Kundenrezensionen


20 Rezensionen
5 Sterne:
 (13)
4 Sterne:
 (5)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nachruf
"You wanna rule the world but you`re acting like a girl who`s got a false pregnancy..." singt Ian Gillan seinem Widersacher Ritchie Blackmore hier ins Stammbuch. Ob der die Zeile je gehört oder gelesen hat, ist ungewiss, denn die Herren trafen sich seinerzeit nicht einmal mehr im Studio. Zu groß waren die Differenzen, Gillan hatte längst seine...
Veröffentlicht am 13. Oktober 2009 von Thomas Max

versus
5 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen abgang von markII
die platte wurde z.zt. von made in japan aufgenommen, die veröffentlichung jedoch verzögert. beim mischen kamen die ersten dissonanzen auf, nicht alle songs wurden fertiggemischt, so z.b. painted horse. welches wohl erst auf der anniversary erscheinen wird. haben mark II auf jedem ihrer 4 alben was neues ausprobiert, dies ist das schwächste, wohl auch weil...
Am 13. Oktober 2000 veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nachruf, 13. Oktober 2009
Von 
Thomas Max "Max" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Who Do We Think We Are (Audio CD)
"You wanna rule the world but you`re acting like a girl who`s got a false pregnancy..." singt Ian Gillan seinem Widersacher Ritchie Blackmore hier ins Stammbuch. Ob der die Zeile je gehört oder gelesen hat, ist ungewiss, denn die Herren trafen sich seinerzeit nicht einmal mehr im Studio. Zu groß waren die Differenzen, Gillan hatte längst seine Kündigung eingereicht und sich nur bereit erklärt, das laufende Jahr noch mit der Band zu bestreiten. Das klingt nach einem Schwanengesang und dementsprechend urteilten viele Kritiker dieses Album als Stückwerk ab. Zu Unrecht, wie ich finde. "Who do we think we are" passt in die Reihe mit seine Vorgängern, es ist näher an "Fireball" als an "In Rock" oder "Machine Head" - aber "Fireball" war das interessantere dieser Alben...Nicht alles glänzt hier, aber "Woman from Tokyo" hat Hitpotential, "Mary Long" einen bissigen, ironischen Text und eine nette Melodie, "Smooth Dancer" den eingangs beschriebenen Seitenhieb auf Blackmore und ein fantastisches Orgel-Solo, "Rat Bat Blue" einen geilen Drums-Pattern und wiederum ein erstaunliches Keyboard-Solo (wenn auch auf High-Speed gespielt) und "Place in line" hätte mit seinem jammigen Finale ein würdiger Nachfolger von "Lazy" im Live-Set werden können...Es gibt mehr als genug zu entdecken auf dieser Platte - mit den Bonus-Tracks der Remastered-Version noch zumal. Gutes Zeug.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


41 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Letztes Album der Mk II-Besetzung, 21. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Who Do We Think We Are (Audio CD)
Die Streitigkeiten zwischen Ritchie Blackmore und Ian Gillan arteten in einen Machtkampf aus, den Ritchie Blackmore letztlich für sich entschied, indem Ian Gillan die Band verließ. In den Lyrics von "Smooth Dancer" wird eigentlich klar, was Ian über Ritchie zu der Zeit dachte. Ich weiß auch nicht, ob Blackmore überhaupt jemals den Text gelesen hat und wusste, um was es da ging.
Im übrigen ist "Smooth Dancer" eine der besten Nummern des Albums mit einem Mords-Groove und einem ziemlich abgefahrenen Orgelsolo à la Jon Lord.
Und auch ansonsten gibt es wieder mal - wie eigentlich bei jedem der vier Super-Alben der Mk II-Besetzung - keine Ausfälle weit und breit. Schon der eingängige klasse Opener "Woman From Tokyo" mit dem psychedelischem Mittelteil und dem hinzugefügten Klavier am Ende des Songs lässt richtig gute Laune aufkommen und zeigt einmal mehr das erstklassige Songwriting-Potential der Band. Irgendwie nett auch das darauffolgende "Mary Long", wohingegen ich "Super Trouper" (nicht zu verwechseln mit ABBA - die kamen erst später) noch als das "schwächste" Stück ansehen würde, wobei es keineswegs schlecht ist, kommt aber an Songs wie "Our Lady" (klingt regelrecht feierlich), die eben erwähnten Sachen oder "Rat Rat Blue" zum Beispiel einfach nicht heran.
Gerade zu dem letztgenannten Song kann man eigentlich nur sagen: Das rockt - und erneut ein geiles Orgelsolo von Jon Lord.
Übrigens stand gerade Jon Lord ziemlich zwischen den Fronten, wusste nicht so richtig, zu wem er halten sollte. Auf jeden Fall hatte er große Angst, die Band würde sich auflösen.
So weit kam es zwar nicht, aber immerhin musste neben Ian Gillan auch Bassist Roger Glover gehen - die Manager beugten sich der Forderung Ritchie Blackmores, der nur bleiben wollte, wenn Glover (immerhin ein wichtiger Songwriter für Purple, mal abgesehen von seinen Qualitäten als Basser) ersetzt würde.
Trotz einer derartig schmutzigen Trennung im Zorn, ist noch einmal ein großes Album herausgekommen, dem man anhand seiner tollen Songs die schlechte Stimmung innerhalb der Band gar nicht anmerkt. - Als besonderer Anspieltipp sei hier noch in der remasterten Version des Albums der ziemlich geile "First Day Jam" genannt.
Nach "Who Do We Think We Are" schlug ja Deep Purple bekanntlich mit den neuen Mitgliedern Glenn Hughes und David Coverdale eine wesentlich bluesigere Richtung ein und schrieb weniger Hard-Rock-lastige Songs. Ich persönlich mag auch das Purple-Material, das nach "Who Do We Think We Are" kam - dennoch ist klar, dass die Mk II-Formation von Deep Purple das Nonplusultra bleibt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gutes Abschiedswerk der ultimativen Deep Purple Phase II, 29. März 2003
Von 
silbertanne4 "silbertanne" (Offenbach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Who Do We Think We Are (Audio CD)
Ich erinnere mich, daß die "Who do we think we are", die nach "Made in Japan" erschien, nicht so gute Rezensionen wie die Werke davor erhielt. Zu Unrecht!
Fast alle Songs sind ansprechende Kompositionen und haben das typische Puple-Flair der alten Tage: ernst, Ian Gillans ausdrucksvolle bis hysterische Stimme, die fiebrige Hammond-Orgel die geradzu wie Lava aus den Boxen strömt, Blackmores schnelle Gitarrenläufe und die treibende Rhytmussektion. Der Aufnahmesound (besonders die Gitarren) gefällt mir um Strecken besser als z.B. "In Rock" oder "Book of Talysien".
Die Covergestaltung zeigt wieder schlichtes Understatement von großen Stars. Etwas verschwommen psychedelisch (wie "Machine Head" und die Poster von ihnen in "Pop" 1972), innen Pressenotizen (Tageszeitungen wie konservative Musik- und Kunstzeitschriften widmeten der Gruppe gerne seriöse Artikel) ,ein paar s/w Fotos. Ironie oder alberne Eskapaden waren Fremdworte für die Gruppe, die seit jeher ein breites - nicht nur auf Rock fixiertes - Publikum erreichte. Die Stücke sind kontrastreich, und keinesfalls nur Heavy-Rock.
- "Woman from Tokyo" war eine Single und hat einen tollen Piano-Part, "Mary Long" ist einfach ein melodischer Song, toll komponiert. Total hart klangen "Super Trouper" und "Smmooth Dancer", "
-"Our Lady" ist auf einer Melodie (nicht Riff) aufgebaut und hier dominiert zum letzten Mal Organist Jon Lord
- "Rat Bat Blue" klingt aggressiv nach "In Rock" und hat einen interessanten Text, der damals in einer Jugendsendung über sexuelle Ausbeutung und Rollenverhalten eingehend besprochen wurde (Club 16). Gutes Riff.
Das Album ist meiner Ansicht ein guter Abgang von Deep Purples Hey-Day Zeiten. Vielleicht das letzte große Album bis heute überhaupt, man kann sich darüber streiten, "Burn" war auch nicht schlecht.
Das Auseinandergehen wurde damals von Fans und Presse regelrecht betrauert, ählich dem Split der Cream. Und die Anhänger waren zahlreich. Bikern wie selbst älteren Klassik-Hörern gefiel die Musik von Deep Purple. Ihre größte Fangemeinde hatte sie in Deutschland.
- Von den Bonustracks finde ich vor allem die "Woman from Tokyo"-Version mit dem Solo von Jon Lord und den "Jam" am Ende interessant. 4 Sterne das Album + 1 Stern Boni.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der 4. Studio-Klassiker im klassischen Line Up!, 19. Februar 2007
Von 
Kurt Steiner (Hagendorn / Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Who Do We Think We Are (Audio CD)
Deep Purple waren 1973, nach den grossartigen Klassikern "In Rock" (1970), "Fireball" (1971) und "Machine Head" (1972) und dem grandiosen Live-Album "Made In Japan" (1972) auf dem absoluten Höhepunkt angelangt. Trotz riesigen Unstimmigkeiten innerhalb der Band und grossen persönlichen Problemen entstand ein erstaunlich gutes, absolut gelungenes Album. "Who Do We Think We Are" ist das vierte und vorerst letzte Studio-Werk des klassischen Line-Ups mit Ian Gillan, Ritchie Blackmore, Roger Glover, Jon Lord + Ian Paice... bis zur Neugründung 1984! Das Original-Album von 1973 enthielt 7 grossartige Songs, allesamt geschrieben und produziert von Deep Purple. Es erreichte folgende Chartsplatzierungen: UK 4 / US 15 / D 4

Die digital remasterte CD-Version erschien erstmals im Jahre 2000 mit einem ausführlichen 24-seitigen Booklet. Zu den 7 Originaltiteln kommen noch 7 Bonustracks dazu, so dass die CD eine Gesamtspielzeit von 72:31 Minuten erreicht.

Die CD startet gleich furios mit dem grandiosen "Woman From Tokyo" gefolgt vom melodiösen, eingängigen "Mary Long". Danach kommen mit "Super Trouper" und "Smooth Dancer" zwei typische Rocker im klassischen Deep Purple-Stil. Absolut cooler Sound! Auch "Rat Bat Blue" überzeugt voll mit guten Riffs und unglaublichem Orgelsolo bevor es dann mit "Place In Line" zur Abwechslung mal so richtig schön bluesig wird. Nach dieser atemberaubenden Durchreise wird der Originalteil des Albums mit dem balladesken, melodiösen "Our Lady" stilvoll abgeschlossen.

Bei den Bonustracks handelt es sich um den 99-Remix, sowie einer Alternativ-Version von "Woman From Tokyo", gefolgt von "Painted Horse", einem interessanten Studio-out-take. Dann wieder Remixe von "Our Lady" und "Rat Bat Blue" bevor schliesslich die CD-Version mit dem über 11-minütigen Instrumentalstück "First Day Jam" ausklingt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Studio-Höhepunkt von Deep Purple MK 2, 12. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Who Do We Think We Are (Audio CD)
Meine Lieblings-CD neben "Made in Japan" von Deep Purple. Was für Kracher sind auf dieser CD:
Woman From Tokyo (klar)
Mary Long (in der aktuellen Live-Setlist von 2013)
Rat Bat Blue
Place In Line
Painted Horse (Outtake - Absolut geiles Gitarrenriff, aber etwas "seltsamer Gesang" von Ian Gillan)

Vielleicht macht es gerade die "Endzeitstimmung" von MK 2 so interessant. Perfekte Musiker in Bestform (vor allem Gillan und Lord), da muss man auch mal die Tatsache hinnehmen, dass Musiker sich nach 4 Jahren nicht mehr alle so gut verstehen. Davon merkt man davon auf der Scheibe aber herzlich wenig.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterschätzt, 14. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Who Do We Think We Are (Audio CD)
Völlig unterschätztes Abschlusswerk der ersten MKll-Phase! Vom allzu routinierten (wenn auch gut arrangierten) 'Woman from Tokyo' abgesehen, überzeugt 'Who do we think...' mit ausschliesslich hervorragenden Songs und Interpretationen im exzellenden Soundgewand. Primus inter pares: 'Place in line',ein sensationell entspannter Blues mit Ian Gillan und Jon Lord in Bestform.Absolut empfehlenswert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Kings are dead........, 25. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Who Do We Think We Are (Audio CD)
........long live the Kings !!!!!!!
Bekanntlich das letzte,unter schwierigen Umständen entstandene Album der Mark 2 - Besetzung.....aber nochmal ein musikalischer Brecher !!!!!!!

Natürlich war das Nachfolgealbum zum Jahrhundertklassiker "MACHINE HEAD" zu einem Schattendasein verdammt, da der Vorgänger unmöglich zu toppen und die Band selbst schon aufgrund interner Streitereien am Ende war.

Mit "WOMAN FROM TOKYO" befindet sich nur ein "Greatest Hit" auf diesem Album.....das liegt aber weniger an der geringeren Qualität der restlichen Songs, sondern an der Tatsache, dass die Band (vielmehr die Gitarrenzicke Blackmore!!!) sich weigerte außer dem bissigen "MARY LONG" das Album auf Tour zu promoten.

Überhaupt fällt auf, dass sich Ritchie schon kreativ von Deep Purple verabschiedet hatte......seinen Platz nahmen Bassist Roger Glover und Organist Jon Lord ein (Glover als Hauptkomponist,Lord begeistert mit wahnwitzigen Soli).

Gerüchten zufolge soll Glover sogar Rhythmusgitarre im melancholischen "OUR LADY" spielen....ihr wisst schon,die Gitarrenzicke :-) :-).

Dennoch beweisen die Hardrock-Götter, dass man auch aus dem letzten Loch pfeifend noch ein klasse Album produzieren kann........klasse Songs,virtuos eingespielt, von Martin Birch fantastisch produziert.....unbedingt zugreifen !!!!!!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fast gleichauf mit "Machine Head", 28. März 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Who Do We Think We Are (Audio CD)
Um es gleich vorweg zu sagen: "Who do we think we are" ist für mich nach "Machine Head" das beste Studio-Album von Deep Purple und rangiert für mich noch vor "Fireball" und "In Rock", weil es hier keinen einzigen Song gibt, der qualitativ abfällt.

Zum ganzen Trara während der Entstehung dieses Meisterwerks haben meine Vorredner schon genug gesagt.

Sei nur noch erwähnt, daß die Songs dieses Albums nie die Popularität der Vorgängerproduktionen erlangt haben - von "Woman from Tokyo" mal abgesehen -, weil Deep Purple nach dem Weggang von Gillan und Glover ihr Liverepertoire fast vollständig auf neues Material umgestellt hatten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Deep Purple - 1973, 6. November 2006
Von 
Child in time - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Who Do We Think We Are (Audio CD)
Es ist schon verrückt. In fast allen Ländern der Welt waren DP 1973 mit 3!!! Alben gleichzeitig in der Hitparade ("Machine Head", "Made In Japan" und "Who Do We Think We Are"), außerdem hatten sie 2 Singlehits (`Smoke on the water` und `Woman from Tokyo`) und was machen die gerade zu Superstars gewordenen 5, sie vertragen sich nicht. Blackmore und Gillan hatten eh` schon längere Zeit Probleme miteinander. Somit mussten nach einigem hin und her, auf dem Höhepunkt der Karriere, Ian Gillan zuerst und dann auch Roger Glover im Sommer `73 gehen. Die Gruppe hatte so hart gearbeitet, zerbrach aber an ihren Egos.

Schon bei den Aufnahmen im Sommer und Herbst `72 taten sich die 5 schwer, sich zusammenzuraufen. Ian Gillan fühlte sich ziemlich ausgegrenzt und schrieb die Texte alleine. Mit Blackmore war schon kaum noch an Kommunikation zu denken. Umso mehr überrascht es, dass das vorliegende Album ein wirklich Gutes geworden ist. An "Machine Head" reicht es jedoch nicht heran. Aber das war bei diesen Bedingungen auch kaum zu erwarten.

Neben "Woman from Tokyo" ist eigendlich kein Klassiker vorhanden. Das lag auch daran, dass die Tournee `73 nur aus wenigen Konzerten bestand. Somit hatten die Songs eigendlich kaum eine Chance sich zu profilieren. Gute Songs sind ferner "Mary Long" (toller Text), welches in den letzten Jahren häufig gespielt wird, "Smooth dancer" und "Our lady". Auch "Rat bat blue" hat ein tolles Gitarrenriff, aber das Orgelsolo ist irgendwie zu viel des Guten (kann man nicht erklären, muß man hören). Die Produktion von Martin Birch und Roger Glover ist jedoch perfekt.

Somit streift das vorerst letzte Werk der MK II-Besetzung insgesamt knapp an der Höchstnote vorbei. Es gibt aber gute 4 Sterne.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abwechslungsreich und gutgelaunt -purple at its best, 8. März 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Who Do We Think We Are (Audio CD)
Dass sich harter Rock und verspielte Gesangsharmonien nicht widersprechen müssen, bewiesen Deep Purple mit ihrem letzten Album mit Bassist Roger Glover und Sänger Ian Gillan. "Woman From Tokyo" beginnt mit einem satten Gitarrenriff von Ritchie Blackmore und kraftvollem Hardrockshouting von Ian Gillan - doch dann kommen die leichtfüssigen Piano-Arppeggien von Jon Lord ins Spiel - und wir fühlen uns ins psychedelische Jahr 1967 der Beatles versetzt. Was völlig ungewöhnlich für Deep Purple hervorsticht, ist die Dynamik - und die groovenden Hooklines - das klang schon im Vorgängerwerk "Machine Head" an. So ist die Ode an den jung verstorbenen Rock'n Roll-Star "Super Trouper" ebenso geprägt von einer süffig schönen Gesangslinie wie von dem fast funkigen Orgel-Bass-Schlagzeug- Backing zu Blackmores genüsslichem Solo. "Rat Rat Blue" hingegen ist spaßig-parodistischer Pseudobarock plus Metallriffs. Mit "Our Lady" klingt die CD herrlich balladenhaft und beatleesk aus.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Who Do We Think We Are
Who Do We Think We Are von Deep Purple (Audio CD - 2014)
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen