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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viel besser als sein Ruf
"Down in the Groove" ist vielleicht nicht der Gipfel von Dylans musikalischem Schaffen. Allerdings hat das Album nicht den schlechten Ruf verdient, den es in Insider-Kreisen offenbar zu haben scheint. Einige Tracks sind nur Durchschnitt, das ist richtig.
Aber wie bei Dylan nicht anders zu erwarten, finden sich auch hier einige Perlen, die unbedingt hörenswert...
Veröffentlicht am 29. September 2004 von weiser111

versus
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mehr down als Groove...
Ende der Achtziger fiel Dylan in eine tiefe Identitätskrise, was sich u. a. in einer deftigen Schreibblockade und ziel- und lustlosen Auftritten niederschlug. Ich sah Bob Dylan live '87 in der Festhalle in Frankfurt. Im Vorprogramm Roger McGuinn solo, dann Tom Petty & The Heartbreakers (zusammen spielte man sogar I want to hold your Hand) - und ich wurde bei der...
Veröffentlicht am 11. Juni 2008 von Toby Tambourine


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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viel besser als sein Ruf, 29. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Down in the Groove (Audio CD)
"Down in the Groove" ist vielleicht nicht der Gipfel von Dylans musikalischem Schaffen. Allerdings hat das Album nicht den schlechten Ruf verdient, den es in Insider-Kreisen offenbar zu haben scheint. Einige Tracks sind nur Durchschnitt, das ist richtig.
Aber wie bei Dylan nicht anders zu erwarten, finden sich auch hier einige Perlen, die unbedingt hörenswert sind und Beachtung verdienen: Das schwarzhumorige "Ninety Miles an Hour" beispielsweise wartet mit tiefstmöglichem Bassgesang im Hintergrund auf und ist so "dylan" wie ein Stück nur sein kann; es steht auf meiner Liste der "All Time Favourites". Ähnliches gilt für "Shenandoah", einem unverwüstlichen Klassiker, den der Meister erfreulich leichtfüßig rüberbringt; und auch bei einigen anderen Nummern handelt sich's um solide Dylan-Ware, die man immer wieder gern hört. -- Hat eigentlich schonmal jemand bemerkt, dass "Ugliest Girl in the World", das musikalisch leider etwas abfällt, eine Hommage à William Shakespeares 130. Sonett sein könnte? Der Text hat's nämlich in sich, wenn man dies im Hinterkopf behält.
Kurz: Auch dieses Album ist ein echter Dylan!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Down in the groove, 15. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Down in the Groove (Audio CD)
"Down in the groove" wird von vielen an Dylan interessierten Menschen als eine seiner vier schlechtesten Platten eingeschätzt. Die anderen wären "Self Portrait", "Dylan" und "Knocked out loaded".

Ich mag "Down in the groove". Es war meine zweite Dylan-Platte, kurz vor Weihnachten 1988 als LP gekauft, rund zwanzig Jahre später nochmal als CD besorgt. Im allgemeinen Verständnis gilt die Zeit von Mitte der Achtziger bis irgendwann in die Neunziger hinein als Dylans uninspirierendste Phase. Nur die großartige "Oh Mercy" überzeugte die meisten an Dylan Interessierten. Manche halten die gesamten Achtziger bei Dylan für vollkommen missglückt, aber auch die beiden Folk/Blues-Scheiben Anfang der Neunziger wurden von nicht wenigen in die Tonne gekloppt. So what? Warum mag ich "Down in the groove"? Da gibt es einmal nostalgische Gründe. 1988 hörte kaum einer den ich kannte Bob Dylan. Und wenn, dann kamen natürlich die Klassiker von Mitte der Sechziger bis Mitte der Siebziger. Vielleicht noch den ein oder anderen Folksong von den ersten vier Scheiben. Aber ansonsten war Dylan, abgesehen von Menschen die damals um die 40 schwirrten, out. Ich hatte mir im Frühling 1988 "Subterranean Homesick Blues" (bzw. "Bringing it all back home") gekauft, weil ich Beatles-Fan war und durch die Fab Four auf Dylan kam. Und da mir die Platte sehr gefiel, kam ich auf die Idee, mir was Aktuelles von Dylan zu kaufen. So wurde die Platte zufällig meine zweite Dylan-Scheibe. Dies stellt eine emotionale Verbindung her, erklärt aber nicht, warum ich heute immer noch die zehn Songs der Platte gerne höre. Und warum auch andere an der Platte Gefallen finden können.

"Down in the groove" gehört zu den wenigen Scheiben in Dylans Werk, zu denen er wenig eigene Songes beigesteuert hat. Nur zwei Songs hat er alleine geschrieben, davon stammt einer noch aus den Sessions zu "Infidels" vom April/Mai 1983. Des Weiteren vertonte Dylan zwei Texte des Greatful Dead-Texters Robert Hunter, mit dem er über zwanzig Jahre später bei "Together through life" wieder intensiv kooperierte. "Shenandoah" ist ein Traditional und die restlichen fünf Songs stammen von anderen Komponisten. Dylan glänzt hier also nicht durch phantastische Texte oder eindringliche Kompositionen. Er covert viel, es gibt zudem viele Outake-Coversongs, er ist auf der Suche nach einem Sound. Weg von der Achtziger-Studio-Technik, die bei "Infidels" erste Spuren hinterließ, dann bei "Empire Burlesque" deutlich hörbar war und beim 86er-Album "Knocked out loaded" auch noch deutliche Zeichen setzte. Es gibt bei "Down in the groove" noch einige letzte Zuckungen des 80er-Sounds, ich empfinde den Klang der Platte aber in einer folgerichtigen Reihe mit den beiden Nachfolgern "Oh Mercy" und "Under the red sky".

Der Opener "Let`s stick together" ist einer von fünf Rhythm and Blues-Songs auf der Scheibe. Stilistisch passen "Sally Sue Brown", "Had a dream about you, baby", "Ugliest girl in the world" und mit Abstrichen "Silvio" dazu. "Silvio", eine Dylan-Hunter Kooperation gehört(e) offensichtlich zu Dylans Favoriten. Zwischen dem Beginn seiner "Never Ending Tour" 1988 und 1999 lag der Song in der Liste der am häufigsten gespielten Songs auf Platz vier, vor bspw. "Like a rolling stone" oder "Maggie`s farm"! Auch in den Jahren danach (bis 2004) hat Dylan den Song gespielt und ich mag ihn. Er ist flockig, er hat Groove, es macht mir Freude ihn zu hören. Dylan wird hier von einem Zwei-Frauen-Gospelchor und drei Greatful Dead-Mitgliedern unterstützt. Auch wenn sich der Song auf einer Greatest Hits-Platte findet, ist er, gemessen an den Verkaufszahlen oder dem Bewußtsein der meisten Fans, tatsächlich keiner der großen Dylan-Songs. Dennoch ist es eine Nummer, die gute Laune macht, auf Konzerten gut kommt und eventuell (von Hunters Text her) mehr mit Dylan zu tun haben könnte, als man denkt.

"Let`s stick together" wurde von einem Kritiker mal als farblos beschrieben. I can`t help it, aber ich mag den Song! Es ist ein guter Opener, er gibt eine guten Groove vor, ich mag diese Art von Songs. Es ist für mich ein amerikanischer Song, im Stile vom alten R & B eine bestimmte Art von Energie, mir gefällt die Harmonika und insgesamt hat das Lied einen guten Rhythmus. Der Song behandelt das Thema Ehe. Die schmerzvolle Scheidung seiner ersten Ehe, aber auch seine damals noch nicht öffentlich bekannte zweite Ehe mögen hier eventuell ihren Teil beigetragen haben. Danach folgt mit "When did you leave heaven?" einer meiner Dylan-Lieblingssongs. Das Lied ist ein Standard, in den 30er-Jahren für einen Film geschrieben. Dylan besingt hingebungsvoll und intensiv eine engelsgleiche Frau. Ich kann hören, wie sehr Dylan diesen Song mag. Unterstützt wird sein Gesang und seine Gitarre von Madelyn Quebec (Gesang/Keyboard) und den Drums des Toningenieurs Stephen Shelton.

Das nachfolgende "Sally Sue Brown" ist, genau wie die bereits erwähnten "Had a dream about you, baby" & "Ugliest girl in the world" ein etwas schlampig dargebotener Rhythm and Blues-Song. Dylan und seine jeweilgen Mitstreiter hauen einfach einen Song raus. Kein neues Meisterwerk a la wie so viele, einfach ein Song. Warum denn nicht? Keine Dylan-Highlights, aber gute Jamming-Songs, die Stones haben viele solcher Nummern gemacht. Im Nachhinein scheint sich Dylan hier für die Platten von 1989 & 1990 einzugrooven. Er kehrt dem 80er-Design den Rücken und jammt vor zu seinen Wurzeln. Eine Richtung die Dylan von nun an bis heute einhält. Aktueller Zeitgeist ist bei ihm nun nicht mehr zu finden.

"Death is not the end", ein Outtake der Infidels-Sessions vom April 1983. Es gab einiges Hin und Her bei der Zusammenstellung von "Down in the groove", es gab drei verschiedene Songlisten und "Death is not the end" kam letztendlich erst im Frühjahr 1988 auf die Liste. Thematisch passt der Song besser zu den Liedern von "Infidels", kennt man man jedoch nicht die Hintergründe, macht dies eigentlich keinen Unterschied aus. Auch wenn der Song anders klingt als die restlichen Songs der Scheibe, so wurde er doch gut in die Platte integriert. Die Grundaussage des Songs, dass der Tod nicht das Ende ist, passt gut zu dem Dylanbild der Jahre 1979 bis etwa 1983. Nach "Infidels" hatte sich Dylan auf Platte nicht mehr in diese Richtung geäußert. Irgendetwas hatte ihn im März/April 1988 aber bewogen diesen Song auf die Platte zu nehmen. "Death is not the end" ist der Song auf "Down in the groove", der die längste Zeit benötigte, um mich für ihn einzunehmen. Mittlerweile mag ich ihn, auch wenn ich die meisten anderen Songs der Infidels-Sessions für stärker halte.

Zum Schluß folgen drei Perlen, die im Nachhinein (aber vermutlich zufällig oder sollte es doch eine göttliche oder wie auch immer gelenkte schicksalshafte Fügung sein?) das grandiose "Oh Mercy" ankündigen. "Ninety miles an hour", ein weiterer Song über die Ehe, hier im Gegensatz zu "Let`s stick together" aber ein Lied über Untreue. Ich finde den Song sehr intensiv gesungen, eine packende Nummer. Die zerstörerische Kraft der Liebe und der Lust, des Begehrens, wird hier durch Dylans Gesang und die Musik deutlich. Es folgt ein ausgelassenes "Shenandoah", ein Lied über einen Fluss, über eine Frau, Tochter eines Indianerhäuptlings. Die folkigste Nummer des Albums, eine zwitschernde Mundharmonika. Ein schönes, ein sehr hübsches und positiv stimmendes Lied. Zum Abschluss folgt mit "Rank strangers to me" eine wirklich phantastische Nummer. Dylan beginnt mit Rhythm and Blues, steuert einen Song über eine engelhafte Frau bei, jammt einige Songs, bestätigt, dass nach seinem Glauben der Tod nicht das Ende ist, singt über Ehebruch, dann über eine Fluss oder eine Indianerin und schließt mit einer eigentlich trostlosen Botschaft. Allerdings in einer sehr einnehmenden Form. Bevor man den Text hört, ihn versteht, spürt man die Stimmung. Ein Song über einen Besuch in der Heimatstadt, die Stadt ist nicht mehr die alte, die Freunde von einst sind weg, das Leben scheint ausgehaucht, man sieht und fühlt nichts Vertrautes mehr. Jede Verbindung scheint ausgestorben. Der Song, ein Countrysong mit Gospelfeeling, ist sparsam instrumentiert. Es scheint neben Dylans Gitarre nur noch einen Bass mit eindringlichem Hall zu geben. Dylan singt bei diesem Lied phantastisch, bei einigen Stücken auf "Down in the groove" hat er (und die jeweiligen Begleitmusiker) etwas schlampig gejammt, was ich jedoch - wie beschrieben - absolut O.K. finde und was betreffenden Songs auch Charme verleit. Hier ist er aber auf den Punkt genau da. Auch wenn es im Innencover nicht angegeben ist, hört man beim Refrain eine zweite Stimme, vermutlich die von Madelyn Quebec. Eine wunderbare Nummer, die ein sehr unterschätztes Album perfekt abschließt. Was sollte hier denn jetzt noch kommen?

Sechs der zehn Liedern von "Down in the groove", die Songs Nummer 1, 2, 7, 8, 9 und 10 mag ich nicht missen. Die anderen vier höre ich gerne und halte sie keineswegs für misslungen. Alles in allem, auch wenn sich hier nur wenige Dylan-Originale tummeln und die überwältigende Mehrheit derjenigen, die die Platte angehört haben, sie für Abfallmaterial oder bestenfalls einen Flop halten, ich mag "Down in the groove" sehr gerne und lege sie immer wieder auf. Und in einem Rutsch mit "Oh Mercy" und "Under the red sky" angehört, mag sich für manchen das ein oder andere Ohr öffnen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Völlig unterbewertet, 5. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Down in the Groove (Audio CD)
Mit "Down in the groove" beschert uns Dylan ein weiteres umstrittenes Werk seiner langen Musikerkarriere. Nach Meinung vieler Fans und Fachleute ist diese CD kennzeichnend für den Tiefpunkt seines künstlerischen Schaffens.
Da bin ich mir nicht so sicher, da Dylan Ende der Achziger v.a. mit seinem Traveling Wilburysprojekt durchaus sehr erfolgreich war. Ihm Demotivation zu untersetellen, halte ich für ungerechtfertigt, auch wenn er in dieser Zeit eine Reihe scheinbar liebloser Liveauftritte hatte.
Dass er kein begnadeter Entertainer ist (und auf der Bühne auch wenig tanzt) dürfte sich ja langsam herumgesprochen haben. Da ist er aber nicht der Einzige. Auch Van Morrison beispielsweise ist bekannt für sein scheinbares Desinteresse am Publikum. (So saß V.M. vor drei Jahren, zwanzig Minuten nachdem er in Berlin sein letztes Lied gespielt hatte, schon wieder im Hotel, während zur gleichen Zeit ein sichtlich enttäuschtes Publikum noch vergeblich auf wenigstens eine Zugabe hoffte.) Van Morrison sieht man das aber gerne nach. Keiner hätte seine damals aktuelle CD deswegen so zerrissen.
Außerdem ist mir unverständlich, wie Dylan nur ein Jahr nach der Herausgabe seiner vermeintlich schlechtesten eine seiner angeblich besten CD's ("Oh Mercy")veröffentlichen konnte. Da ist der Qualitätssprung, selbst für Dylans Verhältnisse, doch wohl etwas sehr groß.
Auch der Trend, traditionelle Folk- oder Bluessongs zu covern, zeugt meiner Meinung nach nicht von Einfallslosigkeit sondern vom kreativen Beginn einer Phase in welcher Dylan versuchte, traditionelle amerikanische Songs neu zu interpretieren und die bis Anfang der Neunziger anhielt.
Wenn er live dann doch meist andere Lieder spielte, bedeutet daß sicher nicht, daß er sich von diesen Liedern wieder distansierte. Man erlebt ja bei seinen Konzerten immer wieder, daß die Leute vor allem seine großen Hits (Am liebsten "Blowing in the wind" mit Akustikgitarre und Mundi in der Endlosschleife, so als ob es immer noch Leute gibt, die nicht verstanden haben, daß er auch E- Gitarre spielen kann.) und nicht eine neue Version von "Shenendoah" hören wollen, auch wenn sie noch so gut ist.
Bei der Bewertung von "Down in the groove" kann ich mich nur der Meinung des Musikkritikers von "Audio" anschließen, der die CD als: "...Dylans lebendigstes Album seit vielen Jahren..." bezeichnet.
Lieder wie "Death is not the end", "Ninety miles and hour", "Shenendoah" und v.a.
"Rank strangers to me" gehören zu den schönsten und melodiösesten Liedern, die Dylan je geschrieben hat.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dylan groovt - Lets stick together, 11. August 2014
Von 
M. Pauli "mpauli26" (Liederbach, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Down in the Groove (Audio CD)
Gleich der Opener doch eher ungewöhnlich für Dylan, die Coverversion von Let's stick together (bei Canned Head "Lets work together"). Es groovt, es ist Rhythm and Blues. Danach die Ballade "When did you leave heaven", ebenfalls ein Cover. Erinnert mich ein bißchen an "When I see you in heaven" von E.C. oder "I never thought you leave.." von Stevie Wonder. Traurig-schön. Supergut gefällt mir das Remake von Death ist not the end, danach das von Beau hill produzierte Had a dream about you (schön knarzig rockend) und Silivo mit 3 Grateful-Dead-Heads im Background.
Die Platte wird noch unterstützt von Steve Jones, Eric Clapton und Mark Knopfler an einzelnen Stellen an der Gitarre. Mir gefällt sie wirklich sehr gut, weil es mal eine rockige Dylan-Scheibe ist. Was mir nicht sooo gut gefällt, ist das die meisten Titel kein Ende haben sondern ausgeblendet werden. Davon bin ich nicht so der Fan, daher 1 Punkt Abzug. Die Laufzeit ist kurz, aber dafür gut, was will ich mit Füllmaterial.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mehr down als Groove..., 11. Juni 2008
Von 
Toby Tambourine (Gießen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Down in the Groove (Audio CD)
Ende der Achtziger fiel Dylan in eine tiefe Identitätskrise, was sich u. a. in einer deftigen Schreibblockade und ziel- und lustlosen Auftritten niederschlug. Ich sah Bob Dylan live '87 in der Festhalle in Frankfurt. Im Vorprogramm Roger McGuinn solo, dann Tom Petty & The Heartbreakers (zusammen spielte man sogar I want to hold your Hand) - und ich wurde bei der Gelegenheit Tom Petty-Fan! Obwohl die Heartbreakers Dylans Band auf dieser Tour und heiß und spielbereit waren, ließ er sich locker eine halbe Stunde Zeit, bis er dazu schlurfte, eine Stunde lang zwölf Lieder spielte, zwei Zugaben - und das war's. Gut, die Festhalle war nicht ganz ausverkauft, dafür konnten aber die Anwesenden nichts; ich hatte das Gefühl, als wolle Dylan sich rächen, dass die Halle nicht voll war, und dass er mit Auftritten wie diesen sein Publikum wirklich vergraulen wollte. (In seiner Autobiographie ist zu lesen, dass er sich zu dieser Zeit wirklich mit dem Gedanken trug, sich zur Ruhe zu setzen.)

"Down in the Groove", in dieser Zeit entstanden, legt Zeugnis ab von Dylans Gemütsverfassung. Zwar hat das Album einige der notwendigen Zutaten - gute, gar prominente Musiker (Eric Clapton, Mark Knopfler, Ron Wood); aber das Ganze ist eben mehr als die Summe seiner Teile. Außer Dylans Stimme gibt es hier nicht viel, was man 25 Jahre lang an Dylan schätzen gelernt hat: einzigartige Kompositionen, inspirierte Interpretationen und vor allem diese gewisse Magie... Von den 10 Liedern hat Dylan nur vier selber geschrieben, davon wiederum zwei mit Ko-Autoren - und es spricht Bände, dass die Platte, mit 32 Minuten Laufzeit (!) sogar kurz für eine LP (wahrscheinlich seine kürzeste seit "Nashville Skyline"), noch mit einem Outtake aus den "Infidels"-Sessions (Death is not the End) gestreckt werden mußte.

Nichts gegen Covern, auch bei Dylan - aber man vermisst hier jede Richtung, jede Spiellaune, jede Inspiration. Dylan selbst scheint beim Aufnehmen nicht so genau gewusst zu haben, warum er überhaupt im Studio war und was dabei rauskommen sollte.

Silvio erscheint wiederholt auf Samplern und ist der kompakteste Titel hier; allerdings an Dylans üblichem Standard gemessen gerade Durchschnitt. Ugliest Girl in the World soll wohl irgendwie witzig sein, führt aber nicht wirklich irgendwo hin. Es war auch keine so glückliche Entscheidung, das Album mit drei eher ruhigen Titeln auslaufen zu lassen. Nicht, dass die Platte nicht ihre Momente hätte; Larry Kleins ätherischer Fretless Bass z.B. verleiht Rank Strangers to me das gewisse Etwas.

Alles in allem jedoch gab's hier wahrlich nicht viel Dylan fürs Geld. Immerhin ist die Platte wieder deutlich natürlicher produziert als ihr unsäglicher Vorgänger "Knocked out loaded"; den Extra-Stern gibt's hier dafür, dass Dylan sich langsam wieder vage daran erinnerte, wie man ROCKT.

P.S. Auf dem (lange vergriffenen) Soundtrack "Hearts of Fire" ('87) erschienen mit The Usual, Night after Night und einer alternativen Fassung von Had a Dream about you Baby drei Titel aus derselben Schaffensperiode, die die Laufzeit - und den Kaufwert! - dieser LP (von der CD ganz zu schweigen) etwas hätten aufstocken können.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Merkwürdiges Album, aber beachtenswert, 23. Mai 2011
Von 
Christian Günther - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Down in the Groove (Audio CD)
Es bleibt wohl unstrittig, daß die 80er Jahre nicht unbedingt das Jahrzehnt von Bob Dylan waren. "Down in the groove" ist dafür durchaus auch ein Beleg. Zum Meilenstein oder gar zum Meisterwerk läßt sich dieses Album des Jahres 1988 nicht erheben, auch mit ganz viel Liebe nicht. Da ich Dylan-Fans aber grundsätzlich unterstelle, daß sie einen überdurchschnittlichen Sinn für Skurrilität haben, sollte auch diese Platte in keiner Dylan-Sammlung fehlen. Es poltert loß mit dem Klassiker "Let's stick together" (Original von Wilbert Harrison, bekannter wohl von Bryan Ferry) und man fragt sich schon nach Sekunden: Wurde am Tag vor der Produktion im Studio eingebrochen und das Schlagzeug gestohlen oder warum besteht das Drum-Set aus gerissenen Wischeimern und ausgedienten Kochtöpfen? Das bleibt auch die weiteren neun Lieder grundsätzlich so. Nun gut. Und was sich der Meister beim Engagieren der Background-Sänger gedacht hat, bleibt wohl auch eines dieser ewigen Mysterien die sich um Dylan ranken. Die Sänger und Sängerinnen machen ihren Job hervorragend, nur klingen sie eher so als würden sie Lionel Richie oder Aretha Franklin begleiten. Dylans Stimme hat nun mal mit Belcanto soviel gemein wie ein Renault R4 mit einem Sportwagen. Der Kontrast zwischen souligen Backdround-Stimmen und Dylan im Vordergrund ist unfreiwillig komisch, skurril eben. Auf die gelegentlichen Keyboard-Klänge Marke "Versandhaus-Keyboard für Anfänger" will ich nicht tiefer eingehen, sonst könnte nachvollziehbares Unverständnis darüber aufkommen, warum ich dem Album vier Sterne gebe. Nun so merkwürdig vieles an der Platte auch ist (nicht zuletzt, daß Eric Clapton und Mark Knopfler als Gäste mitwirkten ohne daß dies qualitativ hörbar auffällt, wahrscheinlich hatten beide ihre Gitarren vergessen und spielten aushilfsweise das Neckermann-Keyboard), so hat sie dennoch Songs die substanziell wirklich gut sind, wie z.B. das sieben Jahre später von Nick Cave auf seiner "Murder ballads" LP gecoverte "Death is not the end". Andere, wie der erwähnte Opener "Let's stick together" oder auch "Sylvio", machen einfach Spaß, trotz oder vielleicht gerade wegen der merkwürdigen Rumpel-Arragements. Alles in allem ist die Scheibe sicher kein "Blonde on blonde", "Blood on the tracks" oder "Time out of mind", aber eine gute halbe Stunde Musik von Bob Dylan, gewöhnungsbedürftig, aber beachtungswürdig!
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4.0 von 5 Sternen Down in the groove, 1. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Down in the Groove (Audio CD)
Gute Musik. Typisch Bob Dylan. Sehr starkes Stück " Dead is not the end".
So etwas kann nur Dylan bringen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bob Dylan - Down in the Groove, 1. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Down in the Groove (Audio CD)
Als ich mir das Album kurz nach dem Erscheinen 1988 kaufte war ich enttäuscht.
Die Songs "dead ist not the end", "ninety miles an hour" und "shenandoah" gefielen mir zwar einigermaßen aber mit dem Rest hatte ich so meine Schwierigkeiten.
Auch die Gesamtlänge von gerade mal 32 Minuten sorgte für etwas Verstimmung.
Ich habe zwar schon damals geahnt das hinter dieser Musik mehr steckt, denn ich hörte mir öfters dieses Album an aber die eigentlichen Qualitäten habe ich erst viele Jahre später entdeckt.
Die kurze Gesamtlänge erscheint mit heute zwingend. Ich glaube nicht, dass dieses Album funktionieren würde wenn es länger wäre. Die Reihenfolge der Songs erscheint genau kalkuliert, nur mit dem Einstieg (also dem ersten Song) tue ich mich etwas schwer.

Fazit:
Gebt dem Album eine Chance.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas mager, 7. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Down in the Groove (Audio CD)
Okay, einige lustlos inszenierte Coverversionen, aber die CD verdient Beachtung: "Silvio", "Ugliest Girl in the World" und das traditionelle "Shenandoah" sind echte Perlen und rechtfertigen den Kauf.
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4 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Achtung, Dylan-Fans!, 26. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Down in the Groove (Audio CD)
Nur kaufen, wenn Sie wirklich alles von ihm haben müssen! Beleg: Dylan hat keine einzige dieser Nummern (außer "Silvio") jemals wieder verwendet. Nicht vorstellbar, dass er wirklich an diesen Aufnahmen interessiert war; ein Tiefpunkt an Missmanagement, den er sich dann nie wieder geleistet hat. Damals ging ihm seine Schallplattenkarriere wahrscheinlich an allem Möglichen vorbei. Wirklich "no. 1 contender" für das Schlechteste, was er je abgeliefert hat; die "Shenandoah" Interpretation (ein alter Folkklassiker) deutete zumindest an, dass Dylan noch nicht tot war und bald wieder viel mehr leisten würde...
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Down in the Groove
Down in the Groove von Bob Dylan (Audio CD - 1988)
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