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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die einzigen 'Teamworks' dieser beiden Ausnahmemusiker ... und die letzten Aufnahmen von Paul Desmond!, 16. Januar 2010
Von 
theSilentNoirFreak (Somewhere over the rainbow ... and beyond!) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Together:the Complete Studio Recordings (Audio CD)
Soviel vorab: "Together" ist eine Zusammenstellung von Stücken, die bereits zuvor veröffentlicht wurden und kein Album, für das Baker und Desmond zusammen ins Studio gegangen wären. Wer bereits die Chet Baker Alben "She Was Too Good For Me" (& "The Best Thing For You"), "You Can't Go Home Again", sowie Jim Hall's "Concierto" besitzt, hat auch bereits den gesamten Audio-Inhalt dieser CD.

Die erwähnten Alben entstanden in den Mitt-70ern. Paul Desmond hatte, seit seinem Verlassen des Dave Brubeck Quartets 1967, einige Aufnahmen für A&M gemacht, die alle von Creed Taylor produziert worden waren. Um Chet Baker war es durch die 60er etwas stiller geworden, doch arbeitete er in den 70ern an seinem Comeback. Creed Taylor hatte 1974 A&M verlassen um seine eigene Firma CTI zu gründen und für diese brachte er Paul Desmond, Chet Baker und Jim Hall zu den Aufnahmen der Alben zusammen - zusätzlich noch einige andere Top Musiker, von denen sie unterstützt wurden: Ron Carter (b), Kenny Barron (elect. p), Steve Gadd (d), sowie Bob James (elec. p), Tony Williams (d) und Roland Hanna(p). Wer im einzelnen für welche Aufnahme welches Instrument bediente, ist im Booklet der CD genau ausgewiesen (ebenso die Aufnahmedaten), einige dieser Recording Sessions fanden im übrigen in den Rudy Van Gelder Studios statt.

Das knapp 20minütige "Concierto De Aranjuez" (1975) - ganz klar - ist primär Jim Hall's Stück. Das Rodrigo-Stück ist für Gitarre konzipiert und für Baker, wie Desmond, blieb lediglich zu Beginn, in der Mitte und am Ende ein wenig Raum. Alle anderen Stücke aber boten den beiden Musikern genug Möglichkeit, ihr Können einmal mehr zu beweisen, als Solisten, wie im grandiosen Zusammenspiel. Die Arrangements von Don Sebesky sahen dabei interessante Kombinationen vor, die ebenfalls einigen der musikalischen Mitstreiter Raum zur Entfaltung boten, dabei aber optimal das Spektrum der beiden '50er Veteranen' Baker und Desmond ausloten: Gleichermaßen dynamisch, wie sensibel und hier erstmals "Together" . So sind "Tangerine" und "Autumn Leaves" (beide 1974) längst etablierte Radio Klassiker geworden und "How Deep Is The Ocean" präsentiert uns (als einzige dieser Aufnahmen) Chet Baker auch noch einmal als (bereits leicht angeschlagenen) Sänger. Ein absolutes (wenn nicht DAS) Highlight dieser Zusammenstellung ist und bleibt aber das Titelstück der gleichnamigen 77er Chet Baker Platte "You Can't Go Home Again" ... für mich persönlich bedeutete es den definitiven Einstieg in Chet's Musik-Historie und es ist bis heute traumhaft, wie Trompete und Altsaxophon mit einander harmonieren und dem Stück eine wirklich einzigartige Sensibilität verleihen. Die beiden zuletzt genannten, sowie das ebenfalls auf dieser CD hörbare "I'm Getting Sentimental Over You/You've Changed" (1977) gehören übrigens mit zu den allerletzten Aufnahmen, an denen Paul Desmond teilgenommen hatte - der krebskranke Altsaxophonist verstarb knapp einen Monat später.

Die auf dieser CD enthaltenen sieben Stücke sind die einzigen, jemals entstandenen, gemeinschaftlichen Aufnahmen von Chet Baker und Paul Desmond und schon deshalb, meine ich: Ein Muß für Liebhaber der Werke von beiden. Darüber hinaus empfinde ich die Scheibe als ausgesprochen repräsentativ (dabei herausragend) für 70er-Jahre-Jazz, was bestimmt zu einem Teil an Sebesky's Arrangements und dabei an der Verwendung von Electric Pianos liegt und ebenfalls an teils kraftvoll (dabei niemals penetrierenden!) eingespielten Drums. Die bereits erwähnten anderen Musiker haben an den hörbaren Endresultaten ebenfalls auch einen erwähnenswert hohen Anteil, für "die Sahne" aber sorgen natürlich Chet Baker und Paul Desmond. "Together" ist dennoch nicht allein Fans, sondern ebenfalls jedem, der einen Zugang zur Jazz Musik sucht, zum Anhören empfohlen!!!
-- theSilentNoirFreak
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Herausforderung der Transkription, 3. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Together:the Complete Studio Recordings (Audio CD)
Als großer Verehrer von Emerson, Lake & Palmer stutzte man seinerzeit nicht wenig über die Veröffentlichung von "Pictures at an Exhibition". Gut - 70er Jahre bedeutete »progressiv«, also »Music in progress ...;-)«. Da war vieles verzeihlich und man wurde für das Dulden experimenteller Waghalsigkeiten auch nicht weniger reich beschenkt. Aber wer bitteschön wollte Mussorgsky's wunderbare Bilder-Galerie als nicht enden wollendes Keyboardgequitsche anhören?: Anscheinend viele! Da konnte man nur die Kinnlade sinken lassen und heftig nach Luft schnappen. Unter Berücksichtigung, dass all die Applaus Spendenden das Original zumeist nicht - oder nur unzureichend - kannten, im Nachhinein wiederum weniger verwunderlich. Ähnlich verhielt es sich mit der ebenfalls überbewerteten Miles Davis' Adaption zu »Concierto de Aranjuez«, sprich »Scetches of Spain«, wobei sich nicht allein dem Rezensenten - der das Stück innig liebt - sondern gar Rodrigo selbst ;-) die Fußnägel aufrollten.

Nicht in der vorliegenden Aufnahme [!*]. Eigentlich ging es beim Anvisieren dieser CD darum, eine Scheibe zu finden, indem der Sound eines Paul Desmond (Take five/Brubeck) mit dem mystischen Ton des Chet Baker (Funny valentine) zusammentrifft. Gesucht - gefunden in: »Together«, wo das Aufeinandertreffen der beiden Urgesteine gesammelt dokumentiert scheint. Gewidmet dem hervorragenden Produzenten und Arrangeur 'Don Sebesky', der hier ganze Arbeit geleistet hat. Auch beim Rest der Scheibe - allesamt 'Don Sebsky-Produktionen' - schwächelt nichts [!]. Quasi Post-Bob, in denen Bob James und Kenny Barron am ePiano schon nahezu Fusion-Anklänge beitragen. Während die Konturen in erlesener Interpretation von Chet Baker und Paul Desmond bestimmt werden, brilliert Jim Hall - obwohl für Gitarre geschrieben - auf Concierto de Aranjuez mit drei verhältnismäßig kurzen, aber sehr prägnanten Einsätzen. Ohne jeden Nachteil, versteht sich, da gerade die Interpretation durch andere Instrumente einen unerhörten Spannungsbogen bieten. Dieses (Insel-) Stück war ohnehin zur Erstveröffentlichung schon 1975 ein Beitrag zu Jim Hall's »Concierto«. Begleitet von Roland Hanna am Piano und einem intuitiven Ron Carter am Bass. Es ist beachtlich, mit welcher Differenziertheit und Sensibilität hier agiert, das Hauptthema intelligent umschifft wird und dem Hörer ebenso lauernde, auf das Thema hinweisende Kadenzen als Glanzlichter präsentiert werden.

Fazit: Die Ausführenden leisten Hervorragendes und erweisen der Musikkultur mehr als einen Freundschaftsdienst. Das gilt selbstverständlich schon der einzigartigen und tatsächlich innovativen Zusammenkunft von Baker & Desmond wegen. Wer aber in Erfahrung bringen möchte, wieviel Einfluss ein Produzent und Arrangeur auf die Machart und Entwicklung eines Stückes hat, hält hier ein echtes Juwel in Händen [!].

Übrigens: Wer hier zugreift, braucht die »Concierto« von Jim Hall nicht zwingend, da die beiden am wenigsten nicht entbehrlichen Stücke des Albums (Aranjuez & You'd be so nice to come home ...) hier in hervorragender ReMaster-Qualität aus dem Jahre 1992 vertreten sind.

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01 Tangerine · 02 You can't go home again · 03 How deep is the ocean ? · 04 You'd be so nice to come home to · 05 I'm gettin' senimental over you/You've changed · 06 Autumn leaves · 07 Concierto de Aranjuez

Paul Desmond [sax]; Ron Carter [bass]; Tony Williams (2,3,5)/ Steve Gadd (1,4,6,7) [dr]; Bob James (1,6) / Kenny Barron (2,3,5) [epiano]; Jim Hall (4,7) [guit]; Roland Hanna [piano]; Chet Baker [tr]

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Klangqualität: 4-5 Sterne
Eigenständigkeit: 5 Sterne
Interpretation: 5 Sterne
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© apostrophé 2012

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig cool, 24. Juni 2011
Von 
Dr.Livingstone (Sanssouci) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Together:the Complete Studio Recordings (Audio CD)
Desmond ist für mich der größte MELODIE-Spieler des Saxophons. Keine Rekorde im Noten-pro-Sekunde-spielen, sondern im finden erhebender Tonfolgen, die überraschen und ins Innere treffen.Ich frage mich,wo Desmond das hergeholt hat. Ausnahmsweise spritzte er nichts, sondern trank nur und war unglücklich in der Liebe.
Übrigens ist es gut, DVDs mit Desmond anzusehen. Genies können bei der Arbeit so normal aussehen...
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