich mit dem Neuzugang Mike Patton bei Faith No More fortan ändern, sondern zum Glück auch die Motive für die Plattencover. Wenn Patton nur noch früher Sänger der Band geworden wäre, dann würde man heute vielleicht sogar noch mehr von „The Real Thing“ schwärmen, dem Album der Crossover-Pioniere, auf dem er zu ersten Mal zu hören war. Der angeblich brennende Milchtropfen und der Popel farbene Schriftzug auf der Vorderseite des Albums sind alles andere als eine Sternstunde in der Geschichte des Coverartworks. Es brauchen nur die ersten Töne von „Out Of Nowhere“ erklingen und man verzeiht Faith No More das alles. Faith No More waren wohl eine der kuriosesten Erscheinungen im Metal der späte 80er Jahre und sie strapazierten die streng bewachten Grenzen der Genres im Rock mit jeder weiteren Platte mehr. Davon war die Band auf ihrem dritten Album aber doch noch weit entfernt. Fast jedes Stück auf „The Real Thing“ ist lupenreiner Pop. Patton, den man wohl später nie wieder so hoch singen hörte, rief hier noch nicht seinen gewaltigen stimmlichen Umfang ab, sondern stellt sich gesanglich ganz in den Dienst der Band und erledigt seinen „Job“ mehr als souverän. Und trotzdem war dieses Album das vielleicht Schrulligste und Freakigste, was man sich zu der Zeit im härteren Rock nur vorstellen konnte. Ihre für damalige Verhältnisse eigentlich undenkbare Melange aus Metal und Funk mit Rap-Elementen bildete die theoretische Grundlage für New Metal. Auch wenn das Fred Durst wohl nie freiwillig zugeben würde. Aber der hat eh keinen Geschmack…
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Dezember 1999
Mit "The Real Thing" machten 1989 Faith No More zum ersten Mal auf sich aufmerksam. Der ganz große Erfolg kam zwar erst 1992 mit "Angel Dust", doch war schon von jetzt an klar: Diese Gruppe würde die Heavy-Szene der 90er Jahre prägen wie keine andere. "Crossover" taufte man in Ermangelung einer aussagekräftigeren Bezeichnung diesen Musikstil, bei dem ein rezitativer, Rap-ähnlicher Gesang mit einer harten Gitarrenbegleitung, einem Stakkato-Baß und einem explodierenden Schlagzeug kombiniert wurde. Und das Ganze dann noch, wie in dem Stück "Epic", mit einer Klaviereinlage am Ende sozusagen als Bonbon versüßt. Auch richtig in Richtung Heavy Metal gehende Stücke werden dem Hörer beispielsweise mit "Surprise You're dead" um die Ohren gehauen, bis die einfach exzellent gestalteten Nummern "Zombie Eaters" und "The Real Thing" ein schön-schauriges Wechselbad von ruhigen, fast mystischen Klängen und heftigen wutartigen Rock-Explosionen bieten. Aus welchen Quellen sich FNM unter anderem inspirierten, zeigen sie mit "War Pigs", dem alten Black Sabbath-Klassiker. Jedoch folgen auch sanftere, funkigere Töne am Ende mit "Edge of the World", womit Faith No More bewiesen ,daß sie sich stilmäßig noch in ganz andere Richtungen entwickeln würden und sich einfach nicht einordnen ließen. Oder wer hätte damals gedacht, daß sie innerhalb von drei Jahren erst Black Sabbath und dann Lionel Ritchie covern würden? (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Juli 2009
Musik der Extraklasse.

Kann gar nicht sagen, wie oft (sehr oft!) ich diese Platte auflege. Es ist für jeden Geschmack was dabei. Und hat einen die Musik erst mal in ihren Bann geschlagen, gibt es kein Entkommen mehr...

Dieser gekonnte Stilmix fetzt immer wieder, überrascht, lässt einen mitwippen oder verduzt zurück. Über allem thront die geniale Stimme Mike Pattons. Abgehoben, wild, schreiend, sanft, spielend....unbeschreiblich! Am besten anhören und eigene Meinung bilden! Und nicht gleich von härteren Sachen abschrecken lassen. Auch die sind nämlich extraklasse, durchdacht und gekonnt vorgetragen..z.B. die Cover Version von Black Sabbaths "War Pigs". Selbst härtere Lieder haben intelligente musikalische Grundstrukturen mit Ohrwurmgarantie wie "From out of nowhere" oder "epic"

Anspieltipp: Falling to pieces

Oder noch besser: die yt videos der FNM Tournee 2009 anschauen (aus Donsington)...egal, ob "Reunited" oder Lady Gaga's "Poker Face" gecovert werden oder die alten FNM Songs aufleben dürfen, die Band und Mike Patton habens noch drauf. Eines ist sicher: mit Mike Patton und seinem Tross lebt Musik und wird nie langweilig!
Und man wartet gespannt auf Neues??!!!

Fazit: Klasse Musik und wie die Alben "King for a day", "Angel Dust" u.a. aktuell hier zu einem absoluten Schnäppchenpreis zu kriegen. Zugreifen, solange der Vorrat reicht, die Sammlung freut sich...sie werden nämlich schon wieder teurer
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. August 2007
ist diese Scheibe von FNM mit Abstand das Beste was die Truppe hervorgebracht hat. Erfolgreich wurden sie zwar erst später, aber im direkten Vergleich kommen die späteren Werke nicht an diese Scheibe (die ich seinerzeit noch als LP gekauft habe) heran. Einzig die Folgescheibe hatte noch etwas vom Flair übrig. Schade das es FNM nicht mehr gibt und solche Scheiben wohl nicht mehr produziert werden...
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TOP 500 REZENSENTam 13. Juli 2012
Obwohl ich ansonsten eigentlich nie auf Crossover oder allgemein "Metal mit Rap-Elementen" stand liebe ich THE REAL THING seit 1990, es ist jenseits aller Kategorien einfach ein starkes, sehr abwechslungsreiches und immer noch originelles Album!

Meiner Ansicht nach lieferten Faith No More hiermit ein Album ab, welches fast nach einem Vierteljahrhundert noch frisch und originell klingt - und erstaunlich auch, wie abwechslungsreich die Band zu Werke geht.
Egal ob mein persönliches Lieblingsstück, das melodische und gleichzeitig irgendwie verzweifelt klingende "From Out Of Nowhere", das mitreißende "Epic", der wüste "Surprise! You're Dead!" oder die ruhigen Momente "Zombie Eaters" oder "Edge Of The World", dieses Album ist voller KLassiker, und eigentlich ist jedes Stück ein echtes Kleinod. Mir macht THE REAL THING jedenfalls immer wieder einen Heidenspaß!

Insofern: wer auf zeitlose, schlichtweg gut gemachte Rockmusik steht und THE REAL THING tatsächlich noch nicht kennt sollte diesem Album umbedingt eine Chance geben!
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am 14. Juni 2015
Was FNM 1989 mit "THE REAL THING" schuffen, ist bis heute absolute REFERENZ für alles was Richtung Crossover/Nu-Metall, etc.. ging! Und nicht nur das, FNM waren damals faktisch das erste Atom, welches all die anderen Nuklearteilchen zum Schwingen brachten. Als ich "EPIC" 1990 das erste mal in einer Berliner Hardrock-Disco hörte, konnte ich gar nicht glauben, dass jemand dermassen abgedrehte Musik machen konnte. Am Monntag nach dem WE kaufte ich mir sofort diese Scheibe, um zu hören, was diese verrückten Jungs noch so drauf hatten. Ich hatte ja schon oft Alben mit dem gewissen "Etwas" gehört und Momente, wenn man denkt "besser geht es nicht". Aber was da von "The Real Thing" aus der Rille kam, konnte man nur noch als "WAHNSINN" bezeichnen. Selbst nach dem x-ten anhören hatte ich keinen echten Plan, "was genau" FNM da eigentlich spielten?Diese Musik war mit so viel "Stilrichtungen" vermischt und doch hörte man aus jeder Note etwas völlig neues und bis dahin nie gehörtes heraus. Jedem der mich fragte "was" für Musik FNM eigentlich machen, sagte ich, dass dies unmöglich wäre und er solle sich die Scheibe einfach anhöhren. Genau genommen war mir irgend wann völlig egal wie man diese Musik bezeichnete. Wichtig für mich war, dass es so etwas überhaupt gab. FNM kamen genau zum richtigen Zeitpunkt um die Stilrichtung "ROCK/HEAVY METALL" in eine neue+abgedrehte Geschichte zu verwandeln. Der Rock/Heavy Metall im herkömmlichen Sinne war irgend wie ausgelutscht und FNM brachten genau die richtige Dosis "SPEED/Wahnsinn" in den Kreislauf des dahinsichenden Körpers Rock/Heavy Metall. Diesen Abend, als ich erstmals EPIC in voller Dröhnung in diesem Keller hörte, werde ich niemals vergessen. Das war Gänsehaut pur und Adrenalin-Ausschüttung ohne Ende. Das einzig blöde war, dass der DJ die Scheibe nicht rausrücken wollte, obwohl ich ihm den doppelten Preis bot. Der wusste halt was er hatte..(hihihi..). Auf dieser Scheibe ist keine einzige Sekunde vergeudet. The Real Thing ist nicht nur Musik, sondern Wendepunkt für eine gesamte Generation neuer Musikrichtungen. Ohne FNM wäre vieles was danach kam gar nicht möglich gewesen. Was Crossover/Nu-Metall angeht, sind FNM sozusagen die "BEATLES" dieser ganzen Richtung. FNM war damals das geilste Projekt auf dem Globus und hatte verdientermassen so viele Fans. The Real Thing ist meiner Meinung nach die besten Scheibe von FNM und, was diesen neuen Stil angeht, völlig unerreicht. Wer diese Musik nicht kennt oder besitzt, hat ein gutes Stück Musikgeschichte verpasst. Alleine wenn ich bedenke, wie viele unterschiedliche "Stimmen" Mike Patton auf dieser Scheibe unterbringt macht einen Staunen. Dieser Typ ist einfach genial und man muss dem lieben Gott dankbar sein, dass er Mike, was Musik angeht, genau richtig gebacken bekommen hat. Würde mein Haus brennen und ich könnte nur noch wenige CD`s retten, The Real Thing wäre die 1`te Scheibe die ich retten würde. Eine Kaufempfehlung verkneife ich mir. Jeder Rock/Metall/Crossover/Nu-Metall-Fan der diese Scheibe nicht hat ist eine arme Sau....... ;-)
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