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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geburt Beginn eines neuen Pop-Zweiges, 13. Januar 2006
Es kommt ja nicht gerade oft vor, dass ein Album als Grundlage eines ganzen Zweiges in der Musik gelten kann. Dies ist meiner Meinung nach ein solches. Diese Mischung aus federleichtem Pop mit am Wortklang orientierten Texten, vertrackten und ineinander verschachtelten Rhythmen mit Funk-Appeal, hoch ausgesteuerter, leicht kantiger Telecaster, elektronischen Schleifen und Feedback-Melodie-Gitarre hatte es vorher nicht gegeben - ich kenne jedenfalls nichts Vergleichbares, und ich glaube, einiges zu kennnen.
Danach zieht sich dann eine klare Linie von den Talking Heads 78-81 (produziert von Eno) über U2 (ebenfalls teils produziert von Eno, besonders in den Funkmomenten) und (entfernter) Inxs in den 80er / Anfang 90er Jahre über die Wiedergeburt im Jahr 2000-02, gipfelnd in Franz Ferdinand oder Maximo Park. Das alles findet in "Taking Tiger Mountain by strategy" seinen Anfang: Ein Stück wie "Third Uncle" etwa wäre auf allen Platten der oben genannten Bands ein Juwel gewesen. Schlicht genial, kaufen!
Das Album davor (Here come the warm jets, 1973) war ebenfalls genial, fasste jedoch eher die Vergangenheit verschleifend zusammen und wirkt im Sound deutlich "heavier". Danach kamen mit "Another Green World" (1975) kleine Elektropop-Miniaturen, ebenfalls meisterlich. Diese ersten drei Eno-Scheiben gehören in jede seriöse Sammlung.
Danach verlagerte Eno sein Genie eher in die bildende Kunst (von wo er als Absolvent einer britischen Kunstschule ja auch kam) und erfand musikalisch "Ambient", eine Art gehobener "Muzak", für Trance sehr einflussreich. "Before and after Science" von 1978 zeigt ihn noch im Durchgang, mit einer Seite weißem Funk-Pop und einer Seite Ambient. Im letzten Jahr hat er mal wieder ein Song-Album gemacht, das altersweise und gedämpft klingt. Für mich zu gepflegt, zu wenig Krach.
Poplich zu empfehlen sind noch die ersten beiden Roxy Music-Alben, die er durch seine ungewöhnlichen Sound-Haltung veredelte. Mich hat damals mit 13 Jahren "Virginia Plain" erwischt, die erste Single von Roxy Music. Der Loop-Sound von Eno war eindeutig das Besondere, Neue, Interessanteste daran. Ohne Eno wurden die zwar noch erfolgreicher, aber für mich stinklangweilig. In diesem Sinn.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgangspunkt für New Wave bis Franz Ferdinand, 8. Januar 2006
Heute sind Bands wie Franz Ferdinand oder Maximo Park in aller Munde. Mit genau dieser Eno-Scheibe begann dieser Zweig der modernen populären Musik. Ein Stück wie "Third Uncle" mit seinen vertrackten Rhythmen, kantigen, hoch ausgesteuerten Funk-Telecastern und verschleiften Meldoide-Gitarren hätte sich bereits auf jeder Talking Heads-Scheibe Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre gut gemacht (nicht umsonst von Eno produziert, lange vor U2), auch auf mancher U2- und Inxs-Veröffentlichung Ende der 80er/Anfang der 90er, das gilt erst Recht für die heutigen Epigonen, die sich seit drei vier Jahren breit machen. Die erste Eno-LP war bereits genial, aber noch eher an Fripp (King Crimson) und zurückliegender Rockmusik orientiert. Taking Tiger Mountain muss heute als Beginn einer neuen Zeitrechnung gesehen werden - eben echt strategisch angelegt. Es bleibt nur eins: Der Mann ist ein Genie. Kaufen, es lohnt sich!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nix mit "Ambient" - hier gibt es Pop vom Feinsten!, 31. Mai 2005
Von Ein Kunde
Lang bevor Eno mit seinen Ambient-Projekten auffiel, machte er ein paar Platten, die leider immer eine Art von Geheimtip blieben, schade! Burning Airlines... oder The Fat Lady Of Limbourg sind köstliche Miniaturen; unbedingt auf die Texte achten! Oder wie wär's mit einem Walzer bei Put a Straw Under Baby?! Hübscher Pop abseits der Charts für Leute mit Sinn für das Besondere.
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Taking Tiger Mountain
Taking Tiger Mountain von Brian Eno (Audio CD - 1987)
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