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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die originellste Motörhead-Scheibe!, 13. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: 1916 (Audio CD)
Es gibt ziemlich viele Leute, die glauben, jede Motörhead-Scheibe klinge gleich: laut, schnell, dreckig. Bei intensiverem Hören lassen sich jedoch einige Scheiben hervorheben, die durchaus experimentieren, und dazu gehört "1916". Dieses Album entstand in der Zeit, als Lemmy die 80er gründlich abschloß, indem er von England nach USA umzog und von Bronze zu Sony wechselte. Ausgestattet mit ungewöhnlich viel Zeit (und mit dem Budget endlich mal nicht am Hungertuch nagend) ließen sich Motörhead einiges einfallen. Darunter sind gleich drei langsame (!) Songs. Der Titelsong ist eine Antikriegsballade mit Cello (von der Band, die mal "Bomber" schrieb, wohlgemerkt!), "Nightmare/The Dreamtime" ist extrem creepy, "Love Me Forever" eine eher traditionelle Rockballade. Natürlich geht trotzdem die Post ab. "RAMONES" ist ein Punktribut (offensichtlich), "Angel City" ist ein Funsong mit Keyboards, "Going To Brazil" wurde jedermanns Livefavorit, und meine persönlichen Faves "No Voices In the Sky" und "I'm So Bad (Baby I Don't Care)" sind absolute Stimmungsgranaten. Partymucke, gewiß, aber intelligent (was viele unterbewerten) und äußerst abwechslungsreich für Motörhead-Verhältnisse! "1916" sollte man ohne zu zögern zu den Top 5 in Motörheads langer Discografie zählen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Legende lebt (wieder) !, 11. November 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: 1916 (Audio CD)
Ehrlich gesagt hatte ich diese Band nach ihrem tollen 1983er Album "Another Perfect Day" aus den Augen verloren, und dies war auch gut so, denn bis zu diesem rundum gelungenen Come Back Album, veröffentlichten die Jungs nur zweitklassige Sachen. Aber, was ist dies für ein Come Back Album geworden. Die Songs sind geniale Stimmungsmacher, und Motörhead haben zum ersten Mal überhaupt gleich zwei Balladen auf dieser CD. Wer jetzt denkt Motörhead und eine Ballade?, das kann doch nicht gut gehen, irrt sich gewaltig, denn "Love me Forever" ist schon richtig stark (hat diesen "daß will ich noch mal hören" Effekt), während "1916" eine überragende Ballade ist, die einen packt und nicht mehr losläßt. Aber auch die regulären Songs sind klasse geworden: "I'm so bad, Baby I don`t Care", "Ramones" fetzt einfach gut weg, "No Voices in the Sky" (gutes Refrain), und und und. Teilweise fühlt man sich sogar an die seligen "Ace of Spades" und "Overkill" Tage der Band erinnert, also kaufen Leute.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen erstaunlich, 21. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: 1916 (Audio CD)
"i wanna grow my hair, live in bel air,
lose my head, keep a live snake in my bed,
i wanna backstage pass, drink bon jovi's booze for free..."

"angel city" - lemmys herausgespuckte satire auf den typischen hollywoodismus der späten achtziger jahre. zum brüllen komisch, zumal er sich der dazu passenden musikalischen mittel bedient, also simplen, knurrigen sleaze-rocks.

"i heard my friend cry, and he sank to his knees,
coughing blood as he screamed for his mother,
and i fell by his side, and that's how we died,
clinging like kids to each other..."

und das ist "1916", das antikriegsstück, getragen von lemmys hier ganz zerbrechlicher, fast weinerlicher stimme, und von kratzenden cellos. gespenstisches method acting, sehr berührend.

SO groß ist die textliche und musikalische bandbreite auf diesem erstaunlichen album. ganz nebenbei ist hier noch eine mysteriöse, matschige pomp-ballade drauf ("love me forever"), ein bösartig daherkriechendes etwas, das stark an "orgasmotron" erinnert ("nightmare/the dreamtime"), ein gutgelaunter metal-fetzer ("no voices in the sky"), ein so lange mit dreck beschmiertes rock'n'roll-stück, bis es wie punk aussieht ("ramones"), bis an die grenze der belastbarkeit beschleunigter blues ("i'm so bad baby i don't care") und ein echter, wild groovender motörhead-boogie ("going to brazil").

mehrere stücke dieses albums gelten als klassiker und tauchen immer wieder im live-repertoire auf.

lemmy war grad nach LA umgezogen, die band war zu sony gewechselt, endlich hatte sie zeit und geld genug, neue inspirationen wirken und ideen reifen zu lassen. das ergebnis ist das abwechslungsreichste, stilistisch velfältigste, vielleicht spannendste album von motörhead. es is brillant gespielt, getextet und gesungen.

den sound finde ich nicht ganz so gut. er ist typisch britisch: mitten, mitten, mitten. wie ein brett: hart, aber flach. ein bisschen mehr "körper" und tiefe hätte mir gut gefallen. irgendwo zwischen "1916" und "march or die" müsste der perfekte motörhead-sound liegen.

tolles album.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jau, das isses., 6. März 2003
Rezension bezieht sich auf: 1916 (Audio CD)
Natürlich werden "Overkill" und "Ace of Spades" bis ans Ende meiner Tage die Motörhead-Scheiben schlechthin bleiben - "No Sleep till Hammersmith" bleibt bei mir außen vor, weil ich von Livescheiben generell nicht sonderlich begeistert bin. Aber die Leute, die immer behaupten, dass die Motörheadbangers nach "Iron Fist" nichts vernüftiges mehr auf die Kette gekriegt hätten, haben offensichtlich nie "1916" gehört. Die Scheibe ist ein echter Knaller vor dem Herren auf dem auch nicht ein einziger Ausfall zu finden ist. Egal ob Uptempo-Stoff der Marke "Make my Day" oder "Ramones", das famose SloMo-Monster "Nightmare/The Dreamtime", das schweinisch-coole "Angel City" oder die getragenen "Love me forever" (ja, in der Tat ein Liebeslied) und "1916" (das beste Antikriegslied, das mir je zu Ohren gekommen ist) - alles allerbester Motörheadstoff, der keinen Deut schwächer ist als die Classics Ende der 70er oder Anfang der 80er.
Also wer sich nur drei Scheiben von Lemmy "the wart" Kilmister & Co. zulegen möchte, sollte sich die beiden erstgenannten und eben "1916" zulegen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nach vier langen Jahren..., 18. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: 1916 (Audio CD)
Motörhead's *1916* erschien erstmals 1991 und seit dem Vorgänger *Rock 'N' Roll* waren fast vier Jahren vergangen. Für die damalige Zeit ein unglaublich langer Zeitraum. Vor dem Erscheinungstermin wurde ordentlich die Werbetrommel gerührt, es gab kein Musikmagazin auf dem Lemmy's markantes Warzengesicht nicht abgebildet war. Und es gab auch kein Metal-Magazin das im Vorfeld nicht bereits ordentlich die Lorbeeren verteilte.

Das Resultat war auf jeden Fall Motörheads ungewöhnlichstes Werk, fast hätte man von einem Stilbruch sprechen können. Die Band experimentierte und was dabei herauskam konnte durchaus überzeugend. Ein neuer Klassiker wurde es meineserachtens zwar nicht, aber die Vorschußlorbeeren waren gerechtfertigt. Es gab wieder eine gute Ansammlung an Knallern, die sich dann auch überraschend lange im Live-Set festfrassen.

Die Highlights des Albums sind ganz klar *I`m So Bad*, *No Voices In The Sky*, *Going to Brazil*, *Angel City*, *Shut You Down* und die Huldigung an die *Ramones*. Mit dem Abschlußsong *1916* hatte ich immer so meine Probleme, Lemmy kann mich hier leider nicht überzeugen, ich werte ihn eher als Kuriosum. Ein weiteres Kuriosum ist die unpassende Ballade *Love Me Forever* bei der einfach kein Feeling rüber kommt. Aber ansonsten ein sehr gelungenes Album.

FAZIT: Motörhead, auch in den 90ern Over The Top...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen `The one to sing the blues`, 29. Juli 2007
Von 
Child in time - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: 1916 (Audio CD)
"1916" von Motörhead erschien 1991, also mehr als 3 lange Jahre nach "Rock`n`Roll". "1916" ist ein für Motörhead-Verhältnisse sehr abwechslungsreiches Album. Mit `The one to sing the blues`, `I`m so bad (Baby I don`t care)`, `Goin` to Brazil` und `Ramones` sind überdurchschnittlich viele Klassiker der Band vertreten.
Mit `Love me forever` ist eine gelungene Ballade am Start. Der Titelsong ist todtraurig. Lemmy nur mit Cellobegleitung! Ein absoluter Anti-Kriegs-Song.
Das bereits erwähnte `Goin` to Brazil` ist einer d e r Rock`n`Roll-Songs der Gruppe überhaupt.
Es sind aber auch richtige Kracher vorhanden (z.B. `Shut you down`).

"1916" ist für mich mit "Bastards" d a s Album der Gruppe um Lemmy Kilmister der 90er Jahre. Selbstverständlich dann auch 5 Sterne.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen motörhead - love me forever or not at all, 9. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: 1916 (Audio CD)
sehr gute motörhead cd, zwar nicht mehr so kompromißlos wie "bomber" oder "overkill", aber dafür abwechslungsreicher. interessant vor allem das schöne "love me forever", ein liebeslied, ohne schnulzig zu sein. absolut grandios ist "1916", ein lied von lemmy zum gedenken an den Ersten Weltkrieg. ich glaube, ich habe noch nie ein traurigeres lied gehört. textlich, wie fast alle lieder von lemmy grandios. ich kenne wenig songwriter, die so virtuos mit worten umgehen können wie lemmy. ich jedenfalls mußte schwer schlucken, als ich "1916" zum ersten mal hörte und den text verfolgte.
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5.0 von 5 Sternen Für mich das beste Motörhead- Album, 11. Dezember 2012
Von 
Alexander Gärtner (www.freak-alex-band.com) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: 1916 (Audio CD)
Klar, "Ace of Spades", "Overkill" und "Killed by Death" kenn ich schon länger, aber "1916" war das erste Motörhead- Album, welches ich mir gekauft und komplett durchgehört habe... und es hat mich weggepustet. Insofern ist mein Urteil sehr subjektiv, aber ich hab mir nach und nach alle Motörhead- Alben gekauft, und obwohl da einige Superalben dabei waren, hat mich bis heute kein anderes so sehr begeistert.

Das Album erschien 1991 in Quartettbesetzung mit Phil Campbell und Wurzel an den Gitarren. "The One to sing the Blues" ist ein schlagzeuglastiger Opener, dann folgt mit "I'm so bad, Baby, I don't care" ein Highspeed- Rocker mit wunderbar selbstironischem Text, "No Voices in the Sky" als eher punkiger Rocker, der ultraschnelle Zwölftakter "Going to Brazil" mit ebenfalls witzigem Text, das Hawkwind- lastige "Nightmare/Dreamtime", die furchteinflößend nihilistische Sechsachtel- Ballade "Love me forever", der satirische Rock'n'Roller "Angel City" mit Bläsersätzen, das eher traditionelle "Make my Day", die anderthalbminütige Hommage "R.A.M.O.N.E.S.", das bandtypische "Shut you down" und schließlich das tieftraurige Antikriegslied "1916" mit Cellobegleitung. Damit ist "1916" zweifelsfrei das vielseitigste Motörhead- Album. Bis auf drei Songs haben alle Stücke Klassiker- Potenzial. Wow.

Vielleicht liegt es daran, dass erstmals eine große Plattenfirma Motörhead mit ausreichendem Budget promotete, vielleicht ist es die ausgewogene, nicht zu glatte Produktion von Ed Stasium und Peter Solley, vielleicht ist es auch Lemmys kürlich vorher erfolgter Umzug nach Los Angeles, wer weiß? Jedenfalls hat das Album die Kritiker und Fans gleichermaßen begeistert. Sony legte nach dem Erfolg von "1916" noch einen drauf und spendierte für das Nachfolgealbum "March or die" noch mehr Budget; leider musste der drogengezeichnete Phil Taylor den Drumhocker für Tommy Aldridge und Mikkey Dee räumen, und das Endprodukt gefällt mir nicht so gut. "Bastards", "Inferno" und "The World is yours" sind spätere empfehlenswerte Motörhead- Alben. Und für "1916" geb ich die volle Punktzahl.
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5.0 von 5 Sternen Frontsau-Rock N'Roll, 28. Juli 2012
Von 
Asphaltwolf (4942 Meilen bis Graceland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: 1916 (Audio CD)
"1916" ist 100 % motörhead - alles was man von der Band bis dato kannte, fand auch 1991 statt: schnelle, schmutzige und fetzige Songs, ein dreckiger Gitarrensound (der mich dieses Mal ein ganz klein wenig an AC/DC erinnert), Lemmy's knarzige Stimme und hämmerende Rock N'Roll-Rhythmen. Allerdings klingt "1916" für mich nach dem etwas durchwachsenen "Rock N'Roll" wesentlich erholter, losgelöster, befreiter, einer regelrechten Frischzellenkur unterzogen; stand man mit "Rock N'Roll" noch ein wenig in der Schattenseite des Lebens, ist man mit "1916" jetzt in die Sonne getreten.

Der krachende Opener "The One To Sing The Blues" erweckt ein wenig den Eindruck, als ob es eine in einer Schlammgrube angekettete Frontsau ist, die dort drin Amok läuft und von der Leine gelassen werden möchte. Bei "I'm So Bad (Baby I Don't Care)" geht es dann wesentlich zügiger zu, das Frontschwein hat die Ketten gebrochen und stürmt nun den Acker entlang. Die Riffs fetzen sich nur so durch den sehr rock n'rolligen Song, bevor sie sich bei "No Voices In The Sky" etwas zügeln lassen. Nicht viel, nur etwas, und ich finde, die Gitarren klingen dort sogar noch etwas rauer. "Going To Brazil" ist eine sehr rock n'rollige, erdige, harte Chuck Berry-Gedächtnisnummer mitsamt Honky-Tonk-Piano-Geklimper und fetzigem Gitarrespiel. Die folgenden 2 Nummern bedeuteten dann aber gleich ein doppeltes Unikum im damals bekannten motörhead-Universum:

"Nightmare/The Dreamtime" ist eine etwas psychedelische, von Keyboards versetzte Nummer, die meines Erachtens den Titelsong zu "March Ör Die" ein wenig vorweggenommen hatte. Ein etwas trance-artiger, abgespacter Hard-Rock-Song, der allerdings nicht als schlecht zu betrachten ist, sondern für eine fiese Atmosphäre sorgt, und ein wenig die erste motörhead-Ballade "Love Me Forever" einleitet. Mit dieser Ballade hatte ich zuerst ein paar Anlaufschwierigkeiten: wenn man den Song erst kennenlernt, hat man den Eindruck, er sei nichts besonderes, eine gute, aber keine herausragende Ballade, aber je mehr man sich jedoch mit "1916" beschäftigt, desto eher wächst das Lied. (Etwas) stillere Gewässer sind tief. Mit "Angel City" rumpelt das Album dann weiter, der Song ist eine blues-rock n'rollige Persiflage auf die damalige Sunset-Strip-Szene - Chuck Berry, die II., würde ich sagen, aber nicht ganz so fetzig wie "Going To Brazil". Mit "Make My Day" fetzt dann die Kampfsau wieder um die Ecke und wühlt sich mit melodischer Höchstgeschwindigkeit durch den Dreck. Die Gitarren riffen und rocken furchtbar intensiv (da steh' ich drauf) und man zitiert kurz "Stay Clean". "R.A.M.O.N.E.S.", der sehr gelungene Tribut an The Ramones, ist ein kurzer, aber rauer und intensiver Punk-Song, bevor das Frontschwein mit "Shut You Down" in einem letzten Blitzkrieg alles in Schutt und Asche legt. Da bleibt mit dem für motörhead äußerst ungewöhnlichen Titelsong wirklich nichts mehr anderes übrig, als auf eine andere Instrumentierung zurückzugreifen. "1916" mag allein mit Orgel, leichten Trommelschlägen und einem Cello für motörhead ungewöhnlich instrumentiert sein, ist aber ein wunderbares Anti-Kriegslied mit einem ergreifenden Text.

Ich wage zu behaupten, dass "1916" fast das lebendigste Album von motörhead ist. Vielleicht ist es nicht das Beste, aber sicherlich das Ambitionierteste. Es weist 100 %ige, harte und frische motörhead-Rock N'Roller, aber auch gelungene Lieder abseits davon, auf. motörhead haben etwas gewagt und zweifellos gewonnen. Ein kleiner Schönheitsfehler mag da wohl sein, dass der knurrende E-Bass ein bißchen im Gesamtsound verschwindet. Dafür klingen allerdings die dreckigen Gitarren ziemlich dominant. Man kann im Leben nicht alles haben. Mit den Single-B-Seiten "Eagle Rock" und "Dead Man's Hand" gibt es noch zwei Heavy Rock N'Roller, die qualitativ nicht abfallen. Auch ohne motörhead-Scheuklappen ist "1916" ein astreines Heavy-Rock N'Roll-Album.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekter Rock'n Roll-Metal, 6. August 2003
Rezension bezieht sich auf: 1916 (Audio CD)
Vorsicht - diese Platte macht süchtig! Meiner Meinung nach die ultimative Scheibe in der Karriere Motörheads, denn hierauf findet man alles, was der Motörhead-Sound jemals attraktiv machte, in nahezu idealer Reife. Schnelle Kracher, die eine Mischung aus Rock'n Roll alter Schule, Punk und Metal darbieten, mit "Love Me Forever" eine bombatische Halb-Ballade, mit Lemmys für Dreck-Rock nahezu perfekter Reibeisenstimme, die dem harten Prototyp-Rocker den obligatorischen weichen Kern bescheinigt ;), sowie die sphärischen "Nightmare/The Dreamtime" und "1916". Aber dominiert wird das Album, wie gesagt, von den fetzigen Rock'n Roll-Knallern, die einfach mitreissen und den Hörer in eine gute Laune versetzen. Das absolute Motörhead-Album liegt hier vor, eine einzige Orgie an Coolness und Rock-Attitude, sehr kurzweilig und berauschend. Wer Motörhead nicht kennt, sollte mit diesem Album anfangen, sie kennenzulernen, denn hier wird alles aufgezogen, was die vielen Motörhead-Fans an der Band um Lemmy Kilminster lieben. "1916" - nach dem unerreichbaren schwarzen Album von Metallica sicherlich das beste Metal-Album des Jahres 1991.
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1916
1916 von Motörhead (Audio CD - 1991)
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