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Kundenrezensionen

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am 29. Juni 2000
Eigentlich, so hört man munkeln, wollte Tori ja als zweite Disc ein Best Of herausbringen und dann wurde sie im Studio von ihrer Muse übermannt - aber nein, denn nach der Vulkangötting Pele und den Chormädchen ist es nun Venus persönlich, die für Toris ganz ungewohnten Ambient-Synth gesorgt hat. Nach der ersten Reaktion "muss denn heutzutage jeder ein Trip Hop Album machen?" kommt man schließlich zu der weisen Erkenntnis, daß nichts, aber auch gar nichts Toris Stimme im geringsten beeinträchtigen könnte. Die Live-CD schließlich ist aber die wahre Göttin dieses Zweigespanns - Tori überzeugt Live mit einer ungemeinen Energie, interpretiert alte Stücke mit viel Baß und Beat, reißt mit und läßt hörbar das heraus, was im Studio noch kontrolliert werden konnte. Ein wirklich gewaltiger Doppelpack!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. November 1999
"Venus Orbiting" heißt die erste CD dieses Doppelpacks und liefert elf neue Studiosongs von Tori Amos. Die zweite CD trägt den Titel "Venus Live. Still Orbiting" und beglückt den Fan mit elf Livestücken, die sie während ihrer Plugged World Tour '98 mitschnitt sowie zwei weiteren Songs ("Sugar", "Purple People"), die während des Soundchecks aufgenommen wurden. Eigentlich wollte Tori Amos eine B-Seiten-Sammlung zusammenstellen, als plötzlich neue Ideen an die Oberfläche drangen. Unter Mithilfe ihrer Liveband entstanden in relativ kurzer Zeit die neuen Songs. Es ist nunmehr nicht allein das Piano, das ihre Stimme und ihre Texte begleitet, sondern Keyboard, Bass, Gitarre und Schlagzeug. Jeder Song erzählt seine eigene Geschichte. Einmal geht es um die Achtziger ("Glory Of The 80's"), als Dekadenz und Großmut, Exzesse und Ultrakonservatismus in Los Angeles, wo Tori Amos seinerzeit wohnte, an der Tagesordnung war. Ein anderes Mal, in "Datura", geht es um das giftige Nachschattengewächs Datura oder um eine mexikanische Grenzstadt, in der über eine Dekade hinweg, Hunderte von Frauen vergewaltigt und ermordet wurden ("Juárez"). Insgesamt zeichnet "To Venus And Back" ein modernes Bild der Songschreiberin, da auch programmierte Drums zum Einsatz kommen. Trotzdem hat Tori Amos nichts von ihrem bekannten Charme und nichts an Reiz verloren. Um die entsprechenden Tracks für die Live-CD auszuwählen, gaben Tori Amos, Mark Hawley und Marcel van Limbeek, die beiden Produzenten des Werkes, den mitgeschnittenen Songs Noten von eins (schlecht) bis vier (sehr gut). Ohne Overdubs, aber neu abgemischt landeten daher u.a. "Little Earthquakes", "Cornflake Girl", "Precious Things" und "Girl" auf "Venus Live. Still Orbiting". (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Mai 2000
Lange lange hab ich mich nach einer neuen Tori CD gesehnt, und als sie endlich da war, wurde ich nicht endtäuscht. Zwar geht die Studio CD nicht sofort ins Ohr, bietet aber nach mehrmaligem Hören mit Songs wie "Lust", "Josephine" oder "Concertina" (und noch einigen anderen) einige ihrer vielleicht besten Werke. Die 2te CD ist der Hit für jeden Tori-Fan - so gut wurden ihre Stücke noch nie gehört. Vor allem "Cornflake Girl" kommt live noch um einige Klassen besser, obwohl es sowieso schon ein Knaller ist! Außerdem befindet sich auf der Live CD noch eine wahre Perle, meiner Meinung sogar das aller-aller-beste Stück, das Tori je geschrieben hat. "Cooling" nennt sich das Prachtexemplar und ist sonst nur auf der 2ten Version von "Spark" auf CD zu finden. Ein Wahnsinnssong!! Absolut fantastisch, eine der besten CDs, die ich je gehört habe!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Dezember 2006
Im Schaffen der begnadeten Tori Amos nimmt "To Venus and Back" eine Sonderstellung ein. Aus dem ursprünglich geplanten Doppeldecker aus verloren geglaubten Tori-B-Seiten-Schätzen und Liveperlen wurde schließlich ein Hybrid aus 11 komplett neuen Studioaufnahmen auf der ersten, "Venus orbiting" titulierten Albumhälfte und 13 Livemitschnitten auf der mit "Venus still orbiting" titulierten zweiten Hälfte.

Auch wenn kaum eines der Alben der Pianogöttin den Hörer gleich in seinen Bann zu schlagen vermag und lange Zeit braucht, um dem Hörer all seine Schönheit und Magie zu entfalten und schließlich dauerhaft zu begeistern, so macht "Venus orbiting" dies besonders schwer. Außer den als Singles ausgekoppelten Songs - dem hypnotischem "Bliss", dem Ohrwurm "Concertina", dem schrägen "Glory of the 80's" und dem leicht schwülstigem, aber dennoch gelungenem "1,000 oceans" - mag kaum eines der restlichen Stücke - mit Ausnahme des wunderbaren, aber viel zu kurzen und herrlich instrumentiertem "Josephine" - wirklich vom Hocker zu reissen. Alles bleibt mehr oder weniger blass und wirkt dennoch oftmals überproduziert. Zwar klingt das alles keineswegs schlecht, ist aber auch nicht wirklich Tori Amos, höchstens Tori light. Dass das Ganze auch anders geht, beweist etwa die tolle Liveversion von "Concertina" auf der "Welcome to Sunny Florida"-DVD. Somit zeigt "Venus orbiting" zwar sehr gute Ansätze, ist im Ganzen aber doch eher durchwachsen und bleibt leider gewöhnungsdürftig.

Während die Studioaufnahmen und damit der erste Albumteil eher enttäuschend ausfallen, so machen dies die Livemitschnitte auf "Venus still orbiting" wieder wett. Neben Klassikern wie "Precious things" (was für ein Intro!), "Cornflake Girl" und dem überragenden "Cloud on my tongue" findet sich hier auch so manches Schmankerl, das davor oft nur als B-Seite erschien.

Besonders hervorzuheben sind hier das tief berührende, impulsiv gehauchte "Cooling" (das sich frappant von der Version auf der "Sparks"-Single unterscheidet, indem es etliche Verse kürzt, aber eine zusätzliche Huldigung durch Tori selbst erfährt), das herrlich beschwingte, aber viel zu kurze "Mr. Zebra" (war auf "Boys for Pelé" schon ein Hammer, löst jetzt aber verdientermaßen Begeisterungsstürme aus) und das wuchtige, völlig neu erfundene "Sugar", das gehörig die Bühne rockt und kaum mehr wieder zu erkennen ist.

Betrachtet man "To Venus and Back" als Gesamtprojekt, so muss man es leider fast als gescheitert bezeichnen. Dass das Ganze doch noch halbwegs gelungen ist, verdankt es den 5 bereits erwähnten Höhepunkten auf der ersten Scheibe und den durchweg gelungenen Livemitschnitten auf der zweiten.

Wer bislang noch kein Toriwerk sein Eigen nennt, sollte hier erst mal reinhören und sich dann entscheiden; einen weitaus besseren Beweis für Toris geniales Talent liefern aber immer noch das ungeschlagene Debüt "Little Earthquakes" und der neueste Streich "The Beekeeper".

Wenn meine Kritk bisweilen auch etwas negativ klang, so ist das Doppelalbum "To Venus and Back" dennoch wert, gehört und entdeckt zu werden, nicht zuletzt dank phänomenaler Highlights wie "Josephine", "Cooling" oder "Bliss". (Im Schnitt 3,5 Sterne macht 4)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. März 2011
Tori verlor keine Zeit. 1999, ein gutes jahre nach der grandiosen *From The Choirgirl Hotel* stand bereits eine weitere CD mit dem Titel *To Venus And Back* in den Plattenladen. Die mittlerweile fünfte Scheibe seit ihrem hervorragendem Debüt. Dieses Mal machte sie uns die Aufwartung, vielmehr die Freude, mit einer Doppel-CD. Fast so wie früher in den 60ern und 70ern, als die Plattenfirmen noch Mut und die Bands noch innovativ waren, veröffentlichte sie eine Scheibe die aus einer Studio- und einer Live-CD bestand.

CD 1 trägt den Titel *Venus: Orbiting* und besteht aus 11 Studiotracks. Tori zeigt mal wieder ihre ganze Klasse und schüttelt mühelos Hochkaräter von Schlage *Bliss*, *Spring Haze*, *1000 Oceans* und *Glory Of The 80s* aus dem Ärmel. Aber nicht alles ist wirklich glorreich und mit einem Überwerk als Albumvorgänger erscheint die Studio-Scheibe irgendwie ein bischen unsortiert. Nicht alle Tracks konnten mich wirklich überzeugen. Ein wenige Fillermaterial hat sich leider auch eingeschlichen.

Das ist aber komplett zu verkraften, den auf CD 2 wird ordentlich Gas gegeben. Es raucht, es brödelt, es rockt! Toris erster zusammenhängender Livemitschnitt auf CD darf belauscht werden, und der ist Klasse, genial und super. Die Band spielt spitze, das Piano rockt on stage und Tori feiert (feuert) einen Teil ihrer besten Stücke ab. Also wenn es nach mir gegangen wäre, hätte man durchaus auf CD 1 verzichten und ein Live-Doppel-Album auf den Markt bringen können.

FAZIT: Studio-CD 3 Punkte - Live-CD 5 Punkte mit Ausrufezeichen - Gesamturteil 4 Punkte...
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am 26. April 2001
Zuerst ob der eingesetzten supports ein wenig verwirrt - ich dachte erst an eine ein wenig kommerzielle Pop-CD - entpuppte sich die CD bei richtiger Einstellung des Verstärkers als wahrer Edelstein. Vor allem die Live-CD ist voller power und stringens - sie macht alles aus, was die Tori-Fans so lieben. Wunderbare Live-Version fast schon hard-rockig von Precious Things, elegisch das wunderschöne Cooling und Purple People. Für diese und alle anderen Tori CD's gilt, dass man schon sehr, sehr ! gut Englisch können muss, um zu verstehen, worum es in den Liedern überhaupt geht. Und zusammen mit der stimmlichen Performance ergibt das fantastische Klavierspiel eine Symbiose, von der andere Musikanten und -innen nur träumen können. Dabei bleibt Tori stets ihrem Stil und ihrer Eigenheit treu, auch wenn sie sich musikalisch seit Little Earthquakes sehr verändert und weiterentwickelt hat. Kann meiner Begeisterung kaum Ausdruck verleihen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. November 1999
Als ich das kleine Energiebündel Tori Amos zum ersten Mal live in einem ganz kleinen Saal der Alten Oper in Frankfurt erlebte, spielte sie wie eine klassische Konzertpianistin nur an ihrem Piano. Mit dem Unterschied, daß sie heftig auf ihrem Stuhl herumrutschte und einen mit durchdringenden Augen anzusehen verstand. Ihre Stimme ist so einzigartig und unübertroffen geblieben, wie ich sie damals erlebte. Niemand sonst jagt mir solche Schauer über den Rücken. Es gibt weit und breit keinen anspruchsvollen Pop mit einer solchen Gefühlstiefe und Stimmgewalt. Gerade auf der Live-CD, die über 75 Minuten lang ist und eine zum Weinen schöne Version von PRECIOUS THINGS und das geisterhaft geheulte CRUEL enthält (alles mit Band) kommen die mehroktavigen Engelstöne der wunderschönen Kindfrau voll zur Geltung. Doch auch die neuen Stücke - mit Ausnahme des schrägen Aussetzers SUEDE - sind überraschend aktuell. Zunehmender Einfluß von 'industrial noises' (wie z.B. auf David Bowies EARTHLING) und gebrochene Harmonien weisen hier den Weg zu zeitgemäßem Rock und lassen die klassisch-sanften Töne Toris zunehmend in den Hintergrund treten. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Dezember 1999
Schon wieder ein Tori Amos CD. Die Frau ist wirklich fleißig. Nur ein Jahr ist seit dem letzten Album vergangen. Das wirkt sich allerdings nicht negativ auf die Qualität aus. Im Gegenteil. Trotz des geringen Abstandes zum Vorgängers hat sich der Sound doch ein ganzes Stück weiterentwickelt und enthält jetzt eindeutig Trip Hop Elemente, was mir persönlich sehr gut gefällt. Das Klavier rückt dagegen ein bisschen mehr in den Hintergrund. Trotzdem unverkennbar Tori Amos und noch dazu eine verdammt gute CD, vielleicht die beste bisher, also für Fans allemal empfehlenswert. Da es sich um eine Doppel-CD handelt, auch für solche, die es werden wollen, denn die zweite CD enthält Live Aufnahmen von Tori's letzter Tour und es lohnt sich auf jeden Fall auch die alten Songs mal live zu hören. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. November 1999
Obwohl ich eine sehr große Tori Amos Anhängerin bin und war, obwohl sie in meinem Olymp der Göttinnen (und Götter) die erste, die allererste ist und war - trotzdem muß ich leider sagen, von ihrer neuesten CD etwas enttäuscht gewesen zu sein. Gewiß, ihre Musik ist zu intelligent, zu wenig nur tra la la la, als das sie einen gleich beim ersten Hören der Realität unbedingt entreißen müßte. Wer - wie ich - immer noch besonders die Art der Musik liebt, die Tori z.B. in „Under the Pink" oder „Earthquakes" aber auch in „Boys for Pele" vorstellt, muß sich nun wohl damit abfinden, daß diese Zeiten vorbei sind. Ihr - wie ich finde- „klassisches" Element war doch die wundervolle, oft kaum mehr irdische Kombination von Klavier (oder klavier ähnlichen Tasteninstrumenten) und ihre berauschende Stimme, deren viele Nuancen einen schwindlig machen können. Leider findet sich genau DIESE Tori auf der neuen CD nicht mehr. Das Klavier, das sie immer als ihr „Girl" sah, verschwindet vor dem Hintergrund einer ewtas zu lauten , zu erdrückenden Band mit all ihren Instrumenten. Aber das kennen wir doch alle schon! Gerade die Intimität zwischen Stimme und Klavier war doch das Besondere! Trotzdem kann das Album durchaus gefallen, wenn man bereit ist, eine ganz andere Tori Amos kennenlernen zu wollen !!!
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am 10. Januar 2010
Das fünfte Tori Amos-Album, To Venus and Back, begeistert schon beim ersten Blick auf die Rückseite, welche verrät, das sich in dieser Hülle zwei Schmankerl unterschiedlichster Art verstecken. Als Erstes Venus Orbiting, ein Album zusammengesetzt aus 11 neuen Studiosongs und als zweites Venus Still Orbiting, eine Kollektion diverser Livemitschnitte, durchaus bekannter (und beliebter) und unbekannter aber dadurch nicht weniger grandioser Songs.
Mein Augenmerk liegt nun vor allem aber auf der ersten CD, welche mit einer Bildergalerie unter dem Thema Weiblichkeit-Isolation-Erotik zu vergleichen ist. In der einen Ecke sieht man nun Bilder, die das was sie zeigen sollen mehr als offen zur Schau tragen. Keine Verschleierung, keine Abstraktion. Nur blanke, gut verzierte Realität, hier und da ein wenig verschwommen aber immer noch offensichtlich und leicht zugänglich.
Erstes Bild dieses Abteils: das wunderbare Bliss. Typisch Tori, genial und begeistert beim ersten Hören. Als nächstes folgen Stücke wie Concertina und Glory of the 80s, die nicht um den heißen Brei rumreden, klar sagen was sie wollen und jeden mit Leichtigkeit erreichen sollten. Concertina leicht beschwingt und wundervoll, steht hier als schierer Beweis dafür, dass auch seichte Popmusik genial sein kann und Glory of the 80s ist was es eben ist. Hört und Seht selbst. Darauf folgt Lust, dass meiner Meinung nach das Kernstück der ganzen Ausstellung zu sein scheint. Fast lüstelnd haucht Tori ihre Verzweiflung über den erotischen Beat und gerät damit in eine fast sphärische Ekstase. Das Stück ist neben Bliss, mein absoluter Liebling des Albums. Weiter im Abteil geht es nun mit Gemälden der Art leicht verständlich und zugänglich, wie Josephine und Spring Haze und das, das Album abschließende 1000 Oceans. Diese ist ein wahrer Ohrenschmaus. Tori schmachtet was das Zeug hält, erreicht aber durch die unbestochene Einfachheit von Text, Melodie und Arrangement eine ungeheuere gefühlsintensität. Der Song sitzt wie ein Song sitzen muss.
Wirft man nun einen Blick in den anderen Teil der Galerie, merkt man schnell, dass die gute Verständlichkeit mehr als flöten gegangen ist. Mit Bildern die kaum Linien und Striche besitzen, wie das sehr einfach gehaltene Suede oder Kunstwerken, wie Riot Proof und Juarez, die soviel Farbe, Kontrast und Unordnung in sich bergen, dass man erst nach längeren und vor allem mehrmaligen 'Ansehen' versteht worauf der Song überhaupt hinaus will, macht Tori es uns nicht grad einfach diese Songs widerstandslos anzunehmen. Krönung des Chaosflügels ist aber unbestritten das über 8 Minuten lange Datura. Man kann nicht sagen das man Toris Texte vorher immer verstehen konnte, aber Melodie und ihre Virtuosität am Klavier konnten doch meist immer begeistern. Dem Stück mangelt es nicht an Originalität, lediglich an einer Tür die der Hörer öffnen kann. Ich musste mir mühsam ein Loch suchen, bis ich nun endlich einen kleinen Zugang zu Datura gefunden habe, der mich das Stück aber trotzdem meist überspringen lässt. Alles in allem kann das Album nicht mit den vorherigen Alben mithalten, ist aber trotzdem immer noch in vielerlei Hinsicht besser als genial (man darf die wahnsinnig gute Live-Scheibe auch nicht vergessen) und verdient so statt der Höchstpunktzahl immerhin 4 Sterne.
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