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Kundenrezensionen

132
4,1 von 5 Sternen
Kid a
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Oktober 2010
Wer gewöhnliche Plastikmusik (sprich Pop o.ä.) gewöhnt ist,
wird mit dieser Scheibe wahrscheinlich nicht viel anfangen können.
Wer jedoch jedoch aufgeschlossen ist und dem düsteren Kid A die Möglichkeit gibt,
sich durch mehrmaliges Hören zu entfalten,
dem erschließt sich hier Schritt für Schritt ein Meisterwerk,
das einen in eine andere Welt entführt.
Dazu sollte man zuerst alle Erwartungen an ein OK Computer 2 ablegen.

Die Reise beginnt mit "Everything in its right place",
das einen im 10/8 Takt in die Stimmung versetzt,
die das gesamte Album prägt.
Ein ganz besonderer Opener, der einem jedes Mal wieder,
wenn man die CD einlegt, ein behagliches Lächeln ins Gesicht zaubert.

Mit dem Titeltrack folgt wohl das zu Beginn unzugänglichste Stück.
Die Verzerrte Stimme Thom Yorkes erscheint gedämpft, distanziert.
Wenn man aber mit dem Song näher vertraut ist, findet man immer mehr Gefallen an "Kid A",
der zum Ende hin zwar nur kurz, aber sehr schön aus der dunklen Kulisse auftaucht.

"The National Anthem" zeichnet sich vor Allem durch die simple Mörder-Bassline aus,
die sich unverändert durch das ganze Stück zieht.
Wieder ist Yorkes Stimme verzerrt, aber nicht so stark wie beim vorigen Track.
Verschiedenste Blasinstrumente arbeiten sich zusammen zu einem Kakophonischen Höhepunkt hin,
der einen bei den ersten Malen das Gesicht verziehen lässt.
Doch man erkennt langsam System dahinter und beginnt nach und nach, die Dissonanzen lieb zu gewinnen.

Track Nummer 4 ist die meiner Meinung nach beste und gefühlvollste Ballade, die auf dieser Welt je geschrieben wurde.
Schlicht gehalten nimmt "How to disappear completely" immer mehr an Gefühl zu,
bis zuletzt Yorkes Gesang von dissonanten Geigen verschlungen wird,
um darauf entgültig und befreiend aus ihnen wieder aufzutauchen.
Allein dieser Moment macht diesen Track zu einer unvergleichlichen Wanderung durch die Dunkelheit.
Unbeschreiblich, muss man gehört haben.

Das simple und sphärische Instrumentalstück "Treefingers" trägt die überwältigende Stimmung weiter und baut eine Brücke zum 6. Song, der sonst auf "How to disappear completely" gefühllos begonnen hätte.

"Optimistic" befreit ein bisschen von der leichten Depressivität und kommt tatsächlich ein wenig optimistischer daher.
Ohrwurmpotenzial und etwas konventioneller.

Mit "In Limbo" verschwimmt alles wieder, wird ansatzweise verwirrend und schafft eine gute Verbindung zum nachfolgenden Meisterstück.

"Idioteque" treibt die düstere Einstellung des Albums auf die Spitze.
Ein genialer elektrischer Beat unterlegt mit Syth-Akkorden nimmt einen gefangen.
Der Falsett-lastige Chorus bleibt im Kopf und leitet über in die aggressive und aufgeweckte zweite Strophe.
Schließlich entläd sich der Song in einer Instrumentalpassage bevor er nahtlos übergeht in

"Morning Bell". Es wird wieder etwas gemächlicher nach der elektronischen Hast,
jedoch hindert Yorkes Stimme einen am simplen Zurücklehnen und passiven Zuhören.
Auch dieser Track enthält gegen Ende einen Instrumentalpart und schafft eine ganz eigene Stimmung,
wie eigentlich jeder Song auf Kid A.

Zum Schluss erwartet einen die wohlverdiente Belohnung in Form von "Motion Picture Soundtrack".
Erlösende Harfenklänge laufen im Hintergrund während sich der erschöpfte Gesang förmlich befreiend über den Hörer ergießt.
Nach einer Steigerung zum Gipfel der Kulisse (Song würde Ich es weniger nennen) folg eine einminütige Pause.
Beim ersten Hören will man schon die CD aus dem Player nehmen,
wenn auf einmal noch für kurze Zeit Instrumente erklingen.
Dann Ruhe...

Ich habe versucht, trotz der unbeschreiblichen Erfahrungen, die man mit diesem Werk macht,
der unglaublichen Stimmung gerecht zu werden.
Ich halte diese Scheibe selbst nach 10 Jahren noch für das beste, was mir als Musikhörer in meinem ganzen Leben passiert ist.
Ich rate jedem dringendst, diesem Kunstwerk zumindest einige konzentrierte Durchläufe zu gönnen.
Angesichts des großen Potenzials, das Kid A für jeden haben kann, wäre alles andere reine Ignoranz.
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29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. September 2005
Meine Geschichte zu Kid A ist witzig: Als ich mir das Album damals gekauf habe, fand ich es nach dem ersten Hören grottenschlecht und konnte absolut nichts damit anfangen. Ich habe es kurzentschlossen wieder verkauft und war froh, es los zu sein.
Ungefähr ein Jahr später kaufte ich es mir dann aber doch wieder, und mit den Jahren ist es doch tatsächlich zu meinem zweitliebsten Radiohead-Album geworden!!
Kid A ist ein Album, dass einen mit auf eine Reise nimmt. Man weiß zuerst zwar nicht, wohin diese Reise führt, aber eines wird einem irgendwann klar: Es ist eine großartige Reise!
Es ist ein Album, über das man eigentlich schwer sprechen kann. Oder aber man spricht zuviel darüber. Atmosphäre, Bewegung und "die Reise ins Nirgendwo" sind für mich die Schlüsselwörter dazu. Wenn man diese Scheibe auflegt, verändert sich der Raum um einen herum. Wärme, Kälte, Agressivität, Passivität, Traurigkeit, Resignation, Hoffnung, Leere, Fülle, Angst, Leichtigkeit, Glückseligkeit, Stärke, Schwäche, Zerbrechlichkeit,... das alles und viel mehr ist hier magisch vereint und in Musik gebannt.
Kid A wird für mich immer ein ganz besonderes Album bleiben.
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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Juni 2003
Es gibt Ereignisse, die unser Leben verändern.
Das erste Mal verliebt sein.
Das erste Mal.
Das erste Mal Kid A.
In einer Zeit, in der Musik zum bloßem Konsumprodukt, zur kostenlosen Beilage in billigen Werbeheften degradiert wird, ist es gut eine Band wie Radiohead zu sehen, die bereit ist, in musikalische Grenzbereiche vorzudringen, die mit "Kid A" ein Album herausbrachten, das selbst den herausforderte, der glaubte, bereits wirklich alles gehört zu haben.
Von der existentiellen Schwermut auf Ok Computer und den meterhohen Gittarenwänden Floydscher Prägung ist nichts mehr entdecken.
Stattdesen regiert ein surreal anmutender, filigraner Abstrahismus von Text und Ton , der engstirnigere Zeitgenossen bereits beim Opener "Everything In Ist Right Place" die Haare zu Berge stehen lassen wird:
Thom Yorkes freischwebende Stimme windet sich um ein E- Piano, dazu berichtet Mr. Yorke, daß ergestern morgen an einer Zitrone saugend erwacht ist. Nichts scheint sich an dem ihm zugedachten Platz zu befinden, doch dieses kreative Chaos ist Konzept.
Aufgeschlossenere Hörer könnten in Kid A den idealen Soundtrack für den Film namens Leben finden, da es in seiner Symbiose von kalten Elektronik- Sounds und völlig losgelösten Strukturen eine perfekte Reflektion der Hektik, Konfusion und gegenseitigen Entfremdung, von denen das ausgehende Jahrtausend zweifelsohne
geprägt ist, darstellt.
Viele Songs basieren auf minimalistischen Grundideen wie der pulsiernden Basslinie des "National Anthem", der in einer Kakophonie aus Bläsern und infernalischem Geschrei mündet. Man fühlt sich an A Day In The Life erinnert, bloß energetischer. Größer.
Was folgt, ist die Ruhe nach dem großen Sturm: "How To Disappear Completely". Der Name ist Programm: Ein Song, so erhaben und elegisch, daß es einem den Atem raubt.
Streicher lassen uns den Liffey entlangfließen, entführen uns ins Nichts, wo das unheimlich- ambiente "Treefingers" bereits auf unsere Ankuft wartet.
Was folgt sind die ersten konventionell gespielte Gitarren. "Optimistic", die potentielle Single, mit seinem Strophe- Refrain- Strophe- Aufbau noch am ehesten
an die alten Radiohead von The Bends- Zeiten erinnernd.
Mr. Yorke erzählt von Dinosauriern, die die Erde beherrschen.
Wen er damit wohl meint? Multinationale, gewissenlos Ressourcen ausbeutende Großkonzerne? Von Korruption und Machtdenken zerfressene Politiker? Die eingefahrene, seit Jahrzehnten nur noch Gesichter vermarktende Musikindutrie? Medien, die Meinungen zu Wahrheiten transferieren?
Diese kryptische Haltung in Yorkes Texten, die sich durch das komplette Album zieht, mag einigen sauer aufstoßen, doch läßt sie mehr Freiraum für eigene Interpretationswelten, im Kopf jedes Hörers entstehen andere Bilder, Farben und Formen.
Überwältigend.
Bereits 5 Minuten später ist man zurück „In Limbo".
"Idioteque": Der Superhit jeder Androidendisco.
Kantig, großartig; was haben wir gelacht...
"Motion Picture Soundtrack" entläßt uns schließlich nach 45 Minuten versöhnlich mit extra- kitschigen Harfen in den Himmel, Engelchöre nehmen uns an die Hand; man fühlt sich an alte Hollywood- Musicals erinnert.
Der einzige Song, in dem Yorke einen Blick auf sein Innerstes freigibt ,was ihn schon fast parodistische Züge annehmen läßt.
„Red wine and sleeping pills help me get back to your arms, cheap sex and sad
films help me get backwhere I belong..."
Wer jemals geliebt und hier keine Träne im Auge hat, ist längst tot.
Kid A besitzt eine vertraute, fast metaphysische Qualität.
Man hat das Gefühl, diese Songs schon irgendwann einmal gehört zu haben.
Nachts.
Im Traum.
Einem anderen Leben.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. April 2008
Vorweg: Ich werde hier weder einzelne Songs bewerten, noch über die inhaltlichen und musikalischen Tragweiten philosophieren - das haben andere ja bereits getan.
Mit "Kid A" konnte ich lange Zeit überhaupt nichts anfangen, da ich von den eingängigen Stücken von "Ok Computer" verwöhnt war. Ich hörte "Kid A" bestimmt vier/fünf Mal und es zündete einfach nicht. Es waren zwar durchaus Passagen dabei, die mir gefielen, aber insgesamt gesehen kam ich mit diesem Werk einfach nicht klar und legte es schließlich etwas enttäuscht beiseite.
Nun hörte ich neulich das Album "Wish you were here" von Pink Floyd und war dadurch wahrscheinlich "sensibilisiert" für etwas tiefgründigere und unzugänglichere Musik. Jedenfalls fiel mir spontan "Kid A" ein und ich legte es in den Player. Ich saß einfach nur da mit meinen Kopfhörern (sehr zu empfehlen) und hörte zu. Was soll ich sagen, ich war schlichtweg beeindruckt. Das Universum von "Kid A" erschloss sich mir mit einem Male und ließ mich nicht mehr los. Wichtig: Ich schreibe oft bei vielen Alben, diese unbedingt am Stück zu hören und nicht nur einzelne Titel, aber auf dieses Album hier trifft das in besonderem Maße zu!
Es hat lange gedauert, aber "Kid A" ist bei mir endlich angekommen, oder bin ich endlich bei "Kid A" angekommen? Ich weiß es nicht. Und so blöd es klingt, aber ich sitze hier weit weg von meinem Zuhause (wo auch das Album liegt), und kann es echt kaum erwarten endlich heimzukommen und "Kid A" zu hören. Hab schon die ganze Zeit die albumstartenden Orgelsounds im Ohr...
Was braucht man um so eine Platte zu machen? Kreativität?! Ja! Innovation auch?! Ja! Sich keinem (kommerziellen) Druck beugen?! Auch!
Meiner Meinung nach braucht man aber vor Allem "Mut", um so eine Platte rauszulassen. Denn ich war bestimmt nicht der Einzige, der mit den eingängigen Vorgängeralben sehr gut leben konnte. Radiohead hat es nicht geschert und wer lange genug durchhält, wird auch "Kid A" entsprechend würdigen können! Und an diesem Punkt bin ich nun angekommen!
P.S.: Hört man am Anfang von "Everything is in the right place" die Worte "Geh nicht, geh nicht", oder täusche ich mich da?! Passt darauf mal auf beim Hören.
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. März 2002
Es gibt Ereignisse, die unser Leben verändern.
Das erste Mal verliebt sein.
Das erste Mal.
Das erste Mal Kid A.
In einer Zeit, in der Musik zum bloßem Konsumprodukt, zur kostenlosen Beilage in billigen Werbeheften degradiert wird, ist es gut eine Band wie Radiohead zu sehen, die bereit ist, in musikalische Grenzbereiche vorzudringen, die mit “Kid A“ ein Album herausbrachten, das selbst den herausforderte, der glaubte, bereits wirklich alles gehört zu haben.
Dabei hätten sie nach dem immensen Erfolg von “OK Computer“ alle Chancen der Welt gehabt, als größte Stadionrockband der Welt in die Fußstapfen von R. E. M. oder U2 (Aaargh!) zu treten.
Radiohead treten sie mit Füßen:
Von Thom Yorkes existentieller Schwermut und den meterhohen Gittarenwänden Floydscher Prägung ist nichts mehr entdecken.
Stattdesen regiert ein surreal anmutender Abstrahismus von Text und Ton , der engstirnigere Zeitgenossen bereits beim Opener “Everything In Ist Right Place“ die Haare zu Berge stehen lassen wird:
Thom Yorkes freischwebende Stimme windet sich um ein E- Piano, dazu berichtet Mr. Yorke, daß ergestern morgen an einer Zitrone saugend erwacht ist. Nichts scheint sich an dem ihm zugedachten Platz zu befinden, doch dieses kreative Chaos ist Konzept.
Aufgeschlossenere Hörer könnten in Kid A den idealen Soundtrack für den Film namens Leben finden, da es in seiner Symbiose von kalten Elektronik- Sounds und völlig losgelösten Strukturen eine perfekte Reflektion der Hektik, Konfusion und gegenseitigen Entfremdung, von denen das ausgehende Jahrtausend zweifelsohne
geprägt ist, darstellt.
Viele Songs basieren auf minimalistischen Grundideen wie der pulsiernden Basslinie des “National Anthem“, der in einer Kakophonie aus Bläsern und infernalischem Geschrei mündet. Man fühlt sich an A Day In The Life erinnert, bloß energetischer. Größer.
Was folgt, ist die Ruhe nach dem großen Sturm: “How To Disappear Completely“. Der Name ist Programm: Ein Song, so erhaben und elegisch, daß es einem den Atem raubt.
Streicher lassen uns den Liffey entlangfließen, entführen uns ins Nichts, wo das unheimlich- ambiente “Treefingers“ bereits auf unsere Ankuft wartet.
Was folgt sind die ersten konventionell gespielte Gitarren. “Optimistic“, die potentielle Single, mit seinem Strophe- Refrain- Strophe- Aufbau noch am Ehesten
an die alten Radiohead von The Bends- Zeiten erinnernd.
Mr. Yorke erzählt von Dinosauriern, die die Erde beherrschen.
Wen er damit wohl meint? Großkonzerne wie Mc Donalds? Die Stones? Die eingefahrene, seit Jahrzehnten nur noch Gesichter vermarktende Musikindutrie?
Diese kryptische Haltung in Yorkes Texten, die sich durch das komplette Album zieht, mag einigen sauer aufstoßen, doch läßt sie mehr Freiraum für eigene Interpretationswelten, im Kopf jedes Hörers entstehen andere Bilder und Formen.
Bereits 5 Minuten später ist man zurück „In Limbo“.
“Idioteque“: Der Superhit jeder Androidendisco.
Kantig, großartig; was haben wir gelacht...
“Motion Picture Soundtrack“ entläßt uns schließlich nach 45 Minuten versöhnlich mit extra- kitschigen Harfen in den Himmel, Engelchöre nehmen uns an die Hand; man fühlt sich an alte Hollywood- Musicals erinnert.
Der einzige Song, in dem Yorke einen Blick auf sein Innerstes freigibt ,was ihn schon fast parodistische Züge annehmen läßt.
„Red wine and sleeping pills help me get back to your arms, cheap sex and sad
films help me get backwhere I belong...“
Wer jemals geliebt und hier keine Träne im Auge hat, ist längst tot.
Kid A besitzt eine vertraute, fast metaphysische Qualität.
Man hat das Gefühl, diese Songs schon irgendwann einmal gehört zu haben.
Nachts. Im Traum. Einem anderen Leben.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. April 2007
Die meisten halten ja OK Computer für das beste Radiohead Album. Aber wirklich interessiert hab ich mich für Radiohead erst, als ich auf Kid A aufmerksam wurde. Ich mag auch OK Computer, Amnesiac, Hail to the Thief und The Bends (Pablo Honey is auch ok), welche ich mir mittlerweile auch zugelegt habe, aber das Gesamtbild und die Atmosphäre von Kid A ist mir immernoch am Liebsten. Wahrscheinlich hab ich in den letzten (fast) sieben Jahren kaum eine andere Platte häufiger aufgelegt. Dabei hat mich Kid A anfangs gar nicht so richtig vom Hocker gerissen. Alles doch sehr introvertiert, düster und geheimnisvoll. Trotzdem hab ich Kid A immerwieder aufgelegt. Jedesmal entdeckt man was Neues. Und was anfangs erstmal nur interessant und anziehend war, ist irgendwann richtig gut. Unverzichtbar. Ein Meisterwerk.

(Wer The Bends klasse findet und OK Computer schon nicht mehr nachvollziehbar fand, der wird mit Kid A (und Amnesiac) auf jeden Fall Schwierigkeiten haben)
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Oktober 2000
Es ist ein Gesamtkunstwerk, das neue Radiohead-Album. Warum man das immer wieder hört? Kauft euch die Platte, packt sie aus, betrachtet euch das Booklet und wundert euch über die wirren Grafiken und Figuren, die scheinbar keinen Sinn ergeben. Freut euch wie Kinder über das zweite Booklet im „Geheimfach". Das kann nur Radiohead. (Ein kleiner Tipp: Wem es noch nicht aufgefallen ist: Auch in der Hülle von „OK COMPUTER" ist ein versteckter Text eingebaut, und zwar innen an den Seiten). Es ist ein unlösbares Rätsel, aber wenn man sich „Kid A" anhört, glaubt man der Lösung näherzukommen. Anhören und betrachten. Es gehört alles zu diesem aufwendigen Gesamtkunstwerk. Versucht es zu verstehen. Die Platte ist NICHT PARTYTAUGLICH und rockt keineswegs, doch das haben Radiohead schon seit „OK COMPUTER" nicht mehr nötig. Sie haben sich weiterentwickelt, und wer sich drei Jahre lang gefragt hat, wie Radiohead nach dem Millennium klingen mögen, bekommt mit „Kid A" eine Antwort, die mehr als überzeugt. Es scheint Musik von einem anderen Stern zu sein, aus einer anderen Welt, so weit weg von dem, was man kennt. Bei manchen Tracks fragt man sich, ob man hier von Songs reden kann. (Man muss immer bedenken, dass Radiohead genau diese zehn Songs aus vierzig für das Album ausgewählt haben). Nichts ist Zufall und alles scheint Zufall zu sein. Zukunftsmusik ist es definitiv. Mein Favorit: „Idioteque", auch wenn es überhaupt nicht Radiohead-typisch erscheint. Aber was ist jetzt noch „typisch" für Radiohead? Diese Platte ist etwas Großes, ein Album das man zu verstehen lernen muss. Abgehoben und seltsam, alle Momente vereinend, so schrecklich und so schön, dass man weinen möchte. Und auch wenn es so scheint, als kämen sie aus einer fremden Welt, so weit weg von der Wirklichkeit: Nichts ist realer als Kid A.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Die Anforderungen nach einem musikgeschichtlich sicher bleibenden Album wie eben OK Computer standen hoch. Und was machen Radiohead: sie verblüffen alle mit etwas noch nie dargewesenen, etwas völlig neuem. Kid A: dieses Album ist einfach unbeschreiblich. Von "Everything in it's right place" bis hin zum "Motion picture soundtrack" eine unvergessliche Reise in bisher unvorstellbare Klangwelten. Und trotz aller Abgehobenheit (und davon kann man bei Kid A wirklich sprechen) ist das alles so sehr eindringlich, dass man sich der Wirkung kaum entziehen kann. Nicht einfach elektronisches Gedudel oder pure Herumexperimentiererei, nein. Das klingt alles erstaunlich ausgereift, ausgefeilt, präzise auf die Simme Tom Yorks angepasst und schlichtweg wunderbar. Die Bandbreite der Gefühlslagen, die man als Zuhörer durchläuft, geht von unendlicher Melancholie ("How to dissapear completely") bis hin zu schizoidem Gedankengut ("Idioteque"). Das ist mehr als nur Musik, das ist Gefühl, das ist Angst, das ist Liebe, das ist Hass, das ist ... der Mensch an sich in Musik gefasst. Das klingt alles etwas abgehoben, aber trifft den Punkt: Kid A ist eines der großartigsten Alben aller Zeiten. Danke dafür.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Januar 2004
Ich war bis 2001 wirklich kein Fan von Radiohead und jetzt frage ich mich ständig warum eigentlich war das so! Vielleicht weil ich früher keinen Zugang zu dieser Musik, die ja von Radiohead früher noch reinster Mainstream war, gefunden hatte! Heut ist das anders und es hat sich mit diesem Album hier geändert! Ich hörte schon 2000 einige Stücke aus dem Album bei Radio Fritz und hatte mich damals nur gewundert, "was das ist Radiohead?", cool dachte ich mir! Völlig anders als das, was ich vorher von ihnen gehört hatte! Na dann aber war da noch Amnesiac, das erste Album, dass ich mir von Radiohead gekauft hatte und daran war nur dieser unglaublich Wahnsinns PYRAMID SONG schuld, ich hab das Video gesehen und bin nächsten Tag losgegangen und hab mir gleich das Buch mit der CD drin geschnappt und es war um mich geschehen! Diese tiefgründige Musik ist einfach nicht von dieser Welt und so was von spannend, dass es einem den Atem raubt!
Dann kam dieses tief bewegende Album namens "Hail to the Thief" heraus und ich muß sagen, dass ich es unzugänglicher und schräger finde als Amnisiac je sein wird! Es ist einfach eine Klasse für sich nur hatte ich damit kein Problem, weil ich Amnesiac kannte!
Nun mußte ich es einfach tun und mir Kid A holen, nach langer Zeit wollte ich die Songs auf CD haben, die mich zu Radiohead brachten, eine Band, die nichts ist was andere je sein könnten, sondern viel mehr als eine Gruppe Leute die Musik machen! Viele wollen es nicht wahrhaben aber Radiohead machen Kunst, keine Musik, es ist ein Kunstwerk und so hört es sich auch an!
Man legt diese CD ein und ein Alptraum beginnt sich zu entfalten! Man fühlt sich wie in einem Strudel aus dem es kein entrinnen gibt, wie wenn man das erste Mal in seinem Leben den Film 2001:Space Odyssee sieht! Es ist ein wahrhaftiges Meisterwerk und man muß es einfach gehört haben! Ich empfehle jedem der ne ordentliche Anlage mit DolbySurround Sound hat mal diese Scheibe mit Kinoklang zu hören, man traut seinen Ohren nicht was einem da an Sound entgegentritt, es ist schier unglaublich, dass es solch eine Band gibt die so'ne Musik macht, ich kann es immer noch nich wahrhaben! Ich hab mich hingesetzt und diese CD 5 mal hintereinander gehört und man kann einfach nicht mehr aufhören, es geht nicht, immer wieder läuft dieser Alptraum ab und man kommt nicht mehr davon los! Meiner Meinung nach ist diese Musik schon anspruchsvoller und tiefgründiger als das was die Beatles je gemacht haben!
Ich kann nur jedem empfehlen der Radiohead kennt diese CD zu kaufen, es ist ein Trip in die Hölle aber es ist auch ein neuer Anfang mit Hoffnung!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. September 2007
Das Album finde ich seit Jahren gut (als es rauskam, fand ich es übrigens furchtbar), kenne die Songs bestens. War mir trotzdem zu teuer. Nach Thom Yorkes mehr als grandiosem Solo-Meisterwerk war es aber klar, dass ich es mir im Original zulegen werde. Heute lag sie im Regal - für 8 Euro. Jetzt liegt sie in meinem Wagen und ich vertröste mir die Zeit bis zum neuen Radiohead-Album.

Kid A: eines der besten Alben, die ich je gehört habe. Und das auch noch von der besten Band der Welt. Ein grandioser Beginn mit "Everything in this right Place" Der Höhepunkt mit dem für mich besten Song überhaupt "Idioteque", verschmolzen mit dem darauffolgenden "Morning Bell" und einem Abschluss, der einen sehr ruhig und melanchonisch stimmt. Das perfekte Album für jede Gelegenheit. Beispielsweise im Auto, wenn es draußen dunkel und kälter ist und man durch die Lichter der Stadt oder auf einer Autobahn fährt.

Ein Genuss. Wozu Drogen, wenn man sich von so einem Kunstwerk berieseln lassen kann...?
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