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95 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der wahre Chopin, 1. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Chopin Collection (Audio CD)
Artur Rubinsteins Chopin ist ein Rätsel. Seine Einspielungen der Walzer, Mazurken und Polonaisen sind immer noch konkurrenzlos. Aber was hebt ihn von der Masse der Chopin-Interpreten ab und macht ihn so unvergleichlich?

Zuerst das Allerwichtigste: Rubinstein spielt keinen sentimentalen Chopin. Er musste sich mit dieser Auffassung seinerzeit gegen andere Starpianisten wie Paderewski oder Cortot erst durchsetzen. Deren Spiel war für ihn, wie er in seiner Biografie erklärte, nicht frei von Klischees, entweder zu sentimental oder viel zu zerbrechlich. Ganz anders Rubinsteins Chopin: Die Mazurken haben einen wunderbar erdigen Rhythmus, bei den Walzern musiziert er sehr frei, die linke und die rechte Hand scheinen fast unabhängig zu "denken", sein Rubato ist wunderbar und doch hält er die Musik im Fluss und wird niemals schleppend oder gefühlig. Daniel Barenboim sagte dazu, Rubinsteins Spiel habe ein "Rückgrat". Maurizio Pollini, selbst kein ganz übler Chopin-Spieler, meinte, Rubinstein habe gezeigt, dass es nicht auf die Quantität des Rubato ankommt, sondern auf die Qualität. Mit anderen Worten: Wer seine Effekte sparsam einsetzt, erzielt umso größere Wirkung. Rubinstein findet eine perfekte Balance. Er kann auftrumpfend, brutal, dunkel, ja sogar todtraurig und melancholisch sein, aber er bietet nie weichliches Salongesäusel.

Sein Spiel ist zudem (anders als beim großen Widersacher Horowitz) ganz frei von Zaubertricks, die den Pianisten in den Mittelpunkt rücken. Der auf diesen Aufnahmen bereits über 70-jährige hat solche Eitelkeiten nicht mehr nötig. Er geht am Ende seiner großen Karriere noch einmal aufs Ganze und entdeckt den wahren Chopin.

Das größte Geheimnis aber ist Rubinsteins Ton, dieser wunderbar samtige dunkle Klang. Joachim Kaiser hat ja zu Genüge drüber geschrieben, und egal, was man von ihm hält, es ist wirklich was dran. Ich musste lachen, als ich in einer Kritik las, diese Aufnahmen seien "historisch". Das ist natürlich Unsinn, sie stammen ja aus den 60er Jahren, als es bereits hervorragende Mikrofone und Bandmaschinen gab. Das Klavier ist technisch sauber aufgenommen. Dass es etwas dumpfer klingt, liegt an Rubinsteins Anschlag und dem Einsatz des linken Pedals. Er schien diesen weicheren, verschatteten Ton so gewollt zu haben und in den traurigen, sehnsuchtsvollen Nocturnes und Mazurken kommt er wunderbar zum Tragen.

Mancher mag sich wundern, dass ich hier wie ein Wasserfall über Artur Rubinstein schreibe und kaum zum Ende komme. Aber ich bin dem alten Herrn so dankbar, dass er mir Chopin wieder nahe gebracht hat. Es gab eine Zeit, da konnte ich Chopin kaum noch ertragen: Kerzenlicht-Romantik für Klavierschülerinnen. Rubinstein hat mich eines besseren belehrt. Der Magie, die von seinem Spiel ausgeht, kommt man mit aller Wissenschaft nicht bei. Komponist und Interpret sind füreinander bestimmt - denselben Eindruck kann man bei Artur Schnabels Schubert oder Solomons Beethovensonaten gewinnen. Es gibt einfach musikalische Seelenverwandschaften, die nicht erklärbar sind.
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33 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Schatzkiste voller zeitloser Interpretationen, 6. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Chopin Collection (Audio CD)
Hiermit reihe ich mich in die Liste der begeisterten Rezensenten ein. Diese Box ist wahrlich von unschätzbarem Wert! Dass man mit der Kombination Chopin/Rubinstein keinen Fehler machen kann, muss wohl kaum noch erwähnt werden. Rubinstein stellt nicht sich selbst, sondern die Musik in der Mittelpunkt. Was wir hier hören, ist Chopin pur.

Diese zeitlosen Aufnahmen entstammen im Wesentlichen der ersten Hälfte der 60er Jahre. Der Klang ist außergewöhnlich, warm und authentisch und überragt so manche neueren (Digital-) Aufnahmen um Längen. Man möchte manchmal meinen, man sitzt in einem Salon und lauscht "live" einem Privatkonzert des alten Rubinstein. Ein besonderes "Schmankerl" sind die zusätzlichen Aufnahmen der Préludes und der Sonate Nr. 2 aus den 40er Jahren, die klangtechnisch sicher nicht mehr auf dem Niveau der späteren Einspielungen sind, aber dennoch eine ungemein starke Faszination ausstrahlen.

Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass diese Box "nur" eine beinahe-vollständige Aufnahme des Klavierwerks von Chopin ist, so fehlt z.B. die (weniger bekannte) erste Sonate, die Rubinstein meines Wissens nach nie eingspielt hat, oder auch die Etüden, von denen er nur eine kleine Auswahl aufgenommen hat.

Die Box ist würdevoll gestaltet und beinhaltet ein schönes, ausführliches Beiheft. Um diese musikalische Schatzkiste kommt wohl kaum ein Chopin- bzw. Klaviermusikliebhaber herum.
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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Artur Rubinstein The Chopin Collection, 18. Dezember 2009
Von 
Harald Vetter (Monzingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Chopin Collection (Audio CD)
Ich bin kein Musikkritiker, sehr wohl aber Musikliebhaber und beurteile
Musik nach dem, wie sie auf mich und in mir wirkt. Da genießt Rubinstein
ohnehin einen hohen Stellenwert. Rubinstein und Chopin sind aber eine Kombination,
die kaum noch steigerungsfähig ist und die ich z.B. Horowitz eindeutig vorziehe.
Aber ich wiederhole mich: Das ist subjekltiv empfunden und nicht nach den Kriterien
scheinbarer oder echter Musikexperten analysiert.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Makellos, 8. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Chopin Collection (Audio CD)
Nie zuvor habe ich ein technisch auch nur annähernd so perfektes (ja man muß wohl sagen makelloses) und dabei so seelenvolles Spiel gehört. Nie hört man auch nur die geringste Schwäche oder Unsauberkeit, in keinem Moment kippt in Artur Rubinsteins von äußerster Präzision und Hingabe geprägtem Spiel die Balance: ein einziges Fest für Herz und Verstand.
Völlig außer Frage steht, daß wir es hier mit einigen der vollkommensten Interpretationen der Schallplattengeschichte zu tun haben. Rubinsteins Chopin liegt nun in hervorragender Klangqualität und Ausstattung (drei jewelcases im Schuber mit sorgfältig gestaltetem Beiheft) vor - all dies zu einem völlig indiskutablen Preis. Wer als Sammler und Musikliebhaber (man muß noch nicht einmal Chopin mögen, um sich diese Aufnahmen anzuschaffen!) auch nur einen Rest an Stolz und Ehrgefühl besitzt, wird an Artur Rubinsteins Chopin nicht vorbeikommen. Enthusiastische Empfehlung!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die ultimative Kollektion - als Gesamteinspielung unerreicht, 28. November 2010
Von 
Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Chopin Collection (Audio CD)
Der polnische Komponist und Pianist Frédéric Chopin hinterließ kein einziges Werk, in dem sein Klavier nicht beteiligt wäre. In einigen seiner Kompositionen erreicht er eine Ausdruckstiefe, die eines Schuberts ebenbürtig ist und den oft gehegten Vorwurf reinen Virtuosentums eindrucksvoll widerlegt. Auf dieser wundervollen Box sind nahezu alle Werke des viel zu früh verschiedenen Chopins versammelt - mit Ausnahme der Etüden, einiger kleinerer Klavierstücke, der ersten Klaviersonate und der Kammermusik.

Die ersten beiden CDs enthalten die wohl populärsten Stücke des Polen, seine herrlichen Nocturnes. In diesen lyrischen, tief empfundenen Studien imaginiert der Komponist nächtliche Bilder, die ebenso schnell verrauschen, wie sie kommen. Es finden sich immer wieder neue Perlen unter diesen kompositorischen Schmuckstücken, immer wieder fühlt sich der Hörer ans Innerste gerührt.
Die folgenden beiden CDs führen sämtliche Mazurkas auf, die Chopin komponierte. Ähnlich wie bei seinen Walzern und seinen Polonaisen ging es ihm hier nicht darum, Tanzmusik zu schreiben. Vielmehr vollendete er die Mazurka und macht jede einzelne zu einem unvergleichlichen Charakterstück. Dabei streift er die verschiedensten Ausdrucksformen: Mal zeigt er sich heiter und beschwingt, mal melancholisch und träge, einmal erforschen die Töne innigste Empfindungen, ein andermal wiederum huschen sie allzu rasch vorbei.
Auf der fünften CD sind die Balladen und die Scherzi vereint. Beide Corpora erfreuen sich einer weitaus geringeren Popularität, und das, obwohl auch hier einige der schönsten Melodien Chopins produziert werden. Die melancholisch getragenen Balladen stehen dabei in Opposition zum aufbrausenden Feuer der Scherzi, die Chopin wunderbar individuell gestaltet.
Die Polonaisen inklusive der hehren "Polonaise Fantaisie" befinden sich auf der sechsten CD. Chopin scheint dieser Tanz besonders am Herzen gelegen zu haben, immerhin beschwingte er ihn zu seinen charakteristischsten Kompositionen, die diesmal in keiner Weise Chopins polnische Wurzeln verleugnen.
Die zweite und die dritte Klaviersonate sowie die weitläufig unbekannte, wenn auch herausragende Fantasie op. 49 tummeln sich auf der siebten CD. Die zweite Sonate mit ihrem ans Innerste rührenden Trauermarsch und die dritte mit ihrem bis an den Rand mit Sinn gefüllten Largo zählen zu den besten Genrebeiträgen der Romantik.
Erfreulicherweise sind auch die beiden Klavierkonzerte Chopins auf CD acht eingespielt. Das erste Konzert beweist in eindrucksvoller Manier, dass es Chopin durchaus - im Gegensatz zu Paganini - verstand, sinfonisch zu komponieren. Überhaupt handelt es sich hier um ein rundum gelungenes Konzert, was man von dem doch recht einfältigen zweiten nicht unbedingt behaupten kann.
Die neunte CD beinhaltet die Walzer aus der Feder des polnischen Komponisten. Sie trugen maßgeblich dazu bei, Chopin lange Zeit als Tonsetzer gehobener Salonmusik abzutun. Mögen diese Stücke auch leichtgewichtig sein, oberflächlich sind sie nicht, immerhin imaginiert auch der Walzer stets ein Lebensgefühl - und die hier vorliegenden Walzer dürfen zu den individuellsten und bemerkenswertesten ihres Schlages gerechnet werden.
Die zehnte CD ist ein wahres Sammelsurium: Neben den vier bestechenden Impromptus finden sich die grandiose "Barcarolle", ein Bolero, eine Tarantelle und die sublime "Berceuse". Das weniger bekannte Andante spianato mit Grand Polonaise op. 22 gewährt dem Hörer einen Eindruck von weniger oft gespielten Stücken des Meisters. Die drei posthum veröffentlichten Etüden runden das Programm ab.
Die letzte CD schließlich beinhaltet neben einer älteren Einspielung der zweiten Klaviersonate, der "Berceuse" und der "Barcarolle" die Préludes op. 28. Die Ausdrucksvielfalt und die Vielgestaltigkeit dieses unermesslichen Kosmos' hier auch nur annähernd erläutern zu wollen, wäre vermessen.

Die vorliegende Einspielung durch den polnischen Pianisten Arthur Rubinstein entstand zum größten Teil Ende der 50er bis Mitte der 60er Jahre. Lediglich die Aufnahmen auf der elften CD datieren bis in das Jahr 1946 zurück. Im Rahmen der Klavierkonzerte wird Rubinstein vom New Symphony Orchestra unter der Leitung von Stanislav Skrowaczewsky (erstes Konzert) und von der Symphony of the Air unter der Leitung von Alfred Wallenstein (zweites Konzert) begleitet. Die Aufnahmequalität kann aber dennoch - sieht man vom leichten bis durchaus wahrnehmbaren Bandrauschen ab - als sehr gut bezeichnet werden. Auch die Produktgestaltung ist sehr erfreulich.
Rubinstein gilt als einer der bedeutendsten Pianisten des vergangenen Jahrhunderts. Obwohl er auch sehr viele andere Werke anderer Komponisten aufnahm, so lag ihm doch Chopins Musik stets besonders am Herzen. Er unterhält einen geradezu stupenden Nexus zu der Musik seines Landsmannes, vergleichbar mit Leonard Bernsteins Nexus zu Gustav Mahler. Wie kein anderer versteht er es, den so charakteristischen chopinschen Tonfall zu erfassen, zu variieren und zu deuten. Er füllt seine Darbietung dadurch mit Wärme, Leben und Nahbarkeit.
Sein Anschlag ist unnachahmlich. Die Lyrik und die Poesie seines Vortrages wurden selten erreicht. Es ist erstaunlich, wie homogen er seine Gesamteinspielung hält. Differenzierte Farbgebung und dezente Akzentuierungen sorgen für ein Maximum an Kontrast und Transparenz. Jedes Scherzo, jedes Prélude wird so spannend und fesselnd.
Bis heute unerreicht ist seine Darbietung der Mazurkas, der Walzer und der Scherzi. Die Nocturnes hat Arrau einst noch packender eingespielt und die Argerich steht mit Rubinstein, was die zweite Sonate und die Préludes anbelangt, auf einer Stufe. Dennoch sollte diese Schatztruhe in keiner Klassiksammlung fehlen. Selbst eingefleischte Chopin Verächter werden bei diesen zauberhaften, traumtänzerischen Klängen auf ihre Kosten kommen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindrucksvollste Chopin Interpretation, 1. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Chopin Collection (Audio CD)
Bei der vorliegenden Einspielung der bedeutendsten Werke Chopins, handelt es sich in meinen Augen um die eindrucksvollste, sensibelste und virtuoseste Interpreation des Werks des polnischen Komponisten. Diese Aufnahme macht eindrucksvoll deutlich, dass Artur Rubinstein (der neben Gulda ohnehin zu meinen Lieblingspianisten gehört) DER Chopinvirtuose des zwanzigsten Jahrhunderts war. Mit welcher Leidenschaft, Brillanz und mit welchem Gefühl hier Chopin zelebriert wird, sucht seines Gleichen. Rubinstein hatte genau das richtige und treffende Chopinfeeling, ohne jemals der Gefahr zu unterlaufen, kitschig zu sein.

Bei Proust heißt es: "Chopin selbst hätte aus dem Grab auferstehen und sämtliche seiner Etüden spielen können....." Auch wenn die Etüden auf dieser Aufnahme fehlen - was wegen 'Tristesse' und der Etüden op. 25 Nr. 11 und 12 zu bedauern ist - fühlte ich mich schon beim Hören der Nocturnes, die auf der ersten und zweiten CD dieser Sammlung sind, an diese Stelle bei Proust erinnert. Von Salonkitsch, den man Chopin durch seichte Interpretationen unterstellen kann, spürt man hier keine Spur. Rubinstein betont die Modernität Chopins, so dass man nicht mehr verwundert ist, das Adrian Leverkühn im 'Doktor Faustus' von Thomas Mann Chopin in einem Atemzug mit Wagners 'Tristan' nennt.

Der Preis der Sammlung ist natürlich unschlagbar, aber daran hat man sich inzwischen ja schon etwas bewöhnt. Allein die beiden Klavierkonzerte, deren Mittelsätze Rubinstein ungeahnt gefühlvoll und bedeutend spielt, hätten den Preis gerechtfertigt.

Neben den gennanten Etüden fehlt mir auf dieser Collektion nur 'Krakowiak', aber Rubinstein hat dieser Werk, was sehr zu bedauern ist, nie aufgenommen.

Nur zur Aufmachung der Box selbst. Anders als bei Guldas Beethoven Sonaten oder bei Brendels Klavierkonzerten von Mozart, sind die CDs hier nicht in Pappheftchen untergebracht, sondern befinden sich im Schuber mit drei CD-Boxen mit je vier bzw. drei CDs. Ein mehrsprachiges Beiheft, mit einem schönen Essay über Rubinsteins Leben, seinem gescheiterten Selbstmordversuch, der ihn erst das Leben so richtig lieben ließ, rundet diese Colletion ab.
Die Aufnahme Qualität ist durchgänging hervorragend. Lediglich CD 11 mit der Präludes stammt aus dem 40er Jahren und knackt und rauscht hierdurch bedingt an einigen Stellen. Dafür wird man auf dieser CD mit einer besonders eindrucks- und temperamentvollen Einspielung der zweiten Klaviersonate belohnt. Sie ist wuchtiger, jünger, vielleicht auch spritziger als die Aufname der zweiten Sonate aus den 60er Jahren (CD 7 dieser Sammlung).

Allen Chopinfans, aber auch solchen, die Chopin bisher für zu seicht erachtet haben, lege ich den Kauf dieser schönen Box dringend ans Herz.
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43 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beglückt !, 18. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Chopin Collection (Audio CD)
Rubinstein und Chopin- beinahe Synonyme. Er ist der Chopin-Interpret- auch nach so vielen Jahren. In der Box sind Aufnahmen versammelt, die er um die siebzig gemacht hat. Mit einer Lebensfülle im Hintergrund. Rubinstein trumpft nicht auf. Er hat das technische Material, stellt es aber ganz in den Hintergrund und kommt zu einer berückenden Schlichtheit- einzelne Nocturne,Mazurken, Walzer, der zweite Satz des ersten Klavierkonzerts usw, usw..Diese Vollendung - das völlig hinter dem Werk Zurücktreten- gibt dem Hörer vollkommenes Glück. Wir Hörer nehmen teil an der Erleuchtung Rubinsteins- es ist hörbar. Auch für Chopin-Verächter ein Muss !
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bin 100% ueberzeugt, 9. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Chopin Collection (Audio CD)
Diese Chopin-Sammlung entspricht dem, was die bisherigen bereits schrieben. Und ja, die Aufnahmen von CD 1-10 sind als Tonbänder aus den 60ern nicht so astrein wie heute digitale Aufnahmetechnik gestattet, man merkt das vor allem mit einem guten Kopfhörer. Dies empfinde ich aber nicht als störend. Einzig die CD 11 ist von 1920 (oder so, habs grad nicht da) und da knisterts gewaltig. Auf CD11 sind die Preludes, der Rest ist Wiederholung.
Doch mal von der für Boxen allemal ausreichenden Aufnahmequalität abgesehen: Es gibt keine Alternative zu dieser Sammlung. Ich hab mir viele Stücke auf youtube von anderen Interpreten angehört, keiner spielt die Ballade 1 mit Rubinsteins Schwung, tröpfelt Prelude 15 zügig durch (die meisten spielen Prelude 15 sehr langsam um Traurigkeit zu erzwingen, bei Rubinstein fühlt man stattdessen eine sich aufbauende, bedrohliche Atmosphäre), baut jeweils dezent Spannung auf bis zu den Höhepunkten.. Rubinstein interpretiert Chopin nur teilweise und wohldosiert "traurig", er spielt mit Schwung und Lebensfreude.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitlos wunderbare Aufnahmen..., 3. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Chopin Collection (Audio CD)
Ich habe diese Box nun schon seit fast 20 Jahren und entdecke sie alle paar Jahre neu. In der Tat kommt an Rubinsteins Chopin nach wie vor kein anderer heran. Vergleichbar etwa mit Gilels Beethoven-Aufnahmen (Deutsche Grammophon oder Mitschnitte von Brilliant) hört man diese Aufnahmen und hat durchgängig das Gefühl, dass es der Komponist genauso gemeint hat. (Dieser Eindruck wird noch dadurch verstärkt, dass man das ein oder andere Stück selbst gespielt hat).

Schade nur, dass Rubinstein einen etwas größeren Bogen um die Gesamtheit der Etüden gemacht hat, es wäre höchst interessant, wie sie aus seiner Hand klingen...

Der Klang ist altersgemäß unterschiedlich, allerdings durchgängig zufriedenstellend bis gut. Die Interpretationen sind allerdings so herausragend, dass man nach wenigen Sekunden ohnehin keinen Gedanken an Klangqualität verschwenden will.

Diese Box ist ein klares Muss für jeden, der sich für romantische Klaviermusik nur ansatzweise interessiert. Zu diesem Preis ohnehin unschlagbar...
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumhafter Interpret. Perfektes Preis-Leistungsverhältnis., 15. Mai 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Chopin Collection (Audio CD)
Traumhafte Zusammenstellung. Artur Rubinstein zählt zu den besten Interpreten Chopin's Werke (wenn nicht überhaupt der Beste). Mit 11 CD's eine sehr gute Zusammenstellung und ein nicht zu überbietendes Preis-Leistungs-Verhältnis.
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Chopin Collection
Chopin Collection von Artur Rubinstein (Audio CD - 1991)
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