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am 6. April 2004
Diese Aufnahme der Salome unter Herbert von Karajan zählt sicher zu den besten Aufnahmen der Oper im Studio. Den Dirigenten erleben wir auf der Höhe seines Könnens: an vielen Stellen glaubt man, die Musik zum ersten Mal zu hören, so interessant, so offenbarend, so kontrastreich, so durchleuchtend ist Karajans Stabführung. Im Unterschied zu anderen Karajan Aufnahmen ist die Auswahl der Solisten überaus glücklich. Da gibt es den exzellenten, stets mit sängerischen Mitteln agierenden Jochanaan von José van Dam. Da geben Agnes Baltsa und Karl Walter Böhm ein schauriges Königspaar. Da ist selbst die Rolle des Narraboth mit Wieslaw Ochman luxuriös besetzt. Allen voran aber gelingt Hildegard Behrens eine hervorragende Salome. Stimmlich ist sie so souverän wie nie, ihre Darstellung tritt aus dem Rahmen des üblichen: mal flüstert und wispert sie, mal schreit sie hysterisch auf und das nicht, wie in vielen ihrer anderen Aufnahmen, außerhalb ihrer stimmlichen Mittel. Ljuba Welitschs aufreizende Stimme, ihre girrenden Töne mögen bisweilen besser in die Rolle gepasst haben, doch Behrens tut gut daran, nicht zu kopieren. Sie ist faszinierend, portraitiert die Hysterie Salomes kontrastreich und mit Sinn für Details.
Eine wirklich empfehlenswerte Aufnahme dieses düsteren Werkes.
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TOP 500 REZENSENTam 21. Dezember 2013
Lange habe ich nach einer Salome wie dieser Ausschau gehalten. Karl Böhms hervorragende Aufnahmen von 1970 und 1972 waren klanglich nicht ganz überzeugend. Georg Soltis 1962er Salome kam mir wiederum klanglich (bzw. aufnahmetechnisch) ein wenig "überzüchtet" vor. Diese Mitschnitte sind zweifellos von großer künstlerischer Güte, doch ganz zufriedenstellen konnten sie mich nicht.

Mein letzter Versuch, eine passende Salome zu finden, endete schließlich bei Herbert von Karajan – und Volltreffer! Hier paßt wirklich alles. Den Hörer erwartet ein Orchester, die Wiener Philharmoniker, das der Partitur auch die kleinsten Geheimnisse zu entlocken versteht. Unter Karajan entfaltet sich das psychische Moment der Musik schier grenzenlos.

Die Sänger, allen voran Hildegard Behrens in der Titelrolle, sind ausnahmslos in Höchstform. Hier wird noch durchweg gesungen, aber auch gegiert, gelitten, man ist begeistert, entsetzt, aufgebracht und entrückt. Parallel zur orchestralen Bandbreite kennen auch die Stimmen dieser Aufnahme kaum Grenzen.

Als ich die Oper erstmals hörte, war ich gebannt von dem, was mir entgegenschlug. Und wenn ich jetzt an "Salome" denke, fällt zuerst der Name "Karajan". Seine Interpretation bietet alles, was man sich wünscht: Sie ist klanglich ausgereift, musikalisch ausgefeilt und gesanglich überragend.
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am 6. April 2006
Der Münchner Komponist Richard Strauss hatte schon als sehr junger Mann mit Orchesterstücken wie "Till Eulenspiegels lustige Streiche" oder "Tod und Verklärung", sowie durch seine überlegene Meisterschaft am Dirigentenpult von sich reden gemacht. Mit der Eroberung der Bühne tat sich das größte Talent des frühen 20. Jahrhunderts zunächst jedoch schwer. Seine ersten beiden Musikdramen "Guntram" und "Feuersnot" waren noch sehr stark von dem übermächtigen Richard Wagner beeinflußt und fanden, trotz ihrer unleugbaren Qualität, keinen großen Anklang beim Publikum.
Mit "Salome" wurde Strauss jedoch schlagartig weltberühmt, verehrt und heftig umstritten. Für sein drittes Bühnenwerk hatte er sich das gleichnamige Drama von Oscar Wilde als Vorlage genommen und dazu eine Musik geschrieben, die sich von sämtlichen althergebrachten Konventionen befreite und die man beinahe schon psychoanalytisch nennen muß. Sie zeichnet die Seelenzustände der Figuren nach, ist in ständiger Bewegung wie die menschlichen Emotionen und sprengt in extremen Momenten die Grenzen der Tonalität. Strauss ist hier den entscheidenden Schritt gegangen, zu dem Wagner 50 Jahre zuvor mit "Tristan und Isolde" den Weg geebnet hatte.
"Salome" erklang zum ersten Mal am 9. Dezember 1909 in der Dresdener Hofoper und löste neben einem Jubelsturm auch einen der größten Theaterskandale überhaupt aus. Nicht nur die Musik war revolutionär, auch die Art und Weise, wie Gestalten der Bibel hier dargestellt wurden, brachte die Hüter der Moral auf die Barrikaden. Vielen war die Provokation zu groß, beispielsweise weigerte sich die Wiener Hofoper lange Zeit, das Meisterwerk in den Spielplan aufzunehmen.
Noch weniger amüsiert waren die Salzburger Fürsterzbischöfe. Beharrlich wurde die Oper totgeschwiegen und bei den immer wichtiger werdenden Festspielen ignoriert. Erst 1929, nach nur zwei Proben und abseits des offiziellen Spielbetriebs, ging "Salome" zum ersten Mal in Salzburg über die Bühne. Am Pult stand das 21 - jährige lokale Wunderkind Herbert von Karajan, den diese Oper von nun an nie wieder loslassen sollte. 1977, nach immerhin wieder bald 50 Jahren, gab es in Salzburg eine neue "Salome" zu sehen, inszeniert von Karajan, der seine Interpretation ein Jahr später in dieser großartigen Aufnahme verewigte.
Karajan hatte schon lange einen Ruf als großer Strauss - Dirigent, seine Einspielungen des "Rosenkavalier" und der "Ariadne" sind legendär. In dieser relativ späten Aufnahme zeigt er sich nochmals als inspirierter und verständiger Strauss - Interpret. Dazu gibt es die hervorragenden Wiener Philharmoniker und ein ausgezeichnet besetztes Sängerensemble zu hören.
Trotz der Kürze der Oper (gerade mal 100 Minuten) gehört die Titelpartie zum Schwierigsten, was das dramatische Sopran - Repertoire zu bieten hat. Von der Sängerin wird nicht nur stimmliche Höchstleistung verlangt, eine gute Salome muß auch eine ganz spezielle Ausstrahlung besitzen, den Tanz der Sieben Schleier faszinerend darstellen (viele Sängerinnen lassen sich hier vertreten) und anschließend den gewaltigen Schlußgesang meistern. All die traf auf Hildegard Behrens, damals noch ziemlich am Anfang ihrer Karriere, zu. Ihre Salome schlägt den Hörer vom ersten Moment an in den Bann. Sie ist durch ihre Unschuld und ihre unbewußte Skrupellosigkeit beeindruckende Salome, die dazu mit größter Natürlichkeit agiert. Die enormen Ansprüche der Partei meistert sie beispielhaft, nicht einmal klingt ihre Stimme (wie später sehr oft) angestrengt oder gar überfordert. Auch ihren berüchtigten Sprachfehler hat sie unter Kontrolle ,so daß man ihre Leistung in dieser Aufnahme ungeteilt bewundern kann ("genießen" ist bei Salome das falsche Wort, denke ich).
Ihren Stiefvater Herodes singt Karl Walter Böhm, und das allein soll schon ein Lob sein: er singt! Herodes wurde schon von vielen Sängern durch Sprechgesang und exaltierte Deklamation zur Karikatur degradiert. Böhm macht diesen Fehler nicht, er bleibt immer in der Gesangslinie und so gelingt ihm ein glaubhaftes Charakterbild des geistig nicht eben gesunden Tetrarchen. Diesen Herodes muß man ernst nehmen, seine Gefährlichkeit wird deutlicher als in anderen mir bekannten Aufnahmen.
Ebenfalls sehr gelungen ist die Besetzung der Herodias mit der damals noch recht jungen Agnes Baltsa. Die Mutter der Salome ist die treibende Kraft hinter dem ganzen Geschehen und Baltsa gelingt es, rundum zu überzeugen. Ihre Herodias klingt nicht wie ein verbitterte alte Frau (oft wird sie als Vorstufe der Klytämnestra interpretiert) sondern nach einer mitten im Leben stehenden und brandgefährlichen Intrigantin. Ein kleines Manko ist, daß Agnes Baltsa ziemlich mit der Sprache zu kämpfen hat, aber insgesamt zeigt sie eine ausgezeichnete Leistung.
Der Prophet Jochanaan, Auslöser des ganzen Unheils, wird von einem weiteren Karajan - Lieblingssänger, José van Dam, wunderbar interpretiert. Seine Stimme, die sonst oft etwas blechern klingt, verströmt hier die Wärme und Sicherheit eines Propheten. Er ist der ruhende Pol in der allgemein vorherrschenden Hysterie, der Gesang aus der Tiefe der Zisterne heraus wirkt wie ein Gruß aus einer anderen Realitätsebene. Ein Jochanaan mit großer Klasse.
Luxuriös besetzt ist die relativ kleine Rolle des unglücklichen Hauptmanns Narraboth mit Wieslaw Ochmann, sowie der Page der Herodias mit Helja Angersvo. In Kurzauftritten gibt es Heinz Zednik, Gerhard Unger, Erich Kunz, Gerd Nienstedt und Kurt Rydl zu hören.
Insgesamt eine hochkarätig besetzte und von Karajan mit Begeisterung und Souveränität geleitete Aufnahme und ein schönes Dokument einer großartigen Inszenierung.
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am 14. Januar 2008
Karajan hat die Sinnlichkeit der "Salome" offenbar sehr gelegen; das Stück kommt seinem im allgemeinen sehr auf den Einzel-Klang bedachten Dirigieren auf eine verblüffende Weise entgegen; zusammen mit dem trotzdem vorhandenen Drive ergibt das die richtige atmosphärische Mischung. Was Frau Behrens betrifft, so ist es wahrscheinlich ihre einzige stimmlich uneingeschränkt empfehlenswerte Aufnahme; die richtige Rolle zur richtigen Zeit. Die Figuren sind durchweg sehr menschlich gezeichnet; auch dies keine Selbstverständlichkeit bei dem zur Überzeichnung sich anbietenden Werk. Ich ziehe, als Gesamteindruck, einzig die Sinopoli-Einspielung vor.
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am 22. Juli 2012
Egal ob man die Musik von Richard Strauss mag oder nicht, diese Aufnahme muss man als Opernfreund einfach kennen. Diese Einspielung der Salome ist eine der besten Opernaufnahmen, die auf dem Markt erhältlich sind. Ich kann diese Produktion einfach nicht genug loben, sie ist eine meiner liebsten im Plattenschrank. Es ist einfach unbeschreiblich wie grandios Hildegard Behrens die Salome gibt. Mit dieser Rolle und mit diesem Dirigenten begann Hildegard Behrens ihre Weltkarriere. Und wenn man diese Aufnahme hört, dann weiß man auch warum. Diese Salome ist fantastisch, faszinierend und sensationell. Ein Beispiel die Stimmfärbung, wenn sie singt: " Wie schwarz es da drunten ist! Es muss schrecklich sein in so einer schwarzen Höhle zu leben. Es ist wie eine Gruft!" Der tiefe Ton und dann sofort die Stimme in höchste Höhen geschraubt. Einmalig!
Die übrige Besetzung ist ebenso großartig. Bis in kleinste Rollen wie Soldaten oder Juden hervorragend besetzt. Agnes Baltsa als Herodias ist ebenso ein Genuss. Glasklare Höhen und Attacken. Fantastisch. Karl-Walter Böhm als Herodes verleiht der Partie genau die richtige Stimme. Genauso wie José van Dam als Jochanaan.
Über die musikalische Umsetzung durch die Wiener Philharmoniker unter Herbert von Karajan kann man nichts anderes sagen als phänomenal!
Diese Aufnahme verdient mehr als 5 Sterne. Sie ist eine erstklassige und unwiederbringliche Erinnerung an die großartige Hildegard Behrens. Sie hält die Erinnerung an die Künstlerin am Leben.
Ich bin stolz und glücklich Hildegard Behrens als Elektra und Kundry live erlebt zu haben.
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am 6. November 2009
Die Aufnahme ist großartig: getragen von guten Solistinnen und Solisten sicher eine der Sternstunden der Musik und unter den Einspielungen durch Herbert von Karajan mit Musik von R. Strauss das größte, was ich kenne. Die Musik ist ohnehin sehr mein Fall. Strauss hat hier die Gegensätze von Angst, Gleichgültigkeit, Neid, Mißgunst, Lust, Liebe und Heiligkeit genial in Musik gesetzt. Jose van Damm als Jochanan ist in seiner Stimmgewalt und seiner Klarheit einfach Großartig. Hildegard Behrens nimmt mühelos die Höhen der Partie und verzaubert durch ihre Selbstverständlichkeit im Wechsel zwischen Anbiederung, Anmache und Verachtung sowie Verzückung im Finale. Böhm und Ochmann als Herodes und als Hauptmann der Leibwache überzeugen ebenfalls. Die ganze Aufnahme glänzt durch hervorragende Verständlichkeit des Textes. Die Szene mit den Nazaränern und Priestern besticht durch klare Modulation und die aufeinanderprallenden Gegesätze von Harmonie und Sanftheit und die schrillen Töne. Sehr zu empfehlen! Ich habe die Aufnahme bereits mehrfach gekauft und auch verschenkt.Salome (Gesamtaufnahme)
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am 25. Juli 2007
Hildegard Behrens ist eine der besten Salomes, die je zu hören waren. Neben ihr der souveräne José van Dam als düsterer Jochanaan und der heldische Narraboth von Wieslav Ochman. Agnes Baltsa und Karl Walter Böhm singen ihre Partien, das ist ganz was anderes als der übliche Sprechgesang. Karajan ist in dieser späten Aufnahme noch einmal voll in seinem Element. Glanzvoll die Nebenrollen
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