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Kundenrezensionen

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am 23. April 2014
Wo die Namen Johann Sebastian Bach und Karl Richter draufstehen, ist für gewöhnlich Qualität drin. Dies ist auch hier der Fall! Ob man diese Matthäus-Passion als Referenz ansehen kann oder darf, kann man freilich lange diskutieren, doch wird wohl niemand dieser Aufnahme ihre Qualitäten absprechen können.

Edith Mathis bereichert die Sopran-Arien mit ihrer klaren Stimme ungemein und hat auch mit den langen, vom Atem her schwer zu lösenden Phrasen keine Probleme. Janet Baker besitzt für die Alt-Partie eine warme, volle, stellenweise vielleicht etwas spröde klingende, alles in allem aber mehr als adäquate Stimme.

Peter Schreier war, ist und bleibt wohl auch der Evangelist schlechthin. Mit seinem strahlend hell-glänzenden Tenor erzählt er die Leidensgeschichte Jesu ungeheuer lebendig und packend, hat dabei auch mit den oft enormen Höhen der Partie keinerlei Probleme und dennoch genug Kraft in der Stimme, um auch einmal dramatisch zupacken zu können.

Der große Liedinterpret Dietrich Fischer-Dieskau singt einen äußerst berührenden und doch auch autoritären Jesus. Seine Stimme besitzt in dieser Aufnahme eine geradezu balsamische Wärme und kann in der tieferen Lage überraschenderweise, da Fischer-Dieskau ja eigentlich eher als höherer Bariton gelten darf, durchaus auf ein bassiges Fundament zurückgreifen.

Der große finnische Bass Matti Salminen übernimmt sowohl die kleineren Partien wie Pilatus oder Petrus als auch die Bass-Arien. Während er am Anfang noch etwas grob klingt, kommt er im Laufe der Aufnahme immer besser in Form und beeindruckt vor allem mit der für seine große Stimme erstaunlichen Beweglichkeit.

Karl Richter wählt durchwegs langsame Tempi und entlockt so der Musik enorme Kraft und Wirkung. Stellenweise geraten ihm die Choräle vielleicht etwas zu laut und voll im Klang, wie anders er es doch kann, zeigt er im Sterbechoral Jesu "Wenn ich einmal soll scheiden", welcher mit berückend-sphärischer Intensität vorgetragen wird.

Wer zu dieser Aufnahme greift, macht nichts falsch. Ganz im Gegenteil!
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am 1. November 2013
Bei dieser Aufnahme sind wahre Könner im Bach-Fach ihrer Zeit (70er Jahre) am Werk.
Aus heutiger Sicht ist das Dirigat Karl Richters sowie die opulente Besetzung von Chor und Orchester sicherlich schwer verdaulich. Wir wissen, dass Bach damals im besten Falle 22 Instrumentalisten und ein kleiner Chor zur Verfügung standen und schätzen den transparenten Chor- /Orchesterklang der Spezialistenensembles für eine historisierende Aufführungspraxis, der zweifellos dem Bach vorschwebenden Klangbild näher kommt.

Richter benötigt sage und schreibe 46 (!) Minuten länger für seine Matthäus-Passion als der allerdings übereifrige John Elliot Gardiner in seiner nur 10 Jahre später veröffentlichten Aufnahme. Größer könnten die Kontraste nicht sein als zwischen diesen beiden Dirigentenpolen. Das Optimum liegt für mich in der Mitte. Während Gardiner die Ausgestaltung der lyrischen Arien und kontemplativen Choräle mit entsprechender Ausdruckskraft durch sein gehetztes Tempo verhindert, schafft es Richter nicht, seinem großen Chor- und Orchesterapparat ein sforzato abzuringen. Die dramatischen Chorpassagen entfalten auf diese Weise deutlich weniger Wirkung.

Bspw. bei „Sind Blitze, sind Donner“ zucken und funken die Blitze des Monteverdi Choirs herrlich luftig am Himmel, während der Münchener Bachchor hier eher im Stile eines Wiegenliedes intoniert. Diese Schwerfälligkeit empfinde ich schon als unangenehm, phasenweise sogar einschläfernd.

Dafür ist das Sängerensemble über jeden Zweifel erhaben. Peter Schreier in seiner Paraderolle als Evangelist/Tenor mit hervorragender Textverständlichkeit und jederzeit seiner Rolle angemessener Nähe oder Distanz zum Geschehen, der ebenfalls legendäre Dietrich Fischer-Dieskau als Jesus – ein Genuss auf ganzer Linie! Matti Salminen beherrscht seinen Part sängerisch souverän und ausdrucksstark ebenso wie Edith Mathis und (noch mehr) Janet Baker, beide ausgezeichnete Besetzungen und Spitzenkräfte ihrer Zeit.

Gemeinsam mit der Karajan-Aufnahme aus dem Jahr 1973 stellt diese Platte eines der letzten musikalischen Statements zur Matthäus-Passion im Breitwandformat dar und ist somit auch aufführungs-/musikhistorisch ein wertvolles Dokument, das in keiner gut sortierten Plattensammlung fehlen sollte.
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am 26. Mai 2011
Lange Jahre habe ich eine Aufnahme der Matthäuspassion von Helmuth Rilling mit Thomas Quasthoff und Matthias Görne, insbesondere aber mit Christiane Oelze (Sopran) und Ingeborg Danz (Alt), erschienen bei Hänssler Classics, als meine persönliche Referenzaufnahme in Ehren gehalten. Bis mir mein Vater Karl Richters Einspielung von 1980 schenkte. In gemessenem Tempo zelebriert der kongeniale Bach-Interpret dieses Jahrtausendwerk, weniger auf Akkuratesse im gesanglichen Ausdruck wie Professor Rilling, denn auf den Ausdruck der Musik mit ihren bisweilen hoch emotionalen Momenten, bedacht. Höhepunkte sind für mich die Arien "Aus Liebe will mein Heiland sterben", gesungen von Edith Mathis, "Können Tränen meiner Wangen nichts erlangen" mit Janet Baker, und das zutiefst zu Herzen gehende Rezitativ "Nun ist der Herr zur Ruh gebracht" mit (fast) allen Solisten. Aber ich gestehe, dass für mich die uneingeschränkte Referenzaufnahme mittlerweile die in den Bavaria-Studios München-Geiselgasteig als Fernsehproduktion entstandene Einspielung der Passion vom Mai 1971 (als DVD erhältlich) mit Richter ist. Hier überstrahlen die überragende Julia Hamari mit ihrer Alt-Arie "Erbarme dich, mein Gott" und die Sopranistin Helen Donath alles und jeden.
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am 12. April 2002
Diese Einspielung kann wohl bis auf den heutigen Tag als Referenzaufnahme in puncto Interpretation angesehen werden. Obwohl sich seit der Zeit dieser Aufnahme im Bereich Tontechnik noch etliches getan hat, ist auch die Klangqualität alles andere als schlecht.
Richter stellt das persönliche Leiden unseren Herrn in den Vordergrund - ein ruhiges, langsames, nuancenreiches Klangbild verdeutlicht all das Leiden, und all die menschlichen Schwächen der Beteiligten. Der Dreh- und Angelpunkt der Passion, die Stelle, an der Christus stirbt, wird mit einer Würde und Trauer monolithisch in das Geschehen der Passion gestellt, wie ich es von keiner anderen Interpretation her kenne.
Der Zuhörer leidet förmlich mit - und wird nicht gestört durch unpassende und zu häufige Wechsel der Tempi, oder unnötig fahrige Orchesteraktionen. Die Solisten, allesamt Weltklasse, runden das Bild einer gelungenen Interpretation vollendend ab - ohne all zu pointierte und theatralische Vortragsweise.
Das Evangelium nach Matthäus ist die persönlichste, und gefühlsbetonteste Erzählungsvariante der Passion, nicht wie beispielsweise die Johannespassion mit ihren vielen Gerichtsszenen - Bach war sich dessen sicherlich bewusst, was sich in seiner Musik nieder geschlagen hat, und Richter übernimmt diese Stimmung, ohne das Werk durch Extravaganzen in der Interpretation zu verändern.
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am 25. Oktober 2002
Die hier vorliegende Aufnahme stellt für mich die beste Matthäus-Passionsaufnahme dar! Richter erzeugt hier in seiner späteren von zwei Aufnahmen ein Klangvolumen und eine Klangfarbe, die vor allem in den späteren Bach-Aufnahmen durch Einschränkungen beim Orchester oder bei Chormitgliedern nicht mehr erreicht wurde! Die Gesang-Partien sind allesamt brilliant besetzt, trotzdem ist für mich Matti Salminen in den Bass-Arien hervorzuheben! Vor allem sein "Mache dich, mein Herze rein" ist alleine den Kauf dieser CD-Box wert, zumal das Orchester von Richter hier wirklich begleitend und untermalend geleitet wird. In späteren Aufnahmen, vor allem in der hoch gelobten Harnoncourt-Aufnahme, stellt sich das Orchester eher blockierend und den schwärmerischen Ton des Sängers hemmend dar!
Zur Qualität der vorliegenden Cd-Box ist zu sagen, dass diese noch analog aufgenommen wurde, kurz vor Einführung der digitalen Aufnahme. Trotzdem steht die klangliche Ausgestaltung und Brillianz den digitalen Aufnahmen in Nichts nach!
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am 28. April 2013
Immer noch eine der besten Aufführungen der Matthäuspassion.
Insbesondere die Chöre und die einfühlsame Leitung des Ganzen heben diese Aufnahme von vielen späteren Aufnahmen ab..
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am 3. September 2002
Richters zweite Aufnahme der Matthäus-Passion, zwanzig Jahre nach der ersten Aufnahme zeigt den Dirigenten völlig unbeeindruckt von den neueren Strömungen in der Aufführungspraxis alter Musik. mitnach wie vor mit riesigem Chor und romatisch-breiten Pathos wird hier die Matthäus-Passion zelebriert. Die Chöre kann man heute nur mit Mühe hören, quasi als Beleg für eine bestimmte Phase der Bach-Interpretation.Die Musik ist für solche Menschenmassen nicht komponiert und dies wird deutlich, wenn man man Aufführungen mit kleinen Chören hört. Selbst Rilling hat in seiner zweiten Aufnahme wohl ein kleineres Chorensemble verwendet. Aber dann gibt es Teile der Richter'schen Aufnahme,die nach wie vor absolut anhörenswert sind. Der "Dialog" zwischen dem Evangelisten Peter Schreier umd dem " Jesus" Fischer-Dieskau gehört nach wie vor zum besten, was je aufgenommen wurde. Die Tiefe der Textausdeutung ist bewundernswert, stimmlich sind beide Protagonisten absolut präsent und Richter ermöglicht einen großen Raum für Dramatik und Trauer. Deswegen sollte man diese Aufnahme kennen, eine Referenzaufnahme für das gesamte Werk, wenn es denn eine solche gäbe, ist diese Aufnahme nicht.
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TOP 500 REZENSENTam 15. Februar 2003
Zu Beginn eine Frage an den Leser: Was ist entscheidend für das Gelingen einer Matthäus-Passion, die Solisten oder Chor und Orchester? Nach meiner Auffassung muss alles stimmen. Und deshalb kann ich dieser Aufnahme nur 2 Sterne geben:

An den Solisten liegt dies nicht. Vor allem Peter Schreier singt einen sensationellen Evangelisten. An ihm kam nicht umsonst 20 Jahre lang keine Aufnahme vorbei. So stilsicher, technisch perfekt und trotzdem emotionsgeladen (gerade im Vergleich zu vielen jüngeren Kollegen) hat man diese Partie vorher und später nie gehört.

Dietrich Fischer-Dieskau singt den Jesus ebenfalls glaubhaft und hervorragend, auch an der entzückenden Edith Mathis und dem gerade in den für viele Bässe unüberwindlichen Koloraturen sehr sicheren Matti Salminen ist nichts auszusetzen. Einzig bei Janet Baker stört die etwas dicke, im Klang sehr herbe Stimme, das starke Vibrato und eine auch für damalige Verhältnisse sehr statische Interpretation - kein Vergleich etwa zur überragenden Anne-Sophie von Otter bei Solti oder Gardiner.

Jetzt aber zum Negativen: So langsam, zäh und breiig habe ich das Stück selten gehört, selbst uralte Aufnahmen, etwa unter Furtwängler oder Richters erste Einspielung, haben mehr Leben als diese, sind nicht so statisch musiziert. Zudem ist der Chor zwar extrem groß und laut, aber auch unflexibel.

Allein der Eingangschor dauert doppelt so lange wie etwa bei Gardiner, zudem sind die einzelnen Stimmen nicht eindeutig von einander zu unterscheiden. Statt eines extrem dramatischen Stücks Musik hört man hier einen Brei, der nach Bruckner klingt, aber nicht nach Bach.

Wer sich also nicht auf historische Aufführungspraxis einlassen möchte, soll es als Alternative zu dieser Einspielung mal mit Solti versuchen.
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am 25. Februar 2013
Ausgezeichnete Aufnahme. Gute Klangqualität. Man ermüdet nicht beim Hören. Diese CD ist jederzeit empfehlenswert. Hier stimmen Preis und Leistung, Klasse.
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am 16. September 2014
es ist ein Genuss diese klassische CD zu hören,
man kann sich dabei so richtig entspannen,

mfg Anton PHILIPP (Eva)
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