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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Standard mit Fixpunkten, 13. Februar 2007
Von 
K.H. Friedgen "friedgen" (Burgbrohl, Rheinland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Flotow: Martha (Gesamtaufnahme) (Aufnahme 1977) (Audio CD)
Zunächst eine Klarstellung: Ich bin keineswegs ein unausgelasteter "Martha"-Fan, wenn ich hier auch schon die vierte Besprechung einer Aufnahme dieser Spieloper vorlege. Nachdem ich die Gesamtaufnahmen von Johannes Schüler (1944) und Robert Heger (1968) sowie den Electrola-Querschnitt mit Berislav Klobucar rezensiert habe, sollte man sich eigentlich anderen Dingen zuwenden.
Die einzige Besprechung, welche die hier zur Diskussion stehende Aufnahme bisher erfahren hat, fordert aber nicht nur zu energischem Widerspruch, sondern auch zu einer Ehrenrettung heraus. Es ist zwar richtig, daß Heinz Wallberg die Partitur mehr routiniert als inspiriert ausleuchtet und auch, daß ihm kein ganz erstklassiger Klangkörper zur Verfügung stand, aber ich bin fest davon überzeugt, daß nicht nur viele Provinztheater, sondern auch manche renommierte Städtische Oper sich heute glücklich schätzen würde, wenn sie eine Produktion wie die hier vorliegende auf die Beine stellen könnte. Der Dirigent bietet Routine, das ist schon wahr, aber er bietet sie auf einem durchaus hohen Standard, und auch das Münchner Rundfunkorchester schlägt sich, trotz einiger unüberhörbarer Schwachstellen, ordentlich und braucht sich hinter vergleichbaren Formationen keineswegs zu verstecken.
Nun zur Besetzung: Ich finde, daß Lucia Popp eine ausgereifte Darstellung der Lady Harriet bietet, an Tonschönheit übertrifft sie Anneliese Rothenberger (bei Heger) deutlich, und ihren Schlager, die "Letzte Rose", singt sie dezent und ganz ohne sentimentale Drücker, so daß man sich dem Wohllaut des schlichten Liedes, das irischem Volksgut entnommen ist, entspannt hingeben kann. Siegfried Jerusalems lyrischer Tenor entspricht der Rolle des Lyonel, hier hat er allerdings unüberhörbar an manchen Stellen Probleme mit den hohen Tönen, und auch seine Gestaltung ist doch etwas einförmig und läßt die Farbigkeit, welche Lucia Popp einzusetzen vermag, ein wenig vermissen.
Der einzige wirkliche Schwachpunkt der Aufnahme ist - leider - Karl Ridderbusch, dem man die Rolle des Plumkett übertragen hat. Es ist traurig, anhören zu müssen, wie die Stimme dieses großartigen Sängers seit seinen Darstellungen des Rocco (Karajans "Fidelio", EMI 1970) oder des König Heinrich (in Kubeliks "Lohengrin", DGG 1971) nachgelassen hat. Vom einstigen Glanz der wunderbar gerundeten Baßstimme kann man hier nur noch träumen. Das Porterlied wird nur noch unter größten Anstrengungen einigermaßen bewältigt, und auch sonst ist fast überall spürbar, daß Ridderbusch seinen Zenit bereits deutlich hinter sich gelassen hat. Nur im Duett mit Nancy (letzter Akt) scheint an manchen Stellen noch seine alte Prachtstimme durch. Die übrigen Rollen, an der Spitze die Nancy (Doris Soffel) und Lord Tristan (Sigmund Nimsgern), sind gut besetzt, und der Chor des Bayerischen Rundfunks (Einstudierung: Josef Schmidhuber) hat ein Extra-Kompliment für seine Leistung verdient.
Klanglich ist die Produktion von 1977 in bester Ordnung, und das beiliegende Textheft bringt eine knappe Einführung in die Handlung und das vollständige Libretto, allerdings nur in deutsch, was für viele Musikfreunde im Ausland natürlich ein Manko ist.
Fazit: Insgesamt ist die Aufnahme besser als ihr Ruf, und ich hätte, wenn das möglich wäre, dreieinhalb Sterne vergeben. Wäre Karl Ridderbusch noch auf der von ihm gewohnten Höhe gewesen, hätte es glatt für vier gelangt.
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1 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schläfrige Sänger, zum Einschlafen, 8. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Flotow: Martha (Gesamtaufnahme) (Aufnahme 1977) (Audio CD)
Das ist schwer danebengegangen. Flotows Oper offensichtlich als Strafarbeit für Sänger und Dirigenten. Da kommt kein Funke rüber, alles klingt wie unglaublich müder Einheitsbrei. Jerusalem und Ridderbusch singen zum Einschlafen langweilig, ohne jede Inspiration. Auch Lucia Popp erreicht keineswegs das Niveau, das man bei ihr erwartet. Doris Soffel und Siegmund Nimsgern fallen nicht weiter auf. Eine schwere Enttäuschung
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