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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einen Neuanfang..., 15. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Kingdom of Desire (Audio CD)
...sollte diese Platte darstellen, als Toto sich Anfang der Neunziger erneut ins Studio begaben; man hatte soeben den dritten Leadsänger nach Bobby Kimball, Jean-Michel Byron, vor die Tür gesetzt und der typische Toto-Sound der Achtziger sollte nun rockigeren Klängen weichen, nun mit Gitarrist Steve Lukather als Leadsänger, eine Funktion, die er schon vorher sporadisch ausgeübt hatte.
In der Tat wurde "Kingdom of Desire" dann ein Neuanfang, aber eben nicht nur in der oben geschilderten Art, sondern auch auf ganz tragische Weise: Drei Monate vor der Veröffentlichung des Albums starb Gründungsmitglied und Drummer Jeff Porcaro Anfang August 1992 an einem Herzanfall, den er durch eine allergische Reaktion auf ein Pestizid, das er in seinem Garten benutzte, erlitt. Dieser riesige Verlust, der später durch die Verpflichtung des britischen Ausnahme-Drummers Simon Phillips zumindest partiell kompensiert wurde, ist auf der Platte musikalisch noch nicht zu spüren; lediglich auf dem Cover findet man eine Widmung für den Verstorbenen.
Toto, zum Quartett in der Besetzung Steve Lukather (Gitarre/Vocals), Jeff Porcaro (Schlagzeug), Michael Porcaro (Bass) und David Paich (Keyboards/Vocals) gesundgeschrumpft, legen hier ihr bestes Album seit "Toto IV" vor.
Schon der Opener "Gypsy Train" ist Rock pur, und man fragt sich erstaunt: "Das soll Toto sein?" Es folgt die erste Singleauskopplung "Don't chain my Heart" mit einem der stärksten Bass-Riffs, die ich in den letzten Jahren gehört habe. Rockig geht es weiter mit "Never enough" und "How many Times", bevor dann mit "2 Hearts" die erste Ballade und dritte Singleauskopplung des Albums folgt. Jeder eingefleischte Toto-Fan weiß, daß Balladen die besondere Stärke der Gruppe waren und sind; so verhält es sich auch hier. Es schließt sich der m. E. schwächste Titel "Wings of Time" an, den jedoch die folgenden Stücke absolut vergessen machen: das bass-betonte "She knows the Devil", die wunderbaren Balladen "The other Side" und "Only you" (zweite Singleauskoplung) sowie ganz besonders das monumentale Acht-Minuten-Titelstück "Kingdom of Desire", ein Rocksong, bei dem Toto sich selbst übertreffen. Sozusagen zum "Runterkommen" folgt dann noch das Instrumentalstück "Jake to the Bone".
Was soll man also zu dieser Platte sagen? Sie rockt durch und durch! Leider haben die verbliebenen Mitglieder der Gruppe nach dem Tod ihres Drummers diese Linie nicht weiterverfolgt, sondern mit "Tambu" andere Wege beschritten.
Trotzdem ein Ausnahmealbum von vier Ausnahmemusikern! Daher trotz einiger winziger Schwächen 5 Sterne.
Ich kann nur beten, daß Toto jetzt, da sie nach der Rückkehr von Bobby Kimball wieder zu fünft rocken, weitermachen...bei all dem Einheitsbrei in den Charts wäre das ein wahrer Segen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toto rockig, 5. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Kingdom of Desire (Audio CD)
Mit "Kingdom of desire" kommen die Ausnahmemusiker von Toto mit einem betont rockigem Album daher. Auch wurde mit "Two hearts" eine für Toto-Maßstäbe ungewöhnlich E-Gitarren-lastige Ballade abgeliefert ("Only you" und "The other side" dafür wieder sanfterer Natur). Hörenswert sind neben den genannten wirklich tollen Balladen auch die Stücke "Don't chain my heart" und "Kingdom of desire", sehr dynamisch und mit ein bisschen Funk erklingt "She knows the devil". Unangefochtener Ohrwurm des Albums ist aber eindeutig "How many times", das ich auch als Anspieltip empfehle. Den Abschluss des Albums bildet das Instrumental-Stück "Jake to the bone", das meiner Meinung nach das beste seiner Art ist, das Toto je hervorgebracht hat.
Leider verstarb relativ kurz nach der Veröffentlichung von "Kingdomn of desire" Totos legänderer Schlagzeuger Jeffrey Porcaro tragisch. Kurzerhand holten sich die übriggebliebenen Steve Lukather, David Paich und Michael Porcaro mit Simon Philipps einen Drummer, der heute wohl als einer der weltbesten im Rock-Pop-Bereich angesehen werden kann.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Wendepunkt in der Geschichte von TOTO, 3. März 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Kingdom of Desire (Audio CD)
KINGDOM OF DESIRE markiert in mehrerlei Hinsicht einen Wendepunkt in der Geschichte von TOTO. Zunächst ist es das erste Album ohne Lead-Sänger. Dafür übernimmt Gitarrist STEVE LUKATHER exklusiv den Gesang (und das macht er verdammt gut). Zweitens markiert KINGDOM OF DESIRE eine Abkehr vom AOR-geprägten Rock, der bisher den TOTO-Sound ausmachte. Auf diesem Album rockt das Quartett (denn neben dem Sänger musste TOTO von nun an auch auf Keyboarder und Sound-Tüftler STEVE PORCARO verzichten, der den Stress des Rock-Star-Daseins nicht mehr ertrug und seitdem als Hit-Lieferant unter anderem für MICHAEL JACKSON arbeitet). Drittens ist es leider das letzte Album mit Groove-Gott JEFF PORCARO am Schlagzeug, da dieser - noch vor Veröffentlichung des Albums - am 5. August 1992 verstarb.
Das Album wird im Sound dominiert von rauen Gitarren und treibenden Drums, die Songs sind für TOTO-Verhältnisse sehr düster geworden (fast schon wie eine Vorahnung der nahenden Tragödie).Dies mag aber auch der Zeit geschuldet sein, denn Anfang der 90er Jahre hatte die Zeit der Hochglanz-Bands ein Ende und die melancholischeren und aggressiveren Töne des Grunge (NIRVANA, PEARL JAM, SOUNDGARDEN und ALICE IN CHAINS oder aber auch Heavy Metal-Bands wie METALLICA und MEGADETH) dominierten die populäre Musik-Szene. Da schien es fast angebracht, dass auch TOTO ihren Sound modifizierten.
Das Album beginnt auch direkt mit dem vielleicht härtesten und direktesten Song, den TOTO jemals geschrieben haben: „GYPSY TRAIN". Dabei wird auf eingehende Chorus-Passagen verzichtet, das Stück lebt viel mehr von dem straighten Gitarren-Riff und dem fast schon galoppierenden Rhythmus des Schlagzeugs. Dazu lässt „GYPSY TRAIN" LUKATHER ausgiebig Zeit, seine Solo-Künste unter Beweis zu stellen.
Mit „DON'T CHAIN MY HEART" folgt ein bluesig angehauchter Song, der von Bass und Schlagzeug getragen wird. Die Keyboards halten sich zu Beginn fast komplett aus dem Stück raus, ehe sie langsam mehr und mehr Raum greifen. Die Gitarre steuert im Vers lediglich kleine Sprenkler bei, so dass der Song im Verlauf immer mehr Fahrt aufnimmt. Dabei zeigt LUKATHER, dass er neben Balladen auch Rock-Songs sehr gut interpretieren kann.
Mit „NEVER ENOUGH" und „HOW MANY TIMES" folgen zwei sehr straighte Rock-Songs. Dabei begeistert vor allem „NEVER ENOUGH" zum Ende hin mit einer tollen Steigerung begeistern kann. Dabei kommen auch wieder verstärkt die Percussions von LENNY CASTRO zum Einsatz, der damals zusammen mit CHRIS TRUJILLO (ebenfalls Percussions) so etwas wie ein nicht-offizielles ständiges Band-Mitglied war. „HOW MANY TIMES" hingegen ist eingängiger als „NEVER ENOUGH" aber kann nach dem Finale des vorigen Songs nicht wirklich mithalten. Insgesamt ist der Sound der beiden Stücke sehr roh und trocken.
Bei „2 HEARTS" legt die CD eine erste musikalische Pause ein. Eine fast schon typische LUKATHER-Ballade, an denen man sich aber kaum satt hören kann. Der Song beginnt sehr hymnisch mit großen (im Sinne von klanglich großen) Akkorden. Wie so häufig basieren die Balladen von LUKATHER hauptsächlich auf dem Klavier und bauen durch den Einsatz der leicht verzerrten Gitarre im Chorus dann eine neue Stimmung auf. Einziger Schwachpunkt des Songs ist der Umstand, dass das Lied zu früh ausgeblendet wird, denn LUKE spielt im Fade-out eines seiner typischen hervorragenden Soli, das man gerne ganz gehört hätte.
Das folgende „WINGS OF TIME" ist ein sehr atmosphärischer Song, der sehr von der Stimmung lebt, die durch das Wechselspiel von lang-gezogenen (fast schon fließenden) Gitarren- und Keyboard-Akkorden und dem up-tempo-Spiel des Basses entsteht. Die Musik erhält dabei viel Raum zum atmen und der Song erhält eine sehr beruhigende Wirkung.
„SHE KNOWS THE DEVIL" ist einer von zwei funkigen Songs („KICK DOWN THE WALLS" ist der andere), die beweisen, welche musikalische Bandbreite die Jungs drauf haben. Die Stücke unterstreichen auch, dass TOTO immer bereit sind musikalische Risiken einzugehen und dabei ihren Fans auch durchaus etwas abverlangen. Denn „SHE KNOWS THE DEVIL" und „KICK DOWN THE WALLS" sind sowohl zum Spielen als auch zum Hören eher anstrengende Songs. Wobei „KICK DOWN THE WALLS" nicht mit einer so rockigen Attitüde daherkommt wie „SHE KNOWS THE DEVIL", dafür deutlich mehr Synthesizer-Einwürfe vorweisen kann.
„THE OTHER SIDE" ist die zweite Ballade auf KINGDOM OF DESIRE, sehr getragen, dominiert von Klavier und Keyboards ohne viel Gitarrenarbeit. Auch der Bass ist hier eher dezent abgemischt, obwohl das Spiel von MIKE PORCARO auf KINGDOM OF DESIRE sonst sehr prägnant ist.
Bei „ONLY YOU" zitieren sich TOTO dann das erste Mal selbst (was andere Musiker wie STING ebenfalls sehr gerne und gut machen). Der Song basiert auf Akkorden und Melodielinie von „TAKE MY HAND" aus dem Soundtrack zum David Lynch-Kultfilm „DUNE", zu den TOTO damals die Musik schrieben. Da der Film damals im Kino eher floppte und der Soundtrack auch kein riesiger Erfolg war, bedienen sich TOTO hier in Teilen ihres eigenen Songs.
Der Titeltrack „KINGDOM OF DESIRE" ist ein für TOTO-Verhältnisse ungewöhnlich düsterer, der sich langsam aufbaut und eine fast schon apokalyptische Stimmung verbreitet (im Hintergrund dominieren schwere Akkorde, während sich im akustischen Vordergrund fast hypnotisch das Haupt-Riff wiederholt und auch das Solo verbreitet eine fast angsterfüllte Stimmung). Am besten könnte man den Sound als TOTO meets BLACK SABBATH beschreiben. Dennoch ist „KINGDOM OF DESIRE" ein hervorragender Song geworden, wenn auch ein wenig untypisch.
Das Album schließt dann mit einem Song, der auch heute noch zu den Muss-Stücken eines jeden TOTO-Gigs gehört: „JAKE TO THE BONE". Damit verabschieden sich TOTO endgültig von dem Anspruch (oder der Vorgabe der Plattenfirma) Radio-taugliche Musik zu machen. „JAKE TO THE BONE" verbindet musikalische Spielkunst auf höchstem Niveau zwischen JAZZ und ROCK. Hier kann jeder der insgesamt sechs Musiker (inklusive JOSEPH PORCARO und CHRIY TRUJILLO an den Percussions) beweisen, dass er sein Instrument selbst in schwierigsten Situationen beherrscht (und davon gibt es einige in diesem Feuerwerk). Dabei wird es dem geneigten Zuhörer niemals langweilig. Auch beim 1000 Durchlauf gibt es immer noch neues und spannendes zu entdecken. Leider erstirbt mit den letzten Noten von „JAKE TO THE BONE" auch der unvergleichliche Groove von JEFF PORCARO. Aber einen würdigeren Abschied (zumindest auf Platte) als dieses Stück kann man nicht haben. Wie RICHARD MARX einmal treffend zum Tode von JP bemerkte: Our loss is heaven's gain!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toto's rockigste eine von Toto's besten!, 7. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Kingdom of Desire (Audio CD)
"Kingdom of desire" war das letzte Album von Toto mit Gründungsmitglied und Superdrummer "Jeffrey Porcaro". Kurz vor der Veröffentlichung des Albums starb er. Und irgendwie hat man beim Hören von "Kingdom of desire" das Gefühl also ob man da schon etwas geahnt hätte. Denn das Album wird von sehr sehr rauen Gitarren und düsterem Sound dominiert. "Kingdom of desire" ist zweifelslos das außergewöhnlichste Album von Toto, denn so rockig und düster wie auf diesem Album klangen sie nie wieder. Die Nachfolgealben "Tambu" und "Mindfields" gehen stilischtisch wieder in eine andere Richtung.

Aber, dass soll keine Abwertung des Albums sein, ganz im Gegenteil! Denn in den Grundzügen des Albums wird jeder Toto-Fan den unverwechselbaren Totogrove auch auf diesem Album erkennen. Denn dieses Album besteht nicht aus minutenlanger Gitarrenquitscherei ohne Melodie. Es sind genau so wie sonst auch bei Toto die Keyboards voll im Einsatz und jedes Lied hat auch eine schöne melodiöse Keyboardspur im Hintergrund (Ausnahme: "Gypsy train"-meiner Meinung nach der härteste Totosong aller Zeiten). Also nicht abschrecken lassen. Das Album besteht sehr wohl aus melodiösem Totosound nur eben etwas rockiger und düsterer wie sonst. Doch Lieder wie "2 Hearts", "The other side" und "Only you" dürften auch die Fans der ruhigeren Musik vollkommen zufriedenstellen.

Musikalisch ist das Album natürlich perfekt eingespielt (Toto eben!!!-Audiotechnologie vom aller feinsten!!!). Aber auch die Songs sind eigentlich durchweg klasse. Vorallen "Kingdom of desire und "Dont chan my heart", meiner Meinung nach 2 der besten Totosongs aller Zeiten. Und wem das noch nicht reicht der kann dann noch dem letzten Stück des Albums (Jake to the bone) sein Gehör schencken. Dieser Song bringt die Genialität der musikalisch besten Rockband aller Zeiten auf einen Punkt - schlichtweg genial! Jedem begabten Gitarrenspieler würde es beim Spielen dieses Songs sämtliche Fingerknochen zerfetzen!

Also kaufen - kaufen und nochmal kaufen!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toto's Meisterwerk der 90er, 14. Dezember 2002
Von 
Oliver Knieps "soul4rock" (Münster) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Kingdom of Desire (Audio CD)
Sie waren zu einem Quartett geschrumpft - 1990 wurde der fehlbesetzte Jean Michel Byron als Leadsänger (zu Recht) gefeuert, sein Vorgänger Jo Williams schmiss 1988 das Handtuch und Fergie Fredriksen bereits 1985. Bobby Kimball, der einzig wahre Toto-Vocalist war seit dem legendären Toto IV - Album nicht mehr dabei. Also schwang sich Saitenteufel Steve Lukather persönlich hinters Mikro, was er auch vorher gelegentlich und durchaus hörenswert gemacht hatte.
Gleichzeitig wurde das Album extrem rockig und in manchen Songs sogar etwas düster. Klanglich wie auch spieltechnisch gnadenlos genial liefern Toto hier ein Studioalbum der Extraklasse ab. Ob das schwere "Gypsy Train", der schnelle Rocker "She Knows The Devil", in dem Mike Porcaro wohl die wahnsinnigsten Bassfills seiner Studiokarriere abliefert, das epochale "Kingdom Of Desire" oder der inoffizielle Weltmeistertitel im Bandjam "Jake To The Bone", in dem die Jungs ihr Können so ungeniert präsentieren, das gestandene Musiker schon ungläubig abwinken. Einfach Wahnsinn! Auch die ausgekoppelte Singe "Don't Chain My Heart" kann überzeugen und stieg sogar in die Charts ein.
Steve Lukather läßt seine Gitarren tiefer und härter aufheulen, es wummert und donnert aus den Boxen und nur David Paich bremst die rockigen Ausflüge mit einem filigran und sanft eigespieltem Keyboardpart, den der Maestro unbeschreiblich herüberbringt.
Besonders sei hier die (wieder einmal) exzellente Drumarbeit von Jeff "Shuffle" Porcaro hervorgehoben. Hört man das Album, dann kommt man doch schnell zu dem Schluss, das es eigentlich nur einen wahren Toto-Drummer geben kann. Leider verstarb Porcaro am 05. August 1992 an einer Herz-Attacke. Die CD klingt wie ein Vermächtnis, ein musikalisches Lebewohl an die Fans und seine alten Freunde. Sein Verlust, insbesondere beim Hören dieses Albums, wird schnell deutlich.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Wendepunkt in der Geschichte von TOTO, 3. März 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Kingdom of Desire +1 [Reissue] (Audio CD)
KINGDOM OF DESIRE markiert in mehrerlei Hinsicht einen Wendepunkt in der Geschichte von TOTO. Zunächst ist es das erste Album ohne Lead-Sänger. Dafür übernimmt Gitarrist STEVE LUKATHER exklusiv den Gesang (und das macht er verdammt gut). Zweitens markiert KINGDOM OF DESIRE eine Abkehr vom AOR-geprägten Rock, der bisher den TOTO-Sound ausmachte. Auf diesem Album rockt das Quartett (denn neben dem Sänger musste TOTO von nun an auch auf Keyboarder und Sound-Tüftler STEVE PORCARO verzichten, der den Stress des Rock-Star-Daseins nicht mehr ertrug und seitdem als Hit-Lieferant unter anderem für MICHAEL JACKSON arbeitet). Drittens ist es leider das letzte Album mit Groove-Gott JEFF PORCARO am Schlagzeug, da dieser - noch vor Veröffentlichung des Albums - am 5. August 1992 verstarb.
Das Album wird im Sound dominiert von rauen Gitarren und treibenden Drums, die Songs sind für TOTO-Verhältnisse sehr düster geworden (fast schon wie eine Vorahnung der nahenden Tragödie).Dies mag aber auch der Zeit geschuldet sein, denn Anfang der 90er Jahre hatte die Zeit der Hochglanz-Bands ein Ende und die melancholischeren und aggressiveren Töne des Grunge (NIRVANA, PEARL JAM, SOUNDGARDEN und ALICE IN CHAINS oder aber auch Heavy Metal-Bands wie METALLICA und MEGADETH) dominierten die populäre Musik-Szene. Da schien es fast angebracht, dass auch TOTO ihren Sound modifizierten.
Das Album beginnt auch direkt mit dem vielleicht härtesten und direktesten Song, den TOTO jemals geschrieben haben: „GYPSY TRAIN". Dabei wird auf eingehende Chorus-Passagen verzichtet, das Stück lebt viel mehr von dem straighten Gitarren-Riff und dem fast schon galoppierenden Rhythmus des Schlagzeugs. Dazu lässt „GYPSY TRAIN" LUKATHER ausgiebig Zeit, seine Solo-Künste unter Beweis zu stellen.
Mit „DON'T CHAIN MY HEART" folgt ein bluesig angehauchter Song, der von Bass und Schlagzeug getragen wird. Die Keyboards halten sich zu Beginn fast komplett aus dem Stück raus, ehe sie langsam mehr und mehr Raum greifen. Die Gitarre steuert im Vers lediglich kleine Sprenkler bei, so dass der Song im Verlauf immer mehr Fahrt aufnimmt. Dabei zeigt LUKATHER, dass er neben Balladen auch Rock-Songs sehr gut interpretieren kann.
Mit „NEVER ENOUGH" und „HOW MANY TIMES" folgen zwei sehr straighte Rock-Songs. Dabei begeistert vor allem „NEVER ENOUGH" zum Ende hin mit einer tollen Steigerung begeistern kann. Dabei kommen auch wieder verstärkt die Percussions von LENNY CASTRO zum Einsatz, der damals zusammen mit CHRIS TRUJILLO (ebenfalls Percussions) so etwas wie ein nicht-offizielles ständiges Band-Mitglied war. „HOW MANY TIMES" hingegen ist eingängiger als „NEVER ENOUGH" aber kann nach dem Finale des vorigen Songs nicht wirklich mithalten. Insgesamt ist der Sound der beiden Stücke sehr roh und trocken.
Bei „2 HEARTS" legt die CD eine erste musikalische Pause ein. Eine fast schon typische LUKATHER-Ballade, an denen man sich aber kaum satt hören kann. Der Song beginnt sehr hymnisch mit großen (im Sinne von klanglich großen) Akkorden. Wie so häufig basieren die Balladen von LUKATHER hauptsächlich auf dem Klavier und bauen durch den Einsatz der leicht verzerrten Gitarre im Chorus dann eine neue Stimmung auf. Einziger Schwachpunkt des Songs ist der Umstand, dass das Lied zu früh ausgeblendet wird, denn LUKE spielt im Fade-out eines seiner typischen hervorragenden Soli, das man gerne ganz gehört hätte.
Das folgende „WINGS OF TIME" ist ein sehr atmosphärischer Song, der sehr von der Stimmung lebt, die durch das Wechselspiel von lang-gezogenen (fast schon fließenden) Gitarren- und Keyboard-Akkorden und dem up-tempo-Spiel des Basses entsteht. Die Musik erhält dabei viel Raum zum atmen und der Song erhält eine sehr beruhigende Wirkung.
„SHE KNOWS THE DEVIL" ist einer von zwei funkigen Songs („KICK DOWN THE WALLS" ist der andere), die beweisen, welche musikalische Bandbreite die Jungs drauf haben. Die Stücke unterstreichen auch, dass TOTO immer bereit sind musikalische Risiken einzugehen und dabei ihren Fans auch durchaus etwas abverlangen. Denn „SHE KNOWS THE DEVIL" und „KICK DOWN THE WALLS" sind sowohl zum Spielen als auch zum Hören eher anstrengende Songs. Wobei „KICK DOWN THE WALLS" nicht mit einer so rockigen Attitüde daherkommt wie „SHE KNOWS THE DEVIL", dafür deutlich mehr Synthesizer-Einwürfe vorweisen kann.
„THE OTHER SIDE" ist die zweite Ballade auf KINGDOM OF DESIRE, sehr getragen, dominiert von Klavier und Keyboards ohne viel Gitarrenarbeit. Auch der Bass ist hier eher dezent abgemischt, obwohl das Spiel von MIKE PORCARO auf KINGDOM OF DESIRE sonst sehr prägnant ist.
Bei „ONLY YOU" zitieren sich TOTO dann das erste Mal selbst (was andere Musiker wie STING ebenfalls sehr gerne und gut machen). Der Song basiert auf Akkorden und Melodielinie von „TAKE MY HAND" aus dem Soundtrack zum David Lynch-Kultfilm „DUNE", zu den TOTO damals die Musik schrieben. Da der Film damals im Kino eher floppte und der Soundtrack auch kein riesiger Erfolg war, bedienen sich TOTO hier in Teilen ihres eigenen Songs.
Der Titeltrack „KINGDOM OF DESIRE" ist ein für TOTO-Verhältnisse ungewöhnlich düsterer, der sich langsam aufbaut und eine fast schon apokalyptische Stimmung verbreitet (im Hintergrund dominieren schwere Akkorde, während sich im akustischen Vordergrund fast hypnotisch das Haupt-Riff wiederholt und auch das Solo verbreitet eine fast angsterfüllte Stimmung). Am besten könnte man den Sound als TOTO meets BLACK SABBATH beschreiben. Dennoch ist „KINGDOM OF DESIRE" ein hervorragender Song geworden, wenn auch ein wenig untypisch.
Das Album schließt dann mit einem Song, der auch heute noch zu den Muss-Stücken eines jeden TOTO-Gigs gehört: „JAKE TO THE BONE". Damit verabschieden sich TOTO endgültig von dem Anspruch (oder der Vorgabe der Plattenfirma) Radio-taugliche Musik zu machen. „JAKE TO THE BONE" verbindet musikalische Spielkunst auf höchstem Niveau zwischen JAZZ und ROCK. Hier kann jeder der insgesamt sechs Musiker (inklusive JOSEPH PORCARO und CHRIY TRUJILLO an den Percussions) beweisen, dass er sein Instrument selbst in schwierigsten Situationen beherrscht (und davon gibt es einige in diesem Feuerwerk). Dabei wird es dem geneigten Zuhörer niemals langweilig. Auch beim 1000 Durchlauf gibt es immer noch neues und spannendes zu entdecken. Leider erstirbt mit den letzten Noten von „JAKE TO THE BONE" auch der unvergleichliche Groove von JEFF PORCARO. Aber einen würdigeren Abschied (zumindest auf Platte) als dieses Stück kann man nicht haben. Wie RICHARD MARX einmal treffend zum Tode von JP bemerkte: Our loss is heaven's gain!
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5.0 von 5 Sternen Der Wendepunkt in der Geschichte von TOTO, 3. März 2006
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KINGDOM OF DESIRE markiert in mehrerlei Hinsicht einen Wendepunkt in der Geschichte von TOTO. Zunächst ist es das erste Album ohne Lead-Sänger. Dafür übernimmt Gitarrist STEVE LUKATHER exklusiv den Gesang (und das macht er verdammt gut). Zweitens markiert KINGDOM OF DESIRE eine Abkehr vom AOR-geprägten Rock, der bisher den TOTO-Sound ausmachte. Auf diesem Album rockt das Quartett (denn neben dem Sänger musste TOTO von nun an auch auf Keyboarder und Sound-Tüftler STEVE PORCARO verzichten, der den Stress des Rock-Star-Daseins nicht mehr ertrug und seitdem als Hit-Lieferant unter anderem für MICHAEL JACKSON arbeitet). Drittens ist es leider das letzte Album mit Groove-Gott JEFF PORCARO am Schlagzeug, da dieser - noch vor Veröffentlichung des Albums - am 5. August 1992 verstarb.
Das Album wird im Sound dominiert von rauen Gitarren und treibenden Drums, die Songs sind für TOTO-Verhältnisse sehr düster geworden (fast schon wie eine Vorahnung der nahenden Tragödie).Dies mag aber auch der Zeit geschuldet sein, denn Anfang der 90er Jahre hatte die Zeit der Hochglanz-Bands ein Ende und die melancholischeren und aggressiveren Töne des Grunge (NIRVANA, PEARL JAM, SOUNDGARDEN und ALICE IN CHAINS oder aber auch Heavy Metal-Bands wie METALLICA und MEGADETH) dominierten die populäre Musik-Szene. Da schien es fast angebracht, dass auch TOTO ihren Sound modifizierten.
Das Album beginnt auch direkt mit dem vielleicht härtesten und direktesten Song, den TOTO jemals geschrieben haben: „GYPSY TRAIN". Dabei wird auf eingehende Chorus-Passagen verzichtet, das Stück lebt viel mehr von dem straighten Gitarren-Riff und dem fast schon galoppierenden Rhythmus des Schlagzeugs. Dazu lässt „GYPSY TRAIN" LUKATHER ausgiebig Zeit, seine Solo-Künste unter Beweis zu stellen.
Mit „DON'T CHAIN MY HEART" folgt ein bluesig angehauchter Song, der von Bass und Schlagzeug getragen wird. Die Keyboards halten sich zu Beginn fast komplett aus dem Stück raus, ehe sie langsam mehr und mehr Raum greifen. Die Gitarre steuert im Vers lediglich kleine Sprenkler bei, so dass der Song im Verlauf immer mehr Fahrt aufnimmt. Dabei zeigt LUKATHER, dass er neben Balladen auch Rock-Songs sehr gut interpretieren kann.
Mit „NEVER ENOUGH" und „HOW MANY TIMES" folgen zwei sehr straighte Rock-Songs. Dabei begeistert vor allem „NEVER ENOUGH" zum Ende hin mit einer tollen Steigerung begeistern kann. Dabei kommen auch wieder verstärkt die Percussions von LENNY CASTRO zum Einsatz, der damals zusammen mit CHRIS TRUJILLO (ebenfalls Percussions) so etwas wie ein nicht-offizielles ständiges Band-Mitglied war. „HOW MANY TIMES" hingegen ist eingängiger als „NEVER ENOUGH" aber kann nach dem Finale des vorigen Songs nicht wirklich mithalten. Insgesamt ist der Sound der beiden Stücke sehr roh und trocken.
Bei „2 HEARTS" legt die CD eine erste musikalische Pause ein. Eine fast schon typische LUKATHER-Ballade, an denen man sich aber kaum satt hören kann. Der Song beginnt sehr hymnisch mit großen (im Sinne von klanglich großen) Akkorden. Wie so häufig basieren die Balladen von LUKATHER hauptsächlich auf dem Klavier und bauen durch den Einsatz der leicht verzerrten Gitarre im Chorus dann eine neue Stimmung auf. Einziger Schwachpunkt des Songs ist der Umstand, dass das Lied zu früh ausgeblendet wird, denn LUKE spielt im Fade-out eines seiner typischen hervorragenden Soli, das man gerne ganz gehört hätte.
Das folgende „WINGS OF TIME" ist ein sehr atmosphärischer Song, der sehr von der Stimmung lebt, die durch das Wechselspiel von lang-gezogenen (fast schon fließenden) Gitarren- und Keyboard-Akkorden und dem up-tempo-Spiel des Basses entsteht. Die Musik erhält dabei viel Raum zum atmen und der Song erhält eine sehr beruhigende Wirkung.
„SHE KNOWS THE DEVIL" ist einer von zwei funkigen Songs („KICK DOWN THE WALLS" ist der andere), die beweisen, welche musikalische Bandbreite die Jungs drauf haben. Die Stücke unterstreichen auch, dass TOTO immer bereit sind musikalische Risiken einzugehen und dabei ihren Fans auch durchaus etwas abverlangen. Denn „SHE KNOWS THE DEVIL" und „KICK DOWN THE WALLS" sind sowohl zum Spielen als auch zum Hören eher anstrengende Songs. Wobei „KICK DOWN THE WALLS" nicht mit einer so rockigen Attitüde daherkommt wie „SHE KNOWS THE DEVIL", dafür deutlich mehr Synthesizer-Einwürfe vorweisen kann.
„THE OTHER SIDE" ist die zweite Ballade auf KINGDOM OF DESIRE, sehr getragen, dominiert von Klavier und Keyboards ohne viel Gitarrenarbeit. Auch der Bass ist hier eher dezent abgemischt, obwohl das Spiel von MIKE PORCARO auf KINGDOM OF DESIRE sonst sehr prägnant ist.
Bei „ONLY YOU" zitieren sich TOTO dann das erste Mal selbst (was andere Musiker wie STING ebenfalls sehr gerne und gut machen). Der Song basiert auf Akkorden und Melodielinie von „TAKE MY HAND" aus dem Soundtrack zum David Lynch-Kultfilm „DUNE", zu den TOTO damals die Musik schrieben. Da der Film damals im Kino eher floppte und der Soundtrack auch kein riesiger Erfolg war, bedienen sich TOTO hier in Teilen ihres eigenen Songs.
Der Titeltrack „KINGDOM OF DESIRE" ist ein für TOTO-Verhältnisse ungewöhnlich düsterer, der sich langsam aufbaut und eine fast schon apokalyptische Stimmung verbreitet (im Hintergrund dominieren schwere Akkorde, während sich im akustischen Vordergrund fast hypnotisch das Haupt-Riff wiederholt und auch das Solo verbreitet eine fast angsterfüllte Stimmung). Am besten könnte man den Sound als TOTO meets BLACK SABBATH beschreiben. Dennoch ist „KINGDOM OF DESIRE" ein hervorragender Song geworden, wenn auch ein wenig untypisch.
Das Album schließt dann mit einem Song, der auch heute noch zu den Muss-Stücken eines jeden TOTO-Gigs gehört: „JAKE TO THE BONE". Damit verabschieden sich TOTO endgültig von dem Anspruch (oder der Vorgabe der Plattenfirma) Radio-taugliche Musik zu machen. „JAKE TO THE BONE" verbindet musikalische Spielkunst auf höchstem Niveau zwischen JAZZ und ROCK. Hier kann jeder der insgesamt sechs Musiker (inklusive JOSEPH PORCARO und CHRIY TRUJILLO an den Percussions) beweisen, dass er sein Instrument selbst in schwierigsten Situationen beherrscht (und davon gibt es einige in diesem Feuerwerk). Dabei wird es dem geneigten Zuhörer niemals langweilig. Auch beim 1000 Durchlauf gibt es immer noch neues und spannendes zu entdecken. Leider erstirbt mit den letzten Noten von „JAKE TO THE BONE" auch der unvergleichliche Groove von JEFF PORCARO. Aber einen würdigeren Abschied (zumindest auf Platte) als dieses Stück kann man nicht haben. Wie RICHARD MARX einmal treffend zum Tode von JP bemerkte: Our loss is heaven's gain!
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KINGDOM OF DESIRE markiert in mehrerlei Hinsicht einen Wendepunkt in der Geschichte von TOTO. Zunächst ist es das erste Album ohne Lead-Sänger. Dafür übernimmt Gitarrist STEVE LUKATHER exklusiv den Gesang (und das macht er verdammt gut). Zweitens markiert KINGDOM OF DESIRE eine Abkehr vom AOR-geprägten Rock, der bisher den TOTO-Sound ausmachte. Auf diesem Album rockt das Quartett (denn neben dem Sänger musste TOTO von nun an auch auf Keyboarder und Sound-Tüftler STEVE PORCARO verzichten, der den Stress des Rock-Star-Daseins nicht mehr ertrug und seitdem als Hit-Lieferant unter anderem für MICHAEL JACKSON arbeitet). Drittens ist es leider das letzte Album mit Groove-Gott JEFF PORCARO am Schlagzeug, da dieser - noch vor Veröffentlichung des Albums - am 5. August 1992 verstarb.
Das Album wird im Sound dominiert von rauen Gitarren und treibenden Drums, die Songs sind für TOTO-Verhältnisse sehr düster geworden (fast schon wie eine Vorahnung der nahenden Tragödie).Dies mag aber auch der Zeit geschuldet sein, denn Anfang der 90er Jahre hatte die Zeit der Hochglanz-Bands ein Ende und die melancholischeren und aggressiveren Töne des Grunge (NIRVANA, PEARL JAM, SOUNDGARDEN und ALICE IN CHAINS oder aber auch Heavy Metal-Bands wie METALLICA und MEGADETH) dominierten die populäre Musik-Szene. Da schien es fast angebracht, dass auch TOTO ihren Sound modifizierten.
Das Album beginnt auch direkt mit dem vielleicht härtesten und direktesten Song, den TOTO jemals geschrieben haben: „GYPSY TRAIN". Dabei wird auf eingehende Chorus-Passagen verzichtet, das Stück lebt viel mehr von dem straighten Gitarren-Riff und dem fast schon galoppierenden Rhythmus des Schlagzeugs. Dazu lässt „GYPSY TRAIN" LUKATHER ausgiebig Zeit, seine Solo-Künste unter Beweis zu stellen.
Mit „DON'T CHAIN MY HEART" folgt ein bluesig angehauchter Song, der von Bass und Schlagzeug getragen wird. Die Keyboards halten sich zu Beginn fast komplett aus dem Stück raus, ehe sie langsam mehr und mehr Raum greifen. Die Gitarre steuert im Vers lediglich kleine Sprenkler bei, so dass der Song im Verlauf immer mehr Fahrt aufnimmt. Dabei zeigt LUKATHER, dass er neben Balladen auch Rock-Songs sehr gut interpretieren kann.
Mit „NEVER ENOUGH" und „HOW MANY TIMES" folgen zwei sehr straighte Rock-Songs. Dabei begeistert vor allem „NEVER ENOUGH" zum Ende hin mit einer tollen Steigerung begeistern kann. Dabei kommen auch wieder verstärkt die Percussions von LENNY CASTRO zum Einsatz, der damals zusammen mit CHRIS TRUJILLO (ebenfalls Percussions) so etwas wie ein nicht-offizielles ständiges Band-Mitglied war. „HOW MANY TIMES" hingegen ist eingängiger als „NEVER ENOUGH" aber kann nach dem Finale des vorigen Songs nicht wirklich mithalten. Insgesamt ist der Sound der beiden Stücke sehr roh und trocken.
Bei „2 HEARTS" legt die CD eine erste musikalische Pause ein. Eine fast schon typische LUKATHER-Ballade, an denen man sich aber kaum satt hören kann. Der Song beginnt sehr hymnisch mit großen (im Sinne von klanglich großen) Akkorden. Wie so häufig basieren die Balladen von LUKATHER hauptsächlich auf dem Klavier und bauen durch den Einsatz der leicht verzerrten Gitarre im Chorus dann eine neue Stimmung auf. Einziger Schwachpunkt des Songs ist der Umstand, dass das Lied zu früh ausgeblendet wird, denn LUKE spielt im Fade-out eines seiner typischen hervorragenden Soli, das man gerne ganz gehört hätte.
Das folgende „WINGS OF TIME" ist ein sehr atmosphärischer Song, der sehr von der Stimmung lebt, die durch das Wechselspiel von lang-gezogenen (fast schon fließenden) Gitarren- und Keyboard-Akkorden und dem up-tempo-Spiel des Basses entsteht. Die Musik erhält dabei viel Raum zum atmen und der Song erhält eine sehr beruhigende Wirkung.
„SHE KNOWS THE DEVIL" ist einer von zwei funkigen Songs („KICK DOWN THE WALLS" ist der andere), die beweisen, welche musikalische Bandbreite die Jungs drauf haben. Die Stücke unterstreichen auch, dass TOTO immer bereit sind musikalische Risiken einzugehen und dabei ihren Fans auch durchaus etwas abverlangen. Denn „SHE KNOWS THE DEVIL" und „KICK DOWN THE WALLS" sind sowohl zum Spielen als auch zum Hören eher anstrengende Songs. Wobei „KICK DOWN THE WALLS" nicht mit einer so rockigen Attitüde daherkommt wie „SHE KNOWS THE DEVIL", dafür deutlich mehr Synthesizer-Einwürfe vorweisen kann.
„THE OTHER SIDE" ist die zweite Ballade auf KINGDOM OF DESIRE, sehr getragen, dominiert von Klavier und Keyboards ohne viel Gitarrenarbeit. Auch der Bass ist hier eher dezent abgemischt, obwohl das Spiel von MIKE PORCARO auf KINGDOM OF DESIRE sonst sehr prägnant ist.
Bei „ONLY YOU" zitieren sich TOTO dann das erste Mal selbst (was andere Musiker wie STING ebenfalls sehr gerne und gut machen). Der Song basiert auf Akkorden und Melodielinie von „TAKE MY HAND" aus dem Soundtrack zum David Lynch-Kultfilm „DUNE", zu den TOTO damals die Musik schrieben. Da der Film damals im Kino eher floppte und der Soundtrack auch kein riesiger Erfolg war, bedienen sich TOTO hier in Teilen ihres eigenen Songs.
Der Titeltrack „KINGDOM OF DESIRE" ist ein für TOTO-Verhältnisse ungewöhnlich düsterer, der sich langsam aufbaut und eine fast schon apokalyptische Stimmung verbreitet (im Hintergrund dominieren schwere Akkorde, während sich im akustischen Vordergrund fast hypnotisch das Haupt-Riff wiederholt und auch das Solo verbreitet eine fast angsterfüllte Stimmung). Am besten könnte man den Sound als TOTO meets BLACK SABBATH beschreiben. Dennoch ist „KINGDOM OF DESIRE" ein hervorragender Song geworden, wenn auch ein wenig untypisch.
Das Album schließt dann mit einem Song, der auch heute noch zu den Muss-Stücken eines jeden TOTO-Gigs gehört: „JAKE TO THE BONE". Damit verabschieden sich TOTO endgültig von dem Anspruch (oder der Vorgabe der Plattenfirma) Radio-taugliche Musik zu machen. „JAKE TO THE BONE" verbindet musikalische Spielkunst auf höchstem Niveau zwischen JAZZ und ROCK. Hier kann jeder der insgesamt sechs Musiker (inklusive JOSEPH PORCARO und CHRIY TRUJILLO an den Percussions) beweisen, dass er sein Instrument selbst in schwierigsten Situationen beherrscht (und davon gibt es einige in diesem Feuerwerk). Dabei wird es dem geneigten Zuhörer niemals langweilig. Auch beim 1000 Durchlauf gibt es immer noch neues und spannendes zu entdecken. Leider erstirbt mit den letzten Noten von „JAKE TO THE BONE" auch der unvergleichliche Groove von JEFF PORCARO. Aber einen würdigeren Abschied (zumindest auf Platte) als dieses Stück kann man nicht haben. Wie RICHARD MARX einmal treffend zum Tode von JP bemerkte: Our loss is heaven's gain!
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5.0 von 5 Sternen Der Wendepunkt in der Geschichte von TOTO, 3. März 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Kingdom of Desire (Audio CD)
KINGDOM OF DESIRE markiert in mehrerlei Hinsicht einen Wendepunkt in der Geschichte von TOTO. Zunächst ist es das erste Album ohne Lead-Sänger. Dafür übernimmt Gitarrist STEVE LUKATHER exklusiv den Gesang (und das macht er verdammt gut). Zweitens markiert KINGDOM OF DESIRE eine Abkehr vom AOR-geprägten Rock, der bisher den TOTO-Sound ausmachte. Auf diesem Album rockt das Quartett (denn neben dem Sänger musste TOTO von nun an auch auf Keyboarder und Sound-Tüftler STEVE PORCARO verzichten, der den Stress des Rock-Star-Daseins nicht mehr ertrug und seitdem als Hit-Lieferant unter anderem für MICHAEL JACKSON arbeitet). Drittens ist es leider das letzte Album mit Groove-Gott JEFF PORCARO am Schlagzeug, da dieser - noch vor Veröffentlichung des Albums - am 5. August 1992 verstarb.
Das Album wird im Sound dominiert von rauen Gitarren und treibenden Drums, die Songs sind für TOTO-Verhältnisse sehr düster geworden (fast schon wie eine Vorahnung der nahenden Tragödie).Dies mag aber auch der Zeit geschuldet sein, denn Anfang der 90er Jahre hatte die Zeit der Hochglanz-Bands ein Ende und die melancholischeren und aggressiveren Töne des Grunge (NIRVANA, PEARL JAM, SOUNDGARDEN und ALICE IN CHAINS oder aber auch Heavy Metal-Bands wie METALLICA und MEGADETH) dominierten die populäre Musik-Szene. Da schien es fast angebracht, dass auch TOTO ihren Sound modifizierten.
Das Album beginnt auch direkt mit dem vielleicht härtesten und direktesten Song, den TOTO jemals geschrieben haben: „GYPSY TRAIN". Dabei wird auf eingehende Chorus-Passagen verzichtet, das Stück lebt viel mehr von dem straighten Gitarren-Riff und dem fast schon galoppierenden Rhythmus des Schlagzeugs. Dazu lässt „GYPSY TRAIN" LUKATHER ausgiebig Zeit, seine Solo-Künste unter Beweis zu stellen.
Mit „DON'T CHAIN MY HEART" folgt ein bluesig angehauchter Song, der von Bass und Schlagzeug getragen wird. Die Keyboards halten sich zu Beginn fast komplett aus dem Stück raus, ehe sie langsam mehr und mehr Raum greifen. Die Gitarre steuert im Vers lediglich kleine Sprenkler bei, so dass der Song im Verlauf immer mehr Fahrt aufnimmt. Dabei zeigt LUKATHER, dass er neben Balladen auch Rock-Songs sehr gut interpretieren kann.
Mit „NEVER ENOUGH" und „HOW MANY TIMES" folgen zwei sehr straighte Rock-Songs. Dabei begeistert vor allem „NEVER ENOUGH" zum Ende hin mit einer tollen Steigerung begeistern kann. Dabei kommen auch wieder verstärkt die Percussions von LENNY CASTRO zum Einsatz, der damals zusammen mit CHRIS TRUJILLO (ebenfalls Percussions) so etwas wie ein nicht-offizielles ständiges Band-Mitglied war. „HOW MANY TIMES" hingegen ist eingängiger als „NEVER ENOUGH" aber kann nach dem Finale des vorigen Songs nicht wirklich mithalten. Insgesamt ist der Sound der beiden Stücke sehr roh und trocken.
Bei „2 HEARTS" legt die CD eine erste musikalische Pause ein. Eine fast schon typische LUKATHER-Ballade, an denen man sich aber kaum satt hören kann. Der Song beginnt sehr hymnisch mit großen (im Sinne von klanglich großen) Akkorden. Wie so häufig basieren die Balladen von LUKATHER hauptsächlich auf dem Klavier und bauen durch den Einsatz der leicht verzerrten Gitarre im Chorus dann eine neue Stimmung auf. Einziger Schwachpunkt des Songs ist der Umstand, dass das Lied zu früh ausgeblendet wird, denn LUKE spielt im Fade-out eines seiner typischen hervorragenden Soli, das man gerne ganz gehört hätte.
Das folgende „WINGS OF TIME" ist ein sehr atmosphärischer Song, der sehr von der Stimmung lebt, die durch das Wechselspiel von lang-gezogenen (fast schon fließenden) Gitarren- und Keyboard-Akkorden und dem up-tempo-Spiel des Basses entsteht. Die Musik erhält dabei viel Raum zum atmen und der Song erhält eine sehr beruhigende Wirkung.
„SHE KNOWS THE DEVIL" ist einer von zwei funkigen Songs („KICK DOWN THE WALLS" ist der andere), die beweisen, welche musikalische Bandbreite die Jungs drauf haben. Die Stücke unterstreichen auch, dass TOTO immer bereit sind musikalische Risiken einzugehen und dabei ihren Fans auch durchaus etwas abverlangen. Denn „SHE KNOWS THE DEVIL" und „KICK DOWN THE WALLS" sind sowohl zum Spielen als auch zum Hören eher anstrengende Songs. Wobei „KICK DOWN THE WALLS" nicht mit einer so rockigen Attitüde daherkommt wie „SHE KNOWS THE DEVIL", dafür deutlich mehr Synthesizer-Einwürfe vorweisen kann.
„THE OTHER SIDE" ist die zweite Ballade auf KINGDOM OF DESIRE, sehr getragen, dominiert von Klavier und Keyboards ohne viel Gitarrenarbeit. Auch der Bass ist hier eher dezent abgemischt, obwohl das Spiel von MIKE PORCARO auf KINGDOM OF DESIRE sonst sehr prägnant ist.
Bei „ONLY YOU" zitieren sich TOTO dann das erste Mal selbst (was andere Musiker wie STING ebenfalls sehr gerne und gut machen). Der Song basiert auf Akkorden und Melodielinie von „TAKE MY HAND" aus dem Soundtrack zum David Lynch-Kultfilm „DUNE", zu den TOTO damals die Musik schrieben. Da der Film damals im Kino eher floppte und der Soundtrack auch kein riesiger Erfolg war, bedienen sich TOTO hier in Teilen ihres eigenen Songs.
Der Titeltrack „KINGDOM OF DESIRE" ist ein für TOTO-Verhältnisse ungewöhnlich düsterer, der sich langsam aufbaut und eine fast schon apokalyptische Stimmung verbreitet (im Hintergrund dominieren schwere Akkorde, während sich im akustischen Vordergrund fast hypnotisch das Haupt-Riff wiederholt und auch das Solo verbreitet eine fast angsterfüllte Stimmung). Am besten könnte man den Sound als TOTO meets BLACK SABBATH beschreiben. Dennoch ist „KINGDOM OF DESIRE" ein hervorragender Song geworden, wenn auch ein wenig untypisch.
Das Album schließt dann mit einem Song, der auch heute noch zu den Muss-Stücken eines jeden TOTO-Gigs gehört: „JAKE TO THE BONE". Damit verabschieden sich TOTO endgültig von dem Anspruch (oder der Vorgabe der Plattenfirma) Radio-taugliche Musik zu machen. „JAKE TO THE BONE" verbindet musikalische Spielkunst auf höchstem Niveau zwischen JAZZ und ROCK. Hier kann jeder der insgesamt sechs Musiker (inklusive JOSEPH PORCARO und CHRIY TRUJILLO an den Percussions) beweisen, dass er sein Instrument selbst in schwierigsten Situationen beherrscht (und davon gibt es einige in diesem Feuerwerk). Dabei wird es dem geneigten Zuhörer niemals langweilig. Auch beim 1000 Durchlauf gibt es immer noch neues und spannendes zu entdecken. Leider erstirbt mit den letzten Noten von „JAKE TO THE BONE" auch der unvergleichliche Groove von JEFF PORCARO. Aber einen würdigeren Abschied (zumindest auf Platte) als dieses Stück kann man nicht haben. Wie RICHARD MARX einmal treffend zum Tode von JP bemerkte: Our loss is heaven's gain!
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5.0 von 5 Sternen Der Wendepunkt in der Geschichte von TOTO, 3. März 2006
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KINGDOM OF DESIRE markiert in mehrerlei Hinsicht einen Wendepunkt in der Geschichte von TOTO. Zunächst ist es das erste Album ohne Lead-Sänger. Dafür übernimmt Gitarrist STEVE LUKATHER exklusiv den Gesang (und das macht er verdammt gut). Zweitens markiert KINGDOM OF DESIRE eine Abkehr vom AOR-geprägten Rock, der bisher den TOTO-Sound ausmachte. Auf diesem Album rockt das Quartett (denn neben dem Sänger musste TOTO von nun an auch auf Keyboarder und Sound-Tüftler STEVE PORCARO verzichten, der den Stress des Rock-Star-Daseins nicht mehr ertrug und seitdem als Hit-Lieferant unter anderem für MICHAEL JACKSON arbeitet). Drittens ist es leider das letzte Album mit Groove-Gott JEFF PORCARO am Schlagzeug, da dieser - noch vor Veröffentlichung des Albums - am 5. August 1992 verstarb.
Das Album wird im Sound dominiert von rauen Gitarren und treibenden Drums, die Songs sind für TOTO-Verhältnisse sehr düster geworden (fast schon wie eine Vorahnung der nahenden Tragödie).Dies mag aber auch der Zeit geschuldet sein, denn Anfang der 90er Jahre hatte die Zeit der Hochglanz-Bands ein Ende und die melancholischeren und aggressiveren Töne des Grunge (NIRVANA, PEARL JAM, SOUNDGARDEN und ALICE IN CHAINS oder aber auch Heavy Metal-Bands wie METALLICA und MEGADETH) dominierten die populäre Musik-Szene. Da schien es fast angebracht, dass auch TOTO ihren Sound modifizierten.
Das Album beginnt auch direkt mit dem vielleicht härtesten und direktesten Song, den TOTO jemals geschrieben haben: „GYPSY TRAIN". Dabei wird auf eingehende Chorus-Passagen verzichtet, das Stück lebt viel mehr von dem straighten Gitarren-Riff und dem fast schon galoppierenden Rhythmus des Schlagzeugs. Dazu lässt „GYPSY TRAIN" LUKATHER ausgiebig Zeit, seine Solo-Künste unter Beweis zu stellen.
Mit „DON'T CHAIN MY HEART" folgt ein bluesig angehauchter Song, der von Bass und Schlagzeug getragen wird. Die Keyboards halten sich zu Beginn fast komplett aus dem Stück raus, ehe sie langsam mehr und mehr Raum greifen. Die Gitarre steuert im Vers lediglich kleine Sprenkler bei, so dass der Song im Verlauf immer mehr Fahrt aufnimmt. Dabei zeigt LUKATHER, dass er neben Balladen auch Rock-Songs sehr gut interpretieren kann.
Mit „NEVER ENOUGH" und „HOW MANY TIMES" folgen zwei sehr straighte Rock-Songs. Dabei begeistert vor allem „NEVER ENOUGH" zum Ende hin mit einer tollen Steigerung begeistern kann. Dabei kommen auch wieder verstärkt die Percussions von LENNY CASTRO zum Einsatz, der damals zusammen mit CHRIS TRUJILLO (ebenfalls Percussions) so etwas wie ein nicht-offizielles ständiges Band-Mitglied war. „HOW MANY TIMES" hingegen ist eingängiger als „NEVER ENOUGH" aber kann nach dem Finale des vorigen Songs nicht wirklich mithalten. Insgesamt ist der Sound der beiden Stücke sehr roh und trocken.
Bei „2 HEARTS" legt die CD eine erste musikalische Pause ein. Eine fast schon typische LUKATHER-Ballade, an denen man sich aber kaum satt hören kann. Der Song beginnt sehr hymnisch mit großen (im Sinne von klanglich großen) Akkorden. Wie so häufig basieren die Balladen von LUKATHER hauptsächlich auf dem Klavier und bauen durch den Einsatz der leicht verzerrten Gitarre im Chorus dann eine neue Stimmung auf. Einziger Schwachpunkt des Songs ist der Umstand, dass das Lied zu früh ausgeblendet wird, denn LUKE spielt im Fade-out eines seiner typischen hervorragenden Soli, das man gerne ganz gehört hätte.
Das folgende „WINGS OF TIME" ist ein sehr atmosphärischer Song, der sehr von der Stimmung lebt, die durch das Wechselspiel von lang-gezogenen (fast schon fließenden) Gitarren- und Keyboard-Akkorden und dem up-tempo-Spiel des Basses entsteht. Die Musik erhält dabei viel Raum zum atmen und der Song erhält eine sehr beruhigende Wirkung.
„SHE KNOWS THE DEVIL" ist einer von zwei funkigen Songs („KICK DOWN THE WALLS" ist der andere), die beweisen, welche musikalische Bandbreite die Jungs drauf haben. Die Stücke unterstreichen auch, dass TOTO immer bereit sind musikalische Risiken einzugehen und dabei ihren Fans auch durchaus etwas abverlangen. Denn „SHE KNOWS THE DEVIL" und „KICK DOWN THE WALLS" sind sowohl zum Spielen als auch zum Hören eher anstrengende Songs. Wobei „KICK DOWN THE WALLS" nicht mit einer so rockigen Attitüde daherkommt wie „SHE KNOWS THE DEVIL", dafür deutlich mehr Synthesizer-Einwürfe vorweisen kann.
„THE OTHER SIDE" ist die zweite Ballade auf KINGDOM OF DESIRE, sehr getragen, dominiert von Klavier und Keyboards ohne viel Gitarrenarbeit. Auch der Bass ist hier eher dezent abgemischt, obwohl das Spiel von MIKE PORCARO auf KINGDOM OF DESIRE sonst sehr prägnant ist.
Bei „ONLY YOU" zitieren sich TOTO dann das erste Mal selbst (was andere Musiker wie STING ebenfalls sehr gerne und gut machen). Der Song basiert auf Akkorden und Melodielinie von „TAKE MY HAND" aus dem Soundtrack zum David Lynch-Kultfilm „DUNE", zu den TOTO damals die Musik schrieben. Da der Film damals im Kino eher floppte und der Soundtrack auch kein riesiger Erfolg war, bedienen sich TOTO hier in Teilen ihres eigenen Songs.
Der Titeltrack „KINGDOM OF DESIRE" ist ein für TOTO-Verhältnisse ungewöhnlich düsterer, der sich langsam aufbaut und eine fast schon apokalyptische Stimmung verbreitet (im Hintergrund dominieren schwere Akkorde, während sich im akustischen Vordergrund fast hypnotisch das Haupt-Riff wiederholt und auch das Solo verbreitet eine fast angsterfüllte Stimmung). Am besten könnte man den Sound als TOTO meets BLACK SABBATH beschreiben. Dennoch ist „KINGDOM OF DESIRE" ein hervorragender Song geworden, wenn auch ein wenig untypisch.
Das Album schließt dann mit einem Song, der auch heute noch zu den Muss-Stücken eines jeden TOTO-Gigs gehört: „JAKE TO THE BONE". Damit verabschieden sich TOTO endgültig von dem Anspruch (oder der Vorgabe der Plattenfirma) Radio-taugliche Musik zu machen. „JAKE TO THE BONE" verbindet musikalische Spielkunst auf höchstem Niveau zwischen JAZZ und ROCK. Hier kann jeder der insgesamt sechs Musiker (inklusive JOSEPH PORCARO und CHRIY TRUJILLO an den Percussions) beweisen, dass er sein Instrument selbst in schwierigsten Situationen beherrscht (und davon gibt es einige in diesem Feuerwerk). Dabei wird es dem geneigten Zuhörer niemals langweilig. Auch beim 1000 Durchlauf gibt es immer noch neues und spannendes zu entdecken. Leider erstirbt mit den letzten Noten von „JAKE TO THE BONE" auch der unvergleichliche Groove von JEFF PORCARO. Aber einen würdigeren Abschied (zumindest auf Platte) als dieses Stück kann man nicht haben. Wie RICHARD MARX einmal treffend zum Tode von JP bemerkte: Our loss is heaven's gain!
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Kingdom of Desire
Kingdom of Desire von Toto (Audio CD - 1992)
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