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am 29. Mai 2001
Es läßt sich darüber streiten ob es sich bei "...and justice for all" um das beste Album der Band handelt. Was jedoch mit Sicherheit zutrifft ist, daß diese Scheibe einige kompositorische Meisterwerke beinhaltet, die im Gegensatz zum darauffolgenden "Black-Album", noch nicht Mainstream-orientiert sind. Ein Lied, das besonders heraussticht ist mit Sicherheit "One", ein Song der von der Sinnlosigkeit des Krieges erzählt und das auf musikalisch hochwertigste Weise. Zunächst melancholisch steigert sich das Thema immer weiter, bis es schließlich über mehrere komplizierte Takt- und Rhythmuswechsel in ein völlig neues, schnelleres und härteres Thema übergeht. Dieser zweite Teil des Liedes beinhaltet Gitarrenriffs, wie ich sie noch nie zuvor gehört habe, die sich mit rasanten Schlagzeug-Passagen abwechseln. Ein ziemlich plötzliches Ende rundet den Song zu einem technischen und lautmalerischen Meisterwerk ab. Auch der Titelsong "...and justice for all", sowie "the frayed ends of sanity" zeugen vom mittlerweile herangereiften Können der 4 Metaller. Obwohl der Sound ob seines dumpfen Charakters und dem lautstärkenmäßig etwas zu kurz gekommenenen Baß schon häufig kritisiert wurde, bin ich der Meinung , daß er gar nicht schlecht zum harten Charakter der Songs paßt. Mein Resumè: Insgesamt zweifellos eines der besten Heavy-Metal-Alben aller Zeiten
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am 18. April 2007
...den Tag, als ich 1989 mit der frisch gepressten Vinyl nach Hause kam und die Platte an der Anlage meines Bruders aufgelegt hatte (muss dazu sagen das er damals ca. 2m grosse Selbstbau-Boxen hatte). Ich war ja schon von den Vorgänger Alben total begeistert und Metallica-Junkie, aber was da aus den Boxen kam haute mich sowas von weg..ich glaube das gabs echt nie wieder (wie mein Vorredner schon sagte). Die Wucht, die Energie und das einmalig geniale Können dieser Band hätte ich so in der Art gar nicht von Ihnen erwartet. Schon beim Opener BLACKEND merkte man, dass da ein Meilenstein des Metal am Rollen ist. Wirklich jeder Song auf diesem Album ist absolute Spitzenklasse! Ich weiss noch wie ich gespannt darauf wartete bis endlich eine etwas schächere Nummer auf dem Album kommt, aber ich warte immernoch bis heute....knapp 18 Jahre danach lege ich die Scheibe genauso gern auf wie damals....werd bald meinen Bruder fragen ob er die Boxen noch hat :-)
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am 16. Oktober 2002
Nachdem Cliff Burton, der legendäre erste Bassist Metallica 's, gestorben war und sich die Band ersteinmal vom Schock erholt hatte, machte sie sich an die Arbeit für das Nachfolgealbum zu ihrem schon zum Klassiker gewordenen Werk " Master of Puppets ".
Das Ergebnis "... and justice for all " spaltete die Fangemeinde, denn was Metallica hier ablieferten war zunächst wirklich schwer verdaulich, recht verschachtelte Songstrukturen voller Breaks und Fills treffen auf eine sehr sehr merkwürdige Produktion, die durch eine staubtrockene Snare und einen extrem zurückgenommenen Bass auffällt.
Der damalige Ehrgeiz der Band, als ernst zunehmende Musiker auch außerhalb der Metal-Szene wahrgenommen zu werden, beherrscht die gesamte Platte schon beinahe aufdringlich. Straighte Songs wie " Battery " oder " Ride the Lightning " sucht man auf " ...and Justice for all " vergebens. Nur der letzte Song " Dyer's Eve " erinnert an alte Zeiten.
Dafür wird der Hörer mit dem wohl ungewöhnlichsten Songmaterial der Bandgeschichte belohnt und ich sage bewußt belohnt, denn auch wenn das Album einige Durchläufe benötigt bis es sich dem Hörer erschließt, der Eindruck ist umso nachhaltiger.
"Blackend", der Titeltrack, "Harvester of sorrow" und natürlich " one " , der vielleicht beste Song der Band, sind Ohrwürmer in kompositorischer Vollendung, jedes Break treibt dem geneigten Fan die Freudentränchen in die Augen. Die Gitarren sind schneidend, das Duo Hetfield/Hammet zaubert auf dieser Platte ein Riffgewitter, das in seiner Rhythmuslastigkeit eigentlich eher in die zweite Hälfte der Neunziger passen würde als in die Endachtziger.
Vielleicht geht dieser Gedanke zu weit, aber ich habe mich schon des öfteren gefragt ob diese Platte nicht mit eine Initialzündung zur Gründung der göttlichen Formation Tool war, denn auf "...and justice for all " erscheinen Metallica geradezu als Vordenker dieses Stils.
Das Album war zu Zeiten seiner Veröffentlichung sehr umstritten, heute sind die Metallica-Fans dieser Welt wieder mit ihm versöhnt, sehr viele halten es inzwischen sogar für den besten Output der Band.
Was mich betrifft, so halte ich "... and Justice for all " für das ambitionierteste und interessanteste Album der Band, es ist wohl auch das härteste und kälteste.
In der Diskographie Metallica's nimmt dieses Album eine Sonderstellung ein, denn dieser progressive Ausflug kam nach den ersten drei Platten völlig unerwartet, blieb aber auch nur Episode.
Bemerkenswert ist außerdem, dass diese geniale vierte Platte der Band noch aus einem anderen Grund aus den ersten fünf Veröffentlichungen der Band hervorsticht :
Es klingt als einziges auch heute noch seltsam modern.
Großartig !
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am 22. Oktober 2008
Wenn man das 88er Album von Metallica zum ersten Mal hört, fallen sofort einige Veränderungen gegenüber den früheren Werken auf. Zum einen hat sich die Produktion, die zuvor bei "Master Of Puppets" erstmals wirklich gut war, wieder verschlechtert. Es gibt praktisch keinen Bass mehr zu hören, was wohl an der schwierigen Zeit nach dem Tod des ursprünglichen Bassisten Cliff Burton lag, dessen Nachfolger Jason Newsted ein extrem schweres Erbe antreten musste. Doch damit nicht genug, auch die restliche Produktion klingt irgendwie saft- und kraftlos. Damals war das noch nicht zu erkennen, aber mittlerweile wissen wir ja, dass sich an diesem Thema bis zum aktuellen Album "Death Magnetic" nach wie vor die Geister scheiden. Schade eigentlich, denn gerade auf "...And Justice For All" stehen komplexe Kompositionen, die sich eine viel besser Klangqualität verdient hätten, diese sogar gebraucht hätten, um sich vollständig zu entfalten.

Auffällig ist auch, dass diesmal nur wenige der Songs wirklich beim ersten Anhören sofort zu gefallen wissen und sich im Gehörgang festsetzen. Das liegt an der bereits angesprochenen Komplexität, die noch dazu durch die Überlänge einzelner Stücke verstärkt wird. So fallen beim ersten Hören lediglich 3 Stücke sofort auf, die allerdings hervorragend sind und trotz guter Eingängigkeit nichts an Langzeitwirkung einbüßen: der Opener "Blackened", der schwere Mid-Tempo-Groover "Harvester Of Sorrow" und einer der besten Metal-Tracks überhaupt: die Antikriegshymne "One". Ebenfalls gut gelungen ist der Titeltrack, eine auf über 9 Minuten ausgedehnte Achterbahn, die ihresgleichen sucht. Auch das Instrumental ("To Live Is To Die") weiß zu gefallen, wenngleich es für meinen Geschmack nicht an "The Call Of Ktulu" und auch nicht ganz an "Orion" heranreicht. "The Frayed Ends Of Sanity" geht ebenfalls in Ordnung, während der Rausschmeißer "Dyers Eve" für mich eher durchschnittlich klingt.

Am unteren Ende des Spektrums finden sich das langweilige "Eye Of The Beholder" und vor allem "The Shortest Straw", dass ich beinahe als Totalausfall bezeichnen möchte. Von diesem Stück blieb mir auch nach mehrmaligem Hören des Albums praktisch nichts im Gedächtnis.

Insgesamt setzt "...And Justice For All" den von der Band seit dem Debüt eingeschlagenen Kurs der stetigen Weiterentwicklung fort. Da das Album jedoch produktionstechnisch ein Rückschritt ist (was ich aber nicht als Katastrophe empfinde) und die Songauswahl zwar überzeugend, jedoch für mich einen Tick schwächer als auf den beiden Vorgängern ist, gibt es 4 Sterne. Nicht schlecht für eine Platte einer Band auf personellem und musikalischem Scheideweg.
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am 9. Januar 2003
Einen Nachfolger für das Jahrhundertwerk Master Of Puppets zu schreiben und dazu noch mit dem tragischen Unfalltod ihres Bassisten Cliff Burton fertigzuwerden war sicher nicht einfach für Metallica. Ausserdem sagte Drummer Lars Ulrich einmal, dass sie damals glaubten sie würden immernoch nicht vollständig ernstgenommen. ...And Justice For All ist deswegen vom Konzept her sicher das ehrgeizigste Metallica Album mit überlangen Songs, komplizerten Tempowechseln und Rhythemen, einer fast unendlichen Anzahl verschiedener Riffs und absolut atemberaubenden Solos, wobei Metallica in Progressive Metal Dimensionen vordringt. Gepaart mit der ganzen Wut und Verzweiflung ergibt sich ein Album, das sicher kein "easy listening" ist, aber Metallica an einigen Stellen immernoch im Zenit ihrer Genialität zeigt.
"Blackened" beeindruckt schon mit anspruchsvollen Drums und lässt den Mund spätestens nach dem Solo offenstehen. Der Titeltrack kommt zwar nicht ganz so rund wie Master Of Puppets daher, ist aber trotzdem ein Meisterwerk, wobei manche Stellen vielleicht etwas zu lang geraten sind. Das absolute Highlight des Albums ist aber "One". An diesem Song gibt es absolut nichts zu verbessern, ein typischer Metallica Titel, der langsam und episch beginnt und mit den legendären Maschinengewehriffs endet. Trotzdem wird von Anfang an Spannung aufgebaut, die über mehrere Strukturen und Abschnitte gesteigert wird, während der Sound härter wird. Das ganze ist mit drei Gitarrensoli ausgestattet, das erste über dem Intro, das zweite klassische wunderschön nach zwei Strophen. Der Song findet seinen Höhepunkt schliesslich im schnellen Solo am Ende, welches als eines der besten Soli aller Zeiten gilt und einfach unbeschreiblich ist. Als wäre das nicht genug folgt auch noch ein ausgezeichnetes Doppelsolo. "One" wird zu Recht vielfach als der beste Metalsong aller Zeiten bezeichnet und laufend irgendwo auf der Welt zum Besten Song aller Zeiten gewählt. "Harvester Of Sorrow" beeindruckt gerade am Anfang durch seinen Drumtrack, der fast eine Art "Tribal"-Rhythmus bildet und mit ein Grund ist, warum dieser unglaublich mächtige Song auch live so gut funktioniert. Ein "fast-"Instrumental in der Tradition von "Orion" ist "To Live Is To Die", wobei auch hier vielfältige klangliche Texturen und verschiedene Soli geboten werden. Ein richtiger Speedmetal Track ist das abschliessende "Dyers Eve", wo Metallica eine enorme Geschwindigkeit erreichen.
Oft wird dieses Album wegen der schlechten Produktion und der teilweise etwas zu langen und komplizierten Kompositionen kritisiert. Aus solcher Kritik spricht aber entweder der Neid oder das schlichte Unvermögen diese Art von Musik, die eben nicht einfach zu hören ist, zu verstehen und entsprechend zu würdigen. ...And Justice For All ist ein exzellentes Album, was mehr Respekt verdient und Unmengen an gutem Material enthält. Ausserdem sind Metallica hier immernoch praktisch allen anderen Bands um Längen voraus und haben es auch mit ihrem vierten Album geschafft ein Werk für die Ewigkeit zu schreiben, deshalb steht hier alles andere als 5 Sterne auch gar nicht zur Diskussion.
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am 6. September 2007
Was man hier lesen muss, billiger Sound und kein guter Song soll auf dem Silberling enthalten sein. Das kann ich irgendwie nicht raushören!

Ich höre einen Metal-Klassiker. Für mich bleibt dieses Album eines der Besten von Metallica. Ein perfektes Album, welches die ganze Szene begeistert hat und nicht umsonst Kultstatus besitzt. Jeder Song ist ein Hit. Allein das abstrakte Drumming von Lars Ulrich und die mitreissenden Refrains von Hetfield und Kumpanen, sowie das exakte Thrash-Riffing sind den Kauf schon wert.

Damals hatt ich erst die Kassette, die allerdings irgendwann kaputtgespielt war, so oft hab ich dieses Album gehört. Diese Scheibe gehört in JEDE Metal-Sammlung!!!
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am 19. April 2014
Rückblickend war 1986 das Jahr, in dem die heilige Vierfaltigkeit des Trashmetal wohl am aller meisten miteinander konkurrierte. Megadeth`s „Peace Sells…But Who`s Buying It?”, Anthrax mit „Among The Living“, „Reign In Blood“ von Slayer und natürlich Metallica mit dem epochalem „Master Of Puppets”. Alle, der vier Großen des Trash Metals, trieben es in diesem Jahr zur vorläufigen Höchstleistung. Für Metallica ging der Weg 1988 mit einem Album weiter, an dem sich zwar heute die Geister scheiden, das aber dennoch die endgültige und schmerzhafte Auslotung ihrer Möglichkeiten bedeuten sollte: das in seiner kompositorischen Dichte, Härte- und Rotzigkeit den Vorgänger-Alben trotztende „…And Justice For All“. Doch es war nicht nur das erstaunlich hohe Niveau, auf dem sich die episch-progressiven, überlangen Stücke bewegten, welches die Einmaligkeit dieses Albums unterstreicht, sondern auch dessen seltsam trockener, bleierner Klang, dem jegliche Bässe völlig fehlen. Es gibt von Seiten der Band die unterschiedlichsten Erklärungen dafür, warum Cliff Burton`s Nachfolger Jason Newsted nicht heraus zu hören ist, die plausibelste ist wohl einfach die, das Newsted schon damals nicht als vollwertiges Mitglied gesehen wurde. 13 Jahre später gab er seinen Ausstieg bei Metallica bekannt. „…And Justice For All“ enthält etliche hochkarätige Riffmonster, die besonders die Erste Hälfte des Albums prägen. „Blackened“, „Eye Of The Beholder“, „The Shortest Straw“ und natürlich „One“. Zu letzterem Song wurde auch das erste Video der Bandgeschichte gedreht, in dem das Quartett in unheimlichen Schwarz-Weiß-Bildern performt, während im Wechsel Szenen aus dem Film „Johnny zieht in den Krieg“ gezeigt werden, dessen Romanvorlage als Inspiration für den Songtext diente. „…And Justice For All“ lebt weniger von der natürlich gewachsenen Eleganz eines „Ride The Lightning“ oder „Master Of Puppets“, sondern von einer deutlich betonteren Aggressivität und den bis zum geht-nicht-mehr durchkomponierten Arrangements. Nie wieder ließen Metallica ihren bloßen Muskeln so sehr spielen und bewiesen doch gleichzeitig mehr Weitblick, als viele ihrer Trash-Genossen.
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am 20. März 2008
Ich möchte hier nicht wie viele beurteilen welches denn nun das beste Album von Metallica ist! Insbesondere da man die älteren Werke nicht mit den neuen vergleichen kann, mir jedoch auch die neuen gut bis sehr gut gefallen. So bin ich erst mit "Load" 1996 zu Metallica gestoßen und habe erst nach und nach meine Sammlung komplettiert!
Auch möchte ich mich nicht festlegen welches der 4 Alben aus Metallica's Thrash-Zeit ich favorisiere, da sie mir zu nahe beieinanderliegen und jedes auf seine Art und Weise zu überzeugen weiss.

So sehe ich die Alben folgendermaßen:
Kill 'em All: schnell
Ride the Lightning: düster
Master Of Puppets: hart
...and Justice for All: eingängig (Wobei ich hinzufügen muss, dass sie alle 4 eingängig sind nur erscheint mir eben Justice als das Eingängigste)

So gehen mir Songs wie Blackened, ... And Justice For All (lang trotzdem nie langweilig), One (einer der größten Hits von Metallica - vor allem live meistens der Höhepunkt eines Metallica Konzerts) , The Shortest Straw, Harvester Of Sorrow (geile Doublebasseinlage zu Beginn) und To Live Is To Die oft tage- bis wochenlang nicht mehr aus dem Kopf nachdem ich sie gehört habe!

Das erste Album bei dem Jason Newsted den 1986 tödlich verunglückten Cliff Burton als Bassist ersetzt wenn man so will und zugleich das letzte Album mit dem man Metallica als Thrashmetalband bezeichnen kann auch wenn sich hier bereits ein bisschen der zukünftige musikalische Weg Metallica's abgezeichnet hat.

Ich trauere Metallica's Thrashzeiten eigentlich kaum nach da sie 4 Alben abgeliefert haben die alle (und das kann keiner abstreiten) zu den absoluten Meilensteinen des Thrashmetal gehören und das haben nur wenige Bands (Slayer, Sepultura, Pantera) ebenso geschafft!
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am 8. März 2000
Ich halte "And Justice for all..." für das gelungenste Album von Metallica und vielleicht den Abschluss von aggresiver, energiegeladener Gitarrenmusik. Es mag den Höhepunkt darstellen, bevor die Metallicats in popigere Rockballaden abglitten, die man sogar in das Autoradio schieben kann, wenn Mama und Papa mitfahren. Bei A.J.F.A. ist das anders. Die Musik ist wohlstrukturiert geradezu virtuos, die Texte sind aggresiv, provozierent z.T. sogar politisiert. Meine persönlichen Favoriten sind "A.J.F.A", der 9,.. Minuten-Überhammer von Metallica, gute Riffs, gesellschaftskritischer Text, viel Energie, desweiteren "Dyers Eve", welches für mich das härteste Stück neben "Garage inc."(Master of Puppets)und "Metal Militia"(Kill 'em all) darstellt, und "Harvester of Sorrow", dessen negative Brutalität schon manche meiner schlechten Stunden musikalisch untermalt hat. Aber es gibt auch keine richtig schlechten Stücke auf der Scheibe, zumal "One" (7:24 Minuten) das musikalische Spektrum(vom weichen Instrumentalpart bis zum Riffinferno) fast perfekt umreißt. Dieses Album bedeutet Energie, die Reinkarnation von Heavy Metall, trotz der immer wieder bemängelnden schlechten Produktion. Für mich ist das Album ein Kauftip für Leute, die über die Überkommerziallisierung der Nachfolgealben tiefer in die Sphäre von Metallica eindringen wollen. Hier findet man keine Popballaden, sondern noch guten, alten Metall. Ein Beweis dafür mag sein, daß im klassik-rockigem S&M nur nur "One" vertreten ist. Wenn ihr harte aber vituose E-Gitarrenmusik hören wollt, oder einen realistischen Eindruck von Metallica möchtet, führt an "And Justice for all..." kein Weg vorbei.
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am 15. April 2007
…and Justice for All ist ohne Zweifel das unterbewertetste Album das Metallica in ihrer Thrash-Zeit veröffentlicht haben. Obwohl gerade Justice bis dato das erfolgreichste Album von Metallica (u.a. Platz 6 in den US-amerikanischen Billboard-Charts) war, und es somit den Arena-Status der Band begründete, steht es in der Gunst der Fans, im Gegensatz zum Rest der 80er Veröffentlichungen, nicht sehr hoch im Kurs.

Egal mit wem man spricht, egal welches Forum man besucht es heißt immer nur Puppets hier und Puppets da. Natürlich ist der Vorgänger Master of Puppets ohne Frage ein Meilenstein, genau so wie der Rest der ersten vier Metallica-Veröffentlichungen. Doch Justice zieht jedes Mal den Kürzeren. Als Grund werden so oft der angeblich schlechte Sound oder die viel zu komplexen und langen Tracks dafür verantwortlich gemacht, doch ist es genau das was dieses Album so besonders macht. Es ist das bis dato musikalisch komplexeste Album von Metallica. Zwar nicht so eingängig wie der Vorgänger, jedoch befanden sich die Jungs zu diesem Zeitpunkt auf dem Höhepunkt ihrer Schaffensphase.

Ich muss sagen das …and Justice for all mein absoluter all time favourite von Metallica ist. An dieses Album werden die Jungs nicht mehr herankommen (und wollen es anscheinend auch nicht mehr). Allein deswegen weil sie selbst heute behaupten das sie das Album gerne noch mal neu gemischt hätten, wenn dies möglich gewesen wäre, was ich für einen totalen Schwachsinn halte. Entweder man steht zu dem was man fabriziert hat oder man lässt es bleiben. Jedoch ist den Jungs wohl nicht aufgefallen das es gerade dieses Album war, dass sie dahin katapultiert hat wo sie heute stehen. Das man viele Songs live leider nicht hören wird ist ja eh eine Geschichte für sich. Denn bei Livekonzerten der folgenden ″Damaged Justice″-Tour hatten Metallica aufgrund der hohen Komplexität der Songs teilweise einige Schwierigkeiten mit der Umsetzung der Lieder. Aus diesem Grund verschwanden die meisten Songs in den folgenden Jahren auch wieder aus dem Live-Repertoire. One und Harvester of Sorrow sind zwei Songs die inzwischen zum Standart ihrer Live-Performance gehören, jedoch kommt es einem nicht so vor als ob die Komplexität ein Problem ist, sonder schlicht und einfach das ihnen das Material von Justice zu wider ist.

Die Probleme der Live-Umsetzung wurden von der Band später auch als Grund für die Vereinfachung der Songstrukturen auf den Folgealben genannt. Aber für mich steht eines fest:

Das Black Album war nur ein Mittel zum Zweck, …and Justice for all jedoch war der wahre Höhepunkt.
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