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34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Ensembleleistung, 24. September 2000
Rezension bezieht sich auf: Mozart: Don Giovanni (Großer Querschnitt) [deutsch] (Audio CD)
Es gibt viele "Don Giovanni" Aufnahmen: Gute und Unnötige! Dieser Querschnitt in deutscher Sprache zählt zu den Kleinodien und Kostbarkeiten einer Diskographie! Schade, daß daraus keine Gesamtaufnahme entstanden ist. Die Besetzung ist jedenfalls exellent: Elisabeth Grümmer ist eine wunderbar glutvolle und souveräne Donna Anna. Sie projeziert leuchtende Töne und grandiose Phrasen in dieser heiklen Partie! Erika Köth ist eine neckische Zerlina mit einer fein schimmernden Stimme, Karl Kohn brilliert als stimmschöner Leporello mit viel Verve und H.Hillebrecht fügt sich mit ihrer schönen Stimme in das Ensemble ein. Fritz Wunderlich isr ein Glücksgriff als Ottavio: Eine edle Tenorstimme mit Charme und Schmelz! Die Wiederholung von "Nur ihrem Frieden" ist ein einziger klangmagischer Moment. Wundervoll und atemberaubend auch das Duett Anna/Ottavio mit E.Grümmer. Hermann Prey als Giovanni ist stimmlich markant und sicher, läßt aber etwas die dämonische Schärfe und Sonorität vermissen. Die deutsche Sprache mag Puristen deplaziert erscheinen, ist aber kein Manko in dieser Aufnahme, da die Solisten mit ihren Rollenportraits gänzlich überzeugen und die deutsche Sprache wunderbar musikalisch ausformen! Wehmuthstropfen: Mit einem autoritäreren Dirigenten hätte aus diesem Querschnitt eine gelungene Gesamtaufnahme entstehen können! Bedauerlich ist ebenfalls, daß leider nur wenige Arien auf diesem Querschnitt Platz gefunden haben und die Arien der Anna,Elvira,Zerlina und Masetto nicht zu hören sind, obwohl diese sicherlich überragend gesungen worden wären.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Abzüge für die Präsentation..., 30. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Mozart: Don Giovanni (Großer Querschnitt) [deutsch] (Audio CD)
Lange Zeit schien es, als wäre dieser Querschnitt das einzige Zeugnis, das Hermann Prey und Fritz Wunderlich als Don Giovanni und Don Ottavio vereint. Glücklicherweise tauchte vor Kurzem im Archiv der Kölner Oper eine Gesamtaufnahme auf, wie dieser Querschnitt in deutscher Sprache (das war damals halt so, damit muß man eben leben) und mit fast identischer Besetzung.
Damit hat diese kleine Kostbarkeit lediglich noch Kuriositätenwert, allerdings ist es auch recht interessant, die verschiedenen Übersetzungen zu vergleichen (hier singt Prey noch "Reich mir die Hand, MEIN Leben", während es in der Kölner Aufnahme "Reich mir die Hand FÜRS Leben" heißt). Klangtechnisch hat dieser in der Berliner Grunewaldkirche aufgenommene Querschnitt auch die Nase vorn, da Live-Aufnahmen damals (logischerweise) noch auf niedrigerem technischen Standard waren, als es heute der Fall ist.

Zur Besetzung:
Viele werfen Hermann Prey vor, er sei ein zu leichtfüßiger, zu wenig dämonischer Giovanni, aber gerade das gefällt mir an seiner Interpretation. Sein Giovanni ist keine kellertiefe Urgewalt, sondern ein dem Leben und den Frauen unbekümmert gegenüberstehender Taugenichts, der sich über die Folgen seines Tuns keinerlei Gedanken macht. Mal ein anderer Ansatz. Wunderlichs Ottavio ist natürlich über jeden Zweifel erhaben, ebenso Grümmers Anna und Köths Zerlina. Hillebrechts Elvira gefällt mir nicht so, aber das ist Geschmackssache. Die Nebenrollen sind souverän, wenn auch etwas unauffällig ausgefallen, Zanotellis schnörkelloses Dirigat ebenso zweckmäßig wie stimmig.

Schön, daß EMI dem Opernfreund diese Aufnahme schon vor einiger Zeit wieder zugänglich gemacht hat, wenn die Präsentation auch etwas lieblos ausgefallen ist. Hier hat man einfach die LP-Aufnahme 1:1 übernommen, ohne darauf zu achten, daß man damals die einzelnen Nummern in völlig falscher Reihenfolge veröffentlicht hat (so findet sich die Kanzonette aus dem 2. Aufzug mitten zwischen ebenfalls durcheinandergewürfelten Stücken des 1. Aufzugs). Das hätte man für die CD durchaus korrigieren können, und auch eine kleine "Aufstockung" (wie später bei der Neu-VÖ des "Eugen Onegin"/"Pique Dame"-Querschnitts mit Prey/Wunderlich oder der "Lustigen Weiber von Windsor"-Auswahl) wäre schön gewesen, immerhin liegen im EMI-Archiv noch die zweite Ottavio-Arie von Wunderlich (auf anderen CDs schon veröffentlicht) und die beiden Zerlina-Arien von Erika Köth (sowohl auf deutsch als auch auf italienisch, bisher erschien nur die erste in der italienischen Fassung auf einer [mittlerweile vergriffenen] Porträt-CD).

Fazit:
Eine schöne Zusammenstellung, die gerade Neulinge zum Reinschnuppern einlädt und vielleicht zum Kauf der Gesamtaufnahme anregt. Klangtechnisch solide, von der Präsentation leider etwas lieblos ausgefallen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen laien rezension-dramma giocoso - pralles opervergnügenn, 16. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
verschreckt, von Vorwarnungen über die altersbedingten Einschränkungen gerade bei dieser Aufnahme hatte ich mich bisher an diese bisher nicht herangetraut.
Jetzt habe ich mir sie aber doch bestellt.
PS.Die CD-Hülle von line ist, zugegebenermaßen völlig gegensätzlich zu den bisherigen Erfahrungen mit den bisherigen CD -Hüllen dieser Firma, ein absolutes Disaster.
Aber dies nur nebenbei.
Die Aufnahme ist überwältigend.
Die Aufnahme aus dem Jahr 1942 lässt sich auf jeden Fall mit den Salzburger Aufnahmen aus den Anfang 50-iger Jahren vergleichen, die ich auf gar keinen Fall missen möchte. Nach meiner Hörerfahrung kann man diese Aufnahme durchaus genussvoll durchhören!

Irritierend, und sei es auch nur für mich, oder meine Hörgewohnheiten, mag die Besetzung der männlichen Hauptrollen,natürlich bis auf den Don Ottavio, vor allem mit Bässen, aber was für welchen!, sein.

Wenn ich aber höre, wie das Publikum aus dem Jahre 1942 hingerissen dem Bühnengeschehen folgt, dann kann man m.E. nur neidisch werden über die damaligen Erfahrungen.
Hier ist der Don Giovanni das versprochene dramma giocoso, ein wirklich pralles Opernvergnügen,das man einfach nicht verpassen sollte, auch wenn es doch schon 70 jahre her ist.

Mein Resumee zu dieser vielbesprochenen/ verschrieenen Aufnahme, Leute traut Euch heran, es lohnt sich wirklich!
PS: natürlich völlig subjektiv!!!!
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5.0 von 5 Sternen CD, 28. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Don Giovanni (Audio CD)
D i s e b e w e r t u n g au c h f u e r diese C D
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5.0 von 5 Sternen Meisterleistung trotz "bescheidenen" Klangs, 8. Oktober 2012
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Don Giovanni. Dramatische Oper in 2 Akten. Gesamtaufnahme in italienischer Sprache. Libretto: Lorenzo da Ponte. Ausführende: Ezio Pinza (Bass, Don Giovanni); Rose Bampton (Sopran, Donna Anna); Charles Kullman (Tenor, Don Ottavio); Norman Cordon (Bass, Il Commendatore); Jarmila Novotna (Sopran, Donna Elvira); Alexander Kipnis (Bass, Leporello); Mack Harrell (Bass, Masetto); Bidù Sayao (Sopran, Zerlina); Chor und Orchester der Metropolitan Opera, New York, Ltg. Bruno Walter. Live aufgenommen am 7. März 1942 in New York. Diese Ausgabe erschien 2003 auf 2 CDs bei AfHO/Line Music GmbH (Cantus Classics) unter der Katalognummer 5.00377. Gesamtspieldauer wird nicht angegeben, beträgt jedoch etwa 137 Minuten.

Die Herausgeber dieser Edition verraten keinerlei Informationen über ihre Quellen für diese Gesamtaufnahme, die schon mal bei Naxos Historical erschienen ist, dort allerdings auf drei CDs einschließlich des Rundfunkkommentars, der hier wohlweislich weggeschnitten wurde.

Die Tonqualität ist, gelinde gesagt, bescheiden: Von Übersteuerungen abgesehen, gibt es gelegentliches Rillenrauschen, diverse Klicklaute, ein paar Aussetzer für Sekundenbruchteile sowie alle Nachteile einer Live-Aufnahme: Bühnengeräusche, Sichentfernen der Sänger von den Mikros, hustendes, jede Arie beklatschendes, oft zwischendurch kicherndes Publikum. Aber um des Klangs willen kauft niemand eine Live-Aufnahme aus dem Jahr 1942, und in jeder anderen Hinsicht handelt es sich hier um eine Meisterleistung, eine absolute Sternstunde der Klassik! Das sage ich auch im Bewusstsein, dass man 1942 noch nichts von "historischer Aufführungspraxis" wusste. Bruno Walter ging es hier offensichtlich darum, "Don Giovanni" wirklich als "dramatische Oper" aufzuführen, da waren ihm alle Mittel Recht, so zum Beispiel halsbrecherische Tempi bei den Rezitativen und der Einsatz von Pauken, um die Ouvertüre, den Schluss und einige andere Stellen zu unterstreichen. Da Walter jedoch ein Orchester und eine sängerische Besetzung zur Seite standen, die dem ganz und gar gewachsen war, kam eine Produktion dabei heraus, die wohl ihresgleichen sucht.

Ezio Pinza hatte sich schon längst als Don Giovanni profiliert (er veröffentlichte bereits 1928 einige Arien auf Schallplatte) und übertrifft hier alles, was ich bisher von ihm gehört habe: Das ist einfach brillant. Vor allem in der Zwiesprache mit Leporello zeigt sich der Vorteil, Italiener zu sein: Wer sonst könnte diese Dialoge mit dieser machinengewehrartigen Geschwindigkeit führen? Leporello, gespielt von niemandem Geringerem als Alexander Kipnis, ist ein kongenialer Partner. Kipnis, den ich sonst von Wagner her kannte, zeigt hier, dass er eine Buffo-Rolle ebenso perfekt beherrscht; seine Späße sind der Hauptgrund, weshalb die Zuschauer laut auflachen. Im Vergleich zu Kipnis erscheint sogar Salvatore Baccaloni in der 1936er Glyndebourne-Einspielung recht blass. Für mich ist und bleibt Kipnis hier die Sonne unter den leuchtenden Sternen!

Vor allem die weiblichen Rollen hier lassen aufhorchen. Sowohl Rose Bampton als auch Jarmila Novotna erfüllen alle Erwartungen: Donna Anna ist, je nachdem, entsetzt, traurig, verliebt oder zornig; Donna Elvira ist wirklich eine enttäuschte, zu tiefen Gefühlen fähige Frau. Aber Bidù Sayao ist hier erst recht ein Erfolg: So süß-charmant wie ihre Zerlina ist noch keine gewesen, sie lässt, leider muss ich es sagen, die ansonsten hoch gelobte Audrey Mildmay in Glyndebourne einfach alt aussehen.

Die weiteren männlichen Rollen sind ebenfalls hervorragend besetzt. Charles Kullman ist ein schwankender, leicht selbstverliebter Don Ottavio; Norman Cordon beeindruckt mit seiner kräftigen Bass-Stimme nicht nur als sterbender Komtur, sondern auch als mächtige, aus dem Jenseits rufende Statue; und Mack Harrell ergänzt als Masetto den Humor Leporellos.

Das Orchester spielt mit enormem Gusto und großer Selbstsicherheit, sicherlich weil Bruno Walter es so vorgibt. Auch nach siebzig Jahren kann man sich diesen bemerkenswerten Samstagnachmittag mit großem Genuss zu Gemüte führen!
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5.0 von 5 Sternen Mozart - Pinza - was sonst, 7. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Don Giovanni (Audio CD)
Es gibt nicht viel zusagen, hervorragend,
mit Ezio Pinza steht der beste Don Giovanni der Operngeschichte auf der Bühne des Live-Mitschnitts, aufnahmetechnisch gut, restliche Besetzung auf sehr gut.
Noch besser Don Giovanni Live 1937 Salzburger Festspiele mit Ezio Pinza und Bruno Walter am Dirigentpult, diese AUfnahme ist das Mass der Dinge bei Don Giovanni .
PS: Bin ein Ezio Pinza Fan
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5.0 von 5 Sternen Wenzel und Mozart? Ja wie geht denn das?, 27. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Don Giovanni (Audio CD)
Hans-Eckardt Wenzel und Mozart? Ja wie geht denn das?

Lassen wir Wenzel zu Wort kommen, der erklärt das nämlich so:

"Was Don Giovanni und Leporello wirklich dachten aber nie sagten oder sangen...
Ein Sing und Sprechspiel aus dem Untergrund der menschlichen Seele...frei nach einer Mozartoper mit imitierten Stimmen und einem absurden Orchester und einem Erzähler, der alles weiß"

Vor einigen Jahren hatte Wenzel die Idee, den verstaubten Pathos der Mozart'schen Oper mal so richtig durchzupusten.

Herausgekommen ist dieses Hörbuch mit Musik, das uns eine ganz neue Facette vom Allround-Künstler Wenzel zeigt, der ja immer für eine Überraschung gut ist.

Und damit Sie den Vergleich haben.....gibt es Auszüge aus der Original Oper.

Viel Vergnügen
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