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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Den (fünf) Sternen so nah......., 9. August 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Shades of Two Worlds (Audio CD)
Um's gleich vorweg zu nehmen: "Shades of two worlds" war die beste Scheibe der ABB in den 90ern. Nach dem gewiss sehr guten Comeback-Album "Seven turns" verstanden es Gregg Allman & Co. noch eine Schippe 'drauf zu legen. Das mag durchaus subjektiv beeinflußt sein, da "Shades of two Worlds" gleich mit einem Killer-Track durchstartet: "End of the line", einem druckvoll-pumpenden Swamp-Rocker, der mir vielleicht gerade deswegen so gefällt, weil er eben nicht nach der klassischen ABB klingt sondern eher nach LYNYRD SKYNYRD.
Ärgerlicher- und unverständlicherweise ist diese Scheibe seit geraumer Zeit gestrichen, so daß man für "SotW" tief in die Tasche greifen muß, während man die "Seven turns" hinterher geworfen bekommt.

Die ABB hatte Anfang der 90er ein wirklich starkes Line-up: die alten Haudegen Allman, Betts, Trucks und Jaimoe wurden durch zwei umwerfend gute Talente, Warren Haynes (Guitar) und Allen Woody (Bass) ergänzt. Diese Beiden waren dermaßen kreativ, daß ihnen nur wenige Jahre später die behäbige Veröffentlichungs-Politik der ABB zu eng wurde, und GOV'T MULE gründeten. Vor allem Haynes brachten sich als Co-Autor in viele ABB-Klassiker ein - Woody war endlich einer, der die großen Namen Berry Oakley und Lamar Williams vergessen lassen konnte. Sein knurriger Bass machte deutlich, wie farblos der vorherige ABB-Bassist David Goldflies letztendlich war.

Der Opener "End of the line" ist der bereits besprochene Knaller, dem mit "Bad rain" sogleich der nächste Hammer-Song folgt. Hier duellieren sich Betts und Haynes mit endlosen, äußerst inspirierten Gitarren-Duellen - Haynes outet sich als begnadeter Slider.
"Nobody knows" ist eine Jam-Nummer, 11 sehr feine Minuten lang, die bis heute fester Bestandteil der ABB-Set's ist.
Bei "Desert Blues" darf dann endlich Dickey Betts von der Leine und schnarrt unnachahmlich los - Haynes slidet so als ob der Leibhaftige persönlich hinter ihm her wäre.
"Get on with your life" ist ein typischer Allman-Slow-Blues, wie man ihn schon öfter von der ABB zu hören bekam. Auffälligerweise ist dies die einzige Nummer, die Gregg Allman alleine schrieb - die frühere Kreativität läßt der ABB-Boss schon des längeren vermissen. Die meisten Tracks auf "SotW" wurden von Betts und Haynes komponiert.
"Midnight man" kracht so richtig los, Allman knarzt und knödelt das es eine wahre Freude ist ;-)) und danach gibt's einen Instrumental-Jam, der sich gewaschen hat: "Kind of bird". Bereits auf "Seven turns" hatten Betts und Haynes mit "True grafity" so ein Mörder-Teil losgelassen, das die ABB in leicht jazz-rockige Gefilde führte - "Kind of bird" steht dem in nichts nach!!
Schlußpunkt ist "Come on my kitchen", eine tolle akustische Blues-Nummer, die auf dem "Sittin' at the top of the world"-Thema sehr entspannt jammt.

"Shades of two worlds" von 1991 ist, wie gesagt, eines der besten ABB-Alben seit ihrer Reunion 1989. Eigentlich sind es (fast) fünf Sterne und die vergebe ich auch gerne - muß aber anmerken, daß sich der ganz große Glanz der ABB aus den Anfängen der 70er bis heute nicht wieder einstellen mochte. Allerdings entwickelte sich die ABB auch weiter und hat heute sehr junge Musiker in ihren Reihen, die natürlich nach vorne und nicht zurück blicken, wie man auf "Hittin' the note" von 2003 eindrucksvoll hören kann. Es wird aber langsam höchste Zeit für eine neue Veröffentlichung der ABB - vier lange Jahre sind nun wirklich genug!!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stark, 22. Januar 2010
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Shades of Two Worlds (Audio CD)
Für mich eines der stärksten Alben der Allman Brothers Band!

Bis auf einige wenige Titel geht es kernig zur Sache. Greg Allman beweist einmal mehr und auf diesem Album besonders, dass er über eine echte "Röhre" verfügt.

Nichts gegen den viel zu früh verstorbenen Duane Allman, aber Dickey Betts führt nicht nur sein Vermächtnis fort sondern übertrifft Duane Allman bei weitem. Vom Blues bis zum Rock setzt er mit seinem filigranen Spiel eindeutige Akzente. Ich würde gerne Anspieltipps nennen, aber in jedem Lied dominiert seine Gitarre in äußerster Perfektion.

Nicht nur ein Muss für ABB- oder Southernrock-Fans, diese CD gehört eigentlich in jede anständige Rocksammlung.
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Shades of Two Worlds
Shades of Two Worlds von Allman Brothers Band (Audio CD - 1991)
Gebraucht & neu ab: EUR 10,91
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