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Kundenrezensionen

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am 11. Oktober 2004
31. Oktober '95: Das neue, selbstbetitelte Album von Alice In Chains wird als Vinyledition herausgebracht, eine Woche später folgt die CD. Nun, seit knapp zweieinhalb Jahren, wissen wir, dass es endgültig ihr letztes reguläres Studioalbum werden sollte.
Oft als ihr schwächstes Werk bezeichnet, erscheint es mir einfach als ihr komplexestes. Es eröffnet sich nicht so einfach wie die Vorläufer, man muss es sich mehrmals anhören, um die wundervolle Schönheit der Songs zu erkennen. Noch um einiges depressiver als der Vorgänger "Dirt", ist die Platte sicher nichts zum Nebenbeihören oder für gute Laune. Wer jedoch tiefgründigen alternativen Rock in seiner Vollendung hören will, wird hier nicht enttäuscht werden.
Meiner Meinung nach ist AIC vielleicht sogar das eigentliche Meisterwerk der Seattler, mit God Am (für mich eines DER Lieder überhaupt), Shame In You (balladenartig und wunderschön), Brush Away und Head Creeps beinhaltet es einige meiner Lieblingslieder - und, seien wir ehrlich - was wäre das Unplugged ohne Songs wie Frogs, Over Now oder Sludge Factory ("What's my motivation here?") gewesen?
Obwohl niemals eine Band Alice ebenbürtig sein wird, scheinen die einstigen "Grunge"-Ikonen langsam (aber sicher?) in Vergessenheit zu geraten ...
Layne ... why's it have to be this way?
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am 15. August 2004
Das selbstbetitelte Drittwerk von Alice In Chains wird meist als das schwächste Album der Grunge-Urväter bezeichnet, was sicher nicht zuletzt an seiner Schwerverdaulichkeit liegt.
Die teils überlangen Epen haben nur noch wenig mit den verzweifelten, harten Rockhits der Vorgängeralben zu tun, sondern schwelgen vielmehr fast schon Doom Metal-mäßig im Zeitlupentempo in tiefster, sanfter bis anklagender Melancholie.
Während der eingängige Opener "Grind" noch am ehesten mit den straighten Songs der "Dirt"-Phase verglichen werden kann, häufen sich mit Ausnahme der genialen, poppigen Single "Heaven Beside You" im weiteren Verlauf des Albums die zähflüssigen, bis zu 8-minütigen Lavasongs, die beim ersten Hören sicher befremden, aber von Durchlauf zu Durchlauf wachsen und langsam ihre Genialität offenbaren.
Es sind auch weniger die Songs an sich, die zu begeistern wissen, obwohl der groovige, dissonante "Nothin Song", das elegische "Frogs" oder das balladeske "Shame in You" -um nur ein paar der Songs hervorzuheben- durchaus auch für sich stehen können. Nein, was mich immer wieder an der Platte fasziniert, ist die Atmosphäre, die im Zusammenspiel der Songs im Verlauf des Albums entsteht.
Jeder Ton scheint am richtigen Platz zu sein, keine überflüssige Note wird gespielt, kein Song wirkt fehl am Platz, um es kurz zu sagen: Die Platte wirkt wie aus einem Guss, man kann sich- wenn man in entsprechender Stimmung ist- fallen lassen und die eigene Trauer über den Genuss des Albums überwinden lernen.
Während "Dirt" der Soundtrack zur Depression ist, empfinde ich "AIC" als die Brücke aus der Melancholie heraus.
Für mich eines der wichtigsten Alben der 90er.
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am 1. Juli 2003
Was sich auf dem Vorgänger Dirt schon andeutete, setzte sich auf A.I.C. selbstbetiteltem Album nahtlos fort. Teuflisch gute depressive Klänge, die Fans mit einem etwas stärker ausgeprägten suizidalen Charakter eindeutig ans Leder, bzw. ans Leben gehen könnten. Ob "Heaven beside You", "Sludge factory" oder mein persönlicher Favorit "Over now", das mit dem markanten Trompetensolo beginnt, dessen Namen mir jetzt dummerweise nicht einfällt. Das alles sind Stücke, die echt unter die Haut gehen. Und dass sie allesamt melodiös sind belegt die Tatsache, dass recht viele davon auf der A.i.C. Unplugged Scheibe zu finden sind. Also alles in allem eher ein Album zum genießen, für melancholische Tage, wenns an einem Novemberabend mal wieder regnen sollte und man es sich zu Hause so richtig gemütlich machen möchte.
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am 11. November 2015
"Unsere Stärke ist die Tatsache, daß man uns keiner bestimmten Richtung zuordnen kann. Unsere Einflüsse sind viel zu unterschiedlich, als daß ein klares Bild daraus entstehen könnte."
JERRY CANTRELL. Zitat entnommen aus: Kühnemund, Götz: Zwischen Himmel und Hölle; RockHard, Oktober 1991, zit. n.: Stratmann, Holger (Hg.): ROCK HARD MANIA – 20 Jahre Rock&Metal im Überblick. Rock Hard GmbH. Dortmund 2004, S. 161.

Dieses Statement gilt fraglos für sämtliche Werke des ebenso höhepunktgesegneten wie abgrunderfahrenen Seattle-Quartetts gilt. Im Wissen um die obwaltenden Umstände sei jedoch die raumgreifende Prominenz eines Einflussfaktors zentral herausgestellt: Die Betäubungsmittelabhängigkeit insbesondere des ehemals stimmgewaltigen Sängers Layne Staley. Man höre zum Vergleich nur einmal die Vorgänger "Facelift" und "Dirt", aber auch den MTV-Unplugged-Auftritt vom 10. April 1996. Ausgehend von der Annahme, dass die Stimmkraft mit der leiblichen Gesundheit korrespondiert, sind wenige Interpretationskunststücke vonnöten, um Staleys vorrangig heroinbedingten Zerfall als "logische Tragödie" zu definieren.
Geblieben ist die außergewöhnliche Ausdrucksstärke seines nach wie vor unverwechselbaren Organs. Bei den erschreckend passend titulierten Eröffnungs- bzw. Abschlussstücken "Grind" und "Over Now" sowie beim vornehmlich akustischen "Heaven Beside You" steuert Jerry Cantrell zudem seine warme Klangfarbe bei.
Das Debüt "Facelift" wurde von "We Die Young" eröffnet. Layne Staley starb irgendwann im April 2002 im Alter von vierunddreißigeinhalb Jahren. Damit endet ein Kreislauf.
Das auf der dritten Langrille der Band dargebotene Songdutzend führt den Hörer durch ein verstörendes Labyrinth, das vorderhand nicht die Wucht der Vorgänger entfaltet. Andererseits malmen die schweren Stücke zäher und härter, wohingegen ihre ruhigeren Geschwister den Hörer unweigerlich tiefer denn je in Gefühlstreibsand hineinziehen ("Shame In You", insbesondere aber das hypnotisch-bedrohliche "Frogs"), ganz ohne Rührseligkeit oder Ursachenforschung, ohne die mitunter sarkastische Lust an der Kontemplation eigener Misere. Stattdessen prägen harsche Resignation und unsentimentale Hoffnungslosigkeit nahezu alle Kompositionen. Die großartige Leistung von Jerry Cantrell und Layne Staley wäre allerdings unvorstellbar ohne das stoisch hämmernde Rhythmusgerüst von Sean Kinney und Mike Inez.
Dieses Album benötigt Zeit zum Wachsen, Geduld und Konzentration. Dafür offenbart sich nicht nur dasjenige Werk aus der ersten Ära der Band mit der längsten Spieldauer, es erzielt zudem qualitativ gesehen die bei weitem höchste Trefferdichte. Selbst die Stücke, die eher bei Komplettdurchläufen funktionieren ("Head Creeps", "God Am", "So Close", "Nothin' Song") wirken weder wie Füllmaterial noch deplatziert. Keine geringe Leistung, insbesondere da die Band gleichzeitig so klingt, als sei sie dunklen Ende ihrer Reise angelangt.

"We pay our debt sometime".
Ebendieser Erkenntnis wurde der Verfasser der vorliegenden Zeilen in der ersten Jahreshälfte 2015 ansichtig; "Alice in Chains" lieferte dazu die akustische Reflektionsfolie schlechthin, mit jeder einzelnen Note sowie Zeile eine Bereicherung.
"Extending part of me again".
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am 13. April 2004
...ist dieser dritte longplayer der vier seattler. nachdem man auf den beiden vorherigen klassikern "facelift" und "dirt" noch komplex und zugleich eingängig rockte, wirkt das hier schon fast wie eine kleine revolte. ausser "heaven beside you" und "grind" befindet sich kein song auf "alice in chains", den man mal so eben beim staubsaugen hören sollte. stattdessen sehr düstere, meist langsam schleppende musik (brush away, god am, head creeps), die diesmal fast ausschließlich von doppelstimmigem gesang (cantrell & staley) begleitet wird.
insgesamt gesehen, fällt diese scheibe etwas gegenüber den vorgänger scheiben ab, ohne jedoch auch nur annähernd ins mittelmaß abzusinken. zeit investieren ist angesagt. wer sich mit der platte nicht auseinander setzt, bzw deren depressive stimmung nicht nachempfinden kann, wird angeekelt die nase rümpfen. irgend wie auch schön so.
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am 31. März 2016
Ihr lest ein wunderbares Buch zu Ende und klappt es zu, genauso fühlt sich diese Platte an. Der letzte Ton verklingt und Du bleibst allein zurück. Je nach Stimmung fängst Du wieder von vorn an oder Du weißt schon beim ersten Hören, die letzten 2 min werden auf Deiner Beerdigung gespielt. Soundtrack des Lebens, meines Lebens!
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am 7. Mai 2007
Die zerstörerischen Gerüchte um das Ableben der Band, beruhend auf der Heroinsucht von Layne Staley, wurden durch die bemerkenswerte Leistung auf Alice in Chains ganz schnell zerschlagen. Das Album ist das am besten produzierte der Band und zweifelsohne das erwachsenste Werk der Combo aus Seattle. Alice in Chains baut weniger auf Heavy-Metal-Riffs als auf Melodie und texturisch variierende Bearbeitungen. Eigentlich ein krasser Kontrast zu all den vorherigen Alben. Außerdem wurden die akustischen Stärken Alice in Chains aus den EPs wie Jar of Flies nicht mehr übergangen und in den Heavy-Metal-Sound integriert ("Heaven Beside You"). Zwar handeln die AiC-Lyrics immer noch von den alten Themen wie Verzweiflung, Trauer, Einsamkeit und Drogensucht, sind aber erwachsener und nicht mehr so nackt und miserabel wie sonst. Nein, die Lyrics sind diesmal getränkt von stärker werdender, wachsender Qualität, Schwierigkeit und Festigkeit - was man auf den vorherigen Alben wiederum vermisste. All diese Stärken spiegeln sich auf den Highlights des Albums "Grind", "Brush Away", "Over Now" und "Heaven Beside You" wider. Es scheint als wären sie einen Deal, ja nahezu einen Tausch, eingegangen - ihre kompromisslose Art gegen eine nahezu perfekte Produktion.

Und trotzdem vermag man ein wenig enttäuscht von der Platte zu sein, auch wenn es so viele positive Dinge gibt. Die Scheibe hätte durchaus besser werden können. Es gibt Momente, in denen die Songs ohne Kraft und überproduziert wirken, sodass sie wohl kaum unvergesslich bleiben. Momente, in denen die Band nicht ungebunden und mehr abgelenkt wirkt. Das wiederum kann den Trotz von Songs wie "Grind" ("you'd be well advised/not to plan my funeral 'fore the body dies") mehr wie eine Verleugnung wirken lassen; gerade als die dunkle Seite von Alice in Chains aufzuhellen schien, waren die internen Probleme der Bands zu heftig und schier unüberwindbar. So wurde Alice in Chains das letzte aufgenommene Studioalbum der Band, das die Öffentlichkeit jemals zu Gesicht bekommen würde.
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am 26. Oktober 2012
Diese Album ist sehr gut mit Nirvana's "In Utero" zu vergleichen.

Das 3te Album der beiden Bands und völlig unterbewertet und vor den beiden Alben war das Mainstream Album! (Dirt und Nevermind).

Dieses Album ist einfach nur von vorne bis hinten Dunkel,düster und Depressiv!
Layne's Stimme ist eine einzige langsame sterbe Qual die sich über das ganze Album zieht.

Die ersten 3 Songs sind was "traurigkeit" angeht garnicht zu Toppen!

Grind,Brush Away und das phänomenale sludge Factory sind wahrscheinlich die ersten besten 3 Songs die ich ja auf einem Album gehört habe.

Das ganze Album ist überhaupt nicht Radiotauglich ausser vielleicht das schöne "Heaven beside you".

Selbst das Cover strahlt traurigkeit und leere aus und daruch das dort nichts weiter als der Hund zu sehen ist macht es das auch noch gleichzeitig wunderschön.

Die Rückseite dagegen ist pure Verwirrung und ekel zugleich.

Man kann Dirt mit dem Album nicht vergleichen so wie man Nevermind nicht mit In Utero vergleichen kann.
Während Nirvana ganz klar von Nevermind weg wollte,haben sich Alice in Chains wohl einfach nur klar weiterentwickelt und es ist einfach nur traurig das dieses Album nicht die anerkennung bekommen hat die es verdient hat!

Leute die nur "Dirt" von Alice in Chains mögen sind einfach nur Pseudo Fans so wie die ganzen "nur" Nevermind hörer.

Ein Meisterwek der Musikgeschichte!

Ende.
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am 17. Mai 2013
"Drugs worked for me for years, and now they're turning against me, now I'm walking through hell“. So beschrieb Sänger Layne Staley seinen Zustand zur Zeit der Veröffentlichung des unbetitelten 3.Albums (auch „Tripod“ genannt) mit dem dreibeinigen Hund auf dem Cover. Hört man sich dieses an könnte sich diese Aussage auch auf seinen musikalischen Output bezogen haben. Von seiner schweren Heroinsucht gebeutelt, steuerte er nur einen Song („Head Creeps“) bei und auch seine stimmliche Verfassung hat im Vergleich zu den Vorgängeralben stark nachgelassen (es spricht Bände, dass er sich dennoch auf einem ordentlichen Niveau bewegt). Doch auch der Rest wirkt seltsam ausgelaugt.
Die Rhythmusfraktion kommt bei weitem nicht an die Geschlossenheit von „Dirt“ heran und auch Mastermind Jerry Cantrell verliert sich des Öfteren in schwachen Riffs orientierungslosen Soloeinlagen. Die internen Probleme der Band tönen unüberhörbar aus den Boxen, anno 1995 schienen Alice in Chains nicht recht zu wissen welche Richtung sie einschlagen sollten. Die Luft schien raus zu sein. Die saubere, aber drucklose Produktion tut ihr übriges dazu.

Zwar hat die Platte zweifellos ihre Momente, aber auch einiges an Füllmaterial und vollends erreicht kein Song das Niveau des Überkrachers „Dirt“ oder der traurig-schönen „Jar of Flies“. Es spricht sehr für die eben genannten Alben, dass „Tripod“ dennoch kein schlechtes Album ist.

1.“Grind“ - Wütend und ohne Vorwarnung bricht schwerer nach vorne peitschender Rhythmus über den Hörer herein und lässt nur im nicht perfekten, aber schön melancholischen Refrain nach. Jerry singt den größten Teil (was er gut macht), Laynes Stimme knarzt seltsam verzerrt im Hintergrund herum, was den Song etwas runterzieht. Gerade mit der „Dirt“-Eröffnungsnummer „Them Bones“ kann „Grind“ nicht mithalten. Schon hier werden die Probleme von „Tripod“ deutlich.
7/10

2.“Brush Away“ - beginnt mit seinem mysteriösen Riff eigentlich recht vielversprechend, dann geht es steil bergab. Laynes leiernde Vocals nerven schnell, das Gitarrensolo ebenfalls, AIC zocken diesen Song so routiniert wie uninspiriert runter und auch von der Hook bleibt nichts hängen. „Brush Away“ wirkt wie in 5 Minuten geschrieben, fällt eindeutig unter die Kategorie „Füllmaterial“ und zählt zu den schwächsten Nummern der Band.
2/10

3.“Sludge Factory“ - Dieser 7-Minüter basiert ähnlich wie „Grind“ fast nur auf einem Riff, doch gerade diese Monotonie macht den Reiz aus. Layne liefert eine seiner besseren Gesangsleistungen und der Refrain erreicht sogar „Dirt“-Niveau. Vor allem die Jam-artige Atmosphäre gegen Ende in Kombination mit dem seltsamen Sample einer Stimme, die in einem bedrohlichen Ton immer wieder den Satz „Your Weapon is killed“ wiederholt macht „Sludge Factory“ zu einem bizarren Highlight der Platte.
8/10

4.“Heaven Beside You“ - bietet wohl den interessantesten Ansatz: In der von Jerry gesungenen Nummer verbinden AIC die Akustikausflüge der „Jar Of Flies“-EP mit bedrohlichen härteren Passagen. Die Atmosphäre eines regnerischen Herbsttages kommt hier sehr gut rüber, aber leider wartet man vergeblich darauf, dass „Heaven Beside You“ so richtig explodiert, sonst hätte der Song locker mit den besten der Band konkurrieren können. Trotzdem absolut gelungen.
8/10

5.“Head Creeps“ - Das einzige von Layne geschriebene Lied hat einen ähnlichen Rhythmus wie „Sickman“ und fällt erneut durch verzerrte Vocals auf. Trotz vieler Passagen, die so krank sind, dass sie wieder etwas Anziehendes haben, sind die Probleme die gleichen wie auf dem Großteil des Albums: „Head Creeps“ eiert ziellos durch seine 6 Minuten und der schwach gesungene Refrain fällt stark ab. Schade, hier wurde viel Potenzial verschenkt. 5/10

6.“Again“ - die offensichtliche Singleauskopplung besticht durch einen sehr simplen Aufbau zählt auch deshalb zu den besseren und härteren Momenten, auch wenn der Song erst Live so richtig zündet und hier etwas blutleer daherkommt. 7/10

7.“Shame In You“ - enthält die schönsten Gesangslinien des Albums und auch Jerrys Gitarrensolo bringt die Nummer weiter und wirkt nicht (wie sonst häufig auf „Tripod“) wie ein Lückenfüller. Doch auch hier finden sich Parts, die nicht im Gedächnis bleiben und bei denen
Staley neben sich zu stehen scheint.
6/10

8.“God Am“ - wieder sehr monoton gehalten, mit einem ganz guten, aber zu oft wiederholten Refrain. Geht in Ordnung, mehr nicht.
6/10

9.“So Close“ - ist in einem für Alice in Chains ungewohnt schnellen Tempo gehalten, ansonsten gilt ähnliches wie für „Brush Away“: Füllmaterial. Auch wenn es nicht nervt oder stört, wirkt das Ganze ziemlich lustlos hingeklatscht (Länge: 2:46), da der Track nach dem 2.Refrain sehr abrupt endet.
3/10

10.“Nothing Song“ - die schrägen Gesangsharmonien, quietschenden Gitarren und heftigen Tempowechsel haben auf jeden Fall was. Beim 2./3.Refrain nutzt sich dieser Überraschungseffekt leider ein bisschen ab.
6/10

11.“Frogs“ - hier wird es wieder akustisch, monoton und vor allen zappenduster. Trotz Überlänge von 8 Minuten schaffen es AIC diesmal die Spannung über die komplette Strecke zu halten. Ähnlich wie „Sludge Factory“, aber wesentlich ruhiger und düsterer, war „Frogs“ wie geschaffen für den ein Jahr später gespielten Unpluggedgig.
8/10

12.“Over Now“ - ein gut gewählter Ausklang, der allein durch seinen Titel unfreiwillig schon das Ende der Band vorwegnimmt. „Over Now“ ist ebenfalls eher akustisch gehalten und enthält Jerrys wohl schönstes und endlich mal songdienliches Gitarrensolo. Besonders in den langsameren Passagen kommt die Nummer wunderbar schwermütig daher, trotz der ein der anderen Länge.
8/10

72/120 Macht 3,5 Sterne

Fazit:
Alice in Chains klingen auf ihrem selbstbetitelten 3. Album in jeder Hinsicht „fertig“. Das hat zwar durchaus seinen Reiz und es lässt sich erkennen das es eine verdammt geniale Platte hätte werden können. Wären da nicht die internen Probleme gewesen, die auch dafür sorgten, dass AIC sich nur noch zu dem Unplugged Gig und 2 neuen Songs (auf der „Nothing Safe“-Kompilation) aufraffen konnten, bevor die Gruppe in ihre Einzelteile zerfiel und Staleys grausamer Tod ein vorläufiges Ende setzte. So bleibt „Tripod“ die schwächste Platte im Alice in Chains Katalog.
Für Fans ist sie natürlich unverzichtbar (auch wenn man mit einer mittleren Enttäuschung rechnen muss), alle anderen sollten sich zunächst „Dirt“, „Jar Of Flies“ „Facelift“, „Black Gives Way To Blue“ uns „SAP“ in dieser Reihenfolge zulegen.
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am 18. April 2000
Obwohl "Jar of flies" für mich die beste Alice ist ist dieses Album dafür das interessanteste "plugged" Album der Band , die meiner Meinung nach mit diesem Werk letztendlich Ihren total eigenen Stil gefunden und sich somit völlig vom Grunge-cliche losgesagt hat. Die Platte ist wie alle vorgänger sehr tiefgehend , laid back , ja fast schon transzendent und extrem psychotisch. Der Gesang ist mit seinen bunten mehrstimmigen Intervalen geradezu Genial. Layne shouted weniger aber die gesangslinien machen das wieder wett. Eine Platte die einem trost spendet wenn man einen Geliebten Menschen verloren hat oder wenn man gerne in selbstmitleid badend in einer romantischen Weise leidet. Ich hätte ihr fünf Sterne gegeben aber dann müsste "Jar of flies" sechs kriegen.
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