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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besetzung, die sich sehen lassen kann, 29. Dezember 2003
Von 
Leslie Richford (Selsingen, Lower Saxony) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Baroque Esprit - Corelli (Concerti grossi) (Audio CD)
Arcangelo Corellis 1713 posthum veröffentlichte "Concerti grossi, Op. 6,1-12" gehören zu den beliebtesten und wohl auch am meisten gespielten Stücken des Barock. Im Zuge der Wiederentdeckung der "Alten Musik" in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden, wie nicht anders zu erwarten, viele Einspielungen, die sich untereinander freilich nur in Einzelheiten unterscheiden. Sigiswald Kuijken und die von ihm geleitete Petite Bande nahmen 1976-1977 in Schloss Kirchheim alle zwölf Konzerte auf, und zwar mit einer Besetzung, die sich wirklich sehen lassen konnte: Allein im "Concertino" spielen neben Kuijken selbst die Geigerin Lucy van Dael, der Cellist Wieland Kuijken (ein Bruder Sigiswalds), Konrad Junghänel an der Theorbe (eine Lautenart) und Bob van Asperen an der Orgel. Das sind Namen, die das Herz eines jeden Alte-Musik-Begeisterten höher schlagen lassen, und das Ergebnis ist wirklich überzeugend: Die Musik kommt federnd-leicht und durchhörbar daher, unterstützt von einer trotz eines gewissen Grundrauschens makellosen Aufnahmetechnik. Kuijken wählt flotte, aber keine überzogenen Tempi und vermag einen durchaus überzeugenden Eindruck davon zu vermitteln, wie diese ausgeklügelten Stücke (die eine ganze Welle von Nachahmungen auslösten) auf die ersten Hörer gewirkt haben könnten.
Kuijkens Aufnahmen erschienen zunächst auf drei LPs, die 1987 digitalisiert und auf zwei CDs wiederveröffentlicht wurden. Für die Reihe "Baroque Esprit" hat sich die Deutsche Harmonia Mundi dafür entschieden, einfach die erste der beiden CDs in neuer Aufmachung auf den Markt zu bringen. So bekommt man zwar sehr preisgünstig wunderschöne Musik zu hören, verliert jedoch gleichzeitig die Möglichkeit, sich alle zwölf Concerti zu Gemüte zu führen. Deshalb sollte man sich hier eine Strategie zurecht legen, denn die Konkurrenz ist ebenfalls nicht untätig geblieben: So hat beispielsweise die französische Harmonia Mundi gleich zwei äußerst preisgünstige Aufnahmen mit allen zwölf Concerti im Katalog: Auf zwei Einzel-CDs liegen die aufnahmetechnisch einwandfreien, von der Spielweise her sehr flotten, zugleich etwas manierierten Einspielungen mit dem kalifornischen Philharmonia Baroque Orchestra unter der Leitung von Nicholas McGegan vor. Und auf einer Doppel-CD kann man die Version des Ensembles 415 unter der Leitung von Chiara Banchini und Jesper Christensen erstehen (Banchini ist auf der Kuijken-Einspielung als Geigerin zu hören). Und noch ein Extra-Bonbon hält die Reihe "Baroque Esprit" bereit: eine Auswahl von sechs der 12 Konzerte (darunter die Nr. 8, das "Weihnachtskonzert") mit dem kanadischen Spitzenensemble Tafelmusik unter der Leitung von Jean Lamon, eine Platte, die sämtliche Konkurrenzaufnahmen um ganze Längen hinter sich zurücklässt. Insgesamt hat man also die Qual der Wahl, bei der die an sich exzellente Petite Bande-Aufnahme möglicherweise den Kürzeren zieht.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Inhalt ist viel schöner als die Hülle, 17. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Concerti Grossi Op.6,1-12 (Audio CD)
Diese Aufnahme aller Concerti Grossi Opus 6 von A. Corelli ist bis heute meine Lieblingsaufnahme. Ich finde sie z.B. noch bessr als die ebenfalls sehr gute Aufnahme: Concertos ... von Mcgegan, Philharmonia Baroque ... denn z.B. letztgenannte klingt einige Nuancen 'härter', diese hingegen einige Nuancen eleganter.

Die Stimmung dieser Musik wäre allerdings viel besser, als mit einem langweiligen Gemälde, wie dem auf der Vorderseite der Hülle (bzw. des Booklets), ausgedrückt durch verschiedene italienische Landschaften (sonnige, gewitterumstürmte etc.), oder Menschen (z.B. als Skulpturen) mit deutlich erkennbar verschiedenem mimischen und gestischen Gefühlsausdruck, oder beides (Landschaftten und Skulpturen etc.).

Die Mehrheit derere, die über das Design von Klassik-CD.s entscheidet (bei den jeweiligen Labels) hat offenbar wenig Gespür für den durchaus bis heute ansprechenden Gehalt solcher Musik und trägt dadurch dazu bei, das weit verbreitete Vorurteil aufrecht zu erhalten, diese Musik sei "veraltet".

(Die 5 Sterne vergebe ich daher ausdrücklich nicht für die Hülle, sondern nur für den Inhalt.)
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