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1.0 von 5 Sternen schubladenmusik, 16. Juni 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Johann Mattheson: Brockes Passion (Oratorium) (Audio CD)
Marie Theres Brand hätte besser daran getan, dieses Oratorium dort zu lassen, wo es bisher war - nämlich in Vergessenheit. Mattheson ist als Komponist schlichtweg verschult, unbegabt und unerträglich (wie schon seine Zeitgenossen vielfach der Ansicht waren) - er hätte sich als bekanntester Musikkritiker seiner Zeit besser nicht so weit aus dem Fenster gelehnt, denn sein überlanges Werk hält in keinster Weise dem Vergleich mit einem noch so unbekannten Zeitgenossen Stand. Denn sein Werk bietet weder handwerkliche Raffinesse noch eine einzige Klangschönheit oder ein einprägsames Motiv. Der arme Chor muß sich an kryptischen Tonsprüngen in unmöglichen Höhenlagen abarbeiten, kann sich dadurch schlecht auf den Text konzentrieren und dementsprechend schlampig nimmt sich denn auch die Artikulation aus. Das Orchester bleibt als eigenständiger Klangkörper farblos, alles weicht hinter der Benutzung der ach so außergewöhnlichen Celesta zurück (in Anbetracht der Passionsthematik ist dieses Glockenspielinstrument schon durch seinen Klang vollkommen deplaziert und würde eher zur Weihnachtszeit passen). Bei den Solisten hat man das Gefühl, daß sie bei den ausgesprochen langatmigen und ebenso langweiligen Arien nicht genau wissen, wo sie denn nun den roten Faden ansetzen sollen, um dieser leblosen Musik Leben einzuhauchen.
Da mein Vorgänger als Rezensent selbst an der CD als Chorsänger mitgewirkt hat, ist die Euphorie in der Bewertung durchaus verständlich (oder sogar in Auftrag gegeben worden?). Was aber dieses Machwerk Matthesons angeht, ist sie schlichtweg ungerechtferigt. Es wäre ein Fehler, sich diese CD zuzulegen. Es gibt auch Alte Musik, die man getrost dort lassen sollte wo sie war - nämlich in der Schublade.
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