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am 1. Dezember 2012
Zwei Jahre nach dem weltweit erfolgreichen Debüt "Forever Young" veröffentlichten "Alphaville" 1986 ihr zweites Album "Afternoons in Utopia". Nach einem neunmonatigen Aufnahmeprozess konnten Marian Gold, Bernhard Lloyd und der für Frank Mertens in die Band gekommene Ricky Echolette ein Werk präsentieren, das gegenüber seinem Vorgänger melodisch andersartig, instrumentell deutlich komplexer und insgesamt vielschichtiger war. Leider wurde die stark gestiegene künstlerische Qualität durch die Hörer nicht honoriert; die Verkaufszahlen von "Afternoons in Utopia" erreichten mit rd. 500.000 abgesetzten Exemplaren kaum ein Viertel des Vorgängers. Entsprechendes galt für die ausgekoppelten Singles, die zwar in zahlreichen Ländern in die Charts kamen, dort jedoch nur moderate Platzierungen bei kurzen Verweilzeiten erreichten.

Das einleitende "IAO" besteht nur aus einer Refrainzeile des Titelsongs und ist mit seinen rd. 30 Sekunden ein kurzer Prolog. Als wenn ein fließender Übergang hergestellt werden sollte, setzen, lauter werdend, Drums des folgenden "Fantastic dream" ein. Dieses besticht durch eine einnehmende Melodie, eine hervorragende Instrumentierung und einen kraftvoll agierenden Sänger. Der ausgestrahlte Optimismus ist überwältigend. Das folgende "Jerusalem" führt die Stärken mit einer veränderten Stimmung und wesentlich erhöhtem Tempo fort. "Dance with me" war als Vorabsingle sicherlich die richtige Wahl. Gradlinig, schnell, energiegeladen hat der Titel alles, was einen exzellenten Popsong ausmacht.

Der nun folgende Titelsong kehrt die bisherige treibende und energische Stimmung ins Gegenteil. Gleich einer Besinnung, einem zur Ruhekommen wird das Tempo gedrosselt, die Klangkulisse ausgedünnt. Es ist, als trete man aus einem lauten, hellen Gemenge in eine dunkle, warme Unendlichkeit. Orgelklänge fungieren als Kern der Instrumentierung, der filigran klingende Synthies zur Seite gestellt wurden. Im Gegensatz zum energischen Einsatz bei den Vorgängern erscheint Gold hier zurückgesetzt, innerhalb der Instrumentierung stehend und lediglich Struktur gebend, ohne das Klangbild zu dominieren. "Afternoons in Utopia" wirkt geradezu sakral und ist der wohl sinnlichste Titel des Albums.

"Sensations" zieht das Tempo wieder deutlich an und wandelt die warme Düsternis des Vorgängers ins Kalte und ... Gespannte. Die Melodie wirkt beunruhigend und wird durch eine filigrane wie raue Instrumentierung getragen. Gold tritt wieder in den Vordergrund und stellt der Spannung von Melodie und Instrumenten seine Energie zur Seite.

"20th century" fungiert als kurze aber sehr wirkungsvolle Überleitung zur zweiten Albumhälfte, die deutlich sphärischer wird. "Voyager" beginnt mit filigranen Klängen und scheint in eine sphärische Unendlichkeit zu weisen. Obwohl mit einer eingängigen, Optimismus ausstrahlenden Melodie ausgestattet, scheint es aus dem zweidimensionalen Gefüge konventioneller Popmusik auszubrechen. Das folgende "Carol Masters" führt diese Stärken unter Drosselung des Tempos und einer Stimmungsumkehrung fort. War "Voyager" optimistisch, bringt "Carol Masters" Verletzlichkeit und Verzagtheit. Die Instrumentierung ist ungeheuer komplex, Gold liefert hier lediglich Struktur, ohne den Titel zu führen; Erhaben! Diese drei Titel wirken durch ihre Komplexität deutlich länger und innerhalb des Albums deutlich gewichtiger, als sie es von ihrer Spielzeit her wären.

"Universal Daddy" führt aus der sphärischen Unendlichkeit seiner Vorgänger heraus. Deutlich kraftvoller und rascher zugänglich als diese, war es mit Sicherheit die richtige Wahl als zweite Single. Auch hier zeigt sich eine hohe Komplexität der Instrumentierung, die beim ersten Hören durch die einnehmende Melodie und den treibenden Gesang verdeckt zu werden scheint. Innerhalb dieses Albumabschnittes wirkt es wie ein kurzes, starkes Aufflackern inmitten von sphärischem Zwielicht, denn das folgende "Lassie come home" kehrt die Stimmung unmittelbar. Sehr leise und nur mit wenigen Instrumenten beginnend, baut es erneut eine stille, sphärische Unendlichkeit auf. Es gibt keine Strophen, keinen Refrain - kein Ziel. Nur den Weg. Nachdem nach rd. fünf Minuten ein Gipfel erreicht zu sein scheint, findet der Hörer keinen Haltepunkt - nur eine langsame Auflösung ins Nichts. Wunderbar. Obwohl keine längere Unterbrechung zwischen den Titeln eingesetzt wurde, scheint der Abstand zum anschließenden "Red rose" enorm zu sein. Dieses kehrt zu vergleichsweise konventionellen Strukturen zurück und kombiniert erneut eine eingängige Melodie mit gekonnter Instrumentierung und exzellenten Stimmeneinsatz. Das abschließende "Lady bright" ist in seiner Lautstärke stark herabgesetzt und fungiert als kurze, aber wohlklingende und wirksame Auflösung des Albums.

Rückblickend erscheint der stark abgesunkene Erfolg von "Afternoons in Utopia" bedauerlich und auch ein wenig unverständlich. Bedauerlich dahingehend, dass nur ein relativ kleiner Kreis an Hörern die Gelegenheit nutzte, dieses äußerst beeindruckende Werk kennenzulernen. Gold, Lloyd und Echolette gelang eine nur selten anzutreffende Kombination aus einnehmenden, schönklingenden Melodien, einer außerordentlich ausgefeilten und variantenreichen Instrumentierung sowie einer mehr als gediegenen Stimmenarbeit, die im Übrigen einen sehr hohen Wiederkennungswert hat. Hinzu kommt eine sehr hohe Qualität der Texte, die mal präzise, mal sehr interpretierbar sind und zahlreiche Themenbereiche abdecken. Unverständlich dahingehend, als dass 1986 diverse exzellente Synthie-Pop-Alben anderer Bands erschienen, denen "Afternoons in Utopia" absolut ebenbürtig ist, die jedoch einen deutlich höheren kommerziellen Erfolg verbuchen konnten.

In meinen Ohren gehört "Afternoons in Utopia" zum absolut Besten, was innerhalb des Synthie-Pops hervorgebracht wurde und braucht keinen Vergleich mit anderen Spitzenerzeugnissen dieses Genres zu scheuen. Freunden elektronischer Klänge ist es unbedingt zu empfehlen, aber auch aufgeschlossene, nicht genre-gebundene Hörer sollten ihm eine Chance geben. Es lohnt sich.
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am 29. Oktober 1999
Afternoons in Utopia ist im besten Sinne ein kurzweiliges Hörvergnügen. Haben Alpaville auf ihrem ersten Album "Forever young", noch eher mit minimalistischer Instrumentierung gearbeitet, geriet ihnen mit "Afternoons in Utopia" nahezu eine allround-Instrumentierung mit Bläsern, eingängigen Basslines und ausgetüftelten Percussions.
Eingängige Dance-Popsongs befinden sich ebenso auf diesem Album, wie auch melodiöse Balladen, die man seit "Forever Young" ebenso erwartet.
Erstaunlicher Weise konnte das Album "Afternoons in Utopia" nicht an die Erfolge des Vorgängers anknüpfen. Denn auch auf diesem Album stellt Marian Gold die Wandelbarkeit seiner Stimme unter Beweis und Ricky Echolette und Bernhard Lloyd sorgen für eine eingängige, ja teilweise romantische musikalische Untermalung.
Ein Hörgenuss für alle Freunde des Synthiepops der 80er jahre.
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am 30. Juli 2008
Die Geschichte Alphavilles ist schon ein tragischer Fall. Obwohl die Band in den 80ern zwei richtungsweisende Popalben veröffentlichte und erst danach mit rasanten Stilwechseln viele Fans verprellte, gelangen den Münsteranern einige der bekanntesten Hits der Dekade. Konzentriert sich im Rückblick vieles auf das mit Chartserfolgen gespickte Debüt "Forever Young", lohnt doch ein Blick auf diesen Nachfolger, der komplexer, ausgereifter und vielfältiger daherkommt, ohne das Hitpotential seiner Songs zu vernachlässigen.

Nach der originellen Idee, den letzten Titel "Lady Bright" ganz einfach als ersten Track des Albums ausklingen zu lassen und ein Exzerpt des titelgebenden Tracks "Afternoons In Utopia" anzufügen, folgt mit "Jerusalem" schon einer der stärksten Songs der Platte. Melancholisch und von interessanten Sounds umrahmt wird über eine unglückliche Liebe philosophiert.

"Dance With Me", auch als Single veröffentlicht, ist sicherlich der kommerziellste Song der Platte, der aber unaufhaltsam nach vorn stürmt und zum Mittanzen animiert. Ganz bombastisch mit Kinderchören und Operngesängen kommt hingegen "Afternoons In Utopia" daher, während "Sensations" eher locker entspannt swingt.

Heinz Rudolf Kunze äußerste in der hochgelobten Musikdoku "Pop 2000" einmal, dass die zweite Hälfte der 80er Jahre musikalisch für ihn größtenteils äußerst belanglos waren. Dem ist sicherlich zuzustimmen, wenn man sich den Großteil der damailigen Charts noch einmal zu Gemüte führt. Das es auch das Gegenteil gab, beweist der Doppeltitel "20th Century"/"The Voyager". Vertrackt, verspielt, voll von aufregenden Arrangements, Bläsern, Chören - wahrlich opulent, meine Herren!

Einzig und allein "Carol Masters" bildet den - etwas unspiriert wirkenden - Ausreißer nach unten. Das ebenfalls als Single ausgekoppelte "Universal Daddy" führt zurück in sichere Gewässer, ehe dieses tolle Album mit dem zweiten Höhepunkt des Albums, dem siebenminütigen "Lassie Come Home", dem rockigen Stampfer "Red Rose" sowie dem bereits erwähnten experimentellen "Lady Bright" ausklingt.

Insgesamt ein zu Unrecht unterschätzter Klassiker, der in keiner 80er- Popalbensammlung fehlen sollte.
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am 4. Dezember 2002
Es geht um Fantasie, es geht um Sterne und Weite und es geht um Träume... "Afternoons in Utopia" ist ein Titel, der ahnen lässt, wohin die Musik dieses Albums führen will: in die entfernteren Bereiche unserer Vorstellungskraft. Geschichten werden in den einzelnen Liedern erzählt - fern der Realität, dafür in einer imaginären Umgebung, die Raum bietet für Fantasie und Vorstellung.
Melodiös kommt die Musik rüber, sphärisch, verspielt und manchmal traummalerisch. All das im typischen Gewand der 80er Jahre, mit viel Computer und Synthesizer, und generell durchaus tanzbar. Viele der Lieder sind durch eine instrumentale Überleitung verschmolzen, was einen kompakten und runden Gesamteindruck entstehen lässt.
Alles in allem ein funktionierendes Konzept, das die Erwartungen nicht enttäuscht, und eine gewisse "musikalische Reife" attestiert.
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am 21. August 2000
Nach dem Weggang von Frank Mertens erschien vorab die Single "Dance with me", die erstmalig für Alphaville nicht die Top Ten schaffte. Auch die anderen Singles "Universal Daddy", "Jerusalem" und "Red rose" waren nicht besonders erfolgreich, was die deutschen Charts angeht. Dabei ist der Sound dieser Lieder wirklich für die Ohren und (mit Ausnahme von "Jerusalem") die Füße geeignet. Auch das ganze Album ist eine schön komponierte Geschichte, insbesondere der Gag, das letzte Stück "Lady bright" auf der ersten Seite enden zu lassen, wirkt gut. Mein persönliches Lieblingslied ist jedoch die wunderschön sphärische Ballade "Lassie come home". Vielleicht ist das Album ein wenig überproduziert, aber dennoch ein nicht nur für eingefleischte Alphaville-Fans lohnendes Stück Popmusik.
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am 29. November 1999
Auf dieser CD haben Alphaville versucht, ein Konzeptalbum zu realisieren. Es geht in den Texten um eine utopische, gute oder bessere Welt, mit Respekt vor der Natur und natürlich Liebe. "Konzeptalbum" heißt aber andererseits nicht, daß Hits fehlen würden: "Dance with me" und "Jerusalem" sind beispielsweise durchaus erfolgreich gewesen. Dennoch entfaltet das Album als Erlebnis insgesamt seine größte Wirkung und ist wohl das reifste, wenn nicht das beste Alphaville-Album, auf jeden Fall in eine Reihe zu stellen mit "Forever Young" und "Salvation". Es war allerdings längst nicht so erfolgreich wie der erfolgreiche Vorgänger "Forever Young", ohne daß die Gründe klar würden. Vielleicht doch, weil Alphaville sich einer konsequenten Vermarktung stets verschlossen haben? Sehr gut ist das Album auf jeden Fall, und wirklich sehr empfehlenswert! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 23. Mai 2011
Grandioses zweites Studio-Album der deutschen Synthie-Kult-Band von 1986, dass nicht weniger als 27 Gastmusiker bei den Aufnahmen ihrer Songs beschäftigte, mit einem vielschichtigeren und anspruchsvolleren musikalischen Ergebnis als bei ihrem so erfolgreichen Synthie-Debut. Der typische Bandsound getragen von Synthesizer, E-Bass und Drums wurde durch E-Gitarre, Trompete, Saxophon und Posaune erweitert. Mit dem Überflieger der Scheibe "Dance with me", "Universal daddy", "Sensations" und "Red rose" sind auch vier typische Synthie-Dance-Kracher vertreten, die allesamt zu Single-Ehren kamen. Diese künstlerische Vielseitigkeit führte aber auch zu ruhigen und unwiderstehlichen Pop-Perlen wie "Fantastic dream", "Jerusalem", "Afternoons in utopia", "The voyager" und vorallem dem sphärischen "Lassie come home", mit das Beste was die Band bis heute produzierte. Ein künstlerisch starkes und anspruchsvolles Album, das weit unter seinem Wert gehandelt wurde, und trotz 5 Single-Auskoppelungen in den Charts den durchschlagenden Erfolg ihres Erstlings vermissen liess. Für mich ein weiterer Bandgeniestreich, und nach dem Jahrhundertalbum "Forever young" die mit Abstand beste Veröffentlichung der Band, dessen Klasse sie mit den nachfolgenden Werken nie mehr erreichen sollten.
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am 2. Oktober 2007
Wunderschöne Songs,wie Fantastic dream,Jerusalem,Dance with me,Afternoons in utopia,20th century,The voyager,Carol masters,Universal daddy,Lassie come home und Red rose machen dieses 1986 erschienene Werk der deutschen Band Alphaville zu einem Meisterwerk,das sich sogar noch vor dem Vorgänger FOREVER YOUNG einreiht,da es ausgereifter und abwechslungsreicher ist.
Trotzdem sollte man sich beide Alben zulegen,weil einfach beide genial sind!
Leider ist dieses Album damals total gefloppt und wurde bis auf Dance
with me auch nicht weiter beachtet,wie ich finde jedoch völlig zu unrecht,denn dieses Album ist eine Perle der 80er Pop Musik!
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am 26. Dezember 1999
Die meisten Hörer werden nicht bemerken, daß Alphaville bei jedem Album eine andere Besetzung hatten. Nur eine Position blieb immer gleich besetzt und macht Alphaville unverwechselbar: der Sänger Marian Gold. Seine phantastische Stimme bestimmt fast alle Titel auf dieser CD. Der Rest dürfte ohnehin überwiegend aus dem Computer stammen. Trotzdem haben Alphaville viele zeitlose Titel geschaffen, von denen sich einige auf diesem Album befinden. Speziell "Fantastic Dream" und "Dance With Me" kann man immer wieder hören, aber auch die Ballade "Afternoons in Utopia" hat einen unvergleichlichen Zauber. Obwohl diese CD bereits über 10 Jahre alt ist, finde ich sie noch immer großartig. Schade nur, daß es recht wenige Alben von Alphaville gibt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 18. Februar 2014
Afternoons In Utopia ist das zweite Album der deutschen Band Alphaville und ist 1986 erschienen. Alphaville hatten zwei Jahre zuvor mit dem Album Forever Young für Aufsehen gesorgt, an dessen kommerziellen Erfolg Afternoons In Utopia jedoch nicht anschließen konnte. Die Gruppe verschrieb sich erneut dem Synthie-Pop, allerdings kamen bei diesem Album auch Gitarren zum Einsatz, die durch das Eintreten von Ricky Echolette in die Band deren Klangspektrum erweiterten.Wie das Vorgängeralbum Forever Young wurde es von Warner Records herausgebracht, Produzent war ebenfalls Wolfgang Loos. Als Singleauskopplungen dienten Dance With Me, Universal Daddy, Jerusalem, Sensations und Red Rose.
Das Konzeptalbum besteht aus einem Intro, in dem eine tickende Uhr, Sänger Marian Gold und ein Chor zu hören ist. Das Thema wird am Ende des Albums in Lady Bright aufgenommen, dies soll den Eindruck als ein in sich geschlossenes, sich möglicherweise wiederholendes Werk erwecken. Der eingängige Aphaville-Sound mit eingängigen Refrains kommt besonders in Songs wie Dance With Me, Universal Daddy oder Jerusalem zum Ausdruck, wobei letzteres einen Aufruf zu Weltfrieden thematisiert und somit einen inhaltlichen Kernpunkt des Albums darstellt.
Alphavilles Leichtigkeit, die man vom Debütalbum Forever Young kannte, findet sich auch auf diesem Album wieder, besonders in Songs wie The Voyager oder Red Rose.
Kritik lässt sich daran äußern, dass Alphaville seine musikalische Variabilität im Mainstreambereich zugunsten eines alternativeren Konzeptes eingebüßt hat, was für einige etwas Positives, jedoch auch für viele etwas Negatives hat. Der Hang zum Alternativen spiegelt sich sowohl in den zum Teil abstrakten Texten (Sensations, Lassie Come Home) als auch in den Songs wieder (viele haben keine popmusikalischen Abläufe mehr, beispielsweise das langes Intro in Lassie Come Home oder das knapp anderhalbminütige 20th Century). Dies erschwert den schnellen Zugang zur Qualität des Albums, die es auf jeden Fall besitzt.
Darüber hinaus klingt das Album vorallem aufgrund der Synthesizer-Klänge unverwechselbar nach 80er Musik, was für den einen sehr erfreulich sein kann, für den anderen jedoch zu altmodisch erscheinen mag.
Deswegen wird für den Hörer heutiger Popmusik Alphavilles zweites Album erst nach mehrmaligem Hören zugänglich werden. Eine definitive Kaufempfehlung spreche ich für Fans der Synthesizer-lastigen Musik der 80er Jahre aus, sehr interessant ist Afternoons In Utopia jedoch auch für Fans feinsinniger, romantischer Popmusik. Hörern ohne Hörerfahrungen in der Musik der 1980er Jahre empfehle ich, sich vor dem Kauf Alphavilles Debütalbum Forever Young anzuhören.
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