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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fürs nächste Untoten-Treffen -- aber vor allem für die Lebenden, 28. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Murder Ballads (Audio CD)
"Mothers keep your girls at home" heißt es mal in "The Kindness of Strangers"; ein gutes Motto fürs gesamte Album. Ein Konzept-Album (dass es sowas noch gibt!) über außergewöhnliche Morde in vielen, vielen Versionen, jeweils in die passende Musik gepackt wie die zerstückelte Leiche in den Koffer: Mal minimale Instrumentierung und mal schmelzender Geigenklang; mal Punk, mal Folk-Balladen und mal beides auf einmal, mal Ska und mal der Beweis, dass sogar Swing-Rhythmus so düster klingen kann, dass dagegen der nebelumwaberte Friedhof bei Neumond der passende Ort für den Kindergeburtstag scheint.
"Song of Joy" -- wenn's nicht auf dem Cover geschrieben stünde, also, auf den Songtitel wär ich im Leben nicht gekommen: Eine düstere Ballade über ein ehedem unschuldig' Kind, ein "Le Fanu"-würdiger Text in ein typisches Balladenmotiv eingeflochten. Nicht nur hier passt Nick Caves unglaublich tiefer Bass wie vom Sargschreiner angemessen. Düsterer Punk im Balladenton -- das sowas geht, hätte ich auch nie geglaubt, bevor mir's Cave nicht vorgesungen hätte: Eine "Lovely Creature" wird en passant über Nacht kommentarlos gemordet, in romantisch assoziierter Umgebung, in atemlosem British-Ska-Ton.
Nicht nur die Musik, nein, auch die Texte lohnen das genaue Hinhören, und alles stimmt zusammen, ohne je zum Klischee zu verkommen -- und zwar nicht nur, wenn einem in dieser "Stagger Lee"-Version tatsächlich die Kugeln nur so um die Ohren pfeifen. Nicht nur in P.J. Harveys Duett mit Nick Cave in trügerisch sanftem Balladenton als trügerische Moorhexe ("Henry Lee"), und nicht nur bei einer Kylie Minogue, die als Elisa Day in "Where the Wild Roses Grow" umworben wird -- ein Traditional traditionell und zu Herzen gehend instrumentiert. Schließlich heißt's ja auch romantisch und ergreifend: "all beauty must die".

Düster geht's also zu im Text und in der Musik, quer durch die imaginären Jahrhunderte und ihre verruchten Ecken, immer im haargenau passenden Stil: "Stagger Lee" hardboiled, und tiefmelancholisch das phantastische "Henry Lee" zeitlos die windgefegten Hochland-Moore durchgeisternd. "The Curse of Millhaven" besingt in bester Pogues-Nachfolge mit viel Folk, rotzigem Punk und allerschwärzestem Humor eine sinistre zarte Loretta, und in "O'Malleys Bar" tobt gut 14 Minuten lang ein Massenmörder, kaltschnäuzig, größenwahnsinnig, durchgeknallt -- das Ganze in provozierendem Minimal-Stil.

Am Ende dann natürlich Dylans "Death Is not the End" als tröstliches (oder ironisches?) Schlusswort, sparsam instrumentiert. Es lebt ganz vom Können der vielen hier versammelten Sänger, vom unverwechselbaren Shane McGowan bis zur ebenso unverkennbarer Kylie Minogue (warum nur singt die nicht immer so?).

Es passt halt einfach alles zusammen bei diesem Album, finstere Morde in (fast) allen denkbaren Versionen; Liebe, Wahnsinn, Größenwahn, durchgebrannte Sicherung. Die Texte bis zum Stehkragen voll mit schwarzem Humor, die Musik so abwechslungsreich wie die Möglichkeiten, vor der Zeit hingemäht zu werden. Alles hält Nick Caves düsterer unverkennbarer Bass zusammen, diese Kriegserklärung an jeden Strahlemann-Tenor. Die Höhepunkte hier nennen, bei all diesen musikalisch ergründeten Abgründen -- lieber nicht. Oder vielleicht doch: P.J. Harvey & Nick Cave mit "Henry Lee", und Cave solo mit "The Curse of Millhaven". Ohne Gewähr.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für die dunklen Momente im Leben..., 5. Mai 2007
Von 
Stefanie Conrad "Stefanie Conrad" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Murder Ballads (Audio CD)
Es gibt Musik für fröhliche Sommertage, Musik für festliche Weihnachtstage, Musik für glückliches Verliebtsein und es gibt Nick Cave.

"Murder Ballads" ist eines dieser Alben, das man nur nachts oder an dunklen Tagen hören kann, ohne vollends in Traurigkeit zu versinken. Eine Platte für die eher dunkleren Momente im Leben, eigentlich eine richtige November-Platte sozusagen. Wie so oft bei Nick Cave geht es auch hier um Mord, Tod und unglückliche Liebesgeschichten, ein Happy End gönnt der australische Barde keiner seiner Figuren, die er besingt.

"Where the wild roses grow" machte Cave damals einem größeren Publikum bekannt und zeigte uns auch, daß Popprinzessin Kylie Minogue mehr kann, als nur "I should be so lucky" zu trällern. Es lohnt sich aber auch, das zweite Duett auf diesem Album für sich zu entdecken, "Henry Lee" mit PJ Harvey ist von einer tiefen Traurigkeit und dennoch einer ungeheuren Brutalität, wie so ziemlich alle anderen Songs dieses Albums auch.

"Murder Ballads" ist nicht nur musikalisch melancholisch, die Texte sind mitunter von einer unheimlichen Gewalt, so daß der Titel des Albums nicht von ungefähr kommt. Kein Album also, das man an sonnigen Tagen im Hintergrund laufen lassen sollte, sondern eins, auf das man sich einlassen muß und das sich gerade deswegen lohnt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges morbides, melancholisches Meisterwerk, 18. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Murder Ballads (Audio CD)
Ein sehr ruhiges Album hat Nick Cave abgeliefert. Doch wirklich entspannend ist es nicht. Das liegt nicht nur an dem markerschütternden Schrei von Blixa in Stagger Lee sondern an 9 Meisterwerken mit Texten voller Mord, Gewalt und bedaurnswerten Schicksalen. Der Abschlusssong Death Is Not The End, ist sozusagen der Gegenpol zum rest des Albums und bringt den Hörer wieder zurück in unsere Welt. Man muss sich Nick Cave, musikalisch sowie textlich erst einmal erschließen um diesen Künstler und die Kunst die er zusammen mit den Bad Seeds macht wirklich geniessen zu können.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Poe der Musik, 12. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Murder Ballads (Audio CD)
Das vorliegende Album ist wirklich ein Pandämonium des Düsteren - jedes Lied handelt vom Mord oder vom Morden.Obwohl die CD sich wirklich auf dieses Thema beschränkt,behandelt Nick Cave es auf erschreckend vielfältige Weise:So ist der Akt des Tötens mal explizit beschrieben(Stagger Lee),mal werden die genauen Umstände im Dunklen gelassen(The kindness of strangers)oder sie sind voll poetischer Schönheit(Where the wild roses grow)

Ebenso vielfältig wie Nick Caves Texte,ist seine klangliche Welt.So wechseln sich klassische Klavierbegleitungen mit elektrischem Minimalismus ab.

Die Cd ist also jedem zu empfehlen,der es gerne mal düster mag und nicht vor experimenteller Musik zurückschreckt.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen auch für High-Ender ein Genuß!, 13. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Murder Ballads (Audio CD)
Neben dem zuvor gesagten muß ich einmal ganz klar meine Freude und Faszination angesichts der super-räumlichen Abmischung kund tun! Ich hätte nie geglaubt, bei solch schaurig-schöner Mucke auch noch über meine gepflegte Anlage derartige Raumdimensionen kennen zu lernen! Das ist kein Schrammel-Sound, sondern ein ganz ausgebufftes Klangerlebnis; alle Stimmen und Instrumente sind in den Raum genagelt, klar umrissen und vor allem so vollkommen losgelöst vom Lautsprecher! Also nicht nur etwas für Fans, sondern auch für Menschen, die auch noch mit zwei Ohren hinhören können, ...möglichst nach Zwölf, wenn die Endstufe richtig warm ist und das Netz weniger belastet ist von störenden Oberwellen.
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Beste von Nick Cave, 13. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Murder Ballads (Audio CD)
Durch diese CD bin ich ein Fan von Nick Cave geworden. Jeder der sich für diesen Künstler interessiert, sollte mit dieser Scheibe beginnen. Wenn man an diesem morbiden Kunstwerk seinen Gefallen gefunden hat, dürfte einem alles von Nick Cave gefallen.
Alle Lieder hier handeln von Schmerz, Verlust, Tod und auch irgendwo mit Liebe. Die durchgehend düstere Stimmung wird hervorragend duch Nick's sonoren Stimme unterstützt, dass einem nichts anderes übrigbleibt als mitzuleiden. Schaurig schön.
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5.0 von 5 Sternen Konzeptalbum mit Tiefgang, 10. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Murder Ballads (MP3-Download)
An der Genialität von Nick Cave & The Bad Seeds gibt es keinen Zweifel. Dieses Album widmet sich, wie der Titel erahnen lässt, thematisch dem Morden in unterschiedlichen Facetten. Düstere Lyrics und eine Instrumentierung, die einem Schauer über den Rücken jagt, kennzeichnen dieses in sich geschlossene Werk. Die beiden Alben, die Nick Cave & The Bad Seeds danach veröffentlichten, nämlich "The Boatman's Call" und "No more shall we part", finde ich allerdings (noch) besser.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nick Cave Himself, 23. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Murder Ballads (Audio CD)
Ich glaube nicht, dass es im Sinne des Verfassers/Songwriters ist, die Lieder im Einzelnen detailliert zu interpretieren. Und somit sollten die Inhalte auch nicht so ernst genommen werden im Sinne: "Haltet Eure Töchter fern, hier wird gemordet!".

Meiner Meinung nach ist Murder Ballads ein Höhepunkt. Nicht wegen dem Duett mit dem Popsternchen in "Where The Wild Roses Grow", sondern weil es beim Hören genau das vermittelt, was Nick Cave ausmacht. Er schafft es, schon beim erste Lied einen Schauer mit sich zu bringen, der das ganze Album über präsent ist.

Ein gelungenes Album!
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verbale Gewaltorgie für Fans des Düsteren, 31. Juli 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Murder Ballads (Audio CD)
Als musikalisches Must-Have werden die Murder Ballads zurecht gehandelt. Allerdings zeigt sich mal wieder, dass Geschriebenes (oder in diesem Fall Gesungenes) als weitaus weniger schlimm empfunden wird als visuell dargestellte Gewalt.
Würde man einen Episodenfilm zu den Nick Caves Balladen drehen, hätte er die FSK 18 zurecht und wäre eine einzige Gewaltorgie, vergleichbar mit Filmen wie Desperado oder The Shining, das leise Grauen verbunden mit schlichten Exzessen der Brutalität.
Ein künstlerisches Meisterwerk sind die Murder Ballads dennoch, aber wie bei vielen Meisterwerken gilt auch hier: Vorsicht.
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2 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schaurig schön, 26. September 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Murder Ballads (Audio CD)
Eines der eher melodischeren Cave Alben mit schaurig schönen und abgründigen Songs über Mord und Tot, die mich stark an das HANK RAY Album "Countricide" erinnern, welches noch düsterer und melancholischer ist.
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