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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hart aber o-ho
Es läßt sich darüber streiten ob es sich bei "...and justice for all" um das beste Album der Band handelt. Was jedoch mit Sicherheit zutrifft ist, daß diese Scheibe einige kompositorische Meisterwerke beinhaltet, die im Gegensatz zum darauffolgenden "Black-Album", noch nicht Mainstream-orientiert sind. Ein Lied, das besonders...
Veröffentlicht am 29. Mai 2001 von agentsabinsky

versus
3.0 von 5 Sternen Eher "DIY" als "Deluxe" !
Über die musikalische Qualität der Scheibe muss man nicht viel sagen.
Fraglich ist natürlich, warum das Ding überhaupt so teuer ist (Angebote zwischen 60 und fast 90 Euro). Dann erwartet man bei dem Preis jedoch, dass einem nicht beim Öffnen der Schachtel noch die ganzen Papierschnittreste entgegenkommen. Und wenn man die LP-Hüllen am...
Vor 1 Monat von T. Zwingelberg veröffentlicht


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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hart aber o-ho, 29. Mai 2001
Von 
Rezension bezieht sich auf: And Justice for All (Audio CD)
Es läßt sich darüber streiten ob es sich bei "...and justice for all" um das beste Album der Band handelt. Was jedoch mit Sicherheit zutrifft ist, daß diese Scheibe einige kompositorische Meisterwerke beinhaltet, die im Gegensatz zum darauffolgenden "Black-Album", noch nicht Mainstream-orientiert sind. Ein Lied, das besonders heraussticht ist mit Sicherheit "One", ein Song der von der Sinnlosigkeit des Krieges erzählt und das auf musikalisch hochwertigste Weise. Zunächst melancholisch steigert sich das Thema immer weiter, bis es schließlich über mehrere komplizierte Takt- und Rhythmuswechsel in ein völlig neues, schnelleres und härteres Thema übergeht. Dieser zweite Teil des Liedes beinhaltet Gitarrenriffs, wie ich sie noch nie zuvor gehört habe, die sich mit rasanten Schlagzeug-Passagen abwechseln. Ein ziemlich plötzliches Ende rundet den Song zu einem technischen und lautmalerischen Meisterwerk ab. Auch der Titelsong "...and justice for all", sowie "the frayed ends of sanity" zeugen vom mittlerweile herangereiften Können der 4 Metaller. Obwohl der Sound ob seines dumpfen Charakters und dem lautstärkenmäßig etwas zu kurz gekommenenen Baß schon häufig kritisiert wurde, bin ich der Meinung , daß er gar nicht schlecht zum harten Charakter der Songs paßt. Mein Resumè: Insgesamt zweifellos eines der besten Heavy-Metal-Alben aller Zeiten
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nie vergesse ich...., 18. April 2007
Rezension bezieht sich auf: And Justice for All (Audio CD)
...den Tag, als ich 1989 mit der frisch gepressten Vinyl nach Hause kam und die Platte an der Anlage meines Bruders aufgelegt hatte (muss dazu sagen das er damals ca. 2m grosse Selbstbau-Boxen hatte). Ich war ja schon von den Vorgänger Alben total begeistert und Metallica-Junkie, aber was da aus den Boxen kam haute mich sowas von weg..ich glaube das gabs echt nie wieder (wie mein Vorredner schon sagte). Die Wucht, die Energie und das einmalig geniale Können dieser Band hätte ich so in der Art gar nicht von Ihnen erwartet. Schon beim Opener BLACKEND merkte man, dass da ein Meilenstein des Metal am Rollen ist. Wirklich jeder Song auf diesem Album ist absolute Spitzenklasse! Ich weiss noch wie ich gespannt darauf wartete bis endlich eine etwas schächere Nummer auf dem Album kommt, aber ich warte immernoch bis heute....knapp 18 Jahre danach lege ich die Scheibe genauso gern auf wie damals....werd bald meinen Bruder fragen ob er die Boxen noch hat :-)
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leider nur fast perfekt, 25. Februar 2014
Von 
Doktor von Pain "Doktor der Zombiologie" (Sassenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: And Justice for All (Audio CD)
"...And Justice For All" ist, zusammen mit "Ride The Lightning", mein Lieblingsalbum von Metallica. Obwohl inhaltlich hier alles stimmt, hat die Platte leider ein Manko, worauf ich später noch zu sprechen komme. Das Album aus dem Jahr 1988 ist das bis heute komplexeste von Metallica, die damals kurz davor standen, die (zumindest kommerziell gesehen) größte Metalband der Welt zu werden. Dies gelang ihnen dann mit dem deutlich einfacher gestrickten selbstbetitelten Album, dessen Fan ich aber nicht gerade bin. Innerhalb von nur fünf Jahren hat sich die Band von ein paar pickeligen Jungspunden, die "Kill 'em All" eingetrümmert haben, zu "erwachsenen" Musikern entwickelt, die zu einem progressiven und vielschichtigen Werk wie "...And Justice For All" fähig sind. Die größtenteils überlangen Songs sind clever arrangiert und werden nie langweilig. Im Gedächtnis bleiben natürlich vor allem Kracher wie "Blackened" oder der Titeltrack, über "One" braucht man eigentlich gar keine Worte mehr verlieren. Aber als ich die Platte kürzlich wieder vorgekramt habe, stellte ich fest, dass eigentlich jeder Song darauf stark ist. "Ach ja, den gab's auch noch!" Die schnelle und vergleichsweise straighte Thrash-Nummer "Dyers Eve" darf man ebenso wenig vergessen wie das großartige "Eye Of The Beholder". Ich sehe sogar mal vom üblichen Ulrich-Diss ab, denn die Drums klingen auf "...And Justice For All" echt gut, obwohl hier zweifelsohne viel im Studio nachgeholfen wurde. James Hetfield hat sich zudem ein paar der coolsten Riffs der Bandgeschichte aus dem Ärmel geschüttelt. Das Problem des Albums ist wohl allgemein bekannt: der Bass fehlt. Jason Newsted hatte es nicht einfach, den verstorbenen Cliff Burton zu ersetzen, und seine eingespielten Bassspuren sind auf dem Endmix kaum bis gar nicht zu hören. Schade, denn das kostet das Album die Höchstwertung. Ich wäre begeistert, wenn das Album mit einem neuen Mix, meinetwegen auch mit neuen Bassspuren von Rob Trujillo, erscheinen würde. Aber das wird ja wohl wahrscheinlich nicht passieren.
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40 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein weiterer Schritt nach vorne, 9. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: And Justice for All (Audio CD)
Einen Nachfolger für das Jahrhundertwerk Master Of Puppets zu schreiben und dazu noch mit dem tragischen Unfalltod ihres Bassisten Cliff Burton fertigzuwerden war sicher nicht einfach für Metallica. Ausserdem sagte Drummer Lars Ulrich einmal, dass sie damals glaubten sie würden immernoch nicht vollständig ernstgenommen. ...And Justice For All ist deswegen vom Konzept her sicher das ehrgeizigste Metallica Album mit überlangen Songs, komplizerten Tempowechseln und Rhythemen, einer fast unendlichen Anzahl verschiedener Riffs und absolut atemberaubenden Solos, wobei Metallica in Progressive Metal Dimensionen vordringt. Gepaart mit der ganzen Wut und Verzweiflung ergibt sich ein Album, das sicher kein "easy listening" ist, aber Metallica an einigen Stellen immernoch im Zenit ihrer Genialität zeigt.
"Blackened" beeindruckt schon mit anspruchsvollen Drums und lässt den Mund spätestens nach dem Solo offenstehen. Der Titeltrack kommt zwar nicht ganz so rund wie Master Of Puppets daher, ist aber trotzdem ein Meisterwerk, wobei manche Stellen vielleicht etwas zu lang geraten sind. Das absolute Highlight des Albums ist aber "One". An diesem Song gibt es absolut nichts zu verbessern, ein typischer Metallica Titel, der langsam und episch beginnt und mit den legendären Maschinengewehriffs endet. Trotzdem wird von Anfang an Spannung aufgebaut, die über mehrere Strukturen und Abschnitte gesteigert wird, während der Sound härter wird. Das ganze ist mit drei Gitarrensoli ausgestattet, das erste über dem Intro, das zweite klassische wunderschön nach zwei Strophen. Der Song findet seinen Höhepunkt schliesslich im schnellen Solo am Ende, welches als eines der besten Soli aller Zeiten gilt und einfach unbeschreiblich ist. Als wäre das nicht genug folgt auch noch ein ausgezeichnetes Doppelsolo. "One" wird zu Recht vielfach als der beste Metalsong aller Zeiten bezeichnet und laufend irgendwo auf der Welt zum Besten Song aller Zeiten gewählt. "Harvester Of Sorrow" beeindruckt gerade am Anfang durch seinen Drumtrack, der fast eine Art "Tribal"-Rhythmus bildet und mit ein Grund ist, warum dieser unglaublich mächtige Song auch live so gut funktioniert. Ein "fast-"Instrumental in der Tradition von "Orion" ist "To Live Is To Die", wobei auch hier vielfältige klangliche Texturen und verschiedene Soli geboten werden. Ein richtiger Speedmetal Track ist das abschliessende "Dyers Eve", wo Metallica eine enorme Geschwindigkeit erreichen.
Oft wird dieses Album wegen der schlechten Produktion und der teilweise etwas zu langen und komplizierten Kompositionen kritisiert. Aus solcher Kritik spricht aber entweder der Neid oder das schlichte Unvermögen diese Art von Musik, die eben nicht einfach zu hören ist, zu verstehen und entsprechend zu würdigen. ...And Justice For All ist ein exzellentes Album, was mehr Respekt verdient und Unmengen an gutem Material enthält. Ausserdem sind Metallica hier immernoch praktisch allen anderen Bands um Längen voraus und haben es auch mit ihrem vierten Album geschafft ein Werk für die Ewigkeit zu schreiben, deshalb steht hier alles andere als 5 Sterne auch gar nicht zur Diskussion.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das ungewöhnlichste Album der Band, 16. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: And Justice for All (Audio CD)
Nachdem Cliff Burton, der legendäre erste Bassist Metallica 's, gestorben war und sich die Band ersteinmal vom Schock erholt hatte, machte sie sich an die Arbeit für das Nachfolgealbum zu ihrem schon zum Klassiker gewordenen Werk " Master of Puppets ".
Das Ergebnis "... and justice for all " spaltete die Fangemeinde, denn was Metallica hier ablieferten war zunächst wirklich schwer verdaulich, recht verschachtelte Songstrukturen voller Breaks und Fills treffen auf eine sehr sehr merkwürdige Produktion, die durch eine staubtrockene Snare und einen extrem zurückgenommenen Bass auffällt.
Der damalige Ehrgeiz der Band, als ernst zunehmende Musiker auch außerhalb der Metal-Szene wahrgenommen zu werden, beherrscht die gesamte Platte schon beinahe aufdringlich. Straighte Songs wie " Battery " oder " Ride the Lightning " sucht man auf " ...and Justice for all " vergebens. Nur der letzte Song " Dyer's Eve " erinnert an alte Zeiten.
Dafür wird der Hörer mit dem wohl ungewöhnlichsten Songmaterial der Bandgeschichte belohnt und ich sage bewußt belohnt, denn auch wenn das Album einige Durchläufe benötigt bis es sich dem Hörer erschließt, der Eindruck ist umso nachhaltiger.
"Blackend", der Titeltrack, "Harvester of sorrow" und natürlich " one " , der vielleicht beste Song der Band, sind Ohrwürmer in kompositorischer Vollendung, jedes Break treibt dem geneigten Fan die Freudentränchen in die Augen. Die Gitarren sind schneidend, das Duo Hetfield/Hammet zaubert auf dieser Platte ein Riffgewitter, das in seiner Rhythmuslastigkeit eigentlich eher in die zweite Hälfte der Neunziger passen würde als in die Endachtziger.
Vielleicht geht dieser Gedanke zu weit, aber ich habe mich schon des öfteren gefragt ob diese Platte nicht mit eine Initialzündung zur Gründung der göttlichen Formation Tool war, denn auf "...and justice for all " erscheinen Metallica geradezu als Vordenker dieses Stils.
Das Album war zu Zeiten seiner Veröffentlichung sehr umstritten, heute sind die Metallica-Fans dieser Welt wieder mit ihm versöhnt, sehr viele halten es inzwischen sogar für den besten Output der Band.
Was mich betrifft, so halte ich "... and Justice for all " für das ambitionierteste und interessanteste Album der Band, es ist wohl auch das härteste und kälteste.
In der Diskographie Metallica's nimmt dieses Album eine Sonderstellung ein, denn dieser progressive Ausflug kam nach den ersten drei Platten völlig unerwartet, blieb aber auch nur Episode.
Bemerkenswert ist außerdem, dass diese geniale vierte Platte der Band noch aus einem anderen Grund aus den ersten fünf Veröffentlichungen der Band hervorsticht :
Es klingt als einziges auch heute noch seltsam modern.
Großartig !
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Metal & Muskelspiele, 19. April 2014
Rezension bezieht sich auf: And Justice for All (Audio CD)
Rückblickend war 1986 das Jahr, in dem die heilige Vierfaltigkeit des Trashmetal wohl am aller meisten miteinander konkurrierte. Megadeth`s „Peace Sells…But Who`s Buying It?”, Anthrax mit „Among The Living“, „Reign In Blood“ von Slayer und natürlich Metallica mit dem epochalem „Master Of Puppets”. Alle, der vier Großen des Trash Metals, trieben es in diesem Jahr zur vorläufigen Höchstleistung. Für Metallica ging der Weg 1988 mit einem Album weiter, an dem sich zwar heute die Geister scheiden, das aber dennoch die endgültige und schmerzhafte Auslotung ihrer Möglichkeiten bedeuten sollte: das in seiner kompositorischen Dichte, Härte- und Rotzigkeit den Vorgänger-Alben trotztende „…And Justice For All“. Doch es war nicht nur das erstaunlich hohe Niveau, auf dem sich die episch-progressiven, überlangen Stücke bewegten, welches die Einmaligkeit dieses Albums unterstreicht, sondern auch dessen seltsam trockener, bleierner Klang, dem jegliche Bässe völlig fehlen. Es gibt von Seiten der Band die unterschiedlichsten Erklärungen dafür, warum Cliff Burton`s Nachfolger Jason Newsted nicht heraus zu hören ist, die plausibelste ist wohl einfach die, das Newsted schon damals nicht als vollwertiges Mitglied gesehen wurde. 13 Jahre später gab er seinen Ausstieg bei Metallica bekannt. „…And Justice For All“ enthält etliche hochkarätige Riffmonster, die besonders die Erste Hälfte des Albums prägen. „Blackened“, „Eye Of The Beholder“, „The Shortest Straw“ und natürlich „One“. Zu letzterem Song wurde auch das erste Video der Bandgeschichte gedreht, in dem das Quartett in unheimlichen Schwarz-Weiß-Bildern performt, während im Wechsel Szenen aus dem Film „Johnny zieht in den Krieg“ gezeigt werden, dessen Romanvorlage als Inspiration für den Songtext diente. „…And Justice For All“ lebt weniger von der natürlich gewachsenen Eleganz eines „Ride The Lightning“ oder „Master Of Puppets“, sondern von einer deutlich betonteren Aggressivität und den bis zum geht-nicht-mehr durchkomponierten Arrangements. Nie wieder ließen Metallica ihren bloßen Muskeln so sehr spielen und bewiesen doch gleichzeitig mehr Weitblick, als viele ihrer Trash-Genossen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der besten Metal Alben auf der Welt!, 11. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: And Justice for All (Audio CD)
Ich habe diese Platte schon lange in den Händen, aber jetzt möchte ich endlich eine Rezension für diese außerordentlich gute CD abgeben.

Ich bin Metallica Fan seit geraumer Zeit, habe wegen ihnen (insbesondere James Hetfield) angefangen Gitarre zu spielen. Ich kenne jede Platte, ihre Geschichte. Mir haben bis jetzt alle Alben gefallen, doch ein Album stach ganz besonders heraus: ...and Justice for All
Es war außerdem mein erstes selbst gekauftes Album :)

Doch nun zum Album selbst: Viele bemängeln die Qualität des Basses und allgemein die Produktion. Gut, der Bass ist nicht gut hörbar, aber man muss dazusagen, dass allgemein der Bass auf dem Album fast das selbe spielt wie der Rhytmus Gitarrist. Wer sich ein Bild davon machen will sollte sich ..and Justice for Jason auf Youtube anhören, dort wurde der Bass Track lauter gemacht und man kanns gut raushören. Ich will außerdem Anmerken, dass allgemein die Produktion der Metallica Alben nie gut war.

Was aber dem Musik Apekt vom Album angeht (Das eigentlich wichtige bei Alben meiner Meinung nach) kann ich nur eins sagen: WOW!
Es fängt mit dem Lied Blackened an: Melodischer Anfang, gefolgt von einem extrem schnellen Riff und sofort hört man heraus, wie sich die Stimme von James Hetfield verändert hat: Härter, tiefer, besser. Meiner Meinung nach war die ...and Justice for All Ära von den Vocals her am besten. Auch wie Lars Ulrich die Drums spielt ist hier überragend. Wer damals gesagt hat, dass Lars Ulrich nicht Drums spielen kann (was heute noch gesagt wird), der hat einfach kein gutes Gehör. Lars ist vielleicht nicht der UBER-Schnelle, technisch herausragende Drummer, aber vom melodischen her ist er einfach einer der Besten.

Weiter gehts mit ...and Justice for All, eines der kompliziertesten und längsten Lieder.. es fängt lansgam ohne Verzerrer an und wird immer härter. Wieder das Drum Pattern von Lars herausragend, melodisch eines der besten Lieder von Metallica. Die Lyrics sehr Provokant und mitreißend. Das Solo fängt lansgam an und wird schneller, passt sehr gut zum Lied. Am Ende des Liedes fühlt man wie die Justizia zusammenbricht, sprich es keine Gerechtigkeit gibt. Das Lied ist zwar lang, aber nicht, dass man sich denkt "Boah, wann hört das Lied endlich auf?". Es ist Melodisch, Provokant und Gefühlvoll.

Dann kommt Eye of the Beholder, das meiner Meinung nach schwächste Lied auf dem Album. Aber das heißt nicht gleich, dass es ein schlechtes Lied ist. Nein, es ist trotzdem ein sehr gutes Lied. Wie bei jedem Lied des Albums geht es um Gerechtigkeit, hier im spezifischen um die Meinungsfreiheit. Das Lied ist auch Klasse, mir gefällt das Solo sehr bei dem Lied, ein wirklich typisches Kirk Hammett Solo :)

One.. das bekannteste Lied auf dem Album. Ein sehr schönes Lied, fängt schön langsam an bis zum ultra schnellen Solo. Wieder stechen die Lyrics raus, sehr melodisch, ein Riff den sich jeder merkt.

The Shortest Straw: Eines der schnelleren Lieder. Harte Riffs, schnelles Solo, hier wird man gezwungen zu Headbangen. Hier finde ich nur die Lyrics nicht so gut, aber sonst ist das Lied Top.

Harvester of Sorrow: Mein absolutes Lieblingslied von Metallica. Haltet mich für verrückt, aber das Lied hat die besten Riffs, die Drums passen perfekt dazu, Solo passt perfekt dazu, es ist nicht ultra schnell, aber extrem Hart. Vom lyrischen her passt seine Stimme genau dazu: Harte Stimme, hartes Lied.

The Frayed ends of Sanity: Eines der unterbewertesten Lieder. Von Metallica nie Live gespielt, was ich absolut nicht verstehen kann. Wieder harte Riffs, man fühlt den Song sehr. Was mir bei dem Album am meisten auffält ist, dass man, wenn es keine Lyrics gebe, trotzdem wüsste um was es geht. Einfach wegen dem Feeling von den Songs.

To Live is to Die: Eigentlich ein Instrumentalstück, mit einem kleinen Gedicht am Ende. Ein sehr schöner Anfang mit einer Akustikgitarre. Wieder harte Riffs, 2 super Solos, welches eins von James Hetfield gespielt wird. Das Lied wurde Cliff Burton gewidmet, dem verstorbenen Metallica Bassisten. Ein allgemein sehr schönes Lied. Das ist auch ein perfektes Beispiel wie man aus Metal kunstvolle Musik gestalten kann und nicht nur einfach schnell spielt und in das Mikro schreit.

Dyers Eve: Das schnellste kommt zum Schluss. Das schnellste Lied auf dem Album, wo Lars nochmal zeigt wie schnell er spielen kann. Schnelle Solos, gute Lyrics.

Man kann viel schlechtes über das Album sagen: Produktion schlecht, Bass kaum hörbar, zu komplex. Aber damals hat sich Metallica einfach weiterentwickelt. Und wie sie das gemacht haben. Im Metalbereich gibt es kein so komplexes Album wie dieses. Es stimmt zwar, dass viele sich die Lieder öfters anhören müssen, damit sie das Album mögen. Aber hier zeigt Metallica was sie wirklich draufhaben. Melodisch ist dieses Album unschlagbar. Die Stimme von James Hetfield auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Komplexe Solos von Kirk Hammett, und auch Lars zeigt, dass er nicht einfach nur auf die Drums schlagen kann, sondern auch damit wirklich spielen kann. Für mich ist und bleibt es das beste Album überhaupt.

Ich gebe 5 Sterne!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Metallica's Abschied vom Thrash-Metal!, 20. März 2008
Rezension bezieht sich auf: And Justice for All (Audio CD)
Ich möchte hier nicht wie viele beurteilen welches denn nun das beste Album von Metallica ist! Insbesondere da man die älteren Werke nicht mit den neuen vergleichen kann, mir jedoch auch die neuen gut bis sehr gut gefallen. So bin ich erst mit "Load" 1996 zu Metallica gestoßen und habe erst nach und nach meine Sammlung komplettiert!
Auch möchte ich mich nicht festlegen welches der 4 Alben aus Metallica's Thrash-Zeit ich favorisiere, da sie mir zu nahe beieinanderliegen und jedes auf seine Art und Weise zu überzeugen weiss.

So sehe ich die Alben folgendermaßen:
Kill 'em All: schnell
Ride the Lightning: düster
Master Of Puppets: hart
...and Justice for All: eingängig (Wobei ich hinzufügen muss, dass sie alle 4 eingängig sind nur erscheint mir eben Justice als das Eingängigste)

So gehen mir Songs wie Blackened, ... And Justice For All (lang trotzdem nie langweilig), One (einer der größten Hits von Metallica - vor allem live meistens der Höhepunkt eines Metallica Konzerts) , The Shortest Straw, Harvester Of Sorrow (geile Doublebasseinlage zu Beginn) und To Live Is To Die oft tage- bis wochenlang nicht mehr aus dem Kopf nachdem ich sie gehört habe!

Das erste Album bei dem Jason Newsted den 1986 tödlich verunglückten Cliff Burton als Bassist ersetzt wenn man so will und zugleich das letzte Album mit dem man Metallica als Thrashmetalband bezeichnen kann auch wenn sich hier bereits ein bisschen der zukünftige musikalische Weg Metallica's abgezeichnet hat.

Ich trauere Metallica's Thrashzeiten eigentlich kaum nach da sie 4 Alben abgeliefert haben die alle (und das kann keiner abstreiten) zu den absoluten Meilensteinen des Thrashmetal gehören und das haben nur wenige Bands (Slayer, Sepultura, Pantera) ebenso geschafft!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hier hat Metallica Bergfest gefeiert, 8. März 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: And Justice for All (Audio CD)
Ich halte "And Justice for all..." für das gelungenste Album von Metallica und vielleicht den Abschluss von aggresiver, energiegeladener Gitarrenmusik. Es mag den Höhepunkt darstellen, bevor die Metallicats in popigere Rockballaden abglitten, die man sogar in das Autoradio schieben kann, wenn Mama und Papa mitfahren. Bei A.J.F.A. ist das anders. Die Musik ist wohlstrukturiert geradezu virtuos, die Texte sind aggresiv, provozierent z.T. sogar politisiert. Meine persönlichen Favoriten sind "A.J.F.A", der 9,.. Minuten-Überhammer von Metallica, gute Riffs, gesellschaftskritischer Text, viel Energie, desweiteren "Dyers Eve", welches für mich das härteste Stück neben "Garage inc."(Master of Puppets)und "Metal Militia"(Kill 'em all) darstellt, und "Harvester of Sorrow", dessen negative Brutalität schon manche meiner schlechten Stunden musikalisch untermalt hat. Aber es gibt auch keine richtig schlechten Stücke auf der Scheibe, zumal "One" (7:24 Minuten) das musikalische Spektrum(vom weichen Instrumentalpart bis zum Riffinferno) fast perfekt umreißt. Dieses Album bedeutet Energie, die Reinkarnation von Heavy Metall, trotz der immer wieder bemängelnden schlechten Produktion. Für mich ist das Album ein Kauftip für Leute, die über die Überkommerziallisierung der Nachfolgealben tiefer in die Sphäre von Metallica eindringen wollen. Hier findet man keine Popballaden, sondern noch guten, alten Metall. Ein Beweis dafür mag sein, daß im klassik-rockigem S&M nur nur "One" vertreten ist. Wenn ihr harte aber vituose E-Gitarrenmusik hören wollt, oder einen realistischen Eindruck von Metallica möchtet, führt an "And Justice for all..." kein Weg vorbei.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Insgesamt gute Weiterentwicklung mit produktionstechnischem Rückschritt, 22. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: And Justice for All (Audio CD)
Wenn man das 88er Album von Metallica zum ersten Mal hört, fallen sofort einige Veränderungen gegenüber den früheren Werken auf. Zum einen hat sich die Produktion, die zuvor bei "Master Of Puppets" erstmals wirklich gut war, wieder verschlechtert. Es gibt praktisch keinen Bass mehr zu hören, was wohl an der schwierigen Zeit nach dem Tod des ursprünglichen Bassisten Cliff Burton lag, dessen Nachfolger Jason Newsted ein extrem schweres Erbe antreten musste. Doch damit nicht genug, auch die restliche Produktion klingt irgendwie saft- und kraftlos. Damals war das noch nicht zu erkennen, aber mittlerweile wissen wir ja, dass sich an diesem Thema bis zum aktuellen Album "Death Magnetic" nach wie vor die Geister scheiden. Schade eigentlich, denn gerade auf "...And Justice For All" stehen komplexe Kompositionen, die sich eine viel besser Klangqualität verdient hätten, diese sogar gebraucht hätten, um sich vollständig zu entfalten.

Auffällig ist auch, dass diesmal nur wenige der Songs wirklich beim ersten Anhören sofort zu gefallen wissen und sich im Gehörgang festsetzen. Das liegt an der bereits angesprochenen Komplexität, die noch dazu durch die Überlänge einzelner Stücke verstärkt wird. So fallen beim ersten Hören lediglich 3 Stücke sofort auf, die allerdings hervorragend sind und trotz guter Eingängigkeit nichts an Langzeitwirkung einbüßen: der Opener "Blackened", der schwere Mid-Tempo-Groover "Harvester Of Sorrow" und einer der besten Metal-Tracks überhaupt: die Antikriegshymne "One". Ebenfalls gut gelungen ist der Titeltrack, eine auf über 9 Minuten ausgedehnte Achterbahn, die ihresgleichen sucht. Auch das Instrumental ("To Live Is To Die") weiß zu gefallen, wenngleich es für meinen Geschmack nicht an "The Call Of Ktulu" und auch nicht ganz an "Orion" heranreicht. "The Frayed Ends Of Sanity" geht ebenfalls in Ordnung, während der Rausschmeißer "Dyers Eve" für mich eher durchschnittlich klingt.

Am unteren Ende des Spektrums finden sich das langweilige "Eye Of The Beholder" und vor allem "The Shortest Straw", dass ich beinahe als Totalausfall bezeichnen möchte. Von diesem Stück blieb mir auch nach mehrmaligem Hören des Albums praktisch nichts im Gedächtnis.

Insgesamt setzt "...And Justice For All" den von der Band seit dem Debüt eingeschlagenen Kurs der stetigen Weiterentwicklung fort. Da das Album jedoch produktionstechnisch ein Rückschritt ist (was ich aber nicht als Katastrophe empfinde) und die Songauswahl zwar überzeugend, jedoch für mich einen Tick schwächer als auf den beiden Vorgängern ist, gibt es 4 Sterne. Nicht schlecht für eine Platte einer Band auf personellem und musikalischem Scheideweg.
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And Justice for All
And Justice for All von Metallica (Audio CD - 1988)
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