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140 von 144 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genie und Wahnsinn liegen so dicht beieinander
Dies ist meine Feststellung, nachdem ich die meisten Rezensionen gelesen habe. Aber der Reihe nach: bei solch sehr schwierigen Werken wie ATOM HEART MOTHER gibt es zwei Möglichkeiten. 1. man kennt das Werk aus seiner eigenen Jugend und hat bestimmte Erinnerungen daran oder 2. man lernt es, auf Grund einer späteren Geburt :-)) erst viel später kennen,...
Veröffentlicht am 14. August 2006 von Marc Colling

versus
8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Pink Floyds ambivalenter Trip in die Sinfonik
Gemäß dem Trend von 1970 intonierten Pink Floyd mit "Atom Heart Mother" sinfonische Klänge, ausgebreitet zum ersten Mal zu einer ganzen Schallplattenseite. Dieser Hang zu Monumentalsuiten ging allerdings im Jahr darauf mit "Echoes" auf der Folge- LP "Meddle" musikalisch besser auf. Im Gegensatz zu Emerson, Lake & Palmer...
Am 5. Januar 2001 veröffentlicht


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140 von 144 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genie und Wahnsinn liegen so dicht beieinander, 14. August 2006
Von 
Marc Colling "luxkling" (Dalheim Luxemburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Atom Heart Mother (Audio CD)
Dies ist meine Feststellung, nachdem ich die meisten Rezensionen gelesen habe. Aber der Reihe nach: bei solch sehr schwierigen Werken wie ATOM HEART MOTHER gibt es zwei Möglichkeiten. 1. man kennt das Werk aus seiner eigenen Jugend und hat bestimmte Erinnerungen daran oder 2. man lernt es, auf Grund einer späteren Geburt :-)) erst viel später kennen, nachdem eben auch schon THE WALL oder DSOTM erschienen sind. Das verändert natürlich die Sichtweise.

Fakt ist, dass die Musiker selbst AHM später als "Bullshit" abgetan haben, welches sie niemals wieder freiwillig hören möchten. Nun, da ich die Meinung der Musiker zwar respektiere aber nicht unbedingt teilen muss, denke ich (und jetzt bitte nicht auf mich einschlagen), dass AHM ein sehr ehrliches Werk ist, jedenfalls weit weniger kommerzorientiert als spätere Alben, allen voran DSOTM.

Persönlich habe ich es bereits 1971 AHM, also mit 13 Jahren, durch einen Freund kennen gelernt. Das 23 Minuten Titelstück war ja für damalige Verhältnisse von der Länge her gesehen, nichts aussergewöhnliches. Andere Bands wie ELP oder YES hatten es bereits vorgemacht und so mussten PINK FLOYD eben auch etwas in dieser Form, wenn möglich mit einem bombastischen Orchester und Chor hervorzaubern. Mit Ron Geesin als Dirigenten und dem John Alldis Choir hatte man dann bald alle Mitstreiter zusammen und die Aufnahmen konnten beginnen.

Kurioserweise wurde damals bereits an mehreren Alben (oder "Konzepten") gleichzeitig gearbeitet. Man siehe nur den Film "Live at Pompeji", der so ziemlich um die gleiche Zeit in den Kinos startete. Da ist kein Stück von AHM zu hören aber kurioserweise bereits die ersten Outtakes von "Lunatics" oder "On the run" aus dem späteren DSOTM. Und wir waren hier erst 1971, DSOTM erschien erst 1974!!! Soviel mal zur damaligen Arbeitsweise.

AHM besteht also aus dem Hauptstück, mit einem stets wiederkehrenden Grundthema, welches teils mit Bläsern, Stimmen, Streichern variiert wird. Richard Wright an der Orgel sowie Roger Waters am Bass bekommen sehr lange Solipassagen. David Gilmour wird teilweise doch sehr aus diesem Spiel ausgegrenzt. Allerdings ist sein in der Mitte platziertes Gitarrensolo so genial, dass es sehr nahe an das Solo aus "Comfortably numb" herankommt. Dass AHM am Schluss völlig chaotisch in sich zusammenfällt um dann wieder grandios mit dem Hautthema wieder langsam Formen zu gewinnen, das muss man einfach als phänomenal bezeichenen. Aber wie gesagt, es ist doch schon sehr gewöhnungsbedürftig und eine sehr schwere Kost.

Die B-Seite glänzt hauptsächlich mit dem Song "Fat old sun" von Gilmour. Obschon seine Stimme reichlich dünn klingt, was sicherlich auch am ungewöhnlichen Aufnahmeverfahren liegt (Alan Parsons ist hier übrigens bereits als Tontechniker mit von der Crew, dies zur Erklärung da einige Renzensenten geschrieben haben, die Aufnahmequalität sei miserabel, was an sich nicht stimmt, da PF ganz bewusst diesen an und für sich niedrigeren Frequenzpegel gewählt hatten), ist der Song sehr sehr gut. Auch "If" kann überzeugen. Und als krönenden Abschluss dann natürlich das Eierbrutzeln eines Roadies auf "Alan's psychedelic Breakfast". Dies mag man oder nicht. Persönlich fand ich die Idee schon dazumal Klasse und auch noch heute fasziniert es mich jedesmal auf's Neue, wenn ich höre wie man Eierbrutzeln mit Musik vermischen kann.

Fazit für das gesamte Album: AHM ist ein tolles Stück Musikgeschichte, nicht jedermanns Sache (ja noch nicht mal für PF selbst), aber wer sich je ernshaft mit ihnen beschäftigt hat muss zugeben, dass ohne AHM kein "Echoes" entstanden wäre. Und "Echoes" hätte 6 Sterne verdient, wenn es sie denn gäbe. Alles nach "Echoes" ob DSOTM oder WISH YOU WERE HERE (zwar noch immer das Beste aus der zweiten Phase von PF) und schon gar nicht THE WALL erreichten künstlerisch später dieses Potenzial.
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43 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekte Kombination von Rockmusik und Klassik, 29. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Atom Heart Mother (Audio CD)
Pink Floyd ist eine der bekanntesten Rockgruppen der 70er Jahre, aber - wie auch bei anderen - sind es die eher unbekannten Alben, die die wirkliche Qualität dieser Band darstellen. Sicher sind "The Wall", "Dark Side of the Moon" und "Wish you were here" Klasse Alben und verdienen ebenso die fünf Sterne. Aber die wirklichen Meisterwerke von Pink Floyd sind für mich "Atom Heart Mother" und "Meddle" weil hier Kompositionen zu finden sind, die ein beinahe symphonisches Ausmaß haben - und das ist in der Rockmusik fast einzigartig (mir fällt in diesem Zusammenhang höchstens noch Mike Oldfield ein).
Das Titelstück "Atom Heart Mother" (was immer das bedeuten mag) ist ein halbstündiger Flirt zwischen Rock und Klassik, der mehr als gelungen ist. Nach einem kurzen ungewöhnlichen Intro mit etlichen Geräuschen von Pferdetrappeln bis zu einem anfahrenden Motorrad folgt sehr schnell das geniale Hauptthema das von einem Symphonieorchester (mit Schwerpunkt Bläser) gespielt wird. Das ist so stark und eingängig, dass es fast schon an Wagners Walkürenritt erinnert. Es folgen in nahtlosem Übergang mehrere kurze Sätze wie bei einer klassischen Symphonie. Ein Duett von Orgel und Bratsche und phantastisch arrangierte Chorpassagen geben diesem Werk ein unverwechselbares Gesicht. Und die verbindung zwischen den Floyds und dem klassiscen Orchester/Chor ist einfach perfekt - ganz anders als bei Deep Purple, die das nicht besonders gut hingekriegt haben.
Ein dramatisches Stück Musik, das es so kein zweites Mal gibt. Die restlichen Stücke sind gut, aber gehen gegenüber dem Haupttitel etwas unter. "If" von Roger Waters und das abgedrehte "Alan's psychedelic Breakfast", auf dem zu hören ist, wie sich jemand ein Frühstück zubereitet, sind klasse und auch "Summer of 68" hat was. Aber wenn ich die Scheibe höre, beschränkt sich das meistens auf den Titelsong, der wirklich unvergleichlich gut ist.
Übrigens: Hört euch das mal mit guten Kopfhörern an. Klasse, wie die damals (1970) noch mit dem Stereo-Sound gespielt haben. Das findet man heute nicht mehr so...
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sperriges Meisterwerk. Aus scheinbaren Gegensätzen wird pure Magie. Absolut Zeitlos!, 20. September 2010
Von 
Toshé "Toshé" (Inner Outer Space) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Atom Heart Mother (Audio CD)
Wo soll man bei diesem Monument beginnen...

Meine erste Hörerfahrung mit dieser Platte (vor über 20 Jahren) war eine ziemliche Enttäuschung! So sehr mich die einzigartige Cover-Ästhetik faszinierte, fand ich die Musik dazu enorm abweisend, sperrig, pathetisch und sogar dezent beängstigend. Diese unheimliche Schwere und Trostlosigkeit, die darin auch mitschwingt, waren für meine damaligen Hörgewohnheiten einfach much too much.

Nun ein kleines Geständnis: Ich habe nur zweimal in meinem Leben Drogen genommen. Und ein Ereignis davon war, dass ich eine wirklich nur sehr geringe Menge einer Substanz nahm, die man allgemein mit einem Chemiekonzern in der Schweiz in Verbindung bringt. Die klangliche Erfahrung dabei, war eine sehr spezielle. Danach wußte ich aber, was man generell mit psychedelischer Musik assoziiert und auch wo diese Klangästhetik herrührt.

Komischerweise hörte ich ein paar Jährchen nach besagtem Ereignis, "Atom Heart Mother" ("zufällig") erneut. Und siehe da! Plötzlich hörte ich dieses Album, wortwörtlich, mit ganz anderen Ohren, und empfand das Ganze nun auch ganz anders und viel schlüssiger. Es ging so weit, dass ich mich regelrecht in diese Klangwelt vernarrte.
Ich will jetzt nicht behaupten, dass einzig und alleine diese vorangegangene Erfahrung DER SCHLÜSSEL zu dem Werk ist oder sein müßte - um Gottes Willen! Aber mir hat das damals extrem die Augen geöffnet. Ich hatte also zumindest meinen Frieden mit ihr gefunden; doch alle Fragen waren noch lange nicht geklärt.

Irgendwann fiel mir dann, extrem, dieser pastorale Teil, mit dem monotonen Basslauf, im zweiten Teil des ersten Stückes auf. Dieses Hypnotische, dieses extreme Feeling, welches einen augenblicklich in eine kontemplative Stimmung versetzt! Meiner Meinung nach, einer der magischsten Momente, die Pink Floyd jemals erzeugt haben. Das hat mich sehr berührt und ich werde diesen Part niemals mehr vergessen. Er ist absolut einzigartig!

Nach weiteren Jahren und einigen hunderten Alben - auch an horizonterweiternden, legte ich "Atom Heart Mother" mal wieder auf. Und hörte es, mal zur Abwechslung, im Dunkeln.
Plötzlich ging mir auf, was Pink Floyd da damals eigentlich angestellt hatten. Eine Rockband läßt klassische Musiker auf teilweise avantgardistische Themen los und versucht ihre eigene Artikulation von Progressivität. Und im typischen "Floyd-Karma" musste das ja, nebenbei, größenwahnsinnige Schönheit und eine einzigartige, beseelte Kunstfertigkeit innehaben - Das lag bei der Gruppe anscheinend einfach in den Genen.
Gibt es im gesamten Musikzirkus (bei wirklich allem Respekt vor anderen Größen!) ein perfekteres Gesamtkunstwerk als das von Pink Floyd?! Im Verbund mit Storm Thorgenson entstand eine Ästhetik, die dermaßen bis ins Extrem getrieben wurde. Noch heute wirken Artwork und die Musik dazu, wie vollendete Pop-Ikonen. (Und das gilt für fast alle ihre Alben)
Sicher erreichten auch z.B. die Beatles eine ähnliche Geschlossenheit. Aber die "Radikalität" mir der Pink Floyd sowohl Tradition als auch die Moderne verschmolzen haben, bleibt bis heute eine unerreichte Messlatte an scheinbar perfekten Zusammenkünften. Mir ist niemand bekannt, der da ernsthaft mithalten kann. Auch Radiohead nicht - und ich liebe diese Band wirklich!

Ich wußte lange nicht, dass Pink Floyd sich teilweise so stark von "Atom Heart Mother" distanzieren. Aber ich bewerte dies auch nicht über. Der Grund ist folgender: In der damaligen Zeit gab es soviel Umbruch und auch Wahrheit, allenortens! Ich behaupte, dass viele Platten unter einer sehr hohen Zeitgeist-Eigendynamik entstanden sind, auf welche die einzelnen Individuen gar keinen so riesigen Einfluss hatten. Dieser ganze Egokram war da einfach noch kein Thema und man hat gearbeitet. Es gab sehr hohe "Industriestandards" und es ging um wesentlich mehr als in der heutigen Zeit. Es gab auch noch Werte und eine Art Ehrenkodex. Ausreisser waren da sehr selten (hehe, ausgerechnet Syd Barrett's schräge Soloalben gehören vielleicht dazu, aber ich finde sie dennoch göttlich)

Wenn ich heute "Atom Heart Mother" höre, wird mir fast Angst und Bange; soviel Ehrfurcht habe ich vor diesem erschütternd-majestätischen Resultat. Auch werden mich ihre Vision und Zeitlosigkeit bis in alle Ewigkeit angenehm "erschlagen"!
Es ist mir auch egal, ob Drogen mitverantwortlich waren (ich weiß, es heißt, es hätte angeblich Probleme bei der Synchronisation der Orchester- und Bandparts gegeben, aber das habe ich ehrlichgesagt noch nie so gehört...), oder ob die Floyd rein via Genius ein solches Resultat wahr machten.
Es ändert weder an der Brillianz noch an der schieren Fusion dieser scheinbaren Gegensätze etwas. Selten war "avantgardistische Rockmusik" vermutlich "Charts-tauglicher" und fand mehr offene Hörer. Ob viele davon enttäuscht waren? Das glaube ich noch nicht einmal. Ich denke das Pink Floyd es hier geschafft haben, sehr sperrige Kunst mit tiefgründigen Emotionen zu vermengen. Emotionen, die fremdartiger nicht klingen könnten, aber die ein jeder dennoch nachvollziehen kann. Und die Tür, die sie da geöffnet haben, erlaubt es sehr vielen Hörern, Grenzerfahrungen zu machen. Erfahrungen, bei denen zuletzt eine seltsame Schönheit herausgeschält wird, die man selten erfährt. Aber vielleicht führt es uns einfach auch ein gutes Stück weit zu unserer innersten Natur und zu verborgenen Sehnsüchten... (Sorry, das ich so weit abschweife, aber ich versuche wirklich den Reiz und den Zauber ein bißchen greifbar zu machen)
Und dann dieses Kuh-Cover! Einfach vollkommen! Auch wenn ich selbst nicht verstehe, warum.

Und, ja, ich finde die ursprüngliche zweite Seite auch wunderschön. Die teils entspannten Songs passen, für mein Gefühl, perfekt zum Bombast und stimmen auch wieder ein gutes Stück weit versöhnlich. Ausserdem erinnern sie an eine bessere und stressfreiere Epoche, finde ich.

Und nochmal zum Titel der Lp/Cd: "Atom Heart Mother" stammt aus einem Zeitungsartikel (eine Überschrift), der angeblich eine schwangere Frau thematisierte, die einen nuklearbetriebenen Herzschrittmacher (kein Gag!) hatte.
Die Band muss sofort einstimmig gesagt haben: "Das ist der Titel für das Album! Perfekt!"

Das war wohl die ungewöhnlichste Rezension, die ich je geschrieben habe! Ich würde mich dennoch sehr freuen, wenn ich Euch damit helfen konnte, bzw. die Neugierde auf dieses unglaubliche Werk entfachen konnte.

Und bitte!: ...ihr seht ja selbst, wie lange es dauern kann, bis man da hinein findet... Gebt dem Album Zeit; ganz egal wie lange das auch dauern sollte...

Gruß und ganz viele intensive Momente damit!
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35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traurig, entspannt und fröhlich, 4. März 2003
Von 
Roland Popp (Bremen, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Atom Heart Mother (Audio CD)
Als "Atom Heart Mother" vor mehr als 30 Jahren erschien, war die Pink Floyd-Gemeinde überwiegend enttäuscht, ja geradezu verärgert. Den Fans fehlte wohl der psychedelische Bombastik-Sound und sie vermissten die sich lang hinziehenden elektronischen Klanggewitter. Zwar kommen auch diese Soundmarkenzeichen von Pink Floyd immer wieder zum Tragen, aber dennoch ist "Atom" keine typische Pink Floyd-Platte. Mit ihrer melodischen Schmelzkraft und subtilen Einfachheit, zählt "Atom" noch heute zu meinen Lieblings-CDs. Das 23-minütige Titelsong ist streng durchkomponiert und eröffnet die Stimmung: ernst, gedrückt, ja fast schon ein wenig depressiv und entlädt sich dann in einer befreienden Melodie. Pink Floyd variieren das musikalische Thema immer wieder in unterschiedlichen Instrumentierungen. Fette Blechbläser und gemischter Chor kommen zum Einsatz, das lyrische Motiv wird von einer Sologeige wiederholt, mittendrin übernimmt die Gitarre mit ihrer gleitenden Akkordik die Führungsrolle. "Klassik" und "Rock" sind hier wunderbar integriert. Die anderen Stücke sind von gerissener Einfachheit. In "Summer 68" lassen sich die Floyds sogar zu einem ironischen "Beach Boys"-Gesang hinreissen. Es fällt auf, dass Akkustikgitarre und Klavier zumeist die Führungsrollen der Songs übernehmen. Die ganze Musik wirkt enstpannt, unaufdringlich, hoffnungsfroh, ja geradezu lebensfroh. Wohl deshalb auch das amüsante "Breakfast"-Stückchen, dass in seiner Schlichtheit etwas "Beschwingtes" ausstrahlt. Mit der Akkustik-Gitarre werden Stimmungen vorweggenommen, wie sie dann besonders auf "Wish your were here" zu hören sein werden. Musik mit aufwühlenden und traurigen Momenten, die aber immer wieder in Melodien von fröhlichem Entspanntsein hinübergleitet.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großes Floyd-Highlight der ganz frühen 70er, 7. August 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Atom Heart Mother (Audio CD)
Dieses fünfte Album der Prog-Rocker von Pink Floyd aus dem Jahre 1970 gehört sicherlich zu den unterschätzten Meisterwerken der Rock-Geschichte; denn diese frühe Platte mit der charakteristischen Kuh-Optik bietet alles, was man sich als Floydianer so wünscht:
Zunächst ist da der Titeltrack, ein rund halbstündiges, groß angelegtes, phasenweise geradezu meditatives Instrumentalopus voller verrückter Einfälle, mit einem von schweren, fast Wagner-haften Blechbläsern getragenen Leitmotiv im Midtempo, über das immer wieder variiert wird und in das sich Zwischensequenzen einschleichen, in denen auch mal Streicher, Orgel oder verrückte Chorgesänge die Führung übernehmen. Unheimlich-psychedelische Zwischensequenzen runden das Ganze ab und machen es sozusagen "genuin Floydianisch". Wenn man sich dann überlegt, das diese Platte 1970 auf den Markt kam, und sich dann vor Augen führt, das wenige Jahre später andere Prog-Rocker wie Jethro Tull mit dem großartigen "Thick as a Brick" oder Yes mit ihrem hochgelobten "Close to the Edge" ähnliche Long-Track-Konzepte auf den Markt warfen und davon bis heute zehren, während Floyd ihr "Atom Heart Mother" sicherlich nicht als ihr Hauptwerk betrachten würden, dann wird doch sehr deutlich, mit was für einer bedeutenden Band für die gesamte Rock-Geschichte wir es bei Floyd zu tun haben.
Um auf die Song-Ebene zurückzukommen, bietet sich natürlich nichts mehr an, als die drei wundervollen, geradlinigen Rocksongs zu bemühen (je eines von Waters, Wright und Gilmour), die den Mittelteil des Albums bilden. Das wunderschöne und erstaunlich simpel gestrickte "If", von Waters fast wie eine Art Schlaflied zur akustischen Gitarre vorgetragen, ehe sich Gilmours dezente E-Gitarren-Einwürfe und Wrights zerbrechliche Klavier-Arpeggios zum Ende hin dazugesellen, leitet diese klassische Floyd-Troika ein. Mit Wrights "Summer 68" folgt dann aus meiner Sicht das absolute Highlight des Albums: Der manchmal übersehene Pianist der Band trägt hier mit seiner wunderbaren sanften Stimme zunächst eine melodische Folk-Rock-Nummer zum Klavier vor, die im Refrain in ein mehrstimmiges Gesangsfeuerwerk mündet, das wiederum übergeht in einen bombastischen Instrumentalteil, der von einem ebenfalls mehrstimmigen Blechbläsersatz bestimmt wird und mit seiner kraftvoll-melodischen Art absolut überrascht und überzeugt. Ungewöhnlicherweise kann da Gilmours ebenfalls gutes Stück "Fat Old Sun" nicht ganz mithalten (sonst ist der Gitarrist ja meist der Mann für die Highlights bei Floyd). Doch seiner ebenfalls meditativ anmutenden Nummer fehlt ein wenig der melodische Aha-Effekt, um mit "If" und vor allem "Summer 68" mitzuhalten. Dennoch ein gutes Stück, keine Frage.
Mit dem humorvollen Instrumental "Alan's Psychedelic Breakfast", bei dem tatsächlich ein Frühstück zu hören ist, das in der Hauptsache von Rick Wrights fröhlich-verspielten Klavierklängen begleitet wird, schließt das Werk gerade so leichtfüßig und verschmitzt, wie es zuvor schwer und düster begonnen hatte. Es ist ein Floyd-Album, das ebenso charakteristisch wie ungewöhnlich für die wohl bedeutendsten Prog-Rocker überhaupt ist: charakteristisch wegen seiner Dramaturgie, seinem Ideenreichtum und seiner meditativen Atmosphäre, ungewöhnlich wegen seiner von Blechbläsern und fast rein akustisch gehaltenen Instrumentierung ohne große Gitarrensoli à la David Gilmour. Für jeden Rock'n'Roller sollte diese Platte auf jeden Fall zum Kanon gehören.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Katerfrühstück nach durchzechter Nacht!, 2. Juni 2013
Von 
Bernd Floyd "Kinkdyolf" (Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Atom Heart Mother (Audio CD)
Alleine das Cover war und ist schon von einer sehr gelungenen Besonderheit. Eine Kuh auf einer saftigen Wiese wendet sich dem Betrachter zu. Kein Namenszug der Band oder der Titel des Albums sind erkennbar. Der etwas eigenartige Titel "Atom Heart Mother" war dem Verlauten nach eine Idee von Roger Waters, der in einer Zeitung einen Artikel gelesen hatte, der von einer schwangeren Frau handelte, der ein neuartiger Herzschrittmacher mit Atombatterie implantiert werden sollte. Tituliert war der Artikel mit "Atom Heart Mother".
Dies ist auch der 23:51 Minuten lange Titelsong des Albums. Bei diesem Stück ließ sich Pink Floyd von einem vollen Orchester und einem Chor begleiten. Hinzu kamen noch die für Pink Floyd üblichen Soundeffekte. Die klassischen Elemente des Songs ergänzen den Sound von Pink Floyd hervorragend. Dieser Song alleine rechtfertigt den Kauf des Albums. Er ist in der Pink Floyd Historie wahrlich herausragend.

Der zweite Song "IF" ist eine wunderschöne Ballade, welche von Roger Waters stammt.

Es folgt mit "Summer '68" eine Komposition von Rick Wright. Bei der Textzeile "How Do You feel? ..." klingt es fast so, als hätten die "Beach Boys" mitgeholfen, was natürlich Quatsch ist. Auch dieser Song ist eine Perle im Pink Floyd Fundus.

Der vierte und von David Gilmour beigesteuerte Song "Fat Old Sun" ist wahrscheinlich das bekannteste Stück dieses Album. Er wurde häufig von Pink Floyd, aber auch in David Gilmour Solokonzerten, dargeboten.

Mit dem 13 minütigen "Alan's Psychedelic Breakfast" beendet AHM. Es handelt sich hierbei um ein Instrumentalstück. Ich habe hierzu gelesen, dass mit diesem Stück dem Roadie "Alan Stiles" geehrt wurde, der durch gelegentlich auftretende Geräusche zu hören ist. Ich persönlich assoziierte mit diesem Song immer ein Katerfrühstück mit einem schweren Kopf nach durchzechter Nacht.

Im Oktober 1970 war es, als AHM das Licht der Welt erblickte. Damals war ich 12 Jahre alt und durch die Dauerbeschallung meines Bruders lernte ich diese, für mich damals, eigentümliche Musik intensiv kennen. 1974 gehörte es zu meinen ersten Schallplatten im Regal. Seit einigen Jahren befindet sich die CD auch in meiner Sammlung. Ich mag "Atom Heart Mother" immer noch sehr und bin mir sicher, dass jeder echte Pink Floyd Fan sie auch sein Eigen nennt, auch wenn das Album mit der der schwarz weißen Kuh nie so richtig geschätzt wurde.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Monumental, 4. November 2002
Rezension bezieht sich auf: Atom Heart Mother (Audio CD)
Für mich wohl die beste Platte von Pink Floyd und außerdem eine meiner Lieblingsscheiben überhaupt. Leider gnadenlos unterschätzt oder als kitschig abgetan. Ich finde, es gibt wenig Musik, die von derart brillanten Ideen nur so strotzt und mit so viel Spielfreude verewigt wurde. Nichts zum Nebenbeihören, eher zum Genießen und Versinken. Wer das Talent hat, sich zu Musik einen eigenen "Film" zusammenzuträumen, der muss es mit dieser CD versuchen. Basta.
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die (wahrscheinlich) beste LP von Pink Floyd, 22. Juni 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Atom Heart Mother (Audio CD)
Bei Erscheinen dieser LP war ich erst 13, aber durch einen damaligen Schulfreund wurde ich schnell mit den Werken von Pink Floyd vertraut. Atom Heart Mother war damals für mich die beste Medizin gegen den Verlust der eigenen Identität in der pubertären Phase jedes Jugendlichen. Die LP konnte jeden der nicht gerade auf hitparadentauglichen Einheitsbrei stand, wieder aufrichten oder einfach nur von einer besseren Welt träumen lassen. Das Titelstück hat bis heute nichts von seiner Kraft eingebüsst. Das sich immer wieder wiederholende Hauptthema, welches auch nach 30 Jahren niemals nervt, ist einmalig in der Rockmusik. Aber auch die zweite Seite, welche von vielen damals nur als Füllmaterial gesehen wurde ist, ist umwerfend gut."Alan's psychedelic breakfast" ist eine Collage aus Geräuschen und Musik wie man sie niemals vorher und schon gar nicht mehr nachher gehört hat. Kurzum: jeder mit der Gabe sich der Musik voll hinzugeben muss diese LP besitzen.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Flakes, Sausages, Tomatoes, Marmalade - und raus kommt Atom Heart Mother.., 7. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Atom Heart Mother (Audio CD)
Ich habe Atom Heart Mother soeben seit ungefähr anderthalb Jahren das erste mal wieder gehört. Ich habs hervorgekramt, in den Player gelegt, die Tür abgeschlossen, das Licht ausgemacht und das Fenster aufgemacht, um den Regen zu hören.

Zwischen das Rauschen des Regens draußen ertönt langsam und leise ein dumpfer, tiefer Ton - typisch Pink Floyd - , worauf aus dem Nichts die herrlich schrägen und göttlich verstimmten Bläser den Charakter des Stückes ankündigen - verschlossen, mystisch, bombastisch. Die Bläser werden klarer.. Was für ein Spannungsaufbau! Vom Regen draußen ist mittlerweile nichts mehr zu hören. Was ist das? Geht's hier aus dem Metrum? Nicht doch; zählt man genau mit, kann man erkennen, dass das Lied die ganze Zeit im Metrum bleibt. Mittlerweile hat auch die ganze Band eingesetzt, welche zusammen mit den Bläsern das wundervolle Grundthema verkündet. Ein Paar Soundeffekte gibt's auch noch und RUMMS geht's wieder ins Grundthema.
Es folgt ein ruhierer Teil mit einer Violine und einer wunderschönen Hammondorgel im Vordergrund, der in ein schönes Gilmour-Solo übergeht, das auch wieder durch Bläser unterstützt wird. Bombast, Leute, Bombast! Es ertönen Frauenstimmen, jedoch ohne Text (tatsächlich ist der einzige Text in dem Lied SSASSAASSAASSAAAAA! RAKATIKA! RRRRRR!...). Es entsteht eine ungeheure Athmosphäre und der Regen draußen ist langsam wieder zu hören. Dissonanzen und die immer größer werdende Anzahl der Sänger und Sängerinnen erzeugen ein wenig Spannung, bis es dann wieder in den Schlagzeugrhythmus geht. Ein sehr schöner und gelungener Tonartwechsel führt in einen absolut Pink-Floyd-typischen Solteil von Gitarre, Hammond und Bass (!).
Danach setzen die oben genannten Gesangszeilen ein, gesungen durch einen Chor. Man hört es bereits heraus - Es geht wieder ins Grundthema. Man merkt richtig der Schweiß der einem den Rücken runterläuft - göttlich. Ein herrlich dissonantes Mellotron leitet ein zu einem Musique-Concrète-Teil, der mich ein wenig an Revolution 9 der Beatles erinnert, aber trotzdem absolut Pink-Floyd-typisch ist. Aus dem Nichts erscheinen frühere Themen des Liedes overdubbed wieder.
'Silence In The Studio'. Wenn man das Lied kennt, ist das der Satz auf den man wartet, bevor es aus dem scheinbaren Wirrwarr wieder in das geniale Grundthema geht. Es folgt ein toller Ausklang, in dem es nocheinmal dramatisch und bombastisch wird. Chöre und Bläser setzen ein letztes Mal ein und enden tut das Ganze mit einer herrlichen Akkordfolge und einem fetten Schlusston.
Mal ganz ehrlich: Es handelt sich wirklich um ein Werk, für das man sich Zeit nehmen und genau drauf hören muss. Das ganze Lied Atom Heart Mother erstreckt sich über 23 Minuten und ist zweifellos eins der unangesehensten, weil ungewöhnlichsten, aber doch genialsten und vielsetigsten Werke, die Pink Floyd je auf die Platte gebracht haben. Ein anderer Rezensent beschrieb es recht treffend: Genie und Wahnsinn liegen so dicht bei einander.

Als krasser Gegensatz zum Titelstück steht nun das nachfolgende If, geschrieben von Roger Waters. Es handelt sich um eine relativ kurze Ballade, spährlich instrumentiert. Ein Song dessen Fehlen niemanden umgebracht hätte. Allerdings ist es ein wilkommener Ruhepunkt nach dem anstrengenden Longtrack.

Es folgt ein Stück von Richard Wright namens Summer '68. Wesentlich spannungs-, energievoller und auch irgendwie sinnvoller als Waters If . Ein sehr schönes Lied, mit jazzigen Akkorden auf dem Keyboard, einer Menge Bläsern, energievoller, ruhiger und spannender Momente. Toll.

Eine weitere Ballade, diesmal von Gilmour, beendet den ,Singleteil' des Albums. Der Song heißt Fat Old Sun. Gilmour singt sehr ziehrlich und hoch. Es verbreitet eine ruhige und entspannte, irgendwo aber auch traurige Athmosphäre.

So, Schluss mit den Schmalzballaden, Now's the time for Prog! Doch nicht nur Prog kommt hier vor, es handelt sich auch zweifelsohne um extrem psychedelische Musik. Alan's Psychedelic Breakfast hinterlässt bei schätzungsweise 70% der Hörer ein riesiggroßes Fragezeichen in deren Köpfen. So jedenfalls die Meinungen, die ich bisher kenne. Ich gehöre allerdings zu den restlichen 30%. Mir gefällt die Idee sehr gut. Ich will sie mal kurz erläutern:
Man hört ein Paar Geräusche und einen Mann sagen: ,Flakes, Sausages, Tomatoes, Toast, Marmalade' etc.. Der Name hat es schon verraten, aber es wird offensichtlich: Es scheint sich hier tatsächlich um Frühstück zu handeln.
Es dauert nicht lang und es ertönt eine schöne Melodie von Klavier, welche ein Paar Minuten dauert, bevor es wieder in den Frühstückteil geht. Ein paar gemurmelte Wörter und das Geräusch vom Tiegel, in dem irgendwas brät. Schmatzen wird übertönt durch eine weitere schöne Melodie, diesmal gspielt von Gilmours Gitarre. Sie wirkt vergnügt und träumerisch.
Ahh, mal wieder Zeit, Alan zuzuhören? Ja. Weitere Geräusche vom Braten von irgendwas, bevor diesmal die gesamte Band einsetzt. Länger als sonst. Eine sehr schöne Steigerung macht den Teil interessant und nicht langweilig.
Und wie soll es auch sonst sein - Es endet wieder mit Geräuschen. Ein Wasserhahn tropft ins Unendlich.

Fazit:
Nun ja. Was soll man noch sagen? Was ich über den Titelsong gesagt habe, trifft auch größtenteils auf das gesamte Album zu, was vielleicht einfach nur daran leiegt, dass der Hauptakt des Albums der Longtrack ist. Es handelt sich um ein in sich schlüssiges, stranges, schönes, krankes und überaus geniales Werk, das sowohl musikalisch als auch produktionstechnisch seiner Zeit um einiges voraus war. Man höre sich das Ganze mal mit Kopfhörern an - ihr werdet staunen, was man hier ales raushört. Es besteht zu ca. 65-70% aus instrumentaler Musik, was ich nicht unbedingt als störend empfinde, denn Pink Floyd sind auch nicht unbedingt die Sangesgötter.
Prog? Na klar! - oder habt ihr SOWAS schon mal gehört?

Friedrich Stenzel, 16
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen oft verschmähtes Klangwunder, 9. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Atom Heart Mother (Audio CD)
Das 1970 erschienene Pink Floyd-Album "Atom Heart Mother" stellt in vielerlei Hinsicht etwas besonderes dar.
Zunächst wäre da die für die damalige Zeit ungeheure Klangqualität zu erwähnen.Hatte man sich doch den heute legendären,damals noch recht unbekannten Alan Parsons für die Aufnahme gesichert.Eine weise Entscheidung,die man auch später bei "The Dark Side Of The Moon" wiederholte.Aber auch hier wurde schon eine technische Höchstleistung mit dem entsprechenden Equipment geleistet.
Dann haben sich die Künstler viel später von dieser Arbeit distanziert.Songs zwei,drei und vier werden damit wohl nicht gemeint sein,da diese Einzelkompositionen von Waters,Gilmour und Wright (jeder hat einen Titel allein geschrieben) durchaus auch auf anderen Alben dieser Zeit,zB "More", nicht aufgefallen wären;mir gefallen sie überaus gut.
Es geht wohl mehr um die experimentellen Longtracks "Atom..."und "Alan`s Psy....".
Tatsächlich hat man für "Atom.." eine ganze LP-Seite verbraucht und dabei mit Orchester,Bläsern,Chor usw gearbeitet.Die Meinungen hierzu gehen dann wirklich sehr weit auseinander;von Kitsch über gewöhnungsbedürftig bis genial.
Mit "Alan`s Psychedelic Breakfast" hat man es mit dem Ziel,etwas anderes zu machen,wirklich auf die Spitze getrieben.
Zuzuhören,wie jemand sich ua ein Spiegelei brät,nach einer Fliege schlägt,etwas brummelt,das ganze mit später einsetzender Musik untermalt, ist wirklich ziemlich eigen und hat selbst bei aufgeschlossenen Hörern zu manchem Kopfschütteln geführt.
Auch,wenn man hier die Intensität des Longtracks "Echoes" des Folgealbums "Meddle" nie erreicht,nicht mal in die Nähe kommt,halte ich "Atom..." dennoch für ein starkes Album,welches man halt auf eine andere,gelassenere Art genießen kann.
Die Vinyl-Scheibe klingt unglaublich gut,was auch mit der erwähnt beeindruckenden Aufnahmequalität zu tun hat.Die enttäuschende erste CD-Serie wurde 1994 durch die Doug Sax-Remasters ersetzt,was auch hier einiges brachte.Die 2011er Remaster und einige Japan-Pressungen klingen anders,aber nicht besser.Die für mich deutlich beste CD ist die längst vergriffene MFSL-Gold-CD.Diese klingt wirklich phantastisch.Ein Remastering vom Allerfeinsten.Mehr geht nicht.
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Atom Heart Mother
Atom Heart Mother von Pink Floyd (Audio CD - 1994)
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