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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spartanisch, 23. Juli 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: John Wesley Harding (Audio CD)
Schlagzeug, akustische gitarre (wahlweise piano), mundharmonika, bass: mehr gibts nicht.
Harter Tobak! Soviel ist sicher. Selbst eingefleischte Dylan-jünger dürften sich an den sound dieser platte erstmal haben gewöhnen müssen. Auch mit den frühen folk-platten, bei denen der ein oder andere track immer für eine instrumentelle überraschung gut war und aus dem homogenen rahmen ausbrach, hat "John Wesley Harding" insofern nicht viel zu tun.
Umgekehrt: Sogar das songwriting lässt einen in seiner radikalen simplizität erst mal verblüfft bis misstrauisch zurück. Strophe - mundharmonika (selbe akkordfolge) - strophe - mundharmonika - strophe - mundharmonika - ENDE.
Aber die songs sind, wenigstens zum ganz überwiegenden teil, ganz feine teile! Über "all along the watchtower" muss man wohl nix mehr sagen, auch das (mit der steel guitar nahehin 'pompöse' ;-) ) superb-raunende "I'll be your baby tonight" hat einen platz als timeless-classic sicher. Aber auch die unbekannteren tunes sind nicht von pappe: Die titelnummer begeistert als lupenreines folk-lamenti, wie Dylan seit spätestens "Bringin it all back..." keines mehr zu Stande gebracht hat. Noch besser ist die Platzaufnahme "As I went out one morning", eine aufregend-verzögerte Wildwest-Episode.
"St. Augustine" dagegen ist ein fast prototypischer Hänger, langweilig, ideenlos, lahm... Dann folgt ja der spätere Hendrix-Klassiker. Die nächste Ballade ist herrlicher Nonsense, in überragender Spielfreude vorgetragen und bereitet insofern gebührend den besten Titel der LP vor, den Wahnsinns-Song "Drifters Escape" - einer der besten Dylan-songs überhaupt, aber leider schmählich übersehen und übergangen, und für sich schon das Geld für die ganze scheibe wert. Diese Aufnahme hat alles - Drive und schmiss, intelligenz, gefühl und das unvergleichliche gespür für den sound, der nicht mehr aus dem ohr geht. SUPER!
"Dear Landlord" flacht dagegen freilich etwas ab, bewegt aber und verblüfft kompositorisch mit verrückten synkopen. Der "lonesome hobo" ist eine frühe, aber würdige reprise auf "drifters escape". Der "wicked messenger" - ein passender name - lässt den hörer wahrlich "wicked" zurück, aber das überragende "Down along the cove" stellt nochmal einen späten, umso überragenderen höhepunkt der zweiten lp-seite dar: ein ur-straighter rockabilly-blues kurz vor der schwelle zum rock'n'roll, gekonnt-sublim-spannungssteigernd intoniert: Weltklasse. "I'll be your baby tonight" ist der zärtlichste dylan song überhaupt. (und insofern wohl nicht gerade eine empfehlung als Don Juan: "C'mon, kick your shoes off, do not fear, bring the bottle over here, I'll be you baby tonight"...)
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Karge Homogenität, 12. März 2007
Rezension bezieht sich auf: John Wesley Harding (Audio CD)
Die karge, biblische Schlichtheit von JOHN WESLEY HARDING war nach Dylans schwerem Motorradunfall ein Jahr zuvor kaum verwunderlich, da er nachdenklicher und ruhiger geworden war. Dennoch war es für viele auch enttäuschend ihn nach den drei überaus erfolgreichen und wegweisenden Alben zuvor in einer so reduzierten Form zu hören. Meiner Meinung nach das bis heute am meisten unterschätzte Dylan-Werk, da es nicht nur Meilensteine wie ALL ALONG THE WATCHTOWER, DRIFTERS ESCAPE oder die oft gecoverte Country-Ballade aus Dylans Feder I LL BE YOUR BABY TONIGHT enthält, sondern auch im textlichen und musikalischen Gesamtkonzept keine Wünsche offen lässt und eine unnachahmliche Homogenität ausstrahlt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die definitive Edition einer unverzichtbaren Platte, 29. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: John Wesley Harding [Vinyl LP] (Vinyl)
Zusammen mit den Basement Tapes, Nashville Skyline, New Morning und dem notorisch unterschätzten Selfportrait lässt sich JWH jener Phase in Dylans Schaffen zurechnen, in der er eine in seinem restlichen Oeuvre nur selten zu findende Qualtität an den Tag legt; Demut nämlich.

So bahnbrechend und zeitlos Dylans legendäre Put-Down-Songs und schneidenden Farewells sind, hege ich seit jeher große Sympathie für die menschenfreundlichen und (im besten Sinn) bescheidenen Werke der späten 60er bzw. frühen 70er. Und JWH klang noch nie so gut, wie auf dieser Mono-Veröffentlichng von 2010.

Den Remastering-Ingeneuren ist es gelungen die Mängel der (trotz der Produktion des von mir hoch geschätzten Bob Johnston seltsam unprofessionellen) Aufnahmen in den Griff zu bekommen; endlich fräst sich die Mundharmonika nicht mehr ganz so schrill in den Gehörgang, endlich bekommt Charles McCoys Bass jene trockene Präsenz, die er verdient und sogar die (durch einen vergessenen Mikro-Schutz herrührenden) Plopp-Geräusche bei Dylans S- und P-Lauten sind auf ein Minimum reduziert.

Der Mono-Mix verschweißt die 4 Mann Combo zu einer lässig swingenden Einheit und passt ausgesprochen gut zu der biblisch konzisen Kürze der Songs. Mit dieser Veröffentlichung hat man die Gelegenheit ein altbekanntes Werk völlig neu zu entdecken.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bibel-Rock, 27. November 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: John Wesley Harding (Audio CD)
Das "erste Bibel Rock Album" hat Bob Dylan "John Wesley Harding" einmal genannt. Und die gebrauchten Worte erinnern in der Tat an die Bibel, der ganze Stil des Albums unterscheidet sich wesentlich von der Trilogie 65/66. Zwischen der Trilogie und "John Wesley Harding" lagen Dylans Motorradunfall und die "Basement Tapes", von denen Teile 1975 veröffentlicht werden sollten. Musikalisch ist "John Wesley Harding" eine sehr ruhige Platte, die weitgehend von Experimenten Abstand nimmt und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren scheint. Highlights der Platte sind "All Along the Watchtower" (später von unter anderem Jimi Hendrix gecovert, Dylan selber war begeistert über Hendrix' Version des Songs) und das Schlußlied "I'll Be Your Baby Tonight". Die mystische Stimmung der Platte erfordert aber Beschäftigung mit Musik und Lyrik und macht "einfaches Hören" nicht möglich. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unterschätzt, 2. Oktober 2009
Von 
Stephan Urban "stevo" (wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: John Wesley Harding (Audio CD)
äh, also ich hör' den motorradunfall, den BD ein jahr zuvor gehabt haben soll, definitiv hier nicht raus.

was ich raushöre, ist ein album, dass eine logische und konsequente fortsetzung von "bringing it all back home" und "highway 61 revisited" darstellt.

ich sage bewußt fortsetzung und nicht fortführung. zwar erweitert his bobness hier - sparsam aber doch - die instrumentierung ein ganz klein wenig, sound und grundstimmung unterscheiden sich für mich nur unwesentlich von den beiden großen altvorderen.

dies ist ein ziemlich unterschätztes werk, einmal damit vertraut, will man doch keinen song missen. das songwriting ist vielleicht nicht durchgehend auf allerhöchstem niveau, dafür findet sich hier zb "all along the watchtower", ein oft gecoverter song, hier im original, unverfälscht, echt, saugut!

"drifters escape" ist unbedingt noch hervorzuheben und natürlich der edelraunzer und ebenso oftmalig misshandeltes cover-opfer "i'll be your baby tonight".

ich schätze das album mit jedem durchgang mehr und stelle es - zu recht, wie ich meine - in die nähe der obgenannten.

das remastering verdient höchstes lob. sehr durchhörbar ist das, unkomprimiert, die stimme in allen nuancen festgehalten, klar und kräftig, kaum zu glauben, dass man hier eine columbia-pop-produktion aus dem jahre 1967 hört.

für leute, die BD etwas abgewinnen können: pflicht!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dylan macht Country und einfache Folk-Songs, 29. November 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: John Wesley Harding (Audio CD)
Nach seinem Motorradunfall 1966, in der Zeit in der Dylan zu einem der bekanntesten Popstars geworden ist, wurde es ruhig um ihn. Er widmete sich weitgehend seiner Familie und das Tourleben war ihm auch fern. Lediglich das später erschiene Doppelalbum "Basement Tapes" zeugt von seinem Werken während dieser Zeit. Und so war man denn auch gespannt auf diese 1968 erschienene Album. Doch Dylan kehrte sich ab von den langen und verschlüsselten Texten der "Blonde On Blonde" - Periode. Zurück zu den Wurzel, einfache Song, nur mit Gitarre, Schlagzeug und Bass und eine dominanten Mundharmonika instrumentiert. Songs, die von amerikanischen Robin Hoods handeln ("John Wesley Harding") und Liebeslieder ("I'll be Your baby Tonight"). Einzig "All Along the Watchtower" erinnert an frühere Tage. Ein Song dessen über dessen Intention sich heute noch die Dylanologen den Kopf zerbrechen, der erst durch Jimi Hendrix elektrisierte Version berühmt geworden ist. Dylan selbst nahm diese Version auch zum Anlaß, daraus einen aufwühlenden Rocksong zu machen. Der letzte Song des Albums "I'll be Your baby tonight" deutet schon auf die nachfolgende LP "Nashville Skyline", ein klassisches Album, hin, das zu Dylans besten gehört. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eher überschätzt..., 30. August 2010
Rezension bezieht sich auf: John Wesley Harding (Audio CD)
...wird JOHN WESLEY HARDING im allgemeinen - ein wenig zumindest, würde ich sagen.
Ich gaube, dass das Comeback nach Bob Dylans Motorradunfall schlicht und einfach ein bisschen zu sehr hochstilisiert wird. ABER: Das soll jetzt keineswegs heißen, dass JWH ein schlechtes Album wäre - im Gegenteil.

ALL ALONG THE WATCHTOWER und DRIFTER'S ESCAPE (davon gibt's übrigens eine interessante Mundart-Coverversion von Wolfgang Ambros) sind zwei richtig, richtig gute Dylan-Songs, die berechtigt auf jeder Dylan-Best-of (so unzulangend so ein Sampler auch immer wäre) Platz finden könnten.
Trotzdem ist es keine Glanzleistung. Schuld daran hat vor allem Mr. Dylan selbst, der mit BLONDE ON BLONDE und all den anderen Klassikern, die er zuvor auf den Markt gebracht hatte die Messlatte selbst sehr hoch gelegt hatte.
Keineswegs - so finde ich - jedoch würde ich eine Schwäche dieses Albums in der eher kargen Instrumentrialisierung und Inszenierung der Songs sehen. Es war klar, dass Herr Dylan früher oder später wieder leisere Töne anschlagen würde.
Und genau darin liegt - glaube ich - der Grund für den etwas übertriebenen Kult, der rund um JWH gemacht wird: DYLAN, gerade elektrisch und vielseitig geworden hat Motorradunfall, der ihn einschneidend prägt und somit auch seinen Stil verändert...
Seinen Stil hat Bob Dylan später noch viele andere Male ausgelotet und leicht verändert, über Bord geworfen hat er ihn aber - Gott sei Dank - nie...

Genau deshalb dürfen wir uns heutzutage auch über ein so riesengroßes, gelungenes Werkverzeichnis freuen, wenn wir den Namen "Bob Dylan" googeln, in Büchern nachlesen oder auf amazon suchen...
Es hat schon seinen guten Grund, warum in Dylans Albenchronologie so viele wirklich starke Alben und verhältnismäßig wenige "Aussetzer" zu finden sind. Er ist nach wie vor ein MAESTRO auf seinem Gebiet. Bob Dylan hat wie kaum ein anderer ein Gespür dafür, wann er was zu machen hat. Auch damals hatte er es offenbar schon...

Ich bleibe dabei: JOHN WESLEY HARDING ist ein durchwegs gelungenes erstes Comeback Dylans. Trotzdem halte ich es oftmals für etwas überbewertet...
Das weniger gerühmte Nachfolgewerk NASHVILLE SKYLINE halte ich für ebenbürtig.

4 STERNE sind's natürlich trotzdem!
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John Wesley Harding
John Wesley Harding von Bob Dylan (Audio CD - 1989)
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