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am 24. September 2000
Es gibt viele "Don Giovanni" Aufnahmen: Gute und Unnötige! Dieser Querschnitt in deutscher Sprache zählt zu den Kleinodien und Kostbarkeiten einer Diskographie! Schade, daß daraus keine Gesamtaufnahme entstanden ist. Die Besetzung ist jedenfalls exellent: Elisabeth Grümmer ist eine wunderbar glutvolle und souveräne Donna Anna. Sie projeziert leuchtende Töne und grandiose Phrasen in dieser heiklen Partie! Erika Köth ist eine neckische Zerlina mit einer fein schimmernden Stimme, Karl Kohn brilliert als stimmschöner Leporello mit viel Verve und H.Hillebrecht fügt sich mit ihrer schönen Stimme in das Ensemble ein. Fritz Wunderlich isr ein Glücksgriff als Ottavio: Eine edle Tenorstimme mit Charme und Schmelz! Die Wiederholung von "Nur ihrem Frieden" ist ein einziger klangmagischer Moment. Wundervoll und atemberaubend auch das Duett Anna/Ottavio mit E.Grümmer. Hermann Prey als Giovanni ist stimmlich markant und sicher, läßt aber etwas die dämonische Schärfe und Sonorität vermissen. Die deutsche Sprache mag Puristen deplaziert erscheinen, ist aber kein Manko in dieser Aufnahme, da die Solisten mit ihren Rollenportraits gänzlich überzeugen und die deutsche Sprache wunderbar musikalisch ausformen! Wehmuthstropfen: Mit einem autoritäreren Dirigenten hätte aus diesem Querschnitt eine gelungene Gesamtaufnahme entstehen können! Bedauerlich ist ebenfalls, daß leider nur wenige Arien auf diesem Querschnitt Platz gefunden haben und die Arien der Anna,Elvira,Zerlina und Masetto nicht zu hören sind, obwohl diese sicherlich überragend gesungen worden wären.
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am 30. November 2009
Lange Zeit schien es, als wäre dieser Querschnitt das einzige Zeugnis, das Hermann Prey und Fritz Wunderlich als Don Giovanni und Don Ottavio vereint. Glücklicherweise tauchte vor Kurzem im Archiv der Kölner Oper eine Gesamtaufnahme auf, wie dieser Querschnitt in deutscher Sprache (das war damals halt so, damit muß man eben leben) und mit fast identischer Besetzung.
Damit hat diese kleine Kostbarkeit lediglich noch Kuriositätenwert, allerdings ist es auch recht interessant, die verschiedenen Übersetzungen zu vergleichen (hier singt Prey noch "Reich mir die Hand, MEIN Leben", während es in der Kölner Aufnahme "Reich mir die Hand FÜRS Leben" heißt). Klangtechnisch hat dieser in der Berliner Grunewaldkirche aufgenommene Querschnitt auch die Nase vorn, da Live-Aufnahmen damals (logischerweise) noch auf niedrigerem technischen Standard waren, als es heute der Fall ist.

Zur Besetzung:
Viele werfen Hermann Prey vor, er sei ein zu leichtfüßiger, zu wenig dämonischer Giovanni, aber gerade das gefällt mir an seiner Interpretation. Sein Giovanni ist keine kellertiefe Urgewalt, sondern ein dem Leben und den Frauen unbekümmert gegenüberstehender Taugenichts, der sich über die Folgen seines Tuns keinerlei Gedanken macht. Mal ein anderer Ansatz. Wunderlichs Ottavio ist natürlich über jeden Zweifel erhaben, ebenso Grümmers Anna und Köths Zerlina. Hillebrechts Elvira gefällt mir nicht so, aber das ist Geschmackssache. Die Nebenrollen sind souverän, wenn auch etwas unauffällig ausgefallen, Zanotellis schnörkelloses Dirigat ebenso zweckmäßig wie stimmig.

Schön, daß EMI dem Opernfreund diese Aufnahme schon vor einiger Zeit wieder zugänglich gemacht hat, wenn die Präsentation auch etwas lieblos ausgefallen ist. Hier hat man einfach die LP-Aufnahme 1:1 übernommen, ohne darauf zu achten, daß man damals die einzelnen Nummern in völlig falscher Reihenfolge veröffentlicht hat (so findet sich die Kanzonette aus dem 2. Aufzug mitten zwischen ebenfalls durcheinandergewürfelten Stücken des 1. Aufzugs). Das hätte man für die CD durchaus korrigieren können, und auch eine kleine "Aufstockung" (wie später bei der Neu-VÖ des "Eugen Onegin"/"Pique Dame"-Querschnitts mit Prey/Wunderlich oder der "Lustigen Weiber von Windsor"-Auswahl) wäre schön gewesen, immerhin liegen im EMI-Archiv noch die zweite Ottavio-Arie von Wunderlich (auf anderen CDs schon veröffentlicht) und die beiden Zerlina-Arien von Erika Köth (sowohl auf deutsch als auch auf italienisch, bisher erschien nur die erste in der italienischen Fassung auf einer [mittlerweile vergriffenen] Porträt-CD).

Fazit:
Eine schöne Zusammenstellung, die gerade Neulinge zum Reinschnuppern einlädt und vielleicht zum Kauf der Gesamtaufnahme anregt. Klangtechnisch solide, von der Präsentation leider etwas lieblos ausgefallen.
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