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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Finale der Skinny-Puppy-Evolution..., 4. Mai 2001
Rezension bezieht sich auf: Last Rights (Audio CD)
Diese Album ist wahrhaft anspruchsvoll. Es braucht seine Zeit. Zugegebenermaßen hat es ein ganzes Jahr in meinem Regal vor sich hin vegetiert, bis es eines Abends den Weg in meinen CD-Spieler fand. Ich habe es gehasst und dann geliebt. Die Stücke fordern der Höhrer heraus. Sie geben sich sperrig, nahezu ohne Melodie. Die Stücke bieten jedoch Unmengen Stellen zum Verlieben. Es finden sich viele kleine harmonische Versatzstücke, die sich zusammensetzen und genauso schnell wieder auflösen. Ätzend. Schmeichelnd. Nervend. Aufregend. Dieses Album ist voller Widersprüche und markiert einen Höhepunkt in der Entwicklung der Band: die Perfektionierung ihres eigenen und eigenwilligen Stils, der eine ganze Musikrichtung nachhaltig geprägt hat. "Killing Game" ist das gefälligste der Stücke und entfaltet sich in einem grandiosen Spannungsbogen. "Mirror Saw" kommt mit einer bösartigen Drum-Line und einem wunderbar kitschigen Chor-Sample. "Download" ist der furiose Höhepunkt und Tiefpunkt zugleich. Eine Klangcollage, die für den gemeinen Hörer nichts mehr mit Musik zu tun hat, für den Eingeweihten aber eindeutig die Krone der Skinny-Puppy-Evolution darstellt. Ein berauschendes Album, das dem Hörer einiges abverlangt und ihn in ein Wechselbad der Gefühle verstrickt.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Apocalypse Now!, 18. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Last Rights (Audio CD)
Eins vorweg: Dieses Album und Coil's "Love's Secret Domain" sind Anfang der 90er die technisch und musikalisch fortschrittlichsten Alben gewesen die man sich überhaupt vorstellen kann. Wenn man bedenkt was für Musik damals IDM (Intelligent Dance Music) Künstler zum Beispiel vom Warp Label gemacht haben, erscheint deren Musik wie Kinderquark im Vergleich zu den oben erwähnten Alben von Skinny Puppy und Coil. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich liebe IDM und WARP, jedoch experimentierten SP und Coil mit vielschichtigen Sounds und Samples ungefähr 6-10 Jahre bevor überhaupt solche Produzenten wie Autechre oder Richard Devine auf die Idee kamen hoch komplexe Musik zu produzieren.

Zu "Last Rights" selbst muss Ich sagen, dass es ein surrealistisch Monster als Album ist und mein persönlicher Soundtrack zu einer atomaren Apokalypse: Energiegeladen, kühl, traurig, kraftvoll, zerstörerisch, ruhig, melancholisch, dreckig, schnell, langsam....keiner dieser Begriffe kann die düstere Atmosphäre von "Last Rights" einfangen. Trotzdem habe Ich persönlich im Gedanken Assoziationen zu zwei Filmen die auch in der selben Zeit entstanden sind (Terminator 2, Alien 3) und die eine ähnliche düstere und hoffnungslose Atmosphäre einfangen. Wie dem auch sei, "Last Rights" ist und bleibt ein unbeschreibliches Album. Sei es das Intro-Lied "Love In Vein" (welches mich von den Synthesizern an Coil's "Anal Staircase" erinnert), "Killing Game" wo sich Nivek Ogre sogar an eine Ballade traut, das kraftvolle Lied "Inquisition", dass traurige "Riverz Ends" (eigentlich einer neuer Mix aus "Rivers" und "Choralone" von der Rabies LP) oder die "noisige" Soundcollage "Download" welche für mich einen weiten Schatten wirft auf alles was Merzbow je produziert hat.......alle Tracks überzeugen. Die Live-Drums und Samples von cEvin Key und Dwayne Goettel sind genial, die Musik selbst harmonisch mit weichen Übergängen und vielschichtigen, teilweise versteckten Sounds. Dazu kommen noch die Lyrics von Nivek Ogre die für ihn so persönlich gewesen sind, dass sie im Booklet nicht gedruckt wurden. Die Zeit um die Alben "Last Rights" und "Too Dark Park" sowie deren dazugehörigen Singles schuff den Zenit der Musik von Skinny Puppy....leider auch den ihres Drogenkonsums, und wohin der geführt hat wissen SP-Fans ganz genau. Urbane Legenden erzählen sogar, dass sich Nivek bei der Aufnahme zu "Knowhere?" einen Heroinschuß gegeben hat und dies unter den Soundlayern hörbar wäre. Was jedoch stimmt, ist, dass "Last Rights" nur so vor Trauer, Angst, Agression und unterdrückten Gefühlen sprüht. Wenn jemand eine schlechte Zeit hat oder hatte ist dieses Album demjenigen jedenfalls NICHT zu empfehlen.
Im Gegensatz dazu werden diejenigen Leute traurig sein, die die erste(fehlerhafte)US Pressung ergatterten bei der der Trackindex falsch gesetzt wurde (jedes Lied hörte 30 Sekunden nach dem Trackindex auf).
Technisch nicht fehlerhaft (künstlerisch SEHR) ist, dass das eigentliche zehnte Lied fehlt, was auch im Booklet erwähnt wird. Das Lied heißt "Left Handshake" und enthält Sprachsamples von Dr. Timothy Leary. Diese Lizenzstreitigkeiten führten letztendlich dazu, dass das Lied nicht auf das Album kam. Glücklicherweise kann man das Lied auf einer auf 1000 Stück limitierten "Track 10" Single finden, die u.a. auf dem Doomsday Festival 2000 verkauft wurde oder man ist Besitzer einer der (ich glaube 2 oder 3) Versionen der Brap (Back & Forth Vol. 3 & 4) Kompilation, am besten die vom Synthetic Symphony Label mit der Katalognummer (SPV 085-22402 DCD). Und noch eine kleine Info: die aufgenommen Synthesizer auf dem "Download" Lied spielt Martijn de Kleer von den Legendary Pink Dots. Wieso das nirgendwo auf dem Album erwähnt wird ist für mich das eigentliche Rätsel.
....habe Ich überhaupt dass tolle Artwork erwähnt?

Stellen sie sich selbst die Frage:
Sind SIE bereit sich einem anspruchsvollen Musikwerk zu stellen, welches die Schattenseiten der Gefühle und der "industrialisierten" Kultur der Menschen wieder spiegelt?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Last Rights (Skinny Puppy 1992), 14. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Last Rights (Audio CD)
Als ich Anfang 1993 das Album auf LP hörte, brachte mich dieses Werk etwas aus dem Konzept. Vier Stücke sind hier zu hören, die meiner Meinung nicht mehr sooooo viel mit Musik zu tun hatten: Da wären Knowhere, Scrapyard, Lust Chance! und das 10 minütige Download!. Diese sind sehr experimentel, krachig und ziemlich durchgeknallt ausgefallen!
Die Nachbarn werden sich sicherlich freuen! Dagegen gehören Love in Vein, Mirror Saw und Inquisition! zu meinen Lieblingen. Riverz End (sag ich mal) war ein "Remake" von Rivers aus dem Album Rabies. Killing Game (mit etwas E-Gitarrenbegleitung und Klavier) und Circustance würd ich mit einem Ok bewerten. Teils alter Skinny Puppy Stil mit neuem durchgeknallten Industrial-Stücken, die seinesgleichen suchen.
Last Rights soll zu den künstlerischen Höhepunkt von Skinny Puppy gehören. Das Stück left Handshake wurde leider aus rechtlichen Gründen entfernt, und somit befinden sich nur 10 Songs auf dem Album.
Atmosphärisch, krachig, experimentel und düster, aber nicht für "Normalsterbliche Hörer" geigenet!!!
Für mich nur 4 Sterne, weil ich nie soooo richtig warm mit "Last Rights" geworden bin. Aber trotzdem zieht mich diese CD irgendwie immer wieder in ihren mysteriösen Bann...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Albtraumhaftes im positiven Sinne!, 8. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Last Rights (Audio CD)
Hey Nutzer
Skinny Puppy haben zwei Gesichter. Nicht nur die von cEvin Key und Ohgre sondern auch ein tanzbares und ein krachiges experimentelles Gesicht. 'Last Rights' zählt eher zu Letzterem. Bereits der Opener 'Love in Vain' macht klar wohin die Reise geht, obgleich dieser Song wegen seiner klar definierten Rhythmik auch durchaus ein tanzbarer Kandidat ist. Allgemein ist die erste Hälfte des Albums längst nicht so vertrackt und kaputt wie es beispielsweise 'Too Dark Park' ist. Immer wieder verirren sich auch rockige Elemente wie E-gitarren und klar definierte Akkordprogressionen in der allgemeinen Albtraumstimmung. Der erste richtig harte Schlag ins Mark ist der dritte Song 'Knowhere'. Schleppend schieben sich die Industrialsounds durch die gesamten 4:18 und erzeugen so eine fast schon Doom-Metaleske Stimmung. Erstaunlich ist dass es SP wieder einmal schaffen etwas sehr theatralisches zu kreieren ohne dabei an die Grenze zum Pathos zu geraten. Die Grundatmosphäre erscheint glaubwürdig und nicht gekünstelt ' man hat nie den Eindruck dass jemand mit Gewalt versucht düster zu sein, wie das vielleicht bei anderen Vertretern der Fall ist. Auch textlich greift man hier niemals in die Klischee-splatter-gore-kiste, alles wirkt sehr wohl überlegt und reflektiert, nie plump.
Das gefällt auch auf dem durch diverse Samples fast schon humoristischen pechschwarzen 'Mirror Saw', welches für mich einer der stärksten Songs neben
'The Killing Game' ist. 'Inquisition' hingegen lässt auf sehr groovige Art wieder durchscheinen wessen Geistes Kind die Dürren Welpen sind, ich wage gewisse Parallelen zu Front 242 rauszuhören, vielleicht lässt es sich auch als 'Der sehr böse derangierte Bruder von Depeche Mode' beschreiben, und auch ein bisschen Frontline Assembly ist hier zu erkennen was den Song auch zu einem Highlight auf 'Last Rights' macht. Dieser Song ist durchaus Clubtauglich und auch das Streicher-arrangement ist sehr Ohrenfreundlich. Toll!
Die anderen Songs bewegen sich auf ähnlichem Terrain ohne dass man sich hier wiederholt, jeder Song hält mindestens eine tolle Überraschung parat, wie eine akustische Gitarre oder Ähnliches, doch ich will nicht zuviel verraten....
Wer dann am Ende noch die 11 Minuten- Krachtirade 'Download' überlebt kann mit Stolz von sich behaupten eines der besten Skinny Puppy- und im Grunde sogar eines der besten Alben im Elektronischen Musikbereich gehört zu haben.

FAZIT: Hits und eingängige Melodien wird man hier nicht finden, dennoch ist 'Last Rights' ein mehr als hörenswertes Werk einer Band die mich eigentlich noch nie enttäuscht hat. K.A.U.F.E.N!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen genialer "Lärm", 20. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Last Rights (Audio CD)
Ja, ich würde die CD nicht unbedingt als Einstieg in die SP-Welt empfehlen, aber wenn man sich drauf einlässt, dann ist die Musik (oder sollte man es besser Klanggebilde nennen?) einfach nur genial.

Weiterzappen sollte bei der CD verboten werden. Ich gebe es zu, dass ich mich zuerst regelrecht durchkämpfen musste, aber dann ... offenbarte sich das Universum in mir ...

Die Musik ist wohl der absolute Partykiller, aber dafür gibt es ja Dig it und all die anderen Supersongs von SP, die die Gäste nicht gleich vergraulen.

SP ist wirklich eine Ausnahmeband in dem Einheitsbrei der Elektroszene.
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5.0 von 5 Sternen Skinny Puppy, 11. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Last Rights (Audio CD)
Got it really fast and good quality. Everything went very well. Thanks.
Skinny Puppy is one of the best bands ever and this CD is so cool.
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5.0 von 5 Sternen Geht so dermassen ab, 1. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Last Rights (Audio CD)
Skinny Puppy. Es ist schwer, sich von dieser Scheibe zu erholen. Ein intensiveres Hörerlebnis in Sachen sich selbst auffressender Populärkultur ist schwer vorstellbar. Last rights sind wirklich die letzten Rechte. Religiös ad astrakum geführte Samplingmusik mit harten Gitarren. Also ich bin fasziniert. Dabei sind Skinny meistens gar nicht düster, sondern vernünftig schräg.
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Last Rights
Last Rights von Skinny Puppy (Audio CD - 2006)
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