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5.0 von 5 Sternen So facettenreich, 27. Oktober 2005
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Rezension bezieht sich auf: A Secret History-the Best of (Audio CD)
Diesen Sommer verbrachte ich drei Wochen in Cork, Irland in einer Gastfamilie und ging in eine Sprachschule. Meine Lehrerin, Triona, die selbst bekennender Divine Comedy Fan ist, spielte meiner Klasse Gin Soaked Boy vor mit den Worten "Ich kann mir nur halb vorstellen, wie betrunken Neil Hannon gewesen sein muss, als er dieses Lied schrieb." Als ich es dann hörte verstand ich, wie sie es meinte. Gin Soaked Boy ist ein Lied über das Betrunkensein, so jedenfalls ihre und auch meine Interpretation, denn aussprechen tut er es nicht wirklich. Er singt "I'm the darkness in the light, I'm the leftness in the right, I'm the rightness in the wrong, I'm the shortness in the long" usw...Lieder wie Gin Soaked Boy, mit einem humorvollen, gute Laune machendem Text sind auch "I've Been To A Marvellous Party", in dem Hannon mit Techno Beats überrascht, "National Express" mit der genialen Zeile "But it's hard to get by, when your arse is the size of a small country", "Something for the weekend", "The Pop Singer's Fear Of the Pollen Count"- ein Lied über Heuschnupfen und "The Frog Princess" ("I met a girl, she was a frog princess, I guess I ought to make it clear, that I saw nothing through her see-trough dress")
Aber Neil Hannon kann auch ernste Lieder singen, wie z.B. "Lucy", das absolute Highlight für mich auf diesem Album. Mit wunderschönem Altenglisch beschreibt er die Geschichte von Lucy und seiner Liebe zu England in einer metapherreichen Sprache ("I travelled among unknown men, in lands beyond the sea, nor England did I know 'til then, what love I bore to thee"). Wunderschön ist auch "Too Young To Die" ("Too young to die, but too old to survive") in dem die tiefe, kräftige Stimme von The Divine Comedy erst so richtig zur Geltung kommt.
Gesellschaftskritisch wird Hannon auf "Generation Sex" und "The Certainty of Chance". "Becoming More Like Alfie" ist auch ein Highlight auf der CD, bei dem der Ire selbstkritische Töne anschlägt.
Die Musik ist wie die Texte sehr facettenreich und detailliert. Teils ein bisschen irisch ("Lucy", "Songs Of Love"), teils ein bisschen poppig ("Tonight We Fly, Everybody Knows"), aber wie gesagt gibt es auch Techno-Einflüsse in "I've Been To A Marvellous Party".
Alles in allem eine sehr gelungene und einfallsreich CD, die uns die Gefühlswelt von Neil Hannon alias The Divine Comedy offenbart.
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5.0 von 5 Sternen Der passende Einstieg in die wundersame Welt des Neil Hannon, 26. August 2003
Rezension bezieht sich auf: A Secret History-the Best of (Audio CD)
The Divine Comedy sind Neil Hannon. Der 1970 in Nordirland geborene Hannon beschloss zu Beginn der 90er unter dem Namen The Divine Comedy Musik zu machen. Anfänglich spielte er fast alle Instrumente selbst, im Laufe der Jahre aber bildete sich ein fester Stamm an Musiker um ihn, so dass am Ende doch soetwas wie eine Band aus The Divine Comedy wurde.
Doch nicht wirklich, denn Hannon schreibt alle Songs, singt, spielt Gitarre und ist auch auf allen Platten-Covern das optische Aushängeschild.
A Secret History ist eine umfassende Retrospektive auf die ersten fast 10 Jahre. Songs, so verspielt wie schön, voll mit orchestralem Pomp, tollen Melodien, einfallsreichen Arrangements, die geschickt und unpathetisch die Ballance zwischen Bacharrach und Scott Walker (dem großen Vorbild Hannons) halten, dabei aber einen bissigen Humor entwickeln. Gleich der Eingangssong, National Express, nimmt den Hörer völlig gefangen. Bläser so schön wie bei James Last trompeten los und im fliessenden Stakkato-Rhythmus singt Hannon "Take the National Express when your life's in a mess, it will make you smile".
Neben einigen Neuinterpretationen alter Songs gibt es auch zwei komplett neue Stücke: Gin Soaked Boy ist Pop pur, ein toller Mitsing-Refrain, eine packende Melodie und ein bitterer Text, Too young to die ist eine persönliche Abrechnung mit der eigenen Vergangenheit als Pop-Künstler. Insofern bildet A Secret History auch einen Endpunkt. Die großen Posen, die überschwappenden Emotionen sind vorbei, der Dandy Hannon im feinen Anzug hat ausgedient. Das darauffolgende Studio-Album Regenration ist plötzlich Indie-Pop, The Divine Comedy arbeiten mit Nigel Godrich zusammen, der schon für Travis und Radiohead an den Reglern saß, Hannon hat lange Haare und trägt Jeans.
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A Secret History-the Best of
A Secret History-the Best of von The Divine Comedy (Audio CD - 2001)
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