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am 5. April 2004
Beatrice di Tenda ist eine der weniger bekannten Opern des Komponisten Vincenzo Bellini. Meiner Meinung nach sollte diese Oper erneut auf den Spielplänen der international führenden Opernhäusern vertreten sein. Wunderschöne Koloraturarien und herrlich elegische Melodien bilden den Grundcharakter dieser Oper. Besonders anspruchsvoll ist die Rolle des Soprans, denn viele Spitzentöne und schwere Koloraturpassagen sorgen dafür, daß nur wenige Sängerinnen, wie zum Beispiel Lucia Aliberti oder Joan Sutherland sich an die Interpretation der weiblichen Hauptrolle heranwagen.
In dieser Aufnahme wird die weibliche Titelrolle von der grandiosen Koloraturkönigin Edita Gruberova gesungen. Sie ist für mich ebenfalls eine der herausragendsten Künstlerpersönlichkeiten dieses Jahrhunderts. Sie versteht es der Beatrice Leben einzuhauchen. Durch die Interpretation der Gruberova wird diese Oper vor der völligen Vergessenheit bewahrt. Besonders schön ist die erste Arie der Beatrice.
"Respiro io qui" heißt die erste Arie, die wohl kaum gefühlvoller und ausgeglichener dargeboten werden kann. Die anschließende Cabaletta "Ah! la pena in lor piombo" wird mit einem Ton aus der dreigestrichenen Oktave beendet. Die Koloraturen sind fließend und ausdrucksstark. Der Applaus dieses Live-Aufnahme spricht für sich. Das gleiche gilt auch für die Finalszene "Ne fra voi" aus dem ersten Akt. Am schönsten ist jedoch das Ende der Oper. In der abschließenden Cabaletta "Ah! la morte" zeigt die Gruberova erneut, welche stimmlichen Fähigkeiten ihr in die Wiege gelegt wurden. Natürlich wird auch diese Arie mit einem stechenden Spitzenton, welcher dem Hörer eiskalte Schauer über den Rücken laufen läßt, beendet. Auch die Mezzo-Sopranistin Vesselina Kasarova glänzt mit Spitzentönen und einer hinreißenden Charakterdarstellung. Besonders im Duett mit Orombello (Don Bernadini) stellt sie ihre herrliche Stimme und ihre grandiose Darstellungsgabe unter Beweis. Sie gestaltet die Rolle der Agnese del Maino mit viel Fingerspitzengefühl und Dramatik.
Filippo wird in dieser Aufnahme von Igor Morosow gesungen. Er macht seine Sache hier sehr gut. Obwohl er eher unbekannt ist, kann er neben der Gruberova und ihrem sehr guten Tenorpartner Don Bernandini bestehen. Er besitzt sowohl stimmliche als auch darstellerische Qualitäten. Besonders deutlich ist dies erkennbar an seiner ersten Arie, der Liebeserklärung für seine Angebetete Agnese. "Oh divina Agnese" heißt die Cabaletta seiner ersten Arie. Er glänzt hier vor allem durch seine glaubwürdige Gestaltung. Don Bernadini ist ein sehr guter Tenor. Bis auf einige winzige Kleinigkeiten gibt es eigentlich nichts zu kritisieren. Er besitzt ein sehr schönes Timbre und ist auch für Koloraturen geeignet. Besonders schön ist die zweite Szene des ersten Aktes. Sein Duett mit Vesselina Kasarova wird zur beispielhaften Interpretation. Auch die weiteren Rollen sind mit Branko Robinsak und Daniel Suegi gut besetzt, obwohl ihre Darstellungen nicht weiter ins Gewicht fallen. Neben der beispielhaften Darstellung der Gruberova verblassen so wie so die restlichen Darsteller.
Auch das Orchester und der Chor leisten eine solide Arbeit. Der Wiener Jeunesse-Chor macht seine Sache sehr gut und singt mitreißend. Das ORF-Symphonieorchester spielt sehr gut. Unter der Leitung von Pinchas Steinberg wird das Orchester zu Höchstleistungen angespornt.
Wenn diese Oper für sie unbekannt ist, dann zögern sie nicht eine der drei führenden Aufnahmen zu bestellen. Obwohl ich im Notfall immer zu der Gesamtaufnahme mit Lucia Aliberti greifen würde, können mit dem Kauf dieses Meisterwerkes nicht das geringste falsch machen. Ich verspreche ihnen, sie werden begeistert sein!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Dezember 2003
Beatrice di Tenda ist eine der weniger bekannten Opern des Komponisten Vincenzo Bellini. Meiner Meinung nach sollte diese Oper erneut auf den Spielplänen der international führenden Opernhäusern vertreten sein. Wunderschöne Koloraturarien und herrlich elegische Melodien bilden den Grundcharakter dieser Oper. Besonders anspruchsvoll ist die Rolle des Soprans, denn viele Spitzentöne und schwere Koloraturpassagen sorgen dafür, daß nur wenige Sängerinnen, wie zum Beispiel Lucia Aliberti oder Joan Sutherland sich an die Interpretation der weiblichen Hauptrolle heranwagen.
In dieser Aufnahme wird die weibliche Titelrolle von der grandiosen Koloraturkönigin Edita Gruberova gesungen. Sie ist für mich ebenfalls eine der herausragendsten Künstlerpersönlichkeiten dieses Jahrhunderts. Sie versteht es der Beatrice Leben einzuhauchen. Durch die Interpretation der Gruberova wird diese Oper vor der völligen Vergessenheit bewahrt. Besonders schön ist die erste Arie der Beatrice.
"Respiro io qui" heißt die erste Arie, die wohl kaum gefühlvoller und ausgeglichener dargeboten werden kann. Die anschließende Cabaletta "Ah! la pena in lor piombo" wird mit einem Ton aus der dreigestrichenen Oktave beendet. Die Koloraturen sind fließend und ausdrucksstark. Der Applaus dieses Live-Aufnahme spricht für sich. Das gleiche gilt auch für die Finalszene "Ne fra voi" aus dem ersten Akt. Am schönsten ist jedoch das Ende der Oper. In der abschließenden Cabaletta "Ah! la morte" zeigt die Gruberova erneut, welche stimmlichen Fähigkeiten ihr in die Wiege gelegt wurden. Natürlich wird auch diese Arie mit einem stechenden Spitzenton, welcher dem Hörer eiskalte Schauer über den Rücken laufen läßt, beendet. Auch die Mezzo-Sopranistin Vesselina Kasarova glänzt mit Spitzentönen und einer hinreißenden Charakterdarstellung. Besonders im Duett mit Orombello (Don Bernadini) stellt sie ihre herrliche Stimme und ihre grandiose Darstellungsgabe unter Beweis. Sie gestaltet die Rolle der Agnese del Maino mit viel Fingerspitzengefühl und Dramatik.
Filippo wird in dieser Aufnahme von Igor Morosow gesungen. Er macht seine Sache hier sehr gut. Obwohl er eher unbekannt ist, kann er neben der Gruberova und ihrem sehr guten Tenorpartner Don Bernandini bestehen. Er besitzt sowohl stimmliche als auch darstellerische Qualitäten. Besonders deutlich ist dies erkennbar an seiner ersten Arie, der Liebeserklärung für seine Angebetete Agnese. "Oh divina Agnese" heißt die Cabaletta seiner ersten Arie. Er glänzt hier vor allem durch seine glaubwürdige Gestaltung. Don Bernadini ist ein sehr guter Tenor. Bis auf einige winzige Kleinigkeiten gibt es eigentlich nichts zu kritisieren. Er besitzt ein sehr schönes Timbre und ist auch für Koloraturen geeignet. Besonders schön ist die zweite Szene des ersten Aktes. Sein Duett mit Vesselina Kasarova wird zur beispielhaften Interpretation. Auch die weiteren Rollen sind mit Branko Robinsak und Daniel Suegi gut besetzt, obwohl ihre Darstellungen nicht weiter ins Gewicht fallen. Neben der beispielhaften Darstellung der Gruberova verblassen so wie so die restlichen Darsteller.
Auch das Orchester und der Chor leisten eine solide Arbeit. Der Wiener Jeunesse-Chor macht seine Sache sehr gut und singt mitreißend. Das ORF-Symphonieorchester spielt sehr gut. Unter der Leitung von Pinchas Steinberg wird das Orchester zu Höchstleistungen angespornt.
Wenn diese Oper für sie unbekannt ist, dann zögern sie nicht eine der drei führenden Aufnahmen zu bestellen. Obwohl ich im Notfall immer zu der Gesamtaufnahme mit Lucia Aliberti greifen würde, können mit dem Kauf dieses Meisterwerkes nicht das geringste falsch machen. Ich verspreche ihnen, sie werden begeistert sein!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Oktober 2001
Eine hervorragende unbekannte Oper, die jüngst in dem Opernhaus Zürich aufgeführt wurde und dort auch noch läuft. Ein Muß für jeden Opernliebhaber, der glaubt, er würde bereits alles kennen. Diese Oper in dieser Besetzung bereichert jede Opernsammlung und avanciert schnell zur persönlichen Lieblings CD. Vielleicht ist diese Oper so unbekannt, weil nur hervorragende Künstler wie die Gruberova, die höchtschwierigen Partien überhaupt zu gestalten vermögen und der Beatrice Leben geben. Bravo Edita!
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