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am 23. Februar 2002
"Roberto Devereux", die letzte der drei Tudor-Opern von Gaetano Donizetti, in einer Nightingale-Einspielung, die sich wie so oft vor allem um die Primadonna des Ensembles, Edita Gruberova rankt. Und das ist wie meistens ein gutes Argument für die Qualität der Aufnahme, was wiederum nicht heißen soll, der Rest des Ensembles sei nicht gut, im Gegenteil. Aber die Primadonna versteht es, das Ohr vor allem auf die Partie der Elisabtta zu lenken:

Es macht zwar kaum Sinn, die einzigartige Wirkung von Gruberovas Gestaltung an einzelnen Spitzen festmachen zu wollen, aber beispielsweise ihr eklatanter Aufschrei in der Schlussszene, nach dem Kanonenschlag, der die Hinrichtung Robertos signalisiert oder ihr durch Mark und Bein gehender Satz "Non regno, non vivo" ("Ich herrsche nicht, ich lebe nicht...") kurz darauf, derartige Momente sind bezeichnend für ihre Kunst, jene Werke vom bloßen Virtuosentum wegzuholen und ihnen substantielles Leben einzuhauchen. Die Sängerin lässt es bei ihrer Darbietung nicht auf die vordergründige Schönheit oder Virtuosität des Gesangs ankommen. Sie zeigt, dass es sich bei diesem Werk nicht um "Belcanto" im Sinne der von Hofmannsthal genannten "donizettischen Operette", nicht im Sinne vordergründigen Schöngesangs handelt. Nein, die Oper hat ein erstaunliches Potential dramatischer Tiefe, jedoch braucht es dazu sehr qualifizierte Sänger, die es verstehen mit ihrer Gestaltung jene Tiefen zu erschließen; und genau eine solche Sängerin ist Edita Gruberova.

Es fällt schwer, die Sängerin hier mit jener in Verbindung zu bringen, die zuvor noch als Regimentstochter oder als Adele das Publikum zum Schmunzeln brachte. Dies alles ist hier völlig vergessen und ihre sonst zuweilen naive Leichtigkeit wird im Falle der Elisabetta ersetzt durch die sehr detaillierte Zeichnung einer gealterten und dem Tode nahen Königin, einer tragischen Figur, die allen Willen verloren hat, ihrem Stande gerecht zu werden.

Unter den wenigen anderen Aufnahmen dieser Oper Donizettis, vor allem mit Berverly Sills bzw. Montserrat Caballé in der Hauptrolle, mag diese wenigstens gleichrangig sein.
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am 1. Februar 2009
Die vorliegende Aufnahme ist schlicht phantastisch gut. Endlich eine Aufnahme mit Gruberova die keine Wünsche offen läßt. Ich finde sie in vielen Aufnahme ausgezeichnet - aber leider kann man das in ANDEREN Aufnahmen nicht von der übrigen Besetzung sagen.

HIER stimmt einfach alles!

M.E. ist es die beste und stimmigste Aufnahme von Edita Gruberova im Belcanto Bereich und die mit weitem Abstand beste Aufnahme des Werks.

Die Oper selbst ist wahnsinnig mitreißend und weist jede Menge wunderschöner Arien (vgl. CD 1 Titel 7 und 17)auf. Donizetti hat viele Opern geschrieben, die manchmal gar zu ähnlich klingen - nicht hier - ein "Ohrwurm" nach dem anderen.

Gruberova singt technisch perfekt, die Stimme der alternden Königing messerscharf und mit unglaublichen Spitzentönen.

Die Konkurrenz-Aufnahme von Opera Rara (mit dem zweifelhaften Jose Bros) kann da nicht mithalten - Miricioiu klingt dort lange nicht so perfekt. Wer eine Sängerin will die altergerecht klingt sollte jedoch zu Miricioiu greifen. Das soll nicht heißen, dass Miricioiu schlecht wäre.

Die alten Aufnahme von Sills, Gencer und Caballe sind lange nicht so gut. Sie klingen auch ganz anders, das mag wohl daran liegen, dass die Originalpartitur (so jedenfalls mein Kenntnisstand) im 2. Weltkrieg bei Bombenagriffen zerstört wurde. Man hat die Oper aus den Klavierauszügen rekonstruiert. So klingt Caballe in den 70er Jahren einfach musikalisch unausgewogen. Die neuen Aufnahmen von Gruberova und Miricioiu klingen dagegen viel stimmiger.
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am 4. September 2005
Eine der bedeutendsten Opernaufnahmen der letzten 20 Jahre - Gruberova auf dem Höhepunkt ihrer Kunst, gute Partner, besonders die vehemente Delores Ziegler, Haider, der jedes Tempo auf den Punkt trifft und die Handlung anfeuert - besser geht's nicht !
Das Stück ist eines von Donizettis besten, stringent und spannend; unverständlich, warum es so lange fast unbekannt war.
Die Schlußszene ist eine Lehrstunde in Dramatik und lebendigem Kunstgesang, der Klang ist superb - einer der ganz seltenen Glücksfälle.
Die Aufnahme ist ein wichtiger Kandidat für die "einsame-Insel-Aufnahme" - So muß Oper sein !
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am 1. März 2010
Mit dieser Referenzaufnahme zollt Edita Gruberova einem zuvor praktisch in Vergessenheit geratenen Meisterwerk von Donizetti Tribut und präsentiert sich in der Rolle der englischen Königin Elisabetta als unerreichte 'Regina del Bel canto assoluta': Elisabetta ist zweifelsohne eine der - um nicht zu sagen: DIE - Paraderolle der slowakischen Primadonna und technisch wie auch darstellerisch extrem anspruchsvoll. Die CD ist einerseits ein (weiteres) Tondokument, das von der unglaublichen stimmakrobatischen Brillanz und einem enormen musikalisch-künstlerischen Verständnis der Gruberova zeugt; sie offenbart dem Hörer aber gleichzeitig auch Gruberovas darstellerische 'Vollendung' dieser dramatischen Partie der Tudor-Königin in voller Wucht und kommt dabei noch dazu ganz ohne 'Bild' aus. (In visueller Hinsicht sei an dieser Stelle an die entsprechende DVD im Fachhandel verwiesen, die man ebenfalls absolut gesehen haben muss.) Edita zeichnet das packende Schicksal einer beeindruckenden Herrscherin nach, die durch den inneren Konflikt zwischen rationalen Handlungsmaximen und der Stimme ihres eigenen Herzens so lange hin- und hergerissen wird, bis die Tragödie erst auf ihren eigentlichen Höhepunkt zusteuert - und zwar gerade dann, als die Herrscherin verzeiht und den Lauf ihres schmerzhaften persönlichen Schicksals großmütig-tapfer ('Vivi ingrato') und in königlicher Würde ('non sia chi dica in terra: La regina d'Inghilterra ho veduta lagrimar') anzunehmen scheint. Gruberova versetzt sich dabei bei jedem Ton, jedem Seufzer, jedem Atemzug, derart authentisch in die Situation der englischen Königin, dass dem Zuhörer - angesichts der außergewöhnlichen Intensität der Darbietung - fast ein wenig angst und bange wird...Im Rahmen einer erschütternden Schluss-Cabaletta ('Quel sangue versato') muss Elisabetta schließlich erkennen, dass sie letztlich alles, was sie aus Kränkung zunächst siegessicher aufs Spiel gesetzt hat, durch unglückliche Umstände tatsächlich - und unwiederbringlich - verloren hat (als ernüchternde Schlussbilanz bleibt ihre Einsicht: "...non regno, non vivo..."): Als gealterte und gezeichnete Monarchin zieht Elisabetta daher ihre letzte Konsequenz: 'Dell'anglica terra sia Giacomo il re'...Bemerkenswert erscheint im Übrigen, dass diese CD - die auch insgesamt bzw philharmonisch eine gelungene Einspielung darstellt - bereits aus dem Jahr 1994 (!) stammt. Erst vor wenigen Tagen hat die Primadonna der Zeit zum Trotz wieder einmal auf eindrucksvolle Art und Weise 'live' bewiesen, dass es ihre szenische Darstellung der Elisabetta auch heute - 16 (!) Jahre später - noch mit dieser hervorragenden Audio-Produktion aufnehmen kann. Ich kann dazu nur demütig und dankbar anmerken: La regina d'Inghilterra ho veduto lagrimar...
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am 14. Juli 2008
Leider wird diese Oper fast nie aufgeführt. Umso erstaunlicher, dass diese seltene Aufnahme dann noch so schön ist. Schöne Chöre, schöne Stimmen.
Und man erkennt, warum Frau Gruberova eine der besten Sopranistinnen ist. Die Stimme passt perfekt zu Rolle und die Rolle ist alles andere als leicht zu singen. Doch sie meistert jede Schwierigkeit mit Bravour.
Wer Sopranistinnen gerne hört ist hier bestens bedient
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am 16. September 2015
Für Donizetti Liebhaber ein absolutes Muß!
E. Gruberova in Höchstform. Wer nicht so vertraut ist mit Donizetti, aber Verdi liebtsollte sich an diese CD unbedingt wagen.
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am 13. März 2015
Hallo Amazon, hallo an Nightingale Classics,
diese Lieferung des Roberto Devereux mit Gruberova von 1994 ist wohl das Schlechteste, was ich bisher von Amazon geliefert bekam. Zunächst mal ging die Kunststoffbox der Doppel-CD nicht aus dem Karton, aber was für mich viel schlimmer zählt, ist die unvollständige und falsche Angabe der mitwirkenden Personen. Da steht also folgender Mist: Besetzung/Cast:
Elisabetta-Edita Gruberova
Sara-Delores Ziegler
und dann beginnt die Katastrophe:
Nottingham-Don Bernardini
Lord Cecil-Ettore Kim
Sir Gualtiero Raleigh-Benoit Boutet
Un Piaggo/Un Familiare-Francois Richert

Da kauft man sich die Oper Roberto Devereux und erfährt mit keiner Silber, wer die Rolle des Roberto singt, abgesehen von den restlichen falschen Angaben. Ob das typisch ist für die Firma Nightingale Classics müssen andere beurteilen, da es meine erste Erwerbung dieser Firma ist.
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