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am 29. Juni 2013
No Prayer For The Dying

Nach dem monumentalen Konzeptalbum „Seventh Son Of A Seventh Son“ standen Iron Maiden sowohl bei Fans, als auch bei Kritikern sehr unter Druck. Die Engländer haben bekanntlich mit „Seventh Son Of A Seventh Son“ ein Epos erschaffen, das vor allem mit düsterer Atmosphäre und zeitlosen Klassikern punkten konnte, wie etwa "Moonchild", "Infinite Dreams", der Titelsong und "Can I Play With Madness".
Zu all dem Druck einen grandiosen Nachfolger zu veröffentlichen kam noch der Ausstieg von Gitarrist Adrian Smith hinzu.
Ersetzt wurde er durch Jannik Gers.
Iron Maiden gingen ins (mobile) Studio mit der Absicht die Songs nicht mehr so bombastisch und monumental erscheinen zu lassen, wie es bisher der Fall war.
In den Augen der meisten Fans und Kritiker ein großer Fehler.

Ich habe vor dem Kauf viele Rezensionen und Reviews zu diesem Album gelesen und erwartete Schlimmes. Ich war sogar am zögern, ob ich mir No Prayer For The Dying oder The Final Frontier kaufen sollte.
Ich entschied mich für ersteres, was sich als goldrichtig herausstellte.

No Prayer For The Dying wird oft als das schlechteste Maiden-Album (mit Dickinson am Mikrophon) gehandelt.
Aber warum?
No Prayer For The Dying hat alles was man sich von einem Maiden-Album erhofft. Es kombiniert die Stärken der bis dahin erschienenen Alben; die raue Energie von „Killers“, starke Vocals wie auf „Somewhere In Time, den Keyboardeinsatz von „Seventh Son Of A Seventh Son“ und die Eingängigkeit von „The Number Of The Beast“.
Es ist halt nicht mehr soooo episch, wie die Vorgänger. Na und?
Das Album kann viele Hits aufweisen, wie etwa den Opener "Tail Gunner", der ersten Single "Holy Smoke", dem Hit "Bring Your Daughter…To The Slaughter", aber auch das Mini-Epos "Mother Russia".
Auch mangelt es nicht an frischen Ideen und starken Ohrwürmern. Fast jeder Song brennt sich dauerhaft in die Gehörgänge ein und das schon nach dem ersten Durchgang. Stark!
Die Produktion kommt sehr erdig aus den Boxen und erinnert mich an die früheren Werke der Band.
Dieses Album ist für mich das „Killers“ mit Bruce Dickinson.

Wie man sieht, lobe ich dieses Album fast schon in den Himmel, aber es hat dennoch einige Schwächen.
Zum einen wäre da der Refrain von The Assassin; dieses „Better watch out!“ nervt ziemlich, obwohl der Song sonst sehr stark ist.
Zum anderen wäre da die Länge des Albums. Mich stört es nicht, dass Maiden sich entschieden haben keine Songs mehr zu schreiben, die länger als 6 Minuten sind.
Good music is good music.
Dennoch ist eine Spielzeit von 44 Minuten und einer Songanzahl von 10 Songs zu wenig.
Das wäre aber auch schon alles an Negativem.

Die einzelnen Songs:

1. Tail Gunner

Geiler Opener!
Für mich einer der besten Opener, die Maiden aufzuweisen haben und kann sich problemlos mit Moonchild, Sign Of The Cross und Aces High messen. Besonders der Refrain ist ziemlich cool.
Einer meiner Favoriten auf dem Album!

10/10

2. Holy Smoke

Die erste Single des Albums und einer der eingängisten Songs des Albums. Ein klasse Song, der vor allem durch Bruce Dickinson’s Gesang begeistert. Bruce’s Gesangsleistung generell auf diesem Album ist grandios!

9/10

3. No Prayer For The Dying

Der Titeltrack und was für einer! Leider auf Grund seiner Kürze gehasst, aber ich finde, dass er durch tolle Stimm- und Gitarrenmelodien gefällt und ist einer der emotionalsten Maiden-Songs.
Ganz großes Kino, das nicht weniger als die Höchstnote verdient!

10/10

4. Public Enema Number One

Cooler Titel, sehr eingängig, aber dennoch einer der schwächeren Songs des Albums.
Nichtsdestotrotz ein gutes Lied, das es wert ist gehört zu werden und durch das Riffing der Herren Gers und Murray, aber auch durch die Basslines von Harris überzeugt.

7,5/10

5. Fates Warning

Das gleiche wie bei Song Number 4, aber dieser hier ist ein wenig besser. Besonders der Refrain weiß zu gefallen und man erwischt sich selbst beim Mitsummen.
Coole Nummer!

8/10

6. The Assassin

Im Prinzip richtig geil, aber der Song verliert einiges an Qualität durch den Refrain. Dafür begeistern die Gitarrenmelodien, der Mittelteil und die Solos umso mehr. Tolle Vocals von Bruce!

8,5/10

7. Run Silent Run Deep

Ruhiges Intro und ein sehr eingängiges Lied. Definitiv einer der besten Songs auf dem Album.
Echt ein geiles Stück. Müsste Maiden mal wieder live spielen. Eine wahre Perle, die zu Unrecht verhasst ist.

9,5/10

8. Hooks In You

Die Fortsetzung der Charlotte-The-Harlot-Trilogie (Charlotte The Harlot, 22 Acacia Avenue, Hooks In You) und ein echter Ohrwurm. Nicht unbedingt der originellste Song, den Maiden je veröffentlicht haben, aber dennoch unterbewertetes rotziges Stück Metal.

8,5/10

9. Bring Your Daughter…To The Slaughter

Die zweite Single und erneut ein echter Ohrwurm. War zu Recht an der Spitze der britischen Single-Charts.
Besonders der Refrain ist sehr originell und sau-cool. Zudem bestimmt ein ACDC-mäßiger Groove das Tempo und Riffing, was ungewohnt, aber nicht minder eindrucksvoll klingt.
Klasse Song!

9,5/10

10. Mother Russia

Das Epos, das eigentlich keines ist. Mit gerade einmal 5:30 Länge das kürzeste Epos in Maiden’s Diskographie, aber dennoch ein starker Song mit dramatischem Keyboard-Einsatz.
Für mich der beste Song des Albums, der auch auf dem Vorgänger hätte stehen sollen. Ja ich gebe zu, dass der Song zu kurz ist. Beim Outro denke ich immer, dass da noch was kommt, wie etwa ein Solo etc.
Trotzdem braucht sich Mother Russia vor einem Vergleich mit Hallowed Be Thy Name, Rime Of The Ancient Mariner und Phantom Of The Opera nicht fürchten und überzeugt auf ganzer Linie!
Ein wahrer Klassiker, der mal live gespielt werden sollte!

11/10

Fazit:

Definitiv ein geiles Album! Nicht so stark wie der Vorgänger, aber auf jeden Fall stärker als der Nachfolger.
Verstehe nicht, warum es immer als das schlechteste Album von Iron Maiden gesehen wird. Hier wird Energie, Frische und Coolness großgeschrieben und nicht Epik, Dramatik und Länge, wie auf den Vorgängern, was damals frischen (und verhassten) Wind in das Maiden-Lager brachte.
Für Maiden-Anfänger gibt es hier eine gute Übersicht über die Fähigkeiten Maiden’s, aber auch musikalisch offene Maiden-Fans werden Gefallen an diesem missverstandenen, verhassten Album finden.
Klare Kaufempfehlung!

Anspieltipps:

Jeder Song des Albums ist es wert gehört zu werden, aber dies hier sind die Besten:
Tail Gunner (!)
Holy Smoke
No Prayer For The Dying (!)
Run Silent Run Deep
Bring Your Daughter…To The Slaughter
Mother Russia (!)

UP THE IRONS!
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am 7. Juli 2000
Also, ich verstehe das Gerede von wegen "Maidens Tiefpunkt", "schlechtestes Maiden Album" etc. eigentlich nicht. Meiner Meinung nach kann "No Prayer For The Dying" durchaus einige absolute Hits aufweisen, wie zB "Holy Smoke", "Public Enema Number One" (genialer Titel!), "Run Silent, Run Deep", "Bring Your Daugther ..." und den famosen Titletrack. "No Prayer ..." kann qualitativ sicher nicht ganz an Meilensteine wie "Powerslave" oder "Somewhere in Time" heranreichen, solche Klassiker schüttelt man sich aber auch nicht einfach aus dem Ärmel. Meiner Ansicht nach ist "No Prayer ..." keinen Deut schlechter als die darauffolgende "Fear Of The Dark" CD. Dass Iron Maiden es noch immer können, haben sich ja gerade erst mit "Brave New World" bewiesen.
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am 29. September 2015
Ich kann die ganze Kritik an diesem Album nach wie vor nicht nachvollziehen! Hatte es früher auf Kassette und die Kassette wurde förmlich kaputtgehört. Danach etwas in Vergessenheit greaten - und nun aufgrund des neu entfachten Maiden-Fiebers wegen "Book Of Souls" endlich nach so vielen Jahren als CD bestellt. Es stellt das perfekte Gegenstück zu den Alben seit "Brave..." dar, weil es ausschließlich kurze knackige Songs enthält. Hier ist das längste Stück gerade mal 5.30min lang...man vergleiche mit den Songs der letzten Alben, allen voran mit "Empire..." (= 18min!!!). Und keines der Lieder ist meiner Meinung nach wirklich schwach! Im Gegenteil, mit Tailgunner, Holy Smoke, No Prayer..., Public Enemy..., Bring Your Daughter...und Mother Russia sind lauter geile, kurze, schnell auf den Punkt gebrachte Songs vorhanden. Auch der Rest des Materials kann sich durchaus hören lassen. Tut mir leid Maidens, aber ich finde diese Songs definitiv besser, als die Songs 3, 4, 5, 6 von Powerslave...(Aces..., 2 Minutes..., Powerslave und Rime of... sind natürlich unnahbare Klassiker!). Deshalb ist "No Prayer..." für mich auf einer Linie mit dem Debüt, Killer, Number... und Piece..., also den Alben, die noch kurz und knackig daher kamen und wo eben der längste Song irgendwo bei 6 Min. lag! Das soll aber keine Kritik an den langen Songs der jüngeren Vergangenheit incl. dem aktuellen Werk Book...darstellen, da Maiden auch in dieser Sparte unschlagbar sind! Wer macht schon einen 18min-Song so genial, wie die Jungfrauen...!
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am 20. Januar 2000
Der Tag der Veröffentlichng dieses Albums war wohl einer der schwärzesten für die Millionen der Maiden-Jünger. Nach dem Vorgänger "Seventh Son Of A Seventh Son" und dem damit verbundenen Erfolg erwartete man großes von den eisernen Jungfrauen - doch es kam ganz anders: Iron Maiden lieferten ihr bis zu diesem Zeitpunkt deutlich schlechtestes Album ab, was aufgrund des hohen Standards bei Maiden nicht allzuviel zu sagen hat. Tasächlich gibt es neben nichtssagenden Songs wie "Public Enema Number One" oder dem eintönigen "The Assassin" auch Stücke wie "Bring Your Daughter To The Slaughter", das das Maiden-Herz dann doch höher schlagen ließ und in den englischen Charts auf Platz 1 landete. Die neben diesem Song zweite Single "Holy Smoke" wußte durch das nette Video einzuschmeicheln und erreichte immerhin noch Platz 3. Der einzige Song, der mir neben den Singles so richtig gefällt, ist "Mother Russia". Dieser Song behandelt die Problematik im damaligen Russland bzw. dem Ende der UdSSR. Eingängige Melodie, an "Seventh Son"-Zeiten erinnernde Chöre und schließlich mal ein richtig genialer Solo-Part, in dem vor allem das Spiel des neu hinzugestossenen Gitarristen Janick Gers positiv zur Geltung kommt.
"No Prayer..." ist ein Album für eingefleischte Maiden-Fans - mehr leider nicht. Wer einer werden möchte, sollte ein älteres Werk oder glücklicherweise den Nachfolger "Fear Of The Dark" testen. Die Aufwertung von 3 auf 4 Sterne ist eigentlich nur den 3 positiv genannten Stücken zu verdanken.
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Auch Prädikate wie "hochunterschätzt", "Geheimtipp" oder "ein weiterer Maiden-Klassiker" wären im Falle des 8. Studioalbums der britischen Heavy-Metal- bzw. Hard-Rock-Legenden angebracht.
Zugegeben: Ich bin erst verhältnismäßig spät auf Iron Maiden gekommen. Als ewig Suchender in der schier unüberschaubaren Pop/Rock-Musiklandschaft unserer Tage mag man mir das aber an dieser Stelle bitte gnädigst nachsehen. Seitdem mich Iron Maiden aber so richtig (also mit voller Wucht) gepackt haben, kann ich (zur Zeit wenigstens) gar nicht genug von ihnen bekommen...

Mit den "Mauerblümchenalben" (wobei das in diesem Falle schon ein sehr harter Ausdruck ist) großer und langlebiger Bands - und das sind die "Eisernen Jungfrauen" allemal - ist das immer so eine Sache. Natürlich wird es immer Leute geben, die stilistische Veränderungen bzw. leichte Umorientierungen im Sound od. bez. Songwriting etc. so ganz und gar nicht verkraften wollen/können. Und ich für meinen Teil glaube offengestanden nicht einmal, dass das unbedingt immer die berüchtigten Fans der sogenannten ersten Stunde sein müssen. Die haben ja schon das legendäre Drittwerk THE NUMBER OF THE BEAST (von 1982) vermutlich als "zu kommerziell" eingestuft. Allerspätestens seit dem 1986 veröffentlichten (und meines Erachtens großartigen) SOMEWHERE IN TIME werden treue Maiden-Jünger ob neu einsetzender Synthesizer-Technik etc. beleidigt und besserwisserisch ihre Nasen gerümpft haben. Wenn wir schon dabei sind: Ich persönlich verstehe ja sowieso nicht (aber das lässt sich im Nachhinein wohl meist leichter sagen), warum z.B. SEVENTH SON OF A SEVENTH SON (1988) von vielen "Fachexperten", Kritikern und auch Fans über dessen Vorgänger (also SOMEWHERE IN TIME) gestellt wird. Von der Feinabstimmung her (Klangbild, Konzeptcharakter, Kompositionen) halte ich beide Werke für absolut ebenbürtig, auch wenn dem später erschienenen SEVENTH SON... ein etwas größerer kommerzieller Erfolg beschieden war. Doch jetzt genug davon...

Ich für meinen Teil halte das 1990 veröffentlichte NO PRAYER FOR THE DYING ebenfalls für zu sehr schlechtgeredet und verrissen. Mal ehrlich: Wenn man sich die Scheibe am Stück anhört, ein wenig auf die Lyrics achtet und wenigstens indirekte Vergleiche zu den beiden (zuvor kurz besprochenen) Vorgängerwerken anstellt, dann kann man doch bitteschön nicht allen Ernstes behaupten wollen, dass hier sei so etwas wie ein vorzeitger "Tiefpunkt" o.Ä. gewesen. Leute, habt ihr euch ernsthaft dieselben Alben angehört wie ich?!
Freilich merkt man (allerdings nur marginal(st)), dass der neue Gitarrenhero namens Janick Gers (der den Jungfrauen aber Gott sei Dank bis heute erhalten geblieben ist) in die riesenriesengroßen Fußstapfen seines Vorgängers (Adrian Smith - der Gott sei Dank später ja wieder zurückkehren sollte) getreten war, allerdings könnte ich - und ich hab mir alle zuvor angesprochenen Alben wirklich schon des öfteren zu Gemüte geführt - nicht ernsthaft behaupten, dass sich der Stil der Band in irgendeiner Weise markant od. nachhaltig verändert hätte. Kleinere größere Veränderungen gehören bei Bands ohnehin immer dazu. Aber ist das nicht die natürlichste Sache der Welt? Alles muss sich auf irgendeine Weise weiterentwickeln - ist doch logisch!

Was mir, als relativer Neuankömmling im Maiden-Terrain, auch nicht ganz klar ist, ist das ständige Daraufpochen, dass NO PRAYER FOR THE DYING wieder ein deutlicher Schritt zurück zu den Wurzeln der Band sei... Was schon stimmt: Das Album ist insgesamt (also thematisch und auch grafisch) recht düster angelegt - der Sound ist dem der beiden Vorgänger (siehe oben) aber nicht unähnlich, wie ich vorsichtig zu behaupten wage. Man sollte sich also nichts Ruppiges, Ungeschliffenes a la Debütalbum (IRON MAIDEN) oder Ähnliches in diese Richtung erwarten.

Wer - so wie ich - allerdings SOMEWHERE IN TIME und dessen Nachfolger, also SEVENTH SON OF A SEVENTH SON, schon gemocht hat, der kann, wie ich finde, von NO PRAYER FOR THE DYING eigentlich gar nicht enttäuscht sein - im Gegenteil. Das Einzige, was man der Platte ev. vorhalten könnte, ist, dass ihr so ein richtiger Maiden-Klassiker (also ein Hit) fehlt. Wobei man der Scheibe da auch schon wieder unrecht tun würde, da "Holy Smoke" (immerhin Nr. 3 in den britischen Charts) und das berühmt-berüchtigte "Bring Your Daughter... To The Slaughter" (das gar die Spitze erklimmen konnte) ja genau das Gegenteil bewiesen haben (und ja: Natürlich bin auch ich der Meinung, dass Chartplatzierungen im Allgemeinen nicht allzu viel über die Qualität eines Songs bzw. gar eines Albums aussagen).

Aber auch (oder eigentlich eher vor allem) insgesamt gefällt mir vorliegender Silberling sehr, sehr gut. Ich konnte eigentlich keinen wirklich schwachen Song ausmachen, höchstens "The Assassin" kommt phasenweise ein bisschen "dünn" und einfallslos daher - aber ansonsten: ALL KILLER, NO FILLER, so würde ich guten Gewissens meinen!!

Heraushebenswert erscheinen mir persönlich vor allem der Opener "Tail Gunner" (der von der Bombardierung Dresdens gegen Ende des 2. Weltkriegs erzählt und mit Textstellen wie "...The weather forecasts good for war... Cologne and Frankfurt? Have some more!..." aufzurütteln versteht, von der Musik mal abgesehen) ebenso das als Single erfolgreich ausgekoppelte "Holy Smoke" (das sehr zynisch mit geldheischenden Predigern und Heilsbringern abrechnet), der Titeltrack "No Prayer For The Dying" (mit seiner schönen Melodie) oder aber auch "Hooks In You" (mit seinen schönen Gitarrenmelodiebögen), das noch ein Mr. Smith mitkomponiert hatte, wenn man den Credits glauben darf. Auch der Abschlusstrack, "Mother Russia", ist ein sehr stimmiger Song, der aufgrund textlich-melodischer Harmonien absolut zu überzeugen vermag! Wie schon gesagt: Echte Schwachpunkte sucht man auf dieser Platte vergeblich, auch wenn euch das die ewig unzufriedenen Schlechtredner und Nörgler immer und immer wieder einreden wollen...

Deshalb halte ich NO PRAYER FOR THE DYING mit 5 vollen Sternen keineswegs für überbewertet. Ich war offengestanden sogar positiv von diesem Werk überrascht (was teils aber auch an den eher zurückhaltenden Kritiken liegen mag) und sehe es recht "klassisch" in der Tradition seiner beiden (eigentlich auch nicht mehr "klassischen") Vorgängerwerke (nochmals zur Erinnerung: SOMEWHERE IN TIME & SEVENTH SON OF A SEVENTH SON) . Inhaltlich als auch optisch ist alles - wie schon vorher erwähnt - ziemlich düster gehalten, was aber meines Erachtens sehr gut zum dargebrachten Stoff passt. Sogar die Mitglieder sehen auf den Bandfotos ziemlich fertig und mitgenommen aus (erinnert mich irgendwie ans Coverfoto von BETWEEN THE BUTTONS von den Rolling Stones, falls das irgendwer hier auch schnell vor sein geistiges Auge setzen kann) - was aber bestimmt Absicht war (denke ich mal). Textlich hat mir bislang überhaupt kaum ein Maiden-Album besser gefallen, um ehrlich zu sein. Natürlich kommen einige Passagen reichlich zynisch und politisch inkorrekt rüber, aber genau dadurch gewinnen die Songs im Grunde genommen nur noch, wie ich finde...

Fazit: NO PRAYER FOR THE DYING ist ein atmosphärisch geglücktes Maiden-Gesamtwerk, das auch heute - gute 20 Jahre später - noch überraschend glaubwürdig und authentisch daherkommt. Musikalisch sehe ich - im Gegensatz zu vielen, vielen anderen Fans und Kritikern - keine allzu großen, bahnbrechenden Veränderungen, was ich jedoch positiv bewerte (wozu etwas komplett neu erfinden, wenn etwas schon so gut funktioniert??). Ähnlich wie bei beiden Vorgängern ist auch der Gesamtcharakter dieses Albums sehr flüssig und kompakt. Musikalisch (teils sicher aber auch textlich) kann man bei diesem Werk bestimmt von einem gelungenen Konzeptalbum sprechen. Schlecht bezüglich dieses Albums sind eigentlich nur (zu) viele Kritiken - und der Ruf, der diesem überaus gelungenen Machwerk bis heute anzuhaften und zu schaden scheint...

Deshalb ist NO PRAYER FOR THE DYING meines Erachtens ein Pflichtkauf - und das nicht nur für Fans! Ein (aufgrund der eher zurückhaltenden Kritiken) fast schon überraschend starkes Maiden-Album, dem die Untertitelung "Klassiker" eigentlich auch zustehen würde... Ist zumindest meine Meinung!!
Eigentlich enthält das Album viele Stücke, die es verdient hätten auch live öfter dargebracht zu werden - aber auch das ist (freilich) lediglich meine bescheidene Meinung...

Verdiente 5 Sterne - Up The Irons!

Abschließend noch einmal meine persönlichen Anspieltipps:
- Tail Gunner
- Holy Smoke
- No Prayer For The Dying
- Hooks In You
- Mother Russia
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am 24. April 2014
Ich verstehe die teils schwerwiegende Kritik überhaupt nicht. Ich kannte das Album nur von den relativ schlechten Bewertungen her und ich überlegte lange ob ich es mir kaufen soll. Da ich aber alle anderen vorhergehenden Maiden Alben für Meilensteine halte, musste auch dieses Album her. Ich habe es nicht bereut. Durchweg guter Sound, schöner Heavy Metal. Kein wirklich schlechtes Lied. Gut, es fehlt ein absoluter Höhepunkt. Daher ist "No Prayer" nicht so ein Über-Album wie S-s-o-s-S. Muss es auch nicht. Allein Tail Gunner, Holy Smoke, Hooks in You, Bring your daughter und Mother Russia sind tolle Songs. Also keine Angst die Maiden Sammlung vollständig zu machen!
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am 22. Januar 2010
1989 stieg Adrian Smith bei Maiden aus und Janick Gers wurde sein Nachfolger. "No Prayer For The Dying" wurde wieder von Martin Birch produziert und erschien 1990. Ansonsten waren wieder die Herren Harris, Dickinson, Murray und McBrain mit am Start.

Direkt vorweg, so schlecht wie das Album teilweise gemacht wird, ist es nicht. Im Gegenteil, es ist sogar durchaus gut. Ich denke mal das Problem der Scheibe ist, dass es kein richtig herausragendes Stück gibt. Es sind hier 10 ordentliche bis gute Songs enthalten, aber es fehlt das Überstück, welches zu d e n Klassikern der Jungfrauen gehören könnte. Die nachfolgende "Fear Of The Dark" (1982) finde ich kaum besser, sie hat aber 2 Sahnehäubchen die, wie gesagt, hier fehlen. Vielleicht ist das eine Erklärung für die nicht durchweg guten Kritiken!?

Jedenfalls war die vorliegende CD der Einstand für Janick Gers (ex Gillan) an der 2. Gitarre. Als Songwriter konnte er aber noch nicht in Erscheinung treten. Dafür hat Bruce diesmal viele Songs geschrieben, fast so viele wie Steve.

Als Anspieltipps würde ich `Tailgunner`, `Bring your daughter...` und `Mother russia` nennen. Auch der Titelsong ist wirklich gut. `Hooks in you` fällt dagegen deutlich ab (selten einen so schwachen Maiden-Song gehört). Auch `Holy smoke` kann mich nicht überzeugen, war aber eine erfolgreiche Single.

"No Prayer..." ist sicher das bis dahin schwächste Album der Gruppe. Man hat den Eindruck, ihnen wären die Ideen ein wenig ausgegangen. Und trotzdem ist es nicht schlecht, die o.g. Anspieltipps reißen das Album raus, knappe 4 Sterne von mir.
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am 11. November 2006
Ich habe mit großem Interesse die Rezensionen über die "No prayer for the dying" von 1990 gelesen und habe sie mir daraufhin seit längerer Zeit mal wieder angehört. Also, so schlecht wie sie teilweise gemacht wird, ist sie nicht. Im Gegenteil, sie ist sogar richtig gut. Ich denke mal das Problem der Scheibe ist, dass es kein richtig herausragendes Stück gibt. Es sind hier 10 gute bis klasse Songs enthalten, aber es fehlt das Überstück, welches zu d e n Klassikern der Jungfrauen gehören könnte. Die nachfolgende "Fear of the dark" finde ich nicht besser, sie hat aber 2 Sahnehäubchen die, wie gesagt, hier fehlen. Vielleicht ist das eine Erklärung für die nicht durchweg guten Kritiken!?

Jedenfalls war die vorliegende CD der Einstand für Janick Gers (ex Gillan) an der 2. Gitarre. Als Songwriter konnte er aber noch nicht in Erscheinung treten. Dafür hat Bruce diesmal viele Songs geschrieben, fast so viele wie Steve.

Als Anspieltipps würde ich `Tailgunner`, `Bring your daughter...` und `Mother russia` nennen. Auch der Titelsong ist wirklich gut. `Hooks in you` fällt dagegen ab.

Insgesamt gibt es von mir 4 Sterne und ich denke mal, die Platte wird bald wieder in meinen Player wandern.
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am 21. März 2009
Iron Maiden in den 90ern ist ein ganz eigenes Kapitel in der Geschichte der Band. Angefangen bei "No Prayer for the Dying" welches das erste Album ohne Klassikerpotenzial darstellte, gefolgt von der eigentlich recht geilen "Fear of the Dark" bis hin zu den Tiefpunkten mit Blaze Bayley. Insgesamt waren die 90er kein gutes Jahrzehnt für den traditionellen Heavy Metal. Die meisten Metalbands waren ausgebrannt und brachten nicht mehr viel zustande, während andere einen Stilwechsel suchten (manche erfolgreich, manche erfolglos). Da finde ich erwähnenswert, dass sich Iron Maiden noch recht wacker in diesem Jahrzehnt schlug. Das Niveau der alten Alben erreichten sie zwar nicht mehr brachten aber immerhin zwei Alben raus die man immer noch als gut bezeichnen kann. Das gilt zum Beispiel hier bei "No Prayer for the Dying". Wenn man das Album mit älterem Material vergleicht ist natürlich ein Qualitätsabfall zu spüren, allerdings kann es diese Platte noch locker mit anderen großen Alben des Heavy Metal aufnehmen. Und das zeigt das Maiden in ihrer eigenen Liga spielen. Auf dieser Platte finden sich zum ersten mal in der Bandhistorie ein paar richtig schwache Stücke (da braucht man auch keine rosa-Fan-Brille für) und nur wenige die wirklich ganz besonders hervorragen. Für 4 Sterne dürfte es trotzdem reichen.
Steve Harris wollte nach den beiden vorherigen Alben wieder ein paar Schritte zurück zu den Wurzeln gehen. Das Songwriting fiel dementsprechend rockiger aus und die Synths und Keyboards fehlen hier größtenteils. Zudem fällt auf, dass Bruce fast durchgehend ziemlich rau und kratzig singt. Für den einen Gesangsfanatiker, welcher immer von dem klassischen Gesang Bruce's beeindruckt war sicherlich nicht so toll. Ich finde es aber ganz gut (obwohl er qualitativ Di'Anno nicht übertrumpfen kann) und der Gesang dürfte eh nicht das Hauptproblem darstellen. Vielmehr das weniger einfallsreiche Songwriting, auch wenn das jetzt nicht so schlecht ist, allerdings fehlen wie gesagt größtenteils die Hits. Erwähnenswert ist noch die grottige Produktion. Da ist kein Druck hinter. Für die Anfangneunziger sehr schlecht. Dennoch denke ich das "No Prayer for the Dying" generell etwas unterbewertet ist. Auf jeden Fall ist es kein schlechtes Album.

Tailgunner: Nettes rockiges Stück, dem es ein wenig an Abwechslung fehlt. (3/5)
Holy Smoke: Ordentliche Singleauskopplung, wieder sehr rockig. (3/5)
No Prayer for the Dying: Eine der wenigen großen Höhepunkte auf diesem Album. Leise Parts wechseln sich gut mit den lauten, schnellen Teilen ab. (5/5)
Public Enema Number One: Weiteres sehr starkes Stück. Endlich mal ein richtiger Metalbrecher. Hier stimmts auch mit dem Gesang, der im Refrain melodischer ist. (5/5)
Fates Warning: Bei diesem harten Stück kommt der Gesang von Bruce sogar noch besser zur Geltung. Sehr Abwechslungsreich gestaltet und hat Orhwurmfaktor. Sehr gut! (5/5)
The Assasin: Kein guter Song. Blöder Refrain. Kein überzeugendes Songmaterial bis auf den recht guten Mittelteil. Ansonsten schlecht. (2/5)
Run Silent Run Deep: Gutes progressives Lied mit gutem Mittelteil. (4/5)
Hooks in You: Die ziemlich gute Weiterführung der "Charlotte the Harlot"-Geschichte. Überzeugt durch ein eingängiges Riff und Refrain. (4/5)
Bring Your Daughter... To the Slaughter...: Nicht umsonst der erste Nummer 1 Hit der Band. Ein absolut geiler Song mit Atmosphäre! (5/5)
Mother Russia: Eigentlich ein klasse Song, aber die übertrieben lauten Keyboards machen einiges kaputt. (4/5)

Mit Sicherheit die schwächste Platte von Iron Maiden mit Bruce Dickinson, allerdings ist das meckern auf recht hohem Niveau da sich doch ein paar sehr starke Stücke auf dem Album befinden.
Klar, 5 Sterne wären ein Witz, aber alles andere außer 4 Sterne wäre für dieses Album zu wenig.
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am 23. Juni 2004
Zunächst einmal muss ich sagen, dass es sich hierbei nicht um ein Album handelt, das man schon nach dem ersten Mal anhören bewerten sollte, da sich bis auf die beiden Stücke "Bring your daughter to the slaughter" und "No prayer for the dying" keine absoluten Ohrwurmnummern darauf befinden, weshalb ich auch nur 4 Sterne vergebe. Betrachtet man das Album jedoch genauer, so stellt man fest, dass sich darauf doch einige Hammertracks befinden. Vor allem die erstmals rauchige, raue Stimme von Bruce Dickinson passt sehr gut zu dem Songmaterial. Meine Favoriten sind "Fates Warning", "Public enema number one", "Holy Smoke" und "Mother Russia", sowie die bereits oben genannten. Einzig die beiden Songs "The Assassin" und "Run silent run deep" finde ich nicht so gelungen. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, ich jedenfalls kann das Album nur empfehlen.
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