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am 14. September 2003
Joni Mitchell hatte Anfang der 70er einige kleinere Hits, am bekanntesten wurde wohl das Crosby, Stills, Nash & Young -Cover ihres Songs "Woodstock". Ohrwürmer waren aber wohl das letzte, was sie mit ihrem 76er-Album "Hejira" im Sinn hatte.
Neun spärlich instrumentierte Songperlen warten darauf, entdeckt zu werden. Und machen es dem Hörer dabei gar nicht leicht: Zu eigenwillig sind Mitchells Melodiebögen, um schon beim ersten Mal durchschaut zu werden. Im Verein mit den tollen Texten und den sphärischen Gitarrenklängen kommt dabei eine Stimmung auf, die dieses Album einzigartig macht. "Coyote", "Amelia" und "Hejira" sind dafür die schönsten Beispiele. Als besonderes Extra ist die Mitwirkung von Jaco Pastorius am Bass hervorzuheben. Dieser Ausnahmebassist verleiht etwa der Hälfte der Songs mit seinem außergewöhnlichen Spiel einen unnachahmlichen Zauber (z.B. "Refuge of the Roads"). Weniger originell, aber ebenfalls gut sind die bluesigeren Stücke auf dem Album, eine schwache Nummer sucht man jedenfalls vergeblich.
Wem kann man "Hejira" also empfehlen? Wer auf eingängige und leicht mitsingbare Melodien Wert legt, wird mit "Hejira" sicher keine Freude haben. Wer aber offen für Ungewöhnliches ist und ein wirklich außergewöhnliches Album kennenlernen will, das sich erst nach mehrmaligem Hören erschließt, sollte hier unbedingt zugreifen.
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am 8. Juli 2002
In einem von Männern gesteuerten Business wie der Musikindustrie sind starke Frauen, die ihre Karrieren selber steuern, immer noch ein Fremdkörper - in den Siebzigern noch mehr als heute. So kommt es, dass Amerika als zweiten Gott Bob Dylan bestimmt hat und nicht Joni Mitchell, auch wenn sie einen ähnlich großen Einfluss hatte. Das ist vor allem bei "Hejira" zu hören, einem Geniestreich, den ich ohne zu zögern als eine der besten Platte des letzten Jahrtausend benennen würde.
Den versponnenen Folk der frühen Siebziger hat sie endgültig hinter sich gelassen, statt dessen dominieren freie, fast jazzige Strukturen. Die Stücke sind brüchiger, atmosphärischer, und dehnen sich zum Teil auf über fünf Minuten, um für die faszinierenden Geschichten Platz zu schaffen. Selten waren Songtexte so literarisch, so treffend, so anrührend und gleichzeitig messerscharf wie auf diesem Album; Geschichten von Sehnsucht, Freiheit, Liebe und Schmerz.
Die neue Reife ist auch ihrem Timbre anzuhören: tiefer, gebrochener - unruhiger, zwischen Sprechen und Singen wechselnd.
Die Arrangements sind kunstvoll und verzwickt - getragen vom charakteristischen perkussiven Gitarrenspiel der Künstlerin und dem Basspiel von Jaco Pastorius als Kontrapunkt. Die Musik ist insgesamt weniger zugänglich, hat mehr Ecken und schroffe Kanten, und wirkt um so nachhaltiger.

Dies ist einer der seltenen Momente, wo sich das Talent eines Künstlers wie durch ein Brennglas bündelt, bei dem jede einzelne Note ihren Platz findet, um ein Album auf allerhöchstem Niveau zu schaffen.
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am 5. September 2009
Es gibt Alben, die ein unverwechselbares Feeling erzeugen. Joni Mitchells HEJIRA (1976) zählt zu den raren Gesamtkunstwerken in der Popmusik, jenen Alben, wo alles passt - von den Texten bis zum Artwork. Das wohl melancholischste Album Mitchells gibt in seinen neun karg instrumentierten, äußerst introvertierten Songs exakt jene Stimmung wieder, zu der das Cover auf der Vorderseite anregt: die endlose Weite eines einsamen Highways, die winterliche Kälte eines verschneiten Feldes. Der Albumtitel - "Hidschra" nach der historischen Flucht des Propheten Mohammed von Mekka nach Medina 622 n.Chr. - steht für Rückzug, innere Einkehr, Sinnsuche.

HEJIRA ist eine Art musikalisches Roadmovie, entstanden während Mitchells längere Fahrt quer durch die Staaten, von Maine an der Ostküste zurück nach Kalifornien. Joni Mitchell erzählt vom Absteigen in Motels und flüchtigen Bekanntschaften ("Coyote", "Blue Motel Room", "Furry Sings The Blues", "A Strange Boy"), sinniert über Seelenverwandte wie die tragisch verunglückte Pilotin Amelia Earhart ("Amelia"), philosophiert über den inneren Zwiespalt zwischen Freiheitsdrang und Verwurzelung ("Song For Sharon", "Refuge Of The Roads") bis hin zur beinahe narzisstischen Selbstsuche ("Hejira"). Und irgendwie fängt HEJIRA wohl auch den Geist der ausklingenden Flower-Power-Ära ein, just als mit dem Punk die Desillusionierung in der Popmusik Einzug hielt. Mit dem verspielten Folk von Joni Mitchells frühen Alben hat das spartanisch instrumentierte HEJIRA nur wenig zu tun.

Denn HEJIRA klingt existentialistisch, bisweilen depressiv. "There's comfort in melancholy, when there's no need to explain" ("Hejira"). "Refuge Of The Roads" atmet kosmische Leere, der Titelsong beschreibt die Flucht in die Einsamkeit: "In our possess of coupling so much could not be expressed". Neben dem Drang nach persönlicher Freiheit aber ist es die Selbstsucht, die die Hingabe erschwert, das Liebesverlangen aber nicht mildert und zu Enttäuschungen führt ("Amelia"). Affären bleibt aber wenig Erfolg beschieden, trennen die Liebenden doch Welten voneinander ("Coyote"). Obwohl das Glücksversprechen der Liebesheirat nicht eingelöst werden kann, bleibt die bittere Sehnsucht danach ("Song For Sharon").

Musikalisch besticht neben Mitchells charakteristischem Gitarrenspiel natürlich der legendäre Fusion-Bassist Jaco Pastorius: Mit seinem unnachahmlichem Stil auf dem Fretlessbass sorgt er auf "Coyote", "Hejira", "Black Crow" und "Refuge Of The Roads" für die melodische Grundierung. Unter den elf Sessionmusikern befand sich neben Joni Mitchells angestammtem Leadgitarristen Larry Carlton auch Neil Young, der seine Harmonica für "Furry Sings The Blues" beisteuerte. Auffällig ist die für Joni Mitchells Verhältnisse ungewöhnliche Länge der meisten Tracks, die - wie bei "Song For Sharon" - schon mal die achteinhalb-Minuten-Marke erreicht.

In Joni Mitchells musikalischer Entwicklung war HEJIRA nach THE HISSING OF SUMMER LAWNS das zweite von insgesamt vier hintereinander folgenden jazzorientierten Alben. Die Mischung aus intelligenten Texten (wie immer) und außergewöhnlicher Musik aber macht aus HEJIRA eines von Joni Mitchells besten Werken, in einer Linie mit BLUE oder COURT AND SPARK.
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Dieses Album von 1976 ist definitiv einer der großen Klassiker unter den vielen Alben Mitchells. Nicht nur wegen des zum Klassiker gereiften "Coyote" (das Mitchell u.a. auf dem Abschiedskonzert von "The Band" präsentierte), sondern ausnahmslos wg. aller Stücke darauf. Der Sound ist perfekt, kühl, sehr elegant und erhaben, dabei keineswegs überfrachtet, sondern mit schlichten Mitteln wohlgesetzt. Im Unterschied zu den beiden anderen Alben aus dieser Zeit ("The Hissing of Summer Lawns" und "Don Juan's Reckless Daughter") unternimmt Mitchell hier keine Soundexperimente, sondern unterlegt ihre elegisch-poetischen Sprechgesänge mit einem sanften halbakustischen Sound, der bei aller Schlichtheit sehr großes Können (vor allem des Bassisten!) erkennen läßt.
Es ist ein weitestgehend ruhiges Album, das aber dennoch Dynamik verströmt. Meine persönlichen Favoriten sind "Coyote" und "Black Crow", die Mitchell nicht nur kompositorisch, sondern auch stimmlich in Hochform zeigen.
Wer Mitchells experimentellere Phasen mag, wird "Hejiras" ruhige Eleganz evtl. uninteressant finden, wer mit Mitchells assoziativen, literarischen Texten nichts anfangen kann, ebenfalls nicht so sehr. Wer jedoch ein anspruchsvolles, elegantes Songwriting zu schätzen weiß, bei dem auch der kleinste Ton von unaufdringlichen absoluten Könnern ihres Faches kommt, kann mit Hejira nur richtig liegen. Der Sound ist im Übrigen schon auf der LP cd-reif gewesen.
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am 4. Dezember 2008
ich bin über einen weiten weg zu diesem album gekommen. ein artikel
in der süddeutschen zeitung über den bassisten jaco pastorius und seine
bassgitarre brachte mich zu joni mitchell. um es kurz zu machen. dieses album ist einfach der hammer. ich kann es 100 mal hören und es kommt keine langeweile auf. wenn ich die heutigen radiosender so durchhöre
kommt mir das kotzen.
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am 10. Dezember 2006
Was soll man zu dieser Platte noch sagen? Das rastlose Unterwegs-sein, in Wüsten, auf Highways ("Amelia", "Coyote"), der als quälend und existenziell zugleich erlebte, unstillbare Hunger nach Liebeserlebnissen und Begegnungen ("Hejira, "Black Crow"), die Verletzlichkeit, die enttäuschten Hoffnungen einer Mittdreissigerin auf Erlösung, aber auch das Aufbegehren gegen konventionelle Lebensentwürfe ("Song for Sharon"), der Trotz und Stolz und die Feier des autonomen Individuums sind die Themen dieses epochalen Meisterwerks. Mitchells Schaffen hat viele Facetten und Töne. 1976 gestattet sie sich (uns uns) keine Süsse, keine Wärme, keine glühende Innerlichkeit, keine versponnen Orchestrationen. Ein scharfer Wind weht durch die Arrangements, alles ist transparent und überbelichtet. Spärliche, treibende Percussion, ein singender, virtuoser Bass und mal flirrende, mal perkussive Gitarren prägen den unvergleichlichen Sound dieses Albums. Die Songstrukturen sind dem Pop verhaftet, die Harmonien und die interpretatorische Haltungen sind hingegen jazzig, manchmal sperrig, mitunter aggressiv. Das Werk ist also nicht leicht zugänglich, fast abweisend. Ich habe es mir 1997 gekauft, und es mussten Jahre vergehen, damit es eines meiner Lieblingsalben wurde. Hier haben ihre Texte eine scharfe Intellktualität, aber ohne die klagsame Bitterkeit der späten Jahre, die Direktheit und Emotionalität der früheren Aufnahmen ohne deren überflüssiges, oft naives Pathos, und Mitchells Stimme ist schon gereift und angerauht, aber noch schlank und beweglich. Es ist vielleicht etwas platt zu sagen, dass Joni Mitchell hier der Midlife-Crisis eine existenzielle Dimension und eine gültige künstlerische Form verliehen hat. Aber wer das Album hört, und sich darauf einlässt, wird mir vielleicht zustimmen.

(Okay: nicht alle Songs sind supertoll: 4, 8 und neun gerne erstmal skippen. Aber die anderen, insbesondere 2,3,5 und 7 machen's wett.)
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am 11. August 2009
ich bin am gleichen Tag wie Joni Mitchell geboren - 7. November - allerdings um einiges später. Diese Platte war mein erster Kontakt und heute, nach 29 Jahren (ich habe sie 1980 kennen gelernt) bin ich nach wie vor fasziniert von den Arangements und ihrer Stimme und ihren Texten. Natürlich habe ich vieles andere von ihr kennen gelernt, aber Hejira ist für mich nach wie vor ihr Meisterwerk. Der Bass von Jaco Pastorius, die Intensität der Songs (selbst Neil Young spielt darauf Harmonica) sind für mich Legende. Ich kann jetzt gar nicht im Detail sagen, wie die Musik ist; ich kann nur sagen, dass sie wunderbar und nachhaltig ist. Mitchell ist eine großartige Künstlerin, die es allemal gilt, sich zu erschließen.
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am 9. Februar 2014
Die einmalige Joni hat uns mit ihren Alben Poesie in LP-Form gebracht, welche die Makellosigkeit von großen Gemälden haben - und so wirken auch ihre Plattencovers. Jeder Hörer ist eingeladen, sich in diesen Werken zu verlieren - es lohnt sich, mit Joni auf die Reise zu gehen.

Scorpione, sagt man, sind sehr intensive Menschen wenn es um die Suche nach der Wahrheit geht, und Joni kann, aber nur wenn sie will, sehr anstrengend sein: also wer glaubt, nebenher den Haushalt aufräumen zu können, wird von Joni persönlich abgestraft, ihr gefälligst zuzuhören - aber man tut es ja gern, nicht?
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am 20. Dezember 2002
Für mich ist es eine Platte für die dunkle Jahreszeit. Sie hat die passende Melancholie von jemandem, der viel im Leben gesehen hat und jetzt darüber reflektiert. "There's comfort in melancholy - when there's no need to explain - it's just as natural as the weather in this moody sky today". Die Stücke sind alle exzellent, ich höre sie seit 20 Jahren immer wieder gerne. Mein Favorit ist "Furry sings the Blues" mit Neil Young an der Harmonika. In anderen Stücken spielen beispeilsweise Jaco Pastorius oder Larry Carlton. Eine zeitlose Platte, die mit dem Hören an Tiefe gewinnt.
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am 27. November 2002
Eine absolut zeitlose Platte. Woran es liegt? Großartige Texte, bei denen die Gleichung Lyrics=Lyrik wahrlich stimmt, man denke nur an die genialen Zeilen "Your life becomes a travelogue of picture-postcard-charms". Karge, aber unglaublich hypnotische Musik, auf der Grenze zwischen Folk und Jazz. Joni Mitchells Stimme, die weder zuvor noch später je dieselbe Mischung aus Eleganz, Lässigkeit und emotionaler Tiefe erreicht hat. Und nicht zu vergessen der Titel - für alle die es nicht wissen: Hejira bedeutet "journey to a more desirable place".
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