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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Album Nr. 2
"The Book Of Taliesyn" ist das Album Nr. II von Purple und erschien noch Ende 1968. Es wurde wieder in der Besetzung Ritchie Blackmore (Gitarre), Ian Paice (Drums), Jon Lord (Orgel und Piano), Nick Simper (Bass) und Rod Evans (Vocals) eingespielt. Was noch u.a. den Reiz der ersten Platte ausmachte, nämlich den Mix aus verschiedenen musikalischen Stilrichtungen, wirkt...
Veröffentlicht am 13. Dezember 2006 von Child in time

versus
5 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Pop ohne Richtung
Das Album wird dominiert von Jon Lords Orgeleskapaden, die vor allem bei den Cover-Versionen "We can work it out" und "Kentucky woman" deplatziert wirken und den beiden Songs nicht gerecht werden. Lord tobt sich aus und Blackmore gesellt sich dazu - das ist weder Rock noch Klassik, sondern vor allem Selbstdarstellung, die nicht auf den Punkt kommt. Besonders uninspiriert...
Veröffentlicht am 5. Februar 2008 von Steve


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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Album Nr. 2, 13. Dezember 2006
Von 
Child in time - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Book Of Taliesyn (Remastered) (Audio CD)
"The Book Of Taliesyn" ist das Album Nr. II von Purple und erschien noch Ende 1968. Es wurde wieder in der Besetzung Ritchie Blackmore (Gitarre), Ian Paice (Drums), Jon Lord (Orgel und Piano), Nick Simper (Bass) und Rod Evans (Vocals) eingespielt. Was noch u.a. den Reiz der ersten Platte ausmachte, nämlich den Mix aus verschiedenen musikalischen Stilrichtungen, wirkt hier eher unentschlossen und richtungslos. Es lag wohl daran, dass Ritchie den Hard Rock erfinden wollte, Jon in Richtung Klassik tendierte und Rod lieber romantische, melodische Popsongs vorzog.

Trotzdem ist "Book Of..." aber ein gutes Album geworden.
`River deep, mountain high` eine Coverversion von Ike und Tina Turner ist sehr, sehr abwechslungsreich und Bombast pur. Die ganze Gruppe, allen voran Jon, kann glänzen.
`Anthem` ist ein erster Klassikversuch von Jon.
`Shield` ist ein phantastischer Song, ruhig und irgendwie einzigartig.
`Kentucky woman` von N. Diamond war ein kleiner Hit in den USA. Hier ist ein tolles Orgelsolo von Jon.
`Wring that neck` ist ein Instrumental und wurde zum Klassiker der Band. Hier `bekämpfen` sich Ritchie und Jon.
Die Doppelnummer `Exposition/We can work it out` hat einen genialen 1. Teil, während das Beatlescover eher Mittelmaß ist.
`Listen, learn, read on` ist irgendwie `ungewöhlich`.
Es sind zudem einige interessante Bonussongs vorhanden, die Soundqualität ist aber nicht immer gut.

Das 2. Album der MK I-Besetzung bekommt von mir 4 Sterne. Musikalisch sehr gut, weiß die Gruppe aber nicht, wohin der Weg gehen soll.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überaschungspaket mit einigen Höhepunkten, 12. September 2002
Rezension bezieht sich auf: The Book Of Taliesyn (Remastered) (Audio CD)
Das 1968 erschienene Album war die zweite LP von Deep Purple, und obwohl es auf dieser Scheibe zur rechten Zeit mit viel Power zur Sache geht, war kaum zu erahnen, dass die Gruppe wenig später später zu den Pionieren des Hard Rock werden sollte. Im Jahre 1 nach dem "Summer of Love" der Hippie-Bewegung bot "The Book of Taliesyn" einen Strauß bunter Rock-Blüten, die sich mehr an den klassisch orientierten Orgel-Eskapaden von Jon Lord als an dem brachialen Gitarrenstil Ritchie Blackmores orientierten. Besagter Ritchie lieferte zwar einige durchaus respektable Soli ab, spielte aber manchmal nur schnell, laut und schrill, und wenn er sein Instrument zusätzlich verzerrte, erinnerte das fatal an einen Besuch beim Zahnarzt.
Dennoch ist "The Book of Taliesyn" ein Meilenstein der Rockgeschichte. Aus Nostalgie wäre ich fast geneigt, dem Opus 5 Sterne zu geben, aber aufgrund der unterschiedlichen Songqualitäten wäre das ein wenig übertrieben. Die beiden Eröffnungsnummern sind etwas bombastisch geraten und kommen über ein paar originelle Ansätze nicht hinaus. "Kentucky Woman" ist hingegen ein echtes Highlight und eine ziemlich speedige Sache, die jedoch keine Sekunde lang "ausfranst" und ins Chaos abgleitet. Mr. Blackmore spielt hier ein schönes Gitarrensolo, und die treibende Orgel steuert unaufhaltsam auf den Höhepunkt zu. "Exposition/We Can Work It Out" beginnt mit klassischen Motiven und mündet schließlich in eine nicht alltägliche Interpretation des Beatles-Klassikers. Die beiden Songs "Shield" und "Anthem" sind mit das Beste, was Deep Purple in ihrer frühen Schaffensphase fabriziert haben. "Anthem" ist schon fast eine Schnulze, bietet aber tolle Arrangements und ein Streichquartett, das sich auf einen Dialog mit der E-Gitarre einlässt. "River Deep, Mountain High" verblüfft durch ein ausgedehntes Vorspiel, in dem Jon Lord die Anfangstakte von "Also sprach Zarathustra" verbraten hat (bekannt als Leitmotiv des Films "2001", der im gleichen Jahr in die Kinos kam). Der "Mountain" erinnert mich hier einen Vulkan - grollende Orgeltöne, vermischt mit Fauchen und Zischen, scheinen lautmalerisch einen mächtigen Lavastrom darzustellen. Im Vergleich dazu klingt der Rest des Stücks beinahe banal.
Alles in allem ein reizvolles, abwechslungsreiches Album, das nichts von seiner ursprünglichen Frische verloren hat. Das Remastering hat den Sound zusätzlich geliftet, und das Bonusmaterial bietet eine Reihe von bisher unveröffentlichten Studio- und Session-Aufnahmen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 2. Werk von Deep Purple, 13. Februar 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Book Of Taliesyn (Remastered) (Audio CD)
1969 veröffentlichen Deep Purple ihr zweites Werk mit den Namen "The Book of Taliesyn", welches im Vergleich zum Vorgänger weniger erfolgreich ist und teilweise etwas unausgegoren klingt. Ansonsten finden sich hier einige Musikstiele wie Blues, Psychedelic, Hard Rock und sogar Klassik wieder. Eingespielt wurde das Album von Ritchie Blackmore an der Gitarre, Jon Lord an der Orgel, Ian Paice am Schlagzeug, Nick Simper am Bass und Rod Evans singt. Alle Musiker machen ihren Job gut, wobei man Ritchie und Jon hervorhaben muss, die auch schon in der Anfangszeit wunderbar spielen.

"Listen Learn Read On" (4:03) ist ein eher ungewöhnliches Stück, das auch etwas psychedelisch ist, aber auch schon ganz gut abgeht und eine gelungene Eigenkomposition darstellt.

"Wring That Neck" (5:14) ist ein Instrumental und wurde schnell zum Klassiker der Band. Der Song ist bereits sehr hart und die vier an ihren Instrumenten spielen richtig gut.

"Kentucky Woman" (4:45) von Neil Diamond geschrieben wurde ein kleiner Hit der Band und ist sehr melodisch. Höhepunkt ist aber Jon Lords Solo im Mittelteil ;) Der Song gefällt mir sehr gut

"Exposition" (2:51) ist die gelungene instrumetale Einleitung in

"We Can Work It Out" (4:16)von den Beatles. Diese Version ist zwar nicht übermäßig gut, aber ich finde, man kann sie hören, doch die Einleitung ist deutlich besser als der eigentliche Song.

"Shield" (6:06) ist der Höhepunkt der Scheibe. Melancholisch und verträumt präsentiert sich der Song. Schöne Gesangsmelodien wechseln sich mit einem Gitarrensolo in der Mitte und einem eher ungewöhnlichen Schlagzeugsolo am Ende ab.

"Anthem" (6:31) ist eine weitere verträumte Akkustikballade mit gefühlvollem Gesang von Rod Evans. In der Mitte gibt es dann noch einen Klassikteil und ein "Gespräch" zwischen Streichern und Gitarre.

Zum Abschluss gibt es dann "River Deep Mountain High" (10:12) mit einer tollen Einleitung von Jon Lord und einer zuerst etwas ruhigen, dann aber sehr kraftvollen version von Ike und Tina Turners Hit.

Es befinden sich auch noch gute Bonussongs auf der CD, wie "Oh No No No".
The Book of Taliesyn ist sicher noch nicht auf dem Nivou von den großen Klasikern der Band, aber es weist schon einige gute Eigenkompositionen auf und auch die meisten Coversongs sind gelungen. Die Mischung aus verschiedenen Musikstielen ist manchmal etwas verwirrend, aber trotzdem kann man dieses Album wärmstens an alle Hard Rock und Purple Fans empfehlen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen einerseits, andererseits, 2. April 2009
Rezension bezieht sich auf: The Book Of Taliesyn (Remastered) (Audio CD)
paradox. das zweite album von deep purple setzt einerseits exakt das konzept des vorgängers fort - und ist andererseits ganz anders. und es markiert einerseits eine deutliche weiterentwicklung und andererseits einen rückschritt.

einerseits ist alles wieder da: das beatles-cover, die anderen hit-covers, die eigenen songs zwischen sixties-pop und proto-hardrock. andererseits ist der blues als farbe völlig verschwunden, stattdessen macht sich orchestraler progrock breit.

weiterentwicklung weil: produktion und sound sind wesentlich besser, die band spielt tighter und interessanter, die eigenkompositionen zeigen ein markantes wachstum im songwriting.

rückschritt weil: man merkt, dass die gruppe unter hohem zeitdruck stand. interessante ansätze im arrangement werden nicht zuende gedacht. mehr eigene songs wären gut und spannend gewesen - und ein bisschen mehr zeit bei der auswahl der covers hätte auch nicht geschadet. vor allem aber: irgendjemand hätte jon lord stoppen können.

das album hat - obwohl es eine intensivere kreative aura verströmt als der erstling - einen etwas unaufgeräumten charakter. das tracklisting wirkt irgendwie verpfuscht. "listen, learn, read on" - ein sehr interessantes spät-sixties-popstück - ist der völlig falsche opener. man hat das gefühl, man steigt durchs fenster ins haus, statt durch die türe. "wring that neck" ist ein sehr originelles, sehr typisches, auch mitreißendes stück - aber hätte da nicht irgendwer einen text und eine gesangsline schreiben können? instrumentals hinterlassen immer so einen faden nachgeschmack von unfertigkeit. "kentucky woman", im original von neil diamond, ist ein feines cover, scheitert aber an der unüberhörbar gestellten aufgabe, ein zweites "hush" zu sein.

"exposition" ist ein schönes stück früher classic-rock, als intro zu paul mccartneys "we can work it out" fast ein bisschen zu breitbeinig. das beatles-stück selber hat wie schon "help" auf dem debüt etwas schwerblütiges, aber auch faszinierendes.

die blackmore/evans/lord-nummer "shield" ist für meine ohren nicht nur der höhepunkt dieses albums, sondern der des gesamten mk-II-schaffens - und gehört überhaupt zu den besten stücken in der bandgeschichte: eine makellos gespielte und gesungene, düster dräuende, meisterhaft gebaute komposition mit eleganten dur-moll-wechseln und einem mittendrin ausbrechenden santana-latinrockbeat mit doors-artigem gitarrensolo, einerseits noch ganz sixties, andererseits schon weit in die zukunft weisend. ähnlich großartig: die zarte und zugleich kraftvolle ballade "anthem", die an die mittleren byrds erinnert und von rod evans mit elvis-stimme fantastisch interpretiert wird. wahnsinn, wenn der gut war, war er sehr gut! warum mitten im song eine kammermusikalische suite für streicher und band ausbrechen muss, erschließt sich nicht logisch. wenn man das aber einfach einmal hinnimmt, bleibt man garantiert nicht unberührt.

"river deep, mountain high" wird, vor allem von rod evans und jon lord (der wieder das ganz große einleitungskino dudelt), mit einer orchestralen ernsthaftigkeit zelebriert, die einerseits beeindruckt, andererseits nur ganz knapp an der unfreiwilligen satire vorbeischrammt.

die bonus-tracks - outtakes und bbc-mitschnitte - sind nicht uninteressant, bringen aber auch die ganz große groteske dieser cd-edition. der titel "it's all over" wird hier mit dem songwriting-credit "unknown", also unbekannt, versehen - und im booklet steht dann so mit einem leichten augenzwinkern, niemand wisse mehr, wo das stück herkomme, vielleicht habe man die melodie "in amerika gehört".

das ist, bitte, eine grobe frechheit: "it's all over" ist eine ungelenke, aber mehr als deutlich erkennbare coverversion von bob dylans "don't think twice, it's allrigt", mit elementen von "it's all over now, baby blue" drinnen. vermutlich ist ihnen das passiert, aber heute könnte man das ja zugeben!

fazit: knapp vier punkte für ein beeindruckend kreatives, aber zu unentschlossenes album. jon lord hat sich hier mit seinem symphonic-rock-faible gegenüber dem popromantiker rod evans und dem hardrocker ritchie blackmore durchgesetzt, was auch längen bringt und manche arrangements sehr belastet. hier kann man bereits hören, dass es diese formation bald zerfetzen wird - die sollbruchstellen knirschen schon.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Buch von Talisien..., 24. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: The Book Of Taliesyn (Remastered) (Audio CD)
Nur wenige Monate nach den Aufnahmen zu *Shades Of Deep Purple* fanden sich Deep Purple erneute im Studio ein um ihre zweites Album aufzunehmen. Das Album wurde im Juli 1969 veröffentlicht und es waren Rod Evans (vocals), Nick Simper (bass), Ritchie Blackmore (guitar), Ian Paice (drums) und Jon Lord (organ) ein weiteres Mal mit von der Partie.

Wie auf dem Debüt-Album hielten sich starke Eigenkomposition mit eigenwilligen Fremdinterpretationen die Waage und man konnte der Gruppe einen gewissen Mut, ein Stück von Neil Diamond zu covern, nicht abstreiten. Genauso wie man sich erneut, und leider erneut vergeblich, an einer Interpretation eines Beatles-Songs mühte. Die Cover-Version von *River Deep Mountain High* verkommt sogar zu gediegenen Langweile.

Auf der anderen Seite besticht die Scheibe aber mit verdammt guten Eigengewächsen. Da wären z.B. der Opener *Listen Learn Read On*, der Klassiker *Wring That Neck* oder die Songs *Shield* und *Anthem* die den Beweis erbringen das Rod Evans nicht nur eine ausdrucksstarker Sänger mit hohem Wiedererkennungswert ist, sondern auch ein hervorragender Songwriter. Und das Intro *Explosion* darf ebenfalls in der Auflistung nicht fehlen. Es handelt sich um ein Wahnsinnsintrumentale, auch wenn das darauf folgende Beatles-Cover *We Can Work It Out* nicht der Rede wert ist.

Rückblickend betrachte ist die LP natürlich eine deutlich Steigerung zum Debüt, aber es drängt sich eine Frage bei mir immer wieder auf. Was wäre das nur für eine Wahnsinnsscheibe geworden, wenn Deep Purple sich nur auf die Eigenarbeiten konzentriert hätten und anstelle von zwei nur ein einziges Album veröffentlicht hätte? Eine Frage, die das dritte Album zu beantworten weiß, daß ich heute noch für eines das stärksten Purple-Scheiben überhaupt halte.

FAZIT: gute Arbeit, mit einigen wenigen Durchhängern...
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die BESTEN Deep Purple, die es JE GAB!!!!! - Beethoven kommt auch vor., 17. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Book Of Taliesyn (Remastered) (Audio CD)
Wirklich HERAUSRAGEND sind sechs Titel:

1. "Kentucky Woman": ein arg gequetschtes aber dennoch recht dynamisches kleines Gniedelso von Blackmore welches mit heftigen Synkopen überleitet zum WAHREN Meister in der Arena: John Lord. Schon am Anfang fliegen ihm die Finger davon und düdeln wie angestochen - dabei HOCHINSPIRIERT !!! Immer schneller! Immer heftiger! Immer angestochener! Immer inspirierter - bis am abschließenden Höhepunkt dieser Hommage an das Instrument Hammondorgel Sänger Rod Evans im Hintergrund rhythmisch "yeah!yeah!yeah!yeah!" schreit - nicht zu laut und nicht zu leise. Diese Schreie setzen dem Höhepunkt die Krone auf - man möchte ekstatisch tanzen und herumwirbeln! Wer da ruhig bleibt, muß tot sein! Komponist Neil Diamond dürfte gejubelt haben, was diese Jungs aus seinem verhältnismäßig einfach gestrickten Liedchen gemacht haben! - Wirklich umwerfend ist allerdings auch nur der instrumentale Mittelteil, der komplett auf dem Mist von Lord und Blackmore gewachsen ist - vielleicht hätten sie Diamonds Schlager drum herum sogar weglassen sollen, um nur den Mittelteil zu spielen.
2."Shield": Dieses Lied entführt einen irgendwie in die Welt hinter dem Spiegel mit einer wehmütigen Erinnerung an etwas, das sich leider, leider nicht mehr greifen läßt - man würde schwerst beeindruckt aber wehmütig zurückbleiben, wenn da nicht am Schluß das lustige Paice'sche Schlagzeugsolo auf lauter Plastikzahnputzbechern wäre, das eine unbedingt witzige Stimmung an des Schluß setzt. Der gute Ian gerät dabei so in Ekstase, daß man ihn samt den Zahnputzbechern wegträgt - aber er kommt nochmal zurück, wild auf die Becher eintrommelnd, bis man ihn erneut wegträgt - schade, von uns aus hätte er noch ewig weitermachen können - aber auf so eine Schallplatte paßte damals ja nicht so viel drauf.
Insgesamt ist dieses Stück genau das, was wir immer eine "Gefühlsachterbahn" nennen.
3."River deep, mountain high": Das Lied selbst ist Schubiduba-Schlagermusik und nicht besonders erwähnenswert, besonders Rod Evans' Gesang klingt am Anfang wie Papa in der Badewanne nach einer durchzechten Nacht - ABER das Vorspiel!!!!! Zwar wurde hier ein bißchen von Richard Straußens "Zarathustra" geklaut, aber das stört den wahren Musikfreund nicht besonders. Jedenfalls ein WAAAHNSINNSVORSPIEL!!!! Wir hätten es Vor "Shield" gesetzt und nicht vor so ein Popstück.
4."Exposition/We can work it out": Der Höhepunkt der gesamten CD ist tatsächlich ein Covermedley!!!!
Aber egal - es ist einfach phantastisch!!!!!
"Exposition" ist Beethovens siebente Symphonie, zweiter Satz: Allegretto - ziemlich werktreu gespielt, nur mit modernen Instrumenten - wir sind völlig sicher: LUDWIG HAT SICH IM HIMMEL GEFREUT! Damals, als er es schrieb, hatte er sich auch gefreut über die sich bereits abzeichnende Niederlage des Tyrannen Napoleon - und nun, 155 Jahre später: sein Allegretto als Vorspiel für die preisgekrönten Beatles - das hat was!!! Und es erinnert an die surrealistisch anmutende Szenerie von Shield - man ist mal wieder äußerst schwer beeindruckt - und mit einem wirklich schon schmerzhaften Furz von Blackmores Gitarre geht es schließlich trashig-elegant über in die toll interpretierte Beatlesnummer, wobei Rod Evans eindeutig schöner singt als zumindest Lennon.
5.Eine wunderschöne Liebeserklärung ist das Stück "Anthem". Toller Gesang, tolle Instrumentation, Superfeeling!
Und die Jungs hatten wieder mal in der Mitte den Mut zur konsequenten Klassik.
6."It's all over": Eins der schönsten Bluesstücke der Welt gibt es als Bonus-Zugabe am Schluß - das haben die Produzenten uns damals auf der Vinyl-LP vorenthalten (ein Verbrechen!).
Der Backgroundgesang klingt leider manchmal ein ganz klein wenig schwul - aber das Stück ist so toll, daß es das verkraften kann.

Diese sechs Stücke sind wirklich GOLD wert - der Rest der CD ist unseres Erachtens nicht weiter erwähnenswert (Gegniedel, Gebrüll und Gehämmer - eben der anklingende "Stil" der späteren Heavy-Metal-Band).

FAZIT: Wenn wir auf eine einsame Insel nur einen einzigen Gegenstand mitnehmen dürfen, wird es mit Sicherheit diese CD sein.
(Na? - Witz gecheckt? --- Rrrrrrrrrrrichtig! Sie nützt nur was, wenn man auch noch ein Abspielgerät mitnehmen darf und Strom da ist.)
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deep Purple, 20. Februar 2013
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Rezension bezieht sich auf: The Book Of Taliesyn (Remastered) (Audio CD)
Als "Ur-Fan" kann ich nur sagen, selbst für damals "psychedelisch" angehauchte Zeit etwas gewöhnungsbedürftig, aber als "Frühwerk" absolute Weltklasse! Wer DP liebt, liebt auch dieses Album!
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5.0 von 5 Sternen Deep Purple, 5. Januar 2011
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Rezension bezieht sich auf: The Book Of Taliesyn (Remastered) (Audio CD)
Muß man eine Deep Purple CD wirklich rezensieren? Eine Band die seit den 70gern umwerfend gute Musik macht, mit Ausnahmemusikern allererster Sahne. Hinsetzen, einlegen starten, Augen schließen und abheben.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Musik !, 10. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: The Book Of Taliesyn (Remastered) (Audio CD)
Bitte welches Deep Purple Album hat denn nun
5 Sterne verdient, Vermutlich keines,aber das wird
dieser Musik nun denn gar nicht gerecht.Eindeutig einen Tick
besser als das erste Album nun dieses, das nächste Album enthält
auch einen weiteren Meilenstein-Hit,-April! Nun denn meiner Meinung
nach eindeutig die intensivste Phase von Deep Purple.Shield,
Kentucky Woman,Anthem,Wring that Neck,sind unglaublich
energiegeladene Stücke,von einer Spannung wie selten gehört!
Da kommt die Folgephase mit Smoke on the Water,oder Child in Time
gar nicht mit. Leute hört mal genau hin....
,
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5 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Pop ohne Richtung, 5. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: The Book Of Taliesyn (Remastered) (Audio CD)
Das Album wird dominiert von Jon Lords Orgeleskapaden, die vor allem bei den Cover-Versionen "We can work it out" und "Kentucky woman" deplatziert wirken und den beiden Songs nicht gerecht werden. Lord tobt sich aus und Blackmore gesellt sich dazu - das ist weder Rock noch Klassik, sondern vor allem Selbstdarstellung, die nicht auf den Punkt kommt. Besonders uninspiriert kommt "River deep mountain high" rüber und kann gegenüber den kraftvollen Versionen von Eric Burdon oder Ike & Tina Turner nicht bestehen; nach über 4 Minuten Lord-Intro klingt das ganze wie ein schlechter Burdon-/Turner-Cover-Song. Insgesamt wollte man wohl nichts verkehrt machen und niemanden vor den Kopf stoßen, wie die Auswahl der Cover-Songs zeigt:
"River deep mountain high" erreichte 1966 Platz 3 der englischen Single-Charts, "We can work it out" (Beatles) war 1965 sowohl in UK als auch in USA ein Nr. 1-Hit und "Kentucky woman" war für Neil Diamond schon 1967 ein Hit. Der melodische Popgesang von Evans füllt allerdings kein ganzes Album, seine zu ähnlich klingenden Songinterpretationen ohne Höhepunkte verlieren schnell ihren Reiz.
Lediglich das melodramatische "Anthem" ragt aus der Masse heraus und allein wegen dieses Songs lohnt sich der Kauf der CD (dafür die 3 Sterne). Außerdem erwähnenswert das Instrumentalstück "Wring that neck", dass durch Powerchords zu überzeugen weiß und ein Blick in die Zukunft der Band ist.
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